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Dietrich Reimer Verlag

 
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Humboldt Lab Tanzania. Objekte aus kolonialen Kriegen im Ethnologischen Museum, Berlin - Deutsch.-tansanische Perspektiven. Eckert, Andreas; Ivanov, Paola; Jengo, Elias; Kamamba, Donatius; Mamseri, Sarita Lydia; Mabulla, Audax; Maligissu, Philipp; Mapunda, Bertram; Masebo, Oswald; Parzinger, Hermann; Reyels, Lili; Völckers, Hortensia; Weber-Sinn, Kristin. Hrsg.: Reyels, Lili; Ivanov, Paola; Weber-Sinn, Kristin. Dtsch.; Swahili; Engl. 2018. 398 S. zahlr. fb. Abb. 27 x 21 cm. EUR 59,00. ISBN: 978-3-496-01591-8 Dietrich Reimer Verlag
In den Depots des Ethnologischen Museums Berlin befinden sich bis heute zahlreiche Objekte, die von der deutschen Kolonialmacht zwischen 1885 und 1918 im einstigen „Deutsch-Ostafrika“ u.a. während des Maji-Maji-Krieges erbeutet wurden. In dem Projekt „Humboldt Lab Tanzania“ setzten sich tansanische und deutsche Wissenschaftler, Kuratoren und Künstler kritisch mit ausgewählten Artefakten – unter anderem eine große Trommel der Swahili, Objekte der Heilkunde und ein Talisman – auseinander.
Mit dem Umzug des Ethnologischen Museums ins Humboldt Forum sind die Sammlungen aus den ehemaligen deutschen Kolonien und die oft problematische Provenienz der Objekte verstärkt ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Die Projektteilnehmer aus Deutschland und Tansania erproben neue ethnologische und museologische Zugänge zum gemeinsamen kolonialen Erbe. In den Blick genommen wird der Bedeutungswandel, den die Objekte im Laufe der Zeit durchmachten, aber auch die Frage des Umgangs mit kulturellem Erbe. Denn wie und wo können diese Objekte und ihre Geschichte(n) in der musealen Theorie und Praxis präsentiert werden?
Die Intertextualität der Abbildungen. Methodendiskussionen zwischen Kunstgeschichte und Literaturtheorie. Gamer, Elisabeth-Christine. 2018. 208 S. 3 Abb. 24 x 17 cm. EUR 39,00. ISBN: 978-3-496-01605-2 Dietrich Reimer Verlag
Das Nachdenken über Beziehungen zwischen Bildern ist ein kunsthistorisches Kerngeschäft. Zugleich ist es jedoch auch eine Herausforderung für die Theorien und Methoden des Faches. Was bedeutet es daher, im Rückgriff auf die Literaturtheorie von der ›Intertextualität der Bilder‹ zu sprechen? Worin besteht der Unterschied zur Rede von ›Bildzitaten‹, vom Bezug auf ›Quellen‹ oder die ›ikonografische Tradition‹? Seit den 1960er Jahren wird dies lebhaft diskutiert.
Elisabeth-Christine Gamer zeichnet in ihrem Buch die Geschichte des Diskurses über fünf Dekaden nach und berücksichtigt dabei unterschiedliche Fächer und Sprachen. Zugleich arbeitet sie seine Merkmale heraus und liefert damit eine Basis für die weitere kunsthistorische Beschäftigung mit dem Modell ›Intertextualität‹.
Der moderne Kirchenbau im Blick der Kamera. Architekturfotografie in der Weimarer Republik. Metje, Iris. 2018. 368 S. 132 Abb. 24 x 17 cm. Br. EUR 49,00. ISBN: 978-3-496-01598-7 Dietrich Reimer Verlag
Als nach dem Ersten Weltkrieg die ersten modernen Kirchenbauten in Deutschland entstanden, galt die Fotografie als das zeitgemäße Medium für die Verbreitung von neuer Architektur. Auch die traditionsreiche Bauaufgabe wurde vor allem über fotografische Bilder vermittelt, die es ermöglichten, die Aktualität der neuen Formensprache zu belegen.
Iris Metje untersucht in ihrem Buch den Umgang bedeutender Architekten – wie Rudolf Schwarz oder Otto Bartning – mit dem Bildmedium sowie die Rolle wichtiger Fotografen – etwa Albert Renger-Patzsch und Hugo Schmölz – für die Inszenierung moderner Kirchenbauten, aber rückt auch heute vergessene Fotografen wieder in den Blickpunkt. Im Zentrum steht dabei die Frage: Welchen Einfluss hatte die Bauaufgabe auf die Architekturfotografie, auf ihre Gestaltungs- und Verbreitungsweisen?
Inszenierungen von Sichtbarkeit in mittelalterlichen Bildkulturen. Bacci, Michele; Beyer, Vera; Bonnet, Anne-Marie; Corsepius, Katharina; Ganz, David; Krause, Karin; Petri, Grischka; Rehm, Ulrich; Söll-Tauchert, Sabine; Tammen, Silke; Toussaint, Gia; Wittekind, Susanne; Wolf, Gerhard; Hoffmann, Annette. Hrsg.: Hofmann, Henriette; Schärli, Caroline; Schweinfurth, Sophie. 2018. 340 S. 97 meist fb. Abb. 25 x 17,8 cm. EUR 79,00. ISBN: 978-3-496-01595-6 Dietrich Reimer Verlag
Für moderne Kunstbetrachter ist die Sichtbarkeit und Zugänglichkeit von Bildern etwas Selbstverständliches. Das war nicht immer so. Besonders mittelalterliche Bildkonzepte und -praktiken waren häufig darauf ausgelegt, dass Bilder nicht permanent sichtbar sind. So wurden z. B. die Flügel von Altären nur zu bestimmten Gelegenheiten geöffnet. Mittelalterliche Bildinszenierungen bezogen die Spannung zwischen Präsenz und Blickentzug sowie Licht und Dunkel gezielt mit ein.
Die Autoren entwerfen in dem Buch ein kunsthistorisches Panorama – vom Schmuckanhänger und Gewand über das Reliquiar und Tafelbild bis hin zu Mosaik und Wandmalerei – und deuten so Konzepte einer spezifisch mittelalterlichen Sichtbarkeit von Bildern.
Heilige. Bücher — Leiber — Orte. Blume, Dieter; Böse, Kristin; Büchsel, Martin; Dümpelmann, Britta Tanja; Fleckner, Uwe; Goetz, Hans-Werner; Hommers, Jeannet; Kemp, Wolfgang; Kern, Margit; Kühnel, Bianca; Müller, Monika E.; Noga-Banai, Galit; Pelc, Milan; Quenzer, Jörg B.; Rehm, Ulrich; Schellewald, Barbara; Schmidt, Peter; Suntrup, Rudolf; Tammen, Silke; Tumanov, Rostislav; Vicelja-Matijaši?, Marina; Wagner, Daniela; Wimmer, Hanna. Hrsg.: Wagner, Daniela; Wimmer, Hanna. 2018. 352 S. 111 z. T. fb. Abb. 25 x 18 cm. EUR 79,00. ISBN: 978-3-496-01603-8 Dietrich Reimer Verlag
Mittelalterliche Handschriften und Reliquiare, zeitgenössische Street Art und Installationskunst: Das Heilige hat vielfältige Erscheinungsformen. Untrennbar mit Religion und Religiosität verbunden, bedeutet es eine Annäherung an das Göttliche. Während in theologischen Texten über das Wesen des Heiligen reflektiert wird, kann es in Bildern, Gegenständen, Körpern und Orten auch direkt sichtbar und erfahrbar werden.
Die Autorinnen des Bandes betrachten das Heilige aus kunst- und kulturhistorischer Perspektive. So zeigt sich, dass ganz unterschiedliche Vorstellungen des Heiligen Kunst, Kultur und Literatur zwischen frühem Mittelalter und Gegenwart prägen.
Wege: Gestalt — Funktion — Materialität. Beitr.: Künzler, Sibylle / Montalbano, Riccardo / Rutishauser, Susanne. Hrsg.: Oswald, Debora. Schiel, Linda. Wagener-Böck, Nadine. Schriftenreihe der Isa Lohmann-Siems Stiftung (UG559). 2018. 216 S., 60 z. T. fb. Abb. 25 x 18 cm. Gb. EUR 29,90 CHF 36,80 ISBN: 978-3-496-01596-3 Dietrich Reimer Verlag
Wie formen Architektur, Infrastruktur und Landschaft die Gestalt von Wegen – und umgekehrt? Welche Praktiken manifestieren sich auf Wegen – und mit welchen politischen, sozialen, wirtschaftlichen und ästhetischen Effekten?
Die Autor_innen thematisieren so unterschiedliche Facetten von Wegen wie die Logistik des globalen Warenkapitalismus, antike Straßennamen, virtuelle Routen und die Sichtbarmachung von Hohlwegen. In den Texten aus Archäologie, Kunst- und Architekturgeschichte, Europäischer Ethnologie sowie Geografie wird gezeigt, wie Materialität, Gestalt und Funktion eines Weges mit Strategien und Praktiken des Unterwegsseins zusammenhängen.
Der vergleichende Blick. Formanalyse in Natur- und Kulturwissenschaften. Brusotti, Marco; Carbon, Claus-Christian; Heidenreich, Stefan; Hönes, Hans-Christian; Hoevenberg, Hilja; Kunze, Franziska; Mainberger, Sabine; Meyer, Roland; Roethe, Anna; Schneider, Birgit; Stach, Thomas. Hrsg.: Bruhn, Matthias; Scholtz, Gerhard. 2017. 200 S. 50 fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 29,90. CHF 36,80 ISBN: 978-3-496-01578-9 Dietrich Reimer Verlag
Pathologische Befunde, kunstgeschichtliche Bildvergleiche oder die Beurteilung von Klimadiagrammen – das Vergleichen gehört zur täglichen Praxis in der wissenschaftlichen Analyse. Gerade weil der vergleichende Blick selbstverständlich erscheint, muss er immer wieder kritisch hinterfragt werden.
Der Band versammelt Beiträge aus Biologie, Kunst-, Medien- und Literaturwissenschaft, Medizin, Kriminalistik, Psychologie und Mathematik. Gemeinsamer Ausgangspunkt ist die übergreifende Bedeutung der Wahrnehmung, Beschreibung und Ordnung von Formen. Dabei gehen die Autorinnen der Frage nach, ob und wenn ja wie natur- und kulturhistorische Objekte verglichen oder auch gleich behandelt werden können.
Bauweise und Nutzung. Die Erfindung des Wagens. Nagel, Wolfram; Eder, Christian; Strommenger, Eva. Archaische Wagen in Vorderasien und Indien. 2017. 352 S. 234 z. T. fb Abb. und 3 Karten. 29 x 22 cm. Gb. EUR 49,00. CHF 59,80 ISBN: 978-3-496-01568-0 Dietrich Reimer Verlag
Räderfahrzeuge zur Beförderung von Lasten gehören seit ihrer Erfindung im 4. Jahrtausend v. Chr. zu den bemerkenswertesten Schöpfungen der Zivilisation. Die Autoren dokumentieren die ersten Wagenkonstruktionen und deren geografisches und kulturelles Umfeld.
Dabei betrachten sie unterschiedliche Fahrzeugtypen (Hakenwagen, Deichselbockwagen u. a.), die Werkstoffe und Fertigungsprozesse, aber auch die Zugtiere wie Pferd, Esel und Rind. Die Funktion der Wagen im Alltagsleben wird dargestellt, insbesondere ihr Gebrauch in kultischen Handlungen. So berühren die Verfasser ganz unterschiedliche Bereiche: die Vor- und Frühgeschichte ebenso wie die Technik- und Materialforschung, zudem die Zoologie. Damit bieten sie einen Überblick über die Kulturgeschichte Vorderasiens und Indiens in archaischer Zeit.
Konstruktionen des Leichtbaus. Das Prinzip Speichenrad. Palmen, Christoph. 2017. 416 S. 544 Abb. 24 x 18 cm. EUR 49,00. CHF 59,80 ISBN: 978-3-496-01586-4 Dietrich Reimer Verlag
Das Rad wurde buchstäblich neu erfunden, als man Holzspeichen durch dünne Zugdrähte ersetzte. So entstand eine der effizientesten Konstruktionen, die der Mensch je geschaffen hat.
Christoph Palmen ergründet dieses revolutionäre Prinzip, das sich nicht nur beim Wagenrad findet. Es diente auch zur Konstruktion der ersten Flugmaschinen, ermöglichte den Bau von Zeppelin-Luftschiffen und verhalf dem Fahrrad zum Durchbruch als Massenverkehrsmittel. In Form des Riesenrades wurde es zu einer baulichen Sensation und fand Eingang in die Planung weit gespannter Dächer. Heutzutage basieren die größten stützenfreien Räume der Welt auf dem Prinzip des Speichenrades.
Das Buch versammelt eine Vielzahl wegweisender, zum Teil auch kurioser Beispiele aus zwei Jahrhunderten Bau- und Technikgeschichte.
Künstlerinnen schreiben. Ausgewählte Beiträge zur Kunsttheorie aus drei Jahrhunderten. Ludewig, Anna-Dorothea; Fritsch, Lena; Bers, Anna; Conrad, Christin; Hauschild, Stephanie; Schülke, Anne; Kamola, Jadwiga; Post, Christiane; König, Sophie; Kuharenoka, Tatjana; Ströbel, Katrin; Havemann, Anna; Borgmann, Verena; Schulz, Christoph Benjamin; Gramatzki, Susanne. Hrsg.: Kroll, Renate; Gramatzki, Susanne. 2017. 200 S. 16 fb. Abb. 24 x 17 cm. Broschur. EUR 29,90. CHF 36,80 ISBN: 978-3-496-01582-6 Dietrich Reimer Verlag
Briefe, Essays oder autobiografische Aufzeichnungen von Künstlerinnen werden in der kunstgeschichtlichen Betrachtung meist nur als sekundäres Quellenmaterial angesehen. Dabei bezeugen die Schriften der in diesem Band versammelten Malerinnen, Bildhauerinnen und Zeichnerinnen eine ähnliche Ausdruckskraft wie das künstlerische Werk. Mit Texten vertreten und von Fachwissenschaftlerinnen kommentiert sind Künstlerinnen aus drei Jahrhunderten, von Élisabeth Vigée-Lebrun über Paula Modersohn-Becker u. a. bis hin zu Valie Export. Die Aufzeichnungen, in denen die Künstlerinnen über ihren Zugang zur Kunst, über deren Sinn und Wesen reflektieren, sind aus literaturästhetischer Perspektive bemerkenswert und bieten zugleich eine originelle Ergänzung zum kunsttheoretischen Kanon.
Proportionen und Wahrnehmung in Architektur und Städtebau. Maßsystem, Verhältnis, Analogie. Hrsg.: Gerber, Andri; Joanelly, Tibor; Atalay Franck, Oya. 2017. 224 S. 77 Abb. 24 x 17 cm. EUR 29,90. CHF 36,80 ISBN: 978-3-496-01581-9 Dietrich Reimer Verlag
Proportionssysteme dienten seit der Antike als Grundlage des Entwerfens. Kaum ein Artikel über ein neues Gebäude, der nicht dessen Proportionen lobt oder tadelt. Was aber ist mit Proportionen genau gemeint: ein objektiv anwendbares System von Maßen und Verhältnissen oder ein subjektives und persönliches Gefühl?
Architekturhistoriker und Architekten beleuchten das Verhältnis des Körpers zu seiner Umgebung sowie die Maßsysteme und Ideale, die daraus abgeleitet werden. So bieten sie einen Überblick zur Geschichte der Proportionen, ihren theoretischen Grundlagen sowie ihrer baulichen Anwendung.
Widerspenstiges Design. Gestalterische Praxis und gesellschaftliche Verantwortung. Alexander, Constantin; Bramkamp, Robert; Eikels, Kai van; Gaugele, Elke; Heijnk, Stefan; Kollnitz, Andrea; Köpke, Wilfried; Krieger, Peter; Leonard, Cesy; Lust, Ulli; Marlow, Kay; Nobel, Rolf; Worthen, Charles. Hrsg.: Weltzien, Friedrich; Kapp, Hans-Jörg. 2017. 256 S. 129 Abb. 25 x 18 cm. EUR 49,00. CHF 59,80 ISBN: 978-3-496-01583-3 Dietrich Reimer Verlag
Es bewegt sich etwas im Selbstverständnis der Kreativen. Diente Design bislang vor allem dazu, Waren und Produkte attraktiver zu machen und modische Trends zu bedienen, regt sich nun ein neues Selbstbewusstsein. Denn auch Design kann kritisch sein und in politische und gesellschaftliche Prozesse eingreifen, etwa mittels politischer Karikaturen oder investigativer Fotoreportagen.
Im Mittelpunkt des Bandes steht die Frage, wie Design und angrenzende Gebiete – etwa Medien und künstlerische Praktiken – Orientierung bieten können in einer Welt, die durch Globalisierung und Migration in Bewegung geraten ist und deren Wertgefüge an Verlässlichkeit verloren hat. Die Autorinnen aus Praxis und Theorie untersuchen, wieviel Widerspenstigkeit Design verträgt: Wie rebellisch darf – oder muss – die kreative Klasse agieren? Inwiefern kann Gestaltung dazu beitragen, Wege, Werte und Normen zu überdenken und den neuen Gegebenheiten anzupassen?
Der blinde Fleck. Bremen und die Kunst in der Kolonialzeit. Brus, Anna; Greve, Anna; Mutumba, Yvette. Hrsg.: Binter, Julia. Deutsch. 2017. 192 S. zahlr. Z. T. fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 19,90. CHF 25,30 ISBN: 978-3-496-01590-1 Dietrich Reimer Verlag
Die Hansestadt Bremen war im 19. und frühen 20. Jahrhundert ein blühendes Zentrum des internationalen Handels. Die globalen Verflechtungen jener Zeit spiegeln sich auch in der Sammlung der Bremer Kunsthalle wider. Viele der Werke, die während der Kolonialzeit in das Museum gelangten, thematisieren damalige Klischees des Fremden und Exotischen.
Die Autorinnen des Katalogs gehen den kolonialen Spuren in der Sammlung der Kunsthalle Bremen nach. Dabei verbinden sie zum einen die Geschichte des Hauses mit der globalen Handelsgeschichte, zum anderen zeigen sie, welche Rassismen und Exotismen Kunstwerken z. B. von Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde oder Fritz Behn innewohnen. Die europäischen Perspektiven der damaligen Zeit werden mit außereuropäischen, darunter auch zeitgenössischen Positionen der Kunst in Dialog gesetzt.
So ermöglicht das Buch eine postkoloniale Perspektive nicht nur auf die Sammlung der Kunsthalle Bremen, sondern auch auf die Kunst der Moderne.
The Blind Spot. Bremen, Colonialism and Art. Brus, Anna; Greve, Anna; Mutumba, Yvette. Hrsg.: Binter, Julia. Engl. 2017. 192 S. zahlr. Z. T. fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 19,90. CHF 25,30 ISBN: 978-3-496-01592-5 Dietrich Reimer Verlag
The Kura Projects. New Research on the Later Prehistory of the Southern Caucasus. Mirtskhulava, Guram; Abuladze, Joni; Ahadi, Golnaz; Aliyev, Tevekkül; Astruc, Laurence; Bastert-Lamprichs, Katrin; Baudouin, Emmanuel; Becker, Florian; Benecke, Norbert; Bouquet, Laurence; Bruley-Chabot, Gaëlle; D’Anna, Maria BianD’Anna; Decaix, Alexia; Degorre, Emeline; Fassbinder, Jörg; Fontugne, Michel; Gatsov, Ivan; Guilbeau, Denis; Guliyev, Farhad; Hansen, Svend; Heit, Ilia; Helwing, Barbara; Husson, Xavier; Ioseliani, Vladimir; Jovenet, Elsa; Kroll, Sonja; Kromer, Bernd; Le Dosseur, Gaëlle; Lyonnet, Bertille; Mirtskhulava, Guram; Nedelcheva, Petranka; Neef, Reinder; Neumann, Daniel; Pecqueur, Laure; Poulmarc’h, Modwene; Raymond, Pascal; Ricci, Andrea; Samzun, Anaïck; Steiniger, Daniel; Taha, Buchra; Tengberg, Margareta; Ullrich, Michael; Wahl, Joachim; Zhvania, Dimitri. Hrsg.: Helwing, Barbara; Aliyev, Tevekkül; Lyonnet, Bertille; Guliyev, Farhad; Hansen, Svend. Engl.; Dtsch; Franz.;. 2017. 452 S. 500 fb. Abb. und Plänen. 30 x 22 cm. EUR 99,00. CHF 117,80 ISBN: 978-3-496-01580-2 Dietrich Reimer Verlag
Zwei deutsch-französische Forschungsprojekte werfen neues Licht auf die holozäne Landschafts- und Kulturgeschichte des Kuratals. Die multidisziplinären Ausgrabungen und Surveys, die von 2010 bis 2015 stattfanden, bringen neue Erkenntnisse für die Rekonstruktion der Umwelt sowie zu den ökonomischen und rituellen Aktivitäten im Südkaukasus. Die aktuellen Grabungsergebnisse zeigen, dass sich die Ausdehnung der bäuerlichen Lebensweise in den Südkaukasus anders vollzog als die neolithische Expansion nach Anatolien und Südosteuropa.
The articles included in this volume refer to two research projects, the general idea of which was to give the cultural and landscape history during Holocene period a solid foundation with help from new excavations and surveys. Through detailed studies, the authors thematize aspects like environmental reconstruction, economic activities and symbolic acts, while the excavation results offer a look into hitherto unknown phenomena of the Neolithic and Chalcolithic of the Southern Caucasus. They demonstrate that the expansion of the agrarian lifestyle in the Southern Caucasus occurred in forms other than those of the Neolithic Expansion of Anatolian and southeastern Europe.
State of Flux. Aesthetics fo Fluid Materials. Erste Publikation zu fluiden Materialien in der Kunst. Becker, Daniel; Haarer, Andrea; Ingold, Tim; Liptau, Ralf; Moskatova, Olga; Nakas, Kassandra; Rübel, Dietmar; Smythe, Luke. Hrsg.: Finke, Marcel; Weltzien, Friedrich. Engl. 2017. 196 S. 82 z. T. fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 49,00. CHF 59,80. ISBN: 978-3-496-01577-2 Dietrich Reimer Verlag
Fluid materials are distinctive. They can spill, leak, mix, and dissipate. Fluids tend to movement and transformation: they bear witness to a material world in constant change. Due to their dynamic and processual flow, liquids run counter to ideas of matter as ready-made, inert or passive. Currents of materials undermine attempts of reification, and they bring about the fluctuation of meaning. Fluid materials are in a state of productive flux.
This volume presents studies that reflect upon and with materials in motion. Drawing on examples from film, painting, installation art, architecture, or photography, the essays explore the aesthetic and epistemic potentials of fluids. Instead of thinking about the imagery of fluidity, they focus on actual liquids such as foam, water, ink, or chemicals.
Fluide Materialien sind eigen: Sie verspritzen, laufen über, fließen davon, vermischen und zerstreuen sich, neigen zur Bewegung und Transformation. Sie sind somit Zeugen einer materiellen Welt im Fluss. Aufgrund ihrer Dynamik widersprechen sie der Vorstellung von der Materie als einer trägen und passiven Substanz. Die Autorinnen und Autoren des Bandes reflektieren über verschiedenste Materialien in Bewegung. Anhand unterschiedlicher künstlerischer Formate – Malerei, Film, Fotografie, Skulptur, Installation, Architekturmodelle – thematisieren sie die Besonderheiten fluider Stoffe in Theorie und Praxis. So stehen nicht Metaphern des Flüssigen im Fokus, sondern reale Flüssigkeiten in Aktion.
Mit Werken von: Victor Hugo, Julius Popp, Christa Sommerer & Laurent Mignonneau, rAndom International, Frei Otto, Jürgen Reble, Matt Saunders, Jeff Wall, Sigmar Polke, Lucas Samaras, Wolfgang Tillmans, James Welling, David Medalla, Toshio Yoshida, Dieter Lutsch, Mark Porter, Robert Rauschenberg
Ōsaki Hachiman. Architecture, Materiality, and Samurai Power in Seventeenth-Century Japan. Schweizer, Anton. Engl. 2017. 438 S., 74 z. T. fb. Abb. 25 x 18 cm. Gb. EUR 49,00 CHF 59,80 ISBN: 978-3-496-01541-3 Dietrich Reimer Verlag
Der Osaki Hachiman , ein reich ausgestatteter Shinto-Schrein im nordjapanischen Sendai, ist eines der wenigen in Gänze erhaltenen Bauwerke der Momoyama-Zeit (1568–1615) – und ein seltenes und spektakuläres Beispiel lackierter Monumentalarchitektur. Mit der Errichtung des Schreins verfolgte der Provinzfürst Date Masamune ehrgeizige politische Ziele. Anton Schweizer hat das Gebäude erstmals umfassend erforscht. Er erläutert Materialität und Farbigkeit sowie den vergänglichen Charakter dieser besonderen Form der Architekturdekoration, die eng mit Vorstellungen von zyklischem Werden und Vergehen verknüpft ist. So wird deutlich, dass der Schrein eine wichtige Rolle im Shinto-Glaubenssystem spielt und gleichzeitig Ausdruck temporärer Prachtentfaltung ist.
Maria Sibylla Merian zwischen Malerei und Naturforschung. Pflanzen- und Schmetterlingsbilder neu entdeckt. Grabowski, Carin. 2017. 430 S.380 meist fb. Abb. 27 x 21 cm. Gb. EUR 79,00 CHF 96,40. ISBN: 978-3-496-01571-0 Dietrich Reimer Verlag
Die Künstlerin und Naturforscherin Maria Sibylla Merian (1647–1717) wurde durch ihre Erkenntnisse über die Insektenmetamorphose zu einer der berühmtesten Frauen der Wissenschaftsgeschichte. Ihre Bücher zu Schmetterlingen und Raupen erlebten zahlreiche Auflagen. Mit einer ihrer Töchter unternahm sie sogar eine Reise nach Surinam (Südamerika), um tropische Falter zu studieren.
Merian vermittelt ihre Erkenntnisse über das Zusammenleben von Insekten, den Nützlingen und Parasiten, in einem ganz eigenen Malstil. Auch entwickelte sie eine neue Darstellungsweise des Falterflugs: Wie in einer Filmsequenz ist das Insekt in unterschiedlichen Bewegungsstadien zu sehen. Ihre beiden Töchter bildete sie ebenfalls zu Malerinnen aus, wozu sie eigens Arbeitsblätter entwickelt hatte. Die Zuschreibungsfragen, die sich dadurch in ihrem Werk ergeben, kann Carin Grabowski überzeugend klaren.
Das reich bebilderte Buch ermöglicht einen neuen Blick auf Merians Malerei.
Taubenhäuser in Europa, Iran und Ägypten. Kleiss, Wolfram. Fotograf Soltani, Liselotte. 2017. 120 S. 148 fb. Abb. und zahlr. Abb. (oder Zeichnungen/Skizzen). 29 x 22 cm. Gb. EUR 39,90. CHF 58,70 ISBN: 978-3-496-01575-8 Dietrich Reimer Verlag
Taubenhäuser gab es bereits im Mittelalter. Meist standen sie in Klosteranlagen und auf Adelssitzen. Seit dem 18. Jahrhundert gewannen Bauerngehöfte für die Taubenhaltung zunehmend an Bedeutung, und Taubenhäuser wurden zum architektonischen Blickpunkt in der Mitte der Hofanlage.
Nachdem im 20. Jahrhundert viele der Bauten zerstört wurden, setzt man in jüngster Zeit vielerorts die alten Taubenhäuser wieder instand oder ersetzt sie durch Neubauten.
Mit einer Vielzahl von Fotos und Zeichnungen präsentieren die Autoren Taubenhäuser und -türme von ganz unterschiedlicher Größe und Gestalt: Turmbauten auf massiv gemauertem Unterbau und mit aus Holz gearbeiteten Taubenkästen, aber auch zierliche kleine Taubenschläge aus Holz. Auch wenn die Bauten meist nicht mehr zur Taubenhaltung genutzt werden, sind sie noch immer eine Zierde vieler Anwesen.
Taubenhäuser in Deutschland und Europa. Kleiss, Wolfram; Soltani, Liselotte. 2006. 229 S., 288 meist fb. Abb. 28 x 21 cm. Gb. EUR 49,00 CHF 59,80 ISBN: 978-3-496-02791-1 Dietrich Reimer Verlag
Taubenhäuser, Taubentürme, Taubenpfähle – diese Bauten bieten unerwartete architektonische Entdeckungen. Die umfassende Dokumentation von Wolfram Kleiss und Liselotte Soltani liefert mit bislang weitgehend unpublizierten Zeichnungen und Fotografien eine Grundlagensammlung dieses Bautypus.
Zahlreiche Taubenhäuser sind aus Renaissance, Barock und 19. Jahrhundert bis heute erhalten. In ihren unzähligen Variationen sind sie ein beachtliches kulturelles Erbe Mitteleuropas und werden auch heute in "traditioneller Form" zahlreich neu gebaut. Die Baumaterialien umfassen Naturstein, Holz sowie gebrannte Ziegel. Zu den sieben Grundformen Deutschlands ziehen die Autoren Vergleichsbeispiele aus den europäischen Nachbarländern, dem Mittelmeerraum, Vorder- bis Mittelasien und Nordafrika heran. Die Dokumentation der Bauten mit Angaben zu Standort, Baumaterial und Datierung wird ergänzt durch einen Beitrag über die Bedeutung der Taube in Geschichte und Religion sowie die Darstellung der Taubenhaltung in der Kunst des Mittelalters und der Neuzeit.
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