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Gebr. Mann Verlag

 
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Bruno Taut in Japan. Das Tagebuch. Dritter Band 1935–36. Hrsg.: Speidel, Manfred. 2016. 304 S. 141 Abb. 24 x 17 cm. Pb. EUR 59,00. CHF 72,00 ISBN: 978-3-7861-2703-1 Gebr. Mann Verlag
Im dritten Jahr seines Japanexils hat Bruno Taut ein passables Auskommen und erfährt verbreitete Anerkennung durch seine Bücher. Er stellt das Manuskript »Japans Kunst mit europäischen Augen gesehen« fertig; für die Villa Ôkura in Tôkyô entwickelt er Innenausstattung und klimagerechte Schutzdächer. Außerdem vollendet er die schönsten Innenräume seines gesamten Werkes, die Gesellschaftsräume der Hyûga-Villa in Atami. Im Mai 1935 führt ihn eine Rundreise von Kyôto zum Japanischen Meer und in den Norden. Dabei sammelte er Material für seinen wichtigsten Buchauftrag »Houses and People of Japan«.
Dennoch: Der dritte Band des Tagebuches entwickelt sich zu einem dramatischen Bericht: Der Exilant leidet am Klima; Heimweh und Todessehnsucht wechseln ab mit der Hoffnung auf die Zukunft, bis der erlösen- de Ruf in die Türkei den Aufenthalt in Japan beendet.
Im Mai 1935 macht Taut seine erste Rundreise von Kyotô bis zum äußersten Norden der Aomori-Präfektur. Dabei sammelt er Material für seinen wichtigsten Buchauftrag: „Houses and People of Japan", erschienen 1937. Bis heute ist es die umfassendste ethnografische Studie zur japanischen Architektur außerhalb Japans. Aus ihr extrahierte Taut 1936 auch sein großes theoretisches Werk „Architekturüberlegungen", die er 1938 in der Türkei als „Architekturlehre" vollendete. Der dritte Band des Tagebuches entwickelt sich zu einem dramatischen Bericht über Arbeit, Glück und Leiden: Der Exilant leidet am Klima; Heimweh und Todessehnsucht wechseln ab mit Hoffnung auf die Zukunft, bis der erlösende Ruf in die Türkei den dreieinhalbjährigen Aufenthalt in Japan beendet. Auf der Reise in die Türkei – über die Mandschurei und Peking – münden Tauts Aufzeichnungen in eine vernichtende Kritik an dem Gesicht der „Kulturmacht" Japan in den besetzten Ländern.
Handbuch zur Ausstellungspraxis von A bis Z. Pöhlmann, Wolfger. Berliner Schriften zur Museumskunde (RP555), Band: 5. 2006. 338 S., 213 Abb. 21 x 15 cm, Pb. EUR 59,00 CHF 73,90 ISBN: 978-3-7861-1692-9 Gebr. Mann Verlag
Wie stellt man eigentlich eine Ausstellung auf die Beine? Vom ersten Konzept über den Leihverkehr bis zur Vernissage ist das Nachschlagewerk für Ausstellungsmacher ein hilfreicher Begleiter. Von A bis Z werden alle wichtigen Aspekte nach Sachgebieten in alphabetischer Reihenfolge besprochen.
Alle wichtigen Aspekte werden nach Sachgebieten in alphabetischer Reihenfolge besprochen, wobei der Autor aus langjähriger eigener Erfahrung in der Praxis schöpft. Das Handbuch beschreibt alle Fragen der Ästhetik, der Organisation, der Konzeption und der Technik von Ausstellungen praxisnah. Es ist das nützliche Standardwerk für alle, die auf den unterschiedlichsten Arbeitsfeldern mit Ausstellungen zu tun haben und bietet hilfreiche Informationen und Nachschlagemöglichkeiten für Museumsfachleute, Künstler, Sammler, Galeristen und alle, die Ausstellungen planen, organisieren oder beim Auf- und Abbau mithelfen.
Insgesamt bleibt ein großes Lob für diesen Band und vor allem für die immense Arbeit seines Autors, alle Fachinformationen in dieser übersichtlichen und wohl durchdachten Form bereit zu stellen. Das Handbuch sollte in jeder Museumsbibliothek stehen! [Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde 2009]
Blindheit in der Kunst. Darstellung und Metahorik. Otto Käfer. 460 S. 112 fb. u. 273 sw. Abb. 25 x 18 cm. Gb. Gebr. Mann Verlag, Berlin 2016. EUR 69,00 CHF 84,20 ISBN: 978-3-7861-2758-1 Gebr. Mann Verlag
Wie gelang es Künstlern, Blindheit darzustellen? Welche Bedeutung vermitteln erblindete oder nicht sehende Menschen in der bildenden Kunst? Stets ruft Blindheit eine vielfältige Metaphorik auf: Sie ist Metapher des Anfangs, also der Geburt der Ideen und des geheimnisvollen Wissens, Kunst aus dem Schoß der Dunkelheit, ebenso aber auch die Metapher des Todes. Die Darstellungsweisen verändern sich im Laufe der Jahrhunderte. In seiner Gesamtheit kommt das Bildthema, breit verortet in der europäischen Kulturgeschichte, erstmals systematisch zur Darstellung: Der Autor hat eine Auswahl aus über 3.000 Werken getroffen, darunter Malerei, Zeichnung, Grafik, Fotografie und Skulptur, von der römischen Katakombenmalerei bis heute.
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Handbuch Integriertes Schädlingsmanagement in Museen, Archiven und historischen Gebäuden. David Pinniger, Bill Landsberger, Pascal Querner und Adrian Meyer. 2016. 168 S., 150 meist fb. Abb. Pb. EUR 49,00 CHF 59,80 ISBN: 978-3-7861-2760-4 Gebr. Mann Verlag
Für museale Sammlungen und Archivalien stellen Insekten und Pilze eine ständige Bedrohung dar. Um der Zerstörung von Sammlungsgut vorzubeugen, steht mit der Integrierten Schädlingskontrolle (IPM) eine umweltfreundliche Alternative zu konventionellen Methoden zur Verfügung. Das Handbuch bietet den Verantwortlichen in Museen und Archiven das ideale Rüstzeug, um ein IPM-Programm erfolgreich aufzubauen und langfristig durchzuführen.
Jahrbuch der Berliner Museen. Jahrbuch der Preussischen Kunstsammlungen. Neue Folge / Jahrbuch der Berliner Museen 55. Band (2013). Hrsg.: Staatliche Museen zu Berlin. 2016. 250 S. 180 z. T. fb. Abb. 29 x 24 cm. Gb. EUR 138,00. CHF 173,00 ISBN: 978-3-7861-2752-9 Gebr. Mann Verlag
Aus dem Inhalt:
K. H. von Stülpnagel: Böttcherei im alten Ägypten.
– C. Graml: IG I² 836
– Hekate als ein Produkt des 19. Jahrhunderts?
– B. Kreß: Some Drawings by Paul Lautensack and their Printed Sources.
– K. Kleinert und C. Laurenze-Landsberg: Das Gemälde »Susanna und
die beiden Alten« aus Rembrandts Werkstatt neu analysiert.
– M. Thimann Zeit und Ewigkeit bei Nicolas Poussin. Zur Bitte des Phaeton um den Sonnenwagen Apolls in der Berliner Gemäldegalerie.
– B. W. Lindemann: Böcklins Bäume. Nadelbäume in der Malerei.
– C. Keisch: Menzels »Chronos«-Allegorien.
– F. Forster-Hahn: Die weiße Jahrhundertausstellung 1906 in Berlin. Ausstellungsinszenierung und Meier-Graefes Entwicklungsgeschichte der modernen Kunst.
Behrens, Till; Lubberger, Andreas. Die Frankfurter Grüngürtel-Flussufer-Konzeption 1969–2012. Stadtplanung als Bürgertäuschung und Plagiat.2016. 312 S., 150 Abb. 30 x 21 cm. Pb. EUR 29,00 CHF 40,90 ISBN: 978-3-7861-2679-9 Gebr. Mann Verlag
Auf der Basis lufthygienisch-meteorologischer Modelluntersuchungen entwickelte Till Behrens 1970/71 die »Stadtentwicklungskonzeption Grüngürtel mit grüner Mainquerspange, Museumsufer, Randbebauung und Verkehrsbündelung«. Die Hessische Landesregierung zeichnete sie als »Rahmengebendes Gesamtkonzept für Frankfurt« aus.
Engagierte Bürger brachten es bis zur Übernahme durch die Stadt. Politiker grenzten bei der Übernahme Bürger und Urheber aus und erreichten, dass derzeit weder ausreichender Urheberrechtsschutz für alternative Stadtplanungskonzepte besteht, noch Bürger solche realisieren können. Eine sinnvolle Umsetzung scheiterte dann zum Nachteil der Bürger an Kapitalinteressen und Selbstinszenierung der Politiker. Der Band dokumentiert in Wort und Bild den Versuch von Bürgern, ihre Stadt wieder zu einer Wohnstadt zu machen.
Bedingtheit der Malerei. Ivan Puni und die moderne Bildkritik. Nieslony, Magdalena. 2016. 300 S. 18 fb. und 62 sw-Abb. Gb. EUR 69,00. ISBN: 978-3-7861-2764-2 Gebr. Mann Verlag
Das Buch stellt erstmals den russischen kunsttheoretischen Diskurs der »Bedingtheit« (russisch: uslovnost’) der Malerei dar. Der zentrale Terminus Bedingtheit markiert die Opposition zur Vorstellung von der Natürlichkeit des bildlichen Ausdrucks. Eine zentrale Rolle in diesem Diskurs spielt das Werk von Ivan Puni (1892–1956), das innerhalb der russischen und westlichen Kunst und Kunsttheorie verortet wird. Es zeigt sich als Teil der modernen Reflexionen über die selbstkritische Dimension des Bildes und der Malerei, die bis in die aktuellen Debatten reichen.
Magdalena Nieslony ist Kunsthistorikerin. Sie forscht zu Kunst und Kunsttheorie der Moderne, insbesondere zur russischen Avantgarde und der amerikanischen Nachkriegskunst.
Körper Raum Oberfläche. Strukturen gebauten Raums und architektonische Raumbildung. Schubert, Karsten. 2016. 624 S. 380 Abb. Gb. EUR 79,00. ISBN: 978-3-7861-2754-3 Gebr. Mann Verlag
Wo sich das trennende Moment der Wand und das verbindende Moment der Öffnung begegnen, am Raumübergang, offenbart sich die Ausdrucksfähigkeit der Architektur. Das Buch geht dem Bedeutungspotenzial der sich am Übergang manifestierenden architektonischen Form nach. Eingeflochten werden ausgewählte Begrifflichkeiten der seit 1890 entwickelten Theorie des architektonischen Raumes. Hinzu kommen aus analytischen Betrachtungen abgeleitete diagrammatische Grafiken. So entsteht ein strukturelles Instrumentarium auf Grundlage der Logik architektonischer Raumbildung, das prinzipiell verallgemeinerbar ist und zur Beschreibung räumlicher Phänomene auch in anderen Wissenschaftsbereichen geeignet erscheint.
Karsten Schubert lebt und arbeitet als freier Architekt in Berlin. Architekturstudium in Kassel, Stuttgart und Zürich. Lehre an der Universität Karlsruhe. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Theorie des architektonischen Raums.
Architektur und Städtebau in Berlin zwischen 1933-1945. Planen und Bauen unter der Ägide der Stadtverwaltung. Schäche, Wolfgang. 1992. 656 S., 486 Abb. 20 Dokumente. 24 x 17 cm. Gb. EUR 34,80 CHF 44,50 ISBN: 978-3-7861-1178-8 Gebr. Mann Verlag
Architektur und Städtebau im Nationalsozialismus am Beispiel der Reichshauptstadt. Detailreiche Darstellung mit ausführlichem Katalog anhand von mehr als 100 Einzelbeispielen. Zahlreiche Pläne, historische und moderne Fotos.
Die Arbeit untersucht am Beispiel Berlins die Entwicklung von Architektur und Städtebau im Nationalsozialismus. Zentraler Gegenstand ist das Planen und Bauen, für das die Stadtverwaltung zuständig war. Die inhaltliche Konzentration auf diesen Forschungsgegenstand folgt u.a. einem Erkenntnisinteresse, das im besonderen die Kontinuitätsfrage problematisiert. Die Bauten und Planungen, die unter der Ägide der Stadtverwaltung entstanden, sind als Teil einer sich fortschreibenden Entwicklung zu begreifen, die sich, eingebettet in die Konventionen traditionalistischer Baukultur, zu Beginn des 20. Jahrhunderts herausbildete und in Teilen auch über das Jahr 1945 ihre modifizierte Gültigkeit behielt. Neben solchen theoriebildenden Erkenntnissen stellt die Veröffentlichung einen wichtigen stadtgeschichtlichen Beitrag dar, der zugleich ein Stück Grundlagenforschung bedeutet, indem hier eine umfassende Baugeschichte Berlin zu diesem Zeitabschnitt vorgelegt wird.
Texte aus dem Bezirk des Großen Tempels, XX. Keilschrifttexte aus Boghazköi. den Hout, Theo van. Hrsg.: Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz. 2016. 30 S. 30 Tafeln. 35 x 25 cm. Pb. EUR 27,00. CHF 37,10 ISBN: 978-3-7861-2768-0 Gebr. Mann Verlag
Im 68. Heft werden die Keilschriftfragmente ediert, die in Bogazköy ausgegraben, aber ursprünglich nicht inventarisiert, sondern als „Studienmaterial“ ins Anadolu Medeniyetleri Müzesi in Ankara eingeliefert wurden. Die hier publizierten Fragmente E 990–1220 wurden 1967 bei den Nachgrabungen in den Räumen 8 (Treppenhaus), 10, 12–16 der Ostmagazine des Tempels I und in Raum 19 der Nordmagazine gefunden. Die Fragmente E 1221–1319 stammen sicherlich, zumindest großteils, aus dem alten Grabungsschutt vor den Ostmagazinen.
Theoriebildung und denkmalpflegerische Praxis beim Wiederaufbau von Schloss Charlottenburg. Die Bauwerke und Kunstdenkmäler von Berlin (37). Steudtner, Katharina. "Wiederherstellen oder vollends vernichten?" 2016. 512 S. 119 fb. und 204 s/w-Abb. 17 x 24 cm. Leinen. EUR 69,00. CHF 88,80 ISBN: 978-3-7861-2734-5 Gebr. Mann Verlag
Das im Zweiten Weltkrieg stark zerstörte barocke Schloss Charlottenburg in Berlin wurde 1946–1984 wieder hergestellt. Die Überlieferung bauzeitlicher Zustände wie auch späterer Umbauten und Umnutzungen floss in Entscheidungen bezüglich des Wiederaufbaus ein.
So lässt sich wiederum heute, aus den Archiven der Denkmalpflege, die Geschichte des Wiederaufbaus rekonstruieren: Anhand der Schlosskapelle und weiterer kurz umrissener Fallbeispiele arbeitet die Autorin Stationen praktischen denkmalpflegerischen Handelns und zugehöriger Theoriebildung heraus – vom anfangs tastenden Wiederaufbau bis hin zur immer stärkeren, teils rekonstruierenden, teils neuschöpferischen Vervollständigung. Mit umfangreichem Bild- und Archivmaterial und thematischen Kartierungen.
Katharina Steudtner studierte Architektur in Berlin, Landschaftsarchitektur in Èvora (Portugal) und Denkmalpflege in Cottbus. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Archäologischen Institut in Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Bauforschung, Geschichte und Theorie der europäischen Baudenkmalpflege sowie Forschungs- und Denkmalpflegegeschichte an archäologischen Stätten des Mittelmeerraums.
Berlin in Geschichte und Gegenwart. Jahrbuch des Landesarchivs Berlin 2015. Hrsg. Werner Breunig und Uwe Schaper. 2016. 442 S., 158 z. T. fb. Abb. 16 x 24 cm. Gb. EUR 29,90 CHF 36,80 ISBN: 978-3-7861-2750-5 Gebr. Mann Verlag
Jahrbuch des Landesarchivs Berlin mit Beiträgen zum politischen und kulturellen Zeitgeschehen Berlins, mit regionalgeschichtlichen Beiträgen und Chroniken.
Katholische Bildertheologie der frühen Neuzeit. Studien zu Traktaten von Johannes Molanus, Gabriele Paleotti und anderen Autoren. Hecht, Christian. 2016. 608 S. 75 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 79,00. CHF 99,50 ISBN: 978-3-7861-2765-9 Gebr. Mann Verlag
Die katholische Bildertheologie der frühen Neuzeit war eine wesentliche Grundlage für die Kunstentwicklung dieser Epoche. Vom 16. Bis zum 18. Jahrhundert entstanden zahlreiche Schriften, in denen unterschiedlichste Autoren den überkommenen katholischen Bildgebrauch gegen die Angriffe der Reformation verteidigten. Die Inhalte dieser Schriften werden in diesem Band ausführlich dargelegt und analysiert, und es werden die Bezüge dieser Texte zur Praxis der Kunst aufgezeigt.
Das Braune Haus der Kunst. Hitler und der »Sonderauftrag Linz« – Kunstbeschaffung im Nationalsozialismus. Löhr, Hanns Christian. 2016. 216 S. 57 Abb. Gb. EUR 49,00. ISBN: 978-3-7861-2736-9 Gebr. Mann Verlag
Im Mittelpunkt des nationalsozialistischen Kunstraubes stand der „Sonderauftrag Linz“. Dabei handelt es sich um Hitlers Vorhaben, in Linz an der Donau ein Museum für seine Kunstsammlung zu errichten. Das Buch beschreibt die Gründung des Museums und den Weg der Personen, welche für Hitler ab 1938 die Kunstsammlung aufbauten. Ein Verlustkatalog dokumentiert 50 Werke, die bis heute verschollen sind und zum größten Teil noch nie im Druck gezeigt wurden."
Der Kunstraub der Nationalsozialisten beschäftigt Museen und Kunsthandel, denn der Verdacht von Beschlagnahmungen und Zwangsverkäufen belastet viele Kunstwerke. Dieses Buch leistet einen Beitrag zur Klärung: Hanns Christian Löhr wertete die Inventare aus den Jahren 1938–45 zu Hitlers Kunstsammlung aus, welche dieser für ein Museum in Linz a. d. Donau zusammentragen ließ. Karteikarten, Listen und Fotografien zu mehreren Tausend Kunstwerken erlauben die genaue Analyse seines Sammelverhaltens. Die Studie belegt so: Die Sammlung entstand mit wesentlicher Hilfe des deutschen und internationalen Kunsthandels. Zudem gab es Einlieferungen aus Beschlagnahmungen jüdischen Besitzes und aus Zwangsverkäufen.
Modern wohnen. Möbeldesign und Wohnkultur der Moderne. Studien zur Architektur der Moderne und industriellen Gestaltung Band 3. Beitr.: Thorsten Critzmann, Bernd Dicke, Christian Demand, Magdalena Droste, Markus Eisen, Rudolf Fischer, Sebastian Hackenschmidt, Regine Hess, Christoph Krekel, Peter Lepel, Otakar Mácel, Dietrich C. Neumann, Andreas Nierhaus, Helmut Reuter, Arthur Rüegg, Daniela Stöppel, Wolf Tegethoff, Paul Weber, Mathias Winkler und Astrid Wollmann. Hrsg.: Zentralinstitut für Kunstgeschichte München, Rudolf Fischer; Wolf Tegethoff. 2016. 464 S., 235 Abb., 17 x 24 cm, Gb. EUR 39,90 CHF 48,70 ISBN: 978-3-7861-2761-1 Gebr. Mann Verlag
Das Thema Wohnen war mit der Entwicklung des Neuen Bauens von Beginn an eng verbunden. Das Buch untersucht in 19 Beiträgen die Entwicklung des Neuen Wohnens in den Bereichen des Möbeldesigns, der Wohnkultur sowie der Möbelproduktion von den 1920er bis in die 1950er Jahre.
Programmatische Publikationen in der Tradition von Werkbund und Bauhaus, darunter „Wie richte ich meine Wohnung ein?“ von Wilhelm Lotz (1930) oder „Gut wohnen“ von Hans Eckstein (1956), verschafften den modernistischen Interieurs mit verchromten Stahlrohrmöbeln im Stil Ludwig Mies van der Rohes Akzeptanz auch im bürgerlichen Heim. In 19 Beiträgen untersucht der Band die Entwicklung des „Neuen Wohnens“ in den Bereichen des Möbeldesigns, der Wohnkultur sowie der Möbelproduktion und geht den damit verbundenen Debatten nach. Anhand von Beispielen aus Europa und den USA spannen sie einen Bogen von den 1920er bis in die 1950er Jahre. Die Publikation entstand im Rahmen der Mies van der Rohe-Forschungsgespräche des DFG-Projektes „Werkverzeichnis der Möbel- und Möbelprojekte Ludwig Mies van der Rohes“ am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München.
Moderne in Afrika. Asmara – Die Konstruktion einer italienischen Kolonialstadt 1889–1941. Vera Simone Bader. 2016. 288 S., 116 z. T. fb. Abb. 17 x 24 cm. Gb. EUR 49,00 CHF 59,80 ISBN: 978-3-7861-2759-8 Gebr. Mann Verlag
Asmara, die Hauptstadt Eritreas, ist ein einzigartiges – allerdings gefährdetes – Denkmal der italienischen Architekturmoderne in Afrika. Die formal eindrucksvoll gestalteten Bauten, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden, sind eng mit der kolonialen Entwicklungsgeschichte der Stadt verwoben.
Ab 1886 erlebte die einheimische Bevölkerung die Invasion der Italiener als empfindlichen Einschnitt in ihre kulturellen Gewohnheiten. Italienische Architekten und Bauherren sahen in der ostafrikanischen Kolonie die Chance, ihrem Architekturverständnis genauso wie ihrer gesellschaftlichen Stellung Ausdruck zu verleihen, ohne auf vorhandene Strukturen Rücksicht nehmen zu müssen. Bisher unberücksichtigte Dokumente und Archivalien bilden die Grundlage für die Analyse, wie Stadtplanung und Architektur eingesetzt wurden, um die italienische Kolonialgesellschaft zu formen, und zwar auch schon, bevor die faschistische Regierung Asmara weiter ausbaute.
Aus dem Inhalt:
- Moderne und Nationalismus als Strategien kolonialer Entwicklung
- Der koloniale Raum von Asmara 1889–1935
- Faschistische Raumorganisation 1935–1941
- Moderne Architektur als Paradigma faschistischer Kolonialpolitik
- Die Entwicklung einer neuen Identität in Asmara
Jahrbuch Preussischer Kulturbesitz / Jahrbuch Preußischer Kulturbesitz. Band L (2014). Hrsg.: Stiftung Preußischer Kulturbesitz. 2016. 344 S. 135 meist fb. Abb. 23 x 23 cm. Leinen. EUR 35,00. CHF 42,70 ISBN: 978-3-7861-2767-3 Gebr. Mann Verlag
Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist ein weltweit einzigartiges Ensemble von Museen, Archiven, Bibliotheken und Forschungsinstituten. Ihre Einrichtungen verbinden spartenübergreifend Kunst und Kultur mit Wissenschaft und Forschung.
Das Kulturforum stand 2014 im Fokus der Arbeit der Stiftung. Zum einen wurde die Neue Nationalgalerie von Ludwig Mies van der Rohe in die mehrjährige Sanierung verabschiedet, zum anderen bewilligte der Haushaltsausschuss des Bundestages 200 Millionen Euro, um neben dem Miesschen Tempel einen Erweiterungsbau für die Nationalgalerie zu errichten. In mehreren Beiträgen widmet sich dieses Jahrbuch der Architekturikone und ihrem historischen Umfeld. Außerdem: Welche Bedeutung das neu erworbene Konvolut des Schott-Verlags in der Staatsbibliothek hat, warum das Ibero-Amerikanische Institut historische Wachswalzen-Aufnahmen der Cora und Huichol nach Mexiko brachte und was der chinesische Pritzker-Preisträger Wang Shu im Humboldt-Forum vorhat.
Wort-Bild-Assimilationen. Japan und die Moderne – Japan and Modernity. ZOOM. PERSPEKTIVEN DER MODERNE. Band 4. Beitr.: Daniela Eckerle, Jeanne Fichtner-Egloff, Hirayoshi Yukihiro, Itô Tôru, Simone Müller, Ogino Takeshi, Barbara von Orelli-Messerli, Robin Rehm, Manfred Speidel, Tsuboi Hideto und Irène Vogel Chevroulet.. Hrsg.: Christoph Wagner, Simone Müller, Itô Tôru und Robin Rehm. 2016. 224 S., 111 Abb., 18 x 25 cm. Gb. EUR 59,00 CHF 72,00 ISBN: 978-3-7861-2721-5 Gebr. Mann Verlag
Der Band thematisiert Austauschbeziehungen zwischen Japan und Europa in Literatur und Philosophie, Kunst und Architektur unter dem besonderen Gesichtspunkt der »Assimilation«.
Ausgehend von den vielfältigen Perspektiven, die das Verständnis von Assimilation im Hinblick auf Aneignungsstrategien des jeweils Fremden im Osten und Westen eröffnet, wird in zwölf Fallstudien nach den Spielarten der kulturübergreifenden Rezeption eines literarischen Sujets, einer künstlerischen Form oder eines philosophischen Denkmodells gefragt.
Architekturvision der Nachkriegsmoderne. Hrsg.: Hoppe-Sailer, Richard; Hrsg.: Jöchner, Cornelia; Hrsg.: Schmitz, Frank; Beitr.: Apfelbaum, Alexandra; Beitr.: Baier, Christof; Beitr.: Böhm, Dorothee; Beitr.: Briegleb, Till; Beitr.: Celebi, Timo; Beitr.: Erben, Dietrich; Beitr.: Gisbertz, Olaf; Beitr.: Hanke, Hans; Beitr.: Hnilica, Sonja; Beitr.: Hoppe-Sailer, Richard; Beitr.: Jager, Markus; Beitr.: Jöchner, Cornelia; Beitr.: Kossel, Elmar; Beitr.: Lorenz, Jörg; Beitr.: Minta, Anna; Beitr.: Muthesius, Stefan; Beitr.: Northemann, Yvonne; Beitr.: Klaus, Jan Philipp; Beitr.: Ruhl, Carsten; Beitr.: Frank, Schmitz; Beitr.: Szymczyk, Elisabeth; Beitr.: Urban, Annette; Beitr.: Wittmann-Englert, Kerstin. Ruhr-Universität Bochum. 2015. 254 z. T. fb. Abb. 28 x 23 cm. Pb. EUR 79,00. ISBN: 978-3-7861-2744-4 Gebr. Mann Verlag
Die Architektur dieser Universität – der ersten, die von der Bundesrepublik gegründet wurde – ist programmatisch auf die Bildungsreform der 1960er Jahre be zogen und verortet sich zugleich in der internationalen Architekturentwicklung. Aktuelle Hochschulkonzepte und politische Steuerungsvorstellungen flossen in die Architekturkonzeption ein. So verweisen neuartige Organisationsstrukturen und experimentelle Fertigungstechniken der Betonbauten gleichermaßen auf den Geltungsanspruch der visionären Universitätsgründung. Die Megastruktur sollte insbesondere Signalwirkung für die Umstrukturierung der Ruhr-Region entfalten. Mit Analysen der Gesamtanlage aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven und detaillierten Gebäudeporträts einzelner Campusbauten.
Modernism in England. Londoner U-Bahnhöfe und der Deutsch-Englische Kulturtransfer vor 1933. Weber, Ulrike. 2015. 408 S. 360 z. T. fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 69,00. ISBN: 978-3-7861-2745-1 Gebr. Mann Verlag
Als die ersten Emigranten aus Nazi-Deutschland England erreichten, waren wichtige Musterbauten der Klassischen Moderne auf der Insel bereits vollendet. Exemplarisch stehen dabei die Londoner U-Bahnhöfe für eine bewusste nationale Abgrenzung gegenüber dem Internationalen Stil: In Stahlbeton errichtet und mit Backstein verkleidet, verbanden sie englische Traditionen mit hochmodernen Baukonstruktionen. Wie hatte sich dieser spezifisch englische „Modernism“ vor 1933 entwickelt? Kontinentaleuropäische, besonders deutsche Architektureinflüsse waren bereits seit der Kölner Werkbundausstellung von 1914 wirksam. Dies wird erstmals architekturtheoretisch und -historisch belegt und in den Kontext des englischen Werkbundes – der Design- and Industries Association – gestellt.
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