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Das Kino »International« in Berlin. Ein Bau der Nachkriegsmoderne und der Filmgeschichte der DDR. Worbs, Dietrich. 2014. 160 S. 40 Abb. 24 x 17 cm. Pb. EUR 19,95. CHF 27,90 ISBN: 978-3-7861-2711-6 Gebr. Mann Verlag
Das Kino »International« ist ein herausragender Bau der DDR-Nachkriegsmoderne. 1961– 64 von dem Architekten Josef Kaiser an der damaligen Stalin-Allee (heute Karl-Marx-Allee) errichtet, wird das Haus seit 50 Jahren ununterbrochen bespielt und erfreut sich großer Beliebtheit – auch als »Berlinale«-Spielstätte. Besonders das verglaste Foyer im Obergeschoss mit Blick auf die Magistrale macht die Raumschöpfung so festlich und kommunikativ. Dietrich Worbs vermittelt die Architektur im Detail und die Hintergründe der Baugeschichte im politischen Kontext der DDR. Einen weiteren Zugang eröffnen die Biografien des Architekten Kaiser (1910 –1991) und des Bildhauers Waldemar Grzimek (1918 –1984), der die großflächigen Fassadenreliefs entwarf. Und auch die enge Verbindung des Hauses mit der DEFA-Filmgeschichte wird am Beispiel wichtiger Premieren nachvollziehbar (z.B. „Spur der Steine“ von Frank Beyer).
Arthur Köster. Architekturfotografie 1926–1933. Das Bild vom ›Neuen Bauen‹. Stöneberg, Michael. 2014. 414 S. 33 Abb., 20 Diagramme, 330 Tafeln, 390 Abb. 26 x 21 cm. Gb. EUR 49,95. CHF 64,30 ISBN: 978-3-7861-2583-9 Gebr. Mann Verlag
Der Architekturfotograf Arthur Köster (1890–1965) gehört zu bedeutendsten seines Faches. Es waren seine qualitativ herausragenden Fotografien, die als Medien bildlicher Propagierung das Image des »Neuen Bauens« prägten. Stöneberg analysiert die Fotografien innerhalb ihres Entstehungszusammenhanges und ihrer zeitgenössischen Veröffentlichung. Kösters Beitrag zur Stilentwicklung wird bestimmt. Zahlreiche Vergleiche mit anderen Fotografen erweitern die Perspektive auf die gesamte Architekturfotografie in der Weimarer Republik. Über 400, meist ganzseitig reproduzierte Architekturaufnahmen vermitteln einen breit gefächerten Eindruck seines hier erstmals als Ganzes wahrnehmbaren Werkes.
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung. Band 126 (2011). Hrsg.: Sporn, Katja; Senff, Reinhard. 2014. Dtsch.;Engl. 297 S. 220 z. T. fb. Abb, 1 Ausfaltplan. 30 x 21 cm. Gb. EUR 69,00. CHF 88,80 Erscheint im Dezember 2014 ISBN: 978-3-7861-2720-8 Gebr. Mann Verlag
Aus dem Inhalt: Eleni Papadopoulou: A Gold Ring from Mylopotamos, Rethymnon. – Christian Vonhoff:Jagddarstellungen in der spätmykenischen Kunst. – Alexandra Alexandridou: The Attic Black-Figured Pottery of the Collection of the German Archaeological Institute at Athens. – Burkhard Emme: Die Datierung des Bankettbaus im Heraion von Argos und die bauliche Entwicklung des Heiligtums. – Chysanthos Kanellopoulos, Erofili Kollia: Ancient Keryneia of Aigaleia. Excavations and Architecture in the Sanctuary of Profitis Elias. – Dimitris Grigoropoulos: Kaiserzeitliche und spätantike Keramik in der Sammlung des Deutschen Archäologischen Instituts Athen. – Olga Lekou: Rekonstruktion einer römischen Wasserbrücke in Attika. – Uwe Peltz: Zur Restaurierungsgeschichte der Bronzen aus dem samischen Heraion.
Moskauer Briefe 1932-1933. Schönheit, Sachlichkeit und Sozialismus. Taut, Bruno. Hrsg.: Kreis, Barbara. 2014. 416 S. 168 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 24,95. CHF 34,60 ISBN: 978-3-7861-2388-0 Gebr. Mann Verlag
Bruno Taut accepted an invitation to Moscow expecting to be significantly involved in changing the city. Taut‘s letters to his office in Berlin. The editor places Taut‘s sojourn within the context of German-Russian relationships and discusses his contradictory expectations, projections and Leitmotifs.
Um Moskau entscheidend mitzugestalten folgte Bruno Taut 1932 einer Einladung dorthin. Erstmals werden hier seine Briefe an sein Berliner Büro veröffentlicht, die er während seines mehrmonatigen Aufenthaltes schrieb.
In der Erwartung, die Stadt entscheidend mitzugestalten war Bruno Taut 1932 der Einladung nach Moskau gefolgt. Die hier erstmals veröffentlichten Briefe an sein Berliner Büro, die er während seines mehrmonatigen Aufenthaltes verfasste, bieten einen authentischen Einblick in den dortigen Paradigmenwechsel, zeigen die offen und subtil sich durchsetzenden Machtstrukturen des Stalinismus, vermitteln Eindrücke von unbeschwerten Lebensbereichen und den Beziehungen zwischen den ausländischen Architekten. Sie verdeutlichen Tauts kritisch konstruktive Haltung gegenüber den bolschewistischen Widersprüchen, zeigen zugleich sein links-bürgerliches Sendungsbewusstsein, das, gepaart mit der Hoffnung auf Selbstverwirklichung im Bauen, mit dem neuen Selbstbewusstsein der sowjetischen Kollegen und deren Interpretation von Architektur und Stadtraum konfrontiert wurde. In der historischen Einordnung stellt die Herausgeberin Tauts Aufenthalt in den Rahmen der deutsch-russischen Beziehungen und weist auf die widerspruchsvollen Erwartungen, Projektionen und Leitbilder hin. Die ungekürzt wiedergegebenen Originaldokumente ergänzt Barbara Kreis durch zeitgenössische sowjetische Berichte, vertieft angedeutete Themen und verfolgt die Verwertung von Tauts Projekten.
Zwischen Republik und Kaiserzeit. Die Münzmeisterprägung unter Augustus. Küter, Alexa. Berliner Numismatische Forschungen. Neue Folge (11). 2014. 400 S. 2 fb, 328 Abb. 30 x 21 cm. Gb. EUR 79,00. CHF 102,00 ISBN: 978-3-7861-2708-6 Gebr. Mann Verlag
Die augusteische Münzmeisterprägung ermöglicht direkten Einblick in die Geschichte der frühen Kaiserzeit und in Augustus‘ Kampf um Anerkennung seiner Vormachtstellung. Als Ergebnis der Studie von Alexa Küter kann als wahrscheinlich angenommen werden, dass die Prägebeamten wie in republikanischer Zeit ihre Bilder und Legenden eigenständig auswählten. Sie erzählen beinahe tagesgenau vom politischen Leben in Rom, aber auch von dem Wunsch dieser Beamten, neben Augustus auch sich selbst und ihre Familien in Szene zu setzen. Da die Auswahl der Motive nicht im Hintergrund von Augustus gelenkt war, kann die Münzmeisterprägung als sein politisches Zugeständnis an die Oberschicht Roms gewertet werden: Freie Meinungsäußerung war in Rom auch unter augusteischer Herrschaft möglich – unter der Bedingung, dass seine Vorrangstellung gegenüber allen anderen unhinterfragt blieb.
Die ›Nationale Bautradition‹ denken. Architekturideologie und Sozialistischer Realismus in der DDR der Fünfziger Jahre. Karrasch, Alexander. ZOOM. Perspektiven der Moderne (2). 2014. 224 S. 30 Abb. 27 x 21 cm. Gb. EUR 59,00. CHF 76,00 ISBN: 978-3-7861-2718-5 Gebr. Mann Verlag
Alexander Karrasch arbeitet die ideologischen, philosophischen und gesellschaftspolitischen Hintergründe der Bemühungen um einen eigenen architektonischen Stil in der frühen DDR bis zum Tod Stalins (1953) heraus. Wie konnte in der jungen DDR eine neue Architektursprache des sozialistischen Realismus ausgerechnet auf Grundlage des überkommenen Formenbestandes des Klassizismus entwickelt werden? Für die gesellschaftspolitischen Eliten der SBZ/DDR in den 1950er Jahren diente Architektur unmittelbar dem Aufbau einer neuen sozialistischen Gesellschaft. Die Baukunst sollte ihrem »Inhalt nach sozialistisch« und ihrer »Form nach national« sein, wofür das »historische Erbe« und die »deutsche Architektur« als Bezugspunkt gewählt wurden. Der Ansatz ist umso überraschender, als viele Bauschaffende wie Hermann Henselmann oder Hanns Hopp in der modernen Architektur verankert waren. Unter dem Begriff »Nationale Bautradition« erfasst die historische Analyse von zeitgenössischen Texten und Quellen den grundierenden Diskurs.
Stil Raum Ordnung. Architekturlehre in Danzig 1904–1945. Bernhardt, Katja. Humboldt-Schriften zur Kunst- und Bildgeschichte (19). 2014. 304 S. 86 Abb. 24 x 17 cm. Pb. EUR 59,00. CHF 76,00 ISBN: 978-3-7861-2714-7 Gebr. Mann Verlag
In der Architekturabteilung der TH Danzig formte sich eine eigenständige, dezidiert gegen avantgardistische Strömungen gerichtete Auffassung von Architektur heraus. Zunächst dem Stilbegriff Carl Schäfers verbunden, dann Friedrich Ostendorf folgend, wurde ab der Mitte der 1920er Jahre die Lehre der raumkünstlerischen Entwicklungsgeschichte zum Diktum der Danziger Architektenausbildung bestimmt. Es wurde ein architekturhistorisches Deutungsmodell gewonnen, mit dem sich die Abteilung aktiv in die zeitgenössische deutsche Ostforschung einbrachte und mit dem scheinbar unhintergehbare Beweise für das Anrecht der Deutschen auf den europäischen Osten generiert wurden. Dieser epistemologischen Besetzung des Ostens folgte schließlich die aggressive Unterordnung desselben unter den »Ordnungswahn« der nationalsozialistischen Raumplanung, in die sich die Danziger Architekturabteilung offensiv integrierte.
Pädagogisches Skizzenbuch. Klee, Paul. Hrsg.: Wingler, Hans M. Neue Bauhausbücher 2014. 58 S. 87 Abb. 25 x 18 cm. Gb. EUR 39,00. CHF 50,70 ISBN: 978-3-7861-2706-2 Gebr. Mann Verlag
Das Skizzenbuch, die ursprüngliche Grundlage zu einem Teil des theoretischen Unterrichts am Staatlichen Bauhaus zu Weimar, bildete einen wesentlichen Bestandteil der künstlerisch-didaktischen Konzeption Klees und des Instituts. Später erschien sein »Pädagogisches Skizzenbuch« in mehreren englischen Übertragungen. Es besteht aus gezeichneten Tafeln oder Diagrammen mit erläuternden Beischriften. Die deutsche Originalfassung wurde nicht wieder aufgelegt. Hier ist sie unverändert reproduziert und um einleitende Seiten und einen deutenden Kommentar von Helene Schmidt-Nonne ergänzt, die Klees Schülerin am Bauhaus war. Schmidt-Nonne folgte Klees Unterricht mehrere Jahre lang und ist mit seinen bildnerischen und pädagogischen Intentionen in einem tiefen Sinn vertraut.
Kölner Jahrbuch für Vor- und Frühgeschichte / Kölner Jahrbuch. Band 46 (2013). Herausgegeben von Römisch-Germanisches Museum /Archäologische Gesellschaft in Köln. Deutsch. 183 S. 346 Ab. 183 fb. 30 x 21 cm. Gb. EUR 85,00. ISBN: 978-3-7861-2709-3 Gebr. Mann Verlag
Malerei, Fotografie, Film. Moholy-Nagy, Laszlo. Nachwort von Stelzer, Otto. Neue Bauhausbücher 2014 S. Gb. EUR 34,90. CHF 59,00 ISBN: 978-3-7861-1465-9 Gebr. Mann Verlag
Das avantgardistische Werk des bedeutenden Bauhausmeisters über Fotografie. Die von Laslo Moholy-Nagy gestalteten Seiten wurden faksimiliert
The Atrium of San Marco in Venice. The Genesis and Medieval Reality of the Genesis Mosaics. Hrsg.: Büchsel, Martin; Kessler, Herbert L.; Müller, Rebecca; Kunstgeschichtliches Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Neue Frankfurter Forschungen zur Kunst (15). Dtsch;Engl. 2014. 312 S. 148 fb. und 96 sw Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 69,00. CHF 88,80 ISBN: 978-3-7861-2713-0 Gebr. Mann Verlag
Martin Büchsel ist Professor für Europäische Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt Mittelalter an der Goethe-Universität Frankfurt. Zahlreiche Publikationen zur mittelalterlichen Kunst und zur Methode der Kunstgeschichte.
Herbert L. Kessler war bis 2013 Professor Johns Hopkins University in Baltimore, ferner Visiting professor der Harvard University, der Emory University, des Williams College und der Bibliotheca Hertziana in Rom. Zahlreiche Publikationen zu Kunsttheorie, Objekttheorie, Bild und Raum.
Rebecca Müller ist Assistentin am Frankfurter Kunsthistorischen Institut. Forschungsschwerpunkte sind Antikenrezeption und Kulturtransfer im Mittelalter sowie venezianische Malerwerkstätten des Quattrocento.
Anthologie zum Städtebau. Band III: Vom Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur zeitgenössischen Stadt. Hrsg.: Lampugnani, Vittorio M; Frey, Katia; Perotti, Eliana. 2014. Dtsch/Engl./Franz.;Italienisch. 564 S. 24 x 17 cm. Gb. EUR 89,00. CHF 113,00 ISBN: 978-3-7861-2510-5 Gebr. Mann Verlag
Anthologie zum Städtebau. Band I: Von der Stadt der Aufklärung zur Metropole des industriellen Zeitalters. Hrsg.: Lampugnani, Vittorio M; Frey, Katia; Perotti, Eliana. 2014. 1259 S. 24 x 17 cm. Gb. EUR 140. CHF 144,00 ISBN: 978-3-7861-2522-8 Gebr. Mann Verlag
Sie starben jung!. Künstler und Dichter, Ideen und Ideale vor dem Ersten Weltkrieg. Hrsg.: Dogramaci, Burcu; Weimar, Friederike. 2014. 120 S. 66 meist fb. Abb. 23 x 22 cm. Gb. EUR 24,90. CHF 34,60 ISBN: 978-3-7861-2704-8 Gebr. Mann Verlag
Burcu Dogramaci, Prof. Dr. phil., lehrt Kunstgeschichte mit Schwerpunkt auf dem 20. Jahrhundert und der Gegenwart an der LMU München.Jüngste Publikationen: (Hg.) Großstadt. Motor der Künste in der Moderne, Berlin 2010; Wechselbeziehungen. Mode, Malerei und Fotografie im 19. Jahrhundert, Marburg 2011.
Friederike Weimar, Dr. phil., selbstständige Kunsthistorikerin in Hamburg. Publizistin, Kuratorin, Dozentin. Schwerpunkt in Forschung und Vermittlung ist die Norddeutsche
Moderne. Jüngste Publikationen: (Hg. mit PD Dr. Dirk Hempel) »Himmel auf Zeit.« Die Kultur der 1920er Jahre in Hamburg, Neumünster 2010; Bilder, Briefe und Erinnerungen
zum Lebenswerk des Hamburger Postimpressionisten Fritz Friedrichs (1882–1928), Fischerhude 2013.
Anthologie zum Städtebau. Das Phänomen Großstadt und die Entstehung der Stadt der Moderne. Hrsg.: Lampugnani, Magnago; Frey, Katia; Perotti, Eliana. 2014. 1400 S. Band II in zwei Teilbänden. 24 x 17 cm. Gb. EUR 150,00. CHF 188,00 ISBN: 978-3-7861-2523-5 Gebr. Mann Verlag
Nun vollständig vorliegend: Kommentierte Textsammlung zur Theorie des Städtebaus, in der die Geschichte der Städtebautheorie als zusammenhängender interdisziplinärer Diskurs erkennbar wird.
Die Quellentexte aus dem späten 19. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg erhellen die vielfältigen Aspekte des komplexen Großstadtphänomens und dokumentieren die Entstehung der modernen Metropole in Europa und Übersee. Im Zusammenspiel mit der Kommentierung machen sie Breite und Kapillarität eines städtebaulichen Diskurses erfahrbar, der die nationalen Grenzen durchschreitet und ansatzweise globale Dimensionen annimmt, wie er auch selber seinen Rahmen sprengt und in regionalen, territorialen Kategorien argumentiert. Die allmähliche Institutionalisierung der städtebaulichen Disziplin trägt nicht nur zu ihrer Formalisierung und zur Herausbildung eines professionellen Instrumentariums bei, sondern beansprucht zudem ihren Diskurs – wie ihre Mittel – zur politischen, sozialtechnischen und wirtschaftlichen Einflussnahme. Die nun vollständig vorliegende Anthologie (erschienen seit 2005) ist eine thematisch und chronologisch gegliederte Textsammlung, die ein breites Spektrum an fachlichen Fragestellungen auffächert und die Theoriegeschichte der Disziplin Städtebau differenziert nachzeichnet. Die Quellentexte erscheinen philologisch sorgfältig ediert, in Originalsprache nach Erstausgabe, versehen mit Kommentaren zur Editionsgeschichte. Dies macht die Anthologie zur unverzichtbaren Grundlage für weitere Forschungen: »… ein äußerst umfassendes und sehr verdienstvolles Kompendium (…), das sich auch unter einschlägig interessierten Historikern schnell als unverzichtbares Handwerkszeug etablieren dürfte« [Peter Kramper, h-soz-u-kult].
Tronies. Das Gesicht in der Frühen Neuzeit. Hrsg.: Hirschfelder, Dagmar; Krempel, León. 135 S., 60 Abb., dav. 15 fb. 26 x 21 cm, Gb. EUR 59,00 CHF 76,00 ISBN: 978-3-7861-2694-2 Gebr. Mann Verlag
In frühneuzeitlichen Quellen wird eine große Faszination für das menschliche Gesicht als Ausdrucksträger und »Spiegel der Seele« greifbar. Niederländische Künstler wie Rembrandt, Frans Hals oder Vermeer schufen unzählige Charakterköpfe, sogenannte Tronies, die diese neue Sensibilisierung spiegeln. Auf Grundlage jüngster Forschungsergebnisse werden Tronies in einen Zusammenhang mit dem historischen Diskurs zum menschlichen Gesicht und seiner Wahrnehmung gebracht. Dabei richtet sich der Blick auf Kunsttheorie und Literatur sowie auf Selbstzeugnisse der Frühen Neuzeit. Die stärker kunsthistorisch ausgerichteten Beiträge des vorliegenden Bandes behandeln bislang nicht thematisierte Fragen zur Tronie. Die langfristige Entwicklung und Veränderung der Bildaufgabe, ihre Rezeption sowie individuelle künstlerische Herangehensweisen werden neu diskutiert.
Dagmar Hirschfelder ist Kunsthistorikerin und Spezialistin für niederländische und deutsche Malerei der Frühen Neuzeit. Seit 2005 ist sie am Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg beschäftigt, derzeit als Projektleiterin für die Erforschung des spätmittelalterlichen Gemäldebestands des Museums. León Krempels Interesse für die holländische Malerei des 17. Jahrhunderts wurde durch die Kunst von Johannes Vermeer geweckt. Nach Stationen an den Staatlichen Museen in Berlin und am Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt am Main kuratiert er seit 2003 Ausstellungen am Haus der Kunst München. Mehrfach brachte er die Alten Meister in einen Dialog mit der zeitgenössischen Kunst.
Das niederländische Stifterbild. Emotionsstrategien des Sehens und der Selbsterkenntnis. Scheel, Johanna. Neue Frankfurter Forschungen zur Kunst (14). 2013. 548 S. 153 Abb, davon 27 fb.. 24 x 17 cm. Gb. EUR 79,00. CHF 102,00 ISBN: 978-3-7861-2695-9 Gebr. Mann Verlag
Das Bildgebet prinzipiell als affizierendes Geschehen verstehend, wäre ein im Bild dargestellter Stifter als Identifikationsfigur für den zeitgenössischen Betrachter in vorbildhafter Emotionalität dargestellt zu erwarten. Doch in der altniederländischen Malerei bleibt das Gesicht der Stifterfigur, die sonst in der Darstellungsweise dem heiligen Bildpersonal angenähert ist, überraschenderweise unbewegt, mimisch reglos.
Der sich aufdrängenden Frage nach der emotionsvermittelnden und gebetsfördernden Funktion des Stifterbildes für den betenden Betrachter geht Johanna Scheel erstmals vertiefend nach. Durch Vergleiche mit Texten, Theorien und Darstellungen des Gebets eröffnet sie neue Deutungen. Auch darüber, wie dem Stifter sein eigenes Bildnis im Gebetsprozess hilfreich zu sein vermag, geben zeitgenössische Quellen Aufschluss. Tatsächlich wird das Sehen des eigenen Gesichts dort funktionalisiert – vieles weist darauf hin, dass auch reale Spiegel im Spätmittelalter als Hilfsmittel der Andacht genutzt wurden.
The Making of a New »Differential Space«. Permanent Site-Specific Art in Ameriand the Dia Art Foundation (1974–2006). Banay, Mira. Humboldt-Schriften zur Kunst- und Bildgeschichte (XVIII). 2013. Engl. 304 S. 65 Abb. 24 x 17 cm. Pb. EUR 59,00. CHF 76,00 Erscheint Febr. 2014 ISBN: 978-3-7861-2705-5 Gebr. Mann Verlag
Ortsspezifische Kunst entstand seit den 1970er Jahren im Südwesten der USA mit Hilfe bedeutender geldlicher Mittel der Dia Art Foundation. Die Studie erhellt die soziopolitischen Implikationen dieser Co-Produktionen von gemeinnütziger Stiftung und Künstlern wie Walter de Maria, Michael Heizer, James Turrell sowie Donald Judd und Dan Flavin – unter Berücksichtigung der Folgen für den Ort des Geschehens. Die Land Art-Projekte in der südwestamerikanischen Wüste werden ganz neu bewertet.
Berlin in Geschichte und Gegenwart. Hrsg.: Breunig, Werner; Hrsg.: Schaper, Uwe. Jahrbuch des Landesarchivs Berlin . 2013. 370 S. 87 Abb. 24 x 16 cm. Gb. EUR 29,90. CHF 40,00 Erscheint Januar 2014 ISBN: 978-3-7861-2689-8 Gebr. Mann Verlag
Aus dem Inhalt: Christiane Schuchard: Die ältesten Rechnungsbücher der Berliner Pfarrkirchen. – Laurenz Demps: Der Bau des Arbeitshauses am Alexanderplatz. – Renate Franke: Augenzeuge der Rettung Berlins. Franz Krüger zeichnet auf dem Schlachtfeld von Großbeeren. – Christoph Kreutzmüller: Berlin – der »andere« Finanzplatz Preußens im langen 19. Jahrhundert. – Ulrich Roeske: Das »nominelle« Groß-Berlin 1909–1912. – Christoph Hamann: Peter Martin Lampel und die Erziehungsanstalt Struveshof. – Wolfgang Ribbe: Der Mittelhof im Nationalsozialismus. – Annette Hinz-Wessels: Jüdische Psychiatriepatienten in Berliner Heil- und Pflegeanstalten im Nationalsozialismus. – Akim Jah, Beate Kosmala, Monika Schmidt und Bjoern Weigel: Der »Judenspediteur«. Ambivalente archivarische Spuren der Spedition Scheffler im Nationalsozialismus. – Werner Breunig: Berlin-Chronik 2012. – Manfred Vellguth: Das Theaterjahr 2012. – Uwe Schaper: Jahresbericht 2012 des Landesarchivs Berlin.
Jahrbuch der Berliner Museen. Jahrbuch der Preussischen Kunstsammlungen. Neue Folge / Kaiser Friedrich III. (1831–1888) als Protektor der Königlichen Museen. Skizze einer neuen Kulturpolitik. Wehry, Katrin. 2013. 132 S. 106 Abb., davon 14 fb.. 30 x 24 cm. Gb. EUR 118,00. CHF 148,00 ISBN: 978-3-7861-2701-7 Gebr. Mann Verlag
Sein politischer Status spielt dabei insoweit eine Rolle, als dieser sein Ansehen sowie seine Handlungsmöglichkeiten stark beeinflusste. Jedoch steht im Mittelpunkt der Untersuchung Friedrich als Kulturpolitiker, dessen Interesse an der Kunst- und Kulturförderung der jungen Hauptstadt Berlin ein grundsätzliches war. Über die Grenzen der Königlichen Museen hinaus setzte sich Friedrich auch als Protektor für ein modernes Kunstgewerbe ein und unterstützte archäologische Ausgrabungen wie die Großgrabung in Olympia sowie diverse Berliner Architekturvorhaben. Historische Quellen, insbesondere die bisher kaum berücksichtigten Tagebücher Friedrichs III., bezeugen dabei das engagierte, wohlüberlegte und breitgefächerte Wirken des Kronprinzen auf dem preußischen Kultursektor. Sie zeigen den Protektor neben seiner kunstinteressierten Ehefrau Victoria als einen eigenständigen Förderer der Künste.
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