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Gebr. Mann Verlag

 
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Kölner Jahrbuch für Vor- und Frühgeschichte. Band 44 (2011). Hrsg.: Römisch-Germanisches Museum; Archäologische Gesellschaft in Köln. 2012. 346 Abb., davon 183 farb.. 30 x 21 cm. Leinen. EUR 85,00. CHF 113,00 ISBN: 978-3-7861-2677-5 Gebr. Mann Verlag
Der Jahresband 2011 bietet Einblick in die aktuelle archäologische und historische Forschung von der Römerzeit bis ins frühe Mittelalter besonders im Raum Köln.
Jahrbuch Preussischer Kulturbesitz. Band XLVII (2011). Hrsg.: Stiftung Preußischer Kulturbesitz. 2012. 150 Abb.. 23 x 15 cm. Leinen. EUR 35,00. CHF 47,90 ISBN: 978-3-7861-2676-8 Gebr. Mann Verlag
Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist ein weltweit einzigartiges historisch gewachsenes Ensemble von Museen, Archiven, Bibliotheken und Forschungsinstituten. Ihre Einrichtungen – die Staatlichen Museen zu Berlin, die Staatsbibliothek, das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, das Ibero-Amerikanische Institut und das Staatliche Institut für Musikforschung – verbinden spartenübergreifend Kunst und Kultur mit Wissenschaft und Forschung und machen die Stiftung somit zu einem faszinierenden Begegnungsort. Als zukunftsorientierte und dynamische Organisation fördert sie die kulturelle und wissenschaftliche Vernetzung, macht Kultur auf vielfältige Weise erlebbar und eröffnet neue Ansätze für den Austausch von Wissen.
Zimmer, Stuhl und Klinke. Haus auf der Hostert. Raumgestaltungen von Uwe Schröder. Einleitung von Pieper, Jan; Entwurf von Schröder, Uwe. 2012. 3 doppelseitige Tafeln im Siebdruck, 3 Fotografien im Duplexdruck. 28 x 22 cm. Pb. EUR 29,00 CHF 40,90 ISBN: 978-3-7861-2678-2 Gebr. Mann Verlag
Der bibliophile Band, hergestellt in handwerklicher Qualität, zeigt Interieurs, Möbel und Beschläge, die Uwe Schröder für das Bonner Haus auf der Hostert entworfen hat.
Jan Piepers Essay über die Materialästhetik natürlicher Hölzer und Steine in den geometrischen Fassungen der Architektur leistet die baugeschichtliche Einordnung. Beigegeben sind Fotografien des Architekturfotografen Stefan Müller. Der Band ergänzt die Publikationen Bauwerk (ISBN 978-3-7861-2556-3 ) und Raumwerk (ISBN 978-3-7861-2668-3) ( (2007 und 2012 bei Gebr. Mann).
»Im Zimmer gestalten wir doch nicht zuerst die Wände, den Boden oder die Decke, als vielmehr den Raum, den wir wohnend in Gebrauch nehmen. Wir bekleiden nicht Wände, sondern den Raum inmitten der Wände. Und erst das Gewand lässt den Raum als das Zimmer erscheinen. Insofern unterscheidet sich das Zimmer nicht von der Straße vor dem Haus. Auch Möbel begrenzen Räume, die sich auf unterschiedliche Weise in Gebrauch nehmen lassen. Ob wir im oder auf dem Stuhl sitzen, hängt vom Ausmaß der räumlichen ›Zugänglichkeit‹ ab. Daher ist der Stuhl einem kleinen Zimmer ähnlich. Und selbst die Klinke oder als ihr Abguss die Muschel beanspruchen Räume eigener Art, die sich hier im Gebrauch erst vorstellen oder dort erst füllen lassen. Darin sind die Beschläge mit den Möbeln verwandt.« (Uwe Schröder)
Bertsch, Christoph. Villa Garten Landschaft. Stadt und Land in der florentinischen Toskana als ästhetischer und politischer Raum. Mit einem Katalog ausgewählter Florentiner Gärten und Villen sowie Pflanzenfotografien aus dem Gartenarchiv von Lois Weinberger.. Vorwort von Zangheri, Luigi; Abb. von Weinberger, Lois. 319 S. 122 Abb. davon 52 fb.. 21 x 14 cm. Gb. Gebr. Mann Verlag, Berlin 2012. EUR 24,95. CHF 35,90 ISBN: 978-3-7861-2674-4 Gebr. Mann Verlag
Im 14. und 15. Jahrhundert verbrachten viele Stadtbürger von Florenz mehrere Monate im Jahr auf dem Land. Der enge Austausch zwischen Stadt und Land führte zur veränderten Wahrnehmung des Raumes und zur Entwicklung perspektivischer Raumkonzepte.
Die Villa im Florentiner Umland bildete einen Rückzugsort für die merkantile Mittelschicht von Ladenbesitzern und Tucherzeugen, Notaren oder Bankiers. Ihr Idealtyp verdeutlicht komplexe geisteswissenschaftliche und sozialhistorische Entwicklungslinien: Die Leitidee der toskanischen Renaissance, Leben und Arbeiten, erzeugte ein stets labiles Gleichgewicht zwischen humanistischem Ideal und wirtschaftlichen Interessen. Die politische und wirtschaftliche Aneignung und Ausbildung der stadtnahen Kulturlandschaft des contado beeinflusste die Wahrnehmung von Natur. Jenseits einer Kunstgeschichte als Herrschaftsgeschichte werden in diesem Buch die Anwesen von Florentiner Familien – neben denjenigen der Medici – sowie anonyme Architekturen präsentiert. Themen sind Lage und Aussicht der Villen sowie gartenspezifische Fragen im Zusammenhang mit einer neuen Erfahrung der Natur. Hinzu treten zeitgenössische Texte zum Leben auf dem Land, literarische Zeugnisse und die bildnerischen Werke des 14. und 15. Jahrhunderts. Nicht zuletzt ein Katalog ausgewählter Florentiner Villen und Gärten lädt zu Erkundungsfahrten ein.
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75 Jahre GEHAG 1924–1999. Hrsg. von Wolfgang Schäche. 272 S. 374 Abb. davon 116 fb. 21×30 cm. Gb. EUR 49,00 ISBN: 978-3-7861-2310-1 Gebr. Mann Verlag
Die GEHAG Gemeinnützige Heimstätten-Aktiengesellschaft, eine der großen und traditionsreichen Wohnungsbaugesellschaften, wird im April 1999 75 Jahre alt. Wie kaum eine andere der in den frühen 20er Jahren gegründeten gemeinnützigen Gesellschaften schrieb sie mit ihren beispielhaften sowie richtungsweisenden Wohnbauten und Siedlungsprojekten Bruno Tauts wie die in Berlin errichtete Hufeisensiedlung, die Waldsiedlung Zehlendorf und die Wohnstadt Carl Legien, ein gewichtiges Kapitel der Architekturgeschichte dieses Jahrhunderts. Das Buch sucht die wesentlichen Entwicklungsetappen der bewegten GEHAG-Geschichte sorgfältig nachzuzeichnen und in Wort und Bild anschaulich zu machen.
Die GEHAG Gemeinnützige Heimstätten-Aktiengesellschaft, eine der großen und traditionsreichen Wohnungsbaugesellschaften, schrieb mit ihren beispielhaften sowie richtungsweisenden Wohnbauten und Siedlungsprojekten ein gewichtiges Kapitel der Architekturgeschichte dieses Jahrhunderts.
Das Buch zeichnet die wesentlichen Entwicklungsetappen der GEHAG-Geschichte nach und macht sie in Wort und Bild anschaulich. In gegliederten Kapiteln wird ein zeitlicher Längsschnitt gelegt, der über die Gründungs- und Aufbruchphase, die nationalsozialistische Gleichschaltung, den Neuaufbau während der 50er Jahre bis zu den gegenwärtigen Veränderungen und Herausforderungen der GEHAG an der Schwelle zum dritten Jahrtausend führt. Die textlichen Einlassungen inklusive einer jahresgenauen Chronik und einem umfangreichen, systematisch erarbeiteten Bautenverzeichnis werden dabei durch übersichtliche, bebilderte Katalogteile ausgewählter Bauten ergänzt.
Martina Sprotte. Bunt oder Kunst? Die Farbe im Werk Emil Noldes. 1999. 196 S. 10 40 z. T. fb. Abb., 30 Tafeln mit 60 Abbildungen, 21× 30 cm. Gb., EUR 59,00 ISBN: 978-3-7861-2277-7 Gebr. Mann Verlag
Die Farbe ist das konstituierende Element der Kunst Emil Noldes - aber eine genaue Untersuchung der Farbensprache stand bisher aus. Diese Studie schließt diese Lücke und beweist in gründlichen Betrachtungen von rund 200 Ölgemälden und Aquarellen, daß Nolde nicht willkürlich mit der Farbe umgegangen ist. Die Kunst der deutschen Expressionisten hat mit dem Stempel »Klassische Moderne« einen seriösen Anstrich bekommen und wird kaum noch diskutiert. Umso erstaunlicher ist es, daß die Bilder Noldes immer noch heftige Reaktionen hervorrufen. Aber tatsächlich ist vielen Kunstinteressierten Nolde nur als Maler von Blumenaquarellen und norddeutschen Landschaften vertraut - eine Begegnung mit den phantastischen und religiösen Werken erzeugt häufig Verwunderung und nicht selten Unbehagen oder gar Ablehnung. Die Kunstwissenschaft attestierte Nolde zwar stets eine besondere Position innerhalb des deutschen Expressionismus - eine genaue Untersuchung stand jedoch bisher erstaunlicherweise aus. In dieser Studie werden nun mehr als 200 Ölgemälde und Aquarelle Noldes in ihrer chromatischen Anlage analysiert und die Funktionen der Farben auf der Basis des von Nolde verwandten Materials bestimmt. Neben den inhaltlichen Deutungen der Werke werden in der Arbeit außerdem die Gründe diskutiert, warum Noldes Farbensprache nicht ohne Weiteres zu verstehen ist, sondern sich erst in Kenntnis abendländischer Emblematik, bestimmter kulturgeschichtlicher Sinnketten und der Verbundenheit des Malers mit dem Mittelalter sowie der Kunst des 19. Jahrhunderts erschließen läßt.
Heinz Demisch. Ludwig Richter 1803–1884. Eine Revision Hrsg. von Christa Lichtenstern. 2003. 430 S. 243 Abb. und 14 Farbtafeln, 21× 30 cm. Gb. EUR 69,00 ISBN: 978-3-7861-2465-8 Gebr. Mann Verlag
On the 200th anniversary of the birth of Ludwig Richter (1803-1884) this work revises the image of the popular painter and illustrator of late Romanticism. Richter possessed a broad intellectual individuality, which Demisch elaborates in view of the artist’s whole personality.
Aus Anlass des 200. Geburtstages von Ludwig Richter (1803-1884) revidiert die vorliegende Untersuchung das Bild des beliebten Malers und Illustrators der Spätromantik. In der Aufstellung des umfassenden Themenkatalogs von Richters graphischem Werk arbeitet der Autor Richters geistige Eigenständigkeit heraus.
In diesem postum herausgegebenen Werk widmet sich Heinz Demisch (1913-2000) dem geistigen Horizont des Spätromantikers Ludwig Richter. Er beleuchtet besonders die Grundlagen der für sein gesamtes Schaffen so folgenreichen tiefen Religiosität. Die Einführung behandelt Richters Rezeptionsgeschichte, die ihn als Künstler des Biedermeier und illustrierenden Chronisten kleinbürgerlichen Lebens abstempelte. Ausgehend von seinem Aufenthalt in Rom, wo der 21jährige sein herrnhuterisch geprägtes Erweckungserlebnis hatte, untersucht Demisch die Einflüsse der von Richter geschätzten Autoren, aber auch seiner Künstlerfreunde und Schriftsteller auch im Hinblick auf seine hier erstmals nachgewiesene Kenntnis von rosenkreuzerischem Gedankengut. Welche Konsequenzen dies für seine Kunst hatte, wird in der Analyse von 13 ausgewählten Gemälden und über 180 Holzschnitten nach Rekapitulation seiner »Lebenserinnerungen« dargestellt. So hält Heinz Demischs Werk für den Romantikforscher der Kunstgeschichte, Germanistik und Theologie eine Fülle von Entdeckungen bereit und kann beim Publikum der für den Herbst 2003 von den Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden geplanten Jubiläumsausstellung zu einem vertieften Verständnis Ludwig Richters und seiner Geisteswelt dienen.
Bauten. Theo Kellner und Felix H. Hinssen. Aus dem gemeinsamen Schaffen. 2000. 20 S., 12 Abb., 23 Tafeln mit 51 Abb. 22 Seiten mit 58 historischen Anzeigen und XII Seiten mit 5 Abbildungen, 19,5 × 26 cm. Gb. EUR 24,00 ISBN: 978-3-7861-2350-7 Gebr. Mann Verlag
Die Erfurter Architekten Theo Kellner und Felix H. Hinssen galten in den zwanziger Jahren als lokale Vorreiter der neuen Baukunst in Thüringen. Die hier wiederaufgelegte Monografie von 1930 dokumentiert das Werk dieser Bürogemeinschaft dementsprechend als ein Beispiel für die regionale Ausprägung der Architekturmoderne. Das Nachwort kommentiert die Bauten im Kontext von Entstehungszeit und -ort, sowie vor dem Hintergrund der beiden Architektenbiografien.
Die einst zu Preußen gehörende thüringische Landeshauptstadt Erfurt war - wie die gesamte Region Thüringen - kein Hort der Reformarchitektur der zwanziger Jahre. Theo Kellner und Felix H. Hinssen galten hier als Vorreiter. Beide gehörten zu jener jungen Architektengeneration, welche in die Moderne hineingeboren wurde. Ihr gemeinsames Frühwerk ist dementsprechend von einer aufgeschlossenen Sicht auf die neue Baukunst bestimmt. Es zeigt aber auch, wie konsequent sich beide von Auffassungen fernhielten, die in bloßer Zweckdienlichkeit das einzige Motiv des Bauens verstanden. Wie ihre bedeutenden Lehrmeister Otto Bartning und Hans Poelzig verstanden sie sich zu sehr als Künstler, um funtionalistischen oder rationalistischen Einflüssen zu erliegen. Theo Kellners Kontakte zur progressiven Kunstszene Erfurts und den ihr angeschlossenen Kreisen brachten dem gemeinsam mit Felix H. Hinssen betriebenen Atelier die nötigen Aufträge ein. In teilweise mäzenatenhafter Weise ermöglichten Bildungsbürger und Ärzte moderne bauliche Lösungen, die jedoch nicht immer frei von modischem Chic waren. Das Erfurter Verwaltungsgebäude der AOK wurde das Hauptwerk ihres "gemeinsamen Schaffens". Die nun wieder aufgelegte Monografie von 1930 dokumentiert nahezu das komplette Werk dieser Bürogemeinschaft, die nur von 1927 bis 1931 Bestand hatte.
Joachim Seyppel. Lesser Ury. Der Maler der alten City Leben – Kunst – Wirkung. Eine Monographie. 1987. 230 S., 16 Tafeln, 14 × 21 cm, Gb EUR 17,00 ISBN: 978-3-7861-1510-6 Gebr. Mann Verlag
Schimmernde Großstadtnacht, nasser Asphalt - das sind die gängigen Assoziationen, wenn der Name Lesser Ury fällt. Aus Birnbaum war der junge Ury nach Berlin gekommen. In Düsseldorf und Brüssel studierte er Malerei, in Paris lernte er viel dazu, bevor er nach Aufenthalten in Flandern, Berlin und München sich in der Reichshauptstadt 1887 endgültig niederließ. Scheu, seine Herkunft vertuschend, ungebunden, in bescheidensten Verhältnissen lebend, gehört er zu den leidenschaftlichsten Malern um die Jahrhundertwende. Joachim Seyppel legt mit diesem Buch die erste, sorgfältig recherchierte Biographie des beliebten Malers vor. wissenschaftlich fundiert, lesbar wie ein Roman, Kunstgeschichte und Zeitmosaik in einem. Dazu ein ausführlicher Forschungsbericht, ein (erstes!) Werkverzeichnis, ausführliche Bibliographie und Register.
Liebermann, gleich Ury Jude, hatte Sorge, dass dieser besser sein könne als er selbst - also sorgte der einflussreiche Mann dafür, dass der "Nebenbuhler" nicht zu groß wurde. Ury hat darunter gelitten, auch wenn alle bedeutenden Galerien in Berlin seine Werke ausstellten. Der glänzende Kolorist hatte große Erfolge - aber gegen den Strom zu schwimmen machte auch ihn mürbe.
Sein Werk ist groß an Zahl. Wo Gemälde, Pastelle, Aquarelle von ihm im Kunsthandel auftauchen, erzielen sie hohe Preise. Dennoch gehört er zu den "vergessenen" Künstlern aus Berlins aufregender Zeit der Sezession.
Stefan Schrammel. Architektur und Farbe in Venedig 1866 – 1914. 1998. 392 S. 663 Abb. und 16 Farbtafeln mit 17 Abb. 21×27 cm. Gb. EUR 32,00 ISBN: 978-3-7861-2271-5 Gebr. Mann Verlag
Farbe als traditionsreiches Gestaltungsmittel in der Architektur Venedigs steht neben anderen Aspekten im Mittelpunkt der Untersuchungen dieses Buches.
In den Jahrzehnten nach der Einigung Italiens und dem Anschluß Venetiens, erfährt das Stadtbild Venedigs eine Umgestaltung in großem Ausmaß. In diesem Zeitraum werden in Venedig unzählige Einzelbauwerke unterschiedlichster Nutzung neu errichtet oder weitgehend umgebaut. Dabei bewegen sich die tätigen Architekten im Spannungsfeld zwischen Tradition und Modernität. Die baulichen Ergebnisse lassen eine mehr oder weniger intensive Auseinandersetzung, sowohl mit dem intakten, historischen Stadtgefüge, als auch mit den bautechnischen und hygienischen Belangen der Zeit erkennen. Typen und Elemente der venezianischen Baugeschichte werden aufgegriffen und formal übertragen; gerade im Umgang mit Farbe an der Fassade als traditionsreiches Gestaltungsmittel läßt sich die jeweilige Gestaltungsabsicht nachvollziehen. Alle Möglichkeiten, vom monochromen Anstrich, über Texturen und Malereien, bis hin zu eigenfarbigen Materialien werden ausgereizt. Die Abhandlung stellt die Bautätigkeit von 1866 bis 1914 mit ihren Rahmenbedingungen und Einflußfaktoren umfassend dar. Ein reich bebilderter Katalogteil zeigt anhand einer großen Fülle originaler Pläne die Entwürfe und vergleicht die Ausführung mit dem heutigen Zustand.
Die Abhandlung stellt die Bautätigkeit von 1866 bis 1914 mit ihren Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren umfassend dar. Ein reich bebilderter Katalogteil zeigt anhand einer großen Fülle originaler Pläne die Entwürfe und vergleicht die Ausführungen mit dem heutigen Zustand. Viele der gezeigten Bauten können immer noch als mustergültig für das Bauen in historischer Umgebung gelten.[Fraunhofer Informationszentrum Raum und Bau]
Pozsgai, Martin. Germain Boffrand und Joseph Effner. Die Architektenausbildung um 1700 am Beispiel der Innendekoration. 296 S. 200 fb. Abb. 27 x 21 cm. Gebr. Mann Verlag, Berlin 2011. Gb. EUR 58,00. CHF 77,90 ISBN: 978-3-7861-2661-4 Gebr. Mann Verlag
Durchgängig farbig bebilderte profunde Darstellung der Ausbildung Effners im Baubüro des Franzosen Boffrand. Der Kompetenzerwerb des Schülers wird durch eine vergleichende Analyse der Raumgestaltungen in Paris, Lothringen und Bayern nachgezeichnet.
Die Mitarbeit Joseph Effners im Baubüro von Germain Boffrand zwischen 1708 und 1715 gewährt Einblick in die Ausbildung eines Architekten im Bereich der höfischen Innenraumgestaltung. Zunächst Lehrling, arbeitete Effner bald als Zeichner für Boffrand. In die gemeinsame Zeit fielen Umbauten von Pariser Hotels sowie Aufträge für den Herzog von Lothringen. Effner wurde in dieser Zeit durch Kurfürst Max Emanuel von Bayern finanziert, der Boffrand zuvor in seiner Residenz in Brüssel beschäftigt hatte. 1713 übertrug er Boffrand den Umbau seines Palais in Saint-Cloud, bei dem Effner die Bauleitung übernahm. Nachdem Max Emanuel nach Bayern zurückgekehrt war, vollendete Effner die Innenausstattung der Schlösser Dachau und Nymphenburg sowie des Neuen Schlosses Schleißheim. Martin Pozsgai legt für jede der Dekorationsaufgaben – gearbeitet wurde mit Holz, Stuck, Malerei und Textilien – eine auf Archivalien basierende Ausstattungsgeschichte vor. In der vergleichenden Betrachtung der Dekorationssysteme und der Ornamentik werden grundlegende Erkenntnisse über das dynamische Weiterleben von Formen und Ideen im Lehrer-Schüler-Verhältnis gewonnen.
Martin Pozsgai studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Neuere Geschichte in Berlin und Wien. 2003 bis 2009 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Freien Universität Berlin. Seit 2010 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Bibliothek Werner Oechslin in Einsiedeln. Zuletzt Mitherausgeber von »Barock in Mitteleuropa. Werke, Phänomene, Analysen«.
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Anna Pawlak. Trilogie der Gottessuche. Pieter Bruegels d. Ä. Sturz der gefallenen Engel, Triumph des Todes und Dulle Griet 2011. 252 S., 106 Abb., dav. 8 fb., 17 x 24 cm, Gb. EUR 59,00 CHF 78,90 ISBN: 978-3-7861-2653-9 Gebr. Mann Verlag
Um das Jahr 1562 schuf Pieter Bruegel d. Ä. drei seiner Hauptwerke, den Engelsturz, den Triumph des Todes sowie die Dulle Griet. Vor dem Hintergrund der konfessionellen Kontroversen um den Status religiöser Bilder in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts weist dieses Buch erstmals ihre konzeptuelle Zusammengehörigkeit nach.
Anna Pawlak analysiert in diesem Band drei Hauptwerke Pieter Bruegels d. Ä., den Sturz der gefallenen Engel (Brüssel), den Triumph des Todes (Madrid) sowie die Dulle Griet (Antwerpen), und schließt damit zugleich zwei Lücken innerhalb der Bruegel-Forschung: Die erstmalige monographische Untersuchung der drei Tafeln legt die ihnen impliziten theologisch-philosophischen Programme offen und weist die in der Forschung in Bezug auf Stil und Format vermutete formale Zusammengehörigkeit der Bilder auf einer inhaltlichen, ikonographisch-ikonologischen Ebene nach. Den Ausführungen liegt die These zugrunde, dass der niederländische Maler in den als ästhetische und intellektuelle Einheit konzipierten Werken eine visuelle Rhetorik entwickelte, die auf die Forderungen der reformatorischen Bewegung reagierte und zum Träger einer Theologia moralis bestimmt wurde. Die komplexen Bildstrukturen der Trilogie sind daher nicht nur Ausdruck einer religiös humanistischen Gottessuche, in welcher der Selbsterkenntnis eine zentrale Bedeutung zukommt, sondern zugleich Ausdruck der Suche nach einem sie adäquat vermittelnden Bildkonzept im Zeitalter der Konfessionalisierung.
Stehr, Ute. Jahrbuch der Berliner Museen. Jahrbuch der Preussischen Kunstsammlungen. Neue Folge / Johann Jakob Schlesinger (1792–1855). Künstler – Kopist – Restaurator. 2011. 200 S. 100 Abb. 30 x 24 cm. Gb. EUR 118,00. CHF 153,00 ISBN: 978-3-7861-2670-6 Gebr. Mann Verlag
Johann Jakob Schlesinger leitete bei der Einrichtung des Königlichen Museums in Berlin eines der umfangreichsten Gemälde-Restaurierungsprojekte im damaligen deutschsprachigen Raum. Als typischer Künstlerrestaurator seiner Zeit hinterließ Schlesinger ein kaum bekanntes OEuvre als Maler und Kopist.
Der Künstler Johann Jakob Schlesinger (1792–1855) war der erste angestellte Restaurator der Gemäldegalerie des Königlichen Museums – den heutigen Staatlichen Museen zu Berlin. Damalige restauratorische Maßnahmen sind heute noch an zahlreichen Gemälden nachvollziehbar. Schlesingers außergewöhnliche und vom Zeitgeschmack beeinflusste Restaurierung an Correggios »Leda und der Schwan« prägt dessen Ästhetik bis heute. Die Kenntnis der restauratorischen Praxis erlaubt nicht nur Rückschlüsse auf den Erhaltungszustand einzelner Gemälde der Berliner Galerie, sondern erweitert das Wissen über die Geschichte der Gemälderestaurierung im 19. Jahrhundert. So konnte die Quellenwertigkeit eines der ersten Fachbücher auf diesem Gebiet, »Ueber Restauration alter Oelgemälde« von Christian Koester, neu bestimmt werden. Mit Schlesinger etablierte sich die Profession des Restaurators im modernen Sinne zeitgleich mit der des Kunsthistorikers an den Berliner Museen. Die Monografie berücksichtigt auch das bisher wenig bekannte OEuvre Schlesingers als Porträtmaler und Kopist.
Berlin in Geschichte und Gegenwart.Jahrbuch des Landesarchivs Berlin 2011. Hrsg.: Breunig, Werner; Schaper, Uwe. Jahrbuch des Landesarchivs Berlin . 2011. 472 S. 105 Abb. , davon 20 fbig. 24 x 17 cm. Gb. EUR 29,90. CHF 41,90 ISBN: 978-3-7861-2652-2 Gebr. Mann Verlag
Jahrbuch des Landesarchivs Berlin mit Beiträgen zur Geschichte sowie zum politischen und kulturellen Zeitgeschehen Berlins. Mit seinen regionalgeschichtlichen Beiträgen und Chroniken wendet sich das seit 1982 erscheinende Jahrbuch an Wissenschaftler und Studierende, Journalisten, Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker wie an historisch Interessierte vornehmlich im Raum Berlin-Brandenburg.
Aus dem Inhalt:
L. Demps: Die Festung Berlin wird »demoliert«. – Chr. Grohn-Menard: Zur Situation der Berliner »Musici« vor 200 Jahren. – M. Blazek: Die Hinrichtung von Henriette Meyer im Jahre 1837. – D. Lange: Die Märzkämpfe in Berlin 1919. – K.-U. Merz: Das Automobil des Nobelpreisträgers. – A. Hintz: Salomon Marx (1866–1936). – D. Becker: Forschungsarbeit der Sozialen Arbeitsgemeinschaft Berlin-Ost. – J. Fülberth: Der Fall Lausitzer Platz. – R. van Kampen u. H. H. Lembke: Die Berliner Verlegerfamilie Harrwitz. – W. van Kampen: Noch einmal Harrwitz: die Spur eines Antisemiten. – W. Breunig: Der parlamentarische Neubeginn in Berlin 1946. – R. Hensel: Carl-Albert Brüll (1902–1989). – I. Bartmann-Kompa: Wiederaufbau der Deutschen Staatsoper nach dem Zweiten Weltkrieg. – M. Otto: Ulrich Biel (1907–1996) – graue Eminenz der (West-)Berliner Politik. – H. Hübner: Die Runden Tische von Prenzlauer Berg, Pankow und Weißensee 1989/90. – D. Hechler u. P. Pasternack: Umgang der Ost-Berliner Hochschulen mit ihrer Zeitgeschichte. – W. Breunig: Berlin-Chronik 2010. – M. Vellguth: Das Theaterjahr 2010. – U. Schaper: Jahresbericht 2010 des Landesarchivs Berlin.
Die »Brücke« und der Exotismus. Bilder des Anderen. Hrsg. Christoph Wagner / Ralph Melcher. Stiftung Saarländischer Kulturbesitz und Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Universität Regensburg. 2011. 176 S., 134 Abb. 20 Farbtafeln. 21 x 28 cm, Gb. EUR 49,00 ISBN: 978-3-7861-2578-5 Gebr. Mann Verlag
Die Autorinnen und Autoren beleuchten kunst- und kulturhistorische Aspekte der Südseefaszination der Brücke-Maler. Sie diskutieren auf der Basis neuer Quellen, unter welchen weltanschaulichen Vorzeichen sich die Maler der Südsee zugewandt haben. Kritisch analysiert werden die Konstruktionen, die in den künstlerischen Utopien des Exotischen zu beobachten sind. Zugleich wird in den Beiträgen auch deutlich, wie die Künstler die Fiktion des Exotischen in ihrer Malerei anschaulich umgesetzt haben.
Inhalt:
R. Melcher: Südsee als Metapher. – V. Billig: Zur Inselfaszination der Brücke-Künstler. – B. Nierhoff: Exotismus in den Kinderbildern der Brücke. – G. Genge: Die Holzskulpturen der Brücke. – C. Wagner: Exotismus als Selbstausdruck? – S. Duhem: Vom Barbarismus zum Exotismus? Zur Rezeption der Brücke in Frankreich. – M. Hoffmann: Die Künstlergruppe Brücke und der Exotismus – Drei Missverständnisse. – K. Elvers- Sˇvamberk: »Zwischen den Meeren«. – A. Soika: Max Pechsteins letzter »Erinnerungsdank an die versunkene Pracht der Südsee«. – L. Dittmann: Farbe als Ausdruck bei Henri Matisse und Karl Schmidt-Rottluff. – C. von Saint-George: Die Farbe als Medium: Oberfläche und Bildwirkung in der Malerei der Brücke.
Huber-Rebenich, Gerlinde; Lütkemeyer, Sabine; Walter, Hermann. Ikonographisches Repertorium zu den Metamorphosen des Ovid. Die textbegleitende Druckgraphik, Bd. I.1: Narrative Darstellungen. 2011. 450 S. 600 Abb. 30 x 21 cm. Gb. im Schuber. EUR 79,00. ISBN: 978-3-7861-2648-5 Gebr. Mann Verlag
Der Band dokumentiert die Frühzeit der druckgraphischen Metamorphosen-Illustrierung in Frankreich, Italien und Deutschland. In dieser Phase dominiert die Illustrationsweise der narrativen Darstellung, die in einem geschlossenen Bildraum mehrere Sequenzen einer Mythenepisode aneinanderreiht.
Motive aus Ovids Metamorphosen begegnen in allen denkbaren Gattungen der repräsentativen Kunst wie des Kunsthandwerks. Ein Medium, in dem sich Text und bildliche Umsetzung unmittelbar gegenüberstehen, ist das illustrierte Buch. Seit dem ausgehenden 15. Jahrhundert entstanden unzählige mit Holzschnitten, Kupferstichen und Radierungen ausgestattete Metamorphosen Ausgaben. Das ›Ikonographische Repertorium‹ bietet einen Überblick über die Illustrationsserien innerhalb der textbegleitenden Druckgraphik und verdeutlicht zugleich Kontinuität und Wandel in der Darstellungsweise. Der Band I.1 dokumentiert die frühesten Vertreter der druckgraphischen Metamorphosen-Illustrierung, in der zwei traditionsreiche ›Bildfamilien‹ dominieren: Die eine geht zurück auf die zuerst 1484 in Brügge bei Colard Mansion gedruckten Holzschnitte zur Bible des Poëtes, einer französischen Adaptation der Verwandlungssagen, die andere, einflussreichere, auf die zuerst 1497 bei Giunta in Venedig erschienene Bildfolge zum Ovidio metamorphoseos vulgare des Giovanni dei Bonsignori. Hinzu kommen einige wenige Bildzyklen, die keine eigene Tradition ausprägten, so die Illustrationen des Georg Wickram zu seiner Bearbeitung der Metamorphosen-Übertragung des Albrecht von Halberstadt.
Gaertringen, Hans Georg Hiller von. Schnörkellos. Die Umgestaltung von Bauten des Historismus im Berlin des 20. JahrhundertS. Reihe Hrsg.: Landesdenkmalamt Berlin. 424 S. 250 Abb. , davon 25 fbg. 24 x 17 cm. Leinen. Gebr. Mann Verlag, Berlin 2012. EUR 69,00 ISBN: 978-3-7861-2650-8 Gebr. Mann Verlag
Die Beseitigung des Baudekors der Gründerzeit, die »Entdekorierung« der Fassaden, hat das Berliner Stadtbild seit 1920 geprägt wie kaum eine andere bauliche Maßnahme in der Epoche der Moderne. Der Band geht der wechselhaften Geschichte dieses radikalen Vorgehens nach und identifiziert die Protagonisten und ihre Motive.
Die architektonische Moderne zog einen wesentlichen Teil ihrer kreativen Energie aus der Verachtung für das 19. Jahrhundert. Besonders die »unschöpferischen« und »handwerklich schlechten« Bauten der Jahre nach 1870 wurden vehement abgelehnt. Da man diese nicht vollständig beseitigen konnte, musste man sich vielfach mit der äußerlichen Anpassung von Gründerzeithäusern an die Gestaltungsprinzipien der Moderne begnügen. Die Abschlagung des Dekors, Beseitigung von Turmaufbauten oder Begradigung des Umrisses sollte die Epoche im Stadtbild zumindest äußerlich vergessen machen. Namhafte Architekten wie Bruno Taut, die Brüder Luckhardt und Alfons Anker oder Erich Mendelsohn initiierten die Entdekorierung zu Beginn der 1920er Jahre mit Fassadenumbauten im Stil des »Neuen Bauens«. Während der NS-Zeit verlagerte sich die Entdekorierung vorwiegend auf Dörfer und Kleinstädte, bis sie in den 1950er Jahren ihren quantitativen Höhepunkt erreichte: Die Fassaden in Ost- und Westberlin wurden im großen Stil »eingeschäumt und rasiert«. Nach der umfassenden Untersuchung der Protagonisten, Motive und des Verlaufs widmet sich das Buch abschließend dem Ende der Entdekorierung seit den 1960er Jahren und der zunehmenden denkmalpflegerischen Bewahrung der Bauten des Historismus.
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Eisen, Markus. Vom Ledigenheim zum Boardinghouse. Bautypologie und Gesellschaftstheorie bis zum Ende der Weimarer Republik Studien zur Architektur der Moderne und industriellen Gestaltung, Band 1.Hrsg.: Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München. 2011. 440 S. 350 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 69,00. CHF 92,50 ISBN: 978-3-7861-2664-5 Gebr. Mann Verlag
Vom Wohlfahrtsinstrument zum radikalen Avantgardebau mit Manifestcharakter: Im Wandel des Bautyps »Ledigenheim« spiegeln sich zentrale Vorstellungen der Moderne, die auf der Suche ist nach der »Neuen Wohnung« eines »Neuen Menschen « in einer »Neuen Zeit«.
Die Bauaufgabe ›Ledigenheim‹ tritt ab etwa 1850 als Reaktion auf sehr spezielle ökonomische und gesellschaftliche Konstellationen in Erscheinung. Gerade diese ändern sich mit dem beginnenden 20. Jahrhundert drastisch – und damit auch die Gestaltung der einzelnen Ledigenheimgebäude. Anfangs von der Industrie zur Beherbergung von Arbeitskräften errichtet, geht die Entwicklung über Versuche im Umfeld der Wohnungsreformbewegung, der Gartenstadtbewegung oder des Expressionismus hin zu echten Programmbauten der ›klassischen Moderne‹. Da deren Hauptprotagonisten sich den großstädtischen, nomadenhaften, von Ort, materiellem Ballast, familiärer und nationaler Bindung losgelösten und ›befreiten‹ Menschen als ›zeitgemäß‹ zurechtgelegt hatten, rückt der Bautyp unverhofft in den Brennpunkt der Architekturdebatte. So thematisieren Hans Scharoun, Walter Gropius oder Ludwig Mies van der Rohe Ledigenheimbauten, als ihnen auf international beachteten Ausstellungen in Breslau, Paris oder Berlin die Möglichkeit zur großangelegten Selbstdarstellung gegeben war.
Fischer, Rudolf. Licht und Transparenz. Der Fabrikbau und das Neue Bauen in den Architekturzeitschriften der Moderne Studien zur Architektur der Moderne und industriellen Gestaltung, Band 2.Hrsg.: Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München. 2011. 336 S. 225 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 69,00. CHF 92,50 ISBN: 978-3-7861-2665-2 Gebr. Mann Verlag
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden innovative Fabrikgebäude, die in der zeitgenössischen Fachpresse intensiv diskutiert wurden – als Inkunabeln der Moderne. Im Zusammenspiel von Architektur und Ingenieurwesen bei der Entwicklung gläserner Fassaden wurde der Fabrikbau zum Wegbereiter der modernen Architektur.
In der Diskussion um die architektonische Moderne wird heute oft die zentrale Rolle des Fabrikbaus übersehen. Nach der Gründung des Deutschen Werkbundes 1907 sahen Architekten jedoch gerade in den Bauaufgaben der Industrie die Gelegenheit, eine neue Architektursprache jenseits traditioneller Strömungen zu entwickeln. Damit wurde die Frage nach dem Verhältnis von Architekt und Ingenieur zu einem Streitpunkt in den einschlägigen Debatten. Adolf Behne stellte 1913 fest, der Industriebau sei »eine heute fast populäre Angelegenheit«, der das Publikum mehr Aufmerksamkeit schenke als dem Kirchenbau oder der Theaterarchitektur. Nach dem Ersten Weltkrieg ermöglichten neue Techniken und Materialien kühne Stahlkonstruktionen und die komplette Auflösung der Fassade. Als Höhepunkt dieser Entwicklung entstehen ab Ende der 1920er Jahre Tageslichtfabriken mit vorgehängter Glasfassade. Entwickelt von einer neuen Generation von Industriearchitekten, werden sie zu Wegbereitern der modernen Architektur. Architekturzeitschriften steuerten die Rezeption der Bauten und trugen zur Popularisierung des Industriebaus bei.
Malvestitti, Marisa. Mongeleluchi Zungu. Los textos araucanos documentados por Roberto Lehmann-Nitsche. Hrsg.: Ibero-Amerikanisches Institut Preußischer Kulturbesitz, Berlin. Estudios Indiana (4). 2011. Spanisch. 330 S. 31 Abb. und 1 Plan. 24 x 17 cm. Pb. EUR 28,00. CHF 39,90 ISBN: 978-3-7861-2663-8 Gebr. Mann Verlag
Der Anthropologe Robert Lehmann-Nitsche sammelte 1899–1926 am argentinischen Museum von La Plata schriftliche und mündliche Texte in Mapuzungun, der Sprache der Mapuche. Die Sammlung – heute Teil seines Nachlasses im Ibero-Amerikanischen Institut zu Berlin – umfasst größtenteils unveröffentlichte Erzählungen, Geschichten, Lieder, Briefe sowie Fotografien.
Ethnografische Praxis im frühen 20. Jh. ebenso wie die Lebensumstände der Mapuche-Informanten Lehmann-Nitsches werden rekonstruierbar. Der Band macht zweisprachige Versionen von Texten zugänglich, die im frühen 20. Jh. in Umlauf waren. Sie zeigen die Forschung zu einer indianischen Sprache im Licht der beginnenden Professionalisierung von Linguistik und Anthropologie in Argentinien.
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