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Elisabeth Sandmann

 
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Claudia Teibler. Darf ich bitten. Tanzen aus Leidenschaft. 160 S., 200 fb. Abb., 12 x 27,5 cm, Gb. EUR 24,80 ISBN: 978-3-938045-38-1 Elisabeth Sandmann
Kaum eine körperliche Tätigkeit kann so befreiend, lustvoll und aufheiternd sein wie der Tanz. Claudia Teibler präsentiert die tonangebenden Tänzer und Tänzerinnen ebenso wie die großen Tänze aus Europa und Lateinamerika, erzählt von körperlichem Gleichklang, ekstatischen Verzückungen, glanzvollen Bällen, traurigen Gigolos, zeitloser Etikette und der jeweils aktuellsten Garderobe für die neuesten Schritte.
Caroline de Guitaut. Was trägt die Queen, wenn sie verreist? Twinsets, Hüte, Abendroben. Aus d. Engl. von Eva Plorin. 120 S., 190 fb. Abb., 19,7 x 20 cm, Gb. EUR 16,90 ISBN: 978-3-938045-42-8 Elisabeth Sandmann
Queen Elizabeth II. hat während ihrer bislang 57-jährigen Regentschaft sehr viele Länder und Kontinente besucht, vor allem diejenigen des Commonwealth. Für diese Reisen musste eine Garderobe mit Hunderten von Ensembles so zusammengestellt werden, dass sie dem Anlass angemessen war und darüber hinaus durch die Wahl der Farben, des Stoffes, der Applikationen und des Schmucks dem Gastgeberland Reverenz erwies. Ein Kleid der Queen ist eben nicht nur ein Kleid, sondern auch eine kunstvoll durchdachte Botschaft aus feinen Stoffen.
Detailaufnahmen, die zum Teil erstmals veröffentlicht werden, zeigen Entwurfsskizzen der königlichen Schneider, bunte Hüte, legendäre Handtaschen, prächtige Schmuckstücke und herrliche Gesellschaftskleider sowie Abendroben.
Die Autorin
Caroline de Guitaut ist stellvertretende Kuratorin der Sammlung „The Queen’s Works of Art“ und Kuratorin der Sonderausstellung „Queen and Commonwealth: The Royal Tour“.
Ulrike Müller. Bauhaus-Frauen. Frauen der Moderne. 2008. 160 S., 150 Abb., 21 x 28 cm, EUR 24,80. ISBN: 978-3-938045-36-7 Elisabeth Sandmann
Das 1919 gegründete Staatliche Bauhaus – ein Anziehungspunkt für junge, unkonventionelle Frauen! Architektinnen, Bildhauerinnen, Keramikerinnen, Möbelgestalterinnen wollten sie werden, später auch Fotografinnen. Versprochen hatte der Gründer Walter Gropius »absolute Gleichberechtigung«, schickte die Studentinnen aber zunächst nur in die Textilwerkstätten. Doch Weben reichte ihnen nicht, auch wenn sie es mit Leidenschaft taten. Gegen den Widerstand einiger Bauhausmeister brachen sie in die Domänen ihrer männlichen Kommilitonen ein und schufen auch hier Herausragendes. Ihre Arbeiten haben wesentlich dazu beigetragen, dass modernes Bauhaus-Design im 20. Jahrhundert die Welt eroberte.
Katja Behling, Anke Manigold. Die Malweiber. Künstlerinnen um 1900. 160 s., 150 Abb., 21 x 27,5 cm, Gb. EUR 24,80 ISBN: 978-3-938045-37-4 Elisabeth Sandmann
Es brauchte großes Selbstbewusstsein und erhebliche Widerstandskraft, wollte eine junge Frau um 1900 ihren künstlerischen Ambitionen folgen. Die Akademien waren ihr verschlossen und private Malschulen kostspielig. Dennoch wählten zahlreiche Frauen den beschwerlichen Weg. Wenn auch als »Malweiber« verspottet, hielten sie unbeirrt an ihren künstlerischen Zielen fest. Abseits von gesellschaftlichen Zwängen fanden sie in Künstlerkolonien zu neuen, unkonventionellen Lebensformen und zu neuer Kunst. Welch großartige Kunstwerke Malerinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz der Nachwelt hinterlassen haben und welch mutiges Leben sie einst zu führen gewagt hatten, bezeugt dieses reich illustrierte Buch.
Thomas Blisniewski. Frauen, die den Faden in der Hand halten. Handarbeitende Damen, Bürgersmädchen und Landfrauen von Rubens bis Hopper. 2008. 192 S., 100 Abb., 21 x 27,5 cm, Gb. EUR 25,50 ISBN: 978-3-938045-35-0 Elisabeth Sandmann
Nach dem großen Erfolg des Buches von Gail Carolyn Sirna, »Frauen, die nie den Faden verlieren«, das im Frühjahr 2007 erschien und bereits wenige Monate nach Erscheinen restlos vergriffen war, nimmt nun der Textilwissenschaftler Thomas Blisniewski den Faden wieder auf und spinnt ihn weiter.
Dabei spannt sich der Bogen von der Antike bis zum 20. Jahrhundert. Erzählt wird vom tugendhaften Zeitvertreib, den lustvollen Spinnereien und dem mühsamen Broterwerb der jungen Mädchen, feinen Damen und einfachen Frauen. Wie sehr die großen Künstler über Jahrhunderte von diesem Motiv fasziniert waren, belegen Gemälde von Rubens, Velázquez, Murillo, Mary Cassatt, Renoir, Monet und Hopper und viele andere.
Der Autor
Thomas Blisniewski, geb. 1960 in Aachen, wurde 1992 nach dem Studium der Kunstgeschichte, klassischen und christlichen Archäologie und Philosophie mit einer Arbeit über die Parzen promoviert. Nach Tätigkeiten in Denkmalpflege und am Museum ist er nun Leiter des »Corpus Kölner Borten« am Institut für Textilwissenschaft der Universität zu Köln. Seit 1995 Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen. Zahlreiche Publikationen.
Sophie Gordon. Königliche Hunde. Von der Liebe des britischen Königshauses zu seinen treuesten Begleitern. Aus dem Englischen von Eva Plorin. 128 S., 150 Abb., 19,7 x 20 cm, Gb. EUR 14,80 ISBN: 978-3-938045-39-8 Elisabeth Sandmann
Zu den zahlreichen Schätzen der Royal Photograph Collection in Windsor Castle zählt auch ein kleines Album mit Fotografien königlicher Hunde, das für Queen Victoria angelegt wurde. Dieses bildet den Ausgangspunkt zu dem vorliegenden Band, für den über 150 liebenswerte, heitere und viele bislang unveröffentlichte Bilder der vierbeinigen Gefährten ausgewählt wurden, die im privaten wie im öffentlichen Leben der königlichen Familie – von Queen Victorias Zeiten bis heute – eine Rolle spielten und spielen.
Die Fotografien zeigen Möpse, Spitze, Dackel und Windhunde, Spaniels und Labradore, unter anderem Queen Victorias geliebte Collies Sharp und Noble ebenso wie Foxterrier Spot, der auf einer Aufnahme von 1883 allem Anschein nach Pfeife raucht, oder Pudel Sammy, der 1895 in Sandringham sein akrobatisches Talent unter Beweis stellt, King Edwards VII. berühmt-berüchtigter Lieblingshund Caesar, der bei der Beerdigung seines Herrn dem Sarg folgen durfte, oder Looty, der aus der Verbotenen Stadt mitgebracht wurde und wahrscheinlich der erste Pekinese in Großbritannien war. Und natürlich dürfen auch die berühmten Welsh Corgis nicht fehlen, welche die erklärten Lieblinge Ihrer Majestät Queen Elizabeth II. sind, darunter Dookie, ihr erster Corgi, und Susan, von der alle Tiere aus der königlichen Corgi-Zucht abstammen.
Die Autorin
Sophie Gordon ist Kuratorin der Royal Photograph Collection von Windsor Castle. Sie war stellvertretende Kuratorin der Alkazi Collection of Photography in New York, hat zahlreiche Werke zur Fotografie des 19. Jahrhunderts veröffentlicht und erst kürzlich an dem preisgekrönten Band »Reverie and Reality« mitgewirkt, der Fotografien des 19. Jahrhunderts zum Thema Indien aus der Ehrenfeld Collection vorstellt.
Glasow, Niko von: Nobody's perfect. Hrsg. v. Kühne, Ulrich. 2008. 72 S., zahlr. fb. Abb. - 25 x19 cm. EUR 19,95 ISBN: 978-3-938045-10-7 Elisabeth Sandmann
Ich bin ein Filmemacher, der kurze Arme hat, verursacht durch das Medikament Contergan. Wer mich zum ersten Mal sieht oder trifft, reagiert darauf, wie ich aussehe. Wenn die Menschen auch nichts sagen: Sie starren oder sie schauen weg. Sie zeigen, dass sie sich unsicher fühlen in meiner Gegenwart. Ich kann es ihnen kaum verdenken. Ich fühle mich ja selbst sehr unsicher. Ich habe mich mein Leben lang unwohl gefühlt bei dem Gedanken an meine Behinderung und versucht, sie zu ignorieren und mich nicht der Wahrheit zu stellen. Vielen Behinderten fällt es schwer, das angeekelte, verwirrte oder mitleidige Starren ihrer Mitmenschen in der Öffentlichkeit zu ertragen. Die Gesellschaft muss sich an unseren Anblick gewöhnen und davon wegkommen, uns wie Wesen von einem anderen Planeten zu sehen. Natürlich sehen wir anders aus, aber man kann darüber hinausschauen. Ich sehe einen Weg, der dahin führen kann. Niko von Glasow
Friedman, Donald: Malende Dichter. Gemälde und Zeichnungen von J.W. Goethe bis Patricia Highsmith. Nachw. v. Updike, John. 2008. 256 S., 200 Abb. 22,5 x27,5 cm. Gb EUR 38,00 ISBN: 978-3-938045-33-6 Elisabeth Sandmann
Viele Schriftsteller, Männer wie Frauen, hätten auch Anerkennung als Maler oder Musiker verdient, so begabt waren sie auf mehreren Gebieten. Dieses Buch zeigt über 220 Skizzen, Cartoons, Zeichnungen und Gemälde, die von tiefer Ausdruckskraft und größtem Können zeugen, von insgesamt 115 Schriftstellerinnen und Schriftstellern, u.a. Goethe, Baudelaire, Stifter, Dostojewski, Grillparzer, den Brontë-Schwestern, Proust, Strindberg, Dürrenmatt, García Lorca, Ionesco, Dylan Thomas, Grass, Sylvia Plath, Patricia Highsmith, Hans Christian Andersen, Apollinaire, Ernst Barlach, William Blake, André Breton, Pearl S. Buck, Franz Kafka, Charles Bukowski, Lewis Carroll, Vladimir Nabokov, Mark Twain, Alexander Puschkin, Tennessee Williams.
Die Autoren
Donald Friedman wurde in Newark, New Jersey, USA, geboren. Er studierte zunächst Anglistik mit Schwerpunkt Literatur an der Washington University in St.Louis, anschließend Jura. Nach einigen Jahren als Anwalt, begann er mit der leidenschaftlichen Suche nach Bildern von Schriftstellern und Dichtern. Im Jahr 2000 erschien sein Roman »The Hand Before the Eye«. Donald Friedman lebt in West Orange, New Jersey, ist verheiratet und hat zwei Kinder.
John Updike, geb. 1932, publizierte mehr als 20 Romane und Sammlungen von Kurzgeschichten sowie Essay-Sammlungen und Gedichtbände. Er erhielt zahlreiche Literaturpreise und gehört seit Jahren zu den Anwärtern auf den Literatur-Nobelpreis. John Updike, geb. 1932, publizierte mehr als 20 Romane und Sammlungen von Kurzgeschichten sowie Essay-Sammlungen und Gedichtbände. Er erhielt zahlreiche Literaturpreise und gehört seit Jahren er zu den Anwärtern auf den Literatur-Nobelpreis.
 Rezension lesen
Die schönsten Betthupferl Geschichten. Vom Kater Calogero und seinen Freunden. Hrsg. v. Nienaber, Marianne. 2004. 144 S., zahlr. fb. Abb. 18 x 21 cm. Gb EUR 11,90 ISBN: 978-3-938045-03-9 Elisabeth Sandmann
Eigentlich sind Betthupferl kleine Süßigkeiten kurz vor dem Zähneputzen und Zu-Bett-Gehen. Seit über 50 Jahren gibt es jeden Abend das Hör-Betthupferl im Radio des Bayerischen Rundfunks. Das sind kurze Gute-Nacht-Geschichten mit Kater Calogero, Lilli und dem Traumwundertütenverkäufer oder der Flohdame Herkules. Fast die Hälfte aller Kinder in Bayern zwischen 3 und 10 Jahren kennt das »Betthupferl« und die meisten von ihnen hören es regelmäßig. Täglich erhalten die Redakteure unzählige Briefe von Kindern, die sich mit Ratschlägen und Wünschen an ihre Helden wenden, und sich fast nichts sehnlicher gewünscht haben als ein Buch mit ihren Lieblingsgeschichten.
Die Autorinnen und Autoren

Christa Kempter, Ulrike Klausmann, Kilian Leypold, Manuela Mechtel und Gina Ruck-Pauquét schreiben exklusiv für die »Betthupferl«-Sendung, einige der im Buch versammelten Geschichten sind bisher unveröffentlicht.
Auf vielfachen Wunsch nicht nur der jungen Hörerinnen und Hörer gibt es jetzt endlich das »Betthupferl«-Buch mit 32 Abenteuern und vielen Illustrationen.
Ein Buch zum Vorlesen und Selbstlesen für Kinder und Erwachsene nach dem Motto: ausgeschlafene Kinder – fröhliche Eltern.
Herausgeberin und Illustratorin
Marianne Nienaber studierte Germanistik und Anglistik, arbeitete zunächst als Lehrerin, dann für das Vorschulfernsehen und heute als Kinderfunk-Redakteurin. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt am Tegernsee.
Cornelia Lichtwark studierte angewandte Kunst und freie Grafik in Köln, gründete und leitete von 1985 an das »Atelier de la Save« für Gestaltungsunterricht in Gers/Frankreich, entwarf Bühnenbilder und gibt Mal-Seminare für Erwachsene und Kinder. Sie hat alle »Betthupferl«-Geschichten in diesem Buch illustriert.
Die Bilder der Deutschen. Was uns verbindet, was uns bewegt. Hrsg. v. Thiele, Johannes. 2005. 256 S., 110 fb.Abb. 27,5 x 21,0 cm. Gb. EUR 9,95 ISBN: 978-3-938045-07-7 Elisabeth Sandmann
Bücher, die sich mit der Geschichte Deutschlands befassen, gibt es viele – auch illustrierte. Dieses Buch aber unternimmt erstmals den Versuch, einen Kanon deutscher Gemeinsamkeit, die sich in seinen Bildern widerspiegelt, vorzulegen. Persönliche und lebendig geschriebene Texte von engagierten und klugen Politikern, Journalisten, Historikern, Schriftstellern, Künstlern und Sportlern – Frauen wie Männern – begleiten die ausgewählten Bilder. Entstanden ist ein besonderes Buch, das nicht nur die Bilder der Deutschen, sondern auch ihre Geschichte in einem anderen und mitunter ganz neuen Licht zeigt.
Mit Texten von: Franziska Augstein, Stefan Aust, Egon Bahr, Eduard Beaucamp, Klaus Bednarz, Louis Begley, Gero von Boehm, Thomas Brussig, Klaus von Dohnanyi, · Kai Diekmann, Ulrike Draesner, Joachim Fest, Jörg Friedrich, Volker Gebhardt, Ines Geipel, Hans-Dietrich Genscher, Dietrich Grönemeyer, Peter Härtling, Georg Klein, Günter Kunert, Jutta Limbach, Wolf von Lojewski, Helmut Markwort, Rudi Michel, Margarete Mitscherlich, Melissa Mülle, Friedrich Wilhelm Prinz von Preußen, Frank Schirrmacher, Mathias Schreiber, Peter Seewald, Gustav Seibt, Wolf Jobst Siedler, Jens Sparschuh, Antje Vollmer, Maria von Welser, Ulrich Wickert, Thekla Carola Wied u.v.a.
Der Herausgeber:
Johannes Thiele, geboren 1954, arbeitet seit dem Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie als freier Autor und Publizist, war als Cheflektor, Programm- und Verlagsleiter in verschiedenen großen Publikumsverlagen tätig. Zahlreiche Buchveröffentlichungen. Johannes Thiele lebt in München.
Burger, Adolf: Des Teufels Werkstatt. 2007. 280 S., zahlr. fb. Fotos u. Abb. 24 x 17,5 cm. Gb. EUR 22,95 ISBN: 978-3-938045-23-7 Elisabeth Sandmann
"Ich überlebte, damit ich als der überlebende Zeuge der jungen Generation die unzähligen Verbrechen erklären und erläutern kann; damit sich so etwas nie wiederholt.«
Adolf Burger
Adolf Burger schildert, wie er als Häftling mehrere Konzentrationslager überlebte und schließlich in der Fälscherwerkstatt unter unglaublichen und mitunter skurrilen Bedingungen zum Profifälscher wurde.
Die Häftlinge, bestehend aus professionellen Druckern und Grafikern, wurden zum Kriegsende 1945 in das KZ Mauthausen und dann als letzte Station in das KZ Ebensee gebracht, wo sie schließlich am 5. Mai 1945 von amerikanischen Truppen befreit wurden.
Der Autor
Adolf Burger wurde 1917 in der Slowakei geboren. Er lebt heute in Prag.
Auf ausdrücklichen Wunsch des Autors wurden weder inhaltliche, stilistische oder grafische Veränderungen gegenüber der 1997 erschienenen und vergriffenen Originalausgabe sowie der erweiterten, 2005 erschienenen und vergriffenen Ausgabe vorgenommen. Der Elisabeth Sandmann Verlag möchte das nun in dieser Form vorliegende Buch im Interesse von Adolf Burger als Tatsachenbericht und wichtige Quellensammlung über die Verbrechen der Nationalsozialisten lieferbar halten.
Ulrike Müller. Die klugen Frauen von Weimar. Regentinnen, Salondamen, Schriftstellerinnen und Künstlerinnen. Von Anna Amalia bis Marianne Brandt. 2007. 176 S., 250 Abb. in Farbe und Duoton. 21 x 27,5 cm, Gebunden mit Schutzumschlag EUR 24,80 ISBN: 978-3-938045-19-0 Elisabeth Sandmann
»Goethe war gern in meinem Stübchen, mit mir plaudernd und scherzend.«
Luise von Göchhausen
Ohne Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach wäre das kleine thüringische Städtchen Weimar wohl nie weltberühmt geworden. Grund genug, die Kulturgeschichte Weimars durch unterschiedliche Epochen hindurch an den Stellen aufzublättern, an denen der viel zitierte »genius loci« von Frauen ins Leben gerufen, beflügelt und weitergetragen wurde.
Zur Zeit der Klassik lebten in Weimar so interessante Persönlichkeiten wie die Hofdame Charlotte von Stein, die sich über das ungerechte Los der Frauen beklagte, die Sängerin und Schauspielerin Corona Schröter oder die Salondame Johanna Schopenhauer, an deren Teetisch sich internationale Geistesgrößen trafen.
Im 19. Jahrhundert liegt der künstlerische Akzent dann vor allem auf der Musik. Bei Kapellmeister Liszt, am Hof bei der in Weimar regierenden Zarentochter Großherzogin Maria Pawlowna und in den tonangebenden Salons der Weimarer Damen war die europäische Musikszene zu Gast.
In der frühen Moderne wiederum verschiebt sich der inhaltliche Akzent des kulturellen Lebens im »Neuen Weimar« dann erneut: nun auf die Bildende Kunst. Frauen, die mit Henry van de Velde zusammenarbeiten wie die Lehrerin für Weberei und Handarbeit, Helene Börner, werden die pädagogischen Mütter der Künstlerinnen, die dann zwischen 1919 und 1925 am Weimarer Bauhaus studieren. Chancengleichheit war zwar im Konzept des Bauhauses verankert, doch bis zur Realisierung war der Weg noch weit.
Und so haben zum Weimarer Weltruf als Kulturstadt nicht nur die Herren Goethe, Herder, Schiller, Liszt, van de Velde, Feiniger und Gropius beigetragen, sondern auch und nicht minder die Damen Anna Amalia, Christiane Vulpius, Johanna Schopenhauer, Jenny Lind, Fanny Lewald, Gunta Stölzl, Marianne Brandt und viele andere kluge Frauen.
Die Autorin
Dr. Ulrike Müller studierte Ev. Kirchenmusik, Philosophie, Theologie und Literaturwissenschaft in Hamburg. 1989 Promotion über Else Lasker-Schüler. Seit 1992 lebt sie in Weimar, wo sie unter anderem als Stadtführerin, Museumspädagogin und Reiseleiterin tätig ist und das Geschichts- und Kommunikationsprojekt SALON DER MUSEN ins Leben rief. 1996 Beginn der Zusammenarbeit mit der Musikerin Antje Finkenwirth (Berlin). Im Rahmen der gemeinsam konzipierten Reihe »Musik und Dichtung« Vertonungen von Lyrik (unter anderem von Novalis, Annette von Droste-Hülshoff, Else Lasker-Schüler). Zahlreiche Publikationen, unter anderem Herausgeberin und Mitautorin der »Stadtrundgänge WEIMAR WEIBLICH"
Engel. Von der Schönheit stiller Boten. Einl. v. Nooteboom, Cees. Nachw. v. Lanfranconi, Claudia. Fotos v. Zahn, Clemens. 2004. 160 S., zahlr. grossformatige farb. Abb. 21 x 27,5 cm. Gb. EUR19,95 ISBN: 978-3-938045-01-5 Elisabeth Sandmann
»Weil wir wollten, dass es sie gibt, haben wir die Engel erschaffen – um zuweilen für einen Moment glauben zu dürfen, es sei möglich, uns mit wenigen Flügelschlägen über das Leben zu erheben und in den Bereich der Bereich der Zeit ohne Zeit zu fliegen.«
Cees Nooteboom

Der Fotograf und die Autoren
Clemens Zahn, geboren 1962, arbeitete nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre zunächst als Wirtschaftshistoriker. Seit 1997 geht seiner eigentlichen Leidenschaft, der Fotografie, nach. Er ist für zahlreiche Reisemagazine, Kalender- und Buchverlage tätig und lebt in Berlin.
Er hat für dieses Buch anrührende und zugleich imposante Engelskulpturen in Berlin, Wien, Prag, Genua und andernorts fotografiert und virtuos in Szene gesetzt.
Cees Nooteboom wurde 1933 in Den Haag geboren. Im Alter von 17 Jahren ging er nach Paris und arbeitete dort als Journalist. Zunächst veröffentlichte er mehrere Gedichtbände sowie 1955 den Roman Philip und die anderen, mit dem er internationale Berühmtheit erlangte. In den sechziger und siebziger Jahren trat Nooteboom vor allem durch seine politischen Reiseberichte hervor. Er hat viele Jahre in Berlin gelebt und geschrieben. Sein umfangreiches Werk, das in viele Sprachen übersetzt ist, umfasst Erzählungen, Berichte, Gedichte und große Romane wie Allerseelen oder Die folgende Geschichte. Cees Nooteboom lebt in Amsterdam und auf Menorca.
Claudia Lanfranconi, geboren 1971, studierte Kunstgeschichte in Bonn, Florenz und Rom. Seit 2003 ist sie u.a. freie Autorin für das Feuilleton der Süddeutschen Zeitung. Sie lebt in München und Berlin. In einem informativen wie kurzweiligen Nachwort erläutert Claudia Lanfranconi die Geschichte der Engel und ihre Bedeutung in der Kunst von der Antike bis zur Gegenwart.
Gebhardt, Volker: Frauen in der Oper. Liebe, Lust und Leid. 2004. 192 S., zahlr. fb. Fotos 22,5 x 27,5 cm. Gb. EUR 38,00 ISBN: 978-3-938045-02-2 Elisabeth Sandmann
Donna Anna, Carmen, Isolde oder Lulu: Die Geschichte des europäischen Musiktheaters ist die Geschichte starker Frauen. Zu opulenten Bildern erzählt der Opernkenner Volker Gebhardt von Liebe, Lust und Leid dieser Verführten, Standhaften, Resoluten und Listigen. Mit Witz und einem Blick für sprechende Details spannt er den Bogen von den affektgeladenen Primadonnen der Barockopern Claudio Monteverdis über die erstmals wahrhaftig empfindenden Frauen in Wolfgang Amadeus Mozarts Meisterwerken bis zu den »Femmes fatales« Giacomo Puccinis und Alban Bergs. Gleichsam en passant vermittelt er allerlei biografische Verstrickungen der Komponisten und eine kleine Gattungsgeschichte der Oper. Die Abbildungen zeigen die großen Interpretinnen der berühmten Frauenrollen: Maria Callas, Elisabeth Schwarzkopf, Birgit Nilsson, Mirella Freni, Shirley Verrett, Gwyneth Jones, Margaret Price, Jessye Norman, Hildegard Behrens, Montserrat Caballé, Gabriele Schnaut, Waltraud Meier, Agnes Baltsa, Christine Schäfer, Cecilia Bartoli, Vesselina Kasarova oder Anna Netrebko – sie alle finden wir auf Fotografien großer Inszenierungen der letzten fünfzig Jahre.
Ein Buch nicht nur für Musik- und Opernliebhaber, das Komponisten, Interpretinnen und Opernregisseure im Kontext der jeweiligen Zeit vorstellt und vor allem dem Bild der Frau in der Oper nachspürt.
Der Autor
Volker Gebhardt , 1962 in Freiburg im Breisgau geboren, studierte Medizin und Kunstgeschichte in Bochum und am Warburg-Institut in London. Er promovierte in beiden Fächern. Von 1995 bis 2003 gestaltete er maßgeblich die Programme verschiedener Verlage. Seine Bücher zu Themen der Kunst- und Kulturgeschichte Europas wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Heute arbeitet er als freier Autor und Publizist in Berlin. Er ist ein passionierter Opern- und Kunstkenner.
Lanfranconi, Claudia: Frauen und Perlen. Geschichten einer Leidenschaft in Malerei und Fotografie. 2005. 160 S.,90 fb. Abb. 27,5 x 21,0 cm. EUR 24,90 ISBN: 978-3-938045-08-4 Elisabeth Sandmann
Frauen lieben Perlen, es ist eine Liebe, die nun schon Jahrtausende währt und nichts spricht dafür, dass die Leidenschaft abkühlen würde. In der persischen Mythologie galten sie als Tränen der Götter. Die Griechen und Römer hielten Perlen für ein Geschenk des Himmels. Eine besonders betörende Wirkung jedoch hatten Perlen stets auf die weibliche Welt. Um in den Besitz von Perlen zu gelangen, wurden Vermögen verprasst und Schicksale entschieden.
»Frauen und Perlen. Geschichte einer Leidenschaft« versammelt die schönsten Bildnisse von unbekannten Schönheiten, Frauen der Macht, mythologischen Heldinnen, großen Verführerinnen, Damen der Gesellschaft, mädchenhaften Gestalten und unvergesslichen Ikonen. Große Filmdiven wie Audrey Hepburn, Mode-Genies wie Coco Chanel oder andere unvergessliche Frauen wie Jacqueline Kennedy und Maria Callas sind ebenso dabei wie die weiblichen Ideale von Rembrandt, Holbein, Caravaggio, Vermeer, Manet oder Renoir. Die Künstler haben den Frauen, Damen, Adelsfräulein und Ladies Perlen um den Hals gelegt, in ihr Haar geflochten und in ihre Kleider gewebt.
Die Kunsthistorikerin Claudia Lanfranconi erzählt, wie vielfältig die Perle von der Antike bis zur Gegenwart gedeutet wurde. Ihre Kommentare liest man mit Vergnügen, weil sie mit Witz und Gespür fürs Detail über siebzig Gemälde und Fotografien kenntnisreich beschreibt.
Die Autorin:
Claudia Lanfranconi, geboren 1971, studierte Kunstgeschichte in Bonn, Florenz und Rom. Sie arbeitete als freie Autorin für das Feuilleton der Süddeutschen Zeitung und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Seit 2004 ist sie Redakteurin für den Kunstmarkt bei Architectural Digest. Claudia Lanfranconi lebt in München.
Stefan, Bollmann: Frauen, die schreiben, leben gefährlich. Vorw. v. Heidenreich, Elke. 2006. 160 S., 80 fb. Abb. 27,5 x 21 cm. Gb EUR 19,95 ISBN: 978-3-938045-12-1 Elisabeth Sandmann
Ein freies, unbeengtes und authentisches Leben war das Ziel vieler Schriftstellerinnen. Doch das Schreiben war oft mit großen Entbehrungen verbunden und bedeutete nicht selten, ein Leben als Außenseiterin zu führen. Auffällig viele Frauen sind dabei an den Anforderungen von Familie und Gesellschaft gescheitert. Wenn Frauen anders schrieben als Männer, dann weil sie anders lebten und sich die Zeit zum Schreiben erkämpfen mussten. Diese Unangepasstheit war über Jahrhunderte gefährlich, und sie ist bis heute riskant.
Stefan Bollmann widmet sich in diesem Buch der weiblichen Schreiblust. Frauen, die sich aus der Enge ihres Daseins in die Freiheit schreiben wollten – und sei es auch nur in der Phantasie –, mussten einen unerschütterlichen Glauben an sich, Hartnäckigkeit und ein hohes Maß an Geduld haben. Studiert man die Lebensläufe schreibender Frauen, so stellt man rasch fest, dass es oft schwer zu überwindende Widerstände waren, die ihnen Familie und Gesellschaft in den Weg legten. Viele Frauen sind an diesem Spagat zwischen Angepasstheit und geistiger Unabhängigkeit zerbrochen. Andere haben sich dem Druck entzogen und, wie George Sand, ein männliches Pseudonym zugelegt, um unbehelligt schreiben zu können. Der Preis dafür war die Rolle der Außenseiterin. Doch noch bevor George Sand das tat, erhielt sie von einem Romanschriftsteller folgende Empfehlung: »Ich werde offen sein, eine Frau soll nicht schreiben … Nehmen Sie meinen Rat an: machen sie keine Bücher, setzen Sie Kinder in die Welt!«
Die Autoren

Stefan Bollmann, geboren 1958, studierte Germanistik, Theaterwissenschaften, Geschichte und Philosophie. Er promovierte mit einer Arbeit über Thomas Mann. Er arbeitet als Lektor, Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher in München. 2005 erschien sein Bestseller »Frauen, die lesen, sind gefährlich« im Elisabeth Sandmann Verlag.
Elke Heidenreich, geboren 1943, moderiert die erfolgreichste Büchersendung in Deutschland, »Lesen!«, schreibt Buchbesprechungen und Kolumnen und ist Autorin zahlreicher Bücher. 2006 wurde ihr im Rahmen der Grimme-Preisverleihung die »Besondere Ehrung« für ihre Verdienste für die Literatur im deutschen Fernsehen zuteil.
Sirna, Gail C: Frauen, die nie den Faden verlieren. Handarbeitende Frauen in der Malerei von Vermeer bis Dali. 03.2007. 192 S.,90 farb. Fotos 27,5 x 21 cm. EUR 24,80 ISBN: 978-3-938045-17-6 Elisabeth Sandmann
»Wer das Knäuel sucht, muss dem Faden folgen.« Volksweisheit
Die Geschichte der handarbeitenden Frauen lehrt uns, dass die Männerwelt bis ins 20. Jahrhundert hinein glaubte, nur eine kontrollierbare Beschäftigung könne Frauen und Mädchen vor überall lauernden Verführungen bewahren: Töchter, die handarbeiten, geben sich Verehrern, die sie umgarnen, zugeknöpft. Sie wissen, dass ihre Ehre an einem seidenen Faden hängt – weshalb die tugendhafte Frau näht, strickt, stickt oder spinnt.
Doch neben der männlichen Sicht offenbaren die Bilder, dass sich Frauen früh darin üben mussten, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun: Während sie die Kinder hüten, Musik hören oder spazieren gehen, nähen oder stricken sie. Den Faden jedenfalls verlieren sie nie.
Ein Buch nicht nur für all jene, die leidenschaftlich handarbeiten!
Die Autorin
Gail Carolyn Sirna ist eine preisgekrönte Nadelkünstlerin, die seit über fünfundzwanzig Jahren »Nadelarbeit« unterrichtet. Ihre Leidenschaft für die Handarbeit brachte sie dazu, Kunstwerke mit Darstellungen von gleichgesinnten Frauen zu suchen. Aus ihrer umfangreichen Sammlung sind die Bilder für dieses Buch ausgewählt worden. Die Autorin lebt in den USA, wo sie regelmäßig Kolumnen für die Zeitschrift Needlepoint Now schreibt.
Thomas Blisniewski ist promovierter Kunsthistoriker und schrieb das Vorwort zu diesem Buch. Nach Tätigkeiten in der Denkmalpflege ist er heute Leiter eines Forschungsprojekts zur mittelalterlichen Textilkunst an der Universität Köln. Zahlreiche Publikationen, darunter der Aufsatz »… und schafft mit emsigen Händen« über die Darstellung handarbeitender Frauen in der Kunst.
Katzen des Südens. Vorw. v. Kunert, Günter. Fotos v. Krutz, Christina /Braun, Harald. 2005. 150 S., zahlr. fb. Abb. 27,5 x 21 cm. Gb. EUR 19,95 ISBN: 978-3-938045-05-3 Elisabeth Sandmann
Dieses Buch kommt dem Geheimnis der Katzen auf die Spur. Die Fotografien halten auf einzigartige Art Charakter, Seele und Schönheit dieser unwiderstehlichen Tiere im Bild fest. Die Aufnahmen wurden von zwei Katzenliebhabern gemacht – zu sehen sind selbstbewusste Kater und Katzen unterschiedlichster Herkunft und Rasse vor herrlicher mediterraner Kulisse, in der Farben und Licht, die so nur im Süden zu finden sind, das Leben bestimmen. Entstanden sind die Fotos auf verschiedenen Inseln des Mittelmeers.
Günter Kunert, der sich selbst einen Katzennarr nennt, hat eigens für dieses Buch ein Essay verfasst, eine Liebeserklärung an die Katze, und er beschreibt unter anderem seine Ausreise aus der DDR im Jahr 1979 zusammen mit seiner Frau und 7 Katzen.
Zu den Fotos kommen poetische Texte und Zitate von berühmten Katzenliebhabern von Robert Musil, Oscar Wilde über Ernest Hemingenway bis Wolfang Koeppen, Eva Demski und Elke Heidenreich.
Die Fotografen
Christina Krutz, 1966 in Hamburg geboren, und Harald Braun, geboren 1961 in Hildesheim, arbeiten als frei schaffende Fotografen und Grafik Designer. Nach ihrem Studium an der Braunschweiger Hochschule für Bildende Künste und der Arbeit in verschiedenen Werbeagenturen widmen sie sich heute überwiegend freien Fotoprojekten. Ihre Bilder werden regelmäßig in Büchern, Zeitschriften und Kalendern veröffentlicht.
Der Autor
Günter Kunert, 1929 geboren, studierte Grafik in Ostberlin. 1948 veröffentlichte er erstmals Gedichte und Geschichten in der Zeitschrift Ulenspiegel. Seine zunehmend kritische Auseinandersetzung mit der staatlichen Kulturpolitik in der DDR führte 1979 zu seiner Ausreise in die Bundesrepublik. Er erhielt zahlreiche literarische Auszeichnung wie etwa den Hölderlin-Preis für sein poetisches Werk und den Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik. Günter Kunert lebt mit seiner Frau und 8 Katzen bei Itzehoe.
Kluge Mädchen. Oder wie wir wurden, was wir nicht werden sollten. Mädchenjahre im Wandel. 2006. 160 S., 80 fb. Abb. 27,5 x 21 cm. Gb EUR 19,95 ISBN: 978-3-938045-20-6 Elisabeth Sandmann
"Für die dummen Frauen hat man die Galanterie; aber was tut man mit den Klugen? Da ist man ratlos."
Heinrich Mann
Vor hundert Jahren gab es für junge Mädchen nur eine Perspektive: Heiraten, Kinder kriegen und einen Mann glücklich machen. Aus Neigung die Höhere Schule zu besuchen, ein Studium aufzunehmen oder gar einen Beruf auszuüben galt in den meisten Familien als verschwendete Zeit. In den Zwanzigerjahren begann eine kurze Phase der Freiheit. Doch mit den Nazis änderte sich die Einstellung gegenüber Frauen gründlich und nachhaltig. Nunmehr sollten die jungen Mädchen ausschließlich im Mutterglück aufgehen. Wie wichtig eine gute Ausbildung allerdings sein konnte, zeigte sich, als die Familienernährer im Krieg blieben. Aber die Leistung der Mädchen und Frauen war in den Fünfzigerjahren schnell vergessen. Erst zwanzig Jahre später beginnt sich mit der Emanzipationsbewegung tatsächlich etwas zu verändern. Heute gelten die Mädchen als die Gewinnerinnen des Jahrhunderts, denn noch nie haben so viele Mädchen Abitur gemacht, ein Studium abgeschlossen und einen qualifizierten Beruf ergriffen. Dass der Weg bis zu diesem Ziel ein langer und mühsamer war, lässt sich in diesem Buch auf äußerst unterhaltsame Weise nachlesen. Die Herausgeberin Antonia Meiners hat ein Album mit ungewöhnlichen Texten, Bildern und Geschichten zusammengestellt, in das man mit Vergnügen eintaucht und versinkt: Private Erinnerungen, eigens für dieses Buch geschriebene Texte und viele Fotografien begleiten die Reise durch ein Jahrhundert. Entstanden ist ein Lese- und Bilderbuch, das dazu auffordern möchte, als Mädchen und Frau den eigenen Weg zu gehen.
Die Autoren
Antonia Meiners, in Bamberg geboren, in München eingeschult, aber groß geworden in Berlin. Lesen war ihr schon immer das Liebste, und so wollte sie dann auch »etwas mit Büchern machen«. Umwege über den Schwermaschinenbau, wo sie Industriekaufmann lernte, führten sie in eine Illustriertenredaktion. Sie studierte in Ostberlin Kulturwissenschaften und nach ihrem Wechsel nach Westberlin im Jahr 1977 Germanistik und Theaterwissenschaft. Anschließend arbeitete sie als freie Lektorin für Buchverlage, schrieb Features für Rundfunk und Fernsehen und veröffentlichte Bücher zu historischen Themen.
Senta Berger hat nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Film große Erfolge gefeiert und ist mit zahlreichen Preisen geehrt worden. Bereits als junges Mädchen wusste sie, dass sie Schauspielerin werden wollte, und tröstete ihre Mutter: »Aus mir wird was, Mutti, ich versprech’s dir.« In über hundert Kinofilmen und auf den traditionsreichen Bühnen von Hamburg, Berlin oder Wien löste sie ihr Versprechen ein. Als Mona in »Kir Royal« und als »Schnelle Gerdi« gewann sie die Gunst des Publikums. 2006 erschien ihre Biografie »Ich habe ja gewußt, daß ich fliegen kann«.
Mutige Menschen. Frauen und Männer mit Zivilcourage. Vorw. v. Wickert, Ulrich. Hrsg. v. Kühne, Ulrich. 2006. 160 S.,70 fb. Abb. 27,5 x 21 cm. Gb EUR 19,95 ISBN: 978-3-938045-13-8 Elisabeth Sandmann
Wer erinnert sich noch heute, dass Elisabeth Selbert 1948 den Satz »Männer und Frauen sind gleichberechtigt« im Grundgesetz verankern konnte – und wie würde sich das Nachkriegsdeutschland ohne diesen Satz entwickelt haben? Wer weiß noch, dass 14- bis 16-Jährige im Widerstand gegen Hitler aktiv waren – und wer waren diese unerschrockenen Menschen? Wer ahnt, wie viele Ärzte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz auf eigene Faust tätig sind, um die medizinische Versorgung in den ärmsten Regionen der Welt zu verbessern? Wie viel Mut gehört dazu, sich als türkischer Jugendlicher für das Recht auf Freiheit – auch oder gerade von Mädchen – einzusetzen?
Es gibt viele Facetten von Mut, einige davon stellt dieses Buch vor, »Mutige Menschen« ist ein Buch über Zivilcourage und Menschen, die wir nicht vergessen sollten.

Die Autoren
Ulrich Kühne, Herausgeber dieses Buches, ist Publizist, geboren 1966. Hat am Balliol College in Oxford Physik und Philosophie studiert, an der Universität Bremen Wissenschaftsphilosophie unterrichtet und anschließend mehrere Jahre in der Sachbuchredaktion der Süddeutschen Zeitung gearbeitet. Er lebt in München und im Odenwald und hat zuletzt ein Buch über Gedankenexperimente veröffentlicht.
Ulrich Wickert, geboren 1942 in Tokio/Japan. Schulbesuch in Heidelberg und Paris. Studium der Politischen Wissenschaften und Jura in Bonn und in den USA. 1968 juristisches Staatsexamen. Zunächst freier Hörfunkautor. 1969 bis 1977 Redakteur des politischen Fernsehmagazins »Monitor«, ARD-Korrespondent in Washington und Paris. ARD-Studioleiter New York und Paris. Seit 1991 Erster Moderator bei den »Tagesthemen«. Wickert erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den deutsch-französischen Journalistenpreis, die Goldene Kamera und den Adenauer-de-Gaulle-Preis. Er ist Autor zahlreicher Bücher.
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