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Architektur als Zitat. Vorträge anlässlich eines Studientages zu Ehren von Wolfgang Schenkluhn am 19. und 20. 10.2012 im Europäischen Romanik Zentrum, Merseburg. Hrsg.: Brandl, Heiko; Ranft, Andreas; Waschbüsch, Andreas. more romano (4). 2014. 180 S. 90 Abb. Pb. EUR 39,95. CHF 50,50 ISBN: 978-3-7954-2839-6 Schnell & Steiner
Vorträge anlässlich eines Studientages zu Ehren von Wolfgang Schenkluhn am 19. und 20. 10.2012 im Europäischen Romanik Zentrum, Merseburg.
Das Architekturzitat bezeichnet nach Wolfgang Schenkluhn „eine Verfahrensweise, bei der durch das Zitieren oder Übernehmen bestimmter Strukturen und Motive eine an einem anderen Ort befindliche Architektur vergegenwärtigt wird“. Ausgehend von dieser Definition gehen international ausgewiesene ExpertInnen der Frage nach der spezifischen Aneignung „vorgeprägter Formen“ in einem neuen architektonischen Kontext nach, wobei kein konkreter Epochenschwerpunkt vorgegeben ist, sondern das Phänomen über die Jahrhunderte hinweg betrachtet wird. Neben eher theoretischen Reflexionen zur Methodik reicht die thematische Bandbreite dabei von frühchristlicher und vorromanischer über die gotische Architektur, besonders den „Hallenkirchen“ und spätmittelalterlichen Heilig-Grab-Nachbauten, bis hin zu expressionistischer Architektur und der Gotikrezeption außerhalb Europas (Südamerika, China).
Aktuelle Forschungen und methodische Überlegungen zum Konzept des Architekturzitats
Beiträge renommierter WissenschaftlerInnen zu Ehren von Wolfgang Schenkluhn, Direktor des An-Instituts Europäisches Romanik
Zentrum der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Merseburg
Festungen in Baden-Württemberg. Ottersbach, Christian; Wagner, Heiko; Wöllper, Jörg. Deutsche Festungen (3). 2014. 200 S. Pb. EUR 16,95. CHF 23,50 ISBN: 978-3-7954-2826-6 Schnell & Steiner
Im Herzogtum Württemberg wurde ein Festungsbauprogramm in Angriff genommen, an dessen Ende fünf Höhenburgen und zwei Städte den Erfordernissen der neuen Kriegstechnik angepasst waren. Daneben investierten auch Reichsstädte wie Esslingen in den Ausbau ihrer Befestigungen. Bestimmend für den Festungsbau im Südwesten blieben lange Zeit Geschütztürme und Rondelle. Erst langsam setzte sich das System der italienischen Bastion durch. In Ulm und Rastatt blieben überdies bedeutende Festungsbauten des 19. Jahrhunderts erhalten. Die Bunker des Westwalles zeugen überdies von der katastrophalen Kriegspolitik des Nationalsozialismus. Der dritte Band der Reihe „Deutsche Festungen“ stellt 30 erhaltene Anlagen in ihrem historischen Zusammenhang vor. Eigens erstellte Luftaufnahmen und zahlreiche weitere Abbildungen dokumentieren anschaulich den Zustand der Anlagen bis heute.
Erstmaliger Überblick über die wichtigsten erhaltenen Festungsbauten in Baden-Württemberg aus dem 15. bis 20. Jahrhundert Idealer Begleiter für die festungskundliche Entdeckungstour.
Geschichtsbilder und Erinnerungskultur in der Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts. Tagungsband. Hrsg.: Kappel, Kai; Müller, Matthias. 2014. 240 S. 130 Abb. Pb. EUR 29,95. CHF 38,90 ISBN: 978-3-7954-2800-6 Schnell & Steiner
Tagungsband
Anders als in der Moderne sind in der Gegenwart „Erinnerung“ und „Gedächtnis“ wieder zu wichtigen Parametern architektonischen Gestaltens geworden. So kreierten in den letzten Jahren bspw. Mario Botta, Daniel Libeskind oder Peter Zumthor Bauten von herausragender zeichenhafter Qualität, die in der Lage sind, historisch-retrospektive Bezüge im Sinne einer in der Vormoderne wurzelnden Erinnerungskultur herzustellen und zugleich prospektiv in die Zukunft weisende Perspektiven zu eröffnen. Andere Architekten bemühen sich, allein über eine gezielt eingesetzte Materialästhetik und unter Verzicht auf jegliche historische bzw. historisierende Form die Architektur in ein Spannungsverhältnis zur Geschichte von Orten und Regionen zu setzen. Mitunter erweisen sich konstruierte historische Bezüge und imaginierte Vergangenheiten dabei als mehrdeutige künstlerische und politische Gesten.
Aktualität des Themas vor dem Hintergrund der Rekonstruktionsdebatten Wiedergewinnung der historischen Dimension von moderner Architektur.
Fons - Studien zur Brunnen- und Quellmetaphorik in der europäischen Kunst. Wipfler, Esther. 2014. 208 S. 66 meist fb. Abb. Pb. EUR 24,95. CHF 33,90 ISBN: 978-3-7954-2821-1 Schnell & Steiner
Die antiken Darstellungen waren ein wichtiger Ausgangspunkt für die weitere ikonographische Entwicklung und metaphorische Verwendung. Hinzu kamen neue Bildformulierungen sowie Umdeutungen, denn im Gegensatz zum Wasser im Allgemeinen wurde das Motiv der Quelle stets mit der Vorstellung vom Ursprung verbunden. Deshalb war es ein grundlegendes Element bei der Visualisierung einer neuen Weltanschauung. Die Studie geht diesen Zusammenhängen anhand vieler Beispiele nach und beleuchtet so anschaulich den Wandel der Bedeutung der Motivik von Quelle und Brunnen in der europäischen Kunstgeschichte.
Neu ist dabei auch der Blick auf die Emblematik, der die größte Vielfalt an Bedeutungen sowohl auf religiösem Gebiet als auch politisch und privat eröffnet. Die Zusammenschau deckt die zahlreichen Querverweise sowie Vorgänge der Umdeutung bei der Verwendung dieser Bildmetapher auf.
Grundlegendes Bildthema wird erstmals in einer Zusammenschau präsentiert Reich illustriert mit größtenteils unbekannten Bildbeispielen.
Köln. Maria im Kapitol. Hagendorf-Nußbaum, Lucie. Illustriert von Monheim, Florian; Stadtkonservator Köln. Kleine Kunstführer (2830). 2014. 38 S. 22 fb. Abb. geh. EUR 3,50. CHF 5,50 ISBN: 978-3-7954-6974-0 Schnell & Steiner
Die Lampen aus den römischen Töpfereien von Frankfurt am Main-Nied. Huld-Zetsche, Ingeborg. Schriften des Archäologischen Museums Frankfurt am Main (25). 2014. 200 S. 70 Abb. Gb. EUR 34,95. CHF 44,90 ISBN: 978-3-7954-2838-9 Schnell & Steiner
In den römischen Töpfereien von Frankfurt am Main-Nied wurden seit hadrianischer Zeit sowohl „Firmalampen“ als auch vielgestaltige, handwerklich anspruchsvolle Leuchtkörper hergestellt. Modelfunde und Tonanalysen belegen, dass diese Lampen einer einzigen Werkstattgruppe zuzuweisen sind. Signaturen und Stempel geben Hinweise auf die Struktur des Betriebs. Zunächst wurden schlichte „Firmalampen“ getöpfert, später brachte man charakteristische, formenreiche Lampen auf den Markt. Hauptabnehmer waren Militärlager und Siedlungen des Rhein-Main-Gebietes. Viele Lampen kamen im Bestattungsritus zum Einsatz. Verbreitung und Datierung lassen darauf schließen, dass zwischen den Lampenherstellern und den Töpfern der Wetterauer Ware aus Nied eine engeZusammenarbeit bestand. Die hier vorgestellte Komplettvorlage ermöglicht so auch einen Einblick in das Wirtschaftsleben im Hinterland des Limes im 2. Jahrhundert n. Chr.
Archäologische Gesamtdarstellung zur Fundgruppe der Lampen aus den römischen Töpfereien von Frankfurt-Nied Neue Einblicke in das Wirtschaftsleben im Rhein-Main-Gebiet im 2. Jahrhundert n. Chr.
Martin Luther - Lebensspuren. Kneise, Ulrich; Krauß, Jutta. 2014. 272 S. 93 fb. Abb. 21 x 25 cm. Gb. EUR 29,95. CHF 38,90 ISBN: 978-3-7954-2855-6 Schnell & Steiner
Formal folgt diese Spurensuche der Lutherbiografie. Trotz 500-jähriger Distanz entfaltet das Buch, basierend auf gesicherter Kenntnis über den Reformator und seine Wirkstätten, mit seinen exzellenten Fotos und Begleittexten ein überzeugendes Szenarium zwischen Mittelalter und Neuzeit. Idealisierendes Rankenwerk wird zumeist beiseitegelassen, so es sich um bekannte Lutherstätten handelt, Vorstellung und künstlerische Interpretation dort einbezogen, wo Bildgewalt Überliefertes zu stützen vermag. Der Frage, was wirklich noch „authentisch“ ist, was verehrende Zutat, denkmalpflegerischer Überschwang oder bloße Behauptung späterer Generationen, begegnen die Autoren mit Motiven und Gedanken, in denen sich sachliche Information und interessante Exkurse zu einem beeindruckenden Lebensbild zusammenfügen.
Der Lebensweg Martin Luthers in exzellenten Aufnahmen von Lutherorten, in zeitgenössischen Darstellungen und künstlerischen Interpretationen späterer Epochen.
Allgemeinverständliche, informative Begleittexte zur Biografie des Reformators, über seine Zeit und sein Wirken
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Römische Abteilung. Band 119, 2013. Hrsg.: Deutsches Archäologisches Institut Rom. Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts. Römische Abteilung ("Römische Mitteilungen") (119). 2014. 394 S. Gb. EUR 69,00. CHF 86,90 ISBN: 978-3-7954-2853-2 Schnell & Steiner
Nittenau. Pfarrkirche Mariä Geburt. Rester, Jakob W. Illustriert von Stolz, Herbert; Illustriert von Schöls, Adolf. Kleine Kunstführer (2833). 2014. 26 S. 1 Zeittafel, 19 fb. Abb. geh. EUR 3,00. CHF 4,90 ISBN: 978-3-7954-6977-1 Schnell & Steiner
München. Psychiatriemuseum am Bezirksklinikum Haar. Braun, Nikolaus. Illustriert von Psychiatrie Museum, Psychiatrie. Kleine Kunstführer (2835). 2014. 38 S. 1 Grundriss, 1 Zeittafel, 8 sw. Abb., 9 fb. Abb. geh. EUR 3,50. CHF 5,50 ISBN: 978-3-7954-6985-6 Schnell & Steiner
Die Westfassade des Regensburger Doms. Konvention und Innovation in einem spätmittelalterlichen Hüttenbetrieb. Huber, Markus. Regensburger Domstiftung (4). 2014. 512 S. 480 z. T. fb. Abb. Gb. EUR 49,95. CHF 62,90 ISBN: 978-3-7954-2820-4 Schnell & Steiner
Konvention und Innovation in einem spätmittelalterlichen Hüttenbetrieb
Bei den mittelalterlichen Teilen der Regensburger Domfassade handelt es sich um eine architekturgeschichtlich höchst komplexe Anlage. Deren Architekturformen werden systematisch untersucht und stilgeschichtlich eingeordnet. Unter der Berücksichtigung der ausführenden Baumeister, aber auch der Auftraggeber sowie weiterer maßgeblicher Einflussgrößen wird für die Regensburger Domfabrik im 14. und 15. Jh. ein faszinierendes Netzwerk künstlerischer Beziehungen erkennbar. Die Forschungsarbeit verhilft nicht nur zu einem tieferen Verständnis der Regensburger Kathedrale, sondern beantwortet ebenso Fragen zum Formen- wie Ideentransfer in der Baukunst des ausgehenden Mittelalters und präzisiert so die Stellung Regensburgs zwischen den Kunstzentren in Frankreich und dem Westen des Reichs auf der einen sowie Böhmen auf der anderen Seite.
Erste systematische architekturgeschichtliche Studie zur Regensburger Domfassade. Durch die Scheidung und Charakterisierung der Handschriften der einzelnen Baumeister stellt die Arbeit eine unverzichtbare Grundlage für weitere Forschungen zu den Regensburger Dombaumeistern dar.
Über nahezu zwei Jahrhunderte gewachsen, ist die Doppelturmfassade des Regensburger Doms durch eine Vielzahl unterschiedlicher Gestaltungsprinzipien geprägt. Der Band bietet eine grundlegende Analyse und stilgeschichtliche Einordnung der Architekturformen und geht auf zentrale Fragen zum Formen- und Ideentransfer in der Baukunst des ausgehenden Mittelalters ein.
2000 Jahre Schifffahrt auf der Mosel. Vom römischen Transportweg zum einenden Band Europas. Begleitband zur Sonderausstellung im Stadtmuseum Simeonstift Trier vom 18.05.2014 bis zum 01.03.2015. Hrsg.: Röder, Bernd; Schulte, Bärbel; Zimmer, Karl-Heinz. 2014. 320 S. 200 meist fb. Abb. Gb. EUR 34,95. CHF 44,90 ISBN: 978-3-7954-2840-2 Schnell & Steiner
Begleitband zur Sonderausstellung im Stadtmuseum Simeonstift Trier vom 18.05.2014 bis zum 01.03.2015 .
Seit sich Menschen an der Mosel heimisch fühlten, galten Schiffe als unverzichtbares Verkehrsmittel. Von der Lebensader des römischen Imperiums bis zur modernen Güterschifffahrt führte ein wechselvoller und ereignisreicher Weg, in dem sich die Geschichte der Großregion wie in einem Brennglas spiegelt. Der Band vereint historische Zeugnisse aus zwei Jahrtausenden und erzählt die faszinierende Geschichte eines wahrhaft europäischen Flusses.
Nach einem chronologischen Überblick zur Geschichte werden wesentliche Aspekte zur Güter- und Personalschifffahrt – von der Flößerei bis zu den Ladegütern, von Künstlerreisen bis zur Mosel-Dampffahrt – in einer großen Vielfalt von Objekten anschaulich und bildhaft vor Augen geführt.
Begleitband zur Sonderausstellung im Stadtmuseum Simeonstift Trier vom 18.05.2014 bis zum 01.03.2015 anlässlich des 50. Jahrestages der Mosel als Großschifffahrtsstraße.
Der fundierte Überblick über die 2000-jährige Geschichte der Moselschifffahrt macht ihre heutige Bedeutung im historischen und europäischen Kontext begreifbar.
Der Architekt und Architekturhistoriker Christian Wilhelm Schmidt. Ein Mann von Begabung und Bescheidenheit, Verfasser einer Monographie über Trierer Baudenkmäler, der den Künsten Zeit und Vermögen opfert. Simmer, Mario. 2014. 528 S. 243 sw. u. 14 fb. Abb. EUR 89,00. CHF 111,00 ISBN: 978-3-7954-2805-1 Schnell & Steiner
Ein Mann von Begabung und Bescheidenheit, Verfasser einer Monographie über Trierer Baudenkmäler, der den Künsten Zeit und Vermögen opfert.
Die monographische Bearbeitung des Werkes des Architekten und Architekturhistorikers Christian Wilhelm Schmidt stellt neben einer biographischen Skizze auch das gebaute architektonische Werk und das denkmalpflegerische sowie das publizistische Werk vor. Sowohl seine Bauten als auch seine für die Zeit innovativen und wichtigen Publikationen waren dem Vergessen anheimgefallen und erfahren hier eine umfassende Analyse.
Zum einen wird Schmidt als früher Vertreter des strengen Historismus und des denkmalpflegerischen Umgangs mit vorhandener Architektur anerkannt, zum anderen werden seine Publikationen im Rahmen der Architekturgeschichte verortet. Auch die Bedeutung seines Tafelwerkes über Kirchenmöbel in den Bistümern Köln, Trier und Münster als Vorlagenwerk für die Goldschmiede des 19. Jahrhunderts wird hervorgehoben.
Erstmalige Gesamtschau des Schaffens Christian Wilhelm Schmidts Wichtiger Baustein für die Beurteilung des Historismus.
Neue Forschungen. Stadt, Schloss und Residenz Urach. Hrsg.: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Klaus Gereon Beuckers (Kunsthistorisches Institut der Universität Kiel). 2014. 280 S. 183 fb. Abb. Gb. EUR 24,95. CHF 33,90 ISBN: 978-3-7954-2825-9 Schnell & Steiner
Die aktuellen Forschungen aus den Gebieten der Geschichte, Kunstgeschichte und Denkmalpflege würdigten Urach als württembergische Residenz und als Ort höfischer, kultureller und künstlerischer Bedeutung seit dem Mittelalter. Dabei wurde nicht nur die Entstehung von Schloss Urach bereits vor der Erhebung der Stadt zur Residenz belegt, sondern auch wichtige neue Sichtweisen zur Palme Graf Eberharts im Barte, zur Amanduskirche, zu den Gärten und der Ausstattung des Schlosses sowie vielen anderen Uracher Themen wissenschaftlich erarbeitet. Der ausführlich bebilderte Band präsentiert die Vorträge der Tagung.
Aktuelle Forschungen zu einem der wichtigsten Denkmäler Baden-Württembergs. Neue Ergebnisse aus dem Blickwinkel der Geschichte, Kunstgeschichte und Denkmalpflege.
Wartburg Jahrbuch 2012. Hrsg.: Wartburg-Stiftung. Wartburg Jahrbuch . 2014. 288 S. 80 Abb. Gb. EUR 14,95. CHF 20,90 ISBN: 978-3-7954-2845-7 Schnell & Steiner
Einen diesmaligen Schwerpunkt setzte wiederum die Bauforschung: Allein drei Beiträge widmen sich dem bisher kaum beachteten Gebäudeensemble von Torhaus, Ritterhaus und Vogtei, das bis zum Reformationsjubiläum 2017 umfassend saniert werden soll. Ein weiterer Artikel nutzt die vorübergehende, restaurierungsbedingte Freilegung der Innenwände des Landgrafenzimmers, womit die Baugeschichte des Palas partiell präzisiert werden kann. Wiederum im Zeichen der Lutherdekade steht eine Betrachtung über Namen und Aussehen des «Junkers Jörg», die so ursprünglich wie gemeinhin angenommen gar nicht sind. Schließlich rückt der Bericht über die Sonderausstellung der hier verwahrten Lutherbilder ins Blickfeld. Der jährliche Baubericht und die Chronik runden den Jahresüberblick ab.
Mit dem vorliegenden Band tritt das Wartburg-Jahrbuch ins dritte Jahrzehnt seines Bestehens. Das langfristig konzipierte Anliegen, einer interessierten Leserschaft aktuelles Geschehen und neue Forschungsergebnisse möglichst rasch zugänglich zu machen, konnte dabei immer effektiver verwirklicht werden. Die hier publizierten Aufsätze namhafter Fachleute behandeln ausgewählte, für die Wartburg relevante Themen aus der Geschichtsforschung, der Bau- und Kunstgeschichte sowie der Denkmalpflege.
Wasserkünste im Park Wilhelmshöhe [Kassel]. Urgewalten des Wassers. Hrsg.: Museumslandschaft Hessen Kassel; Hrsg.: Küster, Bernd. Parkbroschüren MHK (2). 2014. 96 S. 60 fb. Abb. EUR 7,50. CHF 11,50 ISBN: 978-3-7954-2803-7 Schnell & Steiner
Am 23. Juni 2013 wurde der Bergpark Wilhelmshöhe in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Den „einzigartigen universellen Wert“ bildet die Inszenierung der Urgewalt des Wassers als Repräsentation absolutistischer Herrschaft.
Die Wasserkünste entstanden in einem Zeitraum von fast 100 Jahren: Während Landgraf Carl seine monumentale Anlage mit dem Oktogon und den Kaskaden im Stil des Barock formte, stellte Landgraf Wilhelm IX. die Wassermassen in gewaltigen und beeindruckenden Landschaftsbildern im Sinne des Landschaftsparks zur Schau. Dabei ist die Gestaltung der einzelnen Wasserbilder, wie z. B. das Herabströmen des Wassers vom Oktogon über die Großen Kaskaden zum Neptunbassin, oder das Herabstürzen des Wassers als weltweit höchster Wassersturz in einem künstlerisch gestalteten Park, ebenso vielfältig wie beeindruckend.
Anschauliche Erläuterung der zum Betrieb der Wasserkünste erforderlichen technischen Einzelheiten
Zöbingen. Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt. Merz, Felicitas Katharina. Illustriert von Merz, Felicitas Katharina. Kleine Kunstführer (2831). 2014. 16 S. 10 fb. Abb. geh. EUR 2,50. CHF 3,90 ISBN: 978-3-7954-6975-7 Schnell & Steiner
Kornelimünster [Aachen]. 1200 Jahre Benediktinerabtei und Propstei. Stresius, Lothar. Illustriert von Monheim, Florian; Hrsg.: Förderverein St. Kornelius Kornelimünster, Förderverein. 2013. 160 S. 164 fb. Abb. Gb. EUR 26,95. CHF 35,90 ISBN: 978-3-7954-2719-1 Schnell & Steiner
Im Namen Kornelimünster kommt bis heute die Einheit von Benediktinerabtei und Ort zum Ausdruck. Das Buch ist der 1200-jährigen Geschichte und ihren Zeugnissen gewidmet: Von herausragender Bedeutung ist die Kirche der ehemaligen Reichsabtei, die heutige Propsteikirche St. Kornelius, die in allen Zeiten den Ort prägte.
„Dein Plan für das Paradies“. Madeleine Dietz – Sakrale Räume. Text: Anton Bauhofer, Martin Benn, Helmut Braun, Andreas Mertin, Christhard-Georg Neubert, Johannes Rauchenberger, Heike Stockhaus, Birgit Weindl, Walter Zahner sowie einem Künstlergespräch mit Friedhelm Mennekes SJ. 2013, 104 S. 107 fb. Abb. 21 x 25 cm, Gb. EUR 19,95 CHF 26,90 ISBN: 978-3-7954-2806-8 Schnell & Steiner
Madeleine Dietz ist eine Archäologin der menschlichen Seele. Sie macht sich auf die Suche nach den grundlegenden Fragen des Seins. Erde und Stahl sind ihre bevorzugten künstlerischen Materialien.
Erde ist der Boden, auf dem etwas wächst, der Boden auf dem etwas leben kann, fruchtbarer Boden. Der Mensch bearbeitet die Erde, pflegt sie, lässt sie auch verderben oder beutet sie aus. Für Madeleine Dietz ist die Erde das Symbol von Werden und Vergehen, vom Kreislauf des Lebens, verbunden mit dem Nebeneinander von Leere und Fülle, das menschliche Leben, das in seinem Schicksal oft unberechenbar ist, der unabänderliche irdische Tod, verbunden mit der Hoffnung auf Erlösung, aber auch der Frage, nach dem was bleibt.
In seiner Glätte und Kühle ist der Walzstahl das Gegenstück zum Erdigen. Madeleine Dietz verwendet ihn zum Bauen von Hohlkörpern, die sie meist als Tresore oder Schreine bezeichnet. Er bildet den Rahmen, grenzt ab, schließt aus, deckt ab, bewahrt.
• Erste Werkmonografie der mehrfach preisgekrönten Künstlerin.
Gaby Hülsmann. Glas. Funde aus einem unterirdischen Kanalsystem. 372 S. 421 fb. u. 233 sw. Abb. 6 Tafeln. 24 x 28 cm. Gb. EUR 29,95 ISBN: 978-3-7954-2823-5 Schnell & Steiner
Funde aus einem unterirdischen Kanalsystem Im Jahre 2003 wurde am Falkenhof in Rheine, einem westfälischen Adelshof im nördlichen Münsterland, bei Bauarbeiten ein tief im Boden liegendes Kanalsystem entdeckt. Bei der archäologischen Untersuchung konnte ein erstaunliches unterirdisches Bauwerk von 60 Meter Länge dokumentiert werden, bis heute die einzige bekannte Anlage dieser Art in Westfalen. Sie wurde Ende des 17. Jahrhunderts erbaut und hat über 250 Jahre die Abfälle der hier lebenden Adelsfamilien aufgenommen. Zwischen 1521 und 1799 verwaltete die Familie von Morrien den Hof. Den größten Teil des umfangreichen Fundkomplexes bestehend aus Keramik, Glas, Leder, Metall und Holz kann dieser einfl ussreichen westfälischen Adelsfamilie zugeschrieben werden. Mit diesem Bestandskatalog werden zunächst die Glasfunde veröffentlicht. 223 Gläser aus dem 16. bis 19. Jahrhundert repräsentieren mit Farbfotos und Zeichnungen etwa ein Drittel der insgesamt geborgenen Glasobjekte. Alle aufgefundenen Formen mit ihren unterschiedlichen Varianten sind im Katalog vertreten. Damit wird erstmals das gesamte Spektrum des neuzeitlichen Glasbestandes an einem westfälischen Adelshof veröffentlicht.
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