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Der Kardinal. Albrecht von Brandenburg, Renaissancefürst und Mäzen. Hrsg. v. Andreas Tacke, Thomas Schauerte, Katja Schneider. ISBN: 3-7954-1909-7 Schnell & Steiner
Der Kardinal: ein Titel wie aus Stein gemeißelt - für einen Mann, der schon zu Lebzeiten umstritten war und von Luther grob beschimpft wurde: Markgraf Albrecht von Brandenburg (1490-1545), Kardinal, Reichserzkanzler und Herr über drei Bistümer- Mainz, Magdeburg und Halberstadt. Doch war er zugleich ein Kunstmäzen von Rang, Auftraggeber von Cranach, Dürer, Baldung oder Grünewald, mit deren Werken er seine Lieblingsresidenz Halle so verschwenderisch ausstattete, dass er darüber völlig verarmte.
Halle: 1513-1541 Lieblingsresidenz des mächtigsten Fürsten, den das alte Reich je gesehen hatte; eine der frühesten deutschen Renaissance-Residenzen; Ort der kostbarsten Reliquiensammlung und des größten Gemäldeauftrags, den die ältere deutsche Kunstgeschichte kennt - all dies war in der Salinenstadt noch nie Gegenstand einer Ausstellung. Die Moritzburg lässt in einer großen Kunstschau diese Glanzzeit zum 1200. Stadtjubiläum noch einmal lebendig werden. Mit über 200 internationalen Exponaten aus Amsterdam, Berlin, London, München, St. Petersburg, Stockholm oder Wien werden alle Kunstgattungen präsentiert, die unter Albrecht in Halle eine Blüte erlebten: Neben den Resten des "Halleschen Heiltums" und Schätzen der Buchmalerei haben sich vor allem Gemälde aus dem riesigen Bilderzyklus erhalten, den Albrecht bei Cranach, Dürer, Grünewald und Baldung für den heutigen Dom in Auftrag gab. Glanzstück ist die Präsentation des großen "Magdalenenaltars" (heute Aschaffenburg), dessen Tafeln frisch restauriert präsentiert werden. Im reich bebilderten Katalogband werden nach einer umfassenden Einführung alle Exponate wissenschaftlich erschlossen, während der Essayband die kunsthistorischen, geschichtlichen und religiösen Hintergründe der Hallenser Renaissance beleuchtet.
Herausgeber: Prof. Dr. Dr. Andreas Tacke lehrt Kunstgeschichte an der Universität Trier, Dr. Thomas Schauerte ist wissenschaftlicher Kurator der Ausstellung. Reich illustriertes Katalogbuch zur großen Ausstellung der Stiftung Moritzburg. Landeskunstmuseum Sachsen-Anhalt vom 09.09.-26.11.06 in Halle. Mehr unter www.moritzburg.sachsen-anhalt.de Umfassende Darstellung der katholischen Prachtentfaltung in der Reformationszeit Auftakt zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit der Renaissance in Mitteldeutschland
Hartmut Scholz, Daniel Parello. Der Altenberger Dom. [Fensterschmuck] Meisterwerke der Glasmalerei, Band 2. 96 S., 60 fb. und 22 sw. Abb., 16 x 27,5 cm, Br. EUR 9,90 ISBN: 3-7954-1960-8 Schnell & Steiner
Die ehem. Zisterzienser-Klosterkirche Altenberg im Bergischen Land besitzt noch umfassende Teile ihrer ornamentale Grisailleverglasung. Mit dem berühmten Westfenster und den am Ort verbliebenen Resten der Kreuzgangverglasung ist dies der bedeutendste in Deutschland erhaltene Grisaillefenster-Zyklus.
Die Vorschrift des Generalkapitels der Zisterzienser, namentlich auf jedweden farbigen und figürlichen Fensterschmuck in den Ordenskirchen zu verzichten, hat in den farblos verglasten Chor- und Querhausfenstern des Altenberger Doms eine einzigartige Fülle erlesener vegetabiler und geometrischer Ornamentmuster aus der Bauzeit der Kirche hervorgebracht. Das monumentale Westfenster vom Ende des 14. Jhs. mit der Darstellung stehender Heiliger in Grisaillemalerei in hoch aufragenden goldgelben Tabernakeln steht in einer Reihe mit Werken verschiedener Bildkünste, denen die Reduktion der Farbigkeit nicht mehr Ausdruck von Bescheidenheit, sondern Zeichen höchster ästhetischer Raffinesse war. Erfasst sind ferner die Überreste der umfangreichen, im 19. Jh. zu überwiegenden Teilen nach England veräußerten Kreuzgangverglasung des 16. Jhs. mit Szenen aus dem Leben des hl. Bernhard v. Clairvaux sowie die modernen Farbfenster der großen Restaurierungsphase um 1900. Meisterwerke der Glasmalerei herausgegeben von Hartmut Scholz im Auftrag der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz und des Deutschen Vereins für Kunstwissenschaft, Berlin Herausragenden Denkmälern deutscher Glasmalerei ist diese neue Reihe gewidmet: Auf der Basis aktueller Forschungen für das internationale Werkinventar des Corpus Vitrearum werden die ausgewählten Objekte in knappen und allgemeinverständlichen Texten und mit einer reichen Auswahl an Farbabbildungen vorgestellt. Die Bände dienen zugleich der Orientierung vor Ort, weshalb jeweils alle bewahrten Glasmalereien - mittelalterliche wie neuzeitliche - behandelt werden.
Baumburg an der Alz. Das ehemalige Augustinerchorherrenstift in Geschichte, Kunst, Musik und Wirtschaft. Hrsg. Prälat Dr. Anton Landersdorfer, Prälat Dr. Walter Brugger, Christian Soika. 432 S., 160 meist fb. Abb., Zeichnungen und Pläne, 21 x 28 cm, Ln. mit Schutzumschlag. EUR 49,90 ISBN: 3-7954-1710-9 Schnell & Steiner
m Jahr 2007 kann das ehemalige Augustinerchorherrenstift Baumburg an der Alz mehrere Jubiläen feiern: Vor 900 Jahren wurde es durch Adelheid und Berengar von Sulzbach gegründet, vor 850 Jahren wurde die erste Stiftskirche geweiht und vor 250 Jahren entstand eine neue Kirche, die als "Juwel des Rokoko" im Chiemgau gilt.
Der südostbayerische Raum mit seinen zahlreichen Klöstern und Stiften gehört zu den in der Forschung immer noch vernachlässigten Gebieten. Dieser Band schließt hier eine empfindliche Lücke: Insgesamt 20 Autoren stellen die Geschichte des bedeutenden Augustinerchorherrenstiftes Baumburg von den Anfängen bis zur Säkularisation sowie die anknüpfende Pfarrgeschichte dar. Die Archäologie, die Bau- , Kunst- und Wirtschaftsgeschichte werden ebenso behandelt wie die Grabsteinplastik, das Silber- und Kunsthandwerk sowie die Musikgeschichte. Nach einer bedeutenden Blüte im Mittelalter erlebte Baumburg wie fast alle anderen bayerischen Klöster im 15. und 16. Jh. einen wirtschaftlichen und religiösen Verfall, bevor sich mit der ab 1600 einsetzenden Barockisierung wieder neues Leben entfaltete. In Folge der Aufhebung des Augustinerchorherrenstifts während der Säkularisation von 1803 wurden große Teile der Klosteranlage abgerissen. Erhalten blieb die schönste und größte Rokokokirche des Chiemgaus: Ab 1755 vom Baumeister Franz Alois Mayr aus dem benachbarten Trostberg errichtet, erhebt sie sich majestätisch auf einem Bergsporn über dem Zusammenfluss von Alz und Traun. In einem reichhaltigen Abbildungsteil werden Architektur und Kunstschätze nicht nur der Stiftskirche, sondern auch der inkorporierten Pfarreien und Filialkirchen bis nach Niederösterreich präsentiert. Erste umfassende und fundierte Stiftsmonographie zu Baumburg mit neuesten Forschungsergebnissen Präsentiert eindrucksvolle Abbildungen der größten und schönsten Rokokokirche des Chiemgaus.
Bayern und Slowenien im Zeitalter des Barock. Architektur, Skulptur, Malerei. Hrsg. Janez Höfler und Frank Büttner. 326 S., 142 Abb. 17 x 24 cm, Gb., EUR 34,90 ISBN: 3-7954-1934-9 Schnell & Steiner
Die bedeutung des Barock als internationale Kunstströmung wird auch im historischen Raum Mitteleuopas sichtbar. Dies gilt in besonderem Maße für die südlichen Regionen, die nach der Zeit der Glaubensspaltung im Festigen des Katholizismus eine Hauptaufgabe fanden. Die Kunst ist wie nie zuvor so entschieden in den Dienst der Politik getreten und hat dabei nicht nur die Kirche, sondern auch das öffentliche und private Leben höherer und niedrigerer Sozialschichten ergriffen.
Obwohl Bayern und Slowenien keine Nachbarländer sind und sich auch politisch unterschieden, hat die Entwicklung zu ähnlichen Resultaten geführt. Die neue Rolle der Religion schlug sich imWahlfahrtwesen und in anderen Formen öffentlicher und privater Frömmigkeit nieder und brachte mit der Auftraggeberschaft im Bereich der kirchlichen Architektur u8nd Kunst vergleichbare Resultate. Architektur, Skulptur und Malerei sowie die wenigen, aber immerhin konkret greifbaren Einflüsse Bayerns auf Slowenien durch Vorbilder oder gastierende Künstler belegen dies. Diesem Themenbereich widmen sich die im vorliegenden Band gesammelten Vorträge des slowenisch-bayerischen kunstgeschichtlichen Kolloquiums, das im Oktober 2004 in Ljubljana stattfand. Der Rahmen war ein Forschungsprojekt, das vom Institut für Kunstgeschichte der Ludwig-Maximilian-Universität in München und der Abteilung für Kunstgeschichte der Universität Ljubljana getragen wurde.
Wolfgang Brückner. Lutherische Bekenntnisgemälde des 17. und 18. Jahrhundert. Die illustrierte Confessio Augustana Hrsg. Hasso von Poser, Groß Naedlitz, Landeskirchenamt der Ev.-luth. Landeskirche Hannover. Adiaphora. Schriften zur Kunst und Kultur im Protestantismus, Band 6. 256 S., 180 meist fb. Abb., 21 x 28 cm, Gb. mit Schutzumschlag. EUR 34,90 ISBN: 978-3-7954-1937-0 Schnell & Steiner
"Konfessionsbilder" werden Gemälde für ev.-luth. Kirchen vor allem des 17. Jahrhunderts genannt, deren Gemeinden damit Bekenntnis ablegten für die 1530 verfasste Confessio Augustana. Dargestellt sind die Unterzeichner der Bekenntnisstände, aber auch gottesdienstliche Handlungen. So bietet die Studie zu Herkunft, Ikonographie und Ausbreitung einen spannenden Einblick in kirchliches Leben zur Zeit des Konfessionalismus.
Konfessions- bzw. Bekenntnisgemälde, um ein Bekenntnis zur Confessio Augustana abzulegen. Diese Lehrschrift wurde 1530 von protestantischen Fürsten und Reichstädten dem Kaiser überreicht und bildete die Grundlage für theologische Abgrenzungen gegenüber Katholiken und Reformierten. Auf den Gemälden erscheinen einerseits die damaligen fürstlichen und städtischen Unterzeichner, andererseits aber v.a. die Spendung des Abendmahls nach lutherischer Doktrin, umgeben von szenischen Darstellungen der übrigen gottesdienstlichen Handlungen. Studien zu Herkunft, Ikonographie, zeitlichem Auftreten und Ausbreitung dieser spezifischen Gattung stellen den geistigen Zusammenhang von theologiehistorischen Entwicklungen und zeittypischer Kulturgeschichte im Kontext deutscher Territorialherrschaften dar. Spannende Beobachtungen bietet die Auswertung der optischen Einblicke in kirchliches Leben der lutherischen Orthodoxie im Zeitalter des Konfessionalismus. Sie werden möglich aufgrund des reichen Bildmaterials und eines ausführlichen Katalogs der rund 40 heute noch greifbaren Gemälde und deren umfangreicher Beschriftungen mit Textzeugen aus der Heiligen Schrift. So lassen sich Wort und Bild im Kirchenraum in mehrfacher Hinsicht beleuchten: als katechetische Hilfsmittel sowie als demonstratives Bekenntnis. Erste umfassende Studie zu Lutherischen Bekenntnisbildern - reich illustrtiert mit farbigen Abbildungen und Detailaufnahmen Bietet spannende Einblicke in den theologischen, kulturhistorischen und künstlerischen Zeitkontext Ausstellungshinweis zum Thema: "Bekenntnis in Bildern" vom 8. Juli --23. September im Museum Kirche in Franken in Bad Windsheim
Zum Autor
Autor: Prof. Wolfgang Brückner ist Emeritus der Dt. Philologie und Volkskunde der Universität Würzburg und Vorsitzender des Beirats "Museum Kirche in Franken" (Bad Windsheim) sowie Autor zahlreicher Studien zur Kulturgeschichte des Protestantismus.
Der bürgerliche Tod. Städtische Bestattungskultur von der Aufklärung bis zum frühen 20. Jahrhundert. Hrsg. Claudia Denk, John Ziesemer. Hefte des Deutschen Nationalkomitees, Band XLIV. 288 S., 350 meist fb. Abb., 21 x 29,7 cm, Br. EUR 49,90 ISBN: 3-7954-1946-2 Schnell & Steiner
"Der bürgerliche Tod" - zu diesem Thema veranstaltete ICOMOS eine Tagung, bei der erstmals interdisziplinär und europaweit die unterschiedlichsten Fragen der Sepulkralkultur zwischen 1800 und 1900 behandelt wurden: Friedhöfe als Orte nationaler und städtischer Repräsentation, Friedhöfe als künstlerisches Betätigungsfeld, als Verwitterungslabor, heutige Erhaltungsprobleme u.a. Die Ergebnisse sind in diesem Band des Deutschen Nationalkomitees zusammengetragen.
Ein wichtiges und zugleich gefährdetes Zeugnis bürgerlicher urbaner Kultur stellen die großen Friedhofsanlagen dar, die es in jeder Stadt gibt und von denen manche - wie der Pariser Père Lachaise - große Berühmtheit erlangten. Die vorliegende Publikation publiziert eine internationale ICOMOS-Tagung, die in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Nationalmuseum im Herbst 2005 in München stattfand. Teilnehmer waren Kunst- und Kulturhistoriker, Soziologen, Geologen, Chemiker, Restauratoren, Denkmalpfleger und Architekten. Da die Epoche bürgerlicher Sepulkralkultur zu Ende ist, kann man sich aus der historischen Distanz diesem Kulturgut nähern und eine grundlegende Bestandsaufnahme aus europäischer und zudem interdisziplinärer Perspektive leisten. Zeitlicher Ausgangspunkt sind die in der Aufklärung einsetzenden Bestrebungen, innerstädtische Friedhöfe vor die Stadt zu verlagern, Endpunkt sind die Reformbestrebungen des frühen 20. Jhs., die sich gegen die Opulenz der Grabdenkmäler des späten 19. Jhs. und ihre industrielle Fertigung wandten. Themen sind u.a. Reform- und Wandlungsprozesse in der Friedhofskultur, der Friedhof als Ort nationaler und städtischer Repräsentation, ikonographische und produktionsästhetische Aspekte u.v.a. die verschiedenen denkmalpflegerischen und restauratorischen Aufgaben. Neue interdisziplinäre Ansätze machen diesen Band unentbehrlich für Entscheidungsträger in Denkmalämtern und Kunstreferaten, städtischen Friedhofsverwaltungen und Stadtverwaltungen sowie für Restauratoren.
Zum Autor
Herausgeber: Dr. Claudia Denk ist Kunsthistorikerin und Lehrbeauftragte an der TU München. Dr. John Ziesemer ist wiss. Mitarbeiter beim Dt. Nationalkomitee von ICOMOS und als freiberuflicher Kunsthistoriker in München tätig.
Carla Cecilia. Ein Blick auf den Vatikan. Hrsg. Musei Vaticani. 144 S., 178 fb. Abb., Übersichtsplan. 20 x 27 cm, Gb. EUR 18,90 ISBN: 3-7954-1972-1 Schnell & Steiner
Als Kompaktführer für Romreisende konzipiert, präsentiert dieser Band nach einer Einführung in die Geschichte der Vatikanstadt die bedeutendsten historischen Sehenswürdigkeiten und Kunstschätze:
Die St. Peterskirche mit ihren Hauptwerken, die apostolischen Paläste mit der Kapelle Nikolaus V., der Sixtinischen Kapelle und den berühmten Stanzen und Loggien Raffaels sowie die Hauptwerke aus den Sammlungen der Vatikanischen Museen. Auch den vatikanischen Gärten, die über 44 Hektar umfassen, ist ein eigenes Kapitel gewidmet.
Alexander Thon, Stefan Ulrich. Burgen und Schlösser an der Mosel. "Von den Schauern der Vorwelt umweht... ". 180 S., 160 meist fb. Abb., 30 Grundrisse, 1 Übersichtsplan. 15 x 21 cm, Br. EUR 12,90 ISBN: 3-7954-1926-4 Schnell & Steiner
Im Gegensatz zu den Burgen am Rhein haben ihre Nachbarn an der Mosel seit der Entdeckung durch die Romantik im 19. Jahrhundert stets eine nachgeordnete Beachtung erfahren - zu unrecht. Dieser Band bietet erstmals einen aktuellen Überblick über die Burgen und Schlössern von Trier bis Koblenz und ihre Entwicklung vom Mittelalter bis in die Gegenwart.
In einprägsamen Einzelporträts werden 30 ausgewählte Anlagen an und nahe der Mosel vorgestellt. Auf der Grundlage neuer Forschungsergebnisse beschreiben die Autoren Geschichte und bauliche Entwicklung im Zusammenspiel mit hervorragenden Luft- und Bodenaufnahmen, Grundrissen sowie historischen Abbildungen. Eine Bibliographie, aktuelle touristische Hinweise und eine Übersichtskarte dienen zur umfassenden Orientierung und Reisevorbereitung. Behandelt wird die ganze Vielfalt von Burgentypen an der Mosel. Dazu zählen die weltbekannte Burg Eltz mit der Belagerungsburg Trutz-Eltz, die wieder aufgebaute Reichsburg Cochem, die Stadtburg in Koblenz, Kobern mit seinen beiden Burgen und der imposanten Matthiaskapelle, die Wasserburg Baldenau, die zur Festung ausgebaute Grevenburg, die in ein Kloster umgewandelte Marienburg wie die in ihrer Ursprünglichkeit und Anlage höchst beeindruckende Winneburg. Anlagen wie Gondorf, Föhren, Pyrmont oder Schöneck dokumentieren den Nutzungswandel von der Burg zum Schloss in der Neuzeit. Das Panorama der ausgewählten Objekte veranschaulicht die Bedeutung und Schönheit der Burgen an der Mosel, die ihren Nachbarn am Rhein in nichts nachstehen. Erster Gesamtüberblick über die Burgenlandschaft Mosel von Trier bis Koblenz mit Bibliographie, Reisetipps und Übersichtskarte Ausführliche Vorstellung von 30 bedeutenden Anlagen mit aktuellen Luft- und Bodenaufnahmen, Grundrissen und historischen Aufnahmen
Cranach im Exil. Aschaffenburg um 1540: Zuflucht - Schatzkammer - Residenz. Hrsg. Gerhard Ermischer, Andreas Tacke. 400 S., 230 meist fb. Abb., 23 x 28,5 cm, Gb. Schnell & Steiner, Regensburg 2007. EUR 24,90 ab 16.6.07 EUR 29,90 ISBN: 978-3-7954-1948-6 Schnell & Steiner
Lucas Cranach d. Ä. (1472-1553) zählt zu den bedeutendsten deutschen Renaissancekünstlern. Sein wichtigster Auftraggeber war Kardinal Albrecht von Brandenburg, für den Cranach zur Ausgestaltung der Stiftskirche in Halle den umfangreichsten Gemäldezyklus der deutschen Kunstgeschichte fertigte. Als Albrecht 1541 vor der Reformation fliehen musste, gelangten viele Kunstwerke ins "Exil" nach Aschaffenburg. Der Kontext, in dem die Ausstellung 150 Exponate, davon 60 Tafelgemälde, präsentiert, vermittelt ein lebendiges Bild des Reformationszeitalters.
Herzstück der Ausstellung ist Cranachs erstmals wieder in seiner ganzen Pracht gezeigter Magdalenen-Altar. Über 200 Jahre an verschiedenen Orten verstreut, erstrahlt er nach umfassender Restaurierung in neuem Glanz und ist das Schlüsselwerk, das zusammen mit anderen Altären in der Kunsthalle Jesuitenkirche einen Eindruck von einstiger Pracht und Inszenierung vermittelt. Gleichzeitig wird in der Staatsgalerie im Schloss Johannisburg der historische Hintergrund beleuchtet. Hier werden der "katholische" und der "protestantische" Cranach einander gegenübergestellt. Ergänzt wird dieses Thema durch frühe Bibelübersetzungen, die Lutherbriefe an Albrecht und polemische Schriften der Reformatoren und ihrer Gegner, die die gewaltige Wirkung des damals neuen Mediums der Druckkunst beleuchten. Zugleich wird Cranach als erfolgreicher Unternehmer präsentiert. Im Stift St. Peter und Alexander stehen die Person Albrechts und seine Beziehung zu Aschaffenburg im Mittelpunkt. In der Stiftskirche befindet sich das bronzene Grabmal Albrechts, geschaffen von der Nürnberger Vischer-Gießhütte. An keinem anderen Ort haben sich so viele Zeugnisse zum Leben Albrechts erhalten wie in Aschaffenburg. Als Ergebnis jüngster Forschungen ist im Stiftsmuseum eine Rekonstruktion der berühmten Beweinung Grünewalds aus der Stiftskirche zu sehen. Reich illustriertes Katalogbuch zur großen Sonderausstellung vom 24. Februar - 3. Juni 2007 in Aschaffenburg. Mehr unter www.cranach-im-exil.de Erstmalige Präsentation des berühmten Magdalenen-Altars, der nach aufwendiger Restaurierung in seiner ganzen Pracht gezeigt wird Erste umfassende Darstellung und Behandlung des gesamten, umfangreichen Aschaffenburger Cranach-Bestandes

Herausgeber: Dr. Gerhard Ermischer (Historiker, Archäologe) ist Kurator und Stadtarchäologe an den Museen der Stadt Aschaffenburg. Forschungsschwerpunkte: Kulturgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Prof. Dr. Dr. Andreas Tacke (Kunsthistoriker, Architekt) ist Lehrstuhlinhaber für Kunstgeschichte an der Universität Trier.
Forschungsschwerpunkte: deutsche Kunst- und Kulturgeschichte der Neuzeit, Wissenschaftsgeschichte.
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Die vatikanischen Museen. Hrsg. Andrea Pomella. 2006. 240 S., 195 fb. Abb., 23,5 x 29 cm, Gb. mit Schutzumschlag. EUR 49,90 ISBN: 3-7954-1947-9 Schnell & Steiner
Die Vatikanischen Museen feiern den 500. Jahrestag ihrer Gründung: Weltweite Bekanntheit erlangten sie durch erlesene Kunstwerke von Weltrang, die von den römischen Päpsten durch die Jahrhunderte in Auftrag gegeben, gesammelt und bewahrt wurden. Mit profunden Beschreibungen und großformatigen Aufnahmen präsentiert dieses prachtvoll ausgestattete Kunstbuch die Glanzstücke der verschiedenen Sammlungen, die einen Zeitraum von über zwei Jahrtausenden umspannen und jährlich über 3 Millionen Besucher in ihren Bann ziehen.
Pinakothek / Museo Gregoriano Egizio / Museo Pio-Clementino / Sala della Biga / Museo Chiaramonti, Galleria Lapidaria, Braccio Nuovo / Museo Gregoriano Etrusco / Galleria Superiori / Borgia-Gemächer - Die phantasievolle Anmut des Pinturicchio / Stanzen des Raffael - Der Stil des göttlichen Raffael / Die Loggien des Raffael / Stufetta und Loggia des Kardinals Bibbiena / Sixtinische Kapelle - Michelangelo: der Ursprung seines Genies / Sobieski-Saal und Sala dell'Immacolata / Sala dei Chiaroscuri / Cappella Niccolina - Fra' Beato Angelico, Angelicus Pictor / Vatikanische Apostolische Bibliothek / Museo Gregoriano Profano / Museo Pio Cristiano / Museo Missionario Etnologico / Sammlung Moderner Religiöser Kunst. Umfassende Darstellung der Glanzstücke der Vatikanischen Museen mit aktuellen Aufnahmen und detaillierten Beschreibungen Mit einem Beitrag zur Sammlungsgeschichte und Einführungen zu den einzelnen Sammlungen und Museen
Direzione dei Musei. Führer der Vatikanischen Museen und der Vatikanstadt. Hrsg. Musei Vaticani. 2006. 240 S., 100 fb. Abb., Grundrisse und Übersichtspläne, 13,5 x 24 cm, Br. EUR 16,90 ISBN: 3-7954-1971-4 Schnell & Steiner
Reich illustriert und mit zahlreichen Übersichtsplänen ausgestattet, bietet dieser offizielle Museumsführer in der komplett überarbeiteten Neuauflage alle wichtigen Informationen für den Besuch der verschiedenen Abteilungen der Vatikanischen Museen und der Vatikanstadt. Die Sammlungen werden in Einzelkapiteln dargestellt und die Kunstwerke mit Kurzbeschreibungen erschlossen.
Mit Vorschlägen für verschiedene Rundgänge durch die Sammlungen, Übersichtplänen für alle Abteilungen und Kurzbeschreibungen der bedeutendsten Kunstwerke Eigene Kapitel zur Vatikanstadt mit Rundgängen über den St. Petersplatz, durch die Gärten und Stadtteile, den Papstpalast und die Basilika St. Peter
Elgin Vaassen. Die Glasgemälde des 19. Jahrhunderts im Dom zu Regensburg. Stiftung König Ludwigs I. von Bayern 1827-1857 Hrsg. Regensburger Domstiftung. 192 S., 93 fb. und 40 sw. Abb., 17 x 24 cm, Gb. EUR 16,90 ISBN: 3-7954-1956-1 Schnell & Steiner
König Ludwig I. von Bayern war ein großer Freund und Förderer des Regensburger Doms. Passende Glasfenster lagen ihm dabei so sehr am Herzen, dass er diese Kirche dem Bamberger Dom vorzog, um sie mit zehn monumentalen Scheiben aus seiner neu gegründeten Glasmalereianstalt zu schmücken. Diese Glasmalereien werden nun erstmals in den Kontext ihrer Entstehung gestellt.
"ex munificentia ludovici I. bavariae regis." - so lautet die Inschrift im Fenster unter der Turmfassade. Damit belegt der bayerische König sowohl seine Stiftungstätigkeit als auch die Ausführung durch seine kgl. Glasmalereianstalt. Diese war ab etwa 1826 damit beschäftigt, für den Regensburger Dom monumentale Fenster zu schaffen. So entstanden die Anbetung der Könige, das Johannesfenster oder in den 1850er Jahren die Laurentiusvita, die Patrona Bavariae und die Schlüsselübergabe im südlichen Querhausarm. Vorlagen lieferten die herausragenden Künstler der Zeit, allen voran Friedrich v. Gärtner, der als Leiter der Nymphenburger Porzellanmanufaktur auch für die kgl. Glasmalereianstalt zuständig war. Sein Schwager Heinrich Maria v. Hess arbeitet genauso für das Projekt wie auch Christoph Christian Ruben und Karl Schorn oder Johann v. Schraudolph. Der umfassend illustrierte Band widmet sich den ausführenden Glasmalern, der Technik und der Ausführung ebenso wie den einzelnen Fenstern, die ganzseitig und mit Detailaufnahmen ausführlich präsentiert werden. Ihr Stellenwert, sich ändernde Ansprüche an das Medium Licht und Konservierungsfragen werden eben-so behandelt wie der Stand der neuesten Forschung. Erste umfassende Darstellung zu den Glasfenstern des Regensburger Doms aus dem 19. Jahrhundert Ausführlicher Anhang mit Literatur- und Archivangaben sowie einem Namensregister Reich illustriert mit zahlreichen farbigen Abbildungen und Detailaufnahmen
Zum Autor
Autorin: Dr. Elgin Vaassen ist promovierte Kunsthistorikerin. Ihr Schwerpunkt liegt auf Glasmalerei vom Mittelalter bis in die Gegenwart.
Anke Elisabeth Sommer. Glasmalereien der Protestantischen Landeskirche der Pfalz. Leuchtende Botschaft christlichen Glaubens im Kontext ihrer Zeit. Reihe: Veröffentlichungen des Vereins für pfälzische Kirchengeschichte. Band 25. 344 S., 700 fb. 20 sw. Abb., 21 x 28 cm, Gb. EUR 66,00 ISBN: 3-7954-1952-3 Schnell & Steiner
Mit diesem Band liegt erstmals ein vollständiges Inventar der Glasmalereien einer Protestantischen Landeskirche in Wort und Bild vor. Er umfasst den Zeitraum von 1888 bis zur Gegenwart und ist damit ein grundlegendes Werk zur Glasmalerei des 19. und 20. Jh. sowie ein wichtiger Baustein für die Erforschung der Geschichte der Pfalz und der protestantischen Kunst.
Die Autorin, die aufgrund ihrer praktischen Erfahrung als Glasmalerin einen besonderen Zugang zur Thematik hat, dokumentiert Beispiele der Glasmalerei in 250 Kirchen, einschließlich zerstörter Werke. Die ältesten protestantischen Glasmalereien der Pfalz stammen aus dem Jahr 1888, beginnend mit der für die Landeskirche programmatischen Ausstattung der Stiftskirche in Kaiserslautern, die zeitgleich mit der Beendigung des "Kulturkampfes" entstand. Die Glasmalereien werden in ihrer Entstehungsgeschichte, Technik und Ikonographie erfasst und in ihren historischen Kontext gestellt. Dem chronologischen Gang durch die Geschichte mit ihren Auswirkungen auf die Glasmalerei folgt der Katalog mit der monographischen Abhandlung der Objekte. Die überwiegend politischen und kirchengeschichtlichen Sujets werden nach 1945 von zumeist biblischen und abstrakten Bildmotiven abgelöst. Die Analyse des Bild- und Schriftmaterials ermöglicht einen vollständigen Überblick über die Glasmalereien einer Konfession innerhalb eines geschlossenen Gebiets. Ein umfassender Einblick in den Stand der Forschung ist durch die kommentierte Fachliteratur sowie Orts-, Werkstatt-, Künstler- und Themenverzeichnisse geboten. Erstes vollständiges Inventar der Glasmalereien einer evangelischen Landeskirche - dokumentiert Glasmalereien in über 250 Kirchen! Bedeutender Beitrag zur Glasmalereiforschung des 19. und 20. Jahrhunderts Neuer Blickwinkel auf die Geschichte der Pfalz und die protestantische Kunst, durch den sich ein lebendiges Bild des protestantischen Glaubens vermittelt
Zum Autor
Autorin: Dr. Anke Elisabeth Sommer hat eine Ausbildung als Glasmalerin/Kunstglaserin abgeschlossen. Seit 2001 arbeitet sie als Fachredakteurin im Bruderverlag Karlsruhe. Sie promovierte über das vorgestellte Thema an der Universität Karlsruhe (TH).
Wulf D. Wagner. Das Königsberger Schloss. Eine Bau- und Kulturgeschichte Bd. 1, Von der Gründung bis zur Regierung Friedrich Wilhelms I. (1255-1740). 272 S., 32 fb. und 180 sw. Abb., 24 x 30 cm, Ln, EUR 66,00 ISBN: 978-3-7954-1936-3 Schnell & Steiner
Das 1255 vom Deutschen Orden gegründete Schloss zu Königsberg war die älteste Residenz des brandenburg-preußischen Staates und bis 1701 einer der herausragenden Herrschersitze Nordosteuropas. Der erste Band der Bau- und Kulturgeschichte zeichnet die Geschichte des Schlosses umfassend und erstmals anhand neu erschlossener Textquellen und Bilddokumente als Bauwerk und Hof der preußischen Herzöge und brandenburgischen Kurfürsten nach.
Während des 30jährigen Krieges wurde die Hofhaltung zeitweise von Berlin nach Königsberg verlegt. Schließlich ließ Kurfürst Friedrich Wilhelm das Schloss noch vor seinen brandenburgischen Schlössern im Stil des niederländischen Barock umgestalten. Nach seiner Krönung 1701 gab Friedrich I. den Umbau des Ostflügels in eine barocke Dreiflügelanlage in Auftrag. Mit dem Baustop durch König Friedrich Wilhelm I. 1713 endete die Geschichte des Schlosses als Residenz, doch blieb es Verwaltungsmittelpunkt der Provinz. Der reich illustrierte Band vergegenwärtigt die faszinierende Geschichte des Königsberger Schlosses anhand zahlreicher neu erschlossener Archivbestände als Bauwerk und Hof der frühen Neuzeit, wobei auch Lustgarten, Marstall, Bibliothek, Küchen und andere Bereiche der Hofhaltung erstmals in die Betrachtung miteinbezogen werden. Erste umfassende Gesamtdarstellung der Bau- und Kulturgeschichte des Königsberger Schlosses Präsentiert neueste Erkenntnisse durch umfassende Primärquellenforschung und bisher unveröffentlichtes Bildmaterial Band 2: Das Königsberger Schloss. Eine Bau- und Kulturgeschichte; erscheint im Oktober 2007 Von der Zeit Friedrichs des Großen bis zum Untergang (1740-1944/45). ISBN 978-3-7954-1953-0, ca. Euro 66,00 [D]
Zum Autor
Autor: Dr. Wulf D. Wagner arbeitet als Architekturhistoriker in Berlin mit Schwerpunkt Schlösser und Herrenhäuser in Ostpreußen. Er promovierte an der Universität Karlsruhe bei Prof. Manfred Klinkott und gilt als ausgewiesener Kenner des Königsberger Schlosses.
Schloss Köpenick. Archäologie - Baugeschichte - Nutzung Hrsg. Lothar Lambacher, Staatliche Museen zu Berlin, Landesdenkmalamt Berlin. Beitr.: Norbert Benecke, Matthias Dunger, Oskar Emmenegger, Felix Escher, Reinhard Gross, Markus Happel, Jörg Haspel, Guido Hinterkeuser, Eberhard Kirsch, Gunnar Nath, Maria Ovelgönne, Gerhard Schlotter, Dirk Schumann, Peter-Klaus Schuster, Claus-Dieter Sprink, J. 384 S., 300 meist fb. Abb., 24 x 31 cm, Gb. EUR 86,00 ISBN: 3-7954-1630-0 Schnell & Steiner
Der "bedeutendste erhaltene Profanbau des vorschlüterschen Barock in der Mark Brandenburg" (Dehio) wurde zwischen 1677 und 1689 nach Plänen der Architekten Rutger van Langerfelt und Johann Arnold Nering als Residenz für den brandenburgischen Kurprinzen Friedrich errichtet. Die grundlegende Instandsetzung der Anlage von 1994 bis 2004 ist der Anlass für diese umfangreich bebilderte und inhaltlich erstmals umfassende Monographie.
Im Zuge der umfassenden Restaurierung wurde das Schlossensemble für die Erfordernisse eines modernen Museumsbetriebs als Dependance des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Museen zu Berlin eingerichtet. Die begleitenden archäologischen Grabungen, baulichen und restauratorischen Maßnahmen, naturwissenschaftlichen Untersuchungen sowie gründliche archivalische und kunsthistorische Studien erbrachten in den vergangenen zehn Jahren eine Fülle an neuen Erkenntnissen über die Siedlungs- und Baugeschichte auf der Köpenicker Schlossinsel. Dieses Wissen wird hier erstmals und in einzigartig umfassender Weise präsentiert. In neun ausführlichen Beiträgen der beteiligten Archäologen, Denkmalpfleger, Historiker, Kunsthistoriker, Restauratoren und Architekten wird der aktuelle Forschungsstand über die ältesten neolithischen Siedlungsspuren, bronzezeitlichen und slawischen Burgwälle, mittelalterlichen Burganlagen und den Schlossbau des 16. Jahrhunderts dargestellt. Im Zentrum der Darstellung steht jedoch das gegenwärtige Barockschloss mit seiner überregional bedeutenden Ausstattung in Gestalt 29 stuckierter und bemalter Plafonds, die in den letzten Jahren aufwändig restauriert wurden. Aufsätze über die Nutzungsgeschichte, die Entwicklung des Schlossgartens und die jüngsten denkmalpflegerischen Maßnahmen ergänzen das Bild. Den Band zeichnet die opulente, überwiegend farbige Bebilderung aus. Zahlreiche Abbildungen veranschaulichen wichtige Details und komplexe Zusammenhänge der Baugeschichte; eigens für dieses Buch erstellte, großformatige Neuaufnahmen der restaurierten Schlossanlage lassen zudem ein repräsentatives Bildwerk entstehen. Ein umfassender wissenschaftlicher Apparat beinhaltet einen Katalog archäologischer Funde, architektonischer und restauratorischer Befunde sowie die erstmalige umfassende Edition der wichtigsten schriftlichen Quellen zur Geschichte der Köpenicker Schlossinsel. Die bislang umfassendste Monographie zu Schloss Köpenick vermittelt den aktuellen Kenntnisstand.
Harald Wolter- von dem Knesebeck. Das Mainzer Evangeliar. Strahlende Bilder - Worte in Gold. 184 S., 113 fba. Abb., dav. 51 ganzs. 21 x 28 cm, Gb. EUR 24,90 ab 1.10.2007 EUR 29,90 ISBN: 3-7954-1955-4 Schnell & Steiner
Um 1250 entstand im Bistum Mainz eines der bedeutendsten Werke der deutschen frühgotischen Buchmalerei: das Mainzer Evangeliar. In Ausstattungsreichtum und stilistischer Bedeutung überragt der Codex die Buchproduktion seiner Zeit bei weitem. 100 Blatt sind durchgehend in Goldtinte geschrieben und mit 71 Einzelbildern zum Neuen Testament sowie zahlreichen Initialen in reinstem Zackenstil geschmückt.

Der mächtige Mainzer Erzbischof gilt als Stifter oder Adressat dieser Prachthandschrift aus der Mitte des 13. Jhs. Bewusst knüpft der unbekannte Meister an die kaiserliche Tradition der goldenen Evangelienbücher aus karolingischer und ottonischer Zeit an. Stilistisch steht er dagegen ganz im Zeichen der neuen Zeit: Beeinflusst von der entstehenden gotischen Architektur und Plastik verbreitete sich im 13. Jh. der Zackenstil, eine nach der zackigen, scharfbrüchigen Gestaltung der Gewänder bezeichnete Spielart des gotischen Figurenstils, die hier in reinster Ausprägung vorliegt. Ein virtuoser Bilderzyklus im neuen Stil visualisiert in zahlreichen Miniaturen Szenen aus dem Neuen Testament. Einmalig für das 13. Jh. ist die Fülle der Bilder zum Leben Jesu: Kindheitsgeschichte, Jesu Wunderwirken, Passion, Kreuzestod, Beweinung und Auferstehung werden zumeist auf Goldgrund und in tief leuchtenden Farben eindrucksvoll dargestellt. Spürbar ist der thematische Einfluss der christologischen Bilderzyklen der Reichenauer und Trierer-Echternacher Handschriften aus dem 10. und 11. Jh. Der prachtvolle Begleitband zur Sonderausstellung in Mainz anlässlich der Faksimi-lierung des Codex beleuchtet Entstehungsgeschichte und liturgische Funktion der Prachthandschrift. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung des künstlerischen Programms und der Ausstattung. Begleitbuch zur Ausstellung der Faksimile-Edition im Gutenberg-Museum Mainz vom 22. Juni - 16. September 2007. Mehr unter www.gutenberg.de Reich illustrierte Darstellung eines Glanzlichtes der frühgotischen Buchmalerei - ein Augenschmaus nicht nur für Freunde der Buchmalerei!
Zum Autor
Dr. Harald Wolter-von dem Knesebeck, Hochschuldozent und Privatdozent, arbeitet über mittelalterliche und frühneuzeitliche Kunst mit den Schwerpunkten Buch- und Wandmalerei, Buch- und Bildungskultur, Goldschmiedekunst, christliche und profane Ikonographie.
Heldengrab im Niemandsland. Ein frühungarischer Reiter aus Niederösterreich. Hrsg. Falko Daim. Reihe: Mosaiksteine. Forschungen am Römisch-Germanischen Zentralmuseum, Band 2. 68 S., 39 fb. Ab., 11 sw. Abb., 35 Zeichnungen, 21 x 30 cm, Gb., EUR 16,50 ISBN: 3-7954-1964-6 Schnell & Steiner
Im Jahr 2000 wurde in Gnadendorf, nördlich von Wien, das Grab eines 14- bis 18-jährigen Jünglings aus dem 10. Jahrhundert gefunden. Sein Gewand war mit Silbermünzen von einem Raubzug nach Italien verziert, neben ihm lag ein wertvoller Säbel, und zu seinen Füßen hatte man offenbar das Fell seines Pferdes mit Zaumzeug, Sattel und Steigbügeln deponiert.
Zahlreiche Forscherinnen und Forscher aus unterschiedlichen Disziplinen haben sich mit dem Fund und den historischen Konsequenzen beschäftigt: Die Ergebnisse der Untersuchungen haben eine heftige Diskussion in der Archäologie ausgelöst, bei der es sowohl um methodische als auch um Fragen der historischen Interpretation geht. Der aufwendig illustrierte Band fasst die spannenden Ergebnisse der Untersuchungen zum Grab von Gnadendorf sowie zum historisch-archäologischen Umfeld zusammen. Darüber hinaus zeichnet er die Spuren der frühungarischen Raubzüge in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts nach: Die lange Zeit fast unbesiegbaren Reiter gelangten bis nach Oberitalien, an die Atlantikküste und die heutige dänische Grenze, bis sie 955 vom Heeresaufgebot König Ottos I. auf dem Lechfeld bei Augsburg vernichtend geschlagen werden konnten. Reich illustrierte Darstellung des Grabfundes eines frühungarisches Reiters aus dem 10. Jahrhundert - eine spannende Forschungsgeschichte!
Die Geburt Österreichs. 850 Jahre Privilegium minus. Hrsg. Peter Schmid, Heinrich Wanderwitz. Regensburger Kulturleben. Band 4. 352 S., zahlr. meist fb. Abb., 17 x 24 cm, Ln mit Schutzumschlag, EUR 29,90 ISBN: 3-7954-1911-0 Schnell & Steiner
Am 8. September 1156 löste Kaiser Friedrich Barbarossa nach einem Spruch des Fürstengerichts beim Regensburger Hoftag die Markgrafschaft Österreich von Bayern und erhob sie zu einem eigenständigen Herzogtum. Den 850. Jahrestag nahmen Universität und Stadt Regensburg zum Anlass für eine Vortragsreihe, ein Symposium sowie eine Ausstellung - sie vermitteln einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Beziehungen Regensburgs zu Österreich vom Mittelalter bis in die Gegenwart.
Der Sammelband vereinigt die Beiträge namhafter Wissenschaftler aus Österreich und Deutschland und präsentiert reiches Quellenmaterial zur Frühgeschichte Österreichs, das u.a. in der Ausstellung zu sehen sein wird. Beiträge des Symposiums "850 Jahre Privilegium minus" (08.-10.09.2006): Herwig Wolfram, Wien: Wie der Osten Bayerns entstand - Ferdinand Oppl, Wien: Die Regelung der bayerischen Frage 1156. Friedrich Barbarossa, Heinrich der Löwe und Heinrich Jasomirgott - Gestalter und Mitgestalter- Werner Hechberger, Passau: Herzog und Herzogtum: Die Welfen in Bayern - Heide Dienst, Wien: Herzog Heinrich XI. von Bayern und was Österreich von ihm bemerkt und behalten hat - Werner Maleczek, Wien: Das Privilegium minus. Diplomatische Gesichtspunkte - Rudolf Schieffer, München: Otto von Freising. Der Geschichtsschreiber als Augenzeuge - Roman Deutinger, München: Das Privilegium minus. Otto von Freising und der Verfassungswandel des 12. Jahrhunderts - Karl Brunner, Wien: Das Privilegium minus und das werdende Land - Alois Schmid, München: Privilegium minus. Beurteilung in der bayerischen Geschichtsschreibung. Beiträge der Vortragsreihe "Regensburg und Österreich" (Frühjahr 2006): Rudolf Leeb, Wien: Protestantismus in Österreich und die Beziehungen zu Regensburg - Andreas Gémes, Graz: Konföderationspläne im Alpenraum während des Zweiten Weltkriegs - Karl Möseneder, Erlangen-Nürnberg: "Gesamtkunstwerke" des österreichischen Barock - Bernhard Löffler, Magdeburg/Passau: "Zweiter Anschluss" oder "Besseres Deutschland"? Wirtschaftliche Verflechtung und Konkurrenz zwischen Österreich und der Bundesrepublik Deutschland. Die Beziehungen Regensburgs zu Österreich werden in ihrer Vielfalt vom Mittelalter bis in die Gegenwart zur Anschauung gebracht Präsentiert die Ergebnisse von Vortragsreihe und Symposium sowie der Ausstellung "Die Geburt Österreichs" in Regensburg (09.09.-03.10.06). Mehr unter www.regensburg.de/2006
Zum Autor
Herausgeber: Prof. Dr. Peter Schmid, Ordinarius für bayerische Landesgeschichte an der Universität Regensburg; Archivdirektor Dr. Heinrich Wanderwitz, Leiter des Amts für Archiv und Denkmalpflege der Stadt Regensburg.
Zeiten - Sprünge. Aspekte von Raum und Zeit in der Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Studien zu Ehren von Peter K. Klein zum 65. Geburtstag. Hrsg. Nicola Hille, Monika E. Müller. Studien zu Ehren von Peter K. Klein zum 65. Geburtstag. 336 S., 100 sw. Abb., 17 x 24 cm, Gb. EUR 49,90 ISBN: 3-7954-1954-7 Schnell & Steiner
Was haben Beatus-Handschriften, Goya und mittelalterliche Kreuzgänge miteinander zu tun? Oder Genf, Los Angeles und Marburg? Diese Stichworte bezeichnen eine kleine Auswahl der Forschungsinteressen und Stationen Peter K. Kleins. Denn der Ordinarius für Kunstgeschichte an der Universität Tübingen verfolgt vielfältige Interessen und lehrte an den unterschiedlichsten Instituten im In- und Ausland.
Seine Schülerinnen und Schüler haben deshalb ihm zu Ehren eine Festschrift konzipiert, deren Beiträge einen Bogen vom 11. bis zum 21. Jahrhundert spannen. Neue Fragestellungen und teils noch nie analysierte Werke sind Gegenstand innovativer Einzelstudien zu Architektur, Malerei, Skulptur, Grafik und Raumkunst. Zeit und Raum werden unter wörtlichen oder abstrakten Gesichtspunkten betrachtet: Das Spektrum reicht von der Datierungsproblematik mittelalterlicher Wandmalerei über die Ästhetisierung und zunehmende Politisierung des Raumes im 19. und 20. Jahrhundert bis zum Raum als Bedeutungsträger mit hohem Eigenwert in der zeitgenössischen Kunst. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Darstellung der Transzendenz von Raum und Zeit. "Meditatio mortis" und "ars vitae" sind theologische und moralphilosophische Leitbegriffe, die am Beispiel mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Kunst verdeutlicht werden. Der Band präsentiert eine fundierte und facettenreiche Auseinandersetzung mit zwei Kategorien der Kunst, die wichtige Bestandteile aktueller Diskussionen sind. Kenntnisreiche Einzelstudien zu Werken der Architektur, Malerei, Grafik und Raumkunst, die einen zeitlichen Bogen vom 11. bis zum 21. Jahrhundert spannen
Das frühungarische Reitergrab von Gnadendorf (Niederösterreich)Hrsg: Falko Daim, Ernst Lauermann. Monographien des RGZM, Bd. 64. 316 S., 69 fb. Abb., 197 sw. Abb., Gb. 21,5 x 30 cm, EUR 48,00 ISBN: 3-7954-1983-7 Schnell & Steiner
Im Jahr 2000 wurde in Niederösterreich das außergewöhnliche Grab eines frühungarischen Reiters gefunden. Es enthielt das Skelett eines 14-jährigen, kampferfahrenen Jungen, der an einer tückischen Krankheit litt, dem "Klippel-Feil-Syndrom".
Das Grab wirft einige grundlegende Fragen auf, denn sämtliche Fundgegenstände scheinen lange in Gebrauch gewesen sein, sie sind stark berieben oder sogar repariert. Hinzu kommen zwei 14C-Datierungen, die einen Bestattungszeitpunkt erst um 1000 nahe legen. Wenn diese Datierungen zutreffen, warum hat man den Knaben weit weg von den ungarischen Siedlungen mit wertvollen, aber teils sehr alten Sachen bestattet? Die aufwendige Publikation enthält neben einer detaillierten Fundvorlage zahlreiche Studien, die "den Fall Gnadendorf" aus verschiedenen Perspektiven beleuchten.
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