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Brigitte Klemenz. Klosterkirche Fürstenfeld. Zwischen Zeit und Ewigkeit. 2004. 136 S., 60 meist fb. Abb., 30 cm, Gb., EUR 24,90 ISBN: 3-7954-1678-7 Schnell & Steiner
Das ehem. Zisterzienserkloster Fürstenfeld westlich von München wurde bereits 1263 von Aldersbacher Mönchen gegründet. Als "bayerisches Escorial" entstand von 1691 an eine barocke Klosteranlage, deren Kirche an Größe und Prachtentfaltung ihresgleichen sucht. Mit diesem reich bebilderten Band wird die Klosterkirche als eine der schönsten Barockkirchen Bayerns adäquat dargestellt und gewürdigt. Als Sühnestiftung Herzog Ludwigs des Strengen 1263 gegründet, sollte das Zisterzienserkloster Fürstenfeld zu dessen Hauskloster und Grablege werden. Die enge Verbindung zum Haus Wittelsbach zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Klosters, das mit der Säkularisation 1803 aufgehoben wurde. Von 1691 an entstand auf Wunsch des Kurfürsten Max Emanuel eine Klosteranlage, die nichts mehr mit den strengen Vorschriften der Zisterzienser gemein hat. Sie entspricht dem Geschmack der Zeit und deren Vorstellung von Repräsentation und stellt monastisches Leben und herrscherlichen Anspruch gleichberechtigt nebeneinander. Den Mittel- und Höhepunkt der Gesamtanlage bildet die außerordentliche Klosterkirche. Mit dem Bau, dessen Grundsteinlegung 1700 stattfand, und der reichen Ausstattung, die 1766 vollendet wurde, verbinden sich vor allem Namen wie Giovanni Antonio Viscardi, die Gebrüder Appiani und Cosmas Damian und Egid Quirin Asam. Geschaffen wurde ein prachtvoll ausgestatteter Kirchenraum, der in seiner Ausrichtung auf die Kreuzestheologie des großen Zisterzienserheiligen Bernhard von Clairvaux den gekreuzigten Christus in die Mitte stellt. Der Bildband begleitet den Betrachter mit prachtvollen Aufnahmen und eingängigen Texten durch den Kirchenraum und erschließt das ikonographische Programm in seiner vielschichtigen künstlerischen Ausführung. Damit spricht das Buch insbesondere jene an, die sich für die Geschichte der Zisterzienser und den bayerischen Barock interessieren. Zum Autor. Brigitta Klemenz ist Archivarin der Benediktinerabei St. Bonifaz in München und Andechs, freie Mitarbeiterin im Archiv des Erzbistums München und Freising sowie Kreisarchivpflegerin des Landkreises Fürstenfeldbruck
Die Geschichte der Stadt Heidingsfeld. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Hrsg. Rainer Leng. 2005. 576 S, 132 Abb, dav. 32 fb. 24 cm, Gb., EUR 49,90 ab 1.1.05 EUR 59,90 ISBN: 3-7954-1629-9 Schnell & Steiner
Erstmals wird die reiche Geschichte der Stadt Heidingsfeld anschaulich in einem umfassend illustrierten Band dargeboten. Von den ältesten Siedlungsspuren bis zum nicht immer spannungsfreien Verhältnis zur nahen Bischofsstadt Würzburg in der Neuzeit reicht der Bogen dieser fundierten Stadtgeschichte. Mit der ersten urkundlichen Erwähnung in einer althochdeutschen Markbeschreibung von 779 ist Heidingsfeld nur wenige Jahre jünger als das nahe gelegene Würzburg. Zug um Zug wurde die städtische Autonomie im Laufe des Mittelalters ausgebaut. Die Grafen von Rothenburg und Hohenlohe sowie die staufischen Könige und Kaiser versuchten die Stadt als Herrschaftssitz zu nutzen. So entstand eine enge Verbindung zur Reichsgeschichte. Zuletzt verlieh der böhmische König Wenzel 1367 ein Privileg, das Heidingsfeld auf den besten Weg zur freien Reichsstadt brachte. Die Bischöfe von Würzburg waren dagegen über zwei Jahrhunderte bestrebt, die Gemeinde auf dem Weg der Pfandschaft in das Territorium des Hochstifts zu integrieren. Dies gelang erst in der frühen Neuzeit. Doch auch dann konnte die Stadt immer wieder eigene Wege gehen. Ein Rathaus, das Stadtwappen mit Reichadler und böhmischem Löwen und ein noch heute fast vollständiger Mauerring künden vom Bewusstein der Heidingsfelder Bürger für die Sonderstellung ihrer Stadt selbst unter bischöflicher Herrschaft. Erst 1930 erlosch die Selbständigkeit mit der Eingliederung nach Würzburg. Dem historischen Wandel von Herrschaft, Politik und Verwaltung ist ein umfangreicher Teil der Publikation gewidmet. Zahlreiche Historiker, Volkskundler und Kunsthistoriker widmen sich in weiteren Abschnitten den Themen - Heidingsfeld in Kriegs- und Nachkriegszeit - Handel und Verkehr - Die Religionsgemeinschaften: Katholiken, Protestanten und die Jüdische Gemeinde - Schulwesen - Architektur in Sakral- und Profanbauten - Kunstgeschichte und Künstlergeschichte - Brauchtum und Wallfahrtswesen. Initiator der Veröffentlichung ist die Bürgervereinigung Heidingsfeld.
Stefan Brenske. Ikonen und die Moderne - Icons and Modern Art. 2004. 128 S, 42 fb. Abb., 31 cm, Gb., EUR 49,90 ISBN: 3-7954-1680-9 Schnell & Steiner
Dieser Band zeigt auf, welch tiefen visuellen Einfluss die Ikonen auf die westliche Kunst der Moderne genommen haben. In 21 Beispielen wird durch die Gegenüberstellung mit ausgewählten Ikonen nachvollziehbar, wie Künstler der klassischen Moderne und der Gegenwart bestimmte Bildformeln der Ikonenmalerei verwendet und variiert haben. So erweist sich der vordergründige Widerspruch zwischen modernem Kunstwerk und russischem Kultbild als ein scheinbarer. Trotz einiger Parallelen scheinen die russischen Ikonen und die Bildwerke der Moderne auf den ersten Blick in einem Widerspruch zu stehen. Dem "nicht von Menschenhand geschaffenen" Kultbild der Ostkirche steht das von subjektiver Hand einer Künstlerpersönlichkeit geschaffene westliche Werk gegenüber. Wo die Ikone einen festen und unveränderten Formenkanon befolgt, betont das moderne Bild seine Vieldeutigkeit und Offenheit. Das Buch veranschaulicht in der konkreten Gegenüberstellung von 21 Bildern mit bestimmten Ikonen, wie sich dieser Widerspruch zwischen modernem Kunstwerk und russischem Kultbild auflöst und worin die Gemeinsamkeiten liegen. Die erste Gruppe bilden die Maler russischer Herkunft, denen die Kultbilder ihres Landes wohlvertraut waren, wie Jawlensky, Kandinsky, Malewitsch, Chagall oder Poliakoff. In der zweiten Gruppe werden jene Künstler vorgestellt, deren Wurzeln eindeutig in der vom Rationalismus geprägten westlichen Kultur liegen und die dennoch bewusst ihren Gegenstand im Religiösen wählten: Rouault, Klee, Braque, Fontana, Mack, Brown und Schwarzer. Die dritte Gruppe umfasst die Maler, die ihre im Spirituellen wurzelnden Ideen mit Mitteln der Malerei umzusetzen suchten - Mondrian, Rothko, Albers, Tàpies. In der vierten Gruppe kommen solche zu Wort und Bild, die sich gegen eine religiöse Vereinnahmung wehrten, sich visuellen Einflüssen durch die Kultbilder aber nicht entzogen, so Giacometti, Kramm, Twombly, Rainer oder Kiefer. Stefan Brenske (Galerist in München und Hannover) leistet mit diesem Werk einen bedeutenden Beitrag im Dialog von Kunst und Religion.
Rolf Lauer. Der Schrein der Heiligen Drei Könige. Meisterwerke des Kölner Doms, Band 9. 2004. 100 S., 90 meist fb. Abb., 27 cm, Br., EUR 15,- ISBN: 3-7954-1657-4 Schnell & Steiner
Der Schrein der Heiligen Drei Könige im Kölner Dom ist das bedeutendste der erhaltenen mittelalterlichen Reliquiare. Goldstrahlende getriebene Figuren, farbige Emails, edelsteinbesetzte Filigrane und über dreihundert antike Gemmen in unvergleichlicher Fülle und Qualität zeichnen dieses Werk aus.
Von 1190 bis 1220 arbeiteten die führenden Goldschmiede der Zeit am Schrein, darunter auch Nikolaus von Verdun, dessen Prophetenfiguren zu den Hauptwerken der abendländischen Skulptur des Mittelalters gehören.
In der neuen Publikation von Rolf Lauer, dem Leiter des Kölner Dombauarchivs, werden die Geschichte und die Kunstgeschichte des Schreins behandelt und die Goldschmiedearbeiten in Farbaufnahmen der Domfotografen Reinhard Matz und Axel Schenk vorgestellt.
Isabelle Kirgus. Die Rathauslaube in Köln (1569-1573). Architektur und Antikenrezeption. Reihe: Sigurd Greven-Studien, Band 4. Hrs. Günter Binding, Toni Diederich, Manfred vom Stein, Hiltrud Westermann-Angerhausen. 2003. 352 S., 120 Abb, 31 cm, Gb. EUR 24,90 ISBN: 3-7954-1697-3 Schnell & Steiner
Die im 16. Jahrhundert entstandene Kölner Rathauslaube ist nicht nur seltenes Zeugnis der Renaissancebaukunst in der einstigen freien Reichsstadt, sie spiegelt zugleich einen wichtigen kulturhistorischen Abschnitt ihrer Geschichte wider. Köln war - neben Augsburg, Regensburg oder Basel - eine der großen bedeutenden Städte des Heiligen Römischen Reichs, die auf eine römische Gründung zurückgehen. Im 16. Jahrhundert setzte die historische Auseinandersetzung mit der antiken Gründung, der "Colonia Claudia Ara Agrippinensium", ein. Die Begeisterung für die Antike erfasste auch gelehrte Mitglieder des städtischen Rates, Bürgermeister wie Ratsherren. Das Wissen um die eigene Geschichte, aber auch die Kenntnisse aus hoch spezialisierten Publikationen, etwas den Säulen- und Münzbüchern, wirkten auf die Formgebung der Rathauslaube ein. Denn der mächtige Stadtrat beabsichtigte mit seinem repräsentativen und kostspieligen Bau im Zentrum der alten Handelsstadt eine vielschichtige politische Aussage. Isabelle Kirgus, Kölner Kunsthistorikerin und Archäologin, spürt den weitreichenden geistigen Strömungen und Verbindungen der bürgerlichen Kölner Oberschicht im 16. Jahrhundert nach. Neben der Deutung des Bildprogramms sind weiterhin die auf reichem Quellenmaterial basierende ausführliche Baugeschichte und die Rekonstruktion der originalen Baugestalt der im 17. und 19. Jahrhundert umgebaute Rathauslaube Inhalt des Buches. Ein umfangreicher Dokumentenanhang ergänzt die Ausführungen. Die von der Kölner Sigurd Greven-Stiftung großzügig ausgestattete Publikation schließt eine Wissenslücke über das 16. Jahrhundert und bildet einen Auftakt für weitere Forschungen über die rheinische Renaissance. Dieses Verdienst der Autorin würdigte der Landschaftsverband Rheinland 2002 mit der Verleihung des renommierten Paul Clemen-Stipendiums.
E. v. Plehwe-Leisen, E. Scheuren, Th. Schumacher, A. Wolff. Steine für den Dom. Meisterwerke des Kölner Doms, Band 8. 2004. 100 S, 90 meist fb. Abb., 27 cm, Br., Eur 15,- ISBN: 3-7954-1655-8 Schnell & Steiner
Die Faszination, die von den gotischen Kirchengebäuden ausgeht, beruht auch darauf, dass die himmelsstürmenden Bauten aus einem Material bestehen, das für ihre filigrane Konstruktionsweise anscheinend wenig geeignet ist. Wie vielfältig das beim Kölner Dombau vorkommende Steinmaterial ist, wie komplex die Probleme mit Auswahl, Beschaffung, Bearbeitung und Erhaltung dieser nicht normgerechten Werkstoffe waren und weiterhin sind, schildert der vorliegende Band. Er enthält Beiträge von Arnold Wolff, dem ehemaligem Kölner Dombaumeister, von Elmar Scheuren, dem Direktor des Siebengebirgsmuseums in Königswinter, von Thomas Schumacher, Ingenieur bei der Dombauverwaltung Köln, und von der Geologin Esther von Plehwe-Leisen.
Liturgische Gewänder und andere Paramente im Dom zu Brandenburg. Hrsg. Domstift Brandenburg. 2004. 450 S, 220 fb. u. 200 sw Abb., 30 cm, Gb., EUR 128,- ab 1.2 05 EUR 148,- ISBN: 3-7954-1684-1 Schnell & Steiner
Der Textilschatz des Domstifts Brandenburg, einer der reichsten in Europa, wird mit dieser opulent bebilderten Monographie erstmals textilwissenschaftlich dokumentiert und kunsthistorisch ausgewertet. Dabei erfolgt die Einordnung in die Geschichte Brandenburgs mit seinen Beziehungen nach Böhmen, Franken, ins Rheinland und nach Norddeutschland. Die bis in das hohe Mittelalter reichenden liturgischen Gewänder und Paramente im Dom zu Brandenburg gehören zu den reichsten europäischen Textilschätzen. Zusammengetragen in der Zeit der askanischen, wittelsbachischen, luxemburgischen und hohenzollerischen Regenten, lässt er durch Stiftungen enge Verbindungen mit den Herrscherhäusern erkennen. Die Herrschaft der böhmischen Könige hinterließ Spuren in kostbaren Stickereien, die auf Prag als künstlerisches Zentrum um 1400 weisen. Die Verbindungen nach Franken wurden mit der Herrschaft der Hohenzollern besonders intensiv. So lassen sich am Brandenburger Bestand die Beziehungen nach Böhmen, Franken, ins Rheinland und nach Italien, weit darüber hinaus aber auch die Fernverbindungen des europäischen Textilhandels in den Nahen, Mittleren und Fernen Osten ablesen. Die im 19. Jahrhundert einsetzende Musealisierung führte 1875 zu einer ersten Bestandsaufnahme und Sicherung. Zuvor hatte es Entfernungen einzelner Stücke gegeben, die in Mustersammlungen eingingen und sich heute in diversen europäischen Sammlungen in London, Paris, Lyon, Karlsruhe, Berlin und Wien wiederfinden. Erstmals hat eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe die gesamte Sammlung, zu der heute auch zahlreiche Deposita gehören, umfassend dokumentiert und beschrieben. Damit wird ein Bestand von europäischem Rang der kunst- und textilgeschichtlichen Forschung erschlossen. Darüber hinaus wird die Veröffentlichung auch der brandenburgischen, böhmischen und bayerisch-fränkischen Landesgeschichte sowie der Wirtschaftsgeschichte Impulse geben.
Dethard vonWinterfeld. Die Abteikirche Maria Laach. Geschichte - Architektur - Kunst - Bedeutung. In Zusammenarbeit mit der Abtei und dem Kunstverlag ars liturgica Maria Laach. 2004. 160 S., 110 meist fb. Abb., Pläne, 28 cm, EUR 29,90 ISBN: 3-7954-1681-7 Schnell & Steiner
Die in weitgehend unberührter Landschaft aufragende monumentale Klosterkirche der Benediktinerabtei Maria Laach ist eines der vollkommensten Bauwerke der romanischen Kunst in Deutschland. Ihr vor allem gilt das Augenmerk dieses reich bebilderten Bandes. Neue Erkenntnisse hinsichtlich ihrer Geschichte, Bauform, Skulptur und Ausstattung werden ebenso dargestellt wie liturgiegeschichtliche Aspekte, die Einblicke in das spirituelle Leben des Konvents vermitteln. Die romanische Abteikirche von Maria Laach gehört mit ihren sechs Türmen zu den unvergesslichen Architekturbildern des Mittelalters in Deutschland und darüber hinaus des ganzen Abendlandes - gesteigert durch die landschaftlich für das Mönchtum fast symbolische Lage in der Einsamkeit der Eifelwälder und am Ufer eines Vulkansees. Es fügt sich als besonderes Glück, dass seit mehr als hundert Jahren wieder ein Benediktinerkonvent Kloster und Kirche mit Leben erfüllt und den geistlichen Sinn des Baus anschaulich werden lässt. 1967 erschien die letzte grundlegende Gesamtdarstellung von Adalbert Schippers in der Bearbeitung von Theodor Bogler, so dass es an der Zeit ist, auf dieser Grundlage fast 40 Jahre der seither geleisteten Forschung neu darzustellen und zusammenfassen. Dethard von Winterfeld, ausgewiesener Kenner der mittelalterlichen Architektur, wendet sich dabei - unterstützt von Mönchen der Abtei - bewusst vor allem an den großen Kreis interessierter Freunde und Bewunderer des Baudenkmals. Im Mittelpunkt stehen die Kirche und ihre Entstehungsgeschichte im 12. Jahrhundert, zu der inzwischen neue Erkenntnisse vorliegen, sowie ihre kunstgeschichtliche Stellung in der niederrheinischen Romanik auf der Grundlage einer genauen Formenanalyse, die auch die Bauzier einschließt. Auch zu den bedeutenden Kunstwerken der Ausstattung liegen neue Forschungsergebnisse vor. Weitere Beiträge widmen sich der Liturgie, den Orgeln und Glocken sowie der Ausstattung und Glasmalerei. Der Band empfiehlt sich allen Freunde der Romanik und den am klösterlichen Leben interessierten Leser
Golo Maurer. Michelangelo: Die Architekturzeichnungen. Entwurfsprozeß und Planungspraxis. 2004. 208 S., 24 fb. u. 87 sw Abb., 28 cm, Gb., EUR 66,- ISBN: 3-7954-1645-0 Schnell & Steiner
Als Michelangelo sich im Februar 1564 dem Tod nahe fühlte, verbrannte er alle Zeichnungen, derer er habhaft werden konnte. Kunstschätze und Dokumente von unermesslichem Wert gingen damit für immer verloren. Um so wertvoller sind die Blätter, die der Zerstörung entgingen, darunter etwa 300 Architekturzeichnungen. Sie sind nicht nur Dokumente zum Projektverlauf, sondern auch Schlüssel zum Verständnis der Arbeits- und Denkweise des Architekten Michelangelo. Obwohl Michelangelo seine Laufbahn als Architekt erst im Alter von über 40 Jahren begann, verbinden sich mit seinem Namen so berühmte Bauten wie die Medici-Kapelle und die Biblioteca Laurenziana in Florenz oder das Kapitol, die Sforza-Kapelle, die Porta Pia und die Basilika von Sankt Peter in Rom. In diesem Buch wird erstmals eine größere Gruppe von Michelangelos Architekturzeichnungen systematisch untersucht. Dabei stehen nicht Michelangelos fertige Bauwerke, sondern seine Entwurfs- und Arbeitsweise im Mittelpunkt. Es mag erstaunlich erscheinen, dass der Maler und Bildhauer das Baugeschäft erst mühsam erlernen musste. Die Fortschritte, welche die vollendeten Bauten nur im Ergebnis zeigen, können in den Zeichnungen genau verfolgt werden. Die Zusammenführung von vorher kaum beachteten Indizien und der Vergleich zu den Methoden der Zeitgenossen ergibt ein neues, überraschendes Gesamtbild des Architekten Michelangelo. Der Vergleich mit den Zeitgenossen zeigt zudem, dass er ein "Künstler zwischen den Epochen" gewesen ist, der mit traditionellen und manchmal regelrecht mittelalterlichen Methoden seine hoch innovativen Entwürfe umzusetzen versuchte. Die Rekonstruktion von Entwurfsprozess und Planungspraxis führt wie von selbst zu den übergreifenden Fragen der Michelangelo-Forschung: Die Entwicklung seines architektonischen Stils, das Verhältnis von Regel und Augenmaß, von Theorie und Praxis sowie die Bewertung des Bildhauerischen in der Architektur erfahren vor dem Hintergrund der erschlossenen Quellen eine neue Beurteilung. Zum Autor: Der Autor arbeitet seit 2003 als persönlicher Assistent der Direktorin an der Bibliotheca Hertziana in Rom; Forschungsschwerpunkte: Europäische Residenzen von 1650 bis 1750: Die architektonische Ikonographie.
Tilmann Riemenschneider. Werke seiner Blütezeit. Werke seiner Glaubenszeit. Hrsg. Mainfränkisches Museum, Kunstreferat der Stadt Würzburg. 2 Bd. im Schmuckschuber. 2004. 732 S., 545 fb. Abb., 30 cm, Gb., EUR 64,- ISBN: 3-7954-1563-2 Schnell & Steiner
Aus dem Inhalt: Aufsätze und Miszellen: Klaus Wessel: Der Brunnen im Vogteihof der Wartburg. Mit einem Nachwort von Ernst Badstübner - Harald Wolter von dem Knesebeck: Das Elisabethpsalter in Cividale del Friuli und die niedersächsische Buchmalerei des ersten Viertels des 13. Jh. - G. Ulrich Großmann: Das Fachwerk der Wartburg - eine Revision - Martin Steffens: Die Entwicklung der Lutherstube auf der Wartburg. Von der Gefängniszelle zum Geschichtsmuseum - Eike Wolgast: Wartburgfest 1817 und Hambacher Fest 1832 - Programmatik und Rhetorik - Heinrich Weigel: Der "Wartburg-Poet" Ludwig Bechstein (1801-1860). Rezensionen und Bibliographie. Jahresüberblick 2001: Wartburg-Preis - Ausstellungen - Tagungen - Bauhütte - Kunst- und Bibliotheksbestand - Chronik 2001 der Wartburg-Stiftung. Der Band "Werke seiner Blütezeit" gibt einen breit gefächerten Überblick über das Schaffen Riemenschneiders zwischen 1500 und 1530. Er gehört zu den wenigen Bildhauern der Spätgotik, die ihr Handwerk sowohl in Holz als auch in Stein souverän beherrschten. Die Werkstatt Riemenschneiders wurde in ihrer Blütezeit zu einem Kunstbetrieb mit etlichen Mitarbeitern, so dass in arbeitsteiligen Werkprozessen figurenreiche Großaufträge wie die berühmten Altäre in Creglingen oder Rothenburg entstehen konnten. Der Band geht auch der Frage nach, was aus den Mitarbeitern der Werkstatt Riemenschneiders wurde: Beispiele ihres Kunstschaffens geben einen Ausblick auf die beginnende Epoche der Renaissance. Der Band "Werke seiner Glaubenswelt" konzentriert sich auf Werke des Meisters oder seiner Werkstatt, die in vielfältiger Weise Zeugnis von der spätmittelalterlichen Frömmigkeit geben. Im Mittelpunkt stehen die vielschichtigen Bedeutungen, Funktionen und ursprünglichen Zusammenhängen der Werke Riemenschneiders. So verweist das Fränkische Herzogsschwert auf den Würzburger Bischof als geistlichen Fürsten, dessen Anspruch als Landesherr sich in Leben und Werk Riemenschneiders vielfach spiegelt. Erstmals werden zudem Werke von Bartlmä Dill, Sohn des Bildhauers, gezeigt, darunter der Brixener Dreikönigsaltar. Mit den eigens für diese Publikation hergestellten Fotografien von Ulrich Kneise und den vielfältigen Beiträgen namhafter Experten ist der Doppelband ein Schlüssel zum heutigen Verständnis des Werkes und Wirkens Tilman Riemenschneiders von bleibendem Wert. Rezensionen "Eine glückliche Verbindung zwischen seriösem Fach- und populärem Sachbuch. (?) Da alle Skulpturen in hervorragender Qualität neu fotografiert wurden, sind die Bände ein Fest für die Augen." Art "Ein selten gewordenes Seh- und Leseerlebnis." Das Parlament.
Clemens Bombeck. Auch sie haben Rom geprägt. An den Gräbern der Heiligen und Seligen der Eweigen Stadt. 2004. 216 S, 17 fb. Ab, 18 cm, Gb. EUR 14,90 ISBN: 3-7954-1691-4 Schnell & Steiner
Rom - das ist nicht nur die Stadt der Cäsaren, Päpste und Fürsten, eines Michelangelos oder Berninis; das ist auch die Stadt der Apostel Petrus und Paulus, der Franziska oder des Phillip Neri und der vielen Großen und Kleinen der Kirche. Den Spuren dieser außergewöhnlichen Menschen - Märtyrer des frühen Christentums, Heilige und Selige - geht dieser Band vor Ort nach. So versteht sich das vorliegende Buch als Einladung an Rombesucher - Touristen und Pilger -, alleine oder in einer Reisegruppe den Spuren jener christlichen Leitbilder nachzugehen, die durch die Jahrhunderte in dieser Stadt gelebt und in ihren Kirchen die letzte Ruhestätte gefunden haben: Märtyrer des frühen Christentums, Heilige und Selige, deren Gräber man hier so zahlreich vorfindet wie sonst in keiner anderen Stadt der Welt spürt der Band nach. Das Buch führt den Leser zu jeder einzelnen Kirche in Rom, in denen Heilige und Selige wirkten und ihre letzte Ruhestätte fanden. Praktische Informationen zu Adresse, Öffnungszeiten und Besonderheiten vereinfachen dabei die Orientierung vor Ort. Prägnante Texte illustrieren die einzelnen Lebensbilder der Heiligen und Seligen, Gedanken zur Bedeutung ihres Wirkens in ihrer jeweiligen Zeit verdeutlichen die Vorbildlichkeit, die sich mit ihnen auch heute noch verbindet. Bei den - den einzelnen Viten beigegebenen - Gebeten handelt es sich um die offiziellen Texte zum Gedenktag der einzelnen Heiligen. Ein Anhang mit Orts- und Namensregister, einer Auswahl von Messformularen und ausgewählten Lieder aus dem Gotteslob ergänzen das Buch. Als spiritueller Wegbegleiter zur Ewigen Stadt sollte dieses Buch in keinem Reisegepäck fehlen.
1803 - Umbruch oder Übergang? Die Säkularisation von 1803 in Norddeutschland. In Zusammenarbeit mit der Bernward-Mediengesellschaft Hildesheim. Hrsg. Thomas Scharf-Wrede. 2004. 624 S, 50 Abb, 25 cm, Gb., EUR 39,90 ISBN: 3-7954-1682-5 Schnell & Steiner
Historiker der verschiedensten Fachrichtungen gehen mit diesem Band einem der weitreichendsten Ereignisse der neuzeitlichen deutschen Geschichte überhaupt nach: der Säkularisation zu Beginn des 19. Jh. mit ihren nachhaltigen politischen, kirchlichen und gesellschaftlichen Veränderungen. Im Vordergrund steht hier erstmals das Geschehen im Norden Deutschlands in den Bistümern Hildesheim und Osnabrück. Ausgehend von der Situation der beiden Fürstbistümer am Ende des 18. Jh., einer umfänglichen Analyse der politischen und wirtschaftlich-sozialen Gegebenheiten sowie einem intensiven Blick auf die inneren Strukturen der beiden Bistümer wird insbesondere deren Aufhebung und die ihrer zahlreichen Klöster beleuchtet. Auch die Neuanfänge des 19. Jh. und die Situation der evangelischen Kirche finden entsprechende Berücksichtigung. Der Band erweitert das Wissen um das Geschehen in Norddeutschland an der Wende des 18. zum 19. Jh. erheblich und bietet - zum ersten Mal überhaupt - eine "Gesamtschau" der kirchlichen Entwicklung dieser Zeit für diesen Raum. Die Publikation vereint die Referate einer Tagung im Bistum Hildesheim und einer Vortragsreihe im Bistum Osnabrück vom Jahr 2003. Fachleute, aber auch historisch interessierte Leser werden die ausgewogene Zusammenführung von Detailergebnissen, Überblicksinformationen und ansprechender Bebilderung zu schätzen wissen. Der Band ist Teil einer Publikationsreihe, die von der Bernward-Mediengesellschaft und dem Verlag Schnell und Steiner gemeinsam betreut wird. In den einzelnen Bänden mit unterschiedlicher Aufmachung werden die kostbaren Schätze, die das Dommuseum, die Dombibliothek und das Bistumsarchiv Hildesheim verwalten, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. So wird dem Heziloleuchter im Hildesheimer Dom eine eigene Publikation gewidmet, die Dombibliothek plant eine prachtvolle Faksimileausgabe des Albani-Psalters, eines Hauptwerks der englischen Buchmalerei des 12. Jh. Opulente Kataloge begleiten spannende Sonderausstellungen des Dommuseums Hildesheim, z.B. zur Reichenauer Buchmalerei oder zu karolingischen Silberschätzen. Das Bistumsarchiv legt u.a. das Jahrbuch des Vereins für Kunst und Geschichte im Bistum Hildesheim vor.
Anne Heinig. Die Krise des Historismus in der Sakraldekoration im späten 19. Jahrhundert. 2004. 264 S, 134 fb. Abb, 28 cm, Gb., EUR 66,- ISBN: 3-7954-1664-7 Schnell & Steiner
Nur selten wurden bisher der Sakralbau und die religiöse Malerei des 19. Jh. in ihrer Wechselwirkung und mit den Augen der kirchlichen Auftraggeber gesehen. Die anschaulich illustrierte Studie zur Sakraldekoration im Kaiserreich beleuchtet die theologischen Hintergründe kirchlicher Kunst und beschreibt ihren Ausweg aus dem Historismus mit den Stimmen der christlichen Kunstkritik um 1900. Die Umbrüche des religiösen Lebens und die zunehmende Kirchenbautätigkeit im Kaiserreich stellten die Sakraldekoration um 1900 vor Aufgaben, für deren Lösung es keine historischen Vorbilder mehr gab. Dem Stilwandel im Sakralbau, den liturgischen Reformen und der aktuellen Bibelkritik folgten im späten 19. Jh. neue Auffassungen der bildlichen Darstellung von Heilsgeschichte. Mit dem ungeschönten Naturalismus lebensgroßer Fresken zum irdischen Alltag Jesu oder der von religiösen Symbolen durchsetzten Ornamentik des Jugendstils "strapazierte" die Kirchenmalerei die an der Sakralkunst des Mittelalters geschulten Sehgewohnheiten ihrer kirchlichen Auftraggeber. Für die christliche Kunstkritik des Späthistorismus aber waren ihre Stilbrüche "Lebenszeichen", die den Schritt der kirchlichen Kunst in die umstrittene Moderne ankündigten. Erstmals wird hier mit den Augen der Auftraggeber das Zusammenwirken von sakraler Architektur und religiöser Malerei des Historismus betrachtet. Der Einführung in die rivalisierenden Kirchenbauideen des frühen Historismus folgt der Blick auf die späteren, konfessionell geprägten Kunstanschauungen der katholischen und evangelischen Kirche. Mit repräsentativen Beispielen späthistoristischer Kirchenbaukunst - z.B. in Kevelaer, Berlin, Beuron, München, Essen, Düsseldorf, Wiesbaden oder Dresden - wird daraufhin der Strukturwandel in der Sakraldekoration dokumentiert. Er führt zu Fragen nach deren Glaubwürdigkeit, Stilgerechtigkeit und Monumentalität, auf die bereits die zeitgenössische kirchliche Kunstpublizistik überraschende Antworten gegeben hat. Somit bietet dieser Band neue Einblicke in die kirchliche Kunstwelt um 1900 und eine aufschlussreiche Darstellung ihrer oftmals verkannten Zeugnisse.
Thomas Ludwig. Der Herkules im Schlosspark Wilhelmshöhe. Kassel. Hrsg. Staatliche Schlösser und Gärten Hessen. 52 S, 40 fb. Abb, 21 cm, Br., EUR 6,90 ISBN: 3-7954-1668-X Schnell & Steiner
Johannes Schreiter. Freie Glasbilder. Hrsg. Johannes-Schreiter-Stiftung. 2005. 200 S, 105 fb. Abb, 30 cm, Gb., EUR 29,90 ISBN: 3-7954-1690-6 Schnell & Steiner
Als einer der bedeutendsten Künstler und Lehrer seines Fachs hat Johannes Schreiter (* 1930) die Glasmalerei der Gegenwart - insbesondere die architekturgebundene - maßgeblich geprägt und weiterentwickelt. Dieser Band stellt nunmehr die "freien" Glasbilder des Künstlers in den Mittelpunkt des Interesses. Erstmals werden diese Werke - mehr als 100 - komplett vorgestellt. Das "autonome" Glasbild begleitet Johannes Schreiter von Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit an. Bevorzugt entstehen die Bilder in Serien, die zu seinen anderen Schaffensgebieten - Fenstergestaltung, Collage, Grafik und Zeichnung - immer Kontakt halten. Diesen Zusammenhang verdeutlichen die zahlreichen Übereinstimmungen in Motiv, Form, Farbe, Linie, Fläche und Raum. So hat das gesamte Schaffen des Künstlers eine charakteristische, individuelle Bildsprache: Konstruktives und Informelles, Formales und Inhaltliches bilden eine unauflösbare künstlerische Einheit. Der vorliegende Band zeichnet sich durch seine opulente Bebilderung aus: Die Farbabbildungen sind vorwiegend auf ganzseitigen Tafeln präsentiert. Die informativen Texte schildern Historie, Typus und Technik des autonomen Glasbildes, begleiten chronologisch und analytisch das Schreitersche Werk und bieten kunsthistorische und kunstkritische Exkurse. Hinzu kommen Selbstäußerungen des Künstlers, die sein künstlerisches Lebenswerk besser verstehen lassen. Ein Werkverzeichnis der freien Glasbilder Schreiters von 1965 bis 2004 rundet den Band ab und macht ihn zu einem unverzichtbaren Überblickswerk. Anlässlich des 75. Geburtstags des Künstlers wird hiermit erstmals sein autonomes glasbildnerisches Oeuvre publiziert. Als Herausgeber zeichnet die Johannes-Schreiter-Stiftung in Langen/Hessen verantwortlich. Als Autor konnte der Kunsthistoriker und Maler Gunther Sehring, wissenschaftlich-künstlerischer Beirat der Stiftung, gewonnen werden.
Regina E. G. Schymiczek, Heribert Schulmeyer. Das Geheimnis von St. Cäcilien. Zwei Kinder und eine Kirchenmaus auf Schatzsuche im Museum Schnütgen in Köln. 2004. 40 S, 27 Abb, dav. 1. fb. 24 cm, Gb. EUR 9,90 ISBN: 3-7954-1666-3 Schnell & Steiner
Durch eine spannende Geschichte wird jungen Lesern deutlich, dass weder alte Kunst noch ein Museumsbesuch eine langweilige Sache sein muss. Der hohe Wiedererkennungswert des Schauplatzes des Geschehens - das Museum Schnütgen - regt dazu an, den Ereignissen der Erzählung vor Ort nachzugehen und Interesse für Museumsbesuche allgemein zu entwickeln.
"Ins Museum? - Wie langweilig!" Der zehnjährige Tristan ist von der Sonntagsplanung seines Vaters wenig begeistert. Er ahnt nicht, dass ein aufregendes Abenteuer auf ihn wartet. Zusammen mit der gleichaltrigen Constanze wird er versehentlich im Museum Schnütgen eingesperrt. Die Kinder treffen hier nicht nur die sprechende Kirchenmaus Alexander, sondern auch noch einen richtigen Geist. Doch die ehrwürdigen Gemäuer des ehemaligen St. Cäcilienstiftes haben dazu noch eine Überraschung parat: Ein uraltes Rätsel stellt die Kinder vor die Aufgabe, einen versteckten Schatz aufzuspüren. Tristans Kombinationsgabe, Constanzes Interesse an den kostbaren Kunstwerken und Alexanders Pfiffigkeit sind gefordert, um diesen Auftrag erfüllen zu können.
Das mit originellen Zeichnungen illustrierte Kinderbuch macht neugierig auf den Schauplatz des Geschehens und weckt Interesse an der Begegnung mit der Kunst - es wurde mit großzügiger Unterstützung der Otto-Wolff-Stiftung Köln gedruckt. Die Kunsthistorikerin Regina Schymiczek und der Comiczeichner und Künstler Heribert Schulmeyer - auch bekannt durch seine Arbeiten für den WDR bei der "Sendung mit der Maus" - wirken hier zum wiederholten Mal erfolgreich zusammen.
Zum Autor:
Regina E.G. Schymiczek, geboren 1961, machte nach dem Abitur zunächst eine Ausbildung zur Dolmetscherin/Übersetzerin. Danach war sie zehn Jahre lang bei verschiedenen internationalen Unternehmen als Direktionsassistentin tätig, bevor sie im Oktober 1994 das Studium der Kunstgeschichte, der Geschichte des Mittelalters und der Klassischen Archäologie an der Ruhr-Universität Bochum aufnahm, wo sie nach einem Auslandssemester an der New York University im Mai 2000 das Magisterexamen mit einer Arbeit über die Formen und Funktionen gotischer Wasserspeier abgelegte. Gleichzeitig mit dem anschließenden Volontariat im Museum Schnütgen in Köln begann sie ihre Dissertation über die Entwicklung des Wasserspeierformen am Kölner Dom, die sie im September 2002 fertig stellen konnte.
Heribert Schulmeyer, geboren 1954, zeichnet seit seinem 12. Lebensjahr, nachdem ihm seine Zwillingsschwester verboten hatte, weiter mit Ritterburgen zu spielen. Nach Schule und Studium wurde er Comiczeichner und freier Künstler. Heute arbeitet er für verschiedene Verlage und für den WDR bei der "Sendung mit der Maus". Heribert Schulmeyer lebt und arbeitet in Köln.
Clementine Schack von Wittenau. Neues Glas und Studioglas. New Glass and Studio Glass. Ausgewählte Objekte aus dem Museum für Modernes Glas. Selected Objects from the Museum of Modern Glass. Ausstellungskatalog 2004. 248 S, 208 meist fb. Abb., 28 cm, Gb. EUR 34,90 ISBN: 3-7954-1619-1 Schnell & Steiner
Die Sammlung des Museums für Modernes Glas genießt weltweites Ansehen. Die Stilvielfalt von 100 hier vertretenen Glaskünstlern aus der Alten und Neuen Welt präsentiert dieses reich illustrierte Katalogbuch anhand ausführlicher Betrachtungen einzelner Kunstwerke. Künstlerviten und ausführliches Literaturverzeichnis machen es zu einem unentbehrlichen Nachschlagewerk über zeitgenössische Glaskunst.
Durch die beiden Coburger Glaspreise 1977 und 1985, denen 2006 ein dritter folgen soll, gilt die Vestestadt weithin als Ort der Förderung von innovativer künstlerischer Arbeit mit Glas. Die Sammlung des Museums für Modernes Glas ist schon vor jener Zeit und vermehrt danach bis heute ständig ausgebaut worden. In ihr spiegelt sich nicht nur die Entwicklung vorwärtsdrängender Glasbewegungen in Europa und Amerika, sondern ebenso eine stetig zunehmende Internationalisierung der Szene wider, die eine fast vollständige Loslösung von den traditionellen Zentren der Glasherstellung mit sich gebracht hat.
Der Band trägt diesen Entwicklungen Rechnung: Nicht nur der einzelne Künstler, so Klaus Moje oder Stephen Procter für A wie Australien oder Harvey Littleton und Joel Philip Myers für V wie Vereinigte Staaten, kommt darin zu Wort, indem ein besonders charakteristisches Werk von ihnen näher beleuchtet wird. Es werden auch die verschiedenen "Materialsprachen" und künstlerischen Konzepte insgesamt untersucht, so dass sich hier das Bild von fast 30 Jahren jüngster Glasgeschichte kaleidoskopartig entfaltet - ein Panorama, dass auch der einleitende Essay ausleuchtet.
Jedem besprochenen Objekt ist eine ganzseitige Abbildung in Farbe beigegeben. Detailaufnahmen ästhetisch ansprechender Glasstrukturen machen das Buch zu einem weiteren Augenschmaus. Im Anhang findet sich neben einem biographischen Teil mit Fotos aus dem Arbeitsalltag der Künstler ein ausführliches Literaturverzeichnis, so dass Glassammler und -liebhaber ebenso wie Museumsleute und Spezialisten voll auf ihre Kosten kommen.
Janez Höfler. Der Palazzo Ducale in Urbino unter den Montefeltro (1376 - 1508). Neue Forschungen zur Bau- und Ausstattungsgeschichte. 2004. 380 S., 33 Planrisse und Architekturzeichnungen auf 36 Bildtafeln. 24 cm, Gb., EUR 59,- ISBN: 3-7954-1679-5 Schnell & Steiner
Der Herzogspalast in Urbino gilt als eine der bedeutendsten Palastarchitekturen der italienischen Renaissance. Seine Entstehung und Ausgestaltung fand in der besonderen geistigen und kulturellen Atmosphäre am Urbinater Hof unter dem Grafen und Herzog Federico da Montefeltro statt. Anhand neu erschlossener Geschichtsquellen rekonstruiert dieser Band die Frühgeschichte des großartigen Palastes. Bei allem Interesse, das die Forschung bisher für dieses Baudenkmal zeigte, und trotz des beachtlichen Schrifttums zum Thema ist die Entstehung des Palastes bis heute in wesentlichen Punkten ungeklärt geblieben. Diese Publikation widmet sich auf der Grundlage von neu erschlossenen oder bisher nicht richtig ausgewerteten Geschichtsquellen der Frühgeschichte des Palastes, die sich nunmehr weitgehend rekonstruieren lässt. So kann die Existenz einer bereits im Jahre 1392 als solche bezeugten Montefeltro-Residenz am Hauptplatz von Urbino festgestellt werden - sie stand genau an der Stelle des heutigen Nordflügels des Palastes und seiner westlichen Verlängerung und wurde unter Federico da Montefeltro stufenweise zu einer Vierflügelanlage erweitert und im Innern umstrukturiert. Die Leistungen der daran beteiligten Architekten, in erster Linie Luciano Laurana (1466-1472) und Francesco di Giorgio (ab 1476/77), erscheinen nun in einem neuen Licht und werden angemessen gewürdigt. Der Beschreibung einzelner Bauvorgänge nach Phasen, angefangen mit dem sog. Palazzetto della Jole (ab 1454), entsprechenden Analysen und kunstgeschichtlichen Bewertungen folgen die Behandlung der Innenausstattung und schließlich die Darstellung des Federico da Montefeltro als Bauherr und Auftraggeber. Der vorliegende Band bedeutet eine völlig neue Stufe in der Forschungsgeschichte des Urbinater Herzogspalastes, die manche bisher geltenden Ansichten als überholt erweist. Eine Vielzahl architektonischer Zeichnungen trägt zur Anschaulichkeit bei, der beigegebene Dokumentenanhang präsentiert Exzerpte aus den Quellen und sonstige frühe schriftliche Erwähnungen des Palasts größtenteils nach Originalen.
Regina E. G. Schymiczek, Heribert Schulmeyer. Willibrord der Wasserspeier. 2002. 44 S, 33 fb. Abb, 25 cm, Gb., EUR 11,50 ISBN: 3-7954-1688-4 Schnell & Steiner
Wer gotische Kirchen von außen genau betrachtet, wird häufig unzählige steinerne Wesen entdecken: Drachen, Hunde, Teufel und andere groteske Gestalten. Stumm und leblos blicken sie uns an - doch bei Regen werden sie scheinbar lebendig und spucken das Wasser in hohem Bogen in die Tiefe. Einem Wasserspeier des Kölner Domes widmet die Autorin erstmals ein Kinderbuch. Willibrord, ein uraltes Steinmonster am Kölner Dom, kann plötzlich sprechen und lernt eine Taube kennen. Zögernd schließen die beiden Freundschaft. Da geschieht ein Diebstahl am Dom. Nur die beiden ungleichen Freunde können die Tat aufklären. Doch durch diesen Einsatz verändert sich ihr Leben abrupt und die Freunde müssen sich trennen. Wird es ein Wiedersehen geben? Das zauberhaft illustrierte Kinderbuch ist der erste gemeinsame Erfolg der Kunsthistorikerin Regina Schymiczek und des Comiczeichners Heribert Schulmeyer. Mit ihrer spannenden Geschichte begeistern sie die Kinder für den gotischen Kirchenbau. Zahlreiche kleine Augenpaare sind am Kölner Dom schon auf die Suche nach Willibrord gegangen ...
ZinnZeit. Spuren eines Handwerks in Alltag und Kunst. Ausstellung im Jura Museum auf der Willbaldsburg Eichstädt. April bis Oktober 2004. Hrsg. Rainer K. Tredt, E.W.Zschaler. 2004. 152 S., 60 Abb., 24 cm, Gb. EUR 19,90 ISBN: 3-7954-1673-6 Schnell & Steiner
Zinn ist schon seit der Bronzezeit als Werkstoff bekannt und wird seither als reines Metall oder in Legierungen vielfach verwendet: in Alltagsgeschirr wie in hochwertigen Zeugnissen künstlerischen Schaffens. Der Band zeigt repräsentative Zinnobjekte vom Barock bis in die Gegenwart. Die technische Entwicklung des Handwerks wurde bereits im späten Mittelalter perfektioniert, so dass sich die Arbeit der Zinngießer bis zum heutigen Tag kaum verändert hat. Die im späten 13. Jahrhundert entstandenen Zünfte übernahmen die Festlegung und Kontrolle der Legierungsvorschriften, die Vergabe von Qualitätsmarken und die Regulierung der Meisterzahl. Die Zünfte bestanden bis zur Einführung der Gewerbefreiheit im 19. Jahrhundert. Der vorliegende Band präsentiert dem Leser eine große Bandbreite von rund 70 Zinnobjekten aus Handwerk, Alltag und Kunst und deckt damit eine Zeitspanne ab, die von der Barockzeit über das 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart reicht. Das älteste Stück, ein Reliefteller aus Nürnberger Produktion, datiert aus dem Jahr 1610. Ausgehend vom Salz- und Pfefferdöschen über Krüge, Zunft- und Taufkannen und Abendmahlsgeschirr der Erzbischöfe von Köln erhält der Leser einen umfangreichen Einblick in die Welt des Zinns, des "Silbers der kleinen Leute".
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