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Silvio Margadant/Emanuel Braun (Hrsg.). Giovanni Domenico Barbieri. (1704—1764). Ein Graubündner als Hofmaurermeister des Fürstbischofs von Eichstätt. Autobiographie und Ausgabenjournal - Autobiografia e contabilità. Einltg. Massimo Lardi. 1. Auflage 2004, 264 S., 16-seitiger Tafelteil mit überw. fb. Abb., 20 cm, Gb., EUR 16,90 ISBN: 3-7954-1626-4 Schnell & Steiner
Die in diesem Band erstmals einer größeren Öffentlichkeit präsentierten autobiographischen Aufzeichnungen des in Diensten des Fürstbischofs von Eichstätt stehenden Hofmaurermeisters Giovanni Domenico Barbieri sind heute als nahezu einzigartige Quelle von unschätzbarem Wert. Sie werden hier in zweisprachiger Ausgabe zugänglich gemacht. Giovanni Domenico Barbieri ist kein Baumeister, der als einer der Großen in die Kunstgeschichte eingegangen ist. Er ge-hört indes zu jenen Graubündener Baumeistern und Stuckateuren, die für die Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts zu einem Begriff geworden sind. Die meisten von ihnen — so auch bekannte Meister wie Enrico Zuccalli und Gabriel de Gabrieli — stammten aus dem kleinen, abseits gelegenen Misoxtal, das die Verbindung vom San Bernadino-Pass zum Tessin herstellt, sprachlich und kulturell zu Italien tendiert, politisch und kirchlich aber zum Kanton Graubünden gehört. Die im Staatsarchiv in Chur aufbewahrten „Brevi Nottate di mia vita andante“, die Lebensbeschreibung von Giovanni Domenico Barbieri (1704—1764), sind von Silvio Marganant ediert sowie übersetzt und mit einer Einführung von Massimo Lardi versehen worden. Der Autor beschreibt seine Jugend in einem abgelegenen Tal, das nur wenigen Familien eine Existenz bot. Wie viele seiner Landsleute musste er sich fern der Heimat verdingen und kam als Maurerlehrling nach Eichstätt, wo sein Vorbild Gabriel de Gabneli als Architekt des Fürstbischofs wirkte. Er konnte sich bald den fremden Verhältnissen anpassen, bildete sich fort und bekam verantwortungsvolle Aufgaben als Baumeister übertragen in einer Zeit, als im baulichen Gewerbe Hochkonjunktur herrschte. Man erfährt vieles über das harte Leben am Bau und die Abläufe der Maßnahmen, über die wirtschaftlichen Verhältnisse, das Entstehen bekannter Baudenkmäler im mittelbayerischen Raum, über die Gesinnung Barbieris und sein Verhältnis zu den Kollegen aus der Heimat. Die Aufzeichnungen geben einen authentischen Einblick in den Alltag eines Baumeisters jener Zeit und sind eine wichtige neue Quelle, die die Kunstgeschichte Graubündens und Bayerns bereichert.
Paul von Lichtenberg. Glasgravuren des Biedermeier. Dominik Biemann und Zeitgenossen. Biedermeier Engraved Glass Dominik Biemann and Contemporaries. 2004, 280 S., über 250 Duoton- und fb. Abb. 28 cm, Gb., (deutsche Ausgabe) ISBN 3-7954-1648-5 (englische Ausgabe) bis 31. März 2004: EUR 60,- dnach, EUR 76,- ISBN: 3-7954-1647-7 Schnell & Steiner
Ausstellungen in: Joanneum (Graz), 06.05.-25.07.2004 KGM Schloss Pilinitz (Dresden), 06.08—31.10.2004 und museum kunst palast (Düsseldorf), 20.11.2004—20.02.2005 Die hochkarätig bestückte internationale Ausstellung, zusammengestellt von Paul von Lichtenberg, zeigt zum ersten Mal überhaupt Glasgravuren einer Epoche im direkten Vergleich. Die Exponate sind seltenste Glasgravuren von besonderer Schönheit aus sonst unzugänglichen Privatsammlungen und Glanzstücke von Museen. Hinzu kommt der ausgesuchte Bestand des jeweiligen Gastgebermuseums. Dominik Biemann (1800-1857), bedeutendster Porträtgraveur, wurde in der berühmten gräflich Harrachschen Glashütte in Neuwelt und in Harrachsdorf ausgebildet und durfte aufgrund seiner Begabung als Einziger seiner Zunft die Kunstakademie in Prag besuchen. Ab 1825 arbeitete er in Franzensbad für den Hochadel, auf dessen Einladung auch an den Höfen von Gotha, Dessau, Berlin und Wien, und für das in diesem Weltkurort flanierende Großbürgertum. Charakteristisch für seine Kunst sind Detailreichtum und Plastizität seines stets flachgehaltenen Tiefschnitts und seine Ehrfurcht vor dem Individuum, ob Mensch, Tier oder Pflanze. Seine unerhörten Porträts waren die Sensation und sie bleiben unerreicht. Paul von Lichtenberg legt ein grundlegendes, reich bebildertes Buch vor, das erstmals Unterscheidungsmerkmale und Ähnlichkeiten von Schnitttechnik und persönlichem Stil der Meistergraveure, die während Biemanns Lebenszeit arbeiteten, zeigt. Dessen Œuvre wird mit einigen der besten Gravuren von Gottstein, Hackel, Pelikan, Pfohl, Simm und Zach verglichen und erörtert. Deren Sujets auf vorwiegend farblosem Kristallglas umspannen das damalige Themenspektrum von Jagd und Mythologie bis Genre sowie von furiosen Schlachtszenen bis zu Porträts voller Einfühlung und Zärtlichkeit. Das Werk untersucht in einem eigenen Kapitel Mode und Frisuren des Biedermeier und wirft neues Licht auf manche Porträtgravur, die Dominik Biemann schuf. Die jährlichen Listen der Badegäste Franzensbads ermöglichte die Identifizierung und exakte Datierung mancher Porträts. Der opulent ausgestattete Band wartet mit außergewöhnlich detailreichen Abbildungen in Duoton und alle Überfanggläser in Farbe auf.
Heisig, Alexander: Der Bildhauer Joseph Matthias Götz (1696-1760). Studien zur Barockskulptur in Bayern und Österreich. 2003. (Stud. z. christl. Kunst 5). 520 S., 56 sw. u. 19 fb. Abb. 28 cm, Gb., EUR 84,- ISBN: 3-7954-1520-9 Schnell & Steiner
Der Bildhauer Joseph Matthias Götz zählt unstrittig zu den herausragenden Protagonisten der bayerischen und österreichischen Kunstgeschichte. Bis heute kündet ein gewaltiges Œuvre, das monumentale plastische Kirchenausstattungen wie kleinformatige Elfenbeine, Druckgraphiken wie Architekturprojekte umfasst, von seiner große Meisterschaft und stellt ihn in die Reihe der besten Bildhauer des 18. Jahrhunderts. Götz‘ Wirkungsraum erstreckte sich über weite Teile Niederbayerns sowie Ober- und Niederösterreichs und umfasste damit das Bistums Passau in seiner Ausdehnung vor 1783. Zu seinen Auftraggebern zählten sowohl die reichen Prälatenklöster wie auch Bürgerschaften und adlige Herren. Besonderer Wertschätzung erfreute sich Götz ferner beim Passauer Fürstbischof Joseph Dominikus von Lamberg, von dem er mehrfach mit reprasentativen Aufträgen wie Maria Taferl betraut wurde. Neben dem engen Kontakt zu prominenten Barockkünstlern ist vor allem die langjährige Zusammenarbeit mit dem bedeutenden Passauer Orgelbauer Johann Ignaz Egedacher hervorzuheben, aus der eine Reihe formprägender Orgeln bzw. Orgelprospekte hervorgegangen ist. Anhand repräsentativer Werkstationen zeichnet der Darstellungsteil den Werdegang des Künstlers von seinen Anfängen in Bamberg bis zu seinem Tod nach. Der Biographie schließen sich stilkritische Betrachtungen zu Götz als Bildhauer an, die seine Tätigkeiten in den Materialien Holz, Stein und Elfenbein sowie die stilistische Entwicklung seiner Figuralplastik thematisieren. Breiter Raum wird fem dem „Altarbau“ und dem „Orgelprospekt“ eingeräumt, a denen die innovative Leistung Götz‘s als kreativer Kompilat diverser Kunstströmungen in besonderer Weise zutage trit Eine kritische Würdigung des Künstlers im Kontext des bayerisch-österreichischen Barock und eine erstmalige Zusammenstellung aller Quellen beschließen den Textteil. Ein umfangreicher Werkkatalog bildet das Fundament für die zuvor ausgeführten Betrachtungen. Er gliedert sich, entsprechend der Gewichtung innerhalb Götz‘ Schaffens, in drei Gruppen „Skulpturale Arbeiten in Holz, Stein und Elfenbein‘ „Zeichnungen und Druckgraphik“ und „Architekturprojekte‘ wobei eine klare Differenzierung zwischen gesicherten um zugeschriebenen Werken gewahrt wird. Der Autor ist wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Erzbischöflichen Kunstreferat der Erzdiözese München und Freising und dort u. a. für die Schwerpunkte Liturgische Neugestaltung und Denkmalpflege zuständig.
Schloss Köpenick. Archäologie — Baugeschichte — Nutzung. Hrsg. Lothar Lambacher im Auftrag der Staatlichen Museen zu Berlin und des Landesdenkmalamts Berlin. Norbert Benecke, Matthias Dunger, Oskar Emmenegger, Felix Escher, Reinhard Gross, Markus Happel, Jörg Haspel, Guido Hinterkeuser, Eberhard Kirsch, Gunnar Nath, Maria Ovelgönne, Gerhard Schlotter, Dirk Schumann, Peter-Klaus Schuster, Claus-Dieter Sprink, J. 2006 384 S. 300 überw. fb. Abb., 31 cm, Gb., EUR 86,- ISBN: 3-7954-1630-2 Schnell & Steiner
Der „bedeutendste erhaltene Profanbau des vorschlüterschen Barock in der Mark Brandenburg“ (Dehio) wurde zwischen 1677 und 1689 nach Plänen der Architekten Rutger van Langerfelt und Johann Arnold Nering als Residenz flur den brandenburgisehen Kurprinzen Friedrich errichtet. Die grundlegende Instandsetzung der Anlage von 1994 bis 2004 ist der Anlass für diese umfangreich bebilderte und inhaltlich erstmals umfassende Monographie.
Im Zuge der umfassenden Restaurierung wurde das Schlossensemble für die Erfordernisse eines modernen Museumsbetriebs als Dependance des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Museen zu Berlin eingerichtet. Die begleitenden archäologischen Grabungen, baulichen und restauratorischen Maßnahmen, naturwissenschaftlichen Untersuchungen sowie gründliche archivalische und kunsthistorische Studien erbrachten in den vergangenen zehn Jahren eine Fülle an neuen Erkenntnissen über die Siedlungs- und Baugeschichte auf der Köpenicker Schlossinsel. Dieses Wissen wird hier erstmals und in einzigartig umfassender Weise präsentiert. In neun ausführlichen Beiträgen der beteiligten Archäologen, Denkmalpfleger, Historiker, Kunsthistoriker, Restau-ratoren und Architekten wird der aktuelle Forschungsstand über die ältesten neolithischen Siedlungsspuren, bronzezeitlichen und slawischen Burgwälle, mittelalterlichen Burganlagen und den Schlossbau des 16. Jahrhunderts dargestellt. Im Zentrum der Darstellung steht jedoch das gegenwärtige Barockschloss mit seiner überregional bedeutenden Ausstattung in Gestalt 29 stuckierter und bemalter Plafonds, die in den letzten Jahren aufwändig restauriert wurden. Aufsätze über die Nutzungsgeschichte, die Entwicklung des Schlossgartens und die jüngsten denkmalpflegerischen Maßnahmen ergänzen das Bild. Den Band zeichnet die opulente, überwiegend farbige Bebilderung aus. Zahlreiche Abbildungen veranschaulichen wichtige Details und komplexe Zusammenhänge der Baugeschichte; eigens für dieses Buch erstellte, grol3formatige Neuaufnahmen der restaurierten Schlossanlage lassen zudem ein repräsentatives Bildwerk entstehen. Ein umfassender wissenschaftlicher Apparat beinhaltet einen Katalog archäologischer Funde, architektonischer und restauratorischer Befunde sowie die erstmalige umfassende Edition der wichtigsten schriftlichen Quellen zur Geschichte der Köpenicker Schlossinsel. Die bislang umfassendste Monographie zu Schloss Köpenick vermittelt den aktuellen Kenntnisstand.
Mahmoud Zibawi. Koptische Kunst. Das christliche Ägypten von der Spätantike bis zur Gegenwart. Übers. aus dem Franz. von Karl Piehler. 1. Auflg. 2004, 240 S., 240 fb. und 51 sw Abb., 30 cm, Gb., Bis 30.06.2004. EUR 69,- danach EUR 79,- ISBN: 3-7954-1562-4 Schnell & Steiner
Die koptische Kunst, d.h. die christliche Kunst Ägyptens, weist von ihren frühen Anfängen bis in die Gegenwart eine reiche Entwicklung auf Sie lässt erkennen, in welchem Spannungsfeld der Kulturen das Kunstschaffen in diesem Land durch die verschiedenen Epochen hindurch erfolgte. Der aufwendig illustrierte Band führt die Originalität der koptischen Kunst vor Augen. Dem Leser ist damit ein grundlegendes Werk über die Kunst des chrisflichen Orients an die Hand gegeben. In den ersten Jahrhunderten unserer Zeit war die multikulturelle Metropole Alexandria als eines der vier Patriarchate ein Hauptzentrum des sich ausbreitenden Christentums. Entscheidend war in dieser Epoche der römisch-hellenistische Einfluss, der die Anfänge der koptischen Kunst nachhaltig prägte, bevor frühbyzantinische Einflüsse überwogen. Im 5. Jahrhundert führten die dogmatischen und kirchenpolitische Streitigkeiten zum Bruch: Die ägyptische Kirche trennte sich von Konstantinopel und wurde zur autonomen koptischen Kirche. Die byzantinische Kunst blieb indes am Nil weiterhin bestimmend, selbst als Ägypten nach der arabischen Eroberung Mitte des 7. Jahrhunderts dem Reich der Omaijaden von Damaskus zugeschlagen wurde. Vor allem in Klöstern erlebte die koptisch-byzantinische Kunst damals eine Blütezeit. Die zunehmende Islamisierung blieb nicht ohne Auswirkungen auf die koptische Kunst und führte stilistisch wie ikonographisch zu neuen, eigenständigen Ausformungen. Der Autor stellt die Entwicklung der koptischen Kunst in vier Epochen dar. Er unterteilt sie in die ersten Jahrhunderte der frühchristlichen Kunst, die byzantinisch-koptische Kunst des frühen Mittelalters, die arabisch-koptische Kunst von den Abbasiden bis zu den Mameluken und die koptische Kunst in der Neuzeit. Architektur, Skulptur und Textilkunst kommen ebenso zur Sprache, wie die umfangreichen Zeugnisse der Wandmalerei. Mahmoud Zibawi (* 1962 in Beirut), selbst ein talentierter Maler, ist Experte für die Kultur des christlichen Orients. Seine Promotion an der Pariser Sorbonne galt der frühchristlichen Malerei Ägyptens. In seinen Publikationen beschäftigt sich der Autor insbesondere mit den Wechselbeziehungen der Kulturen, unter anderem der christlich-orientalischen und der islamischen Welt.
Inga Pelludat. Peter Axer: Kunst und Antiquitäten Empfehlungen zur Handhabung, Reinigung und Aufbewahrung Hrsg. Facharbeitskreis Schlösser und Gärten in Deutschland 1. Auflage 2004, 160 S. 100 teils fb. Abb., 24 cm, Br., EUR 19,90 ISBN: 3-7954-1646-9 Schnell & Steiner
Dieser reich bebilderte lexikalische Ratgeber richtet sich an alle, die privat oder beruflich mit Kunst und Antiquitäten Umgang haben. Knapp, aber inhaltlich umfassend vermittelt diese Handreichung, wie Kunstgut optimal gepflegt und erhalten werden kann. Die Erfahrungen vieler Restauratoren aus den staatlichen Schlösserverwaltungen in Deutschland sind in diese Zusammenstellung von praxisorientierten Empfehlungen eingeflossen, die so bislang nur durch die Lektüre umfangreicher Fachbücher gewonnen werden konnte. Zur Pflege von Kunstobjekten gehört ihre regelmäßige Reinigung. Unsachgemäße Behandlung kann hier große Schäden verursachen, weshalb Hinweise zu objektgerechten Reinigungsmethoden und -mitteln ein Kernthema des Buchs darstellen. Dem ist vor allem der umfangreiche lexikalische Teil gewidmet. Darüber hinaus werden auch die Grenzen der routinemäßigen Pflege aufgezeigt und für diese Fälle Kriterien zur Auswahl von qualifizierten Restauratoren angeboten. Bei der Erhaltung von Kunstgut kommt auch der Aufbewahrung weitreichende Bedeutung zu: Die Rahmenbedingungen für Schauräume und Depots – Raumklima und Beleuchtung – werden hierbei ebenso angesprochen wie der Transport oder die Deponierung von Kunstgut. Ein eigener Abschnitt widmet sich der Problematik von Katastrophenfällen — Feuer, Wasser, Vandalismus —‚ wobei differenziert auf einzelne Kunstgattungen eingegangen wird. Durch umfangreiches Bildmaterial soll es dem Leser ermöglicht werden, Veränderungen am Kunstwerk zu erkennen, damit rechtzeitig Maßnahmen zur Vermeidung irreparabler und wertmindernder Schäden ergriffen werden können. Hersteller- und Bezugsadressen der empfohlenen Materialien sowie ein umfangreiches Literatur- und Homepageverzeichnis ergänzen das Handbuch, so dass auch für weiterführende Probleme Antworten und Ansprechpartner gefunden werden können. Privatsammlern, Museums-, Kirchen- und Schlosspersonal wird der Ratgeber eine unschätzbare Hilfe sein, um die Rahmenbedingungen für den Erhalt von wertvollen Kunstwerken zu optimieren und grobe Fehler im Umgang mit Kulturgut zu vermeiden.
Timothy Verdon. Maria in der Florentiner Kunst. 2004. 120 S., 58 fb. und 9 sw Abb. 21 cm, Br., EUR 16,90. ISBN: 3-7954-1640-X Schnell & Steiner
Das Leben der Muttergottes inspirierte riorenuner Künstler aus allen Epochen zu großartigen Kunstwerken - es gibt fast kein Ereignis im Leben Marias, das seine Darstellung nicht in einem Meisterwerk der Malerei oder Skulptur gefunden hätte. Der reich illustrierte Band lässt in einer faszinierenden und präzisen Synthese den unermesslichen Reichtum erfassen und bietet neue Interpretationsansätze. Die Florentiner Künstler haben nahezu jeden Augenblick und jedes Ereignis im historischen und legendären Leben Marias in ihren Werken dargestellt. Bei weitem waren sie aber nicht nur „Madonnenmaler“, die sich auf das Reproduzieren konventioneller Bilder und auf frommes Anpreisen beschränkten. Vielmehr erweiterten Künstler wie Giotto, Bernado Dadi, Masaccio, Donatello, Beato Angelico, Filippo Lippi, Botticelli, Fillippino Lippi, Leonardo oder Michelangelo die tra-dierten Themen der marianischen Ikonographie: Sie haben die Muttergottes als Heilige dargestellt, aber auch als menschliches Wesen und vor allem als Frau. Der vorliegende Band behandelt die bedeutendsten Werke und führt Zeugnisse einer fast eintausendjährigen Beschäftigung mit der Gestalt der Maria in der florentinischen Kunst vor Augen. Timothy Verdon wurde 1946 in New Jersey geboren studierte Kunstgeschichte an der Yale University, lebt seit 30 Jahren in Italien und ist seit 1994 Priester in Florenz. Er ist Domherr, Mitglied des Aufsichtsrats der Opera die Santa Maria del Fiore, Fellow des Harvard University Center for Italian Renaissance Studies und Dozent der Stanford University. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Themen der religiösen Kunst. Aus dem Inhalt: Die Frau als Sinnbild — Die Stätten der Marienverehrung – Santa Maria del Fiore — Maria und der Humanismus – Die psychologische Erforschung — Die Maria des Tondo Doni – Mater dolorosa, Mater gloriosa.
Arndt, Gregor: Mühlhausen, St. Josefskirche. 2003. 24 S., 16 fb. Abb. 17 12 cm. Gh EUR 3,- ISBN: 3-7954-6465-X Schnell & Steiner
Bild und Botschaft II. Biblische Geschichten auf Bildern der Alten Pinakothek München. Hrsg.: Metzsch, Friedrich A von. 2004. 96 S., 30 fb. Abb. 21 cm. Gb EUR 12,90 ISBN: 3-7954-1638-8 Schnell & Steiner
Die weltberühmte Alte Pinakothek in München zeigt aus ihrem Sarnmlungsbestand über 200 Meisterwerke mit biblischem Inhalt. „Bild und Botschaft II“ erschließt dem Betrachter in einer repräsentativen Auswahl von Schlüsselszenen des Alten und Neuen Testaments und knüpft damit an den Erfolg des ersten Bandes an. Auch dieser Band geht aus der seit über zehn Jahren viel besuchten Vortragsreihe „Biblische Bildtrachtungen" hervor. Wie im ersten Band führen Kunsthistoriker und Theologen aus unterschiedlichen Perspektiven Thematik, künstlerische Inszenierung und Botschaft des jeweiligen Bildes eindrucksvoll vor Augen. Dabei geht es weniger um kunsthistorische Analysen im engeren Sinne. Ziel des Buches ist es vielmehr, einen neuen Zugang zu Bildwerken mit biblischen Themen zu eröffnen: Über die ästhetischen und malerischen Qualitäten hinaus vermitteln sie in prägnanten Texten theologisch fundierte Informationen. Dabei wird immer wieder die Parallelität biblischer Geschichten zu aktuellen Fragen deutlich. Zum besseren Verständnis ist jedem Bild der ihm zugrunde liegende biblische Text beigefügt. Die Auswahl von Gemälden Alter Meister des 14.— 17. Jahrhunderts umfasst eindrucksvolle Werke von Claude Lorrain, Peter Paul Rubens, Hans Memling, Stefan Lochner, Antonis van Dyck, Hans Baldung, Giotto oder Rembrandt, die behandelten Themen reichen von Abraham bis zur Offenbarung und umfassen Schlüsselszenen des Alten und neuen Testaments. Der Band wendet sich an alle Altersgruppen und versteht sich als Einladung, Gemälde mit biblischen Themen in ihrer Vielschichtigkeit und ihrem Anredecharakter wahrzunehmen.
Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg (Hrsg.) Der Süden im Norden. Orangerien, ein fürstliches Vergnügen Beiträge von Dorothee Ahrendt, Simone Balsam, Alfons Eifgang, Ulrike Grimm, Claudia Gröschel, Heinrich Hamann, Rosemarie Münzenmayer, Hans-Dieter Proske und Hubert Wertz 2. Auflage 2004, 112 S., 95 fb. und 15 s/w. Abb., 21 cm, EUR 9,90 ISBN: 3-7954-1257-9 Schnell & Steiner
Freunden und Kennern der Gartenkunst liefert dieser reich illustrierte, nun wieder lieferbare Band einen umfassenden Überblick zur kultur- und architekturhistorischen Entwiddung von Orangerien. Die Auswahl prominenter Beispiele reicht hierin von Wien über Stuttgart und Schwetzingen bis nach Kassel und Potsdam.
Fürstliche Sammelleidenschaft, Prestigedenken und die Sehnsucht nach dem Süden ließen vor rund 300 Jahren große Sammlungen von Zitrusgewächsen entstehen, deren Symbolik die fürstlichen Besitzer für sich in Anspruch nahmen. Für die Kultivierung dieser und anderer exotischer Pflanzen wurden Orangerien entwickelt. In ihrer Doppelfunktion als Raum für die Pflanzenüberwinterung und für höfische Festlichkeiten im Sommer stellten die Orangerien den Höhepunkt barocker Gartenbaukunst dar und dürften in kaum einer größeren Anlage fehlen.
Die 1999 abgeschlossene Restaurierung der neuen Orangerie im Schwetzinger Schlossgarten gab den Anlass zur Dauerausstellung „Der Süden im Norden — Orangerien, ein fürstliches Vergnügen“: Sie führt — ebenso wie der vorliegende Band — in die Vielseitigkeit des Themas ein und zeigt u.a. auch die wechselseitigen Einflüsse von Orangerien und Gartenkunst auf. Zahlreiche Beiträge zu kultur-, architekturhistorischen, botanischen und technischen Aspekten verschaffen dem Leser einen umfassenden Einblick in einen bedeutenden Bereich der Gartenkunst des 17. und 18. Jahrhunderts. Inhalt: Claudia Gröschel: Die goldenen Äpfel. Zitrusfrüchte zwischen antikem Mythos, Herrschaftssymbol und bildender Kunst; Clemens Alexander Wimmer: Die Pflanzenbestände der Orangerien; Heinrich Hamann: Entwicklung des abschlagbaren Pommeranzenhauses in Deutschland; Simone Balsam: Die Orangerie im Kontext von Schloss und Garten; Rosemarie Münzenmayer: Die Orangerie im Schlossgarten Weikersheim; Claudia Gröschel: Von der Orangerie zum Glashaus; Rosemarie Münzenmayer/Alfons Eifgang: Die Wilhelma in Stuttgart; Hubert Wolfgang Wertz: Die Schwetzinger Orangerien; Hans-Dieter Proske: Die Instandsetzung der neuen Orangerie Schwetzingen; Dorothee Ahrendt: Historische Orangerie- und Pflanzgefäße; Ulrike Grimm: ‚Unterschiedner Garten und Gewächsscherben‘. Keramische Zierkübel; Heinrich Hamann: Die Heizung in Orangerien und Gewächshäusern
P. Gerhard Ruf. Die Fresken der Oberkirche San Francesco in Assisi. Ikonographie und Theologie. Vorwort v. P. Anton Rotzetter, Fotos von Stefan Diller, Ghigo Roli u.a. 2003. 352 S., 155 fb. Abb., Zahlr. Zeichnungen und Pläne. 28 cm, Gb., EUR 49,90 ISBN: 3-7954-1528-4 Schnell & Steiner
Dieses grundlegende Werk erschließt in einer faszinierenden Gesamtschau das Bildprogramm der weltberühmten Oberkirche von San Francesco in Assisi mit seinen vielschichtigen Sinnbezügen und komplexen Inhalten. Illustriert mit hervorragenden Farbabbildungen, eröffnet sich dem Leser und Betrachter die Botschaft des Freskenschmucks in seiner ikonographischen und theologischen Reichhaltigkeit. Seit dem Mittelalter gehört Assisi zu den großen Wallfahrtszielen Europas. Die Doppelkirche über dem Grab des heiligen Franziskus, zugleich Mutterkirche des Ordens und „Hauskirche“ des Papstes, hat Ende des 13. Jh. eine außerordentlich reiche Ausgestaltung erfahren. Gegenstand dieses aufwendig mit vorzüglichen Aufnahmen ausgestatteten Bandes sind die Fresken der Oberkirche. Dabei richtet sich das Interesse weniger auf stilgeschichtliche Fragen als vielmehr auf die inhaltliche Konzeption des Bildprogramms, das als ein Ganzes in seiner heilsgeschichtlichen Dimension zu begreifen ist. Nach einer Einleitung in die Funktion des Bildes in der Vätertheologie beginnt die Betrachtung der Fresken mit der Apsis, die dem Marienleben gewidmet ist und folglich die Kirche neu als Marienkirche verstehen lässt. Die Querhäuser werden ebenso in die Gesamtschau einbezogen wie das Langhaus, in dem als „Via sacra“ alt- und neutestamentliche Bildreihen mit Szenen aus dem Leben des Franziskus in Beziehung gesetzt sind. Um die Inhalte und deren künstlerische Umsetzung zu verdeutlichen, sind zu den biblischen Bildern die entsprechenden Texte der Heiligen Schrift und zu den Franziskusbildern die grundlegenden Texte aus Bonaventuras Lebensbeschreibung des heiligen Franziskus gestellt. Schemata und Zeichnungen veranschaulichen die ikonographischen und theologischen Zusammenhänge, und mit Hilfe der hervorragenden Farbahbildungen kann sich der Beschauer in die Betrachtung der Bilder versenken. Er wird in eine mystische Welt hineingezogen und eingeführt, die ihm zugleich tiefe Einblicke in das theologische Denken und in die geistesgeschichfliche Situation der Entstehungszeit geben. P. Gerhard Ruf OFM Conv. kam 1959 als Seelsorger für die deutschsprachigen Pilger und Reisegruppen nach Assisi. Seine intensive Beschäftigung mit der bildlichen Ausstattung von San Francesco drückt sich in einer Reihe von beachtlichen Publikationen zum Thema aus.
Glatz, Ulrike: Burg Rheinstein Trechtingshausen. 2003. 28 S., 16 fb. Abb. 17 cm. Gh EUR 3,- ISBN: 3-7954-6468-4 Schnell & Steiner
Reiner Kammerl. Weißenburg. Großer Kunstführer 116. 2003. 48 S. 50 fb. Abb., 24 cm, Gb., EUR 9,90 ISBN: 3-7954-1547-0 Schnell & Steiner
Peter Schmid. Klemens Unger. (Hrsg.). 1903 - Wende in Europas Mitte. Vom feudalen zum bürgerlichen Zeitalter. 2003. 640 S., 400 meist fb. Abb., 27 cm, Gb., EUR 49,80 ISBN: 3-7954-1552-7 Schnell & Steiner
1803 - die Wiege der Moderne und Wende in Europas Mitte. Grenzen werden neu gezogen, das alteuropäische feudale System wird abgeschafft, Kirchenbesitz wird säkularisiert. Grundlage hierfür war der Reichsdeputationshauptschluss, der 1803 in Regensburg ausgehandelt wurde. Anlass genug für eine breit angelegte Ausstellung mit grundlegender Begleitpublikation. „1803 — Wende in Europas Mitte“ widmet sich der Schwelle zur Moderne, der Zeit zwischen 18. und 19. Jh. und ihren Auswirkungen. Das Zentralereignis — der Reichsdeputations-hauptschluss — ist von diplomatie-, territorial- und verfassungshistorischer Bedeutung. Er wird eingebettet in die Dokumentation entscheidender Veränderungen im Verständnis von Herrschaft und Krieg, von sozialer Hierarchie, städtischer sowie staatlicher Ordnung, von Religion, Wissenschaft und Kunst. Die ehemalige Reichsstadt Regensburg steht dabei im Brennpunkt der Epochenwende: Hier werden lokale und europäische Geschichte miteinander verzahnt. Der umfassende Aufsatzteil entführt den Leser in die Zeit um 1800: Staat und Kirche, Kunst und Wissenschaften werden von führenden Forschern zur Einführung präsentiert. Diese Grundlage erlaubt ein besseres Verständnis des umfangreichen, opulent bebilderten Ausstellungskatalogs mit prächtigen Exponaten aus bedeutenden Sammlungen der Welt. Dabei erlauben die Themenschwerpunkte eine individuelle Orientierung. Neben der Ausgangssituation im Hl. Römischen Reich, der Französischen Revolution und der Bedeutung Napoleons werden u. a. die neue Staatenaufteilung nach der Säkularisierung und ihre Auswirkungen bis hin zur deutschen Romantik aufgezeigt. Aus dem Inhalt: H.-J. Becker: Umbruch in Mitteleuropa. Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803 - K. Hausberger: „Unterm Krummstab ist gut leben". Zur Situation der fürstbischöflichen Germania Sacra am Vorabend der Säkularisation — A. P. Luttenberger: Karl Theodor von Dalberg und das Reich — P. Schmid: Regensburg im Umbruch. Von der Reichsstadt zur bayerischen Stadt — H.-C. Dittscheid: Schloss Herrnsheim bei Worms. Der Stammsitz der Familie Dalberg — B. Gajek: Romantiker in Regensburg. Bilder aus dem literarischen Leben um 1800 – W. Horn: Stadt und Musik im Ancieri Regime — J. Traeger: Die Spur Napoleons in der Kunst. Bilder aus Bayern – M. Drucker: Regensburger Bibliotheken. Schicksale zwischen Reichsstadtzeit und Königreich.
Hannelore Sachs, Ernst Badstübner, Helga Neumann. Wörterbuch der christlichen Ikonographie. 8. verb. Auflage. 392 S., 46 Holzschnittzeichnungen und Vognetten, 23 cm, Gb., Schnell & Steiner, Regensburg 2004. EUR 29,90 ISBN: 3-7954-1653-1 Schnell & Steiner
Von Abendmahl bis Zingulum, von Zenobius bis Abraham — das umfassende Standardwerk zu allen Themen der christlichen Ikonographie ist wieder greifbar! Knappe, aber gut lesbare und allgemein verständliche Texte vemitteln die Kenntnisse, die zum Verständnis christlich geprägter Kunst aus allen Epochen nötig ist. Biblische Themen kommen ebenso zu Wort wie die Heiligendarstellungen, theologisch-liturgische Begriffe ebenso wie symbolisch-typologische. Die geistige Welt des Christentums prägte über Jahrhunderte die Kunst in Europa und dies weit über den engeren Bereich des Kultes hinaus. Im Zuge der Moderne mit der zunehmenden Säkularisierung des Lebens ging das Wissen um religiöse Inhalte, Zeichen und Symbole weitgehend verloren. Damit fehlt ein wesentlicher Schlüssel zu einem umfassenden Verständnis großer Teile der abendländischen Kunst aller Gattungen: Architektur, bildende Kunst und Kunsthandwerk. Das Ziel dieses seit längerem eingeführten Handbuchs ist es, dem Leser diesen Schlüssel in die Hand zu geben. Es stützt sich in der Beschreibung und Deutung der religiösen Grundlagen künstlerischen Gestaltens auf die biblischen Bücher des Alten und Neuen Testaments, die Apokryphen, die christliche Legendenliteratur, die Kirchenväter, Viten von Heiligen und Ordensgründern sowie auf Schriften bedeutender Gestalten der Kirchengeschichte. Der Schwerpunkt liegt in der Kunst Mittel- und Westeuropas, wobei Vergleiche mit Werken aus dem ostkirchlichen Bereich zu vertiefter Kenntnis beitragen. Rund 50 Holzschnittzeichnungen dienen der Veranschaulichung, bibliographische Angaben – hier auf den neuesten Stand gebracht – regen zum weitergehendem Studium an. Kurzum: ein nützliches Werk zur begleitenden Lektüre, aber auch zur Vor- und Nachbereitung von Kunstreisen.
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Bayern und Slowenien. In der früh- und Spätgotik. Hrsg. v. Höfler, Janez /Traeger, Jörg. 2003. 326 S. 142 Abb. 24 cm. Gb EUR 34,90 ISBN: 3-7954-1621-3 Schnell & Steiner
Die bereits im frühen Mittelalter bestehenden Verbindungen der historischen Länder des heutigen Slowenien mit Bayern schlugen sich auch im Bereich der Kultur und Kunst nieder. Mit zahlreichen Beiträgen namhafter Autoren zeigt dieser Band die geschichtlichen Voraussetzungen der Beziehungen auf und behandelt kunstgeschichtliche Fragestellungen aus den Themengebieten der Architektur, Skulptur und Malerei. Die vorliegende Publikation präsentiert zahlreiche Vorträge des kunstgeschichtlichen Symposiums, das im Herbst 2001 vom Institut für Kunstgeschichte der Universität Regensburg und der kunstgeschichtlichen Abteilung der Universität Ljubljana veranstaltet wurde. Die Beiträge behandeln einzelne Fragestellungen aus den Bereichen Architektur, Skulptur und Malerei der Früh- und Spätgotik. Vorangestellt erhellt eine Einleitung die geschichtlichen Voraussetzungen des bayerischen Einflusses auf das slowenische Kunstschaffen. Als bedeutendste Einflussfaktoren dürfen die bayerischen Andechs-Meranier gelten, die bis zu ihrem Aussterben im 13. Jahrhundert über ausgedehnte Besitzungen im slowenischen Territorium verfügten und eine entscheidende Rolle in der politischen Entwicklung des Landes spielten, sowie das dort ebenso reich begüterte Hochstift Freising. Neben der künstlerischen Tätigkeit, die sich in Slowenien unter direktem Einfluss Bayerns entfaltete, werden auch parallele, methodisch bedeutsame Erscheinungen in Bayern angesprochen. Inhalt: J. Höfler: Die Gotik in Slowenien. Periphere Kunst in europäischen Koordinaten; D. Kos: Die geschichtlichen Beziehungen Sloweniens zu Bayern im 13. Jh. Die Andechs-Meranier; M. Bizjak: Die geschichtlichen Beziehungen slowenischer Länder zu Bayern im 15. Jh. unter besonderer Berücksichtigung des Hochstifts Freising; P. Pfister: Die geschichtlichen Beziehungen des Bistums Freising zu Slowenien in der Spätgotik im Lichte der Archivbefunde in Bayern; P. Morsbach: "Technologietransfer“ im Spätmittelalter. Anmerkungen zur Bedeutung der archivalischen Überlieferung; W. Schöller: Eine slowenische Variante der "Sondergotik“?; F. Steli: Bayern und eine Gruppe spätgotischer slowenischer Hallenkirchen; S. Stefanac: Die Pfarrkirche des hI. Kanzian in Kranj und ihre Stellung in der spätgotischen Architektur Mitteleuropas; R. Peskar: Zur Baugeschichte und dem Grundriss der Pfarrkirche des hI. Kanzian in Kranj; M. Hoernes: Stuckensembles des 13. Jh. in Bayern. Überlegungen zur stilistischen Einordnung; J. Höfler: Die Werkstätte des sogenannten Meisters von Solcava und die Arehitekturplastik der zweiten Hälfte des 13. Jh. in Slowenien und in der Steiermark; H. Krohm: Die Skulptur der sogenannten Donauschule und der künstlerische Ursprung des Kristof-Ravbar-Bildhauers Oshalt Kitell; S. Kokole: Totius antiquitatis egregius admirator. Christophorus Raubar zwischen Kampanien und Kram; J. Klemencic: Osbalt Kitell und seine Werkstätte in Slowenien; G. Dobler: Die Werkstätte des Jan Polack in München und die Freskenzyklen von Jezersko und Krizna Gora; J. Traeger: Bayern und Slowenien in der Früh- und Spätgotik. Beziehungen, Anregungen, Parallelen
Friedrich, Verena: Die ehemalige Benediktinerklosterkirche St. Peter und Paul Erfurt. 2003. 24 S. 16 fb. Abb. 17 cm. Gh EUR 3,- ISBN: 3-7954-6473-0 Schnell & Steiner
Jöckle, Clemens: Offenbach an der Queich St. Josef. 2003. 16 S. 12 fb. Abb. 17 cm. Gh EUR 3,- ISBN: 3-7954-6466-8 Schnell & Steiner
Karlheinz W. Kopanski (Hrsg.). Das Marmorbad in de Kasseler Karlsaue. Ein spätbarockes Gesamtkunstwerk mit bedeutenden Skulpturen und Reliefs von Pierre Etienne Monnot. Fotografien von Nik Barlo Jr. u.a. sowie Beiträgen von Horst Becker und Alexandra Frenz, Jens Ludwig Burk, Andrea Bacchi, Ulrika Kiby und Thomas Ludwig. 2003. 240 S., 180 überw. fb. Ab., 32 cm, Gb. EUR 69,- ISBN: 3-7954-1582-9 Schnell & Steiner
Das Marmorbad mit seinen virtuosen Skuipturenensembies und Reliefs von Pierre Etienne Monnot ist unbestritten ein herausragendes Kleinod spätbarocker Raumkunst. Das seit 1943 erstmals vollständig wiederhergestellte Gesamtkunstwerk wird in diesem Band mit brillanten Abbildungen opulent präsentiert. Zahlreiche Beiträge erschließen Geschichte und Bedeutung des Marmorbades und setzen Werk und Künstler in den europäischen Kontext. Als Endpunkt der barocken Blickachsen des landschaftlich überformten Staatsparks Karisaue ließ Landgraf Karl von Hessen-Kassel in den Jahren 1701 bis 1710 die Orangerie errichten, gleichzeitig Sommerschloss und Überwinterungsmöglichkeit für Orangen-, Zitronen- und Lorbeerbäume. Ab 1722 wurde die Anlage durch das Marmorbad ergänzt. Für diesen als reines Prunk- und Schaubad errichteten Pavillon entwarf Pierre Etienne Monnot (1657—1733), einer der führenden römischen Bildhauer seiner Zeit, eine prachtvolle Innenarchitektur mit Vertäfelungen aus farbigen Marmorplatten der unterschiedlichsten Art. Der achteckige Innenraum ist im Zentrum durch Treppenstufen vertieft und wird von einer verzierten Kuppel gekrönt. Den Umgang und die Wände schmücken zahlreiche, von Monnot in Rom und Kassel geschaffene Skulpturen und Reliefs. Diese virtuosen Bildwerke, das bedeutendste Ensemble römischer Profanskulptur des frühen 18. Jh., stellen populäre Gestalten der griechisch-römischen Mythologie dar: Insbesondere acht große Wandreliefs zeigen berühmte, oft tragisch endende Liebesabenteuer aus den „Metamorphosen“ des Ovid. Passend zur Vorstellung einer antiken Badeanlage und mit Bezug auf die Kanäle und Bassins der Karlsaue spielt in diesen Verwandlungen das Element Wasser eine wichtige Rolle. In einer außergewöhnlichen Synthese von Außen und Innen, von Natur und Kunst, von Leben und Tod glückte Monnot so ein spätbarockes Gesamtkunstwerk, dessen Einmaligkeit nach langjährigen Restaurationsarbeiten erstmals seit 70 Jahren wieder in vollem Glanz zu bewundern ist. Umfassende Beiträge der führenden Fachleute zu Monnot, dem Marmorbad, seiner Restaurierung, der abendländischen Badekultur und der Karlsaue mit zahlreichen, eigens angefertigten Aufnahmen bilden zusammen einen Band, bei dem Bild und Text gleichermaßen zu ihrem Recht kommen. Darüber hinaus ermöglichen die in Deutsch und Latein wiedergegebenen Metamorphosen Ovids die spannende Lektüre der zugrunde liegenden Episoden. Ein Glossar, eine Zeittafel, ein umfangreiches Literaturverzeichnis, Archivalien und ein Register ergänzen den Band.
"...wie eine gebannte unnahbare Zauberburg". Burgen in der Pfalz. Ein Führer. Alexander Thon, Hans Reither, Peter Pohlit. 175 S., meist fb. Abb., Pb, 21 cm. Schnell & Steiner, Regensburg 2003. EUR 12,90 ISBN: 3-7954-1570-5 Schnell & Steiner
Mit seinem Reichtum und der Vielfalt an mittelalterlichen Befestigungsanlagen gilt der Kulturraum der rheinischen Pfalz als eine Burgenlandschaft ersten Ranges. Dieses Buch präsentiert in einprägsamen, reich illustrierten Einzelporträts 28 Anlagen im südlichen Pfälzerwald und im grenznahen Bereich des benachbarten Elsass - darunter das Hambacher Schloss, Trifels und Fleckenstein -, ergänzt um eine historische Einführung. Eine Auswahlbibliographie, aktuelle touristische Hinweise und eine Übersichtskarte dienen der umfassenden Reisevorbereitung des Burgenfreundes, Wanderers und Kulturreisenden.
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