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Annette Kranz. Christoph Amberger -Bildnismaler zu Augsburg Städtische Eliten im Spiegel ihrer Porträts 1.Auflage 2004, 460 S., 26 fb. 104 sw Abb. 28 cm, Gb., EUR 84,- ISBN: 3-7954-1628-0 Schnell & Steiner
Mit diesem Band liegt erstmals eine umfassende Studie über das Porträtwerk des Augsburger Malers Christoph Amberger vor. Seine Bildnisse namhafter Persönlichkeiten aus der Blütezeit der Reichsstadt im 16. Jahrhundert geben Aufschluss über Repräsentationsbedürfnis und Selbstverständnis der Auftraggeber. Am Beispiel von Ambergers Porträts erweist sich der hohe historische Quellenwert der Gattung. Christoph Amberger (um 1500/05-1562), Zeitgenosse Hans Holbeins d.J., war der bedeutendste Augsburger Maler im zweiten Viertel des 16. Jahrhunderts. Er schuf Bildnisse von Kaiser Karl V., von Fuggern und Welsern, traf in der Reichsstadt 1548 mit Tizian zusammen und wurde schließlich mit dem prestigeträchtigen Projekt der neuen Hochaltartafel für den Augsburger Dom betraut. Mit der vorliegenden, reich illustrierten Publikation wird erstmals umfassend Ambergers Porträtwerk untersucht, das den größten und wichtigsten Bereich seines Schaffens darstellt. Die Studie fasst die kunstgeschichtlichen und historischen Vorgänge parallel ins Auge, um die Gesamtheit der Faktoren zu erhellen, die Einfluss auf die Bildnisproduktion des Malers hatten. Neben Fragen nach der Herkunft, den Voraussetzungen und dem Stil Ambergers gilt dabei das besondere Interesse seinen Auftraggebern. Die Analyse seiner Klientel zeigt, dass diese mehrheitlich den Augsburger Eliten angehörte. Ambergers Gemälde – im Augsburger Kontext beleuchtet – geben vielfältige Aufschlüsse über Anspruch und Selbstverständnis der Auftraggeber. Die genaue Rekonstruktion der personengeschichtlichen Hintergründe erlaubt es, zahlreiche Bildnisse als sehr persönliche Positionierungen der Dargestellten in der komplexen Lebenswirklichkeit ihrer Zeit zu identifizieren. Als biographisches Dokument ist das Porträt des 16. Jahrhunderts bislang kaum ins Bewusstsein der Forschung gerückt – gerade am Beispiel von Ambergers Œuvre jedoch erweist sich der hohe historische Quellenwert der Gattung. Ein ausführlicher Katalog der Bildnisse sowie ein umfangreicher Quellenanhang dokumentieren Leben und Werk Christoph Ambergers und können als Grundlage für jede weitere Beschäftigung mit dem Künstler dienen. Nach ihrer Promotion an der Universität Bonn arbeitete die Autorin von 2001 bis 2003 als wissenschaftliche Volontärin bei den staatlichen bayerischen Museen in München.
Albert Gerhards. Thomas Sternberg, Walter Zahner. Communio-Räume. Auf der Suche nach der angemessenen Raumgestalt katholischer Liturgie. Unter Mitarbeit von Nicole Wallenkamp. 2003. 208 S., 100 sw. Abb., 24 cm, Br., EUR 24,90 ISBN: 3-7954-1583-7 Schnell & Steiner
In zunehmender Besorgnis um die Wahrung religiöser und konfessioneller Identitäten rücken Fragen nach der angemessenen Gestalt des gottesdienstlichen Raums aus einem Nischendasein in das Zentrum des Interesses und erweisen sich als emotional hoch besetzt. Diese Publikation zeigt Ergebnisse der Diskussion auf und möchte zu einer fundierten Auseinandersetzung mit den verschiedenen Suchbewegungen nach angemessenen Räumen heutiger Liturgie beitragen. Christliche Identität hat wesentlich eine räumliche Dimension, was sich unter anderem darin zeigt, dass die Umgestaltung der Kirchenräume ein sensibler Punkt im Leben der Gemeinden ist. Hatte die Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils zu gravierenden Veränderungen der Raumdispositionen geführt, um die „Rolle“ der Gemeinde als Gemeinschaft der Glaubenden (communio) aufzuwerten, so stehen diese Raumordnungen heute oft wieder zur Disposition und eine dauerhaft angemessene Lösung wurde bislang nicht gefunden. Viele Gemeinden, aber auch die Verantwortlichen von Tagungshäusern und Kommunitäten machten sich deshalb auf die Suche nach neuen Raumgestalten ihrer gottesdienstlichen Versammlungsräume. Der vorliegende Band stellt die Suchbewegungen zusammen, die im Rahmen eines Expertengesprächs im September 2001 in Münster zur Sprache kamen. Veranstalter waren das Deutsche Liturgische Institut Trier. das Franz-Hitze-Haus Münster sowie das Seminar für Liturgiewissenschaft an der Universität Bonn. Vor dem Hintergrund liturgie-theologischer, historischer und anthro-pologischer Betrachtungen werden zahlreiche Beispiele durchgeführter Umbau- bzw. Neubauprojekte sowie Prozesse künstlerischer Auseinandersetzung mit der Thematik präsentiert. Hierdurch sollen einerseits Hilfen für eine sachlich fundierte Auseinandersetzung mit dem theologischen und architektonischen Konzept der „Communio-Räume“ vorgelegt sowie andererseits Gemeinden und Institutionen Kriterien für die angemessene Gestaltung ihrer konkreten Gottesdiensträume angeboten werden.
Hugeo Brandenburg. Die frühchristlichen Kirchen in Rom vom 4. bis zum 7. Jahrhundert. Der Beginn der abendländischen Kirchenbaukunst. 2004. 280 S., 200 fb. Abb., Pläne, Aufrisse und Schnitte. 30 cm., Gb., bis 31. 1. 2005 EUR 54,- Danach 69,- ISBN: 3-7954-1656-6 Schnell & Steiner
Die frühchristlichen Kirchen Roms vermitteln architektonisch zwischen Spätantike und Mittelalter und legten so einen Grundstein für die abendländische Sakralarchitektur. Sie haben jedoch im Laufe der Jahre Form und Aussehen verändert — was ist noch original erhalten? Der vorliegende Band geht ihren Spuren und diesem Problem nach. Der Autor füllt die Lücke, die seit Krautheimers großem Werk zu Roms frühchristlichen Basiliken (Città del Vaticano, 1937—80) entstanden ist. Dabei erweitert er nicht seine bekannte und geschätzte Publikation der 1970er Jahre, sondern präsentiert völlig neues Material. Zur Einführung schildert er die Entstehung des frühchristlichen Kirchenbaus. Grundsätzliche Fragen — z. B. zu Fenstern und Beleuchtung, Fassaden, Bedachung oder Wandverkleidungen – werden besprochen und die ca. 40 römischen Bauwerke in ihrer Gesamtheit, ihrer Entwicklung im spätantiken Umfeld sowie ihr reiches Dekor präsentiert. Die erhaltenen Originalbestandteile arbeitet Brandenburg heraus und fügt sie in das Gesamtbild ein. Der abschließende bebilderte Katalog erlaubt schnellen Zugriff und liefert kompakte Informationen. Illustriert wird der klare und umfassende Text durch prachtvolle Aufnahmen v. a. der erhaltenen Originalbauteile wie Kapitelle, Wandverkleidungen und Fußböden sowie durch Grund- und Aufrisse und isometrische Rekonstruktionen, die eigens für diese Publikation angefertigt wurden. Der neueste Forschungsstand präsentiert die großen Basiliken Roms (z. B. S. Pietro, S. Maria Maggiore, S. Stefano Rotondo) genauso wie die kleineren Kirchen (S. Sebastiano, S. Ciemente S. Pudenziana usw.) in ihrer Gesamtheit und in ihrem frühchristlichen Bestand. Der Autor ist eine Kapazität auf dem Gebiet der frühchristlichen Architektur. Seine Veröffentlichungen umfassen Publikationen zur Kunstgeschichte der Spätantike und des Frühchristentums sowie ihrer Auswirkungen bis in das Mittelalter.
Christian Hecht. Die Glorie. Begriff, Thema, Bildelement in der europäischen Sakralkunst vom Mittelalter bis zum Ausgang des Barock. 2003. 336 S., 76 fb. und 99 s/w. Abb., 28 cm, Gb. EUR 86,- ISBN: 3-7954-1540-3 Schnell & Steiner
Die Glorie ist ein zentrales Motiv der Bildkünste zwischen 1300 und 1800. Durch sie konnte das Überirdische und Übermenschliche dargestellt werden: Gott, die Heiligen, die himmlische Gesamtschau. Die Darstellung des Lichts —die „Glorie“ — zur Repräsentation dieser Aspekte wird in vorliegendem Band erstmals in ihrer umfassenden ikono-graphischen und ikonologischen Bedeutung bearbeitet und durch zahlreiche Meisterwerke illustriert. Im Zentrum wohl aller sakralen Deckenfresken des Barock sieht man eine Glorie, d. h. eine Lichterscheinung, und auch neuzeitliche Altarbilder — wie etwa Tizians „Gloria“ (Madrid, Prado) — zeigen stets Himmelslicht. Die Darstellung von Licht kann überhaupt als ein konstituierendes Phänomen der nachmittelalterlichen Kunst angesehen werden. Dennoch wird diese Tatsache meist einfach als gegeben hingenommen, eine umfassende Arbeit zu diesem Thema existierte bisher nicht. Um die mit der Glorie verbundenen Fragen zu erörtern, wird zuerst eine entsprechende Begrifflichkeit entwickelt. Wichtig sind hierbei der Nimbus und verwandte Attribute, ebenso der Goldgrund. Inhaltlich spielen vor allem die Him-melfahrt Mariens, die Aufnahme eines Heiligen in den Himmel sowie das Jüngste Gericht und das Allerheiligenbild eine Rolle. Die entscheidende Neuerung in der Geschichte der europäischen Sakralkunst war die Zentralperspektive, die alte Bildformen verschwinden ließ. Die Aufgabe, Sakralität zu vermitteln, blieb aber bestehen. Eine zentrale These dieser Arbeit ist, dass die gemalte Lichterscheinung eine Umdeutung des Goldgrundes ist. Ausgehend von der Entwicklung der Glorie vom Spätmittelalter bis zum 16. Jahrhundert werden die Möglichkeiten behandelt, die das gemalte Licht für die Kunst des Barock bot. Dabei erfährt u. a. Andrea Pozzos Deckenbild in S. lgnazio in Rom eine neue Akzentuierung in seiner Deutung. Abschließend wird dargelegt, dass Lichterscheinungen zu universal einsetzbaren Elementen wurden, die es ermöglichten, Architektur, Plastik und Malerei zu einer großen Einheit zusammenzufassen. Christian Hecht habilitierte 2002 an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Weitere Schwerpunkte seiner Forschung und Lehre liegen in der Kunst von Gegenreformation und Barock und reichen darüber hinaus von der Gotik bis zum Fin de siecle.
Marc Steinmann. Die Westfassade des Kölner Domes. Der mittelalterliche Fassadenplan F. Reihe: Forschungen zum Kölner Dom, Band 1. 1. Auflage 2003, 276 S., 277 Abb., 1 fbg. Faltplan (70 x 100 cm), 29 cm, Gb., EUR 42,- ISBN: 3-7954-1654-X Schnell & Steiner
Auf Grund seiner Größe, der außerordentlichen Qualität und der ausgezeichneten Erhaltung ist der Kölner Plan eine der wichtigsten Architekturzeichnungen des Mittelalters. Dem Autor ist es gelungen, den Fassadenplan F als einen Meilenstein der Architekturgeschichte des 13. Jahrhunderts neu zu bewerten. Die Westfassade des Kölner Domes ist eines der bedeutendsten Zeugnisse gotischer Architektur in Europa. Sie wurde zwar zum größten Teil erst im 19. Jahrhundert errichtet, Grundlage ihrer Vollendung war jedoch der um 1280 entstandene, über 4 m hohe Fassadenplan F. Die monumentale Architekturzeichnung war in den Wirren der französischen Besetzung Kölns 1794 verloren gegangen. Die Wiederauffindung des Fassadenrisses unter abenteuerlichen Umständen zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf dem Dachboden eines Darmstädter Gasthauses und in einem Pariser Antiquariat wurde als glückverheißendes Zeichen für die als nationale Aufgabe verstandene Vollendung des Kölner Domes angesehen. Auf Grund seiner Größe, der außerordentlichen Qualität und der ausgezeichneten Erhaltung ist der Kölner Plan eine der wichtigsten Architekturzeichnungen des Mittelalters. Im Rahmen einer Kontrolluntersuchung in der Restaurierungswerkstatt des Kölner Wallraf-Richartz-Museums konnte der Plan erstmals wissenschaftlich analysiert und umfassend fotografisch dokumentiert werden. Dem Autor ist es gelungen, den Fassadenriss F dank einer Analyse der Maßwerkformen und im Vergleich mit den französischen Kathedralbauten der Hochgotik als einen Meilenstein der Architekturgeschichte des 13. Jahrhunderts neu zu bewerten. Erstmals konnte auch die enge Verbindung zwischen der Kölner Fassadenplanung und den Projekten für die Westfassade des Straßburger Münsters nachgewiesen werden. Die vorliegende Publikation ist damit ein bedeutender Beitrag zur Erforschung der hochgotischen Kathedralarchitektur Europas. Als Bestandteil des umfangreichen Bildteils ist der Kölner Fassadenplan, der heute in der Johanneskapelle des Kölner Domes aufgehängt ist, erstmals in allen Details der Forschung und dem interessierten Publikum zugänglich.
Regensburger Domstiftung (Hrsg.). Dom im Licht – Licht im Dom Die Lichtgestaltung an Sakralbauten in Geschichte und Gegenwart. Colloquium in Regensburg, 13. - 15. März 2003, veranstaltet von der Regensburger Domstiftung, dem Dombaumeister e.V. und dem Staatlichen Hochbauamt Regensburg. Reihe: Bild-Raum-Feier. Studien zu Kirche und Kunst, Band 3. Hrsg. Albert Gerhards, Thomas Sternberg, Walter Zahner und Frank Günther Zehnder. 1. Auflage 2004, 268 S., 20 fb. und 97 s/w. Abb., 24 cm, Br. EUR 24,90 ISBN: 3-7954-1644-2 Schnell & Steiner
Die Beleuchtung von Kirchenräumen und -fassaden ist mehr als nur eine technische Herausforderung; verschiedene Nutzungen - Liturgie, Betrachtung von Kunstwerken und Tourismus - stellen je eigene Anforderungen an die Lichtgestaltung. Die Beiträge dieses Colloquiumsbandes erhellen aus theologischer, historischer und praktischer Sicht das ganze Spektrum dieses Thema und dokumentieren den aktuellen Diskussionsstand. Kirchen dienen zuallererst als Ort der Liturgie und als Versammlungsraum der Gemeinde zu Gottesdienst und Gebet. Die daraus sich ergebenden Anforderungen an die Be- und Ausleuchtung sind einerseils praktisch begründet, andererseits haben sie aber auch eine theologische Dimension. Schon der Begriff „Licht“ selbst ist geistig und geistlich vielseitig deutbar. Diesem Anspruch Rechnung zu tragen, ist ein Anliegen dieses Bandes. Bau- und Kirchenhistoriker vermitteln den geschichtlichen Hintergrund und verweisen damit auf die anhaltende Bedeutung des Themas in der Kirchengeschichte. Demgegenüber hat die „Inszenierung“ von Kunstwerken in oder die touristische Nutzung von Kirchräumen andere Prioritäten in Bezug auf die Lichtgestaltung. Diesem Aspekt tragen die Beiträge der Praktiker Rechnung: Architekten und Beleuchtungsfachleute geben Einblick in die technischen Möglichkeiten Sinn- und effektvoller Beleuchtung. Zahlreiche illustrierte Beispiele aus dem gesamten Bundesgebiet zeigen die Aktualität der Diskussion und liefern reichhaltige Anschauung. Schließlich dokumentiert der Band die Diskussionen im Verlaufe der Veranstaltung und berücksichtigt dabei bereits Ergebnisse, die sich daraus ergeben haben. Dieser lebendige persönliche Austausch ergab weiterwirkende Anregungen und erhellende Hinweise für eine Fortführung der Beschäftigung mit dem Thema Licht. Ein allgemeingültiges Rezept für die Beleuchtung von Kirchen gibt es jedoch nicht. Die hier aufgeschlüssetten Facetten geben aber zusammen mit den aktuellen Beispielen und mit der gerade geführten Diskussion Denkanstöße, die Entscheidungsträgem wie auch Praktikern Einblick in das momentane Geschehen geben und ihnen umfangreiche Informationen für die eigene, beste Problemlösung an die Hand geben.
Bernd Modrow (Hrsg.). Gespräche zur Gartenkunst und anderen Künsten. Symposium der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen am 28. Juni 2003. 192 S., 104 Abb., 24 cm, Br. Schnell & Steiner, Regensburg 2004. EUR 29,90 ISBN: 3-7954-1631-0 Schnell & Steiner
Die Gartenkunst als Form der Gestaltung von Natur und Landschaft steht seit je in vielfältigen Bezügen zu anderen Künsten. Als eine Art „Gesamtkunstwerk“ verkörpern Parks und Gärten ein breites Spektrum an Ideen und Absichten: vom Aspekt der Nützlichkeit, ja Nutzbarkeit bis hin zu philosophisch-ästhetisch-pädagogischen Konzepten. Die Entwicklung zum Landschaftsgarten im 18. Jahrhundert hat diese Tendenz verstärkt. Die Gärten waren nicht nur gleichsam gestaltete Weltbilder, sie sollten ihrerseits die Besucher und „Nutzer“ zu einer neuen, umfassenderen Wahrnehmung inspirieren. Nicht zuletzt waren sie auch Räume, in denen ein ganz bestimmtes Lebensgefühl verwirklicht werden konnte. Die „Gespräche zur Gartenkunst und anderen Künsten“, deren Ertrag in diesem Band vorliegt, wollen dieses Geflecht aus Gartengestaltung und Architektur, Literatur, Musik und Theater, Philosophie, Ästhetik und Pädagogik erhellen und umfassender als bislang in den Blick nehmen. Inhalt: Ulrich Schütte: Der Garten und die Künste im 18. Jahrhundert; Eckhard G. Franz: Aufgeklärt und „empfindsam“: Hessische Fürsten und ihre englischen Gärten; Bernd Modrow: „Alles scheint Natur, so glücklich ist die Kunst versteckt“ — Das Gartenkunstwerk Park Wilhelmsbad im 18. Jahrhundert und heute; Dunja Zobel-Klein: Gartenkunst und Landschaftsmalerei — Die Gartenserie von Carl Kuntz: „Six vues du jardin de Schwetzingen“, 1795; Natascha Hoefer: „Ihrem empfindsamen Herzen ein paar Leckerbissen“ — Andenken, Stammbuch und Inschrift in den „Briefen eines Schweizers“; Helmut Reinhardt: Gartenkunst und Baukunst – Wirkung und Wechselwirkung; Heidrun Merk: „Eine Lustbarkeit für die Gesundheit“ — Wilhelmsbad als Kurort des 18. Jahrhunderts; Monika Vogt: Die Inszenierung der Illusion — Der Garten eine Bühne; Immacolala Amodeo: Oper und Garten: Beziehungen und Analogien; Michael Seiler: Ein Knigge für historische Gärten – Voraussetzungen für ein angemessenes Marketing.
Silvio Margadant/Emanuel Braun (Hrsg.). Giovanni Domenico Barbieri. (1704—1764). Ein Graubündner als Hofmaurermeister des Fürstbischofs von Eichstätt. Autobiographie und Ausgabenjournal - Autobiografia e contabilità. Einltg. Massimo Lardi. 1. Auflage 2004, 264 S., 16-seitiger Tafelteil mit überw. fb. Abb., 20 cm, Gb., EUR 16,90 ISBN: 3-7954-1626-4 Schnell & Steiner
Die in diesem Band erstmals einer größeren Öffentlichkeit präsentierten autobiographischen Aufzeichnungen des in Diensten des Fürstbischofs von Eichstätt stehenden Hofmaurermeisters Giovanni Domenico Barbieri sind heute als nahezu einzigartige Quelle von unschätzbarem Wert. Sie werden hier in zweisprachiger Ausgabe zugänglich gemacht. Giovanni Domenico Barbieri ist kein Baumeister, der als einer der Großen in die Kunstgeschichte eingegangen ist. Er ge-hört indes zu jenen Graubündener Baumeistern und Stuckateuren, die für die Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts zu einem Begriff geworden sind. Die meisten von ihnen — so auch bekannte Meister wie Enrico Zuccalli und Gabriel de Gabrieli — stammten aus dem kleinen, abseits gelegenen Misoxtal, das die Verbindung vom San Bernadino-Pass zum Tessin herstellt, sprachlich und kulturell zu Italien tendiert, politisch und kirchlich aber zum Kanton Graubünden gehört. Die im Staatsarchiv in Chur aufbewahrten „Brevi Nottate di mia vita andante“, die Lebensbeschreibung von Giovanni Domenico Barbieri (1704—1764), sind von Silvio Marganant ediert sowie übersetzt und mit einer Einführung von Massimo Lardi versehen worden. Der Autor beschreibt seine Jugend in einem abgelegenen Tal, das nur wenigen Familien eine Existenz bot. Wie viele seiner Landsleute musste er sich fern der Heimat verdingen und kam als Maurerlehrling nach Eichstätt, wo sein Vorbild Gabriel de Gabneli als Architekt des Fürstbischofs wirkte. Er konnte sich bald den fremden Verhältnissen anpassen, bildete sich fort und bekam verantwortungsvolle Aufgaben als Baumeister übertragen in einer Zeit, als im baulichen Gewerbe Hochkonjunktur herrschte. Man erfährt vieles über das harte Leben am Bau und die Abläufe der Maßnahmen, über die wirtschaftlichen Verhältnisse, das Entstehen bekannter Baudenkmäler im mittelbayerischen Raum, über die Gesinnung Barbieris und sein Verhältnis zu den Kollegen aus der Heimat. Die Aufzeichnungen geben einen authentischen Einblick in den Alltag eines Baumeisters jener Zeit und sind eine wichtige neue Quelle, die die Kunstgeschichte Graubündens und Bayerns bereichert.
Paul von Lichtenberg. Glasgravuren des Biedermeier. Dominik Biemann und Zeitgenossen. Biedermeier Engraved Glass Dominik Biemann and Contemporaries. 2004, 280 S., über 250 Duoton- und fb. Abb. 28 cm, Gb., (deutsche Ausgabe) ISBN 3-7954-1648-5 (englische Ausgabe) bis 31. März 2004: EUR 60,- dnach, EUR 76,- ISBN: 3-7954-1647-7 Schnell & Steiner
Ausstellungen in: Joanneum (Graz), 06.05.-25.07.2004 KGM Schloss Pilinitz (Dresden), 06.08—31.10.2004 und museum kunst palast (Düsseldorf), 20.11.2004—20.02.2005 Die hochkarätig bestückte internationale Ausstellung, zusammengestellt von Paul von Lichtenberg, zeigt zum ersten Mal überhaupt Glasgravuren einer Epoche im direkten Vergleich. Die Exponate sind seltenste Glasgravuren von besonderer Schönheit aus sonst unzugänglichen Privatsammlungen und Glanzstücke von Museen. Hinzu kommt der ausgesuchte Bestand des jeweiligen Gastgebermuseums. Dominik Biemann (1800-1857), bedeutendster Porträtgraveur, wurde in der berühmten gräflich Harrachschen Glashütte in Neuwelt und in Harrachsdorf ausgebildet und durfte aufgrund seiner Begabung als Einziger seiner Zunft die Kunstakademie in Prag besuchen. Ab 1825 arbeitete er in Franzensbad für den Hochadel, auf dessen Einladung auch an den Höfen von Gotha, Dessau, Berlin und Wien, und für das in diesem Weltkurort flanierende Großbürgertum. Charakteristisch für seine Kunst sind Detailreichtum und Plastizität seines stets flachgehaltenen Tiefschnitts und seine Ehrfurcht vor dem Individuum, ob Mensch, Tier oder Pflanze. Seine unerhörten Porträts waren die Sensation und sie bleiben unerreicht. Paul von Lichtenberg legt ein grundlegendes, reich bebildertes Buch vor, das erstmals Unterscheidungsmerkmale und Ähnlichkeiten von Schnitttechnik und persönlichem Stil der Meistergraveure, die während Biemanns Lebenszeit arbeiteten, zeigt. Dessen Œuvre wird mit einigen der besten Gravuren von Gottstein, Hackel, Pelikan, Pfohl, Simm und Zach verglichen und erörtert. Deren Sujets auf vorwiegend farblosem Kristallglas umspannen das damalige Themenspektrum von Jagd und Mythologie bis Genre sowie von furiosen Schlachtszenen bis zu Porträts voller Einfühlung und Zärtlichkeit. Das Werk untersucht in einem eigenen Kapitel Mode und Frisuren des Biedermeier und wirft neues Licht auf manche Porträtgravur, die Dominik Biemann schuf. Die jährlichen Listen der Badegäste Franzensbads ermöglichte die Identifizierung und exakte Datierung mancher Porträts. Der opulent ausgestattete Band wartet mit außergewöhnlich detailreichen Abbildungen in Duoton und alle Überfanggläser in Farbe auf.
Heisig, Alexander: Der Bildhauer Joseph Matthias Götz (1696-1760). Studien zur Barockskulptur in Bayern und Österreich. 2003. (Stud. z. christl. Kunst 5). 520 S., 56 sw. u. 19 fb. Abb. 28 cm, Gb., EUR 84,- ISBN: 3-7954-1520-9 Schnell & Steiner
Der Bildhauer Joseph Matthias Götz zählt unstrittig zu den herausragenden Protagonisten der bayerischen und österreichischen Kunstgeschichte. Bis heute kündet ein gewaltiges Œuvre, das monumentale plastische Kirchenausstattungen wie kleinformatige Elfenbeine, Druckgraphiken wie Architekturprojekte umfasst, von seiner große Meisterschaft und stellt ihn in die Reihe der besten Bildhauer des 18. Jahrhunderts. Götz‘ Wirkungsraum erstreckte sich über weite Teile Niederbayerns sowie Ober- und Niederösterreichs und umfasste damit das Bistums Passau in seiner Ausdehnung vor 1783. Zu seinen Auftraggebern zählten sowohl die reichen Prälatenklöster wie auch Bürgerschaften und adlige Herren. Besonderer Wertschätzung erfreute sich Götz ferner beim Passauer Fürstbischof Joseph Dominikus von Lamberg, von dem er mehrfach mit reprasentativen Aufträgen wie Maria Taferl betraut wurde. Neben dem engen Kontakt zu prominenten Barockkünstlern ist vor allem die langjährige Zusammenarbeit mit dem bedeutenden Passauer Orgelbauer Johann Ignaz Egedacher hervorzuheben, aus der eine Reihe formprägender Orgeln bzw. Orgelprospekte hervorgegangen ist. Anhand repräsentativer Werkstationen zeichnet der Darstellungsteil den Werdegang des Künstlers von seinen Anfängen in Bamberg bis zu seinem Tod nach. Der Biographie schließen sich stilkritische Betrachtungen zu Götz als Bildhauer an, die seine Tätigkeiten in den Materialien Holz, Stein und Elfenbein sowie die stilistische Entwicklung seiner Figuralplastik thematisieren. Breiter Raum wird fem dem „Altarbau“ und dem „Orgelprospekt“ eingeräumt, a denen die innovative Leistung Götz‘s als kreativer Kompilat diverser Kunstströmungen in besonderer Weise zutage trit Eine kritische Würdigung des Künstlers im Kontext des bayerisch-österreichischen Barock und eine erstmalige Zusammenstellung aller Quellen beschließen den Textteil. Ein umfangreicher Werkkatalog bildet das Fundament für die zuvor ausgeführten Betrachtungen. Er gliedert sich, entsprechend der Gewichtung innerhalb Götz‘ Schaffens, in drei Gruppen „Skulpturale Arbeiten in Holz, Stein und Elfenbein‘ „Zeichnungen und Druckgraphik“ und „Architekturprojekte‘ wobei eine klare Differenzierung zwischen gesicherten um zugeschriebenen Werken gewahrt wird. Der Autor ist wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Erzbischöflichen Kunstreferat der Erzdiözese München und Freising und dort u. a. für die Schwerpunkte Liturgische Neugestaltung und Denkmalpflege zuständig.
Schloss Köpenick. Archäologie — Baugeschichte — Nutzung. Hrsg. Lothar Lambacher im Auftrag der Staatlichen Museen zu Berlin und des Landesdenkmalamts Berlin. Norbert Benecke, Matthias Dunger, Oskar Emmenegger, Felix Escher, Reinhard Gross, Markus Happel, Jörg Haspel, Guido Hinterkeuser, Eberhard Kirsch, Gunnar Nath, Maria Ovelgönne, Gerhard Schlotter, Dirk Schumann, Peter-Klaus Schuster, Claus-Dieter Sprink, J. 2006 384 S. 300 überw. fb. Abb., 31 cm, Gb., EUR 86,- ISBN: 3-7954-1630-2 Schnell & Steiner
Der „bedeutendste erhaltene Profanbau des vorschlüterschen Barock in der Mark Brandenburg“ (Dehio) wurde zwischen 1677 und 1689 nach Plänen der Architekten Rutger van Langerfelt und Johann Arnold Nering als Residenz flur den brandenburgisehen Kurprinzen Friedrich errichtet. Die grundlegende Instandsetzung der Anlage von 1994 bis 2004 ist der Anlass für diese umfangreich bebilderte und inhaltlich erstmals umfassende Monographie.
Im Zuge der umfassenden Restaurierung wurde das Schlossensemble für die Erfordernisse eines modernen Museumsbetriebs als Dependance des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Museen zu Berlin eingerichtet. Die begleitenden archäologischen Grabungen, baulichen und restauratorischen Maßnahmen, naturwissenschaftlichen Untersuchungen sowie gründliche archivalische und kunsthistorische Studien erbrachten in den vergangenen zehn Jahren eine Fülle an neuen Erkenntnissen über die Siedlungs- und Baugeschichte auf der Köpenicker Schlossinsel. Dieses Wissen wird hier erstmals und in einzigartig umfassender Weise präsentiert. In neun ausführlichen Beiträgen der beteiligten Archäologen, Denkmalpfleger, Historiker, Kunsthistoriker, Restau-ratoren und Architekten wird der aktuelle Forschungsstand über die ältesten neolithischen Siedlungsspuren, bronzezeitlichen und slawischen Burgwälle, mittelalterlichen Burganlagen und den Schlossbau des 16. Jahrhunderts dargestellt. Im Zentrum der Darstellung steht jedoch das gegenwärtige Barockschloss mit seiner überregional bedeutenden Ausstattung in Gestalt 29 stuckierter und bemalter Plafonds, die in den letzten Jahren aufwändig restauriert wurden. Aufsätze über die Nutzungsgeschichte, die Entwicklung des Schlossgartens und die jüngsten denkmalpflegerischen Maßnahmen ergänzen das Bild. Den Band zeichnet die opulente, überwiegend farbige Bebilderung aus. Zahlreiche Abbildungen veranschaulichen wichtige Details und komplexe Zusammenhänge der Baugeschichte; eigens für dieses Buch erstellte, grol3formatige Neuaufnahmen der restaurierten Schlossanlage lassen zudem ein repräsentatives Bildwerk entstehen. Ein umfassender wissenschaftlicher Apparat beinhaltet einen Katalog archäologischer Funde, architektonischer und restauratorischer Befunde sowie die erstmalige umfassende Edition der wichtigsten schriftlichen Quellen zur Geschichte der Köpenicker Schlossinsel. Die bislang umfassendste Monographie zu Schloss Köpenick vermittelt den aktuellen Kenntnisstand.
Mahmoud Zibawi. Koptische Kunst. Das christliche Ägypten von der Spätantike bis zur Gegenwart. Übers. aus dem Franz. von Karl Piehler. 1. Auflg. 2004, 240 S., 240 fb. und 51 sw Abb., 30 cm, Gb., Bis 30.06.2004. EUR 69,- danach EUR 79,- ISBN: 3-7954-1562-4 Schnell & Steiner
Die koptische Kunst, d.h. die christliche Kunst Ägyptens, weist von ihren frühen Anfängen bis in die Gegenwart eine reiche Entwicklung auf Sie lässt erkennen, in welchem Spannungsfeld der Kulturen das Kunstschaffen in diesem Land durch die verschiedenen Epochen hindurch erfolgte. Der aufwendig illustrierte Band führt die Originalität der koptischen Kunst vor Augen. Dem Leser ist damit ein grundlegendes Werk über die Kunst des chrisflichen Orients an die Hand gegeben. In den ersten Jahrhunderten unserer Zeit war die multikulturelle Metropole Alexandria als eines der vier Patriarchate ein Hauptzentrum des sich ausbreitenden Christentums. Entscheidend war in dieser Epoche der römisch-hellenistische Einfluss, der die Anfänge der koptischen Kunst nachhaltig prägte, bevor frühbyzantinische Einflüsse überwogen. Im 5. Jahrhundert führten die dogmatischen und kirchenpolitische Streitigkeiten zum Bruch: Die ägyptische Kirche trennte sich von Konstantinopel und wurde zur autonomen koptischen Kirche. Die byzantinische Kunst blieb indes am Nil weiterhin bestimmend, selbst als Ägypten nach der arabischen Eroberung Mitte des 7. Jahrhunderts dem Reich der Omaijaden von Damaskus zugeschlagen wurde. Vor allem in Klöstern erlebte die koptisch-byzantinische Kunst damals eine Blütezeit. Die zunehmende Islamisierung blieb nicht ohne Auswirkungen auf die koptische Kunst und führte stilistisch wie ikonographisch zu neuen, eigenständigen Ausformungen. Der Autor stellt die Entwicklung der koptischen Kunst in vier Epochen dar. Er unterteilt sie in die ersten Jahrhunderte der frühchristlichen Kunst, die byzantinisch-koptische Kunst des frühen Mittelalters, die arabisch-koptische Kunst von den Abbasiden bis zu den Mameluken und die koptische Kunst in der Neuzeit. Architektur, Skulptur und Textilkunst kommen ebenso zur Sprache, wie die umfangreichen Zeugnisse der Wandmalerei. Mahmoud Zibawi (* 1962 in Beirut), selbst ein talentierter Maler, ist Experte für die Kultur des christlichen Orients. Seine Promotion an der Pariser Sorbonne galt der frühchristlichen Malerei Ägyptens. In seinen Publikationen beschäftigt sich der Autor insbesondere mit den Wechselbeziehungen der Kulturen, unter anderem der christlich-orientalischen und der islamischen Welt.
Inga Pelludat. Peter Axer: Kunst und Antiquitäten Empfehlungen zur Handhabung, Reinigung und Aufbewahrung Hrsg. Facharbeitskreis Schlösser und Gärten in Deutschland 1. Auflage 2004, 160 S. 100 teils fb. Abb., 24 cm, Br., EUR 19,90 ISBN: 3-7954-1646-9 Schnell & Steiner
Dieser reich bebilderte lexikalische Ratgeber richtet sich an alle, die privat oder beruflich mit Kunst und Antiquitäten Umgang haben. Knapp, aber inhaltlich umfassend vermittelt diese Handreichung, wie Kunstgut optimal gepflegt und erhalten werden kann. Die Erfahrungen vieler Restauratoren aus den staatlichen Schlösserverwaltungen in Deutschland sind in diese Zusammenstellung von praxisorientierten Empfehlungen eingeflossen, die so bislang nur durch die Lektüre umfangreicher Fachbücher gewonnen werden konnte. Zur Pflege von Kunstobjekten gehört ihre regelmäßige Reinigung. Unsachgemäße Behandlung kann hier große Schäden verursachen, weshalb Hinweise zu objektgerechten Reinigungsmethoden und -mitteln ein Kernthema des Buchs darstellen. Dem ist vor allem der umfangreiche lexikalische Teil gewidmet. Darüber hinaus werden auch die Grenzen der routinemäßigen Pflege aufgezeigt und für diese Fälle Kriterien zur Auswahl von qualifizierten Restauratoren angeboten. Bei der Erhaltung von Kunstgut kommt auch der Aufbewahrung weitreichende Bedeutung zu: Die Rahmenbedingungen für Schauräume und Depots – Raumklima und Beleuchtung – werden hierbei ebenso angesprochen wie der Transport oder die Deponierung von Kunstgut. Ein eigener Abschnitt widmet sich der Problematik von Katastrophenfällen — Feuer, Wasser, Vandalismus —‚ wobei differenziert auf einzelne Kunstgattungen eingegangen wird. Durch umfangreiches Bildmaterial soll es dem Leser ermöglicht werden, Veränderungen am Kunstwerk zu erkennen, damit rechtzeitig Maßnahmen zur Vermeidung irreparabler und wertmindernder Schäden ergriffen werden können. Hersteller- und Bezugsadressen der empfohlenen Materialien sowie ein umfangreiches Literatur- und Homepageverzeichnis ergänzen das Handbuch, so dass auch für weiterführende Probleme Antworten und Ansprechpartner gefunden werden können. Privatsammlern, Museums-, Kirchen- und Schlosspersonal wird der Ratgeber eine unschätzbare Hilfe sein, um die Rahmenbedingungen für den Erhalt von wertvollen Kunstwerken zu optimieren und grobe Fehler im Umgang mit Kulturgut zu vermeiden.
Timothy Verdon. Maria in der Florentiner Kunst. 2004. 120 S., 58 fb. und 9 sw Abb. 21 cm, Br., EUR 16,90. ISBN: 3-7954-1640-X Schnell & Steiner
Das Leben der Muttergottes inspirierte riorenuner Künstler aus allen Epochen zu großartigen Kunstwerken - es gibt fast kein Ereignis im Leben Marias, das seine Darstellung nicht in einem Meisterwerk der Malerei oder Skulptur gefunden hätte. Der reich illustrierte Band lässt in einer faszinierenden und präzisen Synthese den unermesslichen Reichtum erfassen und bietet neue Interpretationsansätze. Die Florentiner Künstler haben nahezu jeden Augenblick und jedes Ereignis im historischen und legendären Leben Marias in ihren Werken dargestellt. Bei weitem waren sie aber nicht nur „Madonnenmaler“, die sich auf das Reproduzieren konventioneller Bilder und auf frommes Anpreisen beschränkten. Vielmehr erweiterten Künstler wie Giotto, Bernado Dadi, Masaccio, Donatello, Beato Angelico, Filippo Lippi, Botticelli, Fillippino Lippi, Leonardo oder Michelangelo die tra-dierten Themen der marianischen Ikonographie: Sie haben die Muttergottes als Heilige dargestellt, aber auch als menschliches Wesen und vor allem als Frau. Der vorliegende Band behandelt die bedeutendsten Werke und führt Zeugnisse einer fast eintausendjährigen Beschäftigung mit der Gestalt der Maria in der florentinischen Kunst vor Augen. Timothy Verdon wurde 1946 in New Jersey geboren studierte Kunstgeschichte an der Yale University, lebt seit 30 Jahren in Italien und ist seit 1994 Priester in Florenz. Er ist Domherr, Mitglied des Aufsichtsrats der Opera die Santa Maria del Fiore, Fellow des Harvard University Center for Italian Renaissance Studies und Dozent der Stanford University. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Themen der religiösen Kunst. Aus dem Inhalt: Die Frau als Sinnbild — Die Stätten der Marienverehrung – Santa Maria del Fiore — Maria und der Humanismus – Die psychologische Erforschung — Die Maria des Tondo Doni – Mater dolorosa, Mater gloriosa.
Arndt, Gregor: Mühlhausen, St. Josefskirche. 2003. 24 S., 16 fb. Abb. 17 12 cm. Gh EUR 3,- ISBN: 3-7954-6465-X Schnell & Steiner
Bild und Botschaft II. Biblische Geschichten auf Bildern der Alten Pinakothek München. Hrsg.: Metzsch, Friedrich A von. 2004. 96 S., 30 fb. Abb. 21 cm. Gb EUR 12,90 ISBN: 3-7954-1638-8 Schnell & Steiner
Die weltberühmte Alte Pinakothek in München zeigt aus ihrem Sarnmlungsbestand über 200 Meisterwerke mit biblischem Inhalt. „Bild und Botschaft II“ erschließt dem Betrachter in einer repräsentativen Auswahl von Schlüsselszenen des Alten und Neuen Testaments und knüpft damit an den Erfolg des ersten Bandes an. Auch dieser Band geht aus der seit über zehn Jahren viel besuchten Vortragsreihe „Biblische Bildtrachtungen" hervor. Wie im ersten Band führen Kunsthistoriker und Theologen aus unterschiedlichen Perspektiven Thematik, künstlerische Inszenierung und Botschaft des jeweiligen Bildes eindrucksvoll vor Augen. Dabei geht es weniger um kunsthistorische Analysen im engeren Sinne. Ziel des Buches ist es vielmehr, einen neuen Zugang zu Bildwerken mit biblischen Themen zu eröffnen: Über die ästhetischen und malerischen Qualitäten hinaus vermitteln sie in prägnanten Texten theologisch fundierte Informationen. Dabei wird immer wieder die Parallelität biblischer Geschichten zu aktuellen Fragen deutlich. Zum besseren Verständnis ist jedem Bild der ihm zugrunde liegende biblische Text beigefügt. Die Auswahl von Gemälden Alter Meister des 14.— 17. Jahrhunderts umfasst eindrucksvolle Werke von Claude Lorrain, Peter Paul Rubens, Hans Memling, Stefan Lochner, Antonis van Dyck, Hans Baldung, Giotto oder Rembrandt, die behandelten Themen reichen von Abraham bis zur Offenbarung und umfassen Schlüsselszenen des Alten und neuen Testaments. Der Band wendet sich an alle Altersgruppen und versteht sich als Einladung, Gemälde mit biblischen Themen in ihrer Vielschichtigkeit und ihrem Anredecharakter wahrzunehmen.
Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg (Hrsg.) Der Süden im Norden. Orangerien, ein fürstliches Vergnügen Beiträge von Dorothee Ahrendt, Simone Balsam, Alfons Eifgang, Ulrike Grimm, Claudia Gröschel, Heinrich Hamann, Rosemarie Münzenmayer, Hans-Dieter Proske und Hubert Wertz 2. Auflage 2004, 112 S., 95 fb. und 15 s/w. Abb., 21 cm, EUR 9,90 ISBN: 3-7954-1257-9 Schnell & Steiner
Freunden und Kennern der Gartenkunst liefert dieser reich illustrierte, nun wieder lieferbare Band einen umfassenden Überblick zur kultur- und architekturhistorischen Entwiddung von Orangerien. Die Auswahl prominenter Beispiele reicht hierin von Wien über Stuttgart und Schwetzingen bis nach Kassel und Potsdam.
Fürstliche Sammelleidenschaft, Prestigedenken und die Sehnsucht nach dem Süden ließen vor rund 300 Jahren große Sammlungen von Zitrusgewächsen entstehen, deren Symbolik die fürstlichen Besitzer für sich in Anspruch nahmen. Für die Kultivierung dieser und anderer exotischer Pflanzen wurden Orangerien entwickelt. In ihrer Doppelfunktion als Raum für die Pflanzenüberwinterung und für höfische Festlichkeiten im Sommer stellten die Orangerien den Höhepunkt barocker Gartenbaukunst dar und dürften in kaum einer größeren Anlage fehlen.
Die 1999 abgeschlossene Restaurierung der neuen Orangerie im Schwetzinger Schlossgarten gab den Anlass zur Dauerausstellung „Der Süden im Norden — Orangerien, ein fürstliches Vergnügen“: Sie führt — ebenso wie der vorliegende Band — in die Vielseitigkeit des Themas ein und zeigt u.a. auch die wechselseitigen Einflüsse von Orangerien und Gartenkunst auf. Zahlreiche Beiträge zu kultur-, architekturhistorischen, botanischen und technischen Aspekten verschaffen dem Leser einen umfassenden Einblick in einen bedeutenden Bereich der Gartenkunst des 17. und 18. Jahrhunderts. Inhalt: Claudia Gröschel: Die goldenen Äpfel. Zitrusfrüchte zwischen antikem Mythos, Herrschaftssymbol und bildender Kunst; Clemens Alexander Wimmer: Die Pflanzenbestände der Orangerien; Heinrich Hamann: Entwicklung des abschlagbaren Pommeranzenhauses in Deutschland; Simone Balsam: Die Orangerie im Kontext von Schloss und Garten; Rosemarie Münzenmayer: Die Orangerie im Schlossgarten Weikersheim; Claudia Gröschel: Von der Orangerie zum Glashaus; Rosemarie Münzenmayer/Alfons Eifgang: Die Wilhelma in Stuttgart; Hubert Wolfgang Wertz: Die Schwetzinger Orangerien; Hans-Dieter Proske: Die Instandsetzung der neuen Orangerie Schwetzingen; Dorothee Ahrendt: Historische Orangerie- und Pflanzgefäße; Ulrike Grimm: ‚Unterschiedner Garten und Gewächsscherben‘. Keramische Zierkübel; Heinrich Hamann: Die Heizung in Orangerien und Gewächshäusern
P. Gerhard Ruf. Die Fresken der Oberkirche San Francesco in Assisi. Ikonographie und Theologie. Vorwort v. P. Anton Rotzetter, Fotos von Stefan Diller, Ghigo Roli u.a. 2003. 352 S., 155 fb. Abb., Zahlr. Zeichnungen und Pläne. 28 cm, Gb., EUR 49,90 ISBN: 3-7954-1528-4 Schnell & Steiner
Dieses grundlegende Werk erschließt in einer faszinierenden Gesamtschau das Bildprogramm der weltberühmten Oberkirche von San Francesco in Assisi mit seinen vielschichtigen Sinnbezügen und komplexen Inhalten. Illustriert mit hervorragenden Farbabbildungen, eröffnet sich dem Leser und Betrachter die Botschaft des Freskenschmucks in seiner ikonographischen und theologischen Reichhaltigkeit. Seit dem Mittelalter gehört Assisi zu den großen Wallfahrtszielen Europas. Die Doppelkirche über dem Grab des heiligen Franziskus, zugleich Mutterkirche des Ordens und „Hauskirche“ des Papstes, hat Ende des 13. Jh. eine außerordentlich reiche Ausgestaltung erfahren. Gegenstand dieses aufwendig mit vorzüglichen Aufnahmen ausgestatteten Bandes sind die Fresken der Oberkirche. Dabei richtet sich das Interesse weniger auf stilgeschichtliche Fragen als vielmehr auf die inhaltliche Konzeption des Bildprogramms, das als ein Ganzes in seiner heilsgeschichtlichen Dimension zu begreifen ist. Nach einer Einleitung in die Funktion des Bildes in der Vätertheologie beginnt die Betrachtung der Fresken mit der Apsis, die dem Marienleben gewidmet ist und folglich die Kirche neu als Marienkirche verstehen lässt. Die Querhäuser werden ebenso in die Gesamtschau einbezogen wie das Langhaus, in dem als „Via sacra“ alt- und neutestamentliche Bildreihen mit Szenen aus dem Leben des Franziskus in Beziehung gesetzt sind. Um die Inhalte und deren künstlerische Umsetzung zu verdeutlichen, sind zu den biblischen Bildern die entsprechenden Texte der Heiligen Schrift und zu den Franziskusbildern die grundlegenden Texte aus Bonaventuras Lebensbeschreibung des heiligen Franziskus gestellt. Schemata und Zeichnungen veranschaulichen die ikonographischen und theologischen Zusammenhänge, und mit Hilfe der hervorragenden Farbahbildungen kann sich der Beschauer in die Betrachtung der Bilder versenken. Er wird in eine mystische Welt hineingezogen und eingeführt, die ihm zugleich tiefe Einblicke in das theologische Denken und in die geistesgeschichfliche Situation der Entstehungszeit geben. P. Gerhard Ruf OFM Conv. kam 1959 als Seelsorger für die deutschsprachigen Pilger und Reisegruppen nach Assisi. Seine intensive Beschäftigung mit der bildlichen Ausstattung von San Francesco drückt sich in einer Reihe von beachtlichen Publikationen zum Thema aus.
Glatz, Ulrike: Burg Rheinstein Trechtingshausen. 2003. 28 S., 16 fb. Abb. 17 cm. Gh EUR 3,- ISBN: 3-7954-6468-4 Schnell & Steiner
Reiner Kammerl. Weißenburg. Großer Kunstführer 116. 2003. 48 S. 50 fb. Abb., 24 cm, Gb., EUR 9,90 ISBN: 3-7954-1547-0 Schnell & Steiner
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