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Wasmuth Verlag

 
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Paris. Häuser der Stadt 1900 - 1935. Hrsg.: Fink, Dietrich; Beitr.: Erben, Dietrich; Fink, Dietrich; Hadaller, Christian. 2017. 168 S. zahlr. z.T. fb. Abb. u. Zeichnungen. 21 x 13 cm. EUR 14,80. ISBN: 978-3-8030-0936-4 Wasmuth
Materialien zu Geschichte, Theorie und Entwurf städtischer Architektur, Band 8. Herausgegeben von Prof. Klaus Theo Brenner, Potsdam School of Architecture; Prof. Renato Capozzi, Prof. Federica Visconti, Università degli Studi di Napoli Federico II; Prof. Dietrich Fink, Technische Universität München; Prof. Arno Lederer, Universität Stuttgart; Prof. Carlo Moccia, Politecnico di Bari; Prof. Uwe Schröder, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen; Prof. Ilaria Valente, Politecnico di Milano
(ISSN 2364-7663) Die in diesem Buch vorgestellten Bauten stammen aus politisch und gesellschaftlich bewegten Zeiten. In ihnen zu wohnen, bedeutete für die – mehr oder minder vermögenden – Bewohner eine Selbstvergewisserung, und so waren die Häuser von den Architekten, die sie in den ersten drei Jahrzehnten nach 1900 in Paris planten, auch gemeint. Die Wohnhäuser entstanden im jeweiligen Einzelfall zwar aus unterschiedlichen gesellschaftlichen, ideologischen und auch architekturtheoretischen Begründungen, doch sie verbindet neben der Bautypologie des Wohngebäudes in der Stadt auch ein verwandter Entwurfsansatz. Dieser Ansatz soll durch zahlreiche Fotographien, neu gezeichnete Umgebungspläne und eigens angefertigte Grund- und Aufrisse vermittelt werden. Dabei wird durch die Umzeichnungen die historische Distanz zu den Bauten verringert. Es kommt zu einer Art „Wiederaufführung“ des historischen Entwurfs- und Planmaterials.
Stadt. Volk. Park. Volkspark als Bühne städtischer Selbstinszenierung. Stimmann, Hans. Foto(s) von Ouwerkerk, Erik-Jan; Mitwirkung (sonst.) Nöfer, Tobias. 180 S. 155 fb. Abb. Und Pläne. 28 x 24 cm. Wasmuth Verlag, Tübingen 2017. EUR 35,00. ISBN: 978-3-8030-0823-7 Wasmuth
Die Idee zur Anlage „öffentlicher Gärten“ – den späteren Volksparks – stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und war quasi eine Aufforderung zu ihrer ausdrücklichen Benutzung – nach dem Motto „Betreten des Rasens erwünscht“. Dieses Ziel ist mittlerweile erreicht und nicht nur das, denn es hat sich bei der Nutzung öffentlicher Parkanlagen und Plätze durch die heutigen Stadtbewohner viel geändert. Nicht nur Hierarchien, Klassenschranken und kulturell begründete Barrieren zwischen verschiedenen Lebensstilen haben sich bei der Parkbenutzung verflüchtigt, sondern auch das Verhalten in der Öffentlichkeit hat sich grundlegend gewandelt. Heute bespricht man im öffentlichen Raum nicht nur lautstark private Angelegenheiten, sondern erledigt auch andere vormals in privaten Räumen angesiedelte Dinge auf den Rasenflächen und Parkbänken. War die Nutzung von Bürgerwiesen in öffentlichen Parks Anfang des 20. Jahrhunderts noch ein emanzipatorischer Akt, kennt ihre heutiger oft maßloser Gebrauch kaum noch Grenzen. Das Buch mit Fotos und Plänen ausgewählter Berliner Parkanlagen zeigt die Art und Intensität der Nutzung, die die geplante gartenarchitektonische Schönheit oft verschwinden lässt. Es wird damit auch das Dilemma gartenarchitektonischer Positionen sichtbar: einerseits sich damit begnügen, wie beim Tempelhofer Feld gestalterisch alles offen zu lassen, um eine flexible Nutzung zu ermöglichen, andererseits aber auch Tendenzen hin zu einer „Natur der vierten Art“ sowie zeitgeistige Designvorstellungen für Freizeitaktivitäten abzuwehren.
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Frau Architekt. Seit mehr als 100 Jahren: Frauen im Architektenberuf / Over 100 Years of Women as Professional Architects, Hrsg.: Budde, Christina; Pepchinski, Mary; Cachola Schmal, Peter; Voigt, Wolfgang. Dtsch, Engl. 2017. 316 S., 350 z. T. fb. Abb. 30 x 24 cm. EUR 48,00 ISBN: 978-3-8030-0829-9 Wasmuth
Ob die Zukunft wirklich weiblich ist, muss sich noch zeigen: Zwar sind inzwischen weit mehr als die Hälfte aller Studierenden an den Architekturfakultäten Frauen, aber längst nicht alle kommen auch wirklich im Beruf an und die wenigsten schaffen den Sprung in die erste Reihe – dort ist Architektur immer noch Männersache. FRAU ARCHITEKT erzählt das Thema in 22 Porträts, Werkbeispielen und ganz persönlichen Geschichten von Frauen, die Architektur maßgeblich beeinflusst haben oder sie ganz aktuell prägen. Es beginnt bei Emilie Winkelmann, die 1907 das erste Architekturbüro in Deutschland gegründet hat, und endet mit dem Bauen in der Nachwendezeit, in Berlin und den neuen Bundesländern. Einige der Architektinnen sind selbst der Fachwelt kaum oder gar nicht bekannt, ganz zu schweigen von der breiten Öffentlichkeit.
Mit Beiträgen von Lori Brown, Christina Budde, Sigal Davidi, Christiane Droste, Magdalena Droste, Oliver Elser, Christina Gräwe, Heike Hambrock, Edeltraud Haselsteiner, Josenia Hérvas y Heras, Hilde Heynen, Sandra Huning, Karl Kiem, Claudia Lenz, Hans-Georg Lippert, Petra Lohmann, Ursula Müller, Hanneke Oosterhof, Mary Pepchinski, Kerstin Renz, Tanja Scheffler, Peter Cachola Schmal, Eva C. Schweitzer, Ines Sonder, Despina Stratigakos, Wolfgang Voigt, Sabine Weißler, Laura Weissmüller und Karin Wilhelm.
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Beton. Architekturpreis Beton 2017. Hrsg.: Nolting, Ulrich; InformationsZentrum Beton GmbH; Vorwort von Farwick, Heiner; Knell, Christian; Beitr.: Heilmeyer, Florian; Herwig, Oliver; Holl, Christian; Jaeger, Falk; Cachola Schmal, Peter. 2017. 168 S. zahlr. meist fb. Abb. u. Plänen. 27 x 23 cm. EUR 29,80. ISBN: 978-3-8030-0806-0 Wasmuth
Ausgelobt durch das InformationsZentrum Beton in Kooperation mit dem Bund Deutscher Architekten BDA, würdigt der „Architekturpreis Beton“ herausragende Leistungen der Architektur und Ingenieurbaukunst, deren Qualität von den gestalterischen, konstruktiven und technologischen Möglichkeiten des Baustoffs Beton geprägt ist. So spiegelt er seit mehr als vier Jahrzehnten das Baugeschehen in Deutschland, inspiriert den Diskurs über gute Architektur und zeigt die gestalterischen Potenziale und vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten des weltweit am meisten genutzten Baustoffs. Die Publikation „Beton.“ dokumentiert ausführlich die Bauten der vier Preisträger und die vier Anerkennungen, die im diesjährigen Verfahren aus knapp 170 eingereichten Projekten ausgewählt wurden, und stellt kurz die Projekte der engeren Wahl in Bildern vor.
Preisträger:
Kreativwirtschaftszentrum Mannheim, Hartwig Schneider Architekten, Stuttgart
Erweiterung des Sprengel Museums Hannover, Meili Peter Architekten, Zürich
Konzerthaus Blaibach, Peter Haimerl Architektur, München
E20_Wohnhaus in Pliezhausen, Steimle Architekten, Stuttgart
Anerkennungen:
Umbau der Kirche St. Agnes – König Galerie Berlin, Brandlhuber + Emde, Burlon, Berlin, gemeinsam mit Riegler Riewe Architekten, Berlin
Wohnsolitär Gret-Palucca-Straße Dresden, Leinert Lorenz Architekten, Dresden
Bürogebäude am Hamburger Bahnhof Berlin, Miller & Maranta Architekten, Basel
Seminargebäude Hochschule der Medien Stuttgart, Simon Freie Architekten, Stuttgart
Città moderna/Moderne Stadt. Materialien zu Geschichte, Theorie und Entwurf städtischer Architektur (8). Hrsg.: Visconti, Federica; Beitr.: Capozzi, Renato; Moccia, Carlo; Sansò, Claudia; Schröder, Uwe. Pompeji. Italien.; Dtsch. 2017. 128 S. zahlr. z.T. fb. Abb. 21 x 13 cm. EUR 12,80. ISBN: 978-3-8030-0937-1 Wasmuth
Materialien zu Geschichte, Theorie und Entwurf städtischer Architektur, Band 8.
Herausgegeben von Prof. Klaus Theo Brenner, Potsdam School of Architecture; Prof. Renato Capozzi, Prof. Federica Visconti, Università degli Studi di Napoli Federico II; Prof. Dietrich Fink, Technische Universität München; Prof. Arno Lederer, Universität Stuttgart; Prof. Carlo Moccia, Politecnico di Bari; Prof. Uwe Schröder, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen; Prof. Ilaria Valente, Politecnico di Milano (ISSN 2364-7663)
Dieses Buch reagiert auf das immer dringender verspürte Bedürfnis, Gedanken zu systematisieren, die in verschiedenen Kontexten – Tagungen, Forschung, Lehre, Entwürfe – über die archäologische Stadt Pompeji gefasst wurden, und dies in der Überzeugung, dass es sich bei ihr um eine fast unerschöpfliche, aber vor allem kaum ausgeschöpfte Lagerstätte “architektonischen und urbanen” Wissens handelt, insbesondere wenn wir die Idee aufgreifen, dass Pompeji einen Bezugspunkt für den Entwurf der modernen Stadt bilden kann: daher der Titel "Pompeji. Moderne Stadt". Zusammengefasst ist dies kein Buch, das Puzzleteile zum historischen Wissen hinzufügen will, es zielt vielmehr darauf, den jüngeren Besuchern Pompejis zum Erleben einer "Ergriffenheit von architektonischer Natur" zu verhelfen.
Deutscher Städtebaupreis 2016. Hrsg.: Durth, Werner; Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung. STADT BAUEN 6. 2017. 120 S. zahlr. meist fb. Abb. 24 x 21 cm. EUR 32,00 ISBN: 978-3-8030-0824-4 Wasmuth
Der jüngste Band der Reihe STADT BAUEN der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung dokumentiert den Deutschen Städtebaupreis 2016 und zeigt erneut eine Leistungsbilanz der Stadtplanung in Deutschland in Reaktion auf aktuelle Probleme gesellschaftlichen Wandels.
Seit nunmehr 35 Jahren dient der Deutsche Städtebaupreis der Förderung einer zukunftsweisenden Planungs- und Stadtbaukultur. Er wird ausgelobt von der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) und von der Wüstenrot Stiftung gefördert. Mit dem Deutschen Städtebaupreis werden städtebauliche Projekte prämiert, die sich durch nachhaltige und innovative Beiträge zur Stadtbaukultur auszeichnen. Dabei sollen die Projekte den aktuellen Anforderungen an zeitgemäße Lebensformen ebenso Rechnung tragen wie den Herausforderungen an die Gestaltung des öffentlichen Raums, dem sparsamen Ressourcenverbrauch sowie den Verpflichtungen gegenüber der Orts- und Stadtbildpflege. Der parallel zum Städtebaupreis ausgelobte Sonderpreis dient der Akzentuierung besonders dringlicher Handlungsfelder im Städtebau und in der Stadtplanung. Das Thema des Sonderpreises 2016 lautet „Soziale Impulse durch Städtebau – Urbane Kooperationen und neue Nachbarschaften“.
Preisträger Deutscher Städtebaupreis 2016
München, Wohnanlage wagnisART
Auszeichnungen:
Bremen, Tarzan & Jane – Ungewöhnlich wohnen
Hallstadt, Neue Mitte Hallstadt – Neubau Marktscheune
Schwäbisch Gmünd, Stadtumbau Schwäbisch Gmünd
Stuttgart, Hospitalplatz und Hospitalhof
Belobigungen:
Braunschweig, Stationen am Ringgleis – Neue Begegnungen am Westbahnhof
Kassel, Grimmwelt – Sanierung des Kulturdenkmals am Weinbergareal
München, Wohnbebauung Bad-Schachener-Straße
Siegen, Zu neuen Ufern (Teil der REGIONALE Südwestfalen)
Stuttgart, Freiraumkonzept Hallschlag – Straßen, Wege, Plätze
reisträger Sonderpreis 2016:
Augsburg, Grandhotel Cosmopolis
Auszeichnungen:
Bremen, WURST CASE – Prototyp eines Urbanen Labors in Hemelingen
Belobigungen:
Krefeld, Nachbarschaft Samtweberei
Nürnberg, St. Ludwig – Neuordnung und Revitalisierung des Pfarreiareals
Osterholz-Scharmbeck, Campus für lebenslanges Lernen
Wabi-sabi für Künstler, Architekten und Designer. Japans Philosophie der Bescheidenheit. Koren, Leonard. Hrsg.: Dietz, Matthias. 2017. 94 S. 25 Abb. 21 x 14 cm. Pb. EUR 15,00. CHF 26,90 ISBN: 978-3-8030-3064-1 Wasmuth
Wabi-sabi meint eine spezifische Art von Schönheit, die sich durch Einfachheit und den Verzicht auf äußeren Prunk zugunsten innerer Werte auszeichnet - etwas für alle kreativ Tätigen, die eine Alternative zur oberflächlichen Konsumästhetik suchen.
Forschung durch Redesign. Originalität und Redesign von Autorenprodukten am Beispiel des Zeichentischgestells von Egon Eiermann. Klapsing, Daniel. 2017. 284 S. 220 Abb. 23 x 15 cm. EUR 24,80. ISBN: 978-3-8030-3219-5 Wasmuth
Die vorliegende Arbeit untersucht mit theoretischen und praktischen Methoden die Frage der Autorschaft und der Originalität im Design. Dabei dient insbesondere der Umgang von Möbelherstellern mit sogenannten Modernen Klassikern des Möbeldesigns als Untersuchungsgegenstand.
Im Zentrum dieser Untersuchung steht eine Recherche zu der bislang wenig erforschten Entwicklungsgeschichte der Tischgestelle von Egon Eiermann. Die Arbeit soll damit einen wissenschaftlichen Beitrag zur Entwicklungsgeschichte der sogenannten Eiermann-Gestelle bieten. Design wird in diesem Rahmen als eine variationserzeugende Tätigkeit definiert, die stets dazu tendiert, Bestehendes zu verändern. Design steht damit in einem spannungsreichen Verhältnis zu dem Begriff der Originalität, da jedes Redesign erneut die Frage der Autorschaft aufwirft, was insbesondere dann kritisch wird, wenn der ursprüngliche Autor eines Designs verstorben ist. Im Rahmen dieser Untersuchung spielen rechtliche, ästhetische, materielle und ideelle Aspekte eine Rolle.
Daniel Klapsing, geboren 1982 in Göttingen, studierte Architektur, visuelle Kommunikation, freie Kunst und Produktdesign und promovierte im Bereich Kunst und Design an der Bauhaus-Universität Weimar. Er gründete 2009 die Ausstellungsreihe "MY BAUHAUS IS BETTER THAN YOURS" und ist als Designer und Unternehmer in den Firmen "45 Kilo" und Mykilos“ tätig. Er lebt und arbeitet in Berlin und Hamburg.
das radikale projekt der modernen architektur. Brenner, Klaus Theo. 2017. 168 S. 8 Abb. 17 x 13 cm. EUR 19,80. ISBN: 978-3-8030-0820-6 Wasmuth
Das Buch „das radikale projekt der modernen architektur“ thematisiert die Architektur der Stadt vor dem Hintergrund ihrer historischen Entwicklung im Rahmen der Entwurfstheorie der Moderne. Klaus Theo Brenner entwickelt einen entwurflichen Diskurs, der sich distanziert von zwei Tendenzen aktueller Architekturdebatten: Einmal der banalen Form des Historismus und zum Anderen – und im Gegensatz dazu – einem Modernismus, der sich im modischen Designobjekt erschöpft. In diesem Buch geht es um ein Stück Aufklärung, basierend auf der These, dass die moderne Architektur in einem permanenten Transformationsprozess im Sinne der Aktualisierung geschichtlicher Themen der Stadtarchitektur steht.
Akten der Tagung in Toledo vom 24. bis 25. September 2009. Actas del coloquio de Toledo del 24 al 25 de septiembre de 2009. Iberia Archaeologica (19). Herausgegeben von Schattner, Thomas G.; Herausgegeben von Valdés Fernandéz, Fernando. Wasserversorgung in Toledo und Wissensvermittlung von der Antike ins Mittelalter. El suministro de agua a Toledo y el saber hidráulico durante la Antigüedad y la Edad Media. Dtsch; Span. 2017. 388 S. 249 z.T. fb. Abb. 30 x 21 cm. Gb. EUR 95,00. ISBN: 978-3-8030-0245-7 Wasmuth
Seit über zehn Jahren widmet sich die Madrider Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts im Verein mit der Diputación de Toledo sowie der Real Fundación de Toledo immer wieder gemeinsam den Themen dieser Stadt, die sich dadurch auszeichnet, dass sie stets Hauptstadt und "regia sedes" gewesen ist. Nach Stadttoren (Iberia Archaeologica 8, 2006) und Spolien (Iberia Archaeologica 12, 2009) stand das Thema Wasserwirtschaft im Fokus der Tagung, deren Akten hier vorgelegt werden und die unter namhafter Beteiligung der Deutschen Wasserhistorischen Gesellschaft (DwhG) und der entsprechenden Fachleute international organisiert wurde.
Toledo besitzt nicht nur eine der wenigen römischen Hochdruckleitungen auf der Iberischen Halbinsel, das römische System mit Wasserverteilern im Stadtgebiet funktionierte noch bis ins 14. Jahrhundert. – Stets wird die vorgefundene römische Bausubstanz der hispanisch-westgotischen Städte weiter verwendet genutzt, repariert, instand gesetzt, stets wird versucht, das Bestehende zu nutzen. Dabei muss das Wissen um das Wasser weitergegeben werden. Die Wissensvermittlung kann auf zwei Wegen erfolgen: über den der praktischen Weitergabe wie etwa über Meister-Gesellen-Verbindungen in der Form des stillen, impliziten oder Alltagswissens oder über den Weg der theoretischen Weitergabe diskursiven Wissens sowie auch über Bücherwissen. Dem entsprechend ist auch die Tagung aufgebaut. In einem ersten Teil wird ingenieurtechnisch gezeigt, was an Wissen vorhanden ist, und anhand von Fallbeispielen verfolgt, wie dieses Wissen im Verlauf der Zeit verschiedentlich angewendet wird. In einem zweiten, kleineren Teil wird die Vermittlung des diskursiven bzw. des Bücherwissens betrachtet. Dabei wird der erste Teil regional gestaffelt – eine methodische Vorgehensweise, welche die Tagungen in Toledo insgesamt auszeichnet. Mit Beiträgen von E. Andrés Díaz, F. Aranda Gutiérrez, M. Arenillas, M. Barahona, R. Barroso Cabrera, A. Becchi, J. Carrobles Santos, P. Cressier, W. Eck, H. Fahlbusch, P. Keilholz, A. León, J. Mangas Manjarrés, J. Morín de Pablos, J. F. Murillo, C. P. I. Ohlig, A. Orejas, Y. Peleg (†), M. E. Polo García, S. Rodríguez Montero, J. L. Sánchez Carcaboso, B. Sasse, Th. G. Schattner, H. Schneider, T. Tsuk, C. Varona, F. Valdés Fernández, B. Vogt, K. Wellbrock.
Dienstbarkeitsarchitekturen. Zwischen Service-Korridor und Ambient Intelligence. Hrsg.: Krajewski, Markus; Meerhoff, Jasmin; Trüby, Stephan; Beitr.: Balke, Friedrich; Eigler, Ulrich; Gleich, Moritz; Günzel, Stephan; Lämmle, Rebecca; Mader-Kratky, Anna; Marshall, Kate; Neubert, Christoph; Osadtschy, Olga; Potthast, Jörg; Ruhl, Carsten; Schürer, Oliver; Termeer, Marcus; Trüby, Stephan. 2017. 464 S. 89 Abb. 23 x 16 cm. Gb. EUR 35,00. ISBN: 978-3-8030-0817-6 Wasmuth
Kein König kommt ohne Hofstaat aus, kein Herr ohne Dienerschaft – und doch ist neben dem Konzept der Herrschaftsarchitektur die Analyse einer Dienstbarkeitsarchitektur bis dato weitestgehend vernachlässigt geblieben. Das Buch bietet verschiedene Blicke hinter die Kulissen der Macht und in die dort vorhandenen Service-Konstellationen, die durch architektonische Einrichtungen ermöglicht werden. Dabei wird ein historischer und interdisziplinärer Bogen von den antiken römischen Villen über die dienstleistende Funktion von Korridoren, die „smart homes“ der Gegenwart bis zum Begriff der Architektur in der Softwareentwicklung geschlagen.
Im Fokus steht die Frage, in welcher Weise Raum, Medien und "user" in einem Dienstverhältnis zueinanderstehen und wie sich dieses jeweils neu konfiguriert. Versammelt sind in diesem Buch kunst- und architekturhistorische, soziologische sowie kultur- und medienwissenschaftliche Beiträge. Neben konkreten Bauten wie der Wiener Hofburg und den Houses of Parliament sind auch Krankenhauskorridore und Flughafenterrassen Gegenstand der einzelnen Studien. Literarische Beispiele – aus den Erzählungen Franz Kafkas, C.P. Snows "Corridors of Power" und Petrons "Satyrica" – finden ebenso Berücksichtigung wie die künstlerische Arbeit von Allen Wexler oder die Gestaltung von Tunneln im Computerspiel. Eine Diskussion der Architektur der Gegenwart und Zukunft bieten Analysen zur Ambient Intelligence, zur Renaissance des Dienstpersonals und zum Design digitaler Dienstbarkeit.
Istanbuler Mitteilungen 66, 2016. Hrsg.: Deutsches Archäologisches Institut, Abteilung Istanbul; Pirson, Felix. 2017. 366 S. zahlr. Abb. 26 x 19 cm. Leinen. EUR 35,00. ISBN: 978-3-8030-1657-7 Wasmuth
Die Beiträge der Istanbuler Mitteilungen (ISSN 0341-9142) widmen sich Einzelaspekten der Forschungstätigkeit des Deutschen Archäologischen Instituts in der Türkei. Die Aufsätze befassen sich eingehend mit der Geschichte des Gastlandes bis in die osmanische Zeit und schließen archäologische Ausgrabungsberichte ein.
Inhalt des 66. Bandes: Felix Pirson, Dorothea Roos: In Memoriam Martin Bachmann – Adolf Hoffmann: In Memoriam Arzu Öztürk – Gunnar Brands: Kastalia und Pallas. Zum Megalopsychia-Mosaik aus Daphne – Marco Galli: Die Statuen der Demeter und Kore-Persephone im Theater von Hierapolis – Stefan Giese, Philipp Niewöhner: Das frühbyzantinische Landhaus von Kirse Yanı in Karien – Kazuma Hashimoto, Kazumi Yokoyama, Izumi Nakai, Untersuchungen zur Herkunft von Keramik aus Boğazköy, mittels Schwermineralanalysen – Ibrahim Hakan Mert: Ein Figuralkapitell aus Konya – Alexandra Ch. J. von Miller: Korinthisierende Kotylen in Ephesos. Ein Fallbeispiel zur ionischen Gefäßproduktion nach korinthischem Vorbild im späten 8. und frühen 7. Jahrhundert v. Chr – Diana Y. Ng: Ein kunstvolles Argument. Öffentliche Statuenprogramme als Instrumente städtischer Konkurrenz im kaiserzeitlichen Perge und Pamphylien – Kurzmitteilung: Burkhard Emme: Die Chronologie des Dionysos-Heiligtums von Milet
Gipse. Historische Abformungen und Modelle von Architekturgliedern und Baudekor in der Sammlung des Fachgebiets Baugeschichte am Karlsruher Institut für Technologie. Beitr.: Roos, Dorothea; Fotos: Seeland, Bernd; Hrsg.: Roos, Dorothea. 2017. 140 S. 180 meist fb. Abb. 30 x 21 cm. Pb. EUR 29,80. ISBN: 978-3-8030-4033-6 Wasmuth
In der Sammlung des Fachgebiets Baugeschichte am Karlsruher Institut für Technologie befinden sich 53 historische, zu großen Teilen aus dem späten 19. Jahrhundert stammende Gipsabformungen und -modelle von bekannten antiken, mittelalterlichen und neuzeitlichen Architekturgliedern und Baudekor. Bis in die 1930er-Jahre dienten die Gipse als Studienobjekte und Zeichenvorlagen in der Architektenausbildung, sie waren lange Zeit ein wesentlicher Teil der Lehrmittelsammlung der Fakultät für Architektur.
Der wertvolle Bestand ist hier nun erstmals dokumentarisch erfasst. Alle Gipse wurden fotografiert, vermessen und einer gründlichen Autopsie unterzogen, so dass ihre Identifizierung möglich war. Beschrieben werden zudem die Sammlungsgeschichte und Provenienz der Gipse.
Islamische Münzen. Sylloge Numorum Arabicorum Tübingen. Younis, Mohammad. III Egypt. Engl. 2017. 92 S. 37 Münztafeln. 38 x 29 cm. EUR 69,00. ISBN: 978-3-8030-1108-4 Wasmuth
Mit über 44000 islamischen Münzen besitzt die Universität Tübingen eine der bedeutendsten Sammlungen zum Thema überhaupt. In einem Bildkatalog über mehr als 30, in jeweils mehrere Hefte aufgeteilten Bänden soll sie dokumentiert und kommentiert werden. Das vorliegende Heft behandelt den ägyptischen Kulturraum.
Kapitalströmung. Hrsg.: Kube Ventura, Holger; Stiftung Kunsthalle Tübingen; Beitr.: Kube Ventura, Holger; Hartel, Zita. 2017. 96 S. 70 meist fb. Abb. 26 x 19 cm. Pb. EUR 16,80. ISBN: 978-3-8030-3389-5 Wasmuth
Vielleicht sind es im Kern Kapitalströme, die heute jeden Wandel der Welt bestimmen – nicht nur in Wirtschaft und Politik, sondern auch mit Blick auf soziale, kulturelle oder ökologische Entwicklungen. Durch die zunehmende Globalisierung der Märkte ist der Import und Export von Kapital (Geld, Güter, Menschen, Wissen etc.) zu einer scheinbar zwangsläufigen Notwendigkeit geworden. Mit welchen Bildern lassen sich zugehörige symptomatische Phänomene darstellen? Die vorliegende Publikation dokumentiert die Ausstellung KAPITALSTRÖMUNG in der Kunsthalle Tübingen (11. März bis 11. Juni 2017).
Markus Merkle. Unit. Konzeption von Merkle, Markus; Beitr.: Gögger, Christian; Rogers Morris, Sarah. Engl.; Dtsch. 2017. 104 S. zahlr., teils fb. Abb. 25 x 19 cm. Engl. Br. EUR 24,90. ISBN: 978-3-8030-3388-8 Wasmuth
Markus Merkle (geb. 1975) studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste München Bildhauerei und arbeitet hauptsächlich skulptural, aber auch auf Papier oder mit digitalen Medien. Für ihn kennzeichnend ist die Verwendung einfacher Grundformen, die in ihrer Wiederholung und unter Einbeziehung des Zufallsprinzips das einzelne Werk zu einem singulären Ereignis innerhalb einer gleichartigen Reihe werden lassen. Grundsätzlich bestimmt die Arbeiten Markus Merkles eine Tendenz zum Flüchtigen, das Hauptaugenmerk liegt auf unterschiedlichen Zuständen von Balance.
Das Katalogbuch „Unit“ erscheint zur Ausstellung „Far in Between“ im Galerieverein Leonberg (22. Januar bis 5. März 2017) und anlässlich der Verleihung des Hannes Burgdorf-Preises an den Künstler. Mit diesem werden vom Stifter in Zusammenarbeit mit dem Galerieverein Leonberg e.V. und der Stadt Leonberg zeitgenössische Künstler/innen ausgezeichnet, die eigenständig und wegweisend mit Arbeiten der abstrakten Kunst hervortreten.
Testfall der Moderne. Diskurs und Transfer im Schulbau der 1950er Jahre. Renz, Kerstin. 2017. 380 S. zahlr. Abb. 24 x 17 cm. Engl. Br. EUR 45,00. ISBN: 978-3-8030-0816-9 Wasmuth
Kaum eine Bauaufgabe wurde nach 1945 in Deutschland so sehr von Erwartungen an einen demokratischen Neubeginn begleitet wie das Schulhaus. Die Architektur und der Standort der Schule im städtebaulichen Kontext standen im Fokus der Pädagogen, der Lokalpolitik und nicht zuletzt der Architekten. Ein zentrales Thema der modernen Architektur, die Geschichte der „Neuen Schule“ für den „Neuen Menschen“, schien sich zu wiederholen. Dieses Mal allerdings unter umgekehrten Vorzeichen: Waren in den 1920er und 1930er Jahren die Impulse für die Schulbaumoderne vor allem von Deutschland und der Schweiz ausgegangen, verfolgten nun die Besatzungsmächte ihre jeweils eigene Vorstellung von der idealen Schule. Die Architektur der Schule wurde in diesen Jahren zum Testfall der Moderne.
Die Architekturhistorikerin Kerstin Renz öffnet mit diesem Buch ein spannendes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte. Das Bauen von Schulen war in der jungen Bundesrepublik eine dringende Notwendigkeit und zugleich ein Politikum. Ging es nach einzelnen Reformern, sollte aus der Neuen Schule die New School werden, deren leichte Architekturen im Grünen für den Frieden, für Demokratie und ein neues, supranationales Gesellschaftsverständnis stehen sollten. In der Auseinandersetzung um die ideale Schule standen sich Erfahrung und Experiment, eingeübte Baupraxis und Reformbereitschaft nicht selten unversöhnlich gegenüber. Die Autorin zeigt anhand zahlreicher Schularchitekturen der 1950er Jahre, wie unterschiedlich der Begriff der „Schulbaureform“ ausgelegt wurde und wie Diskurs und Ideentransfer die Baupraxis beeinflussten.
Stadtplanerische und städtebauliche Leitbilder seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. Ein Überblick. Jonas, Carsten. 2017. 328 S. zahlr. Abb. 22 x 17 cm. Pb. EUR 24,80. ISBN: 978-3-8030-0812-1 Wasmuth
Berlinkontinuum. Dreihundert Jahre Stadtarchitektur in Berlin. Meisse, Maximilian. Fotograf Meisse, Maximilian; Einführung von Tubessing, Markus. Engl.; Dtsch. 2016. 96 S. 54 fb. Abb. 29 x 25 cm. Gb. EUR 29,80. ISBN: 978-3-8030-0818-3 Wasmuth
Ein Berlinkontinuum zu entwerfen ist gewiss eine Utopie, in Meisses Bildern aber wird sie konkret. Denn er zeigt uns nicht die Metapher einer Stadt, sondern ein Berlin, in dem Menschen wohnen, arbeiten, leben und genießen. Meisse zeigt uns: Berlinkontinuum, längst wird es wieder real.
Tesfaye Urgessa. Fremdkörper. Hrsg.: Schacher – Raum für Kunst; Beitr.: Schacher, Marko; Urgessa, Tesfaye. Engl.; Dtsch. 2016. 124 S. 112 fb. Abb. 30 x 21 cm. Pb. EUR 19,80. ISBN: 978-3-8030-3387-1 Wasmuth
Der anlässlich der gleichnamigen Ausstellung in der Stuttgarter Galerie „Schacher – Raum für Kunst“ erschienene Katalog gleicht einem Werksverzeichnis des 1983 in Addis Abeba, Äthiopien, geborenen Künstlers. Neben allen zwischen 2009 und 2016 entstandenen Ölgemälden ist eine repräsentative Auswahl der zeitgleich gemalten und gezeichneten Arbeiten auf Papier abgebildet – ausgeführt mit Graphit, Lack, Ölpastell, Kohle, teils als übermalte Monotypien.
2009 aus Äthiopien nach Deutschland gekommen, weiß Tesfaye Urgessa, wie es ist, sich fremd und unter Beobachtung zu fühlen. In seinen gleichermaßen surreal wie sinnlich anmutenden Gemälden greift er eigene biografische Erfahrungen auf und präsentiert buchstäblich vielschichtige Körper- und Möbelfragmente. Die unmittelbare Umgebung der Figuren bleibt immer unklar. Oft erinnert die Innenarchitektur an Wartezimmer, Hotel-Interieurs oder Peepshow-Bühnen.
Urgessas Protagonisten wirken verletzlich, aber gleichzeitig selbstbewusst. Unbekleidet, unseren Blicken ausgesetzt, offenbaren sie uns die ihr Innenleben. Haben wir noch die Beobachtungs-Hoheit oder werden wir selbst beobachtet? Requisiten und integrierte Kommentare wie „lost and never found“ laden die Bilder narrativ auf.
Es geht dem Künstler nicht darum, gesehene und erlebte Situationen und Personen adäquat eins zu eins abzubilden, sondern um das Aufgreifen und Weiterausarbeiten eines Gefühls oder einer Begegnung. Konkrete Formen wie Möbel und Lampen und abstrakte Formsplitter sind zusammen mit den Figuren in einen reizvollen Dialog gesetzt. Verschiedene Perspektiven und Körper-Torsi sind zum unrealistischen, aber ästhetischen Ensemble vereint.
“Mich interessiert die psychische Verfassung des Menschen, wie sie sich in Beziehung zu politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen herausbildet. Daher sind die Figuren die wichtigsten Elemente meiner Bilder. Sie sind eine Art Sprache, ein Gedanke, verkörpert in menschlichem Fleisch.“ (Tesfaye Urgessa)
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