KunstbuchAnzeiger - Kunst, Architektur, Fotografie, Design Anzeige Verlag Langewiesche Königstein | Blaue Bücher
[Home] [Titel-Datenbank] [Druckansicht]
Themen
Recherche
Service

Titel-Datenbank

[zurück]

Wasmuth Verlag

 
< zurück | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | vor>
 
etzte Runde?. Ein Spaziergang zu traditionellen Berliner Eckkneipen. Fotos v. Olthoff, Gudrun /Beitr. v. Füsers, Clemens. 2009. 160 S., zahlr. meist farb. Fotos 12 x 17 cm. Gb EUR 15,00 ISBN: 978-3-8030-3329-1 Wasmuth
n diesem Band werden erstmals die noch bestehenden Berliner Eckkneipen in Ost und West dokumentiert. Die Fotos stehen dabei stellvertretend für die rund 6.000 Lokale, die in Ermangelung ausreichender Straßenecken auch schon mal "mittendrin" liegen können. Zwei Jahre lang zogen die Autoren von Kneipe zu Kneipe – ohne in jeder ihren Durst zu löschen, wie sich von selber versteht. Dieser Spaziergang in Wort und Bild zu den traditionellen Berliner Eckkneipen, die schon bald der Vergangenheit angehören könnten, wird für den Leser originell und augenzwinkernd festgehalten.
Die Berliner Eckkneipe hat seit ihrem rasanten Aufstieg vor rund 150 Jahren das Gesicht dieser Stadt geprägt, und kaum eine andere Metropole ist durch diese Institution so treffend charakterisiert wie Berlin. Sie spiegelt die Mentalität ihrer Menschen, und die Gäste gestalten ihre "gute Stube" mit viel Liebe, Originalität und Sinn für Humor. Die Berliner Eckkneipe, von der es früher häufig vier an jeder Straßenkreuzung gab, zeichnet sich durch ein unverwechselbares Ambiente aus, das sich auch aufgrund der typischen Ästhetik der Gründerzeit und des Jugendstils schon auf den ersten Blick von modischen Clubs, Bars und Lounges unterscheidet. Nicht selten weisen handgemalte Typen und Szenen des proletarischen Alltags auf die Zielgruppe des Lokals hin, und die Originalität, mit der die Wirte ihren Kaschemmen und Spelunken hochtrabende oder ironische Namen verleihen, scheint keine Grenzen zu kennen.
Es wird ein Stück Alltagskultur dokumentiert, das eineinhalb Jahrhunderte gewachsen ist und in den nächsten Jahrzehnten völlig zu verschwinden droht. Diese Auswahl an Orten der Trinkkultur und der Heimstatt der "kleinen" Leute ist eine Hommage an den Inbegriff Berliner Lebens, das damit der Nachwelt erhalten bleiben soll. Der Bildband mit seinem aufschlussreichen Essay „Molle, Korn & Futschi. Die Berliner Eckkneipe im Wandel der Zeit“ ist eine architektonische, kulturelle und stadtgeschichtliche Bestandsaufnahme, die längst überfällig war. Die Idee ist so naheliegend, dass man sich nur wundern kann, warum seit über 20 Jahren keine Publikation zu dem Thema erschienen ist.
Ulrike Böhme. Kunst für wen?. Vorw. v. Wyss, Beat /Beitr. v. Böhme, Ulrike /Hauser, Susanne. 2009. 140 S., 180 fb. Abb. 19 x 17 cm. Pb EUR 38,80 ISBN: 978-3-8030-3335-2 Wasmuth
Ulrike Böhme (geb. 1952) ist eine Künstlerin, die im Kontext arbeitet: in öffentlichen Räumen. Als Plattform ihrer künstlerischen Eingriffe wählt sie unspektakuläre, oft "unschöne" Orte, wie sie in modernen Städten in großer Vielfalt zu finden sind. Einmal ist es eine lärmende Großbaustelle, ein anderes Mal die Tristesse einer großstädtischen Tiefgarage, die als Kontext ausgesucht werden. Die Menschen, die diese Orte nutzen, sind überwiegend keine Kunstliebhaber. Es sind Menschen im Alltag mit einer sehr heterogenen Sicht der Dinge.
Durch Böhmes Installationen erfahren sie etwas über die Art und die "Geheimnisse" dieser Örtlichkeiten. Diese Eingriffe wollen nicht lediglich verschönern oder dekorieren. Sie spielen mit dem Erscheinungsbild der Alltäglichkeit. Sie haben keinen Anspruch auf Ewigkeit, sondern zeigen durch ihre Vergänglichkeit das Prozesshafte des Ortes und beschreiben die Zeit, die hier vergeht. Ein besonderes Interesse Böhmes gilt auch dem Ritual. Ihre Neugestaltungen althergebrachter Bräuche wie Grundsteinlegung oder Richtfest schaffen - vor allem durch die Einbeziehung der Menschen, die direkt betroffen sind – neue Bedeutungen, wichtige Erinnerungen, entscheidende Identifikationen.
Gisèle Celan-Lestrange (1927-1991). Mitwirkung (sonst.): Celan, Eric /Badiou, Bertrand /Hrsg. v. Bruckinger, Ute /Bruckinger, Klaus. 2009. 484 S., 877 Abb., davon 400 fb. 30 x 24 cm.Gb EUR 68,00 ISBN: 978-3-8030-3332-1 Wasmuth
Gisèle Celan-Lestrange, 1927 in Paris geboren, studierte Malerei und Zeichnung an der renommierten Académie Julian und die Technik der Radierung im Atelier Friedlaender. Bis zu ihrem Tod 1991 lebte und arbeitete sie in Paris als freischaffende Graphikerin und Malerin. Wiederholt kooperierte sie mit Dichtern, vor allem mit ihrem Ehemann Paul Celan (1920-1970). Das Werkverzeichnis macht ihr hochrangiges künstlerisches Œuvre, das Arbeiten in diversen malerischen und graphischen Techniken umfasst, erstmals in seiner ganzen Vielfalt der Öffentlichkeit zugänglich.
Gisèle Celan-Lestrange, née en 1927 à Paris, a fait des études de peinture et de dessin à la célèbre Académie Julian à Paris; à l'Atelier de Friedlaender elle a appris la technique de gravure. Jusqu’à sa mort, en 1991, elle a vécu et travaillé à Paris en tant qu'artiste indépendante dans la gravure, dans le dessin autant que dans la peinture. A plusieurs reprises elle a collaboré avec des poètes, en particulier avec son mari Paul Celan (1920-1970). Le catalogue de l'œuvre rendra son œuvre accessible au plus grand nombre. Cette œuvre de très haut niveau artistique regroupe des peintures et des gravures de différentes techniques.
Einführungen 2006-2009. Architektur Galerie Berlin. Hrsg.: Ulrich Müller. 120 S., 19 Abb. 22 x 28 cm, Gb. EUR 29,80 ISBN: 978-3-8030-0716-2 Wasmuth
Ausstellungen zählen heute zu den wichtigsten Bausteinen einer erfolgreichen Architekturkommunikation. Für deren Alleinstellungsmerkmal sorgen u.a. der hohe Aufwand für Produktion und Präsentation sowie die überschaubare Zahl von Galerien etc., die in der Öffentlichkeit als relevante Ausstellungsorte etabliert sind.
Das zentrale Ereignis einer Ausstellung ist deren Eröffnung, die immer auch ein wichtiges gesellschaftliches Ereignis darstellt. Für den Besucher bietet sich dabei nicht nur die Möglichkeit, sich über das Gezeigte auszutauschen, sondern die Autoren selbst zu ihren Intentionen zu befragen.
Um diesen Wissenstransfer zu vervollständigen, lädt die Architektur Galerie Berlin in Zusammenarbeit mit den ausstellenden Architekten jeweils einen Journalisten, Kritiker oder Kollegen ein, der eine Einführung in die Arbeit des bzw. der Architekten oder die Ausstellung gibt. Auf diese Weise erhalten die Besucher zugleich einen Einblick in die Gedankenwelt eines versierten Fachmanns. Die kurze Dauer dieser intellektuellen Diskurse wird jedoch ihrer wichtigen Funktion nicht gerecht. Diesem Missverhältnis setzt das Buch "Einführungen" eine Sammlung ausgewählter Redetexte entgegen. Konzentriert, kurzweilig und bisweilen poetisch formulieren renommierte Journalisten und Architekten ihre Statements. Gleichzeitig fungiert die Textsammlung als Hommage an das Medium Ausstellung als Grenzzustand zwischen Idee und dauerhafter Realität. Denn trotz ihrer nur temporären Präsenz nehmen sie einen unverzichtbaren Platz in der Auseinandersetzung mit Architektur und Umwelt ein, besonders an der Schnittstelle zwischen Fachwelt und interessierter Öffentlichkeit.
Die "Einführungen" helfen, eine weitere Facette dieses komplexen Mediums zu beleuchten und zu erinnern.
Mit Beiträgen von Hubertus Adam, Olaf Bartels, Gerd De Bruyn, Martin Burckhardt, Oliver Elser, Helmut Geisert, Falk Jaeger, Claus Käpplinger, Martin Kieren, Peter Kulka, Hilde Léon, Andreas Ruby, Steven Spier, Jürgen Tietz, Konrad Wohlhage und Gerwin Zohlen
Martin Elsaesser und das Neue Frankfurt /Martin Elsaesser and the New Frankfurt. Hrsg. v. Elsaesser, Thomas /Gräwe, Christina /Schilling, Jörg /Schmal, Peter C. 09.10.2009. 220 S., 200 Abb. 30 x 24 cm. Gb EUR 49,80 ISBN: 978-3-8030-0705-6 Wasmuth
Die Publikation übernimmt eine Doppelrolle: Sie begleitet eine Ausstellung und dokumentiert ausführlich realisierte wie Projekt gebliebene Bauten des Architekten während seiner Zeit als künstlerischer Leiter des Hochbauamts in Frankfurt zwischen 1925 und 1932. Darüber hinaus vertieft sie Aspekte wie Elsaessers schwierige Rolle als maßgeblicher Mitgestalter des Neuen Frankfurt sowie die wirtschaftlichen, politischen und personellen Bedingungen seiner Amtszeit. Auch nähert sich das Buch dem Lehrer und (Familien-)Menschen Elsaesser an und unternimmt Exkurse in andere Schaffensphasen des Baukünstlers, der ein reiches Werk vor und wenige, aber hervorstechende Bauten nach der Frankfurter Phase hinterlassen hat. Die Analyse seiner Schriften spiegelt die Entwurfsauffassung eines Praktikers und Theoretikers wider, der sich als Vermittler zwischen Tradition und Moderne verstand. Ergänzend kommt das bisher umfangreichste Werkverzeichnis seiner (Um-)Bauten und Entwürfe für Frankfurt zwischen 1925 und 1954 hinzu.
Form Defining Strategies. Experimental Architectural Design. Beitr. v. Agkathidis, Asterios /Bettum, Johan /Blaisse, Maria /Bramkamp, Anja /Hauschild, Moritz /Hudert, Markus /Katodrytis, George /Schillig, Gabi /Schwarz, Michael /Weinand, Yves /Hrsg. v. Agkathidis, Asterios /Hudert, Markus /Schillig, Gabi. 2., 2., veränderte Auflage 2009. 126 S., 355 z. T. fb. Abb., 19 x 14 cm. Pb EUR 16,80 ISBN: 978-3-8030-0710-0 Wasmuth
This book examines experimental design methodologies in the field of architecture and their implementation in academic settings. Theoretical considerations by guest essayists and numerous examples of conceptual designs compliment the holistic approach of the Technical University of Darmstadt to the subject matter.
The studies collected here emerged during a two day workshop in 2006 with architecture students at the TU Darmstadt. Due to this short time frame, parameters such as functional specifications and local context were not considered. The models that emerged are organizational systems that have been developed through diagrammatic thinking and are therefore capable of representing processed data and strategies. The starting point of the teaching concept was a divergence from the usual methods and ways of thinking, allowing for new, innovative solutions to emerge during the design process. The development of novel spatial modules, in coherence with material and structural considerations, was actively encouraged.
During the workshop various design techniques were applied that enabled the development of integrative spatial concepts. Geometry played an essential role here. Studies were later developed by following given rules, converting them into diagrams then finally and perhaps most importantly, through the use of physical models. Thereby the question of materiality becomes a crucial consideration: the characteristics of different materials that were used for the models did not just influence geometrical possibilities, but brought with them material specific effects, with which spatial qualities could be intensified, explored and organised. This methodology is based on our conviction that working with physical models is indispensable even in today’s all-digital climate. Architects are able to explore unpredictable, unimagined, unexpected and exciting spatiality that can emerge organically during the design process. Novel, innovative spatial structures and systems are discovered and inform this process and subsequent decisions.
It becomes clear that the design process in architecture has to be understood as a conscious, sensible yet ambitious process to investigate and apply innovative notions of space to construction.
Schaedler, Karl-Ferdinand: Jesus auf der Seidenstraße. Die Suche nach den verlorenen Stämmen Israels und die Legende von der Auferstehung. 2009. 224 S., 21 fb. Abb. und 15 in s/w 23,5 x 18 cm. Gb EUR 24,80 ISBN: 978-3-8030-3330-7 Wasmuth
Anlass zu diesem Buch war die zunehmend von den Medien verbreitete These, Jesus habe die Kreuzigung überlebt, sei nach Kaschmir gezogen, und sei dort, hoch betagt, gestorben. Sein Grab befinde sich in Shrinagar. Obwohl diese Berichte eigentlich das Christentum zutiefst hätten erschüttern und provozieren müssen, fanden sie erstaunlicherweise nur geringes Echo. Der Autor begann aufgrund dieser scheinbaren Gleichgültigkeit der Kirchen und der Gläubigen dem Phänomen Jesus nachzugehen. Insbesondere der Frage seiner langjährigen Abwesenheit von Jerusalem, seinem Charisma und seinen religiösen Vorstellungen. Was hat Jesus wohl in jenen etwa 18 Jahren seines Lebens bis zu seiner Rückkehr nach Israel unternommen, wo hätte er gewesen sein können, und vor allem: wo könnte er seine für den jüdischen Klerus so umstürzlerischen Ideen vorgefunden und in seine eigene Lehre integriert haben? Die Spur führt gen Osten, nach Zentralasien und zu Religionen, die zu Zeiten Jesu im Kreuzungspunkt wichtiger Handelsstraßen lagen: Buddhismus, Zoroastrismus, Hinduismus. Auf der berühmten „Seidenstraße“ standen nicht nur Händler in stetem Waren- und Informationsaustausch, sondern verbreiteten auch Prediger, Propheten, Magier und andere Weltverbesserer ihre Ideen. Ein wesentlicher, von der säkularen Literatur meist vernachlä
Breuer, Gerda: Hans Schwippert. Bonner Bundeshaus 1949. Mit einer Auswahl aus dem Briefwechsel mit Konrad Adenauer. 112 S., zahlr. sw. Abb. 26 x 18 cm. Pb Wasmuth Verlag, Tübingen 2009. EUR 19,80 ISBN: 978-3-8030-0713-1 Wasmuth
Mit dem Bau des Bonner Bundeshauses setzt der Architekt Hans Schwippert im Jahre 1949, zeitgleich mit der Gründung der BRD, ein unmissverständliches Zeichen für ein gewandeltes Verständnis der parlamentarischen Repräsentanz in einem neuen Staat. Transparent und lichtdurchflutet, die Parlamentariersitze in kreisförmiger Anordnung, bescheiden in der Ausstattung sollte der Plenarsaal in Bonn ein klares Gegenbild zur pompösen Machtinszenierung des Nationalsozialismus und seines diktatorischen Unrechtsstaates sein. Das zunächst als Provisorium von Bundestag und Bundesrat geplante Gebäude-Ensemble geriet gleichwohl bald in die Kritik der Politiker, unter anderem von Kanzler Konrad Adenauer. Gegensätzliche Vorstellungen von Tradition und Fortschritt lassen sich an der Korrespondenz unmittelbar ablesen. Schwippert formuliert darin ein unmissverständliches Plädoyer für eine demokratische Moderne und ihre architekturräumlichen Symbole. 1987 erfolgte der fatale Beschluss zum Abriss des Plenarsaals. Somit ist ein sinnlich präsenter Referenzpunkt der demokratischen Anfänge nach 1945 für das kollektive Gedächtnis verschwunden. Die Erinnerung an den identitätsprägenden Bau der Nachkriegszeit ist nur noch medial erfahrbar.
"Zeitgeschichte wird anhand eines Gebäudes nachvollziehbar. Der Lebenszyklus des Bundeshauses wird vom Planungs- und Bauablauf bis hin zum Abriss dokumentiert. Das Buch hat einen klaren Aufbau mit wenigen Mitteln ohne falsches Pathos. Anhand der Abbildungen des Briefwechsels von Architekt und Auftraggeber wird auch ein Stück Sozialgeschichte vom Umgang des Bauherrn mit dem Architekten aufgezeigt." (Jurybegründung des DAM Architekturbuchpreises 2009)
 Rezension lesen
Architekturpreis Zukunft Wohnen 2009. Dokumentation des Wettbewerbs. Beitr. v. Herwig, Oliver /Adapt. v. Förster, Torsten /Hrsg. v. InformationsZentrum Beton. 2009. 124 S., zahlr. Meist fb. Abb. u. Plänen 24 x 25 cm cm. 'Pb EUR ca. 19,80 ISBN: 978-3-8030-0802-2 Wasmuth
Wohnen findet überall statt. Wohnhäuser prägen ihre Bewohner und die Städte und Gemeinden. Oft stehen sie für lange Jahre und mehrere Generationen verbringen in den gleichen Räumen wichtige Teile ihres Lebens. Grund genug, die Zukunftsfähigkeit der jetzt neu errichteten Wohnhäuser zu hinterfragen und in den Mittelpunkt der architektonischen Diskussion zu stellen. Der für das Jahr 2009 zum achten Mal ausgelobte und an die Architekten herausragender Wohnbauten verliehene Architekturpreis Zukunft Wohnen hat genau das zum Ziel. Gefördert werden damit intelligente und innovative Konzepte. Anhand der prämierten konkreten Beispiele zeigt die vorliegende Dokumentation, wie über kluge Lösungen bei Planung und Ausführung eine hohe ästhetische Qualität erreicht werden kann, die auch von zukünftigen Generationen geschätzt werden wird.
Die Buchpublikation stellt die in verschiedenen Kategorien prämierten Bauten vor. Exemplarisch geben diese Antworten auf wichtige aktuelle Fragen des Wohnungsbaus: Wie wohnen wir in den Städten? Welche Bedeutung hat das Haus im Grünen jetzt und in Zukunft? Heißt zukunftsfähiges Wohnen auch, die soziale Nähe zu fördern? Wie schaffen wir lebens- und auch sehenswerten Wohnraum innerhalb gewachsener Strukturen? Bauen junge Architekten anders? Wenn ja, wie sieht dann der Wohnungsbau von morgen aus? Die einleitenden Textbeiträge von Oliver Herwig kommentieren diese Fragen und beleuchten die Hintergründe gegenwärtiger Entwicklungslinien. Diese Ausführungen ergänzen sich in idealer Weise mit den dichten Beschreibungen und den hochkarätigen Fotografien der Einzelbauten zu einem wichtigen Beitrag in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung um lebenswerte Wohnformen.
Schröder, Uwe: Die zwei Elemente der Raumgestaltung. Ausgewählte Schriften. 2009. 124 S. 21 x 13 cm. (Materialien zu Geschichte, Theorie und Entwurf architektonischer Räume 1) Pb EUR 9,80 ISBN: 978-3-8030-0910-4 Wasmuth
Die neue Deskription der gelebten Stadt zieht weniger das formale Bild und mehr das räumliche Erscheinen der Architektur in Betracht, die strukturelle Ordnung, die aus der Gestalt bestimmenden Anordnung architektonischer Räume hervorgeht. Dort wo diese räumliche Gestalt unverkennbar die besondere Bedingtheit ihrer Entstehung spiegelt und auf den Weg der Herkunft bis zum Akt der Gründung zurückweist, dort zeigt sich die ursprüngliche Idee der Stadt im Begriff des Raumes und in seiner Errichtung. Jede Wesensbestimmung der Architektur der Räume der Stadt führt zu diesem unsichtbaren Kern zurück: dem inneren Raum. Die Beschreibung der Stadt hat daher vom Phänomen des räumlich Erscheinenden auszugehen, d. i. die Räumlichkeit der Stadt.
Inhaltsverzeichnis: Innerer Außenraum (2000), Stadt und Haus als Orte des Lebens I-III (2002-05), Zwischen Himmel und Erde (2003), Der gewohnte Raum (2005), Der unsichtbare Kern. Skizze zu einer Raumtypologie der Stadt (2006), Drei Räume einer Architektur der Stadt (2006), Das Gewand der Stadt (2006), Die eingeräumte Stadt (2008), Raumlehre (2008), Die zwei Elemente der Raumgestaltung (2008).
Being Object. Being Art. Meisterwerke aus der Sammlung des Museum der Weltkulturen, Frankfurt am Main. Hrsg.: Achim Sibeth. 324 S., 210 fb. Abb. 21 x 28 cm. Gb. EUR 49,80 ISBN: 978-3-8030-3336-9 Wasmuth
Kulturen in ihrer Einzigartigkeit und Vielfalt zählen zum Reichtum dieser Welt – ebenso wie ihre materiellen Erzeugnisse. Dies spiegelt sich in den ethnographischen Sammlungen aus Afrika, Amerika, Südostasien, Ozeanien und Ostasien des Museums der Weltkulturen Frankfurt am Main wider. Von insgesamt etwa 67.000 Sammlungsobjekten werden 130 Werke mit herausragenden Fotografien vorgestellt. Aus der Fülle meist ähnlicher Objekte haben die Autoren nach individuell/subjektiven Gesichtspunkten besonders ausgefallene 'Ethnographica', Gebrauchs- oder Ritualgegenstände aus indigenen Gesellschaften, ausgewählt. Die Objekte in diesem Band werden nicht nur in einem ethnologischen Kontext gedeutet, sondern zugleich als Kunstwerke beschrieben und interpretiert. Um das Augenmerk des westlichen Betrachters auf die künstlerischen Qualitäten von Ethnographica zu lenken, werden sie hier gezielt als Ergebnisse indigener Ästhetik und indigenen Kunstschaffens dargestellt. Zum besseren Verständnis eines jeden Kunstwerks fragen die Autoren danach, in welcher Umgebung ein Werk entstand und von welchen Ideen über Farbe, Form, Symmetrie, Balance etc. die Künstler geprägt waren. Es ist das gemeinsame Ziel, das Außerordentliche, das Elaborierte, das Andere, das Perfekte oder gerade nicht Perfekte, das Harmonische oder das Beunruhigende an ihnen zu präsentieren. Die Bedeutung eines Objekts ist jedoch durch seine ursprüngliche Herkunft und Bestimmung nicht unveränderlich festgelegt. Mit dem Wechsel von Betrachtern und Besitzern verändern sich auch die mit dem Gegenstand assoziierten Ideen und Gedanken. Daher lässt sich die Wirkung eines Kunstwerks immer nur in der Auseinandersetzung mit den ästhetischen Vorstellungen und dem Vorwissen seines jeweiligen Betrachters nachvollziehen. Hier treffen die unterschiedlichen ästhetischen Konzepte indigener und europäischer Gesellschaften aufeinander und führen zu Reaktionen, die im Idealfall zwischen beiden Sichtweisen vermitteln.
Hölderlins Turmgedichte. Bildgespräche, Arbeiten und Skizzen Peter Brandes. Holzschnitte: Peter Brandes. Texte: Peter Brandes und Valérie Lawitschka. Mit Gedichten von Friedrich Hölderlin. 130 S., 80 fb. und 16 sw Abb. 23 x 30 cm. Pb. EUR ISBN: 978-3-8030-3337-6 Wasmuth
Das Katalogbuch zur Ausstellung im Museum Hölderlinturm Tübingen vom 19. Juli 2009 bis 31. Mai 2010 zeigt die Auseinandersetzung des dänischen Künstlers Peter Brandes (geb. 1944) mit der Person Friedrich Hölderlins. An Hand von vier bekannten Porträts, angefertigt von Zeitgenossen Hölderlins (Johann Georg Schreiner und Rudolf Lohbauer, W. Neubert, Louise Keller), schuf der Künstler zahlreiche Holzschnitte, die im Katalog von den ersten Skizzen bis zur endgültigen Druckstufe abgebildet sind.
Den ersten Teil des Buches bildet ein Faksimile der bibliophilen Ausgabe \"Turmgedichte. Späteste Gedicht und Fragmente nach 1806\" mit den Texten Hölderlins, 12 Holzschnitten und einem kenntnisreichen Nachwort von Valérie Lawitschka. Im zweiten Teil finden sich neben einem Text von Peter Brandes die Vorarbeiten zu den „Bildgesprächen“, die den gesamten Schaffensprozess von der Originalvorlage über die Vorzeichnungen und Zwischenstufen bis hin zum eigenständigen Kunstwerk nachvollziehbar werden lassen.
Der dänische Künstler Peter Brandes (geb. 1944) arbeitet auf so unterschiedlichen Gebieten wie Malerei, Grafik, Keramik, Bildhauerei und Fotografie und hat sich durch viele Einzelausstellungen (so z.B. in der Ny Carlsberg Glyptotek Kopenhagen oder im Kunstmuseum Tel Aviv) einen Namen gemacht. Im Ernst Wasmuth Verlag erschien 2007 bereits das Katalogbuch Homer. Bildausgrabungen – Mnemosyne. Skulptur Grafik Keramik Illustrierte Bücher (ISBN 978 3 8030 3320 8).
Meine Bilder. Axel von Criegern. Vorwort: Peter Prange. Beitrag von Erwin G. Wartburg. 224 S., 180 meist fb. Abb., 21 x 28 cm. Br. EUR 26,00 ISBN: 978-3-8030-3339-0 Wasmuth
1939 in Berlin geboren, gehört Axel von Criegern zu jener Künstlergeneration der Nachkriegszeit, die die jüngere deutsche Kunstgeschichte maßgeblich geprägt hat. Mit ihr teilt er den Aufbruch zu neuen stilistischen Ufern ebenso wie den Willen zur Grenzerweiterung bildnerischen Gestaltens. So wurde die Kunst zum Lebenselixier, was allein seine ausgesprochen vielfältigen Berufe belegen: Ob als Kunsterzieher oder Kunsthistoriker, als Cartoonist oder Journalist, als Buchillustrator oder Hochschullehrer, stets ging das Kunst-Machen Hand in Hand mit dem Kunst-Denken. Und so ist dieses Buch ein vitaler Beleg nicht nur eines breiten künstlerischen Werkes, sondern auch einer abwechslungsreichen Biografie, angesiedelt in Süddeutschland, Italien und den USA.
"Wer oder was ist Axel von Criegern nun also? Ein Künstler? Ein Kunstgeschichtler? Ein Kunsttheoretiker? Ein Kunstpädagoge? Ich glaube, er ist alles zusammen und alles immer zugleich. Der Künstler Axel von Criegern ist stets auch der Professor Axel von Criegern – und umgekehrt. Ein gelehrtes Spielkind der Kunst, das für sich selber zeichnend und malend die eigene Tradition entdeckt und damit gleichzeitig für andere neue Türen zur Kunstgeschichte öffnet. Ein 'homo ludens', der sich selbst und sein Werk im Probieren erfährt und verändert … Mit einem Wort: ein Mensch, der sein eigenes Leben als Kunstwerk begreift und gestaltet. Dieses Leben gibt sich nun der Besichtigung preis: In den 999 biografischen Augenblicken, die in diesem Buch versammelt und abgedruckt sind." (Peter Prange)
Detlef Günther. Heaven Opens. deutsch/englisch. 164 S. 122 meist fb. Abb., 22 x 28,5 cm. Gb., EUR 32,00 ISBN: 978-3-8030-3340-6 Wasmuth
Begleitbuch zur Ausstellung im KUNSTBÜROBERLIN vom 04.09. bis 03.10 2009
Detlef Günther, Erfinder, Maler und Multimedia Künstler, lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte Kommunikationswissenschaften und freie Kunst in München und Berlin und hatte Einzel- sowie Gruppenausstellungen in Deutschland, Polen, den Niederlanden und Spanien. Seine Malerei und seine Multimedia-Arbeiten fokussieren den Prozess der menschlichen Wahrnehmung. Seit 1992 arbeitete er an interaktiven Medien-Projekten. "Readings from the Dead", "The Blackstone", "Under the Influence", "Remembrane" und "Dürer" sind einige seiner Konzepte, die die Neuen Medien für den Realen Raum nutzen. 1997 war er Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Twosuns Media Development Gmbh, die die Interactive Realtime Processing Software Enclued in Kombination mit einem 3D-Motion Tracking System entwickelte. Aus dieser Entwicklung entstanden zwei Patente. 2002 gründete er Twosuns Studios. Ansatzpunkt der Arbeiten Detlef Günthers ist die Wahrnehmung des Einzelnen als interaktivem Prozess. Das Wahrgenommene verändert sich mit der jeweiligen Perspektive, mit dem Kontext, neuen Informationen, Erkenntnissen und Emotionen. Gleichsam verändern sich die Dinge je nach Grad und Art der Aufmerksamkeit, die ihnen zufließt.
"Rauminstallationen wie 'Going Forth By Day' (2002) und 'Transfigurations' (2007) von Bill Viola oder das Giotto-Experiment (aus der Heaven Opens-Trilogie, 2004/09) von Detlef Günther lösen sich ganz bewusst von dem Kunsterwartungsschema internationaler Ausstellungskunst und ermöglichen einen gesellschaftlich nachhaltigen Diskurs über technischkünstlerische Dimensionen. Bezogen auf die zwischen Technik und geistiger Kontexten sich bewegenden Arbeiten von Detlef Günther, erkenne ich einen allgemeinen Grundzug: Das wäre die Wiederaneignung des 'Wir' durch das 'künstlerische Individuum'...im 'wir' unterwirft sich der ich-kluge Blick, er schaut ins Angesicht der anderen. Wohin man sich auch treiben lässt: immersive Räume, in denen die politische Kontemplation ihren Ort finden könnte, sind alles andere als abgestellt; sie sind ungemütlich, ruhelos, sprunghaft und fallen eher klein aus, lassen aber jede Vergrößerung zu." (Arthur Engelbert, Berlin im Juli 2009)
Ariane Mensger. Leuchtende Beispiele. Zeichnungen für Glasgemälde aus Renaissance und Manierismus. Hrsg.: Staatliche Kunsthalle Karlsruhe. Red. Ariane Mensger, Astrid Reuter, Dorit Schäfer, Angela Vollmer. Vorwort: Pia Müller-Tamm. 172 S. 138 fb. und 39 s/w-Abb. 24,5 x 30,5 cm. Pb. EUR 35,00 ISBN: 978-3-8030-4031-2 Wasmuth
"Leuchtende Beispiele. Zeichnungen für Glasgemälde aus Renaissance und Manierismus\" ist die erste umfassende Ausstellung von Entwurfszeichnungen zu Glasgemälden in Deutschland. Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe gibt damit einen Einblick in die Entwicklung einer kaum bekannten Zeichnungsgattung, den Scheibenriss, und der dazugehörigen Glasgemälde, den Kabinettscheiben. Einer Scheibenschenkung kam in der Zeit vom Ende des 15. bis zum Beginn des 17. Jahrhundert erhebliche gesellschaftliche Bedeutung zu, denn sie dokumentierte – in Rathaussälen oder in Zunftstuben angebracht – das Selbstverständnis der Stifter oder die aktuellen Herrschaftsverhältnisse. Die Glanzstücke der Ausstellung stammen aus dem Umkreis von Hans Baldung Grien und Hans Holbein d. J. sowie von Tobias Stimmer und Christoph Murer und machen den besonderen Reiz des reich bebilderten Begleitbandes aus. Vom 12. September bis 15. November 2009 bietet die Ausstellung die seltene Möglichkeit, die üblicherweise voneinander getrennt aufbewahrten Entwürfe und ausgeführten Glasbilder nebeneinander zu studieren.
Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf der Homepage der Staatlichen Kunsthalle: http://www.kunsthalle-karlsruhe.de/anzeige.php
Jonas, Carsten: Die Stadt und ihr Grundriss. Zu Form und Geschichte der deutschen Stadt nach Entfestigung und Eisenbahnanschluss. 2., 2, veränderte Auflage 2009. 420 S., 362 Abb. in sw 22 x 16 cm. Pb EUR 29,80 ISBN: 978-3-8030-0708-7 Wasmuth
Vergleicht man die Grundmuster der Städte in Deutschland, stößt man auf unterschiedlichste Ausprägungen. Hierbei zeigt sich, dass bei der Mehrzahl von ihnen ganz unterschiedliche Grundmuster in Variationen nebeneinander bestehen, die jeweils eine bestimmte Phase der städtischen Entwicklung repräsentieren. Das ist nicht anders zu erwarten, da der weit überwiegende Teil der deutschen Städte eine mehrhundertjährige, nicht selten sogar über tausendjährige Geschichte vorzuweisen hat. Grob gesagt sind die meisten von ihnen in der Zeit zwischen dem 8./9. und der Mitte des 14. Jahrhunderts entstanden, während in den letzten beiden Jahrhunderten nur noch wenige gegründet wurden: drei im 19. Jahrhundert, zwei zu Zeiten des Dritten Reiches und vier in der ehemaligen DDR.
Dieses Buch beschreibt nun die geschichtliche Entwicklung der deutschen Stadt, wobei es die den verschiedenen Entwicklungsphasen – quasi als genetischer Code – zuzuordnenden Grundmuster benennt und definiert. Es konzentriert sich dabei auf den äußeren Wandel dieser Städte in den zurückliegenden ca. 150 Jahren, damit auf die stadtbaugeschichtlich besonders bewegte Zeit seit ihrer Entfestigung und dem darauf nicht selten erfolgenden Eisenbahnanschluss. Es ging dem Autor dabei nicht um enzyklopädische Vollständigkeit, es lag ihm vielmehr daran, exemplarische Beispiele nicht nur zu beschreiben, sondern – soweit dies notwendig erschien – auch zu bewerten.
Aus dem Inhalt: Die Entwicklung der Städte bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts; Die Entfestigung der Städte und deren Eisenbahnanschluss (mit deren theoretischen und praktischen stadtplanerischen und städtebaulichen Auswirkungen); Die weitere Entwicklung bis zum Ersten Weltkrieg (Werks- bzw. Arbeitersiedlungen, Fluchtlinienplanungen und Geschosswohnungsbau, Villengebiete, Gartenstädte); Die Zeit der Weimarer Republik (Kleinsiedlungsgebiete, Reform- oder Massenwohnungsbau); Die Zeit des Dritten Reiches (Sanierungsgebiete, Neugestaltungs- und Neugründungsstädte); Nachkriegszeit (Wiederaufbau, Um- und Rückbau, Theorien und Konzepte in West- und Ostdeutschland, Stadterweiterungen in Westdeutschland, Stadtumbauten und Stadtgründungen in Ostdeutschland, Stadtsanierungen, "Dezentrale Konzentration", "Die schrumpfende Stadt").
Wilfried Dechau. Moscheen in Deutschland. Mosques in Germany. fotografiert von Wilfried Dechau. Text: Wilfried Dechau, Rüdiger Flöge, Lamya Kaddor, Claus Leggewie, Christoph Welzbacher. dtsch/Engl. 132 S., 95 fb. Abb., 22 x 22,5 cm, Gb, EUR 24,80 ISBN: 978-3-8030-0702-5 Wasmuth
Die Fotos dieses Buches zeigen Moscheen im Kontext deutscher Stadtszenarien – ihre Innenarchitektur, die Atmosphäre beim Freitagsgebet, Imame, Kinder, Frauen, Männer. Wilfried Dechau suchte für diese Reportage sehr unterschiedliche Moscheen in Pforzheim, Penzberg, Mannheim, Wolfsburg, Aachen, Karlsruhe, Hamburg und Stuttgart auf.
Die im März und April 2008 entstandene Fotoreportage bildet die Grundlage für eine Ausstellung, die in Deutschland bereits mehrfach zu sehen war (z.B. im Aedes Architekturforum in Berlin und im Kasseler Architekturzentrum) und – mit Unterstützung des Goethe-Instituts – in Jakarta, Manila, Kuala Lumpur, Izmir, Kairo und andernorts gezeigt werden wird. Weiterhin sind zusätzliche Ausstellungen in Deutschland fest geplant: Im Architekturmuseum Schwaben (Augsburg) und im Wenzel Hablik-Museum (Itzehoe).
Zur Ausstellung, die im Rahmen der Tagung „Sakralbauten und Moscheekonflikte“ des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) entstand: „Die Reden waren geradezu Kommentare zur begleitenden Fotoausstellung. Zwei Monate lang hatte Wilfried Dechau zuvor das muslimische Deutschland bereist. Zwischen Penzberg und Hamburg fand er zuhauf: lachende Kinder, lächelnde Imame, betende Männer in bunten Moscheen, einen Farbenrausch aus himmelblau, erdenbraun und rosarot – Deutschland, ein Frühlingsmärchen. Dechaus Blick ist der des Fotografen, der verstehen, nicht erklären will, und der ohne eine Grundportion Sympathie blind bliebe.“ (Alexander Kissler, Süddeutsche Zeitung, 9. Mai 2008)
Der Autor: Wilfried Dechau war viele Jahre Chefredakteur einer Architekturzeitschrift. 1995 initiierte er den Europäischen Architekturfotografie-Preis »architekturbild«. Seit 1999 ist er Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh). 2001 wurde seine Fotoserie zum Bau der Storebeltbrücke mit dem Kodak Fotokalenderpreis ausgezeichnet. Seine im Wasmuth Verlag erschienenen fotografischen Tagebücher „Traversinersteg“ (2006, ISBN 978 3 8030 0662 2) und „Seebrücke“ (2007, ISBN 978 3 8030 0682 0) wurden in die Auswahltitel des Deutschen Fotobuchpreises aufgenommen. Zahlreiche Publikationen zur Architekturfotografie sowie Einzel- und Sammelausstellungen im In- und Ausland.
AFF Architekten. Teile zum Ganzen/ AFF Architects: An Aggregate Body. Schloss Freudenstein/Freudenstein Castle. Einl. v. Unland, Georg Johannes /Fotos v. Schink, Hans-Christian /Beitr. v. Amann, Matthias Albrecht /Douffet, Heinrich /Fröhlich, Martin /Heide, Gerhard /Müller, Ulrich /Plache, Raymond /Richter, Uwe /Rosetz, Götz P. /Thiel, Ulrich /Hrsg.: AFF Architekten. 2009. 240 S., 183 fb. Abb. und 102 sw. Abb. und Pläne in s/w 27 x 21 cm. Gb EUR 34,80 ISBN: 978-3-8030-0709-4 Wasmuth
Nachdem die Berliner Architekten AFF mit einer Reihe von ambitionierten Einfamilienhäusern im Rahmen des Projektes „Neues Bauen am Horn“ in Weimar bekannt geworden sind, haben sie nun ein Projekt fertiggestellt, das eine vollkommen andere Bauaufgabe darstellt: Den Umbau und die Sanierung des Schlosses Freudenstein in Freiberg zum Sächsischen Bergarchiv und zum Standort einer weltberühmten Mineralogischen Sammlung.
In der Art ihres Umganges mit dem Bestand, der von der Entkernung bis zur Sanierung reicht, leisten sie einen unübersehbaren Beitrag zum Diskurs über den Umgang mit Schlössern in der zeitgenössischen Architektur-Debatte. Das an eine Arche erinnerndes Haus-im-Haus-Implantat steht für die Schutzfunktion der Archivbestände einer der ältesten Bergbauregionen Deutschlands. Die Räume der mineralogischen Sammlung hingegen wurden durch ein System verschiedener Einbauten und Vitrinenkonstellationen strukturiert. Der Begriff der Körperlichkeit als gemeinsames Merkmal von Bildhauerei und Architektur, auf den sich AFF in ihrer Entwurfsarbeit beziehen, manifestiert sich so auf unterschiedlichen Ebenen.
Die Idee der Stadt / L'idea della città. 3 Bde/Tle. Hrsg.: Schröder, Uwe. 2009. 610 S., zahlr. meist fb. Abb. 21 x 21 cm. Gb EUR 49,90 ISBN: 978-3-8030-0703-2 Wasmuth
Der architektonische Rationalismus geht von der Annahme aus, dass Architektur auf zeitlosen Regeln und Gesetzen gründet. Dieser in der Disziplin der Architektur selbst verankerte Kanon transhistorischer Verbindlichkeiten gilt der Rückbesinnung als diejenige letzte Instanz, die aus der ästhetischen Krise der modernen Architektur und ihrer Stadt-Vergessenheit herausführt. Das historisch offene Projekt rationalistischer Architektur sieht sich gegenwärtig, im globalen Zeitalter, erweiterten Fragen und neuer Sorge um die Stadt gegenüber." Die dreibändige Edition, die in der Nachfolge des Kölner Kongresses "Die Idee der Stadt. Konzepte einer rationalistischen Architektur" vom September 2008 erscheint, konfrontiert die Idee des Rationalismus in der Architektur mit den großen zeitgenössischen Fragen, die sich an den Entwurf und das Bauen in der Gegenwart richten. Architekten, Architekturtheoretiker, -historiker und -kritiker stellen in ihren Beiträgen überkommene und erneuernde Theorien, Konzeptionen und Ideen einer Architektur der Stadt vor.
Brown-Manrique, Gerardo: Rudolf Fränkel and Neues Bauen. Work in Germany, Romania, and the United Kingdom. 2009. 200 S., 210 Abb, davon 10 fb. 26 x 19,5 cm Pb EUR 34,80 ISBN: 978-3-8030-0695-0 Wasmuth
This monograph is the first comprehensive documentation of the work of Rudolf Fraenkel, who was born on 14 June 1901 to a well to do Jewish family in Germany in (then) Neisse, Upper Silesia (now Nysa, Poland). After studying architecture at the Technische Hochschule Charlottenburg (today TU Berlin) from 1918 to 1922, in 1924 Fraenkel embarked in a promising professional career in Berlin. His first project was the Gross-Siedlung Atlantic across from the Gesundbrunnen S-Bahn and U-Bahn stations in Berlin-Wedding, a project that today is listed as a historic monument. He proceeded to see realized other important residences, apartment blocks, and entertainment venues in Berlin and elsewhere. The Cinema Lichtburg that completed his master plan for the Gartenstadt Atlantic included a hotel, restaurants, dance hall and other entertainment venues, and was one of the premier cinemas as sound movies came into prominence.
Fraenkel was by all accounts among the leaders of the Avant-Garde architects in Berlin. With the rise of Nazism and its persecution of the Jews and suppression of the Avant-Garde, Fraenkel emigrated in summer 1933 to Bucharest where he continued his significant professional activities until once more emigrating in 1937 to London. In Bucharest, he again designs an important cinema, the Scala, and other residences and apartment buildings. In London, Fraenkel continued his activities, designing significant factories and residences that are among the more important examples of Continental Modernism in the UK.
In 1950, Fraenkel was invited to join the faculty of the Department of Architecture, where in 1954 he initiated a program in city design, one of the earliest such programs in the United States. It continued until 1968. With its cancellation, Fraenkel retired from the faculty of architecture at Miami.
Fraenkel's many designs – a number today classified as historical monuments – gained early recognition for being amongst those trend-setting projects of the Avant-Garde, appearing in important monographs on contemporary architecture.
The monograph begins with a biography of Fraenkel, focusing on his family and clients and their place in contemporary life in Germany, and then presents the complete catalogue of ca. 75 works by Fraenkel in Europe, from single-family houses to industrial complexes.
More specifically, the monograph illustrates and analyses in detail the more significant projects, presenting them in context to other contemporary works. These projects are detailed with historic and contemporary photographs as well as original and new graphics. Included in the monograph is a comprehensive list of works with descriptions and (where possible) an illustration. All bibliographic information for the projects is included.
< zurück | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | vor>
© 2003 Verlag Langewiesche [Impressum] [Nutzungsbedingungen]