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Interrogating POP in Architecture. Hrsg.: Konrad, Daniela /Danziger, Jason. 2008.172 S., zahlr. meist fb. Abb. u. Zeichn. 20 x 17 cm. Pb EUR18,50 ISBN: 3-8030-0694-5 Wasmuth
Schillernde und faszinierende Entwürfe waren immer Ausnahmeerscheinungen und sind trotzdem fester Bestandteil zeitgenössischer Architektur und Baukunst. In jüngerer Zeit hat die Tendenz zu einer ikonenhaften Architektur jedoch regelrecht inflationär zugenommen. Diese neuen Architekturikonen sind zu einer Herausforderung für Bauweisen und Baukultur geworden und verändern unsere Umgebung. Von den Medien gefeiert und von den Massen bewundert sollen die neuen Götzen auch Ihren Architekten dazu verhelfen, wie POP-Stars verehrt zu werden. INTERROGATING POP IN ARCHITECTURE erkundet das Kulturphänomen POP unter dem Aspekt der Beeinflussung zeitgenössischer Architektur. Mit dem Ziel, „POP-Architektur“ begrifflich und inhaltlich genauer zu umreißen, werden Möglichkeiten und Grenzen für die Übertragbarkeit von Erscheinungen in der Popkultur auf die Architektur untersucht. Dazu werden die Ergebnisse einer interdisziplinären Arbeitsgruppe aus Studierenden und Lehrenden sowie Gästen aus dem Bereich Architektur, Landschaftsarchitektur und Psychologie aufgezeichnet, die auf einem Symposium an der TU Berlin gemeinsam die Beziehungen zwischen POP und Architektur ergründet und diskutiert haben.
Chile. House at Punta Pite, 2003-06 by Smiljan Radic /Crypt in the Cathedral of Santiago de Chile, 1999-2006 by Rodrigo Perez de Arce(O'Neil Ford Duograph Series, Vol. 1, The University of Texas at Austin). Fotos v. Alter, Kevin /Bianchi, Sebastian /Mardones, Patricio /Palma, Cristobal. Beitr. v. Alter, Kevin /Perez de Arce, Rodrigo /Radic, Smiljan /Wang, Wilfried. Hrsg. v. Alter, Kevin /Wang, Wilfried. 2008. 128 S., 16 sw. u. 82 fb. Abb., 47 Zeichn. 21,5 x 29 cm. Pb EUR 29,80 ISBN: 3-8030-0685-6 Wasmuth
From the magnificent and moving coast of Chile to the inner sanctum of colonial Chile, two projects give an in-depth insight into the intensity and quality of contemporary architecture there. In Smiljan Radic’s House in Punta Pite, archaic architecture and art are merged with precise details and modern design to create a home for a young family that is in constant and intimate contact with the elements. In Rodrigo Perez de Arce’s realized competition entry for the post-facto insertion of a crypt in the cathedral of Santiago de Chile, two cultures are synthesized in an architectural tour-de-force, this as the matter-of-fact modern language of the new crypt fits unquestionably into the layers of colonial architectural history.
On the face of it, Smiljan Radic’s House at Punta Pita and Rodrigo Perez de Arce’s crypt are two commissions that could not be further apart from each other: the one affirming the realm of the living, the other dedicated to the dead. As opposite as they might seem, the conceptual framework and design constraints that each building confronts define the temporal and spatial limits of architecture themselves. Each project is a fundamental instance of architecture’s need to constantly re-establish its temporal presence with every act of building. The first and the last house as it were: the one on the coastal paradise built for the financially independent “Adam” and the other right at the colonial heart of the city that bears the name of the biblical St. James, name giver to numerous cities in the Spanish speaking world (notably Santiago de Compostela in Spanish Galicia).
Both architects practice in the capital of Chile, both lead small offices, both have known each other for years and have been teachers at the School of Architecture at the Pontifical Catholic University of Chile. Despite the decades of political turmoil and economic instability, the School of Architecture under the long serving Dean Fernando Oyarzun has been a leader in the South American and international architectural discourse. Whereas the northern hemisphere has neglected the southern hemisphere not only in cultural matters, the curious and open minded, the critical and sensitive observers in Santiago de Chile have documented their breadth of awareness of contemporary architecture in their numerous and impressive publications, notably the journal ARQ and its related monographs.
Richly illustrated and insightfully notated, this first volume in the O’Neil Ford Duograph Series, like those that will follow, gives examples, two at a time, of what is best in architecture today yet overlooked around the world. To this aim the Center for American Architecture and Design (CAAD) and the O’Neil Ford Chair in Architecture at the University of Texas at Austin, School of Architecture have joined forces. Each issue will document in some detail one building each by two different architects from a single country. These buildings will be complemented by descriptions from the respective architects and external critics.
Die Riess. Fotografisches Atelier und Salon 1918-1932 in Berlin. Hrsg. v. Beckers, Marion /Moortgat, Elisabeth. 208 S., 120 Abb. in Duoton 28 x 23 cm. Gb Wasmuth Verlag, Berlin 2008. EUR 39,80 ISBN: 3-8030-3326-8 Wasmuth
„Ich habe die Rieß um eine Ausstellung ihrer Photographien gebeten, weil sie mit Objektiv und Gummiball Kunst macht“, schreibt Alfred Flechtheim 1925 im Katalog zur Ausstellung ihrer Portraits in seiner Galerie. Dass einer der tonangebenden Kunsthändler in Berlin Fotografien zeigt, mag für seine Zeit überraschen, dass er von Fotografien als Kunst spricht, lässt aufhorchen. Und Flechtheim war auch nicht der einzige, der die Portraits der Riess so einschätzte. Wilhelm von Bode, Generaldirektor der staatlichen Berliner Kunstsammlungen, sprach von „wirklichen Kunstwerken“ und der Arzt und Dichter Gottfried Benn schrieb eigens für den Ausstellungskatalog ein Gedicht über „die Iche“ hinter den Gesichtern, über die „Züge des Nichts“ der Portraitierten. „Die Riess“ – wie sie von den Zeitgenossen genannt wurde – war zu ihrer Zeit allseits hoch gelobt. Die Internationalität ihrer Klientel machte ihre legendären Einladungen zum Tee im eigenen Salon weit über Berlin hinaus bekannt.
Die aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie stammende Frieda Riess (geb. 1890) führte nach dem Ersten Weltkrieg ein repräsentatitives Porträtatelier am Kurfürstendamm. Theaterleute, Künstler und Schriftsteller, Tänzerinnen und Varieté-Stars, aber auch der internationale Adel und Vertreter der neuen Diplomatie gehörten zu ihren Kunden. Zum ersten Mal, seit sie 1932 Berlin verlassen hat und wohl Mitte der 1950er Jahre in Paris starb, geben eine Retrospektive im Verborgenen Museum, Berlin, und dieses Begleitbuch Einblick in das Werk dieser trotz ihrer Bedeutung heute weithin vergessenen Gesellschaftsfotografin.
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Entwurfslehre - eine Suche. Teaching Design. Hrsg. v. Joppien, Jörg. 2008. 294 S., 96 Abb. 23 x 17 cm. Pb EUR 24,80 ISBN: 3-8030-3209-1 Wasmuth
Entwerfen ist ureigenste Tätigkeit gestaltender Berufe. Die Architekten unterscheiden sich darin wesentlich von anderen Wissenschaftlern. Entwerfen ist ihr Forschen, denn jedes Projekt ist anders. Fraglich ist aber, ob Entwerfen auch unterrichtet werden kann und es dazu einer Lehre mit Methoden, Programmen, Stundenplänen und einer Art Theorie bedarf. Talent ist der größte Feind jeglicher Lehre. Mancher Entwurf entwaffnet alle mühsam erarbeitete und begründete Didaktik und entlarvt die Entwurfslehre als vorgeschütztes Etikett zur Erhaltung von Professorenjobs. Kurz gesagt, manche Studenten (vornehmlich gerne Anfänger) „treffen“, ohne ‚belehrt‘ worden zu sein. Die Entwurfslehre kann also und muss hinterfragt werden. Sie bleibt über alle Zeiten hinweg ein sich weiterentwickelnder Prozess und etwas, an dem man dranbleiben muss – kurzum eine Suche. Und zudem eine Suche vor bildungspolitischem Hintergrund: Die Entwurfslehre verschlechtert sich. Ausbildungsbedingungen werden pauschal globalisiert, neue Medien unterwandern gängige Lehrmethoden und entwerten persönliches Fachwissen, eine stetig sinkende Baukonjunktur steht im krassen Gegensatz zu der Anzahl der jährlichen Architektur-Absolventen.
Die Entwurfslehre verbessert sich. Endlich ist es für Studierende möglich, problemlos zu wechseln, neue Medien ermöglichen schnellere, bessere und andere Zugänge zur Architektur und Absolventen steht eine breite Palette von wechselnden Berufsmöglichkeiten zur Verfügung.
Die Entwurfslehre wird durch die Studienreform ausgehöhlt. Der Entwurf wird zum schmückenden Beiwerk aller Nebenfächer. Egal, wie die Reformmodelle im Einzelnen aber nun heißen: Ein ordentlicher Entwurf mit gründlicher Vorarbeit und ausreichender Darstellung dauert noch immer mehr als ein Semester. Unter dem Gesichtspunkt, was Forschung in der Architekturlehre sei, wird gerade dieser Aspekt besonders wichtig. In jedem Fall verändert sich die Entwurfslehre. Die Wahrung, ja Optimierung ihrer Qualität ist oberstes Anliegen der Fachleute. Der Lehrstuhl Grundlagen des Entwerfens der TU Dresden veranstaltete aus diesen Gründen am 29. und 30. April 2005 das Symposium „Entwurfslehre – Eine Suche“. Ziel war es, ein Forum zu schaffen, an dem Lehrende und Studierende Konzepte für die Zukunft austauschen und gewinnen können. Die Teilnehmer präsentierten im Rahmen von Workshops, Vorträgen und Berichten ihre Lehrkonzepte, -ziele, Aufgabenstellungen und Resultate und stellten sie zur Diskussion. Das besondere Augenmerk galt dabei nicht nur dem Kernbereich Entwurf und dessen Grundlehre, sondern auch anderen Disziplinen, die zur Entwurfslehre beitragen. Vorliegendes Buch dokumentiert die wesentlichen Beiträge der Tagung.
Istanbuler Mitteilungen. Hrsg. v.Dt. Archäologisches Institut. Abt. Istanbul. Bd 57/2007: 2008. 728 S., 400 sw. Abb., 1 Falttaf. 26 x 19 cm. Ln EUR 68,00 ISBN: 3-8030-1648-7 Wasmuth
„Die Beiträge der Istanbuler Mitteilungen widmen sich Einzelaspekten der Forschungstätigkeit des Deutschen Archäologischen Instituts in der Türkei. Die Aufsätze befassen sich eingehend mit der Geschichte des Gastlandes bis in die osmanische Zeit und schließen archäologische Ausgrabungsberichte ein. Peter Baumeister – Dorothea Roos – Turgut Saner, Die Kelosk Kale. Ein spätantiker Gebäudekomplex im türkischen Euphratbogen; Hüseyin Cevizoglu, Becken und Ständer der klassischen Zeit in Klazomenai. Ein Zwischenbericht; Alessandra Gilibert, Fünf Quadersteine aus Karkemisch. Eine unbekannte eisenzeitliche Bestattung an der Herald’s Wall?; Adolf Hoffmann – Mustafa H. Sayar, Vorbericht zu den in den Jahren 2003 bis 2005 auf dem Berg Karasis (bei Kozan/Adana) und in seiner Umgebung durchgeführten Untersuchungen; Elife Kiraz, Aphrodite-Statuetten aus Kleinasien. Zu Ikonographie, Funktion und Bedeutung; Lorenz Korn, Einige abbasidische Inschriften aus der Gazira; Hans Lohmann u.a., Forschungen und Ausgrabungen in der Mykale 2001–2006; Semra Mägele – Julian Richard – Marc Waelkens, Ein späthadrianisches Nymphäum in Sagalassos (Pisidien, Türkei). Ein Zwischenbericht; Erhan Öztepe, Zu den Formen der Liegefalten und eingeritzten Linien in der griechischen Plastik; Aenne Ohnesorg – Mustafa Büyükkolanci, Ein ionisches Kapitell mit glatten Voluten aus Ephesos; Cornelie Piok-Zanon, Dank an Demeter. Neue Gedanken zu Architektur und Bedeutung des Demeter-Kultes in Pergamon im späten 3. Jh. v. Chr.; Richard Posamentir – Sergey Solovyov, Zur Herkunftsbestimmung archaisch-ostgriechischer Keramik. Die Funde aus Berezan in der Eremitage von St. Petersburg; Ulrich Ruppe, Neue Forschungen an der Stadtmauer von Priene – erste Ergebnisse; Jürgen Seeher, Sägen wie die Hethiter. Rekonstruktion einer Steinschneidetechnik im bronzezeitlichen Bauhandwerk; Karl Strobel – Christoph Gerber, Tavium (Büyüknefes, Provinz Yozgat) – Bericht über die Kampagnen 2003–2005; Thomas Zimmermann, Kalinkaya-Toptastepe, eine chalkolithisch-frühbronzezeitliche Siedlung mit Nekropole im nördlichen Zentralanatolien. Die Grabfunde der Kampagnen von 1971 und 1973; Christoph Gerber, Zur Datierung der FrühbronzezeitI in Hassek Höyük. Korrektur und Nachtrag zu IstForsch 47; Martin Seyer, Ein neu entdecktes Felskammergrab in der Kibyratis“
Einblicke in den virtuellen Himmel. Neue und alte Bilder vom Inneren der Hagia Sophia in Instanbul. Hrsg. Helge Svenshon und Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt. Text und Katalog: Rudolf H. W. Stichel. 140 S., 68 auf Tafeln, dav. 11 fb. 29,7 x 21 cm, Pb., EUR 19,80 ISBN: 978-3-8030-0691-2 Wasmuth
In einem von der DFG geförderten Forschungsprojekt am Fachbereich Architektur der Technischen Universität Darmstadt, wird die Hagia Sophia in Istanbul unter neuen Aspekten untersucht und ihr spätantiker Zustand rekonstruiert. Hierfür entstand ein CAD-Modell, das den Innenraum des vielgepriesenen ’Wunderbaues’ Kaiser Justinians in seiner alten, lichtdurchfluteten Gestalt und mit seiner ursprünglichen liturgischen Ausstattung simuliert. Da der alte Kirchenraum vor fast 1500 Jahren, wie durch zeitgenössische Quellen belegt, als Abbild des Himmels konzipiert wurde, entstanden im Computer gleichsam virtuelle Bilder eines virtuellen Himmelsbildes.
Für die laufenden Arbeiten waren die reichhaltigen Bestände der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt eine unverzichtbare Hilfe. Dabei wurde den Bearbeitern nach und nach bewusst, dass die hier gehüteten älteren Werke zahlreiche Ansichten, besonders des Innenraumes der Hagia Sophia enthalten. Obwohl historische Abbildungen der Hagia Sophia in jüngerer Zeit mehrfach Gegenstand der Forschung gewesen sind, konnte allein aus den Darmstädter Beständen weiteres, bisher unbeachtetes Material ergänzt und bisher übersehene, wichtige Aspekte nachgetragen werden. Wenn auch diese Bilder vielfach inhaltliche und sachliche Unschärfen enthalten, scheinen sie doch für die Wahrnehmung des Baues in vergangenen Zeiten von großer Bedeutung gewesen zu sein.
In einer Kabinettausstellung, die sich im Wesentlichen auf Darmstädter Bestände beschränkt, werden die neuen, im Computer entstandenen Bilder der Hagia Sophia den älteren, auf traditionelle Art entstandenen Ansichten gegenüber gestellt, und so der Öffentlichkeit ein Einblick in die Ergebnisse einer vielschichtigen aktuellen Forschung präsentiert. Zugleich bieten Ausstellung und Katalog eine erweiterte Materialvorlage für zukünftige Forschungen.
Meinecke, Michael: Fayencedekorationen seldschukischer Sakralbauten in Kleinasien. 2 Bde/Tle. 1976. 780 S., Tl 1: 220 S. mit 26 Abb. u. 54 Taf. mit 194 Abb., Tl 2: Katalog, 560 S. mit 67 Abb. 26 x 19,5 cm. (Beih. z. d. Istanb. Mittlg. 13) Pb EUR 76,80 ISBN: 3-8030-1715-7 Wasmuth
Form Defining Strategies. Beitr. v. Agkathidis, Asterios /Bettum, Johan /Blaisse, Maria /Bramkamp, Anja /Hauschild, Moriz /Hudert, Markus /Karzel, Rüdiger /Schillig, Gabi /Schwarz, Michael. [Architekturtheorie Architekturstudium] Hrsg.: Agkathidis, Asterios. 2007. 126 S., 355 Abb., davon mehrere zwei 19 x 14 cm. Ebr EUR 14,80 ISBN: 3-8030-0688-0 Wasmuth
This book examines experimental design methodologies in the field of architecture and their implementation in academic settings. Theoretical considerations by guest essayists and numerous examples of conceptual designs compliment our holistic approach to the subject matter.
The studies collected here emerged during a two day workshop in 2006 with architecture students at the Technical University of Darmstadt. Due to this short time frame, parameters such as functional specifications and local context were not considered. The models that emerged are organizational systems that have been developed through diagrammatic thinking and are therefore capable of representing processed data and strategies.
The starting point of the teaching concept was a divergence from the usual methods and ways of thinking, allowing for new, innovative solutions to emerge during the design process. The development of novel spatial modules, in coherence with material and structural considerations, was actively encouraged. During the workshop various design techniques were applied that enabled the development of integrative spatial concepts.
Geometry played an essential role here. Studies were later developed by following given rules, converting them into diagrams then finally and perhaps most importantly, through the use of physical models.
Thereby the question of materiality becomes a crucial consideration: the characteristics of different materials that were used for the models did not just influence geometrical possibilities, but brought with them material specific effects, with which spatial qualities could be intensified, explored and organised.
This methodology is based on our conviction that working with physical models is indispensable even in today’s all-digital climate. Architects are able to explore unpredictable, unimagined, unexpected and exciting spatiality that can emerge organically during the design process. Novel, innovative spatial structures and systems are discovered and inform this process and subsequent decisions.
It becomes clear that the design process in architecture has to be understood as a conscious, sensible yet ambitious process to investigate and apply innovative notions of space to construction.
Dani Karavan. Retrospektive. Hrsg. Fritz Jacobi, Mordechai Omer, Jule Reuter. Beitr: Christoph Brockhaus, Nike Bätzner, Fritz Jacobi, Dani Karavan, Angela Lammert, Eran Neuman, Mordechai Omer, Jule Reuter, Shva Salhoov, Tadayasu Sakai, Bettina Schaschke, Varda Steinlauf, Idith Zertal. 408 S., 386 meist fb. Abb., Dtsch/eng. Summeries, 26 x 29,5 cm, Gb., Wasmuth, Berlin 2007. EUR 49,80 ISBN: 978-3-8030-3325-3 Wasmuth
Das Besondere der künstlerischen Arbeit von Dani Karavan (geb. 1930 in Tel Aviv ) ist es, Stadt- und Landschaftsräume auf neue und bemerkenswerte Weise erfahrbar und erlebbar zu machen. Er geht bei dieser gestalterischen Verwandlung immer von der Geschichtlichkeit des Ortes aus und entwickelt mit seinen komplexen Zeichensetzungen vielfältige gesellschaftliche, historische und politische Bezüge, die dem Betrachter durch eine ungewohnte und ästhetisch höchst verdichtete Gestaltgebung bewusst werden. Aus den Potentialen der Erinnerung transformiert er neue sinnliche und kommunikative Erfahrungsräume. Eine entscheidende Rolle spielt in diesem Prozess ein intensiver Dialog zwischen Mensch, Natur und Kunst.
Ausstellung und Katalog bieten einen umfassenden Überblick über Karavans Schaffen; beginnend mit einem Einblick in die künstlerischen Anfänge werden alle wichtigen Werkphasen und ihre bedeutenden Arbeiten vorgestellt, wobei seinen Hauptwerken, Karavans großen ortsspezifischen Environments im öffentlichen Raum, das besondere Augenmerk gilt. Das 1968 vollendete Negev Monument in Be’er Sheva in Erinnerung an den Unabhängigkeitskrieg Israels 1947/48 trug ihm erste internationale Anerkennung ein: ein machtvolles, tektonisches Skulpturengefüge, das in seiner archaischen Klarheit der streng geometrischen Formen zu einem beeindruckenden Signal der Behauptung in der kargen Wüstenlandschaft wurde.
Ein weiteres herausragendes Beispiel dieser künstlerischen Arbeit ist die Walter Benjamin gewidmete Arbeit „Passages“ (1990–1994) in Portbou an der spanisch-französischen Grenze, dem Ort, an dem sich Benjamin auf der Flucht vor den Nazis 1940 das Leben nahm. Der Besucher schreitet eine schmale Treppe herab, die in das felsige Hochufer eingelassen ist und scheinbar im Nichts endet. Der Blick – durch eine eingelassene Glasscheibe mit einem Ausspruch von Benjamin leicht verfremdet – ist auf das sich verändernde Meer gerichtet, das unmittelbar bewegtes Leben und endlose, ewige Weite gleichermaßen verkörpert. Die Realität wird zum Ort der Meditation.
Dani Karavan, der heute in Paris und Tel Aviv lebt, hat seitdem seine Arbeiten in vielen Ländern realisiert, so in Israel, Italien, Frankreich, Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Spanien, den USA, Korea, Japan und besonders in Deutschland. Seit seiner Teilnahme an der documenta 6 in Kassel 1977 ist Deutschland für ihn zu einem der wichtigsten Orte seiner künstlerischen Arbeit geworden, denn hier entstand eine ganze Reihe bedeutender Werke für den öffentlichen Raum. Dazu gehören „Ma’alot“ in Köln (1979–1986), die „Straße der Menschenrechte“ (Way of Human Rights) in Nürnberg (1989–1993), „Mima’amakim“ in Gelsenkirchen (1997) und „Grundgesetz 49“ in Berlin (2002).
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Seeger, Hartmut: Vom Königsschiff zum Basic Car. Entwicklungslinien und Fallstudien des Fahrzeugdesigns. 2008. 250 S., 360 meist fb.Abb. 27 x 22 cm. Pb EUR 38,00 ISBN: 978-3-8030-3208-9 Wasmuth
Für alle Interessenten des Fahrzeugdesign – moderner: Transportation Design – bietet dieses Werk das nötige Basiswissen. Das Fachbuch zeichnet wichtige Entwicklungslinien der internationalen Designentwicklungen nach, die anhand praktischer Fallstudien vertieft werden. Die Unterschiede zwischen „funktionalem Design“, „Prestigedesign“ oder dem „Extremfunktionalismus“ werden deutlich, sei es im Bezug auf die Design-Ästhetik, die Designgrundlage Ergonomie, den Menschen als Fahrer und Beifahrer oder das Interior- und Interface-Design. Die berufliche Ausprägung der Industrial Designer ist Bestandteil dieser Entwicklungslinien.
Der Leser erfährt, wie viele heute noch bekannte historische Land-, Luft- und Wasserfahrzeuge entstanden sind und nach welchen Kriterien sie zeitbedingt gestaltet wurden. Die internationale Designgeschichte wird mit ihrer lokalen Ausprägung in Verbindung gesetzt, die wissenschaftlichen Grundlagen mit der konkreten Anwendung. Ein Fazit daraus ist eine neue und erweiterte Darstellung der Baukastentechnik von Fahrzeugen für eine kundenorientierte Variantenbildung. Faszinierend sind die vielfältigen Wechselwirkungen und Interdependenzen, die zwischen dem Schiffs-, Flugzeug- und Automobildesign aufscheinen.
Entwicklungslinien (Auswahl):
Ansätze zu einer Design-Ästhetik; Designgrundlage Ergonomie; Der Mensch als Maß der Fahrzeuge; Die Entwicklung des Interior- und Interface-Designs; Design Konstruktiv; Designvarianten aus Baukästen
Behandelte Fallbeispiele (Auswahl): Zeppelin-Luftschiffe; Maybach-Motoren und -Wagen; Dornier-Flugzeuge; Schienenfahrzeuge der ME Esslingen; Allgaier- und Porsche-Schlepper; Mercedes-Flügeltürer; SMART Fortwo
Zug, Beatrix: Kunst als Handeln. Aspekte einer Theorie der schönen Künste im Anschluss an John Dewey und Arnold Gehlen. 2007. 168 S. - 22 x 16,5 cm. Pb EUR 16,80 ISBN: 978-3-8030-3322-2 Wasmuth
Im Mittelpunkt dieses Buches steht die Rekonstruktion der Kunstphilosophie John Deweys. Sie führt über eine Auseinandersetzung mit seiner „Theorie der Erfahrung“, die eine Handlungstheorie ist. Am Beginn steht deshalb die systematische und chronologische Darstellung der Erkenntnistheorie in Deweys Spätphilosophie. Auf der Grundlage seiner Werke „Erfahrung und Natur“, „Kunst als Erfahrung“ und „Logik: Die Theorie der Forschung“ werden die Thesen und Erklärungsmodelle beschrieben, die er auch in seiner Kunstphilosophie verwendet. Im Ergebnis erweisen sich der Begriff der „Qualität“ und das Finalitätsproblem als grundlegend. Die Analyse von Deweys Kunstphilosophie zeigt, dass er den schönen Künsten einen bestimmten Handlungstyp zuweist und jede kunsttheoretische Erörterung seiner Strategie unterordnet, was zu unbefriedigenden Ergebnissen führt. Die Übertragung seines Modells des Problemlösens als Inbegriff von Rationalität auf das künstlerische Schaffen enthält ein Potenzial, das von ihm nur unzulänglich genutzt wird. Dass sein Problemlösungsmodell zu einer Theorie der Kunst ausgebaut werden kann, zeigt Arnold Gehlen, der es in eine Theorie des „experimentierenden Handelns“ transformiert. Direkte Bezüge auf Dewey finden sich in seinen Werken „Der Mensch“, „Urmensch und Spätkultur“ und in den „Zeit-Bildern“. Für Gehlen ist das „experimentierende Handeln“ für die moderne Kultur grundlegend – und damit auch für das Handeln in den schönen Künsten.
Brandes, Peter: Homer. Bildausgrabungen - Mnemosyne. Skulptur Grafik Keramik Illustrierte Bücher. Beitr.: Bugge, M /Steen Due, O /Hölderlin, F /Zeruneith, K. 2007. 96 S., 80 fb. Abb. 23 x 30 cm. Gb EUR 24,80 ISBN: 978-3-8030-3320-8 Wasmuth
Der dänische Künstler Peter Brandes (geb. 1944) arbeitet auf so unterschiedlichen Gebieten wie Malerei, Grafik, Keramik, Bildhauerei und Fotografie und hat sich durch viele Einzelausstellungen (so z.B. in der Ny Carlsberg Glyptotek Kopenhagen oder im Kunstmuseum Tel Aviv) einen Namen gemacht hat. Das Katalogbuch zeigt eine Auswahl aus der Bandbreite seines Schaffens, legt jedoch den Schwerpunkt auf sein großes Interesse an der griechischen Antike, vor allem der homerischen Welt. Gezeigt und kunst- und kulturhistorisch analysiert werden u.a. Illustrationen und Skizzen zu Homers Werken sowie imaginäre Porträts des Dichters oder die eigens für die Tübinger Ausstellung gefertigten Bronzeskulpturen und Keramikobjekte, zu denen der Künstler durch Originalobjekte und Abgüsse in den Sammlungen des Schlossmuseums inspiriert wurde.
Álvaro Siza. Bouça Resident's Association Housing. Porto 1972-77, 2005- 06. O'Neil Ford Monograph Series, Vol. 1 (The University of Texas at Austin). Photograph: Strauss, Bernhard. Beitr.: Fleck, Brigitte /Siza, Álvaro /Wang, Wilfried. Hrsg.: Fleck, Brigitte /Wang, Wilfried. 2007. 144 S., 162 meist fb. Abb. u. 63 Pläne u. sw. Zeichn. 21 x 30 cm. (O'Neil Ford Monograph Series 1) Pb EUR 29,80 ISBN: 3-8030-0684-8 Wasmuth
In the history of architecture, for a building to be some three or four decades in the making is not such an unusual occurrence. The Bouça Residents’ Association Housing in Porto by Álvaro Siza (in association with António Madureira) spans thirty-three years from start to finish. The reasons for this delay are numerous. Álvaro Siza, whose oeuvre shows him to be one of the world’s most profound architects, has experienced many changes in fortunes.
In the 70s, Álvaro Siza was known in Portugal and admired by a few Spanish and Italian colleagues. Significant competition successes, particularly for the International Building Exhibition in Berlin (1984–7) marked Siza’s development in the 80s. By the 90s, Siza’s international reputation was unquestioned. After a long period without a commission in Porto itself, Siza’s authority in Porto was restored with the completion of the Faculty of Architecture of Porto University in 1985 and the Fundação Serralves in 1999. The awarding of the Pritzker Prize in 1992, the construction of the Portuguese Pavilion at Lisbon’s EXPO 98, the steady restoration of the conflagrated Chiado district (1988) in Lisbon throughout the 90s, all served to raise his national stature.
Thus even the municipal authorities could no longer ignore the embarrassment that was the fragmented and run-down first phase of the Bouça Housing scheme, especially at the time of Porto’s role as European Cultural Capital 2001.
This publication presents and appraises the completed project. With the luxury of the monographic format, the entire complex is documented in terms of its design development, its interim status and its final design. Siza’s sketches, many of which are published here for the first time, reveal the steady search for the appropriate solution.
This first volume of the O’Neil Ford Monograph Series, like those that will follow, uses the luxury of hundreds of images on almost as many pages, together with insightful essays, to once again assert the presence of the architectural book in the age of the internet. To this aim the Center for American Architecture and Design (CAAD) and the O’Neil Ford Chair in Architecture at the University of Texas at Austin, School of Architecture have joined forces. Each monograph sets out to document an important work of modern architecture economically, and permanently, in a format that allows the reader to study its contents close-at-hand.
MARIPOSA. Zauber eines Gartens. Magic Garden. Jardín Encantado. Hrsg.: Hans-Jürgen Müller. Text: Raimund Kast. Fotos: Evi und Uli H. Mayer, Helga Müller u.a. dtsch/ engl./ Span. 224 S., zahlr. fb. Abb., 28,5 x 30 cm. Gb. mit Schutzumschlag. EUR 56,– ISBN: 978-3-8030-3323-9 Wasmuth
Ein Leben lang waren Helga und Hans-Jürgen Müller Partner von Künstlern und durften Zeuge sein und beobachten, wie bedeutende Kunstwerke entstanden, sie konnten mitverfolgen, wie sich Menschen durch Kunst veränderten und ihre Wahrnehmungsfähigkeit zu verfeinern wussten. Es ist nicht weiter verwunderlich, dass mit der Zeit bei ihnen der Wunsch reifte, sich auch selbst einmal als Gestalter zu versuchen. Der Bildband zeigt, was man als ehemaliger Galerist zu schaffen imstande ist, wenn die eigene Erfahrung mit Kunst und Künstlern behutsam auf einem Stück Land umgesetzt wird, auf dem die Natur außer Felsen, Kakteen, Wolfsmilchgewächsen und einigen Palmen nichts Sehenswertes zugelassen hatte.
Alles, was auf dem 20.000 qm großen Gelände seit 1993 vom Ehepaar Müller und zahlreichen befreundeten Künstler/innen gebaut wurde, verdankt seine Form dem Gefühl, dem Betrachten, der Imagination. Pläne, Zeichnungen, Skizzen störten eher die angestrebte Harmonie, als dass sie nützten. Wann immer es möglich war, wurden Materialien der Insel verwendet. Doch kamen auch zerbrochene Dachziegel, Tonscherben, Marmorbruch, gebrauchte Blechdosen oder Kiefernnadeln zum Einsatz. Als Krönung des Ganzen entstanden Skulpturen, die gleichberechtigt neben kunstgewerblichen Arbeiten von der schöpferischen Kraft des Menschen zeugen. Geschaffen wurde so ein Ort der Schönheit, der seine Besucher verzaubert. Dostojewskis Behauptung, dass Schönheit die Welt erlöse – sie wird auf MARIPOSA nachvollziehbar.
Martin Roemers. Trabant. Die letzten Tage der Produktion. The Final Days of Production. Dtsch/Engl. 84 S., 41 Abb. in Duoton. 22 x 24 cm, Gb. EUR 19,80 ISBN: 978-3-8030-3324-6 Wasmuth
In den Zeiten der Wende war schnell klar, dass viele der alten Industriebetriebe in der DDR schließen würden – darunter auch die Fabrik, in der das bekannteste Auto der DDR, der Trabant, hergestellt wurde. 1990 und 1991 besuchte Martin Roemers die Sachsenring Automobilwerke in Zwickau für eine Fotoserie über den Fertigung des Trabants. Er hielt den Produktionsprozess fest und fertigte Porträts der Arbeiter an. Nachdem bereits kurze Zeit später, im April 1991, die Produktion ausgelaufen war, fotografierte er 1992 die Verschrottung alter Trabants bei ihrem ehemaligen Hersteller Sachsenring. Roemers Fotografien holen den Trabant und seine Erbauer wieder zurück in unsere Gegenwart. Sie dokumentieren die letzten Züge einer im Verschwinden begriffenen industriellen Kultur. Auch in den Porträts der Menschen dieser versunkenen Arbeitswelt lebt der nur 16 Jahre zurückliegende, so fern wirkende, ganz eigene Kosmos für die Betrachter noch einmal auf. Martin Roemers (geb. 1962) ist freischaffender Fotograf und lebt in den Niederlanden. Er studierte an der Kunstakademie in Enschede. Seine Fotografien wurden in internationalen Magazinen und Zeitungen veröffentlicht. Zu seinen Arbeitsgebiete zählen Osteuropa, der Kosovo und Afghanistan. 2006 gewann er einen Preis des World Press Photo Award in der Kategorie Porträts, Fotoserien.
Sichten 11. Katalog zur Jahresausstellung 2007 des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt. 2007. 248 S., zahlr. meist fb. Abb. u. Pläne 21 x 21 cm. Pb EUR 19,80 ISBN: 978-3-8030-0686-8 Wasmuth
Die Ausstellungsreihe Sichten ist eine offizielle Veranstaltung des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt. Sie findet seit 1997 jährlich statt und hat sich inzwischen als Ausstellungsreihe überregional fest etabliert. Gezeigt werden herausragende Studienarbeiten der letzten zwei Semester, ausgesucht von einem studentischen Team des Fachbereichs Architektur. Präsentiert werden Entwürfe, Zeichnungen, Fotografien, Modelle und Filme.
Die Ausstellung begleitend erscheint vorliegender Katalog, der eine sehens- und lesenswerte Einführung in Arbeitsweisen und Visionen einer heranwachsenden Generation junger Architekt/innen bietet und die hohe Qualität studentischer Projekte veranschaulicht. War die erste Sichten-Veröffentlichung noch eine einfache Schwarzweiß-Broschüre, erscheint der aktuelle Katalog – wie die letzten Jahrgänge – in buntem Hochglanzdruck und zweisprachig. Mit der Erstauflage von 1500 Stück ist er zu einer beliebten Lektüre geworden und frühere Jahrgänge sind mittlerweile gesuchte Liebhaberstücke.
Architekturpreis Zukunft Wohnen 2007. Hrsg.: InformationsZentrum Beton. Konzeption: Torsten Förster Text: Rüdiger Krisch, Amber Sayah, Erika Spiegel. 136 S., 155 meist fb. Abb. und Pläne. 24 x 25 cm. Br EUR 24,80 ISBN: 978-3-8030-0800-8 Wasmuth
Die Deutsche Zement- und Betonindustrie hat den Architekturpreis Zukunft Wohnen zum siebten Mal ausgelobt und 2007 an die Architekten herausragender Wohnbauten verliehen. Als Seismograph des Zeitgeschehens spürt der Wettbewerb aktuellen Trends des Wohnens und Lebens nach, fördert intelligente, innovative Wohnungsbaukonzepte und zeigt anhand der prämierten konkreten Beispiele, wie auch über kostengünstige Lösungsansätze in Planung und Bauausführung eine hohe ästhetische Qualität erreicht werden kann. Außerdem werden zukunftsweisende Beiträge für das nachhaltige und vor allem energieeffiziente Bauen erwartet.
Zehn Arbeiten aus 117 eingereichten realisierten Projekten wurden von einer hochrangig besetzten Expertenjury unter Leitung des renommierten Architekten Professor Dr.-Ing. Thomas Jocher mit einem Preis oder einer Lobenden Erwähnung bedacht. Sie werden in dieser anspruchsvoll gestalteten Dokumentation aus der Sicht der 13 Juroren wie auch von ihren Architekten beschrieben. Es sind vor allem städtebaulich nachhaltige Objekte, die ausgezeichnet wurden und hier vorgestellt werden: Gebäude, die sich durch einen differenzierten Umgang mit dem stadträumlichen Kontext auszeichnen. Raumkonfigurationen, die insgesamt freier und flexibler nutzbar sind als die bisher gängigen, kennzeichnen die ausgewählten Wohnungskonzepte.
Die vorgestellten Bauten sind den Autoren der einleitenden Textbeiträge Anlass, grundsätzliche Fragen zeitgemäßen und zukunftsträchtigen Wohnens sowohl aus Juroren- als auch aus Architektensicht zu diskutieren und die Hintergründe gegenwärtiger urbaner Entwicklungslinien, wie die Auswirkungen des demographischen Wandels auf den Städtebau, fachkundig zu beleuchten. Diese Ausführungen ergänzen sich in idealer Weise mit den dichten Beschreibungen und den hochkarätigen Fotografien der Einzelbauten zu einem wichtigen Beitrag in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung um lebenswerte Wohnformen.
Der architektonische Raum I-VI. Materialien zur Architekturtheorie 1-3. 3 Bde/Tle. Hrsg. v. Schröder, Uwe. 2007. 360 S., zahlr. sw. Abb. 21 x 21 cm. Gb iSch EUR 19,80 ISBN: 978-3-8030-0681-3 Wasmuth
Das dreibändige Werk fasst die Ergebnisse der seit dem Wintersemester 2004/05 an der Kölner Hochschule unter Leitung von Uwe Schröder durchgeführten architekturtheoretischen Seminare zusammen: zu einer chronologisch und thematisch gegliederten Materialsammlung (MAT 1–3) mit über 60 Studienarbeiten, die in Exzerpten theoretischer Erörterungen, in Planzeichnungen und Modellfotos der konzeptuellen Entwürfe eine intensive theoretische und praktische Auseinandersetzung mit der Überlieferung des architektonischen Raumes dokumentieren und veranschaulichen. Sie werden durch ein- und weiterführende Texte des Herausgebers ergänzt. Der zeitgenössische Raumbegriff kann als pluralisierende Begrifflichkeit bezeichnet werden, die es aufgrund seiner inhaltlichen Heterogenität geradezu erfordert, ihr eine eigenständige Theorie des architektonischen Raumes hinzuzufügen. In Uwe Schröders Seminaren wird mit diesem Ziel am Aufbau des chronologischen Profils der Ideengeschichte des Raumes, besonders des architektonischen Raumes von der Antike bis in die Gegenwart gearbeitet, wobei sich immer wieder neue inhaltliche Konturen ergeben, die das Profil der Begriffsgeschichte des Raumes differenzierter erscheinen lassen.
Der Herausgeber: Uwe Schröder, der seit 1993 ein eigenes Architekturbüro in Bonn betreibt, ist Professor für Entwerfen und Architekturtheorie an der Fachhochschule Köln und Autor mehrerer Veröffentlichungen zur Theorie des architektonischen Raumes.
Der Architekt Adolf Wollenberg. Leben und Werk. Wasmuth Hochschulschriften. Architektur, Band 2. 328 S., 130 Abb., 15 x 21,5 cm. Gb. EUR 49,00 ISBN: 978-3-8030-2101-4 Wasmuth
Die umfassende Monographie zu Leben und Werk eines fast vergessenen deutsch-jüdischen Architekten.
In einer Epoche prosperierender Wirtschaft war Berlin zur Millionenstadt geworden, deren Topographie sich seit der Reichsgründung von 1871 ständig änderte. Repräsentative Wohn- und Geschäftsbauten prägten das Stadtbild. Zahlreiche Architekten setzten städtebauliche Akzente nicht nur im Zentrum der aufstrebenden Metropole, sondern auch in den beliebten Außenbezirken. Zu ihnen zählte auch der aus jüdischer Familie stammende Adolf Wollenberg, ein Schüler Alfred Messels. Als Vertreter einer eher traditionsgebundenen Formensprache und in Abstimmung mit den ästhetischen Ansprüchen und gestalterischen Wünschen des Großbürgertums errichtete er zwischen 1908 und 1928 vornehme Villen oder Landhäuser im Grunewald und Westend, aber auch Büro- und Geschäftshäuser in Berlin Mitte.
Angesichts zunehmender Repressionen seitens der Nationalsozialisten emigrierte Wollenberg bereits 1933 über Frankreich nach London, wo er vermutlich 1951 starb. Als zwar jüdischer, aber letztlich doch deutscher Einwanderer konnte er im Ausland nicht mehr an seine Berliner Erfolge anknüpfen.
Die Autorin: Dana Menzel studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Geschichte in Frankfurt am Main. Sie ist im Kunsthandel tätig mit dem Zuständigkeitsbereich antike Numismatik.
Otto Herbert Hajek. Raum – Farbe – Zeichen. Hrsg.: Otto Herbert Hajek. Kunststiftung der Sparda-Bank Baden-Württemberg. Text: Melanie Ardjah, Christoph Bauer, Brigitte Baumstark, Ursel Berger, Beate Ermacora. 130 S., 74 meist fb. Abb. 23 x 24,5 cm. Gb. Wasmuth, Tübingen 2007. EUR 24,80 ISBN: 978-3-8030-3321-5 Wasmuth
Das Begleitbuch zu den Hajek-Ausstellungen in der Städtischen Galerie Karlsruhe, dem Städtischen Kunstmuseum Singen, dem Georg-Kolbe-Museum Berlin und dem Kunstmuseum Mühlheim an der Ruhr in der Alten Post.
Der Bildhauer Otto Herbert Hajek (1927–2005) bestimmte die deutsche Kunst der 1960er und 1970er Jahre wesentlich mit. Sein 80. Geburtstag bietet nun einen willkommenen Anlass, sein Werk in einer Ausstellung – zunächst in Karlsruhe, wo er 1979–1992 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste als Professor lehrte, später an weiteren Orten, denen er besonders verbunden war – sowie in diesem Katalogbuch zu präsentieren und erneut zur Diskussion zu stellen.
Gezeigt wird das gesamte Spektrum seines Schaffens: so seine frühen informellen Plastiken, seine „Raumknoten“, „Farbwege“ und „Stadtzeichen“ für den Stadtraum, aber auch Gouachen, Messerschnitte und Gemälde. Seine Platzgestaltungen und bauplastische Arbeiten werden anhand von Studien, Modellen und Fotos vorgestellt und im Katalog näher untersucht. Mit seinen raumgreifenden, stark farbigen „Stadtikonographien“, die er vor allem in den 1970er Jahren realisierte, wurde Hajek zu einem bedeutenden Vorkämpfer und Wegbereiter moderner Kunst im öffentlichen Raum.
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