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Wasmuth Verlag

 
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Sichten 12. anSICHTEN Katalog zur Jahresausstellung 2008 des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt. Hrsg.: Fachbereich Architektur der TU Darmstadt. 15.02 2009. 260 S., mit zahlreichen teils fb. Abb. 21 x 15 cmPb EUR 19,80 ISBN: 978-3-8030-0701-8 Wasmuth
Die Ausstellungsreihe "Sichten" ist eine offizielle Veranstaltung des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt. Sie findet seit 1997 jährlich statt und hat sich inzwischen als Ausstellungsreihe überregional fest etabliert. Gezeigt werden herausragende Studienarbeiten der letzten zwei Semester, ausgesucht von einem studentischen Team des Fachbereichs Architektur. Präsentiert werden Entwürfe, Zeichnungen, Fotografien, Modelle und Filme.
Die Ausstellung begleitend erscheint vorliegender Katalog, der eine sehens- und lesenswerte Einführung in Arbeitsweisen und Visionen einer heranwachsenden Generation junger Architekt/innen bietet und die hohe Qualität studentischer Projekte veranschaulicht. War die erste "Sichten"-Veröffentlichung noch eine einfache Schwarz-Weiß-Broschüre, erscheint der aktuelle Katalog - wie die letzten Jahrgänge - in buntem Hochglanzdruck und zweisprachig. Mit der Erstauflage von 1500 Stück ist er zu einer beliebten Lektüre geworden und frühere Jahrgänge haben sich zu gesuchten Liebhaberstücken entwickelt.
Muster Moden Motive. Textile Traditionen - Kühne Kreationen. Hrsg. Brigitte Korte-Zapke und Gisela Lohrer-Pape. 2009. 200 S., 274 fb. Abb., 21 x 30 cm. Gb. EUR 28,00 ISBN: 978-3-8030-3210-2 Wasmuth
Mit seinen knapp 280 farbigen, häufig ganzseitigen Illustrationen wendet sich dieser prächtig ausgestattete Bildband an alle Leserinnen und Leser, die ihre ästhetische Kompetenz steigern, die sich anregen lassen möchten zum kreativen Denken und Ausprobieren.
„Geschmückte Hände, bedeckte Köpfe“ – „Kissen orientalisch“ – „Kleine Kulturgeschichte der Bettwäsche“ – „Umarmung von Kunst und Kleidung“ – „Kleidungstypen durch die Epochen“: In den 3 Teilen und 10 Kapiteln des Buchs erkunden die Autorinnen Materialien, Farben, Formen und Ornamente. Ergänzt und erläutert durch knappe informative Texte, verbinden die außergewöhnlichen Abbildungen kulturgeschichtliche Originalität mit Gegenwartsbezogenheit. Im Mittelpunkt stehen dekorative Motive und Muster europäisch-asiatischer Hochkulturen, die Jahrhunderte überlebt haben. Die Gestaltungsvielfalt unserer Gegenwart spiegelt ihre Wiederkehr ebenso wie ihren Wandel durch Zeiten und Regionen. Das Werk führt vor Augen, wie vielschichtig und anspruchsvoll die Auseinandersetzung mit textilen Themen – mit Kleidung, mit Materialien, mit Moden – sein kann. Dieses Buch tritt den Beweis dafür an, dass sich dabei eine Qualität erreichen lässt, die den Anforderungen an künstlerische Gestaltung in jeder Beziehung entspricht.
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Architekturpreis Beton 2008. Beitr. v. Adam, Hubertus /Baus, Ursula /Denk, Andreas /Herwig, Oliver /Pehnt, Wolfgang /Zohlen, Gerwin. Hrsg. v.Bundesverband der Deutschen Zementindustrie e.V.. Redakt.: Förster, Torsten. 2008. 128 S., zahlr. meist fb. Abb. 25 x 24 cm. Ln EUR 34,80 ISBN: 3-8030-0801-8 Wasmuth
Wie baut man heute? Und wie baut man heute mit Beton? Diesen Diskurs zwischen Juroren, Fachpublikum und breiter Öffentlichkeit stellt dieses Buch vor. Wolfgang Pehnt fragt einführend nach dem Verständnis für Architektur in der breiten Bevölkerung, ob – oder gerade weil – zunehmend Showeffekte, Metaphern und Branding-Strategien die Architektur beherrschen. Die prämierten Bauten des Architekturpreises Beton 2008 sind dann Anlass für einen lebendigen Gedankenaustausch zu diesem Thema. Alle Bauwerke werden ausführlich mit Bildern und Zeichnungen vorgestellt. Die Statements der Jurymitglieder beleuchten die sehr unterschiedlichen Gebäude in einer tiefgründigen wie kritischen Weise. Dies wiederum motiviert renommierte Architekturkritiker, ihre persönlichen Erfahrungen mit den Bauwerken zu reflektieren.
Insgesamt ergibt sich so ein dichtes Meinungsbild zum aktuellen Bauen mit Beton. Dabei wird deutlich, welch vielfältige Möglichkeiten Beton heute bietet und wie kreativ und schön zugleich Architekten damit umgehen.
Prämierte Bauten: Mercedes-Benz Museum, Stuttgart (Ben van Berkel | UNStudio, Amsterdam); Wohnhaus und Sammlung Boros, Berlin (Realarchitektur, Berlin: Jens Casper, Petra Petersson, Andrew Strickland); „Birg mich, Cilli!“ – Umbau eines Bauernhauses, Viechtach (Studio für Architektur, Peter Haimerl und Jutta Görlich, München); Dokumentationszentrum der Gedenkstätte Bergen-Belsen (KSP Engel und Zimmermann Architekten, Braunschweig); Sächsisches Bergarchiv und Mineralogische Sammlung – terra mineralia, Schloss Freudenstein, Freiberg (AFF architekten, Berlin); Stadtbahnstation Rathaus Süd, Bochum (Pahl + Weber-Pahl Architekten, BDA, Darmstadt); Zollverein School of Management and Design, Essen (Architekten: Kazuyo Sejima + Ryue Nishizawa | SANAA)
Elfriede Lohse-Wächtler 1899-1940. Beitr. v. Blühbaum, Doris /Brand- Claussen, Bettina /Röske, Thomas /Stamm, Rainer /Weinstock, Daniela. 2008. 144 S., 100 meist fb. Abb. 26 x 21 cm. Gb EUR 24,80 ISBN: 3-8030-3328-4 Wasmuth
Buhara /Samarqand. XVa Mittelasien I. Bearb. v. Fedorov, Michael /Kocnev, Boris /Kurbanov, Golib/Voegeli, Madeleine. 2008. 132 S., 57 Münztaf. 38 x 29 cm. (Sylloge NumorumArabicorum Tüb.) Pb /EUR[D] 84,95 ISBN: 3-8030-1106-X Wasmuth
Im vorliegenden Band werden die Bestände zentralasiatischer Münzen der Tübinger Universitätssammlung aus den beiden historischen Hauptstädten Buchara und Samarkand vorgestellt. Die Beschreibungen wurden von ausgewiesenen Spezialisten aus der Region verfasst. Breiten Raum nehmen hierbei die Silberprägungen des 9. und 10. Jahrhunderts aus Samarkand ein, welche als Weltwährung auf der Basis des Silberbergbaus der Gegend um ash-Shash (Taschkent) im ganzen Nahen Osten sowie in Ost- und Nordeuropa Verbreitung fanden. Von überregionaler Bedeutung waren im Spätmittelalter die Samarkander Silbermünzen der Timuriden. Das Geldwesen der Metropole Buchara wurde dagegen als alternatives geldwirtschaftliches Modell über lange Zeiten hinweg von großen Quantitäten geringwertigen Kleingelds dominiert.
Da es für die mittelalterliche Münzprägung Zentralasiens bislang keine Bestandserfassung in Korpuswerken gibt, kommt der Materialdarstellung von Sammlungen eine größere Bedeutung zu. Dem Rang der Tübinger Sammlung entsprechend, die im Bereich islamischer Münzen zu den international führenden zählt, gewährt der Katalog einen präzisen Überblick über die historische Münzprägung dieser Region.
Ullrich, Herbert: Gefundene Steine - Gefundener Sinn. Fotos v. Wisckow, Jürgen. 2008. 120 S., 100 meist fb. Abb. 30 x 24 cm. Gb EUR 34,80 ISBN: 3-8030-3327-6 Wasmuth
Der Fotoband bildet Kieselsteine so ab, wie sie im Flussbett des Rheins gefunden wurden – manche mit ungewöhnlichen, andere mit ganz einfachen Formen und Zeichnungen. Die einzige menschliche Zutat ist die Zusammenstellung dieser Unikate: Sie folgt der persönlichen Lebensgeschichte ihres Sammlers und Entdeckers, Herbert Ullrichs, von der Geburt über wesentliche Ereignisse in seinem Leben, die er in ihnen wiederfindet, bis zu Hinweisen auf Tod und Ewigkeit; ihm geben die Steine Antwort auf „alle Fragen“: Sie „liegen für mich da wie Buchstaben, und bei jeder Befragung bekomme ich von ihnen eine neue Mitteilung über mein Befinden in der Welt“.
Die brillanten Fotos in diesem Buch laden ein zum Betrachten und zum „Mitlesen“, zum Meditieren und Nachdenken über das eigene Leben, sie regen dazu an, die in den Steinen vorgefundenen Zeichnungen mit den ca. 200 Millionen Jahre alten Botschaften, die sie übermitteln wollen, für sich selbst zu entschlüsseln.
Penck, Gerhard: Die phantastische Geschichte der Villen des Friedrich Haux. 2008. 156 S., 260 meist fb. Abb. 27 x 22 cm. Pb EUR 29,80 ISBN: 3-8030-0683-X Wasmuth
Die neue Villa Haux im baden-württembergischen Albstadt ist 100 Jahre alt. Sie ist Kind einer Zeit und einer Bewegung, „die den Anspruch erhebt nicht genossen, sondern gelebt zu werden“. Und in der man „Möbel und Häuser zeichnet, wie man Bildnisse malt, in Ansehung der Person, nach dem Wesen des Bestellers“.
Friedrich Haux, einer der bedeutendsten Bürger Ebingens, erfolgreicher Textilfabrikant und Gründer eines der ersten öffentlichen Elektrizitätswerke Baden-Württembergs, errichtete 1885 sein erstes Wohnhaus mit Fabrik. Das kleine Stadtpalais setzte einen außergewöhnlichen Akzent in der Baukultur Ebingens. 1898 erhält dieses eine „neumodische“ Erker-Fassade. Dem nicht genug: Elektrizitätswerk, Arbeitersiedlung und die Ernennung des Wirtschaftspioniers zum Kommerzienrat durch den württembergischen König veranlassten Haux, sein Wohnhaus den neuen Verhältnissen anzupassen.
Erweiterungsentwürfe und eine Seilbahnidee scheiterten. 1907 wurde die Villa kurzerhand auf Schienen gesetzt und 50 Meter auf die andere Straßenseite verschoben, anfangs ohne Genehmigung. Dies schuf den Platz für eine neue, würdige Villa. Die Architekten der 1908 begonnenen neuen Villa konzipierten eine architektonische Schöpfung, ein Gesamtkunstwerk großbürgerlichen Bauens. Das raffinierte Interieur der Hof-Möbelfabrik Anton Pössenbacher aus München, des Ausstatters des Märchenkönigs Ludwig II. von Bayern, vervollständigte dieses Zeugnis eines fortschrittlichen Jugendstils.
Jung, In Ha: Auf der Suche nach dem Tektonischen Raum: Die Architektur von Jong Soung Kimm. Exploring Tectonic Space: Architecture of Jong Soung Kimm. Vorw. v. Neumeyer, Fritz. 2008. 120 S., 100 meist fb. Abb. 30 x 24 cm. Gb EUR 49,80 ISBN: 3-8030-0687-2 Wasmuth
Geboren 1935 in Seoul, liegen Jong Soung Kimms Wurzeln in Korea. Seine prägenden Jahre als Architekt verbrachte er allerdings in Chicago. Ausgebildet am Illinois Institute of Technology (ITT), arbeitete er nach seinem Abschluss von 1961 bis 1972 im Büro Mies van der Rohe. Seine Mitarbeit umfasste die Realisierung der Toronto-Domination Centre Banking Hall, der Empfangshalle im 54. Stockwerk des T-D Center, und das Ausstellungsdesign des neuen Brown Wing Museum of Fine Arts in Houston. Diese Projekte veranschaulichen die besondere Art, Raum zu gestalten, wie sie für Mies und seine Mitarbeiter kennzeichnend war, und sollten auch die weitere Arbeit von Jong Soung Kimm beeinflussen.
1966 bis 1978 lehrte Kimm neben seiner praktischen Arbeit am ITT, kehrte dann aber nach Seoul zurück, wo er die Firma SAC International, Ltd., Architects-Consultants mitbegründete. Als leitender Chefarchitekt schuf er dort eine beachtliche Anzahl von Bauwerken, unter anderem das international viel beachtete Weightlifting Gymnasium für die Olympischen Spiele von 1988 in Seoul, verschiedene Universitätsgebäude, Museen, das Hilton International Hotel in Seoul und die kürzlich fertiggestellte Zentrale eines internationalen Großunternehmens.
Jong Soung Kimms Arbeit ist jedoch nicht nur von der offensichtlichen Bewunderung für Mies van der Rohe geprägt, sondern zeigt auch eine koreanische Sensibilität, begründet durch die Kultur, in der er aufgewachsen ist. Sein Werk stellt daher eine einzigartige Verbindung dieser beiden Aspekte dar.
In Ha Jung, Professor an der Hanyang University in Seoul für Architekturgeschichte und Architekturtheorie, arbeitete 2007 an der Graduate School of Design, Harvard University, an einer Studie über moderne ostasiatische Architektur und Urbanismus mit. Er ist Autor zahlreicher Werke zur Modernisierung der koreanischen Architektur und des städtischen Raums.
Sigurd Lewerentz: St. Petri. Church, Klippan 1962-66. Beitr. v. Ahlin, Janne /Wang, Wilfried. Hrsg. v. Wang, Wilfried. 2009. 144 S., zahlr. fb. Abb. u. sw. Pläne 21 x 29,5 cm. (O'Neil Ford Monograph Series 2) Pb EUR 29,80 ISBN: 3-8030-0698-8 Wasmuth
Located in the rural south of Sweden, a part of the world that is normally considered to be both a remote and cold place, even in summer, Klippan (Swedish for rock) is a village set in gently undulating agricultural fields. For this village, the Swedish architect Sigurd Lewerentz (1885-1975) was invited to design a church in 1962 at the age of 77. It was to become his most important commission, one that absorbed his typological concerns of earlier church designs (e.g. for Johanneberg) as well as formal interests that he held since the early 1930s. For architectural pilgrims the Church of St. Petri Klippan, the rock on the rock, has since become a counterpoint to another influential modern church – the Chapel of Notre Dame at Ronchamp (1955). Whereas the latter is plastic, of poured material, in other words: late Baroque, St. Petri Klippan is haptic, material, visceral to its essence. However, without Ronchamp, St. Petri Klippan would probably not have come about. Similar to other earlier buildings by Lewerentz, whether the Edstrand Villa in Falsterbo (1933-36) or the Theater in Malmö (1928-33), continental functionalism was a touchstone, but only a touchstone. Lewerentz, in concert with a number of colleagues such as Peter Celsing, Klas Anshelm, Bernt Nyberg and Bengt Edman, saw beyond the abstraction of the orthodox modernists to seek a credible materiality.
Thus St. Petri Klippan is both a modern as well as an archaic structure. The brickwork with its irregular mortar joints, its dark color and the light-absorbing interior, is modern in its vertical surfaces and archaic in its vaulting. The Corten steel structure in its materiality is modern, its color, almost merging with the bricks, is archaic. The overall composition of the church is archaically modern. To this day and for many architects searching for a reflective constructional basis for contemporary architecture, St. Petri Klippan is an ideal for another contemporary architecture: one that is matter-of-factual and poetic at the same time, clear and mysterious, immediately present as well as recessive, credible as architecture as much as it is background to the primary experience.
With this second O’Neil Ford Monograph, The Center for American Architecture and Design together with the O’Neil Ford Chair in Architecture at The University of Texas at Austin are documenting an outstanding example of contemporary architecture. This second volume includes the reproduction of extensive hitherto unpublished archival material as well as the results of a measured survey of the main church with a selection of details by students of the School of Architecture at The University of Texas at Austin. The monograph opens with three essays: the discursive context, its significance and its constructional history. It concludes with a comprehensive selection of photographs.
Herbert, Gilbert /Richter, Liliane: Through a Clouded Gass. Mendelsohn, Wijdeveld and the Jewish Connection. 2008. 200 S., 90 Abb., davon 3 fb. 26 x 20 cm. Pb EUR 34,80 ISBN: 3-8030-0693-7 Wasmuth
Ludwig, Annette: Die Architekten Brüder Heinz und Bodo Rasch. Ein Beitrag zur Architekturgeschichte der zwanziger Jahre. 2008. 400 S., 220 Abb., davon 17 fb. 27 x 20 cm. Gb EUR 49,90 ISBN: 3-8030-0690-2 Wasmuth
Kühne, längst vergessene Projekte, die Heinrich Klotz „zu den schönsten Arbeiten der frühen Moderne“ zählte und die in ihrer Bedeutung, aber auch in ihrer künstlerischen Qualität mit den Hauptwerken des russischen Konstruktivismus zu vergleichen sind, werden in dieser Publikation erstmals ausführlich gewürdigt und mit zahlreichen Abbildungen vorgestellt. Sie stammen von den Stuttgarter Architekten Heinz (1902–1996) und Bodo Rasch (1903–1995), die mit ihren Papier gebliebenen Hängekonstruktionen einen wichtigen Beitrag zur Hochhausdebatte der 1920er Jahre leisteten und das zugbeanspruchte Bauen der deutschen Nachkriegsmoderne vorwegnahmen.
Die Monographie über die in einer Lebens- und Arbeitsgemeinschaft verbundenen Pioniere, die sich auf der Stuttgarter Weißenhofsiedlung 1927 als Möbeldesigner präsentierten und als Autoren wegweisender Publikationen der zwanziger Jahre hervortraten, basiert auf unveröffentlichten Quellen und unbekannt gebliebenen Schriftwechseln mit Ludwig Mies van der Rohe, Walter Gropius, Bruno Taut, Willi Baumeister und anderen prominenten Vertretern der Internationalen Avantgarde sowie ihrer wichtigsten Vermittler. Sie bildet einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der „anonymen“ Moderne und schließt ein Desiderat der architekturhistoriographischen Forschung; sie stellt darüber hinaus aber auch einen aufschlussreichen Querschnitt durch die Bau- und Kulturgeschichte der Weimarer Republik dar.
Die erste Monographie über eine fast vergessene Architektengemeinschaft
Die Wiederentdeckung zweier Pioniere der Moderne Auf der Grundlage bisher unveröffentlichter Quellen
Annette Ludwig ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kunst- und Skulpturenmuseum der Städtischen Museen Heilbronn tätig und hat bereits mehrfach zu kunst- und architekturhistorischen Themen publiziert.
Burelli, Augusto R /Gennaro, Paola: Die Moschee von Sinan. Sinan's Mosque. Vorw. v. Voigt, Wolfgang. 2008. 116 S., 135 Abb, davon 70 fb. 32,5 x 24,5 cm. Pb EUR 39,80 ISBN: 3-8030-0696-1 Wasmuth
Im 16. Jahrhundert zeigte sich der hohe Stand der osmanischen Kultur unter anderem in den neuen Moscheen, die vor allem in der Hauptstadt Istanbul errichtet wurden. Die meisten von ihnen waren das Werk des Baumeisters Mimar Sinan (1492[?]–1588). Der Oberhofbaumeister der türkischen Sultane, auch als „Michelangelo der Osmanen“ bekannt, hinterließ ein riesiges gebautes Werk, darunter allein hundert Moscheen, die fast alle noch vorhanden sind. Einige von ihnen werden stets genannt, wenn es um die höchsten Leistungen islamischer Baukunst und des Sakralbaus geht. Jede von ihnen ist mit einer Kuppel bekrönt, und jede von ihnen zeigt einen anderen Weg, die euklidischen Figuren der Geometrie miteinander in Harmonie zu bringen. Das vorliegende Buch präsentiert eine Auswahl von vier charakteristischen Moscheen Sinans, die zwischen 1562 und 1577 in Istanbul und Edirne entstanden sind, darunter die Selimiye Moschee in Edirne mit ihrer über einem Achteck konstruierten Kuppel, die Sinan selbst als sein absolutes Meisterstück ansah.
Augusto Romano Burelli und Paola Gennaro haben diesen vier Bauten in den achtziger Jahren eine intensive Studie gewidmet, die dem Ziel diente, die in ihnen verborgenen architektonischen Prinzipien Sinans zu ergründen. Als Methode wählten sie die zeichnerische Rekonstruktion. Die Zeichnungen, die dabei entstanden, sind über ihren bauwissenschaftlichen Wert hinaus eigenständige Kunstwerke.
Tempelhof. [Berlin] Fotos v. Meise, Maximilian. Beitr. v. Kosslick, Dieter /Vollenweider, Ingemar. 2008. 120 S., 60 fb. Abb. 27 x 24 cm. Gb EUR 29,80 ISBN: 3-8030-0697-X Wasmuth
Der unter Denkmalschutz stehende Komplex ist das drittgrößte zusammenhängende Gebäude der Welt und der älteste in Betrieb befindliche Flughafen. In den 1930er Jahren erbaut, wurde er durch die Luftbrücke der Amerikaner in der Nachkriegszeit international berühmt. Nach vielen Jahren der zivilen Nutzung steht nun die Zukunft des Areals zur Disposition. Der Flughafen Tempelhof ist ein Mikrokosmos inmitten der Großstadt, eine abgeschlossene Welt mit vielschichtigen Erscheinungsbildern. Die unterschiedlichen Epochen und Nutzungen haben Spuren hinterlassen. Einerseits findet man die originale Architektur, die vielerorts nur noch in morbidem Zustand vorhanden ist, andererseits die skurrilen Überformungen der Nachkriegsjahrzehnte.
Dieses Phänomen der Heterogenität an ein und demselben Ort wurde von dem Fotografen Maximilian Meisse untersucht. Die Bilder des Flughafens Tempelhof in Berlin entstanden in den Jahren 2006 bis 2008.
„Der Flugbetrieb wird eingestellt. Das Haus bleibt stehen, es ist denkmalgeschützt. Die üblichen Ausstellungstafeln vielleicht in der Eingangshalle, deren Deckenhöhe lange schon mit Gipskartonplatten entnazifiziert worden ist, werden von einer kurzen, intensiven Geschichte erzählen. Welthauptstadt, Krieg, Luftbrücke, City-Airport. Und sonst? Was wird mit all diesen Hallen und Räumen in einem Haus über 1000 Meter lang, drei Geschosse tief in die Erde gebaut, geschehen? Mehr Ausstellungsflächen für moderne Kunst? Shopping Mall, Business Center, Megadisco oder Techno Park? Dieses Haus hält alles aus, wer aber soll das heute finanzieren und betreiben, in Berlin? Für die Zeit, bis es soweit ist, entwerfen diese Fotografien von leeren Räumen und verlassenen Orten eine radikale, verschwenderische Alternative. Abschließen, Licht brennen lassen. Der Schlüssel ist beim Kiosk am Abgang zur U-Bahnstation „Platz der Luftbrücke“ hinterlegt. Keine Führungen, nur kleine Schilder auf der Wand, als Legenden zu den einzelnen Situationen und ihren Geschichten. Bilderphantasie zu einer utopischen Architektur.“
Ingemar Vollenweider
Duvshani, Gilead: Lines for Local Architecture in Israel. Vorw. v. Krier, Rob. Beitr. v. Schechori, Ran. 2008.260 S., zahlr. meist fb. Abb. 28 x 24 cm. Gb EUR 40,00 ISBN: 3-8030-0689-9 Wasmuth
In an era in which the world is becoming one global village, when buildings look the same in New York, Mumbai, Tel-Aviv or Tokyo, is there value to each place’s unique culture? Is architecture a consumer product like the automobile, TV and cell phone? Or does it have an extra cultural value that characterizes its place in society? What is local architecture? What are its characteristics in general and in a country like Israel in particular?
In this book, architect Gilead Duvhsani lays out before us a systematic creation process for local architecture. The process and approach are important for every student of architecture, architect and whoever is interested in architecture that derives from the essence of a place, as an antithesis to architecture with common denominators that are widespread all over the world today. Taking interest in Israel is both all-encompassing and of special significance – as a society that built within a few decades a new state, as a meeting grounds between different cultures and an area of difficult conflicts.
Gilead Duvshani was born and raised in Israel and studied architecture at the Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne. Since 1983 he has run a private practice in Tel-Aviv. He has led research programs, arranged exhibitions and has written extensively on Israeli architecture. He is a professor at the School of Design of the Holon Institute of Technology, and has taught in several schools in Israel and abroad.
Interrogating POP in Architecture. Hrsg.: Konrad, Daniela /Danziger, Jason. 2008.172 S., zahlr. meist fb. Abb. u. Zeichn. 20 x 17 cm. Pb EUR18,50 ISBN: 3-8030-0694-5 Wasmuth
Schillernde und faszinierende Entwürfe waren immer Ausnahmeerscheinungen und sind trotzdem fester Bestandteil zeitgenössischer Architektur und Baukunst. In jüngerer Zeit hat die Tendenz zu einer ikonenhaften Architektur jedoch regelrecht inflationär zugenommen. Diese neuen Architekturikonen sind zu einer Herausforderung für Bauweisen und Baukultur geworden und verändern unsere Umgebung. Von den Medien gefeiert und von den Massen bewundert sollen die neuen Götzen auch Ihren Architekten dazu verhelfen, wie POP-Stars verehrt zu werden. INTERROGATING POP IN ARCHITECTURE erkundet das Kulturphänomen POP unter dem Aspekt der Beeinflussung zeitgenössischer Architektur. Mit dem Ziel, „POP-Architektur“ begrifflich und inhaltlich genauer zu umreißen, werden Möglichkeiten und Grenzen für die Übertragbarkeit von Erscheinungen in der Popkultur auf die Architektur untersucht. Dazu werden die Ergebnisse einer interdisziplinären Arbeitsgruppe aus Studierenden und Lehrenden sowie Gästen aus dem Bereich Architektur, Landschaftsarchitektur und Psychologie aufgezeichnet, die auf einem Symposium an der TU Berlin gemeinsam die Beziehungen zwischen POP und Architektur ergründet und diskutiert haben.
Chile. House at Punta Pite, 2003-06 by Smiljan Radic /Crypt in the Cathedral of Santiago de Chile, 1999-2006 by Rodrigo Perez de Arce(O'Neil Ford Duograph Series, Vol. 1, The University of Texas at Austin). Fotos v. Alter, Kevin /Bianchi, Sebastian /Mardones, Patricio /Palma, Cristobal. Beitr. v. Alter, Kevin /Perez de Arce, Rodrigo /Radic, Smiljan /Wang, Wilfried. Hrsg. v. Alter, Kevin /Wang, Wilfried. 2008. 128 S., 16 sw. u. 82 fb. Abb., 47 Zeichn. 21,5 x 29 cm. Pb EUR 29,80 ISBN: 3-8030-0685-6 Wasmuth
From the magnificent and moving coast of Chile to the inner sanctum of colonial Chile, two projects give an in-depth insight into the intensity and quality of contemporary architecture there. In Smiljan Radic’s House in Punta Pite, archaic architecture and art are merged with precise details and modern design to create a home for a young family that is in constant and intimate contact with the elements. In Rodrigo Perez de Arce’s realized competition entry for the post-facto insertion of a crypt in the cathedral of Santiago de Chile, two cultures are synthesized in an architectural tour-de-force, this as the matter-of-fact modern language of the new crypt fits unquestionably into the layers of colonial architectural history.
On the face of it, Smiljan Radic’s House at Punta Pita and Rodrigo Perez de Arce’s crypt are two commissions that could not be further apart from each other: the one affirming the realm of the living, the other dedicated to the dead. As opposite as they might seem, the conceptual framework and design constraints that each building confronts define the temporal and spatial limits of architecture themselves. Each project is a fundamental instance of architecture’s need to constantly re-establish its temporal presence with every act of building. The first and the last house as it were: the one on the coastal paradise built for the financially independent “Adam” and the other right at the colonial heart of the city that bears the name of the biblical St. James, name giver to numerous cities in the Spanish speaking world (notably Santiago de Compostela in Spanish Galicia).
Both architects practice in the capital of Chile, both lead small offices, both have known each other for years and have been teachers at the School of Architecture at the Pontifical Catholic University of Chile. Despite the decades of political turmoil and economic instability, the School of Architecture under the long serving Dean Fernando Oyarzun has been a leader in the South American and international architectural discourse. Whereas the northern hemisphere has neglected the southern hemisphere not only in cultural matters, the curious and open minded, the critical and sensitive observers in Santiago de Chile have documented their breadth of awareness of contemporary architecture in their numerous and impressive publications, notably the journal ARQ and its related monographs.
Richly illustrated and insightfully notated, this first volume in the O’Neil Ford Duograph Series, like those that will follow, gives examples, two at a time, of what is best in architecture today yet overlooked around the world. To this aim the Center for American Architecture and Design (CAAD) and the O’Neil Ford Chair in Architecture at the University of Texas at Austin, School of Architecture have joined forces. Each issue will document in some detail one building each by two different architects from a single country. These buildings will be complemented by descriptions from the respective architects and external critics.
Die Riess. Fotografisches Atelier und Salon 1918-1932 in Berlin. Hrsg. v. Beckers, Marion /Moortgat, Elisabeth. 208 S., 120 Abb. in Duoton 28 x 23 cm. Gb Wasmuth Verlag, Berlin 2008. EUR 39,80 ISBN: 3-8030-3326-8 Wasmuth
„Ich habe die Rieß um eine Ausstellung ihrer Photographien gebeten, weil sie mit Objektiv und Gummiball Kunst macht“, schreibt Alfred Flechtheim 1925 im Katalog zur Ausstellung ihrer Portraits in seiner Galerie. Dass einer der tonangebenden Kunsthändler in Berlin Fotografien zeigt, mag für seine Zeit überraschen, dass er von Fotografien als Kunst spricht, lässt aufhorchen. Und Flechtheim war auch nicht der einzige, der die Portraits der Riess so einschätzte. Wilhelm von Bode, Generaldirektor der staatlichen Berliner Kunstsammlungen, sprach von „wirklichen Kunstwerken“ und der Arzt und Dichter Gottfried Benn schrieb eigens für den Ausstellungskatalog ein Gedicht über „die Iche“ hinter den Gesichtern, über die „Züge des Nichts“ der Portraitierten. „Die Riess“ – wie sie von den Zeitgenossen genannt wurde – war zu ihrer Zeit allseits hoch gelobt. Die Internationalität ihrer Klientel machte ihre legendären Einladungen zum Tee im eigenen Salon weit über Berlin hinaus bekannt.
Die aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie stammende Frieda Riess (geb. 1890) führte nach dem Ersten Weltkrieg ein repräsentatitives Porträtatelier am Kurfürstendamm. Theaterleute, Künstler und Schriftsteller, Tänzerinnen und Varieté-Stars, aber auch der internationale Adel und Vertreter der neuen Diplomatie gehörten zu ihren Kunden. Zum ersten Mal, seit sie 1932 Berlin verlassen hat und wohl Mitte der 1950er Jahre in Paris starb, geben eine Retrospektive im Verborgenen Museum, Berlin, und dieses Begleitbuch Einblick in das Werk dieser trotz ihrer Bedeutung heute weithin vergessenen Gesellschaftsfotografin.
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Entwurfslehre - eine Suche. Teaching Design. Hrsg. v. Joppien, Jörg. 2008. 294 S., 96 Abb. 23 x 17 cm. Pb EUR 24,80 ISBN: 3-8030-3209-1 Wasmuth
Entwerfen ist ureigenste Tätigkeit gestaltender Berufe. Die Architekten unterscheiden sich darin wesentlich von anderen Wissenschaftlern. Entwerfen ist ihr Forschen, denn jedes Projekt ist anders. Fraglich ist aber, ob Entwerfen auch unterrichtet werden kann und es dazu einer Lehre mit Methoden, Programmen, Stundenplänen und einer Art Theorie bedarf. Talent ist der größte Feind jeglicher Lehre. Mancher Entwurf entwaffnet alle mühsam erarbeitete und begründete Didaktik und entlarvt die Entwurfslehre als vorgeschütztes Etikett zur Erhaltung von Professorenjobs. Kurz gesagt, manche Studenten (vornehmlich gerne Anfänger) „treffen“, ohne ‚belehrt‘ worden zu sein. Die Entwurfslehre kann also und muss hinterfragt werden. Sie bleibt über alle Zeiten hinweg ein sich weiterentwickelnder Prozess und etwas, an dem man dranbleiben muss – kurzum eine Suche. Und zudem eine Suche vor bildungspolitischem Hintergrund: Die Entwurfslehre verschlechtert sich. Ausbildungsbedingungen werden pauschal globalisiert, neue Medien unterwandern gängige Lehrmethoden und entwerten persönliches Fachwissen, eine stetig sinkende Baukonjunktur steht im krassen Gegensatz zu der Anzahl der jährlichen Architektur-Absolventen.
Die Entwurfslehre verbessert sich. Endlich ist es für Studierende möglich, problemlos zu wechseln, neue Medien ermöglichen schnellere, bessere und andere Zugänge zur Architektur und Absolventen steht eine breite Palette von wechselnden Berufsmöglichkeiten zur Verfügung.
Die Entwurfslehre wird durch die Studienreform ausgehöhlt. Der Entwurf wird zum schmückenden Beiwerk aller Nebenfächer. Egal, wie die Reformmodelle im Einzelnen aber nun heißen: Ein ordentlicher Entwurf mit gründlicher Vorarbeit und ausreichender Darstellung dauert noch immer mehr als ein Semester. Unter dem Gesichtspunkt, was Forschung in der Architekturlehre sei, wird gerade dieser Aspekt besonders wichtig. In jedem Fall verändert sich die Entwurfslehre. Die Wahrung, ja Optimierung ihrer Qualität ist oberstes Anliegen der Fachleute. Der Lehrstuhl Grundlagen des Entwerfens der TU Dresden veranstaltete aus diesen Gründen am 29. und 30. April 2005 das Symposium „Entwurfslehre – Eine Suche“. Ziel war es, ein Forum zu schaffen, an dem Lehrende und Studierende Konzepte für die Zukunft austauschen und gewinnen können. Die Teilnehmer präsentierten im Rahmen von Workshops, Vorträgen und Berichten ihre Lehrkonzepte, -ziele, Aufgabenstellungen und Resultate und stellten sie zur Diskussion. Das besondere Augenmerk galt dabei nicht nur dem Kernbereich Entwurf und dessen Grundlehre, sondern auch anderen Disziplinen, die zur Entwurfslehre beitragen. Vorliegendes Buch dokumentiert die wesentlichen Beiträge der Tagung.
Istanbuler Mitteilungen. Hrsg. v.Dt. Archäologisches Institut. Abt. Istanbul. Bd 57/2007: 2008. 728 S., 400 sw. Abb., 1 Falttaf. 26 x 19 cm. Ln EUR 68,00 ISBN: 3-8030-1648-7 Wasmuth
„Die Beiträge der Istanbuler Mitteilungen widmen sich Einzelaspekten der Forschungstätigkeit des Deutschen Archäologischen Instituts in der Türkei. Die Aufsätze befassen sich eingehend mit der Geschichte des Gastlandes bis in die osmanische Zeit und schließen archäologische Ausgrabungsberichte ein. Peter Baumeister – Dorothea Roos – Turgut Saner, Die Kelosk Kale. Ein spätantiker Gebäudekomplex im türkischen Euphratbogen; Hüseyin Cevizoglu, Becken und Ständer der klassischen Zeit in Klazomenai. Ein Zwischenbericht; Alessandra Gilibert, Fünf Quadersteine aus Karkemisch. Eine unbekannte eisenzeitliche Bestattung an der Herald’s Wall?; Adolf Hoffmann – Mustafa H. Sayar, Vorbericht zu den in den Jahren 2003 bis 2005 auf dem Berg Karasis (bei Kozan/Adana) und in seiner Umgebung durchgeführten Untersuchungen; Elife Kiraz, Aphrodite-Statuetten aus Kleinasien. Zu Ikonographie, Funktion und Bedeutung; Lorenz Korn, Einige abbasidische Inschriften aus der Gazira; Hans Lohmann u.a., Forschungen und Ausgrabungen in der Mykale 2001–2006; Semra Mägele – Julian Richard – Marc Waelkens, Ein späthadrianisches Nymphäum in Sagalassos (Pisidien, Türkei). Ein Zwischenbericht; Erhan Öztepe, Zu den Formen der Liegefalten und eingeritzten Linien in der griechischen Plastik; Aenne Ohnesorg – Mustafa Büyükkolanci, Ein ionisches Kapitell mit glatten Voluten aus Ephesos; Cornelie Piok-Zanon, Dank an Demeter. Neue Gedanken zu Architektur und Bedeutung des Demeter-Kultes in Pergamon im späten 3. Jh. v. Chr.; Richard Posamentir – Sergey Solovyov, Zur Herkunftsbestimmung archaisch-ostgriechischer Keramik. Die Funde aus Berezan in der Eremitage von St. Petersburg; Ulrich Ruppe, Neue Forschungen an der Stadtmauer von Priene – erste Ergebnisse; Jürgen Seeher, Sägen wie die Hethiter. Rekonstruktion einer Steinschneidetechnik im bronzezeitlichen Bauhandwerk; Karl Strobel – Christoph Gerber, Tavium (Büyüknefes, Provinz Yozgat) – Bericht über die Kampagnen 2003–2005; Thomas Zimmermann, Kalinkaya-Toptastepe, eine chalkolithisch-frühbronzezeitliche Siedlung mit Nekropole im nördlichen Zentralanatolien. Die Grabfunde der Kampagnen von 1971 und 1973; Christoph Gerber, Zur Datierung der FrühbronzezeitI in Hassek Höyük. Korrektur und Nachtrag zu IstForsch 47; Martin Seyer, Ein neu entdecktes Felskammergrab in der Kibyratis“
Einblicke in den virtuellen Himmel. Neue und alte Bilder vom Inneren der Hagia Sophia in Instanbul. Hrsg. Helge Svenshon und Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt. Text und Katalog: Rudolf H. W. Stichel. 140 S., 68 auf Tafeln, dav. 11 fb. 29,7 x 21 cm, Pb., EUR 19,80 ISBN: 978-3-8030-0691-2 Wasmuth
In einem von der DFG geförderten Forschungsprojekt am Fachbereich Architektur der Technischen Universität Darmstadt, wird die Hagia Sophia in Istanbul unter neuen Aspekten untersucht und ihr spätantiker Zustand rekonstruiert. Hierfür entstand ein CAD-Modell, das den Innenraum des vielgepriesenen ’Wunderbaues’ Kaiser Justinians in seiner alten, lichtdurchfluteten Gestalt und mit seiner ursprünglichen liturgischen Ausstattung simuliert. Da der alte Kirchenraum vor fast 1500 Jahren, wie durch zeitgenössische Quellen belegt, als Abbild des Himmels konzipiert wurde, entstanden im Computer gleichsam virtuelle Bilder eines virtuellen Himmelsbildes.
Für die laufenden Arbeiten waren die reichhaltigen Bestände der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt eine unverzichtbare Hilfe. Dabei wurde den Bearbeitern nach und nach bewusst, dass die hier gehüteten älteren Werke zahlreiche Ansichten, besonders des Innenraumes der Hagia Sophia enthalten. Obwohl historische Abbildungen der Hagia Sophia in jüngerer Zeit mehrfach Gegenstand der Forschung gewesen sind, konnte allein aus den Darmstädter Beständen weiteres, bisher unbeachtetes Material ergänzt und bisher übersehene, wichtige Aspekte nachgetragen werden. Wenn auch diese Bilder vielfach inhaltliche und sachliche Unschärfen enthalten, scheinen sie doch für die Wahrnehmung des Baues in vergangenen Zeiten von großer Bedeutung gewesen zu sein.
In einer Kabinettausstellung, die sich im Wesentlichen auf Darmstädter Bestände beschränkt, werden die neuen, im Computer entstandenen Bilder der Hagia Sophia den älteren, auf traditionelle Art entstandenen Ansichten gegenüber gestellt, und so der Öffentlichkeit ein Einblick in die Ergebnisse einer vielschichtigen aktuellen Forschung präsentiert. Zugleich bieten Ausstellung und Katalog eine erweiterte Materialvorlage für zukünftige Forschungen.
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