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Wasmuth Verlag

 
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1937. Perfektion und Zerstörung. Hrsg.: Thomas Kellein. Text: Thomas Kellein, Roman Grabner, Jutta Hülsewig-Johnen, Felicitas von Richthofen; Künstlerbiografien von Matthias Albrecht, Cornelia Dernbach, Christiane Heuwinkel, Daniel Neugebauer. 528 S. 391 meist fb. Abb., 17 x 24 cm, Gb. EUR 49,90 ISBN: 978-3-8030-3319-2 Wasmuth
Das Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung in der Kunsthalle Bielefeld vom 30. September 2007 bis 13. Januar 2008
Mit Gemälden und Skulpturen, Zeichnungen, Grafiken und Fotografien von 200 Künstlerinnen und Künstlern führt uns die Kunsthalle Bielefeld in einer Ausstellung in die Zeit vor 70 Jahren zurück – in das Jahr 1937. Es ist das Jahr, in dem in München die Wanderausstellung „Entartete Kunst“ mit über hundert aus öffentlichen Sammlungen verbannten Künstlern eröffnet wurde. In der Sowjetunion wurde mit der „Entlarvung“ von „Spionen“ begonnen, nachdem auch Stalin die russische Avantgardekunst aus den Museen entfernt hatte. Nach dem Militärputsch General Francos 1936 rüstete sich auch Spanien gegen die Moderne, die Bombardierung Guernicas löste einen internationalen Schock aus. – In der Kunstgeschichte steht 1937 für den Beginn eines Alptraums der Plünderung und Zerstörung. Die Kunst wird aufgrund der erzwungenen Migration nahezu schlagartig international. Viele Künstler überdenken vor dem heraufziehenden Weltkrieg die Wirkung ihrer Formen. Die künstlerische Synopse stellt den trügerischen Perfektionsidealen des Nationalsozialismus, wie sie Arno Breker, Leni Riefenstahl und diverse faschistische Maler verkörpern, deutsche Künstlerpersönlichkeiten wie Max Beckmann gegenüber, die das „böse Erwachen“ darstellen. Einen Höhepunkt der Präsentation mit sehr bekannten, aber auch weniger bekannten Namen bildet der internationale Surrealismus mit Salvador Dalí, Max Ernst, René Magritte, Man Ray oder Joan Miró, die wie Pablo Picasso ihr Entsetzen über das Weltgeschehen zum Ausdruck brachten und dabei eindrucksvolle Kunstdenkmäler schufen. Zum Abschluss der Schau stimmen abstrakte und konstruktivistische Hauptwerke darauf ein, dass Demokratie und Frieden ohne Ausgleich und Balance kaum möglich sind.
Hans van Heeswijk Architecture. Text: Marie-Hélène Cornips, Hans Ibelings, Hans van Heeswijk. 600 S., 1400 Abb. u. Pläne. 19 x 25 cm. Pb.EUR 68,00 ISBN: 978-3-8030-0655-4 Wasmuth
Texts: Marie-Hélène Cornips, Hans Ibelings, Hans van Heeswijk, Book Design: Irma Boom 600 pages with 1.400 illustrations and plans, mainly in colour Size ISBN: English edition 978 3 8030 0652 3
Ein Porträt der außergewöhnlichen, durch ihre Perfektion besonders ausgezeichneten Architektur des niederländischen Architekturbüros Hans van Heeswijk, brillant gestaltet von der international bekannten holländischen Grafikerin Irma Boom
Von der Stiftung Buchkunst prämiert
Nominierung zum Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2008
Seebrücke. Fotografisches Tagebuch. Sassnitz 19. April 2006 – 20. Juli 2007. Fotos: Wilfried Dechau. Texte: Wilfried Dechau, Georg Küffner, Christian Marquart, Dr. Ulrich Pohlmann. Text: deutsch und englisch. 120 S., 100 drucklackierte, meist ganzseitigen Abbildungen. 32 x 29,7 cm. Gb. mit Schutzumschlag. EUR 78,00 ISBN: 978-3-8030-0682-0 Wasmuth
Wer jetzt nach Sassnitz reist, kann hoch über der Ostsee – begleitet vom Kreischen der Möwen – auf einer eleganten, sanft geschwungenen Brücke langsam zum Glasbahnhof schlendern oder das zierliche, durch die Luft zum Rügenplatz hinaufführende Band der Fußgängerbrücke aus größerer Distanz vom Wasser aus anschauen. Aber in diesem Buch ist genau das, was man jetzt mit eigenen Augen sehen kann, nicht zu finden. Stattdessen wird gezeigt, was heute nicht mehr zu sehen ist, nämlich wie diese Brücke entstand und wie es hier vorher aussah. Dieses Buch macht die Bau-Geschichte der Brücke greifbar.
Die vom Stuttgarter Ingenieurbüro Schlaich Bergermann und Partner geplante Fußgängerbrücke in Sassnitz wurde am 25. Juli 2007 eingeweiht (Bauzeit: von April 2006 bis Juli 2007). Wilfried Dechau hat die Bauarbeiten von den ersten Proberammungen über den Aushub der Fundamente und die teils mit riesigen Autokranen bewerkstelligte Montage der Brückenteile bis hin zum letzten Handgriff beim Anbringen der geschwungenen Handläufe mit der Kamera begleitet. Er war auf der Baustelle den Handwerkern genauso nah wie den Ingenieuren und hat nicht nur das allmähliche Werden der Brücke in Bildern festgehalten, sondern auch die Konzentration und Anspannung in den Gesichtszügen der Beteiligten feinfühlig protokolliert. In diesem Bildband geht es nicht nur um eine Brücke in schwindelnder Höhe, es geht um das Abenteuer des Bauens und die Faszination des Ingenieurberufes schlechthin.
Wilfried Dechau war viele Jahre Chefredakteur einer Zeitschrift für Architekten und Ingenieure. Besonderes Augenmerk hat er dabei immer auf die Fotografie gelegt. 1995 hat er den seither alle zwei Jahre international ausgelobten Architekturfotografie-Preis „architekturbild“ ins Leben gerufen. 1996 verfasste er ein Buch über die Architekturfotografie, 2003 hat er den Verein architekturbild e.v. gegründet, der sich zum Ziel setzt, das künstlerische Niveau der Architekturfotografie zu fördern. 2001 wurde seine Fotoserie zum Bau der kurze Zeit weltweit größten Hängebrücke über den Storebelt mit dem Kodak Fotokalenderpreis ausgezeichnet. Seit 2005 widmet sich Wilfried Dechau vor allem der Aufgabe, das Bauen als Prozess im Bild festzuhalten und nicht nur das fertige Bauwerk. 2006 erschien im Ernst Wasmuth Verlag sein bibliophiles Buch „Traversinersteg. Fotografisches Tagebuch 14. April – 16. August 2005“ zu der außergewöhnlichen Hängebrücke Jürg Conzetts am Viamala-Wanderweg.
Paul Ludwig Troost. „Germanische Tektonik“ für München. 2007. 112 S. 125 Abb., 19,5 x 26 cm. Pb., EUR 24,80 ISBN: 978-3-8030-0678-3 Wasmuth
Wer an die Architektur des Dritten Reiches denkt, assoziiert die Bauten von Albert Speer. Paul Ludwig Troost ist dagegen fast unbekannt. Troost, der von Hitler den Titel „Erster Baumeister des Führers“ verliehen bekommen hatte, starb am 21.01.1934. Mit seinen Entwürfen für zwei Großbauten in München hatte er jedoch die Ikonographie der nationalsozialistischen Architektur so stark geprägt, dass Speer noch im Januar 1944 in der Zeitschrift „Die Kunst im Dritten Reich“ Troost als den Architekten würdigte, der die „ersten und starken steinernen Symbole der Bewegung“ geschaffen hatte.
Troosts Architektur lässt sich ableiten von der klassizistischen Monumentalarchitektur aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Das Neue und zugleich Moderne an ihr ist der Verzicht auf jedes schmückende Detail. Die Reduktion der klassizistischen Architektur auf kantige und geometrisierte Einzelformen, die in ihrem schichtartigen Aufbau Wehrhaftigkeit darstellen, ließ Troosts Parteibauten auf dem Münchner Königsplatz zu Paradigmen einer „Germanischen Tektonik“ werden. Aufgrund ihrer bildhaften Architektursymbolik waren sie normativ für das Bauen im Dritten Reich. Neben dem ideologisch belasteten Troost gibt es aber auch den Systematiker, der an die modularen Entwürfe von Durand anknüpfte. Von besonderem Interesse an Troost ist die Verbindung moderner, rationaler Strukturen mit einem „nackten Klassizismus“, der Prinzipien der Revolutionsarchitektur aufgriff.
Vila Tugendhat Brno: Hrsg.: Universität Karlsruhe, Fakultät für Architektur Institut für Baugestaltung II: Fotos: Christoph Engel, Thilo Mechau, Bernd Seeland: Text: deutsch, englisch. 132 S., 187 meist fb. Abb. 20 x 30 cm. Pb. EUR 28,00 ISBN: 978-3-8030-0679-0 Wasmuth
Die Villa Tugendhat in Brno/Brünn/CZ ist das berühmte Projekt von Ludwig Mies van der Rohe aus den Jahren 1928–30, geplant und gebaut für Grete und Fritz Tugendhat – zeitgleich zum Barcelona Pavillon, welcher in seiner Originalsubstanz 1930 wieder demontiert wurde. Trotz der abenteuerlichen Geschichte der Nutzung als militärische Unterkunft, als Jugendclub, als Ballettschule und als Gästehaus und trotz einiger Sanierungsmaßnahmen ist die Villa Tugendhat in ihrer Substanz weitgehend erhalten und eine außergewöhnliche Besonderheit. Diese Publikation des Instituts für Baugestaltung II der Universität Karlsruhe (TH), Fakultät für Architektur erscheint als Begleitbuch der Ausstellung „Vila Tugendhat Brno“. Sie ist nicht nur eine zeitgenössische Fotodokumentation über das Haus Tugendhat, sondern auch eine aktuelle Deutung der Architektur mit den Mitteln der Fotografie 75 Jahre nach der Fertigstellung des Gebäudes.
Die Texte nehmen Stellung zur Aktualität der Aufnahmen, zur wechselvollen Geschichte des Hauses bis in die Gegenwart und zur speziellen Bedeutung und Wirkung der Architekturfotografie.
Das gute Leben. Der Deutsche Werkbund nach 1945. Hrsg.: Gerda Breuer. 320 S., 340 z. T. fb. Abb., 21 x 30 cm. Pb. Wasmuth, Tübingen 2007. EUR 39,80 ISBN: 978-3-8030-3207-2 Wasmuth
Das 100. Gründungsjubiläum 2007 ist Anlass, eine der bisher vernachlässigten Perioden des Deutschen Werkbunds, die beiden Jahrzehnte nach 1945, näher zu untersuchen. Nach seiner Auflösung im Dritten Reich formierte sich der Werkbund in den ersten Nachkriegsjahren neu und löste heftige Diskussionen über Sinn und Ausrichtung einer zeitgemäßen Formgestaltung aus. Mit großer moralischer Verve wurde der Zusammenhang zwischen guter Architektur bzw. Produktgestaltung und dem Geist der Modernisierung beschworen. Gelungene Formgebung war Metapher für gute Lebensgestaltung und eine intakte Gesellschaft.
Die reich bebilderte Publikation begleitet die Ausstellung über fünf Werkbundmitglieder, die in Wuppertal, in einem Fall in Remscheid, geboren sind oder dort langjährig gearbeitet haben: den Direktor der Werkkunstschule Wuppertal, Jupp Ernst, die Maler und Kunstpädagogen Max Burchartz und Werner Graeff sowie die Architekten und „Designer“ Heinz Rasch und Hans Schwippert.
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Vogt-Göknil, Ulya: Die Schrift an islamischer Architektur. 2007. 100 S., 81 sw. u. 9 fb. Abb. 27 x 19 cm. Pb EUR 24,80 ISBN: 3-8030-0677-5 Wasmuth
Schrift und Ornament treten in der islamischen Architektur zwar meist zusammen auf, ihre Bedeutung und Funktion sind aber unterschiedlich. Vor allem von westlichen Architekturhistorikern, welche „die Kalligraphie“ häufig nur als eine weitere Variante des Ornaments betrachten, wurden beide bisher oft nur als Folge oder Kompensation des koranischen Bilderverbots gedeutet, ihre Funktion auf die Ausschmückung von Mihraben, Toren oder Kuppeln reduziert.
Die Autorin erkennt jedoch im Reichtum und der Vielfalt der Schrift und des Ornaments in der islamischen Architektur nicht ein Resultat des Verzichtenmüssens des Abbildens, sondern eine abstrahierende Kreativität: Im Koran wird dem Menschen die Größe, Allmacht und Unvergleichbarkeit Gottes gelehrt, die in der Natur und der Gesetzmäßigkeit der Naturerscheinungen und -ereignisse zu erkennen sind. Er ist angehalten, durch Beschauen und Betrachten den Sinn der Geschehnisse zu erfassen. So wird statt individueller Naturbetrachtung bzw. subjektiver Naturdeutung von der menschlichen Vernunft in erster Linie ein Abstraktionsprozess gefordert: eine Reduktion der Vielfalt der sinnlichen Erscheinungen auf bestimmte Grundmuster. So stellen die geometrischen und geometrisierenden Formen, die – immer wieder neu variiert – den Grundbestand des islamischen Ornaments bilden, das Unendliche und die Unwandelbarkeit der kosmischen Gesetze dar. Sie bilden wiederum den – statischen – Rahmen für die Schrift, die vor allem Koranverse wiedergibt, also Gottesworte verkündet – und im Gegensatz zur Ornamentik keinem gestalterischen Grundgesetz unterworfen zu sein scheint. Um dieses Phänomen und die spezifische Bedeutung und Funktion der Schrift an islamischer Architektur zu entschlüsseln, untersucht die Autorin, wann und wo sie erstmals auftrat und welche Innen- und Außenteile der Bauten im Laufe der Geschichte zu ihren Trägern wurden, und beschäftigt sich auch mit der Frage der Gegenwärtigkeit und Lesbarkeit des Geschriebenen.
Die Autorin:
Die in Zürich lebende Wissenschaftlerin und Architektin gehört weltweit zu den Autoritäten in Fragen islamischer Architektur und hat in verschiedenen Sprachen zahlreiche Standardwerke zu diesem Themenkreis verfasst.
ackermann + raff. Fügen – Formen – Konstruieren. Hrsg.: Enrico Santifaller. 128 S., 245 meist fb. Abb. und Pläne. 24 x 26 cm. Pb., EUR 24,80 ISBN: 978-3-8030-0664-6 Wasmuth
Bauherrn, Jurys und Preisgerichte schätzen die präzisen Arbeiten von Ackermann & Raff: Das vielfach preisgekrönte und veröffentlichte Œuvre des renommierten Tübinger Architekturbüros zeichnet sich durch das sorgfältige Fügen von preiswerten Materialien und vorgefertigten Bauteilen, durch eine exakte formale Sprache sowie den subtilen Umgang mit Landschaft und Topographie aus. Ob Gewerbebauten, öffentliche Gebäude oder Wohnung- und Städtebau, die Architekturen der Tübinger Planer verschränken regionale Baukultur mit zeitgenössischen Anforderungen, verknüpfen komplexe Situationen mit aufgabengerechter Inszenierung, verbinden eine zurückhaltend-raffinierte Erscheinung mit dem Schaffen von Ressourcen schonenden Strukturen.
Der vom zuletzt mit dem DAI Literaturpreis 2005 ausgezeichneten Architekturjournalisten Enrico Santifaller herausgegebene Band gewährt in mehreren Interviews Einblick in die Arbeitsweise, in Positionen, Gestaltungsprinzipien und Konzepte von Gerd Ackermann, Hellmut Raff und ihrer Mitarbeiter. Knappe Texte und einfühlsame Fotographien stellen die wesentlichsten Bauten des Büros vor.
besser wohnen. Siedlungskonzepte im deutschen Südwesten. Hrsg.: Max Stemshorn. Texte: Andreas Feldtkeller, Rüdiger Krisch, Christian Kuhlmann, Carmen Mundorff, Christoph Neis, Martina Schröder, Max Stemshorn, Thomas Vogel, Helen Wanke, Eberhard Wurst. 96 S. 105 Abb. und Plänen in s/w und 34 fb. Abb. 21,5 x 26,5 cm. Gb. mit SU EUR 19,80   ISBN: 978-3-8030-0680-6 Wasmuth
Vor gut einhundert Jahren standen die Städte nach den Umwälzungen der Industriellen Revolution vor großen sozialen Herausforderungen. Kommunen und aufgeschlossene Industrielle erkannten nach einem längeren Umdenkungsprozess ihre Verantwortung und begannen ausgehend von England Siedlungen für bedürftige Bevölkerungsschichten zu entwickeln.
Anhand von Beispielen aus dem deutschen Südwesten gibt das Buch schlaglichtartig einen Überblick über die wechselvolle Entwicklung, die der Siedlungsbau seither erlebt hat: von der Gartenstadt um 1900 über die Blut-und-Boden-Ideologie des NS‑Staats bis zum Nachbarschafts-Konzept der 1950er Jahre; gefolgt vom Fortschrittsoptimismus in den Trabantenstädten der späten Sechziger, die anschließende Wiederentdeckung traditioneller Stadtquartiere nach 1975 bis hin zu Modellvorhaben der Gegenwart.
Aus dem Inhalt: Gartenstadt am Bodensee. Die Zeppelinsiedlung Friedrichshafen; Vorzeigestadt des Arbeiterwohnungsbaus. Die Ulmer Siedlungen Untere Bleiche, Beim Kessel und Unterer Kuhberg; Sozialwohnungsbau der Vergangenheit. Die Arbeiterkolonie Gmindersdorf bei Reutlingen; Bewegung auf der Scholle. Die SA‑Dankopfer-Siedlung in Neu-Ulm-Ludwigsfeld; Stadterweiterung in den 1950er Jahren. Wohnungsbau am Ulmer Eselsberg; Zeit des Wiederaufbaus. Die Eberhard-Wildermuth-Siedlung in Tübingen; Siedlungsbau der 1960er Jahre. Die Gartenstadt Orschel-Hagen in Reutlingen; Terrassenhäuser und Teppichbebauung. Die Siedlung Hochberg in Ravensburg; Einflüsse der Postmoderne. Der Sandberg in Biberach an der Riss; Ökologisches Bauen. Die Siedlung Schafbrühl in Tübingen; Kosten- und flächensparendes Bauen. Die Siedlung Eschwiesen in Ulm-Wiblingen; Individuelles und verdichtetes Bauen. Die Rissegger Steige in Biberach; Leben auf der Sonnenseite. Energieoptimiertes Bauen in Ulm; Renaissance der Stadt. Französisches Viertel in Tübingen
Pace, Alessandra /Grau, Lenny: Hannah Dougherty. Das Gartenhaus Projekt und aktuelle Arbeiten 2005/2006. 2007. 72 S., zahlr. meist fb. Abb. 28 x 21 cm. Ebr EUR 18,00 ISBN: 3-8030-3206-7 Wasmuth
Hannah Doughertys Malerei zeichnet sich durch eine „Retro-Patina“ der dominierenden Pastellfarben und stark konturierten Figuren aus, die sich hauptsächlich an Kinderbücher, Werbung und Comics aus den 1950er Jahren anlehnen. Hinzu kommen grafische Bildelemente, die an Kupferstiche von Dürer und Abbildungen in alten Enzyklopädien erinnern. Im Gartenhausprojekt, das wie das Bühnenbild eines vorstädtischen Arkadiens wirkt, klebt die Künstlerin außerdem handgeschriebene Notizen und verschiedene Zettel – darunter eine Rechnung einer Berliner Viehhandlung aus dem Jahr 1939 und einen japanischen Zugfahrplan – zumeist verkehrt und unvermittelt nebeneinander auf das Bild, so dass diese Elemente wie kaum zu entziffernde Erinnerungsstücke wirken. Sie sollen offenbar dafür sorgen, dass die Zeichensprache von den Bildern auf geschriebene Texte und die verbale Kommunikation übergreift, und sie sollen wohl auch eine Kettenreaktion des Verweisens und Bezugnehmens an der Bildoberfläche verstärken. Schließlich erweitern diese Details die Fokussierung unseres Blicks von großformatigen Bildern bis hin zu winzigen Buchstaben, von der Gesamtschau zum Detail.
Jupp Ernst. 1905–1987. Designer, Grafiker, Pädagoge. 296 S. 235 Abb. dav. 115 fb. 23,5 x 27,5 cm. Gb. mit Schutzumschlag. EUR 48,00 ISBN: 978-3-8030-3205-8 Wasmuth
Sein bekanntestes Objekt ist wohl die Afri-Cola-Flasche, entworfen 1962. Auch heute im Zuge diverser Retrotrends wieder populär, wurde sie ursprünglich durch die ‚modernistische‘ Werbekampagne Charles Wilps in die Alltagskultur eingeführt. Engagierte Modernisierung der bis Ende der 1940er Jahre weitgehend handwerklich-kunstgewerblichen Orientierung im Design war auch das Anliegen von Jupp Ernst. Er gehört zu den Pionieren der „Industrieform“ und ganzheitlicher Werbekonzepte, des „Corporate Design“. Es ging ihm stets darum, klare und zweckmäßige Formen zu schaffen und auf Kitsch zu verzichten.
Jupp Ernst war einer der renommiertesten Designer im Nachkriegsdeutschland. 1948 wurde er Direktor der Meisterschule für das gestaltende Handwerk in Wuppertal, die er im Laufe seiner Amtszeit in eine Ausbildungsstätte für Industriedesign umbaute, die auch visuelle Kommunikation mit einbezog. In den 1950er und 1960 Jahren war er ein typischer Vertreter der „guten Form“. Als Universalgestalter arbeitete Ernst nicht nur als Designer, sondern auch als Werbegrafiker, Fotograf oder Architekt, er war einer der führenden Köpfe des Deutschen Werkbundes und des Rates für Formgebung sowie auch Maler und Plastiker. Dieser Vielzahl von Tätigkeiten, der schöpferischen Entwicklung und dem Lebenswerk von Jupp Ernst geht Gerda Breuer in ihrem Buch nach.
Aus dem Inhalt: Kindheit, Jugend, Studium; Erstes Atelier und die „3 Werber“; Tapetenfabrik Rasch; Deutsche Werkstätten Hellerau; Kriegszeiten und Neuanfänge nach 1945; Deutscher Werkbund und Rat für Formgebung; Gründer der Zeitschriften „werk und zeit“ und „form“; Die Künstlergruppe „Junger Westen“; Die Marke Melitta; Direktor der Werkkunstschule Wuppertal; Institut für Industrieform Wuppertal; Agfa, Strothmann, Goldpfeil, Gehwohl et al., Scherpe-Verlag, Peill & Putzler Glashüttenwerke Düren; 15 Jahre Staatliche Werkkunstschule Kassel; Marken und Zeichen; documenta III, 1964 – Sonderausstellung „Industrial Design“ und „Graphik“; Für und wider Kunststoff; Neues Erscheinungsbild für Afri Cola; Dritter Lebensabschnitt Kunst.
Islamische Kunst am Mittelmeer. Hrsg. v. Museum ohne Grenzen /Schubert, Eva. 2007. 272 S., 380 fb. Abb. 33 x 27 cm. Pb EUR 29,80 ISBN: 3-8030-4105-8 Wasmuth
Die großen islamischen Dynastien des Mittelmeerraums mit ihrem faszinierenden künstlerischen und kulturellen Erbe sind die Protagonisten dieses schönen, wissenschaftlich fundierten Bildbands. Als Autoren zeichnen 39 Wissenschaftler, Museumskuratoren und Kulturexperten aus 14 Ländern in Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten. In 22 Kapiteln führen sie den Leser durch 13 Jahrhunderte der islamischen Geschichte – von der Zeit des Propheten Muhammad bis zum Ende des Osmanischen Reiches im Jahr 1922.
„Islamische Kunst am Mittelmeer. Faszinierende Entdeckungen“ ist ein Gemeinschaftswerk, das für all jene geschrieben wurde, die mit uns die Vorstellung teilen, dass es nicht nur eine Geschichte gibt, sondern mindestens so viele Geschichten, wie Völker existieren. Die Idee dieses Buches ist es, zu einem historisch präziseren und damit authentischeren Verständnis des Islam beizutragen, indem es unterschiedliche Perspektiven bietet, was die Interpretation von Geschichte, Kunst und Kultur betrifft.
Diese Veröffentlichung ergänzt das Virtuelle Museum
www.discoverislamicart.org und seinen Zyklus von 18 Ausstellungsstraßen „Museum ohne Grenzen. Islamische Kunst im Mittelmeerraum“.
Aus dem Inhalt: Chronologie; Islamische Kunst in Museen – Botschafter einer Zivilisation; Der Mittelmeerraum vor der Ausbreitung des Islam; Der Prophet und die rechtgeleiteten Kalifen; Die Umayyaden: Damaskus, die erste Hauptstadt; Figurativer Dekor; Die Abbasiden: das erste islamische Imperium; Die Eroberung des Westens: Córdoba, die Hauptstadt der Umayyaden in al-Andalus; Kalligrafie: die sublime Kunst des Islam; Sizilien unter islamischer und normannischer Gewalt; Die Fatimiden: zwei Jahrhunderte der Vorherrschaft; Frauen und Macht im islamischen Mittelmeerraum; Der muslimische Westen nach den Umayyaden; Islamische Geometrie: die Philosophie des Raums; Der Zentralmaghreb: Eroberung und Widerstand; „Wir haben alles, was lebendig ist, aus Wasser gemacht“: Wasser im Islam; Die Mudéjar-Kunst: islamisches Erbe im christlichen Spanien und Portugal; Die Zeit der Ayyubiden: Konflikte und Koexistenz im Syrien des Mittelalters; Der Haddsch: Pilgertum im Islam; Die Mamluken: Kairo als neues Zentrum der islamischen Welt; Wissenschaft und Musik; Die Osmanen: Herrscher über sechs Jahrhunderte; Spiegelungen des Paradieses: floraler Dekor in der islamischen Kunst; Westliche Einflüsse auf die osmanischen Länder
Laboratorium Lack. Baumeister, Schlemmer, Krause 1937–1944. Hrsg.: Kunstmuseum Stuttgart. Text: Marion Ackermann, Angela Matyssek, Cara Schweitzer, Daniel Spanke, Barbara und Richard Wörwag, Friedrich Weltzien. 128 S., 70 fb. Abb., 18 x 24 cm. Gb. EUR 24,80 Das Katalogbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Kunstmuseum Stuttgart, 28. April – 22. Juli 2007 ISBN: 978-3-8030-5073-1 Wasmuth
Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung waren Willi Baumeister und Oskar Schlemmer als so genannte „entartete Künstler“ aus ihren Professuren entlassen worden. 1941 erhielten sie zusätzlich Mal- und Ausstellungsverbot. Zwischen 1937 und 1944 waren sie bei der Wuppertaler Lackfabrik Dr. Kurt Herberts & Co. angestellt. Dort fertigten die beiden gemeinsam mit dem Künstler und Architekten Franz Krause über 160 Versuchstafeln an, die ein wichtiger zeitgenössischer Beitrag zur Erforschung der Maltechnik sind. Mit außergewöhnlichem Engagement konnten die „Freunde des Kunstmuseum Stuttgart“ jetzt diese einmaligen Arbeiten erwerben. Sie wurden dem Museum im April 2007 feierlich übergeben und gehören von nun an zum Bestand der Sammlung. Rund um diese Neuerwerbung präsentiert das Kunstmuseum Stuttgart vom 28. April bis 22. Juli die Ausstellung „Laboratorium Lack. Baumeister, Schlemmer, Krause 1937–1944“.
Bei ihren Experimenten arbeiteten die drei Künstler mit Farbtropfen, Farbverläufen und pastosem Auftrag von Farben oder Spachtelkitt. In anderen Versuchen betonten sie Pinsel- oder Kammzüge oder arbeiteten mit Feuer. Sie gebrauchten Spritz- und Abklatsch-Techniken, verarbeiteten Sand und Glassplitter, sie integrierten sogar chemische Reaktionen oder Pressluft in ihre Gestaltungen. Mit „Modulationen“ (die Fläche belebenden Farbaufträgen) und „Patina“ (Spuren des natürlichen Alterns) erprobten sie zufällige und neuartige Strukturen mit ästhetischer Wirkung. Von zentraler Bedeutung waren die „Eigenbildungskräfte“ der Materialien, nicht so sehr die Kontrolle des Künstlers über sie. Als Vorbild dienten Naturphänomene und die Ausformung ihrer Oberflächen, z.B. bewegtes Wasser, dichter Waldbewuchs, verwitterte Wände. Zudem verfassten Baumeister, Schlemmer und Krause Publikationen zur Geschichte der Maltechnik von der Vorzeit bis in die Gegenwart, die in der „Schriftenreihe Dr. Kurt Herberts“ erschienen.
Alle drei Künstler kamen auf Vermittlung des Architekten Heinz Rasch bei der Lackfabrik von Dr. Kurt Herberts unter. Mit dem Wuppertaler Fabrikanten verband sie aber auch ihre enge Beziehung zu Stuttgart: Willi Baumeister und Oskar Schlemmer hatten gemeinsam bei Adolf Hölzel an der Stuttgarter Kunstakademie studiert, Franz Krause war technischer Bauleiter am Weißenhof, Kurt Herberts hatte an der Technischen Hochschule Stuttgart promoviert. Ihre Bildexperimente knüpfen direkt an die Materialverwendung der Surrealisten an und greifen die Ästhetik von Fotogrammen auf. Sie weisen auf Formgebungen des Informel und des abstrakten Expressionismus voraus.
In der Ausstellung sowie der zugehörigen Publikation werden diese historisch bedeutsamen Versuchstafeln einer Reihe von Werken gegenübergestellt, über die interessante visuelle Analogien und technische Bezüge sichtbar werden. Dazu gehören Werke von Max Ernst, Óscar Domínguez, Albert Renger-Patzsch, Ernst Wilhelm Nay, Mark Tobey, Jackson Pollock, Sigmar Polke, Andy Warhol sowie asiatische Lackobjekte.
Aus dem Inhalt: Ereignis/Bild. Einblicke in das Laboratorium der Wuppertaler Arbeitsgemeinschaft; Der Künstler als Material(geschichts)forscher. Willi Baumeisters Arbeit für das Wuppertaler Maltechnikum; Das kleine Werk. Opustheoretische Überlegungen zu den Lacktafeln von Willi Baumeister, Oskar Schlemmer und Franz Krause im Kunstmuseum Stuttgart; Annäherung an eine Materialikonografie des Lacks; „Also Lack! – Was ist Lack? Wo ist sein Ursprung? Was ist sein Wesen?“ Lacktechnische Anmerkungen zu den Lacktafeln von Willi Baumeister, Oskar Schlemmer und Franz Krause; Die Lebendigkeit des Materials. Zur Geschichte selbstorganisierender Flecken zwischen Kunst und Wissenschaft
Scharein. Ein Künstlerporträt - A Portrait of the Artist. Beitr. v. Guttenberg, Karl Th zu /Gysi, Gregor /Krone, Klaus /Leinemann,Jürgen /Piepenbrock, Hartwig /Piepenbrock, Maria Th /Prinz, Ursula /Raue, Peter /Scharein, Günter /Staudt, Erwin /Thierse,Wolfgang /Wall, Hans /Wiehager, Renate. Hrsg. v. Hansen, Stefan /Reuter, Edzard. 2006. 112 S., 80 meist fb. Abb., Beih. 28 S. mit 1 Interview 24,5 x 30,5 cm. Ln EUR 28,00 ISBN: 3-8030-3318-7 Wasmuth
1949 geboren, studierte Günter Scharein von 1969 bis 1979 in Hamburg, Saarbrücken und Berlin Kunsterziehung. Nach einigen Jahren Lehrtätigkeit arbeitet er seit 1988 ausschließlich als freier Maler. Mit der vorliegenden Monographie besteht nun zum ersten Mal die Möglichkeit, seinen Arbeiten und Ansichten in einem Buch zu begegnen. Zugleich wird sein Werk in einem kunsthistorischen Kontext verankert und zu den monumental gedachten, spirituellen, monochromen Bildkonzepten der lyrisch-abstrakten Malerei der 1960er Jahre – von Künstlern wie beispielsweise Mark Rothko oder Barnett Newman – in Beziehung gesetzt.
Um 1968 setzte Scharein bei einem streng seriell aufgebauten, auf Schwarz-Weiß-Kontraste reduzierten Bildkonzept an, das seine Vorläufer in der Konkreten Kunst, der ZERO-Bewegung und der Op-Art hatte. In Anlehnung an die Rasterstruktur des fotografischen Bildes in Zeitschriften wechselt er ab 1976 zu einer Siebdrucktechnik, bei der er im Verlauf Hunderter von Druckvorgängen die Grundfarben Rot, Blau, Grün und Gelb zu einem dichten, unzerreißbaren Bildplan verwebt. Schließlich geht er dazu über, die Struktur dieser Siebdrucke in Pinselarbeiten aufzugreifen. Die Struktur- und Farbflächen seiner Bilder entstehen nun durch sich überlagernde Farbabläufe aus Hunderten aufeinander abgemischter Farbtöne, zerlegt in Tausende einzelner handgemalter Punkte.
Schareins Bilder entfalten einen begrifflosen, farbatmosphärisch aufgeladenen Raum um sich, welcher den Betrachter an den kultischen Ursprung von Kunst zurückführt. Der Betrachter muss mit seiner ganzen Erfahrung, seiner Sinnlichkeit und Spiritualität auf diese Bilder antworten – oder sie werden ihm verschlossen bleiben. Sein extrem reduziertes Inventar – vier Farben und Punktraster – variiert Scharein über Nuancen der Lichtdramaturgie. So erscheint in der Serie der blauen Bilder das Licht als Emanation spiritueller Energie aus dem Dunkel heraus, während die aktuelle Serie der gelben Bilder die Lichthaltigkeit der Farbe selbst emotional bedeutsam werden lässt. Diese konsequente Reduktion als Basis der Bilder ist es, welche für den kunstgeschichtlich versierten Besucher zugleich Momente der Farbgestaltung in der abendländischen Malerei in Erinnerung ruft.
„Wenn ich in meinem Bildgedächtnis die abendländische Malerei nach den schönsten ‚Stellen’ durchforste, dann zählt für mich zu den frühen Höhepunkten der Befreiung der Farbe das Reflexlicht in den Bildern Vermeers. Schon die gemalten Räume Vermeers sind von einem farbhaltigen bläulichen oder grünlichen Licht erfüllt, das von den Lokalfarben der Dinge auszustrahlen scheint und sich zu einem koloristischen Chiaroscuro verdichtet. Diese Lokalfarben selbst sind wieder in Lichtwerte verwandelt, indem ihre Stofflichkeit sich in irisierende Farbkörper auflöst, die sich aus punktkleinen Reflexen zusammensetzen.“ (Scharein)
Zug, Beatrix: Die Anthropologie des Raumes in der Architekturtheorie des frühen 20. Jahrhunderts. 2007. 112 S. 22 x 16 cm. Pb EUR 14,50 ISBN: 3-8030-0674-0 Wasmuth
„Die Studie von Beatrix Zug stellt die hohe Bedeutung der Theorie des Raumes des Kunstwissenschaftlers August Schmarsow (1853–1936) für die Architekturtheorie des frühen 20. Jahrhunderts heraus. Dessen Definition der Architektur als ‚Raumgestalterin‘ wurde wegweisend für die Architekturtheorie der frühen Moderne und ihrem Verständnis der Architektur als Raumkunst.
Schmarsows theoretische Prämisse, die Anschauungsform des Raumes als Bedingung der Architektur zu setzen, wird von der Autorin in höchst kenntnisreicher Einordnung in ideengeschichtliche Zusammenhänge präzise analytisch erschlossen und anschaulich vermittelt. So kann der Einfluss von Wundt und Dilthey auf Schmarsows ganzheitlichen Ansatz nachgewiesen werden, um kunst- und naturwissenschaftliche, psychologische und physiologische Ansätze in einer Ästhetik zu vereinen, die sich als Wissenschaft von der Sinnlichkeit des Menschen und seinen Anschauungsformen begreift.
Besondere Hervorhebung verdienen die analytischen Betrachtungen der Autorin zur Schmarsow-Rezeption bei dem Kunstwissenschaftler Paul Zucker, in dessen Architekturtheorie die Kategorie des Raumes mit der Kategorie der Zeit durch den Begriff der zweckgerichteten Handlung verbunden wird. Anhand von Zuckers Schriften, die auf Schmarsow Bezug nehmen, kann die Autorin schlüssig aufzeigen, wie der psychologisch begründete Raumbegriff Schmarsows verkürzt rezipiert wird. Insgesamt muss der vorliegende Text als grundlegende Arbeit sowohl in Bezug auf das Verständnis der Architektur in der Schmarsow’schen Theorie als auch hinsichtlich der Schmarsow-Rezeption angesehen werden.“ Prof. Dr.-Ing. Fritz Neumeyer
Warhaftig, Myra: They Laid the Foundation. Lives and Works of German-Speaking Jewish Architects in Palestine 1918-1948. Aus d. Dt. v. Lerner, Andrea. 2., veränd. Aufl. 2007. 400 S., 475 fb. Ill. u. Pläne 27 x 22 cm. Gb EUR 24,80 ISBN: 978-3-8030-0676-9 Wasmuth
In the 1920s and in particular after the Nazis took over power in 1933 and introduced the Nuremberg Race Laws, more than 130 Jewish architects emigrated to Palestine. Their Buildings (e.g. by Alex Baerwald and Harry Rosenthal) had already made a significant contribution to the urban image of Berlin and they now set about laying the foundations of their new home in Palestine. This book by the Israeli architect Myra Warhaftig provides a comprehensive documentation of works of these architects: Kibbutzim, villages and cities with housing developments, hospitals, schools, universities, theatres, concert halls, administration buildings, etc.
The English language edition of the book also includes portraits of the lives and works of some persecuted Jews from Nazi Germany who started out as entrepreneurs when they arrived in Eretz Israel and who, with their descendants, have gone on to represent important branches of Israeli industry. These individuals also laid the foundation of Israel.
Pfeifer, Günter /Stefanovska, Biljana: Erfindung Wohnen. 10 Grundlagenvorlesungen. 2., veränd. u. erg. Aufl. 2007. 160 S., 106 Abb. 22 x 16 cm. Pb EUR 14,80 ISBN: 3-8030-0673-2 Wasmuth
Erfindung Wohnen? Muss das Wohnen neu erfunden werden? Ist es nicht selbstverständlich? „Finden“ und „Erfinden“ impliziert Suchen. Doch nach was suchen wir im Zusammenhang mit Wohnen?
Wohnen ist Behausung, in dem sich die eigenen und die kollektiven Lebenselemente entfalten, Behausung des Menschen als geistiges und leibliches Wesen, aber auch als Teil von Gesellschaft und Kultur.
Nun steckt im Begriff des Wohnens neben „gewöhnlich“ oder „ungewohnt“ aber auch die „Gewohnheit“. GeWohnheiten beruhen auf ehemaligen Erfindungen. Sie bestehen in Kontinuität und im Überliefern. Der heutige Wohnungsbau, der trotz der völlig veränderten Raumvorstellungen des Internet-Zeitalters immer wieder gleiche Lösungen produziert, beweist, wie sehr wir in diesen Strukturen gefangen bleiben. Dem Ändern des Gewohnten geht ein Denkprozess voraus – zu dem dieses Buch anregen will. Insbesondere sollen angehende Architekten zum Nachdenken über „das Wohnen“ angeregt werden.
Aus dem Inhalt: Martin Heidegger – Bauen Wohnen Denken. Was kommt danach? Wohnen: Was ist das? Arbeiten; Schlafen; Kochen; Essen; Hygiene – Entleerung; Hygiene – Körperpflege/Baden; Spielen und Entspannen; Sammeln, speichern, lagern
Der Regierungsbunker. Hrsg. Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung und Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Projektleitung: Olaf Asendorf. Vorw.: Florian Mausbach, Hermann Schäfer. Beitr.: Wolfgang Benz, Elke M. Geenen, Alexander Kierdorf, Bettina Lutz, Andreas Rossmann, Waldemar Schreckenberger, Bernd Stöver, Bruo Thoß, Markus Wolf. 2006. 116 S., 86 z. T. fb. Abb. 24 x 30 cm, Gb., EUR 39,00 ISBN: 978-3-8030-0671-6 Wasmuth
Der Regierungsbunker bei Marienthal an der Ahr, der in einem Atomkrieg Parlament und Regierung 30 Tage lang hätte beherbergen sollen, war eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Bonner Republik. Doch reicht die wechselvolle Geschichte des Bunkers weiter zurück als nur bis zum Kalten Krieg. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg als Tunnel einer Militärbahn begonnen diente er im Zweiten Weltkrieg als KZ-Außenlager der V 1-Produktion, bevor er mit gigantischem Aufwand ab 1960 für die Beherbergung der Regierung im Krisenfall ausgebaut wurde. Umfangreiches Bildmaterial sowie acht Beiträge aus journalistischer, soziologischer, historischer, militärischer, geheimdienstlicher, politischer und baugeschichtlicher Perspektive gewähren in einer Publikation des Bonner Hauses der Geschichte und des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung der Öffentlichkeit erstmals Einblicke in die Geschichte, die Funktion und das Innere des Bunkers, der nicht nur als Monument des Kalten Krieges ein bislang unbekannter Ort deutscher Geschichte ist.
Heinzmann, Friedrich: Die freie Bauherrengemeinschaft. Praktische Überlegungen aus juristischer Sicht und Vertragsmuster. 3. Aufl. 2006. 72 S. - 23,5 x 16,5. Gb. EUR 12,80 ISBN: 3-8030-0670-8 Wasmuth
Der Autor erläutert nun die rechtlichen Grundlagen des gemeinsame Bauens und legt Vertragsmuster vor, an denen sich potentielle Baugemeinschaften orientieren können. Darüber hinaus geht er auf die praktischen und psychologischen Fragen ein, mit denen sich Baugemeinschaften auseinandersetzen müssen. Im Vordergrund steht dabei das Verhältnis zwischen Planungssicherheit der Gemeinschaft einerseits und individueller Flexibilität andererseits.
Der Autor: Dr. jur. Friedrich Heinzmann ist seit zehn Jahren juristischer Mitarbeiter der Universitätsstadt Tübingen, anfangs im Bereich Stadtentwicklung, aktuell als stellvertretender Leiter der Rechtsabteilung. Außerdem wirkt er als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen im Fachbereich Immobilienwirtschaft.
Die Mudejar-Kunst. Spanien, Andalusien, Aragonien, Kastilien -La Mancha, Kastilien-León, Extremadura, Madrid. Islamische Ästhetik in christlicher Kunst. 2006. 316 S., 236 fb. Abb. 21,5 x 14,8 cm. (Museum ohne Grenzen ) Pb EUR 16,80 ISBN: 3-8030-4100-7 Wasmuth
Die Kunst der Mudéjares, der muslimischen Bevölkerung, die auch nach der Reconquista in Andalusien blieb, nimmt unbestritten eine einzigartige Stellung innerhalb der islamischen Kunstformen ein: Sie ist die sichtbare Manifestation eines wirklichen kulturellen Miteinanders, einer Verschmelzung zweier Kulturen, die außerhalb ihres politischen und religiösen Antagonismus eine fruchtbare künstlerische Romanze eingingen. Die für ihre Baukunst berühmten Mudéjares errichteten für die christlichen Neuankömmlinge unzählige Paläste, Klöster und Kirchen unter schöpferischer Bewahrung streng islamischer Formen. Die verschiedenen Regionen, durch die diese Ausstellungsstraße führt, sind die wichtigsten Stätten jener Kunstwerke, die in großer Zahl und vielfältigen Varianten von der überschwänglichen Vitalität der Mudéjar-Kunst zeugen.
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