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Wasmuth Verlag

 
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Meinecke, Michael: Fayencedekorationen seldschukischer Sakralbauten in Kleinasien. 2 Bde/Tle. 1976. 780 S., Tl 1: 220 S. mit 26 Abb. u. 54 Taf. mit 194 Abb., Tl 2: Katalog, 560 S. mit 67 Abb. 26 x 19,5 cm. (Beih. z. d. Istanb. Mittlg. 13) Pb EUR 76,80 ISBN: 3-8030-1715-7 Wasmuth
Form Defining Strategies. Beitr. v. Agkathidis, Asterios /Bettum, Johan /Blaisse, Maria /Bramkamp, Anja /Hauschild, Moriz /Hudert, Markus /Karzel, Rüdiger /Schillig, Gabi /Schwarz, Michael. [Architekturtheorie Architekturstudium] Hrsg.: Agkathidis, Asterios. 2007. 126 S., 355 Abb., davon mehrere zwei 19 x 14 cm. Ebr EUR 14,80 ISBN: 3-8030-0688-0 Wasmuth
This book examines experimental design methodologies in the field of architecture and their implementation in academic settings. Theoretical considerations by guest essayists and numerous examples of conceptual designs compliment our holistic approach to the subject matter.
The studies collected here emerged during a two day workshop in 2006 with architecture students at the Technical University of Darmstadt. Due to this short time frame, parameters such as functional specifications and local context were not considered. The models that emerged are organizational systems that have been developed through diagrammatic thinking and are therefore capable of representing processed data and strategies.
The starting point of the teaching concept was a divergence from the usual methods and ways of thinking, allowing for new, innovative solutions to emerge during the design process. The development of novel spatial modules, in coherence with material and structural considerations, was actively encouraged. During the workshop various design techniques were applied that enabled the development of integrative spatial concepts.
Geometry played an essential role here. Studies were later developed by following given rules, converting them into diagrams then finally and perhaps most importantly, through the use of physical models.
Thereby the question of materiality becomes a crucial consideration: the characteristics of different materials that were used for the models did not just influence geometrical possibilities, but brought with them material specific effects, with which spatial qualities could be intensified, explored and organised.
This methodology is based on our conviction that working with physical models is indispensable even in today’s all-digital climate. Architects are able to explore unpredictable, unimagined, unexpected and exciting spatiality that can emerge organically during the design process. Novel, innovative spatial structures and systems are discovered and inform this process and subsequent decisions.
It becomes clear that the design process in architecture has to be understood as a conscious, sensible yet ambitious process to investigate and apply innovative notions of space to construction.
Dani Karavan. Retrospektive. Hrsg. Fritz Jacobi, Mordechai Omer, Jule Reuter. Beitr: Christoph Brockhaus, Nike Bätzner, Fritz Jacobi, Dani Karavan, Angela Lammert, Eran Neuman, Mordechai Omer, Jule Reuter, Shva Salhoov, Tadayasu Sakai, Bettina Schaschke, Varda Steinlauf, Idith Zertal. 408 S., 386 meist fb. Abb., Dtsch/eng. Summeries, 26 x 29,5 cm, Gb., Wasmuth, Berlin 2007. EUR 49,80 ISBN: 978-3-8030-3325-3 Wasmuth
Das Besondere der künstlerischen Arbeit von Dani Karavan (geb. 1930 in Tel Aviv ) ist es, Stadt- und Landschaftsräume auf neue und bemerkenswerte Weise erfahrbar und erlebbar zu machen. Er geht bei dieser gestalterischen Verwandlung immer von der Geschichtlichkeit des Ortes aus und entwickelt mit seinen komplexen Zeichensetzungen vielfältige gesellschaftliche, historische und politische Bezüge, die dem Betrachter durch eine ungewohnte und ästhetisch höchst verdichtete Gestaltgebung bewusst werden. Aus den Potentialen der Erinnerung transformiert er neue sinnliche und kommunikative Erfahrungsräume. Eine entscheidende Rolle spielt in diesem Prozess ein intensiver Dialog zwischen Mensch, Natur und Kunst.
Ausstellung und Katalog bieten einen umfassenden Überblick über Karavans Schaffen; beginnend mit einem Einblick in die künstlerischen Anfänge werden alle wichtigen Werkphasen und ihre bedeutenden Arbeiten vorgestellt, wobei seinen Hauptwerken, Karavans großen ortsspezifischen Environments im öffentlichen Raum, das besondere Augenmerk gilt. Das 1968 vollendete Negev Monument in Be’er Sheva in Erinnerung an den Unabhängigkeitskrieg Israels 1947/48 trug ihm erste internationale Anerkennung ein: ein machtvolles, tektonisches Skulpturengefüge, das in seiner archaischen Klarheit der streng geometrischen Formen zu einem beeindruckenden Signal der Behauptung in der kargen Wüstenlandschaft wurde.
Ein weiteres herausragendes Beispiel dieser künstlerischen Arbeit ist die Walter Benjamin gewidmete Arbeit „Passages“ (1990–1994) in Portbou an der spanisch-französischen Grenze, dem Ort, an dem sich Benjamin auf der Flucht vor den Nazis 1940 das Leben nahm. Der Besucher schreitet eine schmale Treppe herab, die in das felsige Hochufer eingelassen ist und scheinbar im Nichts endet. Der Blick – durch eine eingelassene Glasscheibe mit einem Ausspruch von Benjamin leicht verfremdet – ist auf das sich verändernde Meer gerichtet, das unmittelbar bewegtes Leben und endlose, ewige Weite gleichermaßen verkörpert. Die Realität wird zum Ort der Meditation.
Dani Karavan, der heute in Paris und Tel Aviv lebt, hat seitdem seine Arbeiten in vielen Ländern realisiert, so in Israel, Italien, Frankreich, Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Spanien, den USA, Korea, Japan und besonders in Deutschland. Seit seiner Teilnahme an der documenta 6 in Kassel 1977 ist Deutschland für ihn zu einem der wichtigsten Orte seiner künstlerischen Arbeit geworden, denn hier entstand eine ganze Reihe bedeutender Werke für den öffentlichen Raum. Dazu gehören „Ma’alot“ in Köln (1979–1986), die „Straße der Menschenrechte“ (Way of Human Rights) in Nürnberg (1989–1993), „Mima’amakim“ in Gelsenkirchen (1997) und „Grundgesetz 49“ in Berlin (2002).
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Seeger, Hartmut: Vom Königsschiff zum Basic Car. Entwicklungslinien und Fallstudien des Fahrzeugdesigns. 2008. 250 S., 360 meist fb.Abb. 27 x 22 cm. Pb EUR 38,00 ISBN: 978-3-8030-3208-9 Wasmuth
Für alle Interessenten des Fahrzeugdesign – moderner: Transportation Design – bietet dieses Werk das nötige Basiswissen. Das Fachbuch zeichnet wichtige Entwicklungslinien der internationalen Designentwicklungen nach, die anhand praktischer Fallstudien vertieft werden. Die Unterschiede zwischen „funktionalem Design“, „Prestigedesign“ oder dem „Extremfunktionalismus“ werden deutlich, sei es im Bezug auf die Design-Ästhetik, die Designgrundlage Ergonomie, den Menschen als Fahrer und Beifahrer oder das Interior- und Interface-Design. Die berufliche Ausprägung der Industrial Designer ist Bestandteil dieser Entwicklungslinien.
Der Leser erfährt, wie viele heute noch bekannte historische Land-, Luft- und Wasserfahrzeuge entstanden sind und nach welchen Kriterien sie zeitbedingt gestaltet wurden. Die internationale Designgeschichte wird mit ihrer lokalen Ausprägung in Verbindung gesetzt, die wissenschaftlichen Grundlagen mit der konkreten Anwendung. Ein Fazit daraus ist eine neue und erweiterte Darstellung der Baukastentechnik von Fahrzeugen für eine kundenorientierte Variantenbildung. Faszinierend sind die vielfältigen Wechselwirkungen und Interdependenzen, die zwischen dem Schiffs-, Flugzeug- und Automobildesign aufscheinen.
Entwicklungslinien (Auswahl):
Ansätze zu einer Design-Ästhetik; Designgrundlage Ergonomie; Der Mensch als Maß der Fahrzeuge; Die Entwicklung des Interior- und Interface-Designs; Design Konstruktiv; Designvarianten aus Baukästen
Behandelte Fallbeispiele (Auswahl): Zeppelin-Luftschiffe; Maybach-Motoren und -Wagen; Dornier-Flugzeuge; Schienenfahrzeuge der ME Esslingen; Allgaier- und Porsche-Schlepper; Mercedes-Flügeltürer; SMART Fortwo
Zug, Beatrix: Kunst als Handeln. Aspekte einer Theorie der schönen Künste im Anschluss an John Dewey und Arnold Gehlen. 2007. 168 S. - 22 x 16,5 cm. Pb EUR 16,80 ISBN: 978-3-8030-3322-2 Wasmuth
Im Mittelpunkt dieses Buches steht die Rekonstruktion der Kunstphilosophie John Deweys. Sie führt über eine Auseinandersetzung mit seiner „Theorie der Erfahrung“, die eine Handlungstheorie ist. Am Beginn steht deshalb die systematische und chronologische Darstellung der Erkenntnistheorie in Deweys Spätphilosophie. Auf der Grundlage seiner Werke „Erfahrung und Natur“, „Kunst als Erfahrung“ und „Logik: Die Theorie der Forschung“ werden die Thesen und Erklärungsmodelle beschrieben, die er auch in seiner Kunstphilosophie verwendet. Im Ergebnis erweisen sich der Begriff der „Qualität“ und das Finalitätsproblem als grundlegend. Die Analyse von Deweys Kunstphilosophie zeigt, dass er den schönen Künsten einen bestimmten Handlungstyp zuweist und jede kunsttheoretische Erörterung seiner Strategie unterordnet, was zu unbefriedigenden Ergebnissen führt. Die Übertragung seines Modells des Problemlösens als Inbegriff von Rationalität auf das künstlerische Schaffen enthält ein Potenzial, das von ihm nur unzulänglich genutzt wird. Dass sein Problemlösungsmodell zu einer Theorie der Kunst ausgebaut werden kann, zeigt Arnold Gehlen, der es in eine Theorie des „experimentierenden Handelns“ transformiert. Direkte Bezüge auf Dewey finden sich in seinen Werken „Der Mensch“, „Urmensch und Spätkultur“ und in den „Zeit-Bildern“. Für Gehlen ist das „experimentierende Handeln“ für die moderne Kultur grundlegend – und damit auch für das Handeln in den schönen Künsten.
Brandes, Peter: Homer. Bildausgrabungen - Mnemosyne. Skulptur Grafik Keramik Illustrierte Bücher. Beitr.: Bugge, M /Steen Due, O /Hölderlin, F /Zeruneith, K. 2007. 96 S., 80 fb. Abb. 23 x 30 cm. Gb EUR 24,80 ISBN: 978-3-8030-3320-8 Wasmuth
Der dänische Künstler Peter Brandes (geb. 1944) arbeitet auf so unterschiedlichen Gebieten wie Malerei, Grafik, Keramik, Bildhauerei und Fotografie und hat sich durch viele Einzelausstellungen (so z.B. in der Ny Carlsberg Glyptotek Kopenhagen oder im Kunstmuseum Tel Aviv) einen Namen gemacht hat. Das Katalogbuch zeigt eine Auswahl aus der Bandbreite seines Schaffens, legt jedoch den Schwerpunkt auf sein großes Interesse an der griechischen Antike, vor allem der homerischen Welt. Gezeigt und kunst- und kulturhistorisch analysiert werden u.a. Illustrationen und Skizzen zu Homers Werken sowie imaginäre Porträts des Dichters oder die eigens für die Tübinger Ausstellung gefertigten Bronzeskulpturen und Keramikobjekte, zu denen der Künstler durch Originalobjekte und Abgüsse in den Sammlungen des Schlossmuseums inspiriert wurde.
Álvaro Siza. Bouça Resident's Association Housing. Porto 1972-77, 2005- 06. O'Neil Ford Monograph Series, Vol. 1 (The University of Texas at Austin). Photograph: Strauss, Bernhard. Beitr.: Fleck, Brigitte /Siza, Álvaro /Wang, Wilfried. Hrsg.: Fleck, Brigitte /Wang, Wilfried. 2007. 144 S., 162 meist fb. Abb. u. 63 Pläne u. sw. Zeichn. 21 x 30 cm. (O'Neil Ford Monograph Series 1) Pb EUR 29,80 ISBN: 3-8030-0684-8 Wasmuth
In the history of architecture, for a building to be some three or four decades in the making is not such an unusual occurrence. The Bouça Residents’ Association Housing in Porto by Álvaro Siza (in association with António Madureira) spans thirty-three years from start to finish. The reasons for this delay are numerous. Álvaro Siza, whose oeuvre shows him to be one of the world’s most profound architects, has experienced many changes in fortunes.
In the 70s, Álvaro Siza was known in Portugal and admired by a few Spanish and Italian colleagues. Significant competition successes, particularly for the International Building Exhibition in Berlin (1984–7) marked Siza’s development in the 80s. By the 90s, Siza’s international reputation was unquestioned. After a long period without a commission in Porto itself, Siza’s authority in Porto was restored with the completion of the Faculty of Architecture of Porto University in 1985 and the Fundação Serralves in 1999. The awarding of the Pritzker Prize in 1992, the construction of the Portuguese Pavilion at Lisbon’s EXPO 98, the steady restoration of the conflagrated Chiado district (1988) in Lisbon throughout the 90s, all served to raise his national stature.
Thus even the municipal authorities could no longer ignore the embarrassment that was the fragmented and run-down first phase of the Bouça Housing scheme, especially at the time of Porto’s role as European Cultural Capital 2001.
This publication presents and appraises the completed project. With the luxury of the monographic format, the entire complex is documented in terms of its design development, its interim status and its final design. Siza’s sketches, many of which are published here for the first time, reveal the steady search for the appropriate solution.
This first volume of the O’Neil Ford Monograph Series, like those that will follow, uses the luxury of hundreds of images on almost as many pages, together with insightful essays, to once again assert the presence of the architectural book in the age of the internet. To this aim the Center for American Architecture and Design (CAAD) and the O’Neil Ford Chair in Architecture at the University of Texas at Austin, School of Architecture have joined forces. Each monograph sets out to document an important work of modern architecture economically, and permanently, in a format that allows the reader to study its contents close-at-hand.
MARIPOSA. Zauber eines Gartens. Magic Garden. Jardín Encantado. Hrsg.: Hans-Jürgen Müller. Text: Raimund Kast. Fotos: Evi und Uli H. Mayer, Helga Müller u.a. dtsch/ engl./ Span. 224 S., zahlr. fb. Abb., 28,5 x 30 cm. Gb. mit Schutzumschlag. EUR 56,– ISBN: 978-3-8030-3323-9 Wasmuth
Ein Leben lang waren Helga und Hans-Jürgen Müller Partner von Künstlern und durften Zeuge sein und beobachten, wie bedeutende Kunstwerke entstanden, sie konnten mitverfolgen, wie sich Menschen durch Kunst veränderten und ihre Wahrnehmungsfähigkeit zu verfeinern wussten. Es ist nicht weiter verwunderlich, dass mit der Zeit bei ihnen der Wunsch reifte, sich auch selbst einmal als Gestalter zu versuchen. Der Bildband zeigt, was man als ehemaliger Galerist zu schaffen imstande ist, wenn die eigene Erfahrung mit Kunst und Künstlern behutsam auf einem Stück Land umgesetzt wird, auf dem die Natur außer Felsen, Kakteen, Wolfsmilchgewächsen und einigen Palmen nichts Sehenswertes zugelassen hatte.
Alles, was auf dem 20.000 qm großen Gelände seit 1993 vom Ehepaar Müller und zahlreichen befreundeten Künstler/innen gebaut wurde, verdankt seine Form dem Gefühl, dem Betrachten, der Imagination. Pläne, Zeichnungen, Skizzen störten eher die angestrebte Harmonie, als dass sie nützten. Wann immer es möglich war, wurden Materialien der Insel verwendet. Doch kamen auch zerbrochene Dachziegel, Tonscherben, Marmorbruch, gebrauchte Blechdosen oder Kiefernnadeln zum Einsatz. Als Krönung des Ganzen entstanden Skulpturen, die gleichberechtigt neben kunstgewerblichen Arbeiten von der schöpferischen Kraft des Menschen zeugen. Geschaffen wurde so ein Ort der Schönheit, der seine Besucher verzaubert. Dostojewskis Behauptung, dass Schönheit die Welt erlöse – sie wird auf MARIPOSA nachvollziehbar.
Martin Roemers. Trabant. Die letzten Tage der Produktion. The Final Days of Production. Dtsch/Engl. 84 S., 41 Abb. in Duoton. 22 x 24 cm, Gb. EUR 19,80 ISBN: 978-3-8030-3324-6 Wasmuth
In den Zeiten der Wende war schnell klar, dass viele der alten Industriebetriebe in der DDR schließen würden – darunter auch die Fabrik, in der das bekannteste Auto der DDR, der Trabant, hergestellt wurde. 1990 und 1991 besuchte Martin Roemers die Sachsenring Automobilwerke in Zwickau für eine Fotoserie über den Fertigung des Trabants. Er hielt den Produktionsprozess fest und fertigte Porträts der Arbeiter an. Nachdem bereits kurze Zeit später, im April 1991, die Produktion ausgelaufen war, fotografierte er 1992 die Verschrottung alter Trabants bei ihrem ehemaligen Hersteller Sachsenring. Roemers Fotografien holen den Trabant und seine Erbauer wieder zurück in unsere Gegenwart. Sie dokumentieren die letzten Züge einer im Verschwinden begriffenen industriellen Kultur. Auch in den Porträts der Menschen dieser versunkenen Arbeitswelt lebt der nur 16 Jahre zurückliegende, so fern wirkende, ganz eigene Kosmos für die Betrachter noch einmal auf. Martin Roemers (geb. 1962) ist freischaffender Fotograf und lebt in den Niederlanden. Er studierte an der Kunstakademie in Enschede. Seine Fotografien wurden in internationalen Magazinen und Zeitungen veröffentlicht. Zu seinen Arbeitsgebiete zählen Osteuropa, der Kosovo und Afghanistan. 2006 gewann er einen Preis des World Press Photo Award in der Kategorie Porträts, Fotoserien.
Sichten 11. Katalog zur Jahresausstellung 2007 des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt. 2007. 248 S., zahlr. meist fb. Abb. u. Pläne 21 x 21 cm. Pb EUR 19,80 ISBN: 978-3-8030-0686-8 Wasmuth
Die Ausstellungsreihe Sichten ist eine offizielle Veranstaltung des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt. Sie findet seit 1997 jährlich statt und hat sich inzwischen als Ausstellungsreihe überregional fest etabliert. Gezeigt werden herausragende Studienarbeiten der letzten zwei Semester, ausgesucht von einem studentischen Team des Fachbereichs Architektur. Präsentiert werden Entwürfe, Zeichnungen, Fotografien, Modelle und Filme.
Die Ausstellung begleitend erscheint vorliegender Katalog, der eine sehens- und lesenswerte Einführung in Arbeitsweisen und Visionen einer heranwachsenden Generation junger Architekt/innen bietet und die hohe Qualität studentischer Projekte veranschaulicht. War die erste Sichten-Veröffentlichung noch eine einfache Schwarzweiß-Broschüre, erscheint der aktuelle Katalog – wie die letzten Jahrgänge – in buntem Hochglanzdruck und zweisprachig. Mit der Erstauflage von 1500 Stück ist er zu einer beliebten Lektüre geworden und frühere Jahrgänge sind mittlerweile gesuchte Liebhaberstücke.
Architekturpreis Zukunft Wohnen 2007. Hrsg.: InformationsZentrum Beton. Konzeption: Torsten Förster Text: Rüdiger Krisch, Amber Sayah, Erika Spiegel. 136 S., 155 meist fb. Abb. und Pläne. 24 x 25 cm. Br EUR 24,80 ISBN: 978-3-8030-0800-8 Wasmuth
Die Deutsche Zement- und Betonindustrie hat den Architekturpreis Zukunft Wohnen zum siebten Mal ausgelobt und 2007 an die Architekten herausragender Wohnbauten verliehen. Als Seismograph des Zeitgeschehens spürt der Wettbewerb aktuellen Trends des Wohnens und Lebens nach, fördert intelligente, innovative Wohnungsbaukonzepte und zeigt anhand der prämierten konkreten Beispiele, wie auch über kostengünstige Lösungsansätze in Planung und Bauausführung eine hohe ästhetische Qualität erreicht werden kann. Außerdem werden zukunftsweisende Beiträge für das nachhaltige und vor allem energieeffiziente Bauen erwartet.
Zehn Arbeiten aus 117 eingereichten realisierten Projekten wurden von einer hochrangig besetzten Expertenjury unter Leitung des renommierten Architekten Professor Dr.-Ing. Thomas Jocher mit einem Preis oder einer Lobenden Erwähnung bedacht. Sie werden in dieser anspruchsvoll gestalteten Dokumentation aus der Sicht der 13 Juroren wie auch von ihren Architekten beschrieben. Es sind vor allem städtebaulich nachhaltige Objekte, die ausgezeichnet wurden und hier vorgestellt werden: Gebäude, die sich durch einen differenzierten Umgang mit dem stadträumlichen Kontext auszeichnen. Raumkonfigurationen, die insgesamt freier und flexibler nutzbar sind als die bisher gängigen, kennzeichnen die ausgewählten Wohnungskonzepte.
Die vorgestellten Bauten sind den Autoren der einleitenden Textbeiträge Anlass, grundsätzliche Fragen zeitgemäßen und zukunftsträchtigen Wohnens sowohl aus Juroren- als auch aus Architektensicht zu diskutieren und die Hintergründe gegenwärtiger urbaner Entwicklungslinien, wie die Auswirkungen des demographischen Wandels auf den Städtebau, fachkundig zu beleuchten. Diese Ausführungen ergänzen sich in idealer Weise mit den dichten Beschreibungen und den hochkarätigen Fotografien der Einzelbauten zu einem wichtigen Beitrag in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung um lebenswerte Wohnformen.
Der architektonische Raum I-VI. Materialien zur Architekturtheorie 1-3. 3 Bde/Tle. Hrsg. v. Schröder, Uwe. 2007. 360 S., zahlr. sw. Abb. 21 x 21 cm. Gb iSch EUR 19,80 ISBN: 978-3-8030-0681-3 Wasmuth
Das dreibändige Werk fasst die Ergebnisse der seit dem Wintersemester 2004/05 an der Kölner Hochschule unter Leitung von Uwe Schröder durchgeführten architekturtheoretischen Seminare zusammen: zu einer chronologisch und thematisch gegliederten Materialsammlung (MAT 1–3) mit über 60 Studienarbeiten, die in Exzerpten theoretischer Erörterungen, in Planzeichnungen und Modellfotos der konzeptuellen Entwürfe eine intensive theoretische und praktische Auseinandersetzung mit der Überlieferung des architektonischen Raumes dokumentieren und veranschaulichen. Sie werden durch ein- und weiterführende Texte des Herausgebers ergänzt. Der zeitgenössische Raumbegriff kann als pluralisierende Begrifflichkeit bezeichnet werden, die es aufgrund seiner inhaltlichen Heterogenität geradezu erfordert, ihr eine eigenständige Theorie des architektonischen Raumes hinzuzufügen. In Uwe Schröders Seminaren wird mit diesem Ziel am Aufbau des chronologischen Profils der Ideengeschichte des Raumes, besonders des architektonischen Raumes von der Antike bis in die Gegenwart gearbeitet, wobei sich immer wieder neue inhaltliche Konturen ergeben, die das Profil der Begriffsgeschichte des Raumes differenzierter erscheinen lassen.
Der Herausgeber: Uwe Schröder, der seit 1993 ein eigenes Architekturbüro in Bonn betreibt, ist Professor für Entwerfen und Architekturtheorie an der Fachhochschule Köln und Autor mehrerer Veröffentlichungen zur Theorie des architektonischen Raumes.
Der Architekt Adolf Wollenberg. Leben und Werk. Wasmuth Hochschulschriften. Architektur, Band 2. 328 S., 130 Abb., 15 x 21,5 cm. Gb. EUR 49,00 ISBN: 978-3-8030-2101-4 Wasmuth
Die umfassende Monographie zu Leben und Werk eines fast vergessenen deutsch-jüdischen Architekten.
In einer Epoche prosperierender Wirtschaft war Berlin zur Millionenstadt geworden, deren Topographie sich seit der Reichsgründung von 1871 ständig änderte. Repräsentative Wohn- und Geschäftsbauten prägten das Stadtbild. Zahlreiche Architekten setzten städtebauliche Akzente nicht nur im Zentrum der aufstrebenden Metropole, sondern auch in den beliebten Außenbezirken. Zu ihnen zählte auch der aus jüdischer Familie stammende Adolf Wollenberg, ein Schüler Alfred Messels. Als Vertreter einer eher traditionsgebundenen Formensprache und in Abstimmung mit den ästhetischen Ansprüchen und gestalterischen Wünschen des Großbürgertums errichtete er zwischen 1908 und 1928 vornehme Villen oder Landhäuser im Grunewald und Westend, aber auch Büro- und Geschäftshäuser in Berlin Mitte.
Angesichts zunehmender Repressionen seitens der Nationalsozialisten emigrierte Wollenberg bereits 1933 über Frankreich nach London, wo er vermutlich 1951 starb. Als zwar jüdischer, aber letztlich doch deutscher Einwanderer konnte er im Ausland nicht mehr an seine Berliner Erfolge anknüpfen.
Die Autorin: Dana Menzel studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Geschichte in Frankfurt am Main. Sie ist im Kunsthandel tätig mit dem Zuständigkeitsbereich antike Numismatik.
Otto Herbert Hajek. Raum – Farbe – Zeichen. Hrsg.: Otto Herbert Hajek. Kunststiftung der Sparda-Bank Baden-Württemberg. Text: Melanie Ardjah, Christoph Bauer, Brigitte Baumstark, Ursel Berger, Beate Ermacora. 130 S., 74 meist fb. Abb. 23 x 24,5 cm. Gb. Wasmuth, Tübingen 2007. EUR 24,80 ISBN: 978-3-8030-3321-5 Wasmuth
Das Begleitbuch zu den Hajek-Ausstellungen in der Städtischen Galerie Karlsruhe, dem Städtischen Kunstmuseum Singen, dem Georg-Kolbe-Museum Berlin und dem Kunstmuseum Mühlheim an der Ruhr in der Alten Post.
Der Bildhauer Otto Herbert Hajek (1927–2005) bestimmte die deutsche Kunst der 1960er und 1970er Jahre wesentlich mit. Sein 80. Geburtstag bietet nun einen willkommenen Anlass, sein Werk in einer Ausstellung – zunächst in Karlsruhe, wo er 1979–1992 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste als Professor lehrte, später an weiteren Orten, denen er besonders verbunden war – sowie in diesem Katalogbuch zu präsentieren und erneut zur Diskussion zu stellen.
Gezeigt wird das gesamte Spektrum seines Schaffens: so seine frühen informellen Plastiken, seine „Raumknoten“, „Farbwege“ und „Stadtzeichen“ für den Stadtraum, aber auch Gouachen, Messerschnitte und Gemälde. Seine Platzgestaltungen und bauplastische Arbeiten werden anhand von Studien, Modellen und Fotos vorgestellt und im Katalog näher untersucht. Mit seinen raumgreifenden, stark farbigen „Stadtikonographien“, die er vor allem in den 1970er Jahren realisierte, wurde Hajek zu einem bedeutenden Vorkämpfer und Wegbereiter moderner Kunst im öffentlichen Raum.
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1937. Perfektion und Zerstörung. Hrsg.: Thomas Kellein. Text: Thomas Kellein, Roman Grabner, Jutta Hülsewig-Johnen, Felicitas von Richthofen; Künstlerbiografien von Matthias Albrecht, Cornelia Dernbach, Christiane Heuwinkel, Daniel Neugebauer. 528 S. 391 meist fb. Abb., 17 x 24 cm, Gb. EUR 49,90 ISBN: 978-3-8030-3319-2 Wasmuth
Das Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung in der Kunsthalle Bielefeld vom 30. September 2007 bis 13. Januar 2008
Mit Gemälden und Skulpturen, Zeichnungen, Grafiken und Fotografien von 200 Künstlerinnen und Künstlern führt uns die Kunsthalle Bielefeld in einer Ausstellung in die Zeit vor 70 Jahren zurück – in das Jahr 1937. Es ist das Jahr, in dem in München die Wanderausstellung „Entartete Kunst“ mit über hundert aus öffentlichen Sammlungen verbannten Künstlern eröffnet wurde. In der Sowjetunion wurde mit der „Entlarvung“ von „Spionen“ begonnen, nachdem auch Stalin die russische Avantgardekunst aus den Museen entfernt hatte. Nach dem Militärputsch General Francos 1936 rüstete sich auch Spanien gegen die Moderne, die Bombardierung Guernicas löste einen internationalen Schock aus. – In der Kunstgeschichte steht 1937 für den Beginn eines Alptraums der Plünderung und Zerstörung. Die Kunst wird aufgrund der erzwungenen Migration nahezu schlagartig international. Viele Künstler überdenken vor dem heraufziehenden Weltkrieg die Wirkung ihrer Formen. Die künstlerische Synopse stellt den trügerischen Perfektionsidealen des Nationalsozialismus, wie sie Arno Breker, Leni Riefenstahl und diverse faschistische Maler verkörpern, deutsche Künstlerpersönlichkeiten wie Max Beckmann gegenüber, die das „böse Erwachen“ darstellen. Einen Höhepunkt der Präsentation mit sehr bekannten, aber auch weniger bekannten Namen bildet der internationale Surrealismus mit Salvador Dalí, Max Ernst, René Magritte, Man Ray oder Joan Miró, die wie Pablo Picasso ihr Entsetzen über das Weltgeschehen zum Ausdruck brachten und dabei eindrucksvolle Kunstdenkmäler schufen. Zum Abschluss der Schau stimmen abstrakte und konstruktivistische Hauptwerke darauf ein, dass Demokratie und Frieden ohne Ausgleich und Balance kaum möglich sind.
Hans van Heeswijk Architecture. Text: Marie-Hélène Cornips, Hans Ibelings, Hans van Heeswijk. 600 S., 1400 Abb. u. Pläne. 19 x 25 cm. Pb.EUR 68,00 ISBN: 978-3-8030-0655-4 Wasmuth
Texts: Marie-Hélène Cornips, Hans Ibelings, Hans van Heeswijk, Book Design: Irma Boom 600 pages with 1.400 illustrations and plans, mainly in colour Size ISBN: English edition 978 3 8030 0652 3
Ein Porträt der außergewöhnlichen, durch ihre Perfektion besonders ausgezeichneten Architektur des niederländischen Architekturbüros Hans van Heeswijk, brillant gestaltet von der international bekannten holländischen Grafikerin Irma Boom
Von der Stiftung Buchkunst prämiert
Nominierung zum Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2008
Seebrücke. Fotografisches Tagebuch. Sassnitz 19. April 2006 – 20. Juli 2007. Fotos: Wilfried Dechau. Texte: Wilfried Dechau, Georg Küffner, Christian Marquart, Dr. Ulrich Pohlmann. Text: deutsch und englisch. 120 S., 100 drucklackierte, meist ganzseitigen Abbildungen. 32 x 29,7 cm. Gb. mit Schutzumschlag. EUR 78,00 ISBN: 978-3-8030-0682-0 Wasmuth
Wer jetzt nach Sassnitz reist, kann hoch über der Ostsee – begleitet vom Kreischen der Möwen – auf einer eleganten, sanft geschwungenen Brücke langsam zum Glasbahnhof schlendern oder das zierliche, durch die Luft zum Rügenplatz hinaufführende Band der Fußgängerbrücke aus größerer Distanz vom Wasser aus anschauen. Aber in diesem Buch ist genau das, was man jetzt mit eigenen Augen sehen kann, nicht zu finden. Stattdessen wird gezeigt, was heute nicht mehr zu sehen ist, nämlich wie diese Brücke entstand und wie es hier vorher aussah. Dieses Buch macht die Bau-Geschichte der Brücke greifbar.
Die vom Stuttgarter Ingenieurbüro Schlaich Bergermann und Partner geplante Fußgängerbrücke in Sassnitz wurde am 25. Juli 2007 eingeweiht (Bauzeit: von April 2006 bis Juli 2007). Wilfried Dechau hat die Bauarbeiten von den ersten Proberammungen über den Aushub der Fundamente und die teils mit riesigen Autokranen bewerkstelligte Montage der Brückenteile bis hin zum letzten Handgriff beim Anbringen der geschwungenen Handläufe mit der Kamera begleitet. Er war auf der Baustelle den Handwerkern genauso nah wie den Ingenieuren und hat nicht nur das allmähliche Werden der Brücke in Bildern festgehalten, sondern auch die Konzentration und Anspannung in den Gesichtszügen der Beteiligten feinfühlig protokolliert. In diesem Bildband geht es nicht nur um eine Brücke in schwindelnder Höhe, es geht um das Abenteuer des Bauens und die Faszination des Ingenieurberufes schlechthin.
Wilfried Dechau war viele Jahre Chefredakteur einer Zeitschrift für Architekten und Ingenieure. Besonderes Augenmerk hat er dabei immer auf die Fotografie gelegt. 1995 hat er den seither alle zwei Jahre international ausgelobten Architekturfotografie-Preis „architekturbild“ ins Leben gerufen. 1996 verfasste er ein Buch über die Architekturfotografie, 2003 hat er den Verein architekturbild e.v. gegründet, der sich zum Ziel setzt, das künstlerische Niveau der Architekturfotografie zu fördern. 2001 wurde seine Fotoserie zum Bau der kurze Zeit weltweit größten Hängebrücke über den Storebelt mit dem Kodak Fotokalenderpreis ausgezeichnet. Seit 2005 widmet sich Wilfried Dechau vor allem der Aufgabe, das Bauen als Prozess im Bild festzuhalten und nicht nur das fertige Bauwerk. 2006 erschien im Ernst Wasmuth Verlag sein bibliophiles Buch „Traversinersteg. Fotografisches Tagebuch 14. April – 16. August 2005“ zu der außergewöhnlichen Hängebrücke Jürg Conzetts am Viamala-Wanderweg.
Paul Ludwig Troost. „Germanische Tektonik“ für München. 2007. 112 S. 125 Abb., 19,5 x 26 cm. Pb., EUR 24,80 ISBN: 978-3-8030-0678-3 Wasmuth
Wer an die Architektur des Dritten Reiches denkt, assoziiert die Bauten von Albert Speer. Paul Ludwig Troost ist dagegen fast unbekannt. Troost, der von Hitler den Titel „Erster Baumeister des Führers“ verliehen bekommen hatte, starb am 21.01.1934. Mit seinen Entwürfen für zwei Großbauten in München hatte er jedoch die Ikonographie der nationalsozialistischen Architektur so stark geprägt, dass Speer noch im Januar 1944 in der Zeitschrift „Die Kunst im Dritten Reich“ Troost als den Architekten würdigte, der die „ersten und starken steinernen Symbole der Bewegung“ geschaffen hatte.
Troosts Architektur lässt sich ableiten von der klassizistischen Monumentalarchitektur aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Das Neue und zugleich Moderne an ihr ist der Verzicht auf jedes schmückende Detail. Die Reduktion der klassizistischen Architektur auf kantige und geometrisierte Einzelformen, die in ihrem schichtartigen Aufbau Wehrhaftigkeit darstellen, ließ Troosts Parteibauten auf dem Münchner Königsplatz zu Paradigmen einer „Germanischen Tektonik“ werden. Aufgrund ihrer bildhaften Architektursymbolik waren sie normativ für das Bauen im Dritten Reich. Neben dem ideologisch belasteten Troost gibt es aber auch den Systematiker, der an die modularen Entwürfe von Durand anknüpfte. Von besonderem Interesse an Troost ist die Verbindung moderner, rationaler Strukturen mit einem „nackten Klassizismus“, der Prinzipien der Revolutionsarchitektur aufgriff.
Vila Tugendhat Brno: Hrsg.: Universität Karlsruhe, Fakultät für Architektur Institut für Baugestaltung II: Fotos: Christoph Engel, Thilo Mechau, Bernd Seeland: Text: deutsch, englisch. 132 S., 187 meist fb. Abb. 20 x 30 cm. Pb. EUR 28,00 ISBN: 978-3-8030-0679-0 Wasmuth
Die Villa Tugendhat in Brno/Brünn/CZ ist das berühmte Projekt von Ludwig Mies van der Rohe aus den Jahren 1928–30, geplant und gebaut für Grete und Fritz Tugendhat – zeitgleich zum Barcelona Pavillon, welcher in seiner Originalsubstanz 1930 wieder demontiert wurde. Trotz der abenteuerlichen Geschichte der Nutzung als militärische Unterkunft, als Jugendclub, als Ballettschule und als Gästehaus und trotz einiger Sanierungsmaßnahmen ist die Villa Tugendhat in ihrer Substanz weitgehend erhalten und eine außergewöhnliche Besonderheit. Diese Publikation des Instituts für Baugestaltung II der Universität Karlsruhe (TH), Fakultät für Architektur erscheint als Begleitbuch der Ausstellung „Vila Tugendhat Brno“. Sie ist nicht nur eine zeitgenössische Fotodokumentation über das Haus Tugendhat, sondern auch eine aktuelle Deutung der Architektur mit den Mitteln der Fotografie 75 Jahre nach der Fertigstellung des Gebäudes.
Die Texte nehmen Stellung zur Aktualität der Aufnahmen, zur wechselvollen Geschichte des Hauses bis in die Gegenwart und zur speziellen Bedeutung und Wirkung der Architekturfotografie.
Das gute Leben. Der Deutsche Werkbund nach 1945. Hrsg.: Gerda Breuer. 320 S., 340 z. T. fb. Abb., 21 x 30 cm. Pb. Wasmuth, Tübingen 2007. EUR 39,80 ISBN: 978-3-8030-3207-2 Wasmuth
Das 100. Gründungsjubiläum 2007 ist Anlass, eine der bisher vernachlässigten Perioden des Deutschen Werkbunds, die beiden Jahrzehnte nach 1945, näher zu untersuchen. Nach seiner Auflösung im Dritten Reich formierte sich der Werkbund in den ersten Nachkriegsjahren neu und löste heftige Diskussionen über Sinn und Ausrichtung einer zeitgemäßen Formgestaltung aus. Mit großer moralischer Verve wurde der Zusammenhang zwischen guter Architektur bzw. Produktgestaltung und dem Geist der Modernisierung beschworen. Gelungene Formgebung war Metapher für gute Lebensgestaltung und eine intakte Gesellschaft.
Die reich bebilderte Publikation begleitet die Ausstellung über fünf Werkbundmitglieder, die in Wuppertal, in einem Fall in Remscheid, geboren sind oder dort langjährig gearbeitet haben: den Direktor der Werkkunstschule Wuppertal, Jupp Ernst, die Maler und Kunstpädagogen Max Burchartz und Werner Graeff sowie die Architekten und „Designer“ Heinz Rasch und Hans Schwippert.
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