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Wasmuth Verlag

 
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Von den Göttern zu Gott. Frühes Christentum im Rheinland Hrsg.: Rheinisches LandesMuseum Bonn des Landschaftsverbandes Rheinland und Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz. Texte: Lothar Altringer, Albert Boulet, Lothar Bakker, Gerhard Bauchhenß, Wim Dijkman, Hubert Fehr, Jochen Giesler, Mathilde Grünewald, Silke Günnewig, Else Hartoch, Christoph Keller, Ulrike Müssemeier, Peter Noelke, Thomas Otten, Bernd Päffgen, Sebastian Ristow, Winfried Schmitz. 2006. 144 S., 65 meist fb. Abb. 16 x 24 cm. Pb, EUR 16,80
Katalogbuch zur Ausstellung im Rheinischen LandesMuseum Bonn des Landschaftsverbandes Rheinland vom 14. Dezember 2006 bis 15. April 2007. ISBN: 3-8030-1058-6 Wasmuth
Die kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Umbrüche der Epoche zwischen dem 4. und 8. Jahrhundert bilden die Grundlagen des heutigen Europas. Kaum eine Region ist so reich an Objekten aus dieser bewegten Zeit wie das Rheinland. Die Ausstellung im Rheinischen LandesMuseum Bonn des Landschaftsverbandes Rheinland zeigt zum ersten Mal die bedeutendsten und schönsten Funde aus dem Gebiet zwischen Nijmegen und Speyer im historischen Kontext. Wissenschaftliche Grundlage bilden die intensiven Forschungen der letzten 20 Jahre, besonders in den alten Römerstädten an Rhein und Mosel.
Ca. 250 Exponate aus zahlreichen deutschen und internationalen Sammlungen – u.a. Waffen, Steinmonumente, Goldgläser, Fibeln, Schmuck, kostbare Handschriften und Modelle – dokumentieren den spannenden Übergang von den alten Kulten und Religionen der Spätantike bis zum christlichen Karolingerreich Kaiser Karls des Großen.
Die Ausstellung und das Katalogbuch entstanden in enger Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz und Wissenschaftlern der Universitäten Köln und Bonn.
Der reichbebilderte Band führt mit Einleitungstexten zur Spätantike, dem Frühmittelalter und der Karolingerzeit in das Thema ein. Herausragende Exponate werden in Text und Bild in Einzelartikeln gewürdigt. Der Anhang enthält einen ausführlichen Reiseführer zu den Stätten des Frühen Christentums im Rheinland mit Bestandsbeschreibungen, Adressen, Öffnungszeiten und Literaturhinweisen. Drei Karten und eine Chronologie runden den Katalog ab.
Schmidle, Elisabeth: Fritz August Breuhaus. 1883-1960 - Kultivierte Sachlichkeit. 2006. 296 S., 259 Abb., 16 fb. Taf., mit 1 CD-ROM. 27 x 22 cm. Gb EUR 49,00 ISBN: 3-8030-0665-1 Wasmuth
„Das Haus der kultivierten Sachlichkeit“ nennt der Architekt Fritz August Breuhaus [de Groot] Ende der dreißiger Jahre seinen Entwurf für ein Wohnhaus in Stuttgart. Diese Umschreibung charakterisiert auch seine Designentwürfe äußerst treffend und grenzt sie gegen die klassische Moderne ab. Mit seiner von der Neuen Sachlichkeit abgeleiteten Stilvariante trägt Breuhaus dazu bei, die Akzeptanz avantgardistischer Ideen zu erhöhen und erzielt wesentlich bessere Verkaufszahlen als seine weniger kompromissbereiten Kollegen. Vom Architekten der Düsseldorfer Gartenstadt und Entwerfer luxuriöser Landhäuser avanciert er zum Innenausstatter der modernsten und extravagantesten Verkehrsmittel seiner Zeit. Für die Innenausstattungen des Überseedampfers Bremen und der Zeppeline LZ 128 und LZ 129 Hindenburg entwickelt er Ende der zwanziger Jahre eine harmonische Synthese aus luxuriöser Inszenierung und sachlichem Funktionalismus.
Als geschickter Werbestratege publiziert Breuhaus ab 1935 all seine Bauten im Wasmuth Verlag. Elisabeth Schmidles Blick auf seine Arbeit als Designer rundet dieses Bild nun ab. Sie erfasst und interpretiert das umfangreiche und in seinen Sparten heterogene Werk erstmals systematisch und analysiert es unter den Aspekten Mythen und Legenden um Fritz August Breuhaus; Interieurs zwischen Historismus und Art Déco; Breuhaus’ Konzept der „kultivierten Sachlichkeit“ und dessen Beitrag zur Moderne; Entwürfe für die Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk und die Deutschen Werkstätten; Moderne Zweckformen für luxuriöses Reisen und Fritz August Breuhaus als Werbestratege. Ein Werkkatalog auf CD-Rom erweitert für Forscher, Sammler und Kunsthändler die Recherchemöglichkeiten.
Kübler, Andreas: Chronik Bau und Raum. Geschichte und Vorgeschichte des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung. Hrsg. v. Bundesamt f. Bauwesen. 2006. 400 S., 350 meist fb. Abb. 28 x 23 cm. Ln EUR 39,50 ISBN: 978-3-8030-0667-7 Wasmuth
Von Schinkels Bauten über Kaiserreich, Weimar und NS-Zeit, den Neubeginn in Bonn bis hin zum Regierungsumzug und den jüngsten Planungen staatlicher Repräsentationsbauten im In- und Ausland: Die „Chronik Bau und Raum“ stellt die Entwicklung der staatlichen Bauverwaltung von der Gründung des preußischen Oberbaudepartements im Jahr 1770 bis zum heutigen Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) vor. Die Landeskunde und Raumordnung ist die zweite Säule des BBR. Als nationalsozialistische Gründung emanzipierte sie sich in der Bundesrepublik von ihren totalitären Wurzeln und wurde zu einem wichtigen Instrument des Sozialstaates in seinem Bemühen, gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland herzustellen. Beide Säulen, Bau und Raum zusammen, bilden heute den Kern der staatlichen Bauverwaltung, verantwortlich für Wettbewerbe und Baudurchführung der repräsentativen Staatsbauten in Bonn, Berlin und im Ausland und Berater der Bundesregierung bei Aufgaben der Raumordnung, des Städtebaus, des Wohnungswesens und bei Grundsatzfragen des Bauwesens.
Aus dem Inhalt: Die Bauten K. F. Schinkels; Der Reichstagswettbewerb; Kaiserzeitliche Bauten; Öffentliche Gebäude der Weimarer Republik im In- und Ausland; Albert Speers Planungen für die „Welthauptstadt Germania“; Architektonischer Neubeginn der zweiten deutschen Republik in Bonn; Wiederaufbau des kriegszerstörten Berlins; Regierungsumzug; Neue Planungen zu staatlichen Repräsentationsbauten im In- und Ausland
Jacki, Günter: Looking for Transmission. Die Form als Argument. Vorw. v. Weidemann, Kurt. 2006. 224 S., 800 meist fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb EUR 29,80 ISBN: 3-8030-3203-2 Wasmuth
Studentenarbeiten (eine Auswahl):
Systematische Grundlagen, Zeichen, Schriftentwurf, Buch- und Magazinlayout, Experimentelle Typographie, Verpackungen, Fotografie, Semesterprojekte und Diplome

Eigene Arbeiten (eine Auswahl):
Bücher und Kataloge, Zeichen, Schriftentwurf, Verpackungen, Plakate und Briefmarkenentwürfe

Günter Jacki war Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart im Fachbereich Kommunikationsdesign. Als Schüler von Walter Brudi, dem Nachfolger von Ernst Schneider, auf den die Gründung der Stuttgarter Schule in den 1920er-Jahren zurückgeht, war auch er in dieser Tradition ausgebildet. Schreibkunst, Schriftentwurf, Satz- und Buchgestaltung, Illustration, Linol- und Holzstich, Marken- und Zeichengestaltung sowie Plakatgestaltung waren die auf Zeit und Geduld angelegten Übungen zur selbständigen Berufsfähigkeit. In der Ausbildung bei Günter Jacki standen Marktfähigkeit und Rentabilität einer Arbeit nicht an erster Stelle. Wichtig war ihm der Weg über Verwerfen und Weiterverfolgen, der zu Gewissheit, Urteilsfähigkeit und Selbstsicherheit führt. Günter Jackis umfangreiches und wegweisendes Werk in freien und angewandten Entwürfen hat die Studierenden stets dazu angeregt, seinen Rat, seine Erklärungen und Begründungen zu suchen und ihnen zur Selbstfindung verholfen. Dabei kommt – je nach Angemessenheit und Wirksamkeit – sowohl das Handwerkliche, das Mechanische, als auch das Elektronische zum Einsatz.
Gutes Design sieht sich dem steten Verlangen nach Schönheit verpflichtet, indem es nicht nach kurzfristigen Effekten, sondern nach einem anhaltenden, grundsätzlichen ‚Richtig-Sein‘ sucht. Aus den Arbeiten seiner Studenten lässt sich ein überdurchschnittlich hohes Niveau ablesen. Jacki führt Individuen zur Berufsfähigkeit und meidet modische Gefälligkeiten.
Elisabeth Böhm. Stadtstrukturen und Bauten. Hrsg. Fristin Feireiss. Text: Kristin Freireiss, Hiltrud Kier, Manfred Sack. 2006. 108 S., 74 fb. Abb., 29,7 x 29,7 cm, Gb., EUR 45,00 ISBN: 3-8030-0668-6 Wasmuth
Dieses Buch gibt Einblick in die große Leistung der Architektin Elisabeth Böhm, die neben psychologischen und organisatorischen Qualitäten vor allem ein enormes Maß an architektonischer Kreativität in das gemeinsame Lebenswerk mit ihrem berühmten Partner Gottfried Böhm und mit ihren Söhnen eingebracht hat und immer noch einbringt. Eine inhaltliche und visuelle Überraschung bilden die von ihr für Europa und den asiatischen Raum entwickelten Stadtstrukturen. Sie sind ein Plädoyer gegen die Zersiedlung der Landschaft und die Vereinsamung des Individuums.
Elisabeth Böhms Handzeichnungen geben diesem Buch mit ihrer starken Intensität über die architektonische Aussage hinaus die Anmutung eines Kunstbands.

Bauten und Projekte:
Lufthansa German Center, Peking
Erweiterung des Foyers des Stadttheaters Stuttgart
Bulgarische Botschaft der EU in Straßburg
Pariser Privatwohnung
Umbau einer alten Remise in 2 Wohnungen, Köln
Bulgarische Botschaft beim Vatikan
Villen in Italien
Memorial auf dem Ground Zero, New York u.a.
Istanbuler Mitteilungen. Hrsg. v.Dt. Archäologisches Institut. Abt. Istanbul. 55/2005: 2006. 408 S., zahlr. sw. Abb. 26 x 19 cm. Ln EUR 42,00 ISBN: 3-8030-1646-0 Wasmuth
Stadträume Orte Architektur. Urban Spaces Loci Architecture. Gerber Architekten. Hrsg. und Vorwort: Kurt Wettengl. Dtsch/Engl. 252 S. 365 meist fb. Abb., und Pläne. 24 x 31 cm. Gb., EUR 49,90 Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung 7. 9. bis 5. 11. 2006 Dortmunder Museum am Ostwall. ISBN: 3-8030-0666-X Wasmuth
"Stadträume – Orte – Architektur. Gerber Architekten" lautet der Titel einer Ausstellung, die im Herbst 2006 zunächst im Dortmunder Museum am Ostwall gezeigt wird. Der gleichnamige Ausstellungskatalog gibt einen Überblick über 40 Jahre gebaute und nicht gebaute Architektur von Professor Eckhard Gerber. Entstanden ist eine Werkmonographie, die anhand von rund 70 Projekten – angefangen beim eigenen Ferienhaus am Karerpass aus dem Jahre 1978 über die Staats- und Universitätsbibliothek in Göttingen, den Konzertsaal der Hochschule für Musik in Leipzig bis hin zum 2005 fertig gestellten RWE Tower in Dortmund sowie einem Entwurf für eine Messeanlage in Ho Chi Minh/Saigon – einerseits die Entwicklung und andererseits die Kontinuität in der Arbeit von Gerber Architekten veranschaulicht. Die Projekte werden übersichtlich mit einer Vielzahl von Plänen, Fotos und Perspektiven auf einer bis zu acht Seiten dargestellt. Einleitend beleuchten vier Aufsätze von renommierten Architekturkritikern charakteristische Merkmale, die sich in allen Entwürfen und Bauten von Eckhard Gerber wiederfinden. Neben Funktionalität und Orientierung sind dies vor allem Orte der Kommunikation und des Austauschs sowie der unmittelbare Bezug zu Stadt- und Landschaftsraum.
Abschließend informiert eine Auflistung über alle in den Jahren 1966 bis 2006 entstandenen Entwürfe des Büros, dessen Aufträge fast ausschließlich aus Wettbewerbsgewinnen resultieren. Waren dies zunächst vor allem Wettbewerbe in Deutschland, liegt seit dem Gewinn des internationalen Wettbewerbs für die King Fahad Nationalbibliothek in Riad im Jahre 2002 ein Schwerpunkt der Tätigkeit von Gerber Architekten bei Projekten im arabischen Raum.

Der Ausstellungskatalog bietet zum ersten Mal in der vierzigjährigen Geschichte von Gerber Architekten eine umfassende Werkschau des Dortmunder Architekturbüros, das vom Wohnungsbau über Hochschulen und Bibliotheken bis hin zu Laborbauten, Sportstätten und Bürogebäuden, in nahezu allen Bereichen Projekte realisiert hat.
Koren, Leonard: Blumenkraft. Ästhetik und Erfolgsgeheimnis eines ungewöhnlichen Blumengechäfts für Floristen, Designer und Architekten. 2006. 112 S., 90 Abb. in Duoton. EUR 15,00 ISBN: 3-8030-3317-9 Wasmuth
Charme, Anmut und Zartheit sind die Prinzipien, die dieser neuen ‚Floristik‘ zugrunde liegen und die dem emotionalen Bedürfnis nach Blumen als einem individuellen, kreativen und sinnlichen Kommunikationsmittel entsprechen

„Blumenkraft“ befindet sich im Erdgeschoss eines reich dekorierten Wiener Jugendstilhauses im 4. Wiener Bezirk, einem Umfeld, das urbane Trends mit dezentem bürgerlichen Komfort verbindet und in dem Galerien, Cafés, Second-Hand-Boutiquen und ein Champagnerladen zum Müßiggang einladen. Christine, mit dem Blumengeschäft vertraut, Gregor, ein Innenarchitekt sowie ein Team junger experimentierfreudiger und innovativer Mitarbeiter mit und ohne Floristik-Ausbildung wollten neue Wege gehen und dabei auch kommerziell Erfolg haben. In einem völlig verbauten Ladenlokal wurden kannelierte Gusseisenwände freigelegt, hohe Decken sowie 350 qm Ladenfläche kamen zum Vorschein – ein fast sakraler Raum. Der Name des neuen Geschäfts sollte die paradoxe Macht der Blumen verkünden. Blumen scheinen schwach und zerbrechlich, vermitteln aber visuelle, emotionale und spirituelle Stärke: „Blumenkraft“.
Ein neun Meter langer Arbeitstisch aus rostfreiem Stahl beherrscht den Verkaufsraum, der mit Stahlregalen und Podesten spärlich möbliert ist. Ein Schieferboden, Beton und Glas sorgen für Sauberkeit und gute Musikresonanz. Große Hängelampen verbreiten ein weiches sinnliches Licht. Die modernen Arrangements von „Blumenkraft“ zeichnen sich durch sensible surrealistische Verfremdungseffekte aus. Blumen werden kombiniert, die in der Natur nie zusammen vorkommen, da sie aus verschiedenen klimatischen, geographischen oder geologischen Zonen stammen wie Hyazinthen, Butterblumen, Flieder und Flamingoblumen. Ohne Blätter kommen die Blüten in ihrer reinen Form besser zur Geltung. Selbst erfundene „Blumarien“ ersetzen die herkömmlichen Blumenvasen. Der Laden ist mittlerweile viel mehr als ein Aufsehen erregendes Blumengeschäft für anspruchsvolle Kunden mit Geschmack. Er wurde zu einem sozialen Treffpunkt des Bezirks, Musik wird gehört, Freundschaften werden geschlossen, Kinder dort abgeladen, Menschen in allen Lebenslagen, in denen Blumen angebracht sind, individuell und kreativ beraten.
Der Autor:
Leonard Koren hat diverse Bücher über Design und Ästhetik verfasst, darunter auch den Bestseller: „Wabi-Sabi für Künstler, Architekten und Designer. Japans Philosophie der Bescheidenheit“ (Ernst Wasmuth Verlag).
Archtitekturführer zu Bauwerken der Moderne in Breslau /Wroclaw. sowie zu ausgewählten Einzelbauten in der Umgebung. Hrsg.: Beelitz, Konstanze. 2006. 180 S., 60 Abb. 14 x 21 cm. Pb EUR 12,80 ISBN: 3-8030-0660-0 Wasmuth
Wrocław, das ehemalige Breslau, ist eine Stadt, die gerade heute – im Zuge der europäischen Osterweiterung – neues Interesse weckt. Dieser Führer zu den noch erhaltenen Zeugnissen des Neuen Bauens der Stadt möchte auf ein gemeinsames Erbe Deutschlands und Polens neugierig machen und einen Beitrag zum Wiederentdecken und Erhalten teilweise vergessener Bauten leisten.
In der Zeit von 1910 bis 1933 war Breslau eines der Zentren der modernen Architektur in Deutschland. Hier begann die Karriere von Hans Poelzig mit seinem Wirken an der Kunstakademie und seinen Breslauer Bauten, hier realisierte der Stadtbaurat Max Berg seine Jahrhunderthalle und entwickelte sein Konzept der Einbindung von Hochhäusern in die Stadtstruktur, von hier aus leitete der Direktor der schlesischen Heimstätten Ernst May die Errichtung von Tausenden von Siedlerhäusern in ganz Schlesien. August Endell, Adolf Rading, Hans Scharoun und Heinrich Lauterbach lehrten an der Kunstakademie und prägten maßgeblich das Bild der Breslauer Architektur. Berliner Architekten wie Erich Mendelsohn und Rudolf Salvisberg ergänzten und bereicherten mit ihren Großbauten wie dem Kaufhaus Petersdorff oder dem Generalstabsgebäude diese Liste bemerkenswerter Namen.
Konstanze Beelitz und Niklas Förster haben sich dieser Aufgabe gestellt, haben die Zeugnisse des modernen Bauens in Breslau I Wrocław aufgespürt, fotografiert (einige Beispiele siehe unten) und ihre Geschichte recherchiert. Informationen zur heutigen Nutzung und Erhaltung, zu Besichtigungsmöglichkeiten und Adressen sowie Fotos und Pläne ergänzen die einzelnen Baubeschreibungen. Der Band ist ein Kompendium des heutigen Baubestandes der Moderne in Breslau – ein für jeden Besucher der Stadt nützlicher, ja unersetzlicher Begleiter.
Jonas, Carsten: Die Stadt und ihr Grundriss. Zu Form und Geschichte der deutschen Stadt nach derern Entfestigung und Eisenbahnanschluss. 2006. 260 S., 300 Abb. 16 x 22 cm. Pb EUR 29,80 ISBN: 3-8030-0653-8 Wasmuth
Ein Muss für jeden, der sich mit Städtebau und Stadtplanung auseinander setzt: Hier werden die grundlegenden Muster und Merkmale deutscher Städte entschlüsselt

Vergleicht man die Grundmuster der Städte in Deutschland, stößt man auf unterschiedlichste Ausprägungen. Hierbei zeigt sich, dass bei der Mehrzahl von ihnen ganz unterschiedliche Grundmuster in Variationen nebeneinander bestehen, die jeweils eine bestimmte Phase der städtischen Entwicklung repräsentieren. Das ist nicht anders zu erwarten, da der weit überwiegende Teil der deutschen Städte eine mehrhundertjährige, nicht selten sogar über tausendjährige Geschichte vorzuweisen hat. Grob gesagt sind die meisten von ihnen in der Zeit zwischen dem 8./9. und der Mitte des 14. Jahrhunderts entstanden, während in den letzten beiden Jahrhunderten nur noch wenige gegründet wurden: drei im 19. Jahrhundert, zwei zu Zeiten des Dritten Reiches und vier in der ehemaligen DDR.
Dieses Buch beschreibt nun die geschichtliche Entwicklung der deutschen Stadt, wobei es die den verschiedenen Entwicklungsphasen – quasi als genetischer Code – zuzuordnenden Grundmuster benennt und definiert. Es konzentriert sich dabei auf den äußeren Wandel dieser Städte in den zurückliegenden ca. 150 Jahren, damit auf die stadtbaugeschichtlich besonders bewegte Zeit seit ihrer Entfestigung und dem darauf nicht selten erfolgenden Eisenbahnanschluss. Es ging dem Autor dabei nicht um enzyklopädische Vollständigkeit, es lag ihm vielmehr daran, exemplarische Beispiele nicht nur zu beschreiben, sondern – soweit dies notwendig erschien – auch zu bewerten.
Kaufmann, Eva M: Jakobs Traum und der Aufstieg des Menschen zu Gott. Das Thema der Himmelsleiter in der bildenden Kunst des Mittelalters. 2006. 208 S., 86 Abb. 19 x 27 cm. Pb EUR 34,80 ISBN: 3-8030-4029-9 Wasmuth
Selten wird das komplexe Wechselverhältnis von geistesgeschichtlicher Entwicklung und Bildsprache-/aussage, von Geistes- und Kunstgeschichte so deutlich wie hier
Vorstellungen einer „Himmelsleiter“ als Verbindung zwischen dem Göttlichen und dem Menschen fanden und finden sich in fast allen Religionen. Bei aller Unterschiedlichkeit in der inhaltlichen Ausgestaltung liegt ihnen stets das gleiche Grundanliegen zugrunde: die Überwindung der menschlichen Kontingenz, sei es durch einen ‚Abstieg Gottes zu den Menschen‘ oder einen ‚Aufstieg des Menschen‘. In diesem Sinn lässt sich die Himmelsleiter als komplexes kosmisches, eschatologisches Symbol sogar als Grundmotiv einer jeden Religion auffassen.
Eine spezifische Variante des Topos stellt die biblische Erzählung von Jakobs Traum von der Himmelsleiter (Gen 28, 10–22) dar, deren bildlichen Darstellungen in der Kunst des byzantinischen wie lateinischen Mittelalters diese Untersuchung gewidmet ist – von den ältesten erhaltenen Werken der Spätantike bis zum Ende des 13. Jahrhunderts. Dabei ist festzustellen, dass der lateinische Westen des 12. Jahrhunderts die Motive des Jakobstraums und der Himmelsleiter bzw. des ‚Aufstiegs‘ des Menschen besonders differenziert und vielgestaltig in Bildwerke umgesetzt hat – ein deutliches Zeichen für den damaligen Umbruch vom ‚Objektivismus‘ des Frühmittelalters hin zu einem stärker subjektivistisch geprägten Denken, der anhand der einzelnen Werke aus dieser Epoche beschrieben werden kann.
Im Mittelpunkt der Publikation steht die Frage nach der Deutung der Bilder, was zu einer intensiven Auseinandersetzung mit den theologischen und allgemein geistesgeschichtlichen Auffassungen einerseits sowie andererseits der Einstellung zur Kunst und ihrer Funktion in jener Zeit führt.
Blaundos, Berichte zur Erforschung einer Kleinstadt im lydisch-phrygischen Grenzgebiet. Hrsg. v. DAI Istanbul /Filges, Axel. 2006. 364 S., 2 fb. Taf., 6 Falttaf., 3 Beil. 21 x 30 cm. (Istanb. Forsch. 48) Ln EUR 57,80 ISBN: 3-8030-1769-6 Wasmuth
Barkhofen, Eva M: Ost-Berlin und seine Bauten. Fotografien 1945-1990. Hrsg. v. Berlinische Galerie. 160 S., 170 Abb. 23 x 27 cm. Wasmuth, Tübingen 2006. EUR 24,80 ISBN: 3-8030-0661-9 Wasmuth
Die so unverkennbar besondere städtebauliche Entwicklung Ost-Berlins in Wort und Bild.
Die nach dem Zweiten Weltkrieg vollzogene Teilung Berlins und der Mauerbau hat in Ost-Berlin zu einem radikalen Bruch mit der architekturhistorischen Kontinuität geführt. Diese einmalige Situation, die Teilung einer Hauptstadt, in deren Struktur aus politischen Gründen massive Eingriffe vorgenommen wurden, begründet die Bedeutung des Bildbandes.
Da Ost-Berlin im Brennpunkt des Kalten Krieges stand, erlangte die dortige Stadtplanung und Architektur für die Selbstdarstellung der gesamten DDR eine weit reichende, architekturhistorische Bedeutung. Der Bildband zeigt die Werdung Ost-Berlins aus den Trümmern, dem Abriss, der Wiederherstellung, der Erneuerung der Stadtstrukturen, bis hin zu Kultur-, Sport- und Massenwohnungsbauten in zum Teil völlig unbekannten Details. Vor allem die verworfenen und nie realisierten Planungen, die in Modellen und Zeichnungen überliefert sind, können zu einer neuen Gesamtschau der städtebaulichen Entwicklung der ehemaligen Hauptstadt der DDR beitragen.
Die zum größten Teil erstmals veröffentlichten Fotografien sind dem ehemaligen Magistratsarchiv Ost-Berlins entnommen, das in die Architektursammlung der Berlinischen Galerie eingegangen ist.
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Frick, Dieter: Theorie des Städtebaus, zur baulich-räumlichen Organisation von Stadt. 2006. 196 S., 5 sw. u. 3 fb. Abb. 16 x 22 cm. Pb EUR 25,00 ISBN: 3-8030-0654-6 Wasmuth
Die baulich-räumliche Dimension von Stadt- und Raumplanung, der Städtebau, dominiert in der Praxis, wird in der Theorie jedoch unterbewertet. Dies deutlich zu machen und einen Weg zur Abhilfe zu beschreiben, ist das erste Anliegen dieses Buches. Daneben möchte es dazu beitragen, die verbreitete Sprachunsicherheit im Bereich des Städtebaus durch möglichst klare Begriffsbestimmungen einzugrenzen und diese in ein System erklärender und normativer Theorie einzuordnen. Im Mittelpunkt steht dabei die „baulich-räumliche Organisation“ von Stadt. Der Begriff versteht sich analytisch – wie diese baulich-räumlich organisiert ist –, wie auch normativ: Wie sie organisiert werden soll. Die Zielvorstellungen werden wie die einzelnen Handlungsfelder (Stadterweiterung, -erneuerung, -umbau), an denen sie zu konkretisieren sind, systematisch dargestellt. Dies mündet in einer Darstellung der geeignet erscheinenden Konzeptionen für eine künftige Stadtform. Schließlich werden die derzeit gängigen Verfahren und Instrumente der Stadtplanung auf ihre Kompatibilität mit den zuvor entwickelten Begriffen und ihren Inhalten untersucht und damit zugleich die Theorie auf die Praxis bezogen.
Traversinersteg. [Graubünden] Fotografisches Tagebuch 14. April - 16. August 2005. Beitr. v. Baus, Ursula /Sachsse, Rolf /Schlaich, Jörg. Hrsg.: Dechau, Wilfried. 2006. 96 S., 70 drucklackierten Abb. 28 x 38 cm. Gb EUR 78,00 ISBN: 3-8030-0662-7 Wasmuth
Großformatiger Bildband mit etwa 70 meist ganzseitigen Fotos vom Bau des Traversinerstegs, einer Fußgängerbrücke in den Graubündner Alpen
Jürg Conzett hat schon viele ungewöhnliche Brücken gebaut. Die Punt da Suransuns, eine der weltweit schönsten Fußgängerbrücken, wurde 1999, wie jetzt auch der Traversinersteg, im Zuge des Viamala-Wanderweges nach seinen Plänen gebaut – eine grazile Hängebandbrücke aus mit Flachstahlbändern vorgespanntem Andeerer Granit. Wer den eigenwilligen Ingenieur Jürg Conzett kennt, weiß, dass er Wiederholungen meidet. So plante er 2005 für das Traversinertobel zwar ebenfalls eine Hängebrücke, diesmal aber aus Holz, vorgespannt und ausgesteift durch ein Seilfachwerk. Wilfried Dechau hat die Bauarbeiten – vom Aushub der Fundamente über das spannende Spannen der Seile bis zum letzten Handgriff der Zimmerleute am Handlauf der Fußgängerbrücke – mit der Kamera begleitet. Er war auf der Baustelle den Handwerkern genauso auf den Fersen wie den Ingenieuren und hat nicht nur das allmähliche Werden der Brücke in Bildern festgehalten, sondern auch die Konzentration und Anspannung in den Gesichtszügen feinfühlig protokolliert. In diesem Bildband geht es nicht nur um eine Fußgängerbrücke in schwindelnder Höhe, es geht um das Abenteuer des Bauens und die Faszination des Ingenieurberufes schlechthin.
Der Autor: Wilfried Dechau war viele Jahre Chefredakteur einer Fachzeitschrift für Architekten und Ingenieure. Sein besonderes Augenmerk galt dabei immer der Fotografie. Unzählige Fotos, viele Texte und Aktivitäten legen Zeugnis davon ab. 1995 hat er den seither alle zwei Jahre international ausgelobten Architekturfotografie-Preis architekturbild ins Leben gerufen. 1996 verfasste er ein Buch über die Architekturfotografie (»architektur abbilden«), 2003 hat er den Verein architekturbild e.v. gegründet, dessen Ziel es ist, das künstlerische Niveau der Architekturfotografie zu fördern. 2001 wurde seine Fotoserie zum Bau der kurze Zeit weltweit größten Hängebrücke über den Storebelt mit dem Kodak Fotokalenderpreis ausgezeichnet. Seit 2005 widmet sich Dechau vor allem der Aufgabe, das Bauen selbst im Bild festzuhalten und nicht nur das fertige Bauwerk.
Sanghae, Yi /Hyejin, Song: Chongmyo. Der Königliche Ahnenschrein. [Korea, Seoul] 2005. 160 S., 70 Abb., davon 24 fb., Pläne. 23 x 28 cm. Gb EUR 58,00 ISBN: 3-8030-0656-2 Wasmuth
Andreas Eckardt, der die koreanische Kunst in Westeuropa bekannt machte, schrieb einst in seiner "Geschichte der koreanischen Kunst": "Es ist nicht übertrieben (...) [herauszustellen], dass Korea vielfach die schönsten, oder sagen wir besser, klassischsten Kunstwerke Ostasiens geliefert hat, verschieden von der oft übertriebenen und manchmal verzerrten Kunstform Chinas und der manchmal zu gefühlvollen und zur Schablone ausgearteten Kunst Japans." Dies zeigt sich vor allem in der Architektur des Königlichen Ahnenschreins in Seoul, der die Herrschaft der Yi- oder Choson-Dynastie (1392-1910) begründen und zu einer nach konfuzianischer Lehre idealen Gesellschaft beitragen sollte.
Die Errichtung des Schreins war eine der ersten wichtigen Baumaßnahmen der Yi-Dynastie, die den Konfuzianismus als Staatsideologie propagierte. König T'aejo ließ 1395 im Zentrum seiner neuen Hauptstadt Hanyang den Kyongbok-Palast und rechts von ihm, im Osten, den Königlichen Ahnenschrein sowie links von ihm, im Westen, den Erd- und Getreidealtar erbauen. Denn es heißt im Buch der Riten, dass für einen König, der in seinem Palast nach Süden blickte, "zu seiner Rechten der Altar für die Erd- und Getreidegottheit und zu seiner Linken der Königliche Ahnenschrein liegen sollte". - Nach konfuzianischer Lehre bedeutete Regieren mit dem Blick nach Süden, dem Gebot der Gerechtigkeit zu folgen. Aufschwung und Untergang eines Staates wurden mit "Existenz und Verfall des Königlichen Ahnenschreins und des Erd- und Getreidealtars" umschrieben.
Der Königliche Ahnenschrein: Chongmyo (aus chong: Grundlage, Ursprung, Vorfahr und myo: Schrein für Seelentafeln) beherbergt die Seelentafeln der Könige und Königinnen der Yi-Dynastie. Er ist der wichtigste Ort für die Ahnenriten, denen im Konfuzianismus höchste Bedeutung zukommt: Hier wird mit den königlichen Ahnenseelen Kontakt aufgenommen, sie werden mit Musik erfreut, Opfer werden dargebracht, d. h. den Verstorbenen wird wie Lebenden aufgewartet. Die Zeremonien finden heute am ersten Maisonntag jeden Jahres statt.
König Sejong errichtete 1421 hinter dem Chongmyo die Halle des ewigen Friedens, die ebenfalls Seelentafeln von Königen aufnahm. Nach der Zerstörung des Ahnenschreins während des Imjin-Krieges wurde er von König Kwanghae 1608 in seiner heutigen Form mit den längs nebeneinander liegenden, nun zusammengehörenden Bauteilen Haupthalle und Halle des ewigen Friedens wiederaufgebaut. Das Bauwerk wurde nach chinesischem Vorbild errichtet, ist aber im Gegensatz zu den prunkvollen und komplexen Bauten der Ming- und Qing-Dynastien in Peking in Struktur und Dekoration von Maßhaltung und Verzicht gekennzeichnet. Bei der Tanch'óng-Bemalung wurde bei Farben und Mustern äußerste Zurückhaltung geübt. Auch die den Hof des Schreins definierenden Architekturelemente sind einfach gehalten. Seelenweg, Steinterrasse, Treppe und Einfriedung sind auf das Mindestmaß reduziert. Diese Gedrängtheit und Schlichtheit steigern noch die Erhabenheit des Königlichen Ahnenschreins.

Ein zum UNESCO-Weltkulturerbe zählendes Bauwerk, das die konfuzianische Gedankenwelt in Architektur umsetzt, wird in diesem Buch in all seiner besonderen Schönheit präsentiert.
J.S.K. Architekten. Gestaltete Funktion /Vision and Function. Vorw. v. Flagge, Ingeborg. Beitr. v. Bürk, Gunter P J /Freyend, EckartJ von /Joos, Helmut /Santifaller, Enrico. 2005. 180 S., 320 meist fb. Abb. 30 x 24 cm. Gb EUR 49,90 ISBN: 3-8030-0637-6 Wasmuth
Die 100 Bauten und aktuellen Projekte der Architekten von J.S.K, die in diesem Buch in Plänen und Fotos vorgestellt werden, zeichnen sich durch Sachlichkeit, Klarheit und Rationalität aus. Es sind diese Eigenschaften, welche die vielseitige Tätigkeit dieses international tätigen deutschen Architekturbüros, das zu den heute führenden zählt, besonders auszeichnen und interessant machen. Ihre Werke vereinigen Wirtschaftlichkeit und den technologisch letzten Stand – Funktionalität – mit Forderungen nach Repräsentation und Ästhetik – gelungener Gestaltung –, sind dabei auch ökologisch sinnvoll und beziehen das jeweilige Umfeld mit ein. Schwerpunkte dieses großzügig bebilderten Buches, das auch ein Werkverzeichnis des Büros enthält, bilden Verwaltungs- und Bürogebäude, Hochhäuser, Hotels, Messehallen und Arenen, Technologie- und Innovationsparks sowie Verkehrsbauten oder auch die Modernisierung in denkmalgeschützter Substanz. Auch zahlreiche in früheren Verlagswerken noch im Planungsstadium präsentierte Projekte von J.S.K werden hier als fertige Bauten gezeigt – als gelungene Beispiele der Umsetzung der seit der Gründung des Büros bestehenden Unternehmensphilosophie: bei jeder Aufgabe ein ausgewogenes Verhältnis von innovativen Konzepten und praxisbewusster Realisierung anzustreben und zu allererst für den Menschen und seine Bedürfnisse zu bauen. Neben eigentliche J.S.K-Bauten treten in diesem Band auch solche des Planungsbüros SIAT GmbH in München, dessen Übernahme durch J.S.K im Sommer 2005 erfolgte. Die speziellen Kenntnisse und Erfahrungen dieser Planer – etwa beim Bau von Forschungsanlagen, Bildungseinrichtungen, Industrie- und Produktionswerken, aber auch bei Studien und Facility-Management-Konzepten – ergänzen und erweitern das ohnehin breite Portfolio von J.S.K noch einmal beträchtlich.
Aus dem Inhalt:
Hochhäuser: Campanile, Skyper, MAX, Metzler-/LHB-Bank und Rebstockpark in Frankfurt, GAP 15, Oberbilk und Oberkassel in Düsseldorf, Iceberg, Swiss Tower, AL-Zubara- und QIPCO Office Tower in Qatar, Flower of the East Hotel auf Kish Island; Büro- und Verwaltungsgebäude: Frankfurter Welle, Broker und Office Center Frankfurt, HWI Düsseldorf, DLZ Nord Berlin-Ostkreuz, Siemens Rail Automation Academy Braunschweig, Europäisches Patentamt und Siemens Bürogebäude in München, T-online unternehmenszentrale in Darmstadt, DaimlerChrysler Warschau; Modernisierte Bauten: Knorr Bremse Berlin, Thailändische Botschaft in Berlin, Alvearium in Frankfurt, Hohenzollernwerk in Düsseldorf, Bürocenter Fürstenhof in Leipzig; Technologie- und Innovationsparks in Nürnberg, München, Ratingen, Frankfurt, Köln, Oberkochem, Berlin, Leipzig und Budapest; Hotels, Messehallen und Arenen, Kongress- und Einkaufszentren in Mainz, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Berlin, Warschau und Qatar; Verkehrsprojekte: Bahnhöfe Papestraße und Ostkreuz in Berlin, Flughäfen in Frankfurt, Düsseldorf, Berlin, München und Warschau etc.
Zielgruppen:
Architekten, Architekturinteressierte, Stadt- und Landschaftsplaner
Bornemann, Manfred /Soltys, Beatrice: Torhäuser öffnen Türen. [Ludwigsburg] 2005. 96 S., 84 meist fb. Abb. 17 x 28 cm. Ebr EUR 14,90 ISBN: 3-8030-0659-7 Wasmuth
Wacht- und Zollhäuser haben eine lange Tradition. Jahrhunderte hindurch hat die Obrigkeit Torhäuser bauen lassen, um die Zugänge von Burgen und Schlössern, von Stadt- und Provinzgrenzen zu bewachen. Und um Zoll- und Wegegeld zu kassieren. Viele dieser Wachthäuser sind mit den Jahren verschwunden, einzelne Gebäude haben die Stürme der Zeit überdauert, und manche Stadt ist stolz, ein sorgfältig restauriertes, zivil genutztes Torhaus im Stadtbild zeigen zu können.
Die Stadt Ludwigsburg hat nicht nur ein Torhaus, sondern gleich sechs solcher Gebäude aus dem 18. und dem frühen 19. Jahrhundert, die als Erinnerungstücke der früheren Stadtbefestigung übrig geblieben sind. Jahrzehnte lang haben die barocken Torhäuser der einstigen Stadtbefestigung im Schatten des öffentlichen Interesses gestanden. Jetzt hat die Stadt die historischen Gebäude mit finanzieller Unterstützung der „Wüstenrot Stiftung Ludwigsburg“ sanieren lassen und sie in ein erweitertes Kulturangebot eingebunden.
Baulich zeigt das Sanierungsprogramm, wie man in vorbildlicher Weise mit modernen architektonischen Mitteln auf die historische Bausubstanz und die künftigen Nutzer eingehen kann. Thematisch bieten die öffentlich zugänglichen Programme in den Torhäusern ein Angebot, das die kulturelle Arbeit in der Stadt bereichert und auch auswärtige Gäste neugierig macht. Das anspruchsvoll in Wort und Bild gestaltete Buch nimmt den Leser mit auf einen Rundgang durch die kleinen, aber feinen Ausstellungshäuser, in denen der Besucher reizvolle Einblicke gewinnt – auf die moderne Innenarchitektur und auf die thematische Vielfalt unter dem Motto „Historie-Gegenwart-Zukunft“, das die ehemaligen Wachthäuser heute wieder verbindet.
Sichten Neun. Jahresausstellung 2005 des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt. Hrsg.: Kilian, Tim /Mertens, Patrick/Notthoff, Geraldine /Valiano, Arion. 2005. 272 S., 650 fb. Abb., 19 3 D Bilder, mit 1 3D Brille 23 x 28 cm Pb EUR 19,80 ISBN: 3-8030-0658-9 Wasmuth
Eine Einführung in Arbeitsweisen und Visionen einer heranwachsenden Generation junger Architekten/innen

Zum nunmehr neunten Mal haben engagierte Architekturstudenten der Technischen Universität Darmstadt die besten Studienarbeiten der vergangenen beiden Semester überprüft und geordnet. Was vor Jahren als interne Leistungsschau begann, hat sich im Lauf der Zeit zu einer weit über Darmstadts Grenzen hinaus bekannten und angesehenen Ausstellung entwickelt.
Um die diesjährige Ausstellung auch räumlich erfahrbar zu machen, werden die Exponate auf mehreren Ebenen in der Halle der Centralstation gezeigt, um zu verdeutlichen, dass Architektur sich in drei Dimensionen bewegt. Ein weiteres innovatives Vorhaben des diesjährigen Sichten-Teams besteht darin, den bislang universitätsinternen Vergleich der Studienleistungen auf nationaler Ebene auszuweiten. So wurden andere Hochschulen dazu eingeladen, eine Auswahl ihrer Studienleistungen im Rahmen von "Sichten Neun" zu präsentieren. Die Universität der Künste Berlin stellt beispielsweise einige Arbeiten im Darmstädter Club „das Stella“ aus. Außerdem bestehen enge Kontakte zu Hochschulen in Hamburg, Delft und Barcelona; Anfang 2006 geht "Sichten Neun" sogar auf Reisen und macht Station in Berlin und Florenz. Durch die Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen soll ein Dialog, ein gegenseitiger Austausch ermöglicht werden. Langfristig ist das Ziel, Sichten zu einem nationalen, wenn nicht internationalen Präsentations- und Vergleichsforum auszubauen.
Ägypten Griechenland Rom. Abwehr und Berührung. Hrsg. v. Beck, Herbert /Bol, Peter C /Bückling, Maraike. 2005. 700 S., 650 fb. Abb. 28 x 21 cm. Pb. EUR 35,80 ISBN: 3-8030-1057-8 Wasmuth
Interkulturelle Kontakte in der Antike: Hier wird anschaulich, wie sich ab dem 2. Jahrtausend v. Chr. Ägypten, Griechenland und Rom in Kunst und Kultur gegenseitig beeinflussten und befruchteten.
Interdisziplinärer Austausch in der Forschung: Hier manifestiert sich eine bisher nicht gekannte Zusammenarbeit zweier traditionell so unterschiedlich angelegter wissenschaftlicher Disziplinen wie der Ägyptologie und der Klassischen Archäologie
Den Anstoß zu diesem Projekt gab die lebensgroße Statue Alexanders d. Gr. aus Rosengranit, die im Jahr 2000 für das Liebieghaus in Frankfurt erworben werden konnte. Sie stellt den makedonischen Welteroberer als ägyptischen Pharao dar. Der traditionelle, ganz auf Vorderansicht angelegte Typus hat bei der Umsetzung durch einen griechischen Künstler allerdings eine ungewohnte Belebung erfahren: So sind z.B. die Bewegungen und Asymmetrien der Statue sowie die Modellierung des Gesichts der ägyptischen Formensprache eigentlich fremd. Hier ergaben sich Fragen zur gegenseitigen kulturellen Beeinflussung. In welcher Weise wurde die Kunst Griechenlands und Roms durch ägyptische Vorbilder geprägt? Und wie reagierte Ägypten wiederum auf die Begegnung mit griechischen und römischen Ausdrucksformen? Mit dem Versuch, Antworten zu finden und sie an prachtvollen Marmorskulpturen und Sarkophagen, Sphingen, kostbaren Gemmen, feinsten ägyptischen Glaswaren, griechischer Keramik und vielen anderen herausragenden Objekten zu veranschaulichen, werden in diesem Band, der die gleichnamige Ausstellung im Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt am Main begleitet, gegensätzliche Formen des kulturellen Austauschs betrachtet: In Ägypten sperrte man sich zunächst gegen das Fremde, hinter dem nach ägyptischer Weltanschauung das Chaos stand. Erst die Eroberung durch Alexander d. Gr. hat diese kategorische Ablehnung aufgeweicht. Die nicht ohne Widerstände fortschreitende Hellenisierung überlagerte die altägyptische Kultur immer mehr und zog letztlich Ihren Untergang nach sich. In Griechenland hatte man sich dagegen schon früh eindringlich mit der ägyptischen Kultur auseinander gesetzt. Von ihrer genuinen Bedeutung abgelöst wurde sie zur Quelle künstlerischer Inspirationen. Ägyptische Vorbilder und Techniken trugen wesentlich zur Ausbildung der griechischen Architektur und der griechischen Großplastik bei und bereicherten die Ikonographie. Auch in Rom und seinen Provinzen brachte man der ägyptischen Kultur nicht zuletzt wegen ihres hohen Alters eine besondere Bewunderung entgegen. Ägyptische Obelisken dienten der kaiserlichen Repräsentation, ägyptische oder ägyptisierende Motive schmückten öffentliche und private Räume. Kulte ägyptischer Gottheiten verbreiteten sich über das ganze römische Reich.
Fast 400 erlesene Kunstwerke aus 80 Museen und Sammlungen in aller Welt sind hier erstmals in einem Band versammelt. Sie bieten einen – oftmals überraschenden – Blick auf die künstlerische Bedeutung der Kontakte zwischen den antiken Kulturen Ägypten, Griechenland und Rom.
40 international renommierte Wissenschaftler – Ägyptologen, Klassische Archäologen und Althistoriker – entschlüsseln die Hintergründe und mannigfaltigen Aspekte dieser Kulturbegegnungen.
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