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Wasmuth Verlag

 
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Hans van Heeswijk. Architecten. Beitr. v. Ibeling, Mels C /Heeswijk, Hans van /Tiesing, Frank. 2005. 530 S., 500 fb. Abb., fb. Abb. u. Pläne, 19 x 25 cm. Pb EUR 49,90 ISBN: 3-8030-0655-4 Wasmuth
Hans van Heeswijks Architekturbüro wurde 1985 in Amsterdam gegründet und machte sich aufgrund seiner Innovationsfreude schnell einen Namen. Mittlerweile ist eine Vielzahl unterschiedlichster Entwürfe, Bauten und anderer Aufgaben in Angriff genommen und realisiert worden, darunter Bürogebäude, öffentliche Gebäude, Museen, Brücken, Modernisierungen, Generalüberholungen und Innenausstattungen, aber auch Arbeiten im Bereich des Product design.
All diese Projekte bestechen durch Intelligenz und makellose Perfektion in der Ausführung, eine Tugend, die in Zeiten knapper Budgets immer seltener wird. Formal wirken die Entwürfe von Hans van Heeswijk Architekten zunächst zurückhaltend, um dann bei näherer Betrachtung durch subtile Artikulationen zu überraschen. Jedes Detail wirkt überzeugend – die Aura ruhiger Gelassenheit, die diese Arbeiten ausstrahlen, ist typisch für Bauten, die mit großer Sorgfalt und Gründlichkeit komponiert wurden.
Die vorliegende Monographie dokumentiert die Arbeit und Philosophie von Hans van Heeswijk Architecten während der letzten 10 Jahre. Auch das neueste Projekt, der kürzlich erteilte Auftrag zur Generalinstandsetzung des Hermitage Museums in Amsterdam, wird hier bereits vorgestellt.
Essays von Hans van Heeswijk und Hans Ibelings sowie ein Gespräch zwischen Hans van Heeswijk und dem holländischen Reichsbaumeister Mels Crouwel ergänzen den bis ins Detail illustrierten Projektteil.
Aus dem Inhalt:
Öffentliche Bauten: Satelietmuseum der Hermitage in Amsterdam; Artothek und Museum, Breda; Rathaus und Bibliothek, Heerhugoward; Schul- und Bürogebäude, Amsterdam. Bürobauten: Sportsaal und Architekturbüro Hans van Heeswijk Architecten, Amsterdam; Geo-Informationsdienst, Delft; Constellation und Convair Building am Flughafen Schiphol. Umnutzungen: Parkgaragen Daalwijkdreef, Amsterdam. Wohnbauten: Dapperbuurt, Amsterdam; IJdoornlaan, Amsterdam. Infrastrukturelle Bauten: U-Bahn-Station Parkweg, Schiedam; Brücke Papendorp, Utrecht; Brücken Deventer; Zouthavenbrug, Amsterdam. Renovierungen: Wohnbauten Brandaris, Nordwachter und IJdoorn, Zaandam u.v.a.

Zielgruppen:
Architekten, Architekturinteressierte, Stadtplaner
Krier, Rob: Figuren. Gezeichnetes Tagebuch. 14.6.94 - 1.9.94. 2005. 264 S., 127 fb. Abb. 12 x 17 cm. Ln EUR 29,80 ISBN: 3-8030-3311-X Wasmuth
Zeichnungen und Skulpturen: das künstlerische Werk des bekannten Architekten.
Der 1938 in Luxemburg geborene Architekt Rob Krier übernahm nach seinem Studium an der TU München einen Lehrauftrag für Entwerfen an der Technischen Universität Wien. Gleichzeitig unterhielt er dort ein Architekturbüro, bis er 1993 nach Berlin umsiedelte und Christoph Kohl als Juniorpartner aufnahm. Bekannt wurde Krier insbesondere durch seine Bauten im Rahmen der IBA Berlin (Ritterstraße, Rauchstraße), in die er seine Vorstellungen von Stadtraum einbringen konnte, sowie die städtebauliche Gesamtanlage Kirchsteigfeld bei Potsdam. Mit seinen Beiträgen zur erneuten Einbeziehung traditioneller Raumkompositionen in den Städtebau der Nachkriegszeit gewann er auch internationale Beachtung. Er gilt als Anwalt einer Stadtarchitektur, die über die bloße Nützlichkeit hinaus auch zur Verschönerung des Lebensumfelds beitragen soll. Die Beachtung des menschlichen Maßstabs beim Bau, die Bevorzugung des individualisierten, parzellierten Häuserblocks und die soziale Rückdimensionierung von Architektur zielen auf die Wiederbelebung des Viertels oder Quartiers.
Zeitgleich zur monographischen Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt vom 6. August bis 30. Oktober erscheinen zwei kleinformatige Bände, die zum einen das zeichnerische Schaffen Rob Kriers, zum anderen sein bildhauerisches Werk dokumentieren. Seine unablässige künstlerische Produktivität in diesen Bereichen ist für ihn ebenso wichtig wie die Rationalität des Bauens: „Mein Traum ist es immer gewesen, beides zu verbinden.“
Seine Skulpturen sind der Bodenständigkeit verpflichtet, ihre Sinnlichkeit ist aus dem täglichen Leben gegriffen. „Ich nutze die Sprache der Bewegung des menschlichen Körpers, der lautlosen Gestik, die noch in der Erstarrung alle Bereiche der Gefühlswelt erahnen lässt.“ Diese Körpergebilde streben nach Idealen, die kaum zu erreichen sind, und lassen auch bedrohliche Seiten aufscheinen. Die Suche nach Gleichgewicht und Ausgewogenheit äußert sich in immer neuen Interpretationen: „Die Träume, die mich verfolgen, sind mit Schwermut beladen. Sie sind sich der Unerfüllbarkeit ihrer Begierden bewusst.“ – Rob Kriers Zeichnungen und Figuren sind all dies und zugleich Studien und Modelle im Hinblick auf einen späteren Dialog mit der Architektur; ein imaginärer Standpunkt begleitet sie unsichtbar, ein leerer Sockel oder eine Nische im öffentlichen Raum, an Straßen, Plätzen, Gärten und an Gebäuden, wartet auf sie. Es ist die implizite Sehnsucht nach dem architektonischen Kontext und dem Gesamtkunstwerk.
Krier, Rob: Figuren. In Ton moduliert 1994-2002. 2005. 376 S., 291 fb. Abb. - 12 x 17 cm Ln EUR 29,80 ISBN: 3-8030-3312-8 Wasmuth
Zeichnungen und Skulpturen: das künstlerische Werk des bekannten Architekten.
Der 1938 in Luxemburg geborene Architekt Rob Krier übernahm nach seinem Studium an der TU München einen Lehrauftrag für Entwerfen an der Technischen Universität Wien. Gleichzeitig unterhielt er dort ein Architekturbüro, bis er 1993 nach Berlin umsiedelte und Christoph Kohl als Juniorpartner aufnahm. Bekannt wurde Krier insbesondere durch seine Bauten im Rahmen der IBA Berlin (Ritterstraße, Rauchstraße), in die er seine Vorstellungen von Stadtraum einbringen konnte, sowie die städtebauliche Gesamtanlage Kirchsteigfeld bei Potsdam. Mit seinen Beiträgen zur erneuten Einbeziehung traditioneller Raumkompositionen in den Städtebau der Nachkriegszeit gewann er auch internationale Beachtung. Er gilt als Anwalt einer Stadtarchitektur, die über die bloße Nützlichkeit hinaus auch zur Verschönerung des Lebensumfelds beitragen soll. Die Beachtung des menschlichen Maßstabs beim Bau, die Bevorzugung des individualisierten, parzellierten Häuserblocks und die soziale Rückdimensionierung von Architektur zielen auf die Wiederbelebung des Viertels oder Quartiers.
Zeitgleich zur monographischen Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt vom 6. August bis 30. Oktober erscheinen zwei kleinformatige Bände, die zum einen das zeichnerische Schaffen Rob Kriers, zum anderen sein bildhauerisches Werk dokumentieren. Seine unablässige künstlerische Produktivität in diesen Bereichen ist für ihn ebenso wichtig wie die Rationalität des Bauens: „Mein Traum ist es immer gewesen, beides zu verbinden.“
Seine Skulpturen sind der Bodenständigkeit verpflichtet, ihre Sinnlichkeit ist aus dem täglichen Leben gegriffen. „Ich nutze die Sprache der Bewegung des menschlichen Körpers, der lautlosen Gestik, die noch in der Erstarrung alle Bereiche der Gefühlswelt erahnen lässt.“ Diese Körpergebilde streben nach Idealen, die kaum zu erreichen sind, und lassen auch bedrohliche Seiten aufscheinen. Die Suche nach Gleichgewicht und Ausgewogenheit äußert sich in immer neuen Interpretationen: „Die Träume, die mich verfolgen, sind mit Schwermut beladen. Sie sind sich der Unerfüllbarkeit ihrer Begierden bewusst.“ – Rob Kriers Zeichnungen und Figuren sind all dies und zugleich Studien und Modelle im Hinblick auf einen späteren Dialog mit der Architektur; ein imaginärer Standpunkt begleitet sie unsichtbar, ein leerer Sockel oder eine Nische im öffentlichen Raum, an Straßen, Plätzen, Gärten und an Gebäuden, wartet auf sie. Es ist die implizite Sehnsucht nach dem architektonischen Kontext und dem Gesamtkunstwerk.
Hillenbrand, Robert: Kunst und Architektur des Islam. 2005. 290 S., 190 sw. u. 80 fb. Abb. 15 x 21 cm. Pb EUR 24,80 ISBN: 3-8030-4027-2 Wasmuth
Eine zugleich umfassende wie kompakte Darstellung der Entwicklung der Künste im islamischen Kulturkreis, wie es sie bisher in deutscher Sprache nicht gegeben hat
Ein Muss für jeden, der etwas über Kunst und Islam erfahren will
Robert Hillenbrand, der nicht nur in England als die führende Autorität auf dem Gebiet der Erforschung islamischer Kunst gilt, verfolgt in diesem Buch, das sich als grundlegende Einführung in dieses Thema versteht, die Entwicklung einer außergewöhnlich vielfältigen Spannbreite von Kunstformen: Architektur, Kalligraphie, Buchillumination, Malerei, Keramik, Textilien, Metallarbeiten, um nur einige zu nennen. Er bietet in seinem reich illustrierten Werk einen ausgewogenen Überblick zu diesem weit gefassten Thema – das immerhin 1000 Jahre und geographisch den ausgedehnten Wirkungsbereich muslimisch geprägter Zivilisation umspannt –, indem er den Schwerpunkt auf bestimmte bedeutende Werke legt, die für die verschiedenen Stile und Schulen als repräsentativ gesehen werden können. Diese ausgewählten Beispiele, die in Erscheinung und Wirkung sehr anschaulich beschrieben werden, sind gleichsam ‚Botschafter‘ für die jeweilige Kunstform. Die ‚großen Namen‘ der islamischen Architektur und Kunst – wie der Felsendom, die Alhambra oder Rashid al-Dins „Weltgeschichte“ – stehen dabei neben weniger bekannten, doch genauso faszinierenden Arbeiten, die den Leser die Vielfalt und Tiefe islamischer Kunst erahnen lassen.
Dem Autor gelingt es auch, die richtige Balance zwischen zweckmäßigen Gegenständen für den Alltagsgebrauch und Luxusobjekten, die für die Herrschaftsschicht gefertigt wurden, zu finden. Die Besonderheiten, für welche die einzelnen Dynastien stehen, werden herausgearbeitet wie auch die engen Beziehungen, die zwischen den jeweiligen politischen, religiösen und ökonomischen Gegebenheiten und dieser Kunst bestanden. Vor allem werden die Werke dabei auch mit dem Leben ihrer Schöpfer in Verbindung gebracht, so dass der Leser auch etwas über das Leben in und außerhalb der Paläste in der muslimischen Welt erfährt.
Aus dem Inhalt:
Kunst und Architektur der Umaiyaden, Abbasiden, Fatimiden, Seldschuken, Atabegs, Mamluken sowie der Dynastien im islamischen Westen, der Ilkhane und Timuriden, der Safawiden und der Osmanen
Der Autor:
Robert Hillenbrand ist seit 1989 Professor für Islamische Kunst an der Universität Edinburgh.
Kim, Jaeyeol: Weisses Porzellan und Punch'óng-Keramik. Handbuch der koreanischen Kunst. Band 2. 2005. 312 S., 220 fb. Abb. 13 x 17 cm. Pb EUR 16,80 ISBN: 3-8030-3315-2 Wasmuth
Eine verständliche, aktuelle und leserliche Einführung in zwei wichtige Bereiche aus Koreas reichem künstlerischen Erbe

Das zweibändige Handbuch im handlichen Format ist reich an Inhalt – es enthält alle wichtigen Informationen zur koreanischen Töpferkunst und ihrer Entwicklung.
Ausgrabungsfunde belegen die Existenz von Steinzeug in Korea seit prähistorischen Zeiten. Eine große Rolle spielte es in der Periode des Groß-Silla-Reichs (676–935), als es in allen Lebensbereichen eingesetzt wurde. Die nachfolgende Koryo-Dynastie (935–1392) wird gerne mit dem Seladon-Porzellan identifiziert. Die grüne Ware wurde von China übernommen, doch entwickelte sich in Korea ein unabhängiger Koryo-Stil, der selbst im Ursprungsland hoch geschätzt wurde.
Die Yi-Dynastie (1392–1910) propagierte den Konfuzianismus auf Kosten des Buddhismus, der im religiös-philosophischen Bereich zuvor dominiert hatte. Da weißes Porzellan mit der Lehre des Konfuzius in Verbindung gebracht wurde, ersetzte es nun nach und nach die Seladonware im täglichen Leben der Menschen. So veränderte der politisch-kulturelle Wandel im Land auch das Kunsthandwerk. Die Punch’óng-Ware, die von einer großen Freiheit in Form und Design bestimmt wurde und ganz neue, für Keramik ungewöhnliche Wege ging, entwickelte sich zuerst am Ende des 14. Jahrhunderts und wurde vor allem von den unteren Gesellschaftsschichten verwendet. Die staatlichen Manufakturen der Yi-Dynastie, die weißes Porzellan für den Hof produzierten, drängten sie jedoch immer mehr ins Abseits, bis sie Mitte des 16. Jahrhunderts verschwand.
Während weißes Porzellan die Philosophie und Kultur der Yi-Aristokratie verkörperte: Einfachheit, Anspruchslosigkeit sowie Integrität, praktisch und schlicht war und deshalb auch im Alltag eingesetzt wurde, galten Seladon-Keramiken als edle, kostbare Ware.
Den Autoren beider Bände zur Entwicklung dieser Waren ist es gelungen, die einzelnen Gebiete neu zu erschließen, indem sie über Herstellung wie historische Bedeutung ausgewählter Objekte informieren. Bilder von Vergleichsobjekten, Landkarten, Tabellen, Glossare und Biographien unterstützen die Darstellungen.
Schreiber, Gudrun: Faszination Shal. Persische Woll- und Kaschmirstoffe im Vergleich. 2005. 96 S., 30 sw. u. 65 fb. Abb. 21 x 28 cm. Pb EUR 39,90 ISBN: 3-8030-3310-1 Wasmuth
Dieses Buch lässt auf exemplarische Weise erkennen, wie in einem Kulturkreis das ästhetische Empfinden verbunden mit den technischen Möglichkeiten einer bestimmten Zeit zu exklusiven textilen Produkten, die höchste gesellschaftliche Anerkennung genießen, führen kann. So geschehen mit Woll- und Kaschmirstoffen in Persien vor allem im 18. und 19. Jahrhundert, die eine Sonderstellung in der höfischen Kleidergeschichte einnehmen. Für mehr als tausend Jahre war in den Kulturen des Orients wie in denen des Okzidents Seide das Material des Hofes und der Herrschenden gewesen. Während die Autorin die Geschichte ihrer Ablösung durch die Shal-Fabrikate in Persien und deren weitere Entwicklung nachzeichnet, eröffnet sie interessante Einblicke in die iranische Lebenswelt vergangener Zeiten. Die textilkulturelle Untersuchung begleitet jedoch auch eine Beschreibung der technikgeschichtlichen Hintergründe der Produktion von Woll- und Kaschmirstoffen. Hier zeigt sich dann auch, wie sehr der Einfluss neuer technischer Entwicklungen die Gestaltung und Realisierung solcher Textilien wie auch letztendlich ihren Niedergang bestimmen kann. Auf der Grundlage von Einzelanalysen - wobei der Autorin für die Untersuchung zahlreiche Beispiele zur Verfügung standen - werden die eingesetzten Materialien, die Herstellungsmethoden und -techniken sowie die Struktur und die typischen Muster bestimmt. Trotz aller Schwierigkeiten und Unsicherheiten, die stets mit der Herausarbeitung von Unterscheidungsmerkmalen einher gehen, die für eine gesicherte Zu- und Einordnung historischer Textilien nach Provenienzen relevant sind, gelingt es, Kriterien für eine Abgrenzung der persischen Shals gegenüber vergleichbaren indischen und europäischen Stoffen zu entwickeln.
Eine gelungene Analyse der gestalterischen, textiltechnischen und textilchemischen Aspekte des "Shal" - eines exklusiven Kleidungsstücks, das Land und Leute in Iran über Jahrhunderte prägte.

Aus dem Inhalt:
Die Bedeutung der Stoffe im historischen Verlauf von den ersten Hinweisen bis zum Ende der Shal-Tradition Anfang des 20. Jahrhunderts; Formen und Materialien der Kleidung in Persien in dieser Zeit und ihre gesellschaftliche Bedeutung; Textilien im Wohnbereich, im sakralen Bereich, im Zeremoniell der Feste; die Rohstoffe; allgemeine Produktionsbedingungen; Methoden und Techniken; im Vergleich mit indischen Wirkarbeiten und europäischen Schals: Struktur der Shals und Ornamentik; eine Analyse der Woll- und Kaschmirstoffe mit dem Versuch einer Zuschreibung von Provenienzen.
Tunesien Ifriqiya. 13 Jahrhundert Kunst und Architektur. Hrsg. Museum ohne Grenzen. 2003. 312 S., 230 fb. Abb., 15 Planskizzen 15 x 21 cm. Pb EUR 24,80 ISBN: 3-8030-4103-1 Wasmuth
Seit dem 9. Jahrhundert konnte Ifriqiya über Syrien und Ägypten mesopotamische sowie auch andalusische Einflüsse in sich aufnehmen und diese weiterentwickeln, ohne mit berberischen, karthagischen, römischen und byzantinischen Traditionen brechen zu müssen: ein vollendeter Synkretismus, dessen zahlreiche Zeugnisse noch heute in Tunesien sichtbar sind, von den majestätischen Bey-Residenzen in der Hauptstadt bis hin zur strengen Ibaditen-Architektur auf Djerba. Ribats, Moscheen, Medinas, Zawiyas, Ksur und Ghurfas säumen geschichtsträchtige Landstriche, die es auf dieser Ausstellungsstraße zu entdecken lohnt.
Jahrbuch Bau und Raum 2005 /Annual Buildings and Regions 2005. Beitr.: Bredow, Jürgen /Fischer, Reiner /Harrap, Julian /Karbe, Roger /Krekeler Ruiken & Vetter /Kretschmar, Ulrike /Rühm, Gerhard /Seipelt & Dluzniewski. Hrsg. v.Bundesamt f. Bauwesen. 2005. 160 S., 300 fb. Abb., meist fb. Abb. 24 x 30 cm. Pb EUR 34,80 ISBN: 3-8030-0649-X Wasmuth
Namhafte Architekten, Städtebauer, Wissenschaftler und Künstler präsentieren in diesem siebten Jahrbuch-Band aktuelle Projekte des Bundes aus den Bereichen Architektur, Kunst und Raumordnung. Es sind dies in Berlin u. a. die Rekonstruktion der Museumsinsel mit Beiträgen über das Neue Museum oder die Fertigstellung des Münzkabinetts im Bodemuseum, die Instandsetzung des Zeughauses mit Ieoh Ming Peis gläserner Überdachung des Schlüterhofes oder die Neugestaltung des Museums für Vor- und Frühgeschichte im Langhausbau von Schloss Charlottenburg. Als Bundesbauten im Ausland sind es der Neubau der Botschaftsresidenz in Lima durch das dortige Architektenbüro Belaunde & Reiser oder die Sanierung und der Umbau jener in Algier in Zusammenarbeit mit dem Berliner Büro Krekeler, Ruiken & Vetter, die vorgestellt werden – wie auch das Goetheinstitut in Jakarta der gleichfalls in Berlin ansässigen Architekten Seipelt und Dluzniewski.
Einen Ausblick in die Zukunft erlaubt die Veröffentlichung des Wettbewerbs für die Erweiterung der einst von Otto Bartning errichteten Deutschen Schule in Lissabon oder der Wettbewerb zur Umnutzung einer großflächigen, auf das Dritte Reich zurückgehenden „Kraft-durch-Freude“-Ruine am Strand von Prora auf Rügen.
Kunst am Bau ist an der Zentrale der Deutschen Welle in Bonn in Form von Kunstinstallationen internationaler Künstler zu besichtigen.
Aus dem Inhalt:
Berlin: Museumsinsel (Neues Museum, Münzkabinett im Bodemuseum), Zeughaus, Museum für Vor- und Frühgeschichte im Schloss Charlottenburg; Bonn: Kunst für die Deutsche Welle (von Sokari Douglas Camp, Yoshiyuki Miura, Babek Saed, Igor + Svetlana Kopystiansky, Manuel Marin); Deutsche Botschaftsresidenzen in Lima und Algier; Deutsche Schule in Lissabon; Goetheinstitut in Jakarta
Zielgruppen:
Architekten, Stadt- und Landschaftsplaner, Architektur- und Kunstkritiker, aber auch Architektur- und Kunstinteressierte im weitesten Sinne
Dominikus Böhm 1880-1955. Beitr.: James-Chakraborty, Kathleen /Pehnt, Wolfgang /Speidel, Manfred /Voigt, Wolfgang /Weller, Christian. Hrsg.: Flagge, Ingeborg /Voigt, Wolfgang. 2005. 240 S., 380 Abb. 23 x 30 cm. Gb EUR 49,90 ISBN: 3-8030-0646-5 Wasmuth
Dominikus Böhm, in dessen 50. Todesjahr diese Monografie erscheint, gilt – neben Rudolf Schwarz – als bedeutendster deutscher Kirchenbaumeister des 20. Jahrhunderts. Der Anstoß für sein gebautes Werk kam aus der liturgischen Reformbewegung in der katholischen Kirche, die aus passiven Gottesdienstbesuchern aktive Teilnehmer des Geschehens machen wollte. Vier Jahrzehnte vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil schuf Böhm hierfür den architektonischen Raum: Die aus einfachsten Volumen gebildete Notkirche in Offenbach (1919) und die Pfarrkirche in Dettingen bei Hanau (1922) gelten als die ersten Sakralbauten der Moderne in Deutschland, die sich dem vorgeschriebenen historischen Baustil verweigerten. Sein Entwurf „Circumstantes“ (1923) war der erste seiner Art, der mit dem Altar den über Jahrhunderte von der Gemeinde abgerückten Handlungsmittelpunkt des katholischen Ritus konsequent wieder in den Raum und unter die Menschen stellte.
In den 1920er-Jahren entwickelte sich Böhms Werk vom Expressionismus zu einer religiös gebundenen Sachlichkeit, die oft monumentale Züge zeigt, ohne dabei in die Härte und Kälte von Herrschaftsarchitektur zu verfallen. Bahnbrechend wirkte seine Kirche in Bischofsheim bei Mainz (1926) mit ihrem parabolisch gekrümmten rohen Betongewölbe über dem Innenraum. In seinen Bauten verbindet sich der Wille zur neuen Form mit baumeisterlicher Fügung und Materialwirkung und reich gestalteten Oberflächen, die häufig die Reize der Mauerwerksschichtungen präsentieren. Die Kirchen in Köln-Riehl und im oberschlesischen Hindenburg (beide 1930) stehen im Rang von Hauptwerken der Architekturmoderne mit internationaler Ausstrahlung.
Aus dem Inhalt:
Dominikus Böhm in den Strömungen seiner Zeit; Vorhallen und Raumstimmungen; Böhms Ausstrahlung in die USA; Doppelcharakterstudie mit Rudolf Schwarz; Böhm und die angewandten Künste, sakrale Kunst und Glasfenster, Architekturfotografie; eine kommentierte Werkliste mit einer hochwertigen Bilddokumentation, die vor allem die in besonders ausdrucksvollen Zeichnungen überlieferten Entwürfe aus dem Nachlass herausstellt.
Ende im Gelände. Flächen gewinnen für unsere Zukunft, Lesebuch mit wertvollen Hintergrundinformationen und Film-DVD(45 Minuten). Beitr.: Grab, Heiner /Feldtkeller, Andreas. Regie: Metzger, Patrik. Hrsg.: Landesnaturschutzverband. 80 S., 120 fb. Abb. 17 x 24 cm. Wasmuth, Berlin 2005. EUR 12,80 ISBN: 3-8030-0650-3 Wasmuth
Aktuell wird in Baden-Württemberg täglich eine Fläche von über 10 ha (das entspricht 13 Fußballfeldern) bebaut – mit gravierenden ökologischen und ökonomischen Folgen. Die Politik hat das Problem inzwischen wahrgenommen, doch von einer klaren Lösungsstrategie ist man noch weit entfernt.
Das Medienpaket „Ende im Gelände“ mit Film und Lesebuch verdeutlicht originell und eindrucksvoll das aktuelle Problem des überzogenen Flächenverbrauchs. Mit anschaulichen Beispielen werden die Auswirkungen auf Naturhaushalt und Lebensqualität aufgezeigt, die Hintergründe beleuchtet und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt.
„Ende im Gelände“ will zu mehr Sorgfalt im Umgang mit Grund und Boden aufrufen: Eine Siedlungspolitik, die auf mehr Effektivität im Umgang mit der Fläche achtet, kann gleichzeitig zu mehr Lebensqualität in den Städten und Gemeinden führen.
 Rezension lesen
go south. Das Tübinger Modell. Beitr.: Feldkeller, Andreas; Herwig, Oliver; Russ-Scherer, Brigitte. Hrsg.: Maddalena, Gudrun Th de; Schuster, Matthias. 2005. 180 S., 100 fb. Abb., 100 meist fb. Abb. 17 x 21 cm. Pb EUR 28,80 ISBN: 3-8030-0647-3 Wasmuth
Ein zukunftsweisendes städtebauliches Modell wird in Text und Bild und einer beispielhaften Gestaltung kongenial präsentiert
Im Süden Tübingens im ehemaligen Kasernenviertel ist ein neuer Stadtteil entstanden, der für die Wiedergewinnung unserer Städte als lebendige und attraktive Wohnorte beispielhaft werden kann. Auf einstigen Brachflächen realisierten vorwiegend private Bauherren und Baugemeinschaften Häuser mit neuen und individuellen Wohn- und Nutzungskonzepten. Die Palette urbaner Bausteine reicht dabei vom Einfamilienhaus bis zum Stadthaus für fast 30 Familien, vom Generationenprojekt bis zum Gründerzentrum, vom umgenutzten Altbau bis zum Passivhaus. Bewohner und Stadt dokumentieren hier ein neues Bewusstsein städtischer Architektur und lebendiger Stadt. Die Tübinger Südstadt wurde u. a. auch mit dem Europäischen Städtebaupreis 2002, dem Landeswettbewerb „zukunftsfähige Stadterneuerung“ in Baden-Württemberg, dem DIFA-Award „Europas beste Quartiere“ 2004 und dem Hauptpreis des „sternstadt-Wettbewerbs“ ausgezeichnet. Bereits 2001 erhielt die „Stadt der kurzen Wege“ den Deutschen Städtebaupreis.
Diese farbige Dokumentation veranschaulicht in den brillianten Fotos von Gudrun Theresia de Maddalena anhand einzelner Häuser dieses so besonderen Stadtteils die architektonische Qualität individuellen Bauens und deren Zusammenspiel im urbanen Kontext. Die Textbeiträge namhafter Autoren beleuchten Hintergründe, Konzepte und Strategien der ‚lebendigen‘ Stadt und ordnen das Tübinger Projekt in einen größeren städtebaulichen und architektonischen Kontext ein.
GEDOK-Haus Stuttgart. Vor- und Grussworte: Kathy Kaaf, Michael Sieber, Wolfgang Schuster. Beitr.: Christoferi, Ralf /Lauterbach, Elke /Renz, Kerstin /Täubner, Rita E /Voss, Friederike. 2005. 128 S., 100 sw. u. 20 fb. Abb. 17 x 23 cm. Gb EUR 24,80 ISBN: 3-8030-0648-1 Wasmuth
Die GEDOK e.V., die größte und traditionsreichste interdisziplinäre Künstlerinnenorganisation, wurde 1926 mit dem Anliegen gegründet, weibliche Talente und kreative Initiativen zu fördern, und setzt sich heute über ein Netzwerk von Kontakten zu Kultur, Politik und Medien für die Belange von Künstlerinnen aller Sparten ein. 1955 errichtete die Stuttgarter Sektion des Verbands – um „Leben und Arbeiten miteinander zu verbinden“ – ein Atelierwohnhaus speziell für solche Frauen. Grit Bauer-Revellio, die den unter Stuttgarter Architektinnen ausgeschriebenen Wettbewerb gewann, entwarf hier mit ihrem Erstlingswerk ein Gebäude, das in der Stuttgarter Wohnlandschaft jener Zeit einzigartig ist. Die Schülerin von Richard Döcker bekannte sich dabei zu den Ideen und Formen des Neuen Bauens. Das Gestaltungskonzept setzt neben dem Primat der Konstruktion auf Farbe und Materialkontraste. Jedes Detail ist durchdacht, vieles eigens für den Bau entwickelt. Grit Bauer-Revellios souveräner Umgang mit den architekturgeschichtlichen Vorbildern sowie die von ihr erreichte konstruktive Verschränkung von Tradition und Moderne und überzeugende Durchdringung von Nutzung und Gestaltung wurden 1959 mit dem renommierten Paul-Bonatz-Preis der Stadt Stuttgart gewürdigt.
Das GEDOK-Haus bietet 27 Wohnateliers, eine Galerie für Ausstellungen und Konzerte sowie einen Ballettsaal. Das offene kommunikative Konzept des Hauses ermöglicht bis heute einen lebendigen Austausch zwischen jungen Künstlerinnen und damit die kreative Begegnung von Musik, Literatur und Tanz, von Angewandter und Bildender Kunst. Mit seiner Galerie und dem Konzertsaal sowie dem vielfältigen Angebot an Ausstellungen, Konzerten und Vortragsreihen, Performances, Lesungen und Workshops wurde es zu einem bedeutenden Stuttgarter Kulturzentrum. In diesem Band, der anlässlich seines 50-jährigen Bestehens erscheint, wird es erstmals umfassend vorgestellt und gewürdigt.
Aus dem Inhalt:
Porträt der Initiatorin des GEDOK-Hauses, Elle Hoffmann; die architekturgeschichtliche Stellung und Bedeutung des Hauses; Gespräche mit der Architektin Grit Bauer-Revellio und der Bildhauerin Eva Zippel, einer der ersten Bewohnerinnen des Hauses; das vielfältige Programm der GEDOK; die Geschichte des Künstlerinnen-Vereins GEDOK etc.
Istanbuler Mitteilungen. Bd 54/2004: Hrsg. v. DAI, Istanbul. 2005. 600 S., 292 Abb., zahlr. Abb. 2 Falttaf. 26 x 19 cm. Ln EUR ivb CHF 107,- ISBN: 3-8030-1645-2 Wasmuth
Margaret Raspè. Arbeiten 1970-2004 Film-Video-Performance-Installationen-Fotoarbeiten-Zeichnungen-Projekte. Beitr. v. Aue,Walter /Bisci, Patrizia /Haerdter, Michael /Hoffmann, Christine /Lachmayer, Herbert /Rausch, Mechthild. 1. Aufl. 2004. 240 S.,58 sw. u. 88 fb. Abb. 23 x 27 cm. Pb., EUR 29,80 ISBN: 3-8030-3309-8 Wasmuth
Margaret Raspé (geb. 1933) verwendet in ihrer Konzept-Kunst je nach Projekt experimentell unterschiedliche Medien. So erlaubte es ihr der 1971 von ihr erfundene Kamerahelm, mit den Händen tätig zu sein und gleichzeitig zu filmen. In Eigenproduktion entstanden so Aufzeichnungen alltäglicher weiblicher Handlungen in der Küche. Die ersten öffentlichen Installationen und Performances entstanden 1982, so in der Ausstellung Unbeachtete Produktionsformen (NGBK Berlin), der weitere Projekte in Berlin und Italien ausgerichtet auf die Themen Zeit und Bewegung im Raum folgten. Zu ihrer Versuchsstation (1984-93) lud Margaret Raspé insgesamt 71 internationale Künstler ein, in ihrem für die jährlich stattfindenden Ausstellungen öffentlich zugänglichen Garten zum Thema Natur und Kunst zu arbeiten.
1989 rückte dann der ökologische Aspekt von Wasser in den Brennpunkt des Schaffens von Margaret Raspé. So entstand z. B. 1990 eine Performance. Wasser ist nicht mehr Wasser im durch eine Farbenfabrik vergifteten Flüsschen Bzura in Polen. Im Rahmen der Installationsarbeiten kombinierte sie optische Elemente mit Tonwiedergaben, auch der eigenen Stimme (Obertonsingen).
Weiche, organische Materialien wie Papiermaché, Bienenwaben und Rohwolle kombiniert mit Audioinstallationen werden in der Arbeit von Margaret Raspé in immer wieder anderer Form eingesetzt, parallel dazu Arbeiten mit Pflanzen in Gärten und in der Landschaft.
Seit dem Jahr 2000 entsteht auf der griechischen Insel Karpathos das project in progress S. I. N. N. - subjektiv - international - natur - natur, neue Formen in der Kunst in natürlichen Umräumen . Dazu lädt sie befreundete Künstler ein, auf die Insel bezogen zu arbeiten.
Der erste Gesamtüberblick über das vielseitige Werk der Künstlerin! Aus dem Inhalt: Frühe Werke, Innenarbeiten, Außenarbeiten, Gartenausstellungen, Performances, Fotoarbeiten.
Öffentliche Räume in den Blauen Städten Russlands. Entwicklungen, Status und Perspektiven, Funktionale und räumliche Anforderungen an die Erneuerung öffentlicher Räume in den neuen Industriestädten Sibiriens unter veränderten sozioökonomischen Bedingungen. Hrsg. v. Engel, Barbara. 1. Aufl. 2004. 304 S., 150 Duoton-Abbildungen, 21 x 28 cm. Pb., EUR 34,80 ISBN: 3-8030-0644-9 Wasmuth
Öffentliche Räume sind Indikatoren wesentlicher Entwicklungsperspektiven der Städte - in westlichen Industrieländern wie auch in Sibirien. Diese überraschend einfache, aber präzise Feststellung bildet die Kernthese dieser Untersuchung, die zwei thematische Linien aufgreift: die zur Zeit im internationalen Diskurs präsente Debatte um die Qualitäten öffentlicher Räume sowie die Auseinandersetzung um die Zukunftspotenziale sibirischer Industriestädte in der postsozialistischen Gesellschaft.
Quasi als Lehrbeispiel für den Umgang mit dem sozialistischen Erbe werden öffentliche Räume am Prototyp neue Industriestadt im Osten Russlands unter den gegenwärtigen Wandlungsprozessen in ihren gesellschaftspolitischen und kulturellen Bezügen und vor dem Hintergrund ihrer planungshistorischen Entwicklung analysiert. Mit einer differenzierten Darstellung der Problemlagen dieser Städte geht diese Studie der Frage nach, welche Funktionen öffentliche Räume in sibirischen Städten heute erfüllen müssen, ob durch ihre Umgestaltung wesentliche stadtstrukturelle Defizite behoben werden und sie damit wichtige Impulse für die gesamtstädtische Entwicklung setzen können.
Auf der Grundlage der Untersuchung konkreter stadträumlicher Situationen wird dabei eine Typisierung öffentlicher Räume entwickelt, die nicht nur für sibirische Städte von wissenschaftlichem Erkenntnisinteresse ist, sondern auch für Stadtplanungsfragen im Kontext nationaler oder internationaler Transformationsprozesse z. B. in Südosteuropa und China herangezogen werden sollte.
Ein beispielhafter Forschungsbeitrag auf dem Gebiet der globalen, grenzüberschreitenden Aktionsbereiche der Stadtplanung!
Aus dem Inhalt:
Entwicklung einer Bewertungssystematik in Form von generellen städtebaulichen Kriterien und Anforderungsprofilen für öffentliche Räume; die Blauen (Industrie)Städte der ehemaligen Sowjetunion als sozialistische Stadtgründungen mit ihren Leitbildern und aktuellen Entwicklungsproblemen und -tendenzen; Profile der Städte Angarsk, Sajansk und Ust -Ilimsk; ihre Perspektiven.
Sichten 2004. Hrsg. v.Technische Universität Darmstadt, Fachbereich Architektur. 1. Aufl. 2004. 336 S., 600 z. T. fb. Abb. 21 x 21 cm. Pb., EUR 19,80 ISBN: 3-8030-0645-7 Wasmuth
Das Buch dokumentiert die studentisch organisierte jährliche Sichten-Ausstellung des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt in der Centralstation Darmstadt und präsentiert so die aktuelle Sichtweise der Darmstädter Architekturlehre mit ihrer ganzen Vielschichtigkeit. Sichten zeigt, dass Architektur mehr ist als Konstruktion, Wohnungsbau und Städtebau. So spielen in Darmstadt auch Fotografie, Malerei, Kunstgeschichte und 3D-Visualisierung eine wichtige Rolle.
Ausgewählte Projekte des letzten Jahres geben einen facettenreichen Einblick in die Heterogenität und Bandbreite der Arbeitsansätze der Studenten, sie regen vielfach zur Diskussion an und verdeutlichen die Prozesshaftigkeit dieses Arbeitens.
Vorgestellt wird auch in diesem Jahr ein großes Spektrum von Entwürfen und Lösungsansätzen für architektonische Problemstellungen der Gebäude- und Stadtplanung sowie der Konstruktion und Technologie. Einen breiten Raum nimmt der Bereich Gestaltung und Darstellung ein, da künstlerische Kompetenz (neben der technischen und gesellschaftlichen) zu den wesentlichen Grundlagen der Bearbeitung eines komplexen architektonischen Entwurfs gehört.
Elf Essays von Professoren und Studenten vervollständigen das Bild dieser Fakultät und verdeutlichen die Besonderheiten des Darmstädter Modells in seiner Vielseitigkeit und Freiheit in der Ausbildung.
Eine Einführung in Arbeitsweisen und Visionen einer heranwachsenden Generation junger Architekten/innen. Aus dem Inhalt: Die historischen Grundlagen (Klassische Archäologie, Kunstgeschichte, Geschichte und Theorie der Architektur); Gestaltung und Darstellung (Informations- und Kommunikationstechnologie in der Architektur, Zeichnen, Malen und Grafik, plastisches und experimentelles Gestalten, Typografie und Druckverfahren); Konstruktion (Baugestaltung, Tragwerksentwicklung sowie Grundlagen, industrielle Methoden und Statik der Hochbaukonstruktion); Technologie (Gebäudetechnologie, energieeffizientes Bauen); Gebäudeplanung (Gebäudelehre, Raumgestaltung, Wohnungsbau); Stadtplanung (Regionalentwicklung, Stadt- und Siedlungsentwicklung, Freiraumplanung, Planen und Bauen in außereuropäischen Regionen).
Betz Architekten. Hrsg: Gottfried Knapp. 2. stark überarbeitete und erweiterte Auflage. Dtsch./engl. 172 S. 173 meist fb. Abb. und Plänen. 31 cm. Gb., EUR 48,- ISBN: 3-8030-0170-6 Wasmuth
Diese veränderte Neuauflage zeigt den aktuellen Stand der vielseitigen Tätigkeit des von Bea und Walther Betz in München begründeten Büros „Betz Architekten“, das großes Ansehen genießt. Von Moden weit gehend unberührt entstanden hier von den frühesten Arbeiten bis zu den großen jüngeren Projekten Bauten, die immer auch auf atmosphärische Qualitäten Wert gelegt haben, um Bauherren und Nutzern die Architektur auch sinnlich zu vermitteln. Oft bilden um einen Kernbereich angeordnete Gebäudeteile einen nach funktionalen Gesichtspunkten gestalteten Baukörper mit meist unregelmäßigem Grundriss, wobei ihn große klare Flächen zusammenschließen und zugleich charakterisieren. Dieses Prinzip verbindet sich mit markanten Bauformen zu einer Architektur selbstbewusster Zeichenhaftigkeit.
Bekanntester Bau der Architekten ist wohl der Gebäudekomplex der Hauptverwaltung der Hypo-Bank, der zu einem Münchner Wahrzeichen geworden ist. Hier verbinden sich Flachbau und ein scheinbar schwebender Hochhaustrakt mit den markanten Versorgungstürmen zu einer expressiven Unternehmensdarstellung. Neben weiteren Büro- und Verwaltungsbauten, so die Deutsche Botschaft in London, zählen Schul- und Hochschulgebäude, aber auch Wohnhäuser und -anlagen sowie Kulturbauten, wie z. B. das Kurgastzentrum in Bad Reichenhall, zu den Schwerpunkten der Arbeit des vielfach ausgezeichneten Büros.
Istanbuler Mitteilungen 53, 2003. 512 S. zahlr. Abb. 3 Falttafeln 26 cm. Gb., EUR 57,80 ISBN: 3-8030-1644-4 Wasmuth
Die Beiträge der Istanbuler Mitteilungen widmen sich Einzelaspekten der Forschungstätigkeit des Deutschen Archäologischen Instituts in der Türkei. Die Aufsätze befassen sich eingehend mit der Geschichte des Gastlandes bis in die osmanische Zeit und schließen archäologische Ausgrabungsberichte ein.

Aus dem Inhalt:
Nurettin Arslan, Goldbleche aus Tenedos; Nurettin Arslan – Nurten Sevinç, Die eisenzeitlichen Gräber von Tenedos; Neslihan Asutay, Zur Funktion der seitlichen Portikusgänge der Sehzade Camii und zur Frage ihrer byzantinischen Vorbilder; Ayse Baykal-Seeher – Jürgen Seeher, Götterbilder aus Babylonstein? Eine hethitische Gussform aus Bogazköy-Hattusa; Reinhard Bernbeck, Susan Pollock u. a., The Biography of an Early Halaf Village: Fistikli Höyük 1999–2000; Victoria Bulgakova, Das Konstantinopler Paradeisionkloster: Zur Frage der Lokalisierung; Hermann Genz, Früheisenzeitliche Keramik von Büyükkale in Bogazköy/Hattusa; Fahri Isik, Die Vergöttlichung der phrygischen Dynasten im Lichte ihrer Gräber; Klaus Junker, Meerwesen in Pergamon. Zur Deutung des Großen Frieses; Taner Korkut, Zur lykischen Badearchitektur im Lichte der Thermen von Patara; Recep Meriç, Excavations at Bademgedigi Tepe (Puranda) 1999–2002: A Preliminary Report; Wolfgang Radt, Carl Humann und Osman Handi Bey – zwei Gründerväter der Archäologie in der Türkei; Wulf Raeck u. a., Priene. Neue Forschungen an einem alten Grabungsort; Karl Strobel, Christoph Graeber u. a., Tavium (Büyüknefes, Provinz Yozgat) – Bericht über die Kampagnen 2000–2002; Martin Zimmermann, Hafen und Hinterland. Wege der Akkulturation an der lykischen Küste. Vorbericht über die Feldforschungen in den zentrallykischen Orten Tyberissos und Timiussa in den Jahren 1999–2001
Gemäldegalerie Alte Meister Kassel. 60 Meisterwerke. 2004. 128 S., 133 fb. Abb. 25 cm. Pb EUR 24,80 ISBN: 1-85759-348-0 Wasmuth
In Kassel hat sich eine bedeutende, international renommierte Gemäldesammlung der Barockzeit erhalten, die weit gehend auf eine einzelne Fürstenpersönlichkeit zurückzuführen ist: Landgraf Wilhelms VIII. von Hessen-Kassel (1682–1760) von überragender Kennerschaft und hohem Qualitätsgefühl geprägte Sammelleidenschaft haben sie nachhaltig geprägt. Statt durch eine gleichmäßige Darstellung der europäischen Malereigeschichte wird sie durch großartige Verdichtungen und Schwerpunkte bestimmt, insbesondere bei der niederländischen Barockmalerei.
Im Sommer 2000 wurden die Galerieräume im Schloss Wilhelmshöhe, das die Sammlung seit 1974 beherbergt, nach ihrer modernen Ansprüchen gemäßen völligen Neugestaltung durch den Architekten Stephan Braunfels wieder eröffnet, wobei den Höhepunkt der Präsentation der Gemälde das dritte Obergeschoss mit fünf Oberlichtsälen bildet, die den fünf flämischen und niederländischen Hauptmeistern des 17. Jahrhunderts gewidmet sind (Rubens, Van Dyck, Jordaens, Hals, Rembrandt). Der Florasaal im ersten Obergeschoss bildet mit seiner Ausstattung eine Reminiszenz an die Galerie Wilhelms VIII.

Aus dem Inhalt:
Altdeutsche Malerei 15./16. Jahrhundert: Albrecht Dürer, Lucas Cranach, Albrecht Altdorfer, Martin Schaffner; Italienische Malerei 16./17. Jahrhundert: Giampietrino, Tizian, Giuseppe Cesari, Jacopo Negretti, Mattia Pretti, Marcantonio Franceschini, Antonio Bellucci; Ausstattungsmalerei des 17./18. Jahrhunderts im Florasaal: Adriaen van der Werff, Johann Heinrich Tischbein d. Ä., Jacob de Wit; Französische und Spanische Malerei des 17./18. Jahrhunderts: Simon Vouet, Nicolas Poussin, Nicolas de Largillière, Jusepe de Ribera, Bartolomé Esteban Murillo; Altniederländische Malerei 16. Jahrhundert: Jacob Cornelisz. van Oostsanen, Anthonis Mor, Martin van Heemskerck, Frans Floris, Joachim Beuckelaer; Holländische Malerei 17. Jahrhundert: Jan Miense Molenaer, Adriaen van Ostade, Philipps Wouwerman, Adriaen van de Velde, Pieter Claesz., Willem van Aelst, Jan Weenix, Jan Stehen, Jan Lievens, Frans Hals, Rembrandt, Govert Flinck; Flämische Malerei 17. Jahrhundert: Jan Brueghel d. Ä., Peter Paul Rubens, Jacob Jordaens, Anton van Dyck u. a.
Palästinensische Autonomiegebiete. Pilger, Sufis und Gelehrte. Islamische Kunst im Westjordanland und im Gazastreifen. Museum ohne Grenzen. 254 S., 216 fb. Abb. 25 Planskizzen. 22 cm. Pb. EUR 24,80 Englische Ausgabe: 3-8053-3344-7 ISBN: 3-8030-4101-5 Wasmuth
Unter der Herrschaft der Dynastien der Aijubiden, Mamluken und Osmanen kamen Pilger aus allen Teilen der muslimischen Welt nach Palästina, um die Heiligen Stätten des Islam zu besuchen. Dieses ständige Einwirken von unterschiedlichen Formen der Religiosität trug wesentlich zur Entwicklung des Sufismus bei, dessen Bestreben es ist, das Leben als ein harmonisches Zusammenspiel aus Philosophie, Religion, Spiritualität und Mystik zu gestalten. Der Grundgedanke der islamischen Architektur, dem Raum Form zu geben und durch die Gestaltung der Leere eine fast metaphysische Dimension zu erwirken, kann in den zahlreichen Madrasas, Zawijas und Ribats des heutigen Westjordanlands und Gazastreifens in selten ursprünglicher Form erlebt werden. Die größtenteils noch nicht restaurierten Bauwerke bezaubern den Besucher durch ihre Authentizität und Mystik.
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