KunstbuchAnzeiger - Kunst, Architektur, Fotografie, Design Anzeige Metzler Lexikon Kunstwissenschaft Anzeige Verlag Langewiesche Königstein | Blaue Bücher
[Home] [Titel-Datenbank] [Druckansicht]
Themen
Recherche
Service

Titel-Datenbank

[zurück]

Wasmuth Verlag

 
< zurück | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | vor>
 
Lotte Reiniger. Filmstills. Hrsg.: Blattner, Evamarie; Desinger, Bernd; Knop, Matthias; Ratzeburg, Wiebke. Beitr.: Blattner, Evamarie / Desinger, Bernd / Knop, Matthias. Engl./Dtsch. 108 S., 81 Abb. 22 x 21 cm. Pb. Wasmuth Verlag, Tübingen 2015. EUR 19,80 CHF 20,40 ISBN: 978-3-8030-3377-2 Wasmuth
Als 1926 der Film „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ von Lotte Reiniger seine Premiere in Berlin und Paris feierte, war der erste abendfüllende Trickfilm der Filmgeschichte geschaffen, der bis heute nichts von seiner Faszination eingebüßt hat. Die 1899 in Berlin geborene Künstlerin verband damit ein bislang nicht erreichtes handwerkliches Können im Scherenschnitt, das eine bemerkenswerte Präzision auszeichnete, mit ihrem Interesse an den frühen Filmexperimenten.
Der vorliegende Band präsentiert Filmstills aus vier frühen Filmen: neben dem „Prinzen Ahmed“ aus „Ornament des verliebten Herzens“ (1919), „Aschenputtel“ (1922) und „Doktor Dolittle und seine Tiere“ (1927/28). Er zeichnet damit gleichzeitig die Entwicklung vom formal noch stark an den Jugendstil gebundenen, ornamental ausstaffierten Kurzfilm zu spielerischen, märchenhaften Erzählungen mit humorvollen, aber auch hochdramatischen Szenen nach. Wie groß ihr Witz und Ideenreichtum war, lassen die Stills gut erkennen.
Ein Kooperationsprojekt des Stadtmuseums Tübingen, das den Nachlass Lotte Reinigers verwahrt, mit dem Filmmuseum Düsseldorf und dem Ernst Wasmuth Verlag.
Ebenfalls Lieferbar: Lotte Reiniger. „Mit zaubernden Händen geboren“. Drei Scherenschnittfolgen; ISBN 978 3 8030 3352 9 (2010)
When the film “The Adventure of Prince Achmed“ by Lotte Reiniger celebrated its opening in Berlin und Paris in 1926, it became the first feature length animated film in cinema history. It has lost none of its fascination since then. Born in Berlin in 1899, the artist combined strikingly precise craftsmanship that was second to none in the cutting of silhouettes, with her interest in early film experiments.
This volume presents film stills from four films: in addition to “Prince Ahmed” “The Ornament of a Heart in Love” (1919), “Cinderella” (1922) and “Doctor Dolittle and His Animals” (1927/28). The stills show the development from short films which are still formally bound to the ornate ornamentation of Jugendstil, to playful, fairy-tale like stories with humorous, but also highly dramatic scenes. The stills provide convincing evidence for the scope of wit and wealth of ideas in the films. A cooperation project of the Tübingen City Museum which administers the Lotte Reiniger estate, the Filmmuseum Düsseldorf and the Ernst Wasmuth Verlag.
 Rezension lesen
Strada Nuova. Typologische Studien zur Architektur der Stadt Genua. Materialien zu Geschichte, Theorie und Entwurf städtischer Architektur (1). Hrsg.: Brenner, Klaus Theo; Schröder, Uwe; Beitr.: Brenner, Klaus Theo; Fera, Stefano; Ley, Karsten; Schröder, Uwe. 2015. 86 S. zahlr. teils fb. Abb. 21 x 13 cm. Pb. EUR 9,80. ISBN: 978-3-8030-0930-2 Wasmuth
Mit der thematischen Konzentration auf die Architektur der Stadt Genua, als Typus der europäischen Stadt, soll nicht nur ein Schwerpunkt der Lehre in Analyse und Entwurf herausgearbeitet werden. Vielmehr steht dahinter auch die These, dass der Architektur der Stadt als aktuellem Thema eine hervorragende Rolle zukommt, sowohl im historischen Kontext, wie auch zwischen Stadtraum und Stadthaus in entwurflicher Hinsicht. Genua mit seiner historisch aus der baulichen Anlage der Strada Nuova heraus gewachsenen Tipologia a Blocco, die die Stadtarchitektur über mehr als 200 Jahre prägte und die in der Zeit nach 1945 mehr und mehr in Vergessenheit geriet, ist daher für verschiedene Gruppen von Studierenden aus Aachen und Potsdam über ein Jahr lang Entwurfsaufgabe gewesen. Auch vor dem Hintergrund, dass der heutige Begriff von moderner Architektur (wieder) eine Reflektion der Geschichte des Ortes sowie der Geschichte der Architektur unumgänglich voraussetzt.
Der Titel erscheint als 1. Band der Reihe „Materialien zu Geschichte, Theorie und Entwurf städtischer Architektur“.
Black Bandits. 200 Jahre: #Lützow #Befreiungskriege #Napoleon #Waterloo. 2015. Wellmann, Marc. Hrsg.: Wellmann, Marc; Mitwirkung (sonst.): Schilling, Katharina; Wolff, Asja. 96 S. mit zahlr. teils fb. Abb. 24 x 20 cm. Pb. EUR 19,80. CHF 28,50 ISBN: 978-3-8030-3372-7 Wasmuth
Der Jahrestag der Schlacht von Waterloo (18. Juni 1815) dient dem Haus am Lützowplatz als Anlass für die Auseinandersetzung mit Adolph von Lützow und dem nach ihm benannten Freikorps in Form einer Ausstellung zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler (24. April – 21. Juni 2015). Das unverzichtbare Katalogbuch beleuchtet eindringlich die historischen Hintergründe. Wer war dieser von Lützow, was verbindet sich mit seinem Namen? Eine hinter den Linien kämpfende Freiwilligeneinheit? Schwarze Uniformen und deutsche Flaggenfarben? Künstler und Intellektuelle im Kampf gegen Napoleon? Eine deutsche Jeanne de Arc?
Der preußische Krieg gegen Napoleon wird hier schlaglichtartig präsentiert, wobei das Lützowsche Freikorps, die Berliner Stadtgeschichte sowie Kunst und Künstler der Zeit im Mittelpunkt stehen: Angefangen bei Napoleons Besetzung Berlins, dem Beginn des Widerstandes in Deutschland, den Aufständen in anderen Ländern über die Geschichte der Freikorps bis hin zu seinem Nachleben im kollektiven Bewusstsein des 19. und 20. Jahrhunderts.
Die Rezeptions- bzw. Wirkungsgeschichte glorifizierte seit dem späten 19. Jahrhundert die Ereignisse unter immer stärker werdenden nationalistischen Gesichtspunkten. Zum Teil blutjunge Gymnasiasten und Studenten meldeten sich damals freiwillig zum Dienst bei den Lützowern. Sie trugen lange Haare und Bärte, kleideten sich schwarz und kämpften für Ideale, die tatsächlich nicht allein auf politische Unabhängigkeit gerichtet waren, sondern in denen sich aufrechte patriotische Motive auch mit völkischen, xenophoben und leider immer wieder auch antisemitischen Impulsen als dunkle Vorboten des 20. Jahrhunderts vermischten. Unter einem anderen Blickwinkel, dem der frühen DDR, erschienen die Lützower wiederum als freiheitskämpfende Partisanen, deren "Waffenbrüderschaft" mit russischen Kosaken als Modell für eine damals aktuelle sozialistische Völkerfreundschaft diente.
Vor dem Hintergrund der PEGIDA-Demonstrationen und anderer nationalkonservativer und fremdenfeindlicher Tendenzen in Deutschland ist es angesagt, unser Verhältnis zur Geschichte aus einer anderen Perspektive zu befragen. Und zwar genau in dem Sinne von Richard von Weizäckers Satz: "Wer aber vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart."
Mit Werken von: Johannes Albers, Thomas Behling, Olivia Berckemeyer, John von Bergen, Marc Bijl, Norbert Bisky, Emmanuel Bornstein, Thorsten Brinkmann, Jeanno Gaussi, Axel Geis, Philip Grözinger, Ursus Haussmann, Uwe Henneken, Jenny Löbert, Jonathan Meese, Deimantas Narkevicius, Gerhard Richter, Römer + Römer.
Isa Dahl. 7° (Grad). 2015. Hrsg.: Sedler, Irmgard; Beitr.: Sedler, Irmgard. 84 S. 47 meist fb. Abb. 25 x 21 cm. Engl. Br. EUR 17,50. CHF 25,50 ISBN: 978-3-8030-3373-4 Wasmuth
Das Katalogbuch, das im Rahmen der gleichnamigen Ausstellung im Museum der Stadt Kornwestheim im Kleihues-Bau entstand, vereint die bis dato noch nicht gezeigten oder aber veröffentlichten Werke aus den drei letzten Schaffensjahren der bekannten Künstlerin. Die Publikation vergegenwärtigt auf 84 Seiten (davon zwei Aufklappseiten) mit 50 Illustrationen und fotografischen Einblicken in die Präsentation einen unverkennbar eigenen Malstil, der in der Essenz den Prozess des Malens an sich thematisiert: Die Gemälde zeigen eine lyrisch verdichtete Kunstwelt aus breiten oder aber zugespitzten Pinselbahnen, die sich auf den Bildflächen zu rhythmisch-dynamischen Kompositionen verbinden. Es entsteht so ein wirkmächtiges Essay rund um Zeit, Raum, Licht, eine zeitgenössische Narration, sinnlich erzählt mit den Mitteln der Malerei.
The richly illustrated and lavishly designed catalogue presents the intricate course of the exhibition and approaches the manifold, installational, graphical, and performative œuvre of Kalin Lindena by comparisons with Oskar Schlemmer, Paul Scheerbart, Hilma af Klint, and Carl Gustav Jung as well as with Stéphane Mallarmé, Edgar Degas, or Paul Valéry in the comprehensive texts of Susanne Kaufmann (Staatsgalerie Stuttgart) and Lina Launhardt (author and independent curator, Berlin).
Kalin Lindena. 2015. Hrsg.: Malycha, Christian; Hrsg.: Kunstverein Reutlingen; Beitr.: Kaufmann, Susanne M.I.; Beitr.: Launhardt, Lina; Beitr.: Malycha, Christian; Maler: Lindena, Kalin; Mitwirkung (sonst.): Bax, Susanne. Dtsch/Engl. 64 S. 50 meist fb. Abb. 30 x 24 cm. EUR 16,80. CHF 24,50 ISBN: 978-3-8030-3374-1 Wasmuth
Eigens für Reutlingen hat Kalin Lindena (geb. 1977), jüngst als Professorin an die Karlsruher Akademie berufen, einen choreografischen Parcours gestaltet, der den Kunstverein zum Schauplatz einer weitläufigen Installation macht: mit halbtransparenten Vorhängen stattet sie 500 qm der lichten und freitragenden Halle aus und verwandelt diese in eine farbrauschende Bühne.
Ausgang dafür ist Hans Jantzens am Kirchenfenster entwickelter Begriff der durchscheinenden oder „diaphanen Struktur“, der augenscheinlich macht, dass die farbige Durchlichtung, die in gotischen Buntglasfenstern oder eben in Lindenas Vorhangstoffen steckt, Innen- und Außenraum, das Nahe und das Ferne, Kunst und Lebenswelt, selbst Irdisches und Himmlisches als ein notwendig zusammengehöriges und sich wechselseitig erhellendes „Kontinuum“ in sich vereint.
Die Ausstellungsfläche wird so zu einem Auftrittsort: nicht allein für Lindenas abstrakte Stahlplastiken, die sie mit filigran zeichnerischer Geste gibt und spielerisch verteilt an verschiedenen Stellen im Raum auftauchen lässt, sondern gerade auch für uns. Schon beim Betreten der Ausstellungshalle befinden wir uns inmitten ihrer „Statisten“, so nennt sie diese Plastiken, die uns unmittelbar auffordern, die „statische“ Betrachterposition zu verlassen und auf der gegebenen Raumbühne selbst zu Protagonisten zu werden.
Denn in ihrer scheinbaren Statik greifen Lindenas Figuren über sich hinaus, treten hinüber in unsere Daseinssphäre und laden uns ein, den Möglichkeitsraum, den die Ausstellung schafft, auf eigenen Wegen zu erkunden und unseren Ort darin zu finden.
Der reich illustrierte und großzügig gestaltete Katalog zeigt den ausschweifend weiten Ausstellungsparcours und nähert sich dem vielgestaltig installativen, zeichnerischen und performativen Schaffen von Kalin Lindena durch Gegenüberstellungen mit Oskar Schlemmer, Paul Scheerbart, Hilma af Klingt und Carl Gustav Jung sowie mit Stéphane Mallarmé, Edgar Degas oder Paul Valéry in den einsichtsvollen Texten von Susanne Kaufmann (Staatsgalerie Stuttgart), Lina Launhardt (Autorin und freie Kuratorin, Berlin).
Especially for Reutlingen Kalin Lindena (born 1977), appointed professor at the Karlsruhe Academy just recently, has created a choreographic course which turns the Kunstverein into the scene of an abundant installation: she provides it with semi-transparent curtains which transform 500 sqm of the bright and cantilever hall into a colour-glittering stage.
The vantage point for this is Hans Jantzen’s term of the translucent or “diaphane structure” which he formed surveying ecclesiastical glass-windows in order to demonstrate that the colourful translucence, inherent in the gothic stained glass windows or in Lindena’s very fabrics, unifies within itself interior and exterior space, the near and the far, art and life, even the mundane and the celestial as a necessarily associated and reciprocally elucidated “continuum”.
Thus, the exhibition space really turns it into a place of appearance: not only for Lindena’s abstract steel-sculptures, wielded with a delicately graphical gesture and playfully dispersed throughout the space, but most notably for us. As soon as we enter the exhibition hall we are amidst her “Statisten”, her “Extras” as she calls these sculptures, which immediately prompt us to abandon the “static” position of a beholder and become protagonists ourselves upon the stage of the given space.
In their alleged statics, Lindena’s figures extend beyond themselves, transgress into our sphere of being, and invite us to explore the space of possibilities her exhibition creates on our own paths and to attain our particular places amidst it.
Radikal Modern. Planen und Bauen im Berlin der 1960er-Jahre. 2015. Hrsg.: Köhler, Thomas; Müller, Ursula; Berlinische Galerie; Beitr.: Buttlar, Adrian von; Flierl, Bruno; Frank, Hartmut; Heckmann, Anna Maria; Leinauer, Irma; Moos, Stanislaus von; Müller, Ursula; Seehausen, Frank; Weilemann, Dirk. 208 S. 245 meist fb. Abb. 27 x 23 cm. Pb. EUR 39,80. CHF 52,90 ISBN: 978-3-8030-0792-6 Wasmuth
Zerstört im Zweiten Weltkrieg und durch den Mauerbau geteilt, erlebte Berlin in den 1960er-Jahren einen wahrhaften Bauboom. Beflügelt von Aufbruchstimmung und Technikeuphorie entwarfen Städtebauer und Architekten radikal neue Lebensräume für eine moderne Gesellschaft.
Oftmals zu Unrecht als inhuman und unansehnlich kritisiert, sind wichtige Zeugnisse dieser Bauepoche heute verschwunden, überformt oder vom Abriss bedroht. Diese Publikation wirft erstmalig einen näheren Blick auf den Entstehungskontext, die formalen Aspekte und internationalen Bezüge der für Ost- und West-Berlin entwickelten Bauten und Visionen.
Das Begleitbuch zur Ausstellung "Radikal Modern. Planen und Bauen im Berlin der 1960er-Jahre" in der Berlinischen Galerie, Berlin vom 29 Mai bis 26. Oktober 2015.
(For the English edition please see ISBN 978 3 8030 0793 3!)
STADT BAUEN 5. Deutscher Städtebaupreis 2014. 2015. Hrsg.: Durth, Werner; Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung. 128 S. zahlr. meist fb. Abb. 24 x 21 cm. EUR 32,00. CHF 42,90 ISBN: 978-3-8030-0796-4 Wasmuth
Der jüngste Band der Reihe STADT BAUEN der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung dokumentiert den Deutschen Städtebaupreis 2014 und zeigt erneut eine Leistungsbilanz der Stadtplanung in Deutschland in Reaktion auf aktuelle Probleme gesellschaftlichen Wandels.
Mit dem im Jahr 1979 ins Leben gerufenen Preis werden in der Bundesrepublik Deutschland realisierte städtebaulicher Projekte prämiert, die sich durch nachhaltige und innovative Beiträge zur Stadtentwicklung im städtischen und ländlichen Kontext auszeichnen. Der Preis wird in zwei Sparten vergeben: Neben dem “klassischen“ Städtebaupreis außerdem ein Sonderpreis, der der Akzentuierung besonders dringlicher aktueller Handlungsfelder im Städtebau und in der Stadtplanung dient und für das Jahr 2014 unter dem Titel „Neue Wege in der Stadt“ integrative und zukunftsweisende Ansätze bei der Verknüpfung von weiterentwickelten Verkehrsarten mit neuen Raumqualitäten und Mobilitätssystemen zum Thema hatte.
Preisträger Deutscher Städtebaupreis 2014:
IBA Weltquartier, Hamburg-Wilhelmsburg. IBA Hamburg GmbH
Hofstatt, Stadthaus Sendlinger Straße, München. Meili, Peter GmbH
Auszeichnungen:
Gartenstadt Drewitz, Postdam-Drewitz. Projektkommunikation Hagenau GmbH
Schilde-Park, Bad Hersfeld. Wette + Küneke Landschaftsarchitekten
Neue Ortsmitte Wettstetten. Bembé Dellinger Architekten und Stadtplaner GmbH
Preisträger Sonderpreis 2014:
Neugestaltung Fischmarkt, Erfurt. Stadtplanungsbüro Wilke
Auszeichnungen:
Park am Gleisdreieck, Berlin. Partner Atelier LOIDL Landschaftsarchitekten
Ausbau Goethe- und Germaniastraße, Kassel. Planungsgemeinschaft Landschaft + Freiraum
Timeless City Architecture. Collage Eglise Coppia. 2015. Brenner, Klaus Theo. 204 S. zahlr. meist fb. Abb. 26 x 20 cm. EUR 42,00. CHF 43,20 ISBN: 978-3-8030-0791-9 Wasmuth
Das Leitthema dieses Buches ist die ins Bild gesetzte Frage nach der Verwertbarkeit historischer Vorbilder für die moderne Stadtarchitektur. Dabei spielt die „Collage“ die Rolle der Provokation im Sinne von Verfremdung und Inbesitznahme von ins Nostalgische tendierenden historischen Stadtbildern. „Eglise“ ist eine geradezu berauschende Bildersammlung französischer Stadtkirchen als Fallbeispiel zum Thema Stadt-Objekt-Objekt-Stadt und die „Coppie“ zeigen die Beziehung zwischen aktuellen Bauten aus dem Büro „Klaus Theo Brenner – Stadtarchitektur“ und historischen Monumenten im Sinne einer Übereinstimmung in essentiellen Elementen der Baugestalt, dies verbunden mit der These, dass die moderne Architektur bei aller Klarheit und gestalterischen Identität als Stadthaus und, ohne eine stilistische Kopie zu sein, im historisch gewachsenen Kosmos der Stadtarchitektur beheimatet ist. Dieser Kosmos der Stadtarchitektur ist, und das ist das Ergebnis dieser Entwurfsrecherche, für Kenner nicht nur historisch zeitübergreifend und umfasst mehr als 2.000 Jahre Stadtbaugeschichte, er ist auch international. Die gute Stadt mit ihren elementaren Eigenschaften ist ein internationales Kulturphänomen.
Nach „Urban Space“ (ISBN 978 3 8030 0768 1) legt Klaus Theo Brenner mit diesem Buch eine weitere spannende Analyse des Stadtraumes an Hand eines umfangreichen Bildmaterials vor.
Archäologischer Anzeiger 2014/2. Zeitschrift des Deutschen Archäologischen Instituts, Zentrale Berlin, 2. Halbband 2014. Hrsg.: Deutsches Archäologisches Institut, Zentrale Berlin; Dally, Ortwin; Fless, Friederike. 2015. 230S. 28 x 21 cm. 337 meist fb. Abb. EUR 38,00. CHF 50,90. ISBN: 978-3-8030-2353-7 Wasmuth
Istanbuler Mitteilungen. Hrsg.: Deutsches Archäologisches Institut, Abteilung Istanbul; Bachmann, Martin; Pirson, Felix. 2015. Dtsch/Engl. 264S. 26 x 19 cm. 99 teils fb. Abb. EUR 24,90. CHF 35,50. ISBN: 978-3-8030-1655-3 Wasmuth
Schmuck als urbaner Prozess. Künstlerische Handlungen im städtischen Raum. Dokumentation eines Forschungsprojekts / Artistic Interventions in Urban Space. Documentation of a Research Project. Hrsg.: Holder, Elisabeth; Schillig, Gabi. Beitr.: Anna, Susanne; Dorner, Willi; Drohsel, Karsten Michael; Holder, Elisabeth; Maas, Barbara; Oyama, Yuka; Schillig, Gabi; Tang, Rennie K. Dtsch/Engl. 2015. 400 S., zahlr. meist fb. Abb. 21 x 15 cm, Engl.Br. EUR 29,80 CHF 40,90 ISBN: 978-3-8030-0784-1 Wasmuth
Seit 2012 kooperieren das Stadtmuseum Landeshauptstadt Düsseldorf und der Fachbereich Design der Fachhochschule Düsseldorf im Rahmen eines gemeinsamen Forschungs- und Ausstellungsprojekts. Unter dem Titel „Schmuck als urbaner Prozess“ wurden die Ergebnisse in einer Ausstellung präsentiert und liegen hiermit nun auch in Buchform vor.
Studierende untersuchten angeleitet von den Professorinnen Elisabeth Holder und Gabi Schillig in Seminaren und Kursen verschiedene Erscheinungsformen von Schmuck im urbanen Raum. Gestalterische und künstlerische Experimente haben zu neuen, die gewohnten Definitionen von Schmuck überschreitenden, auf den Stadtraum bezogenen Objekten, performativen Systemen, Aktionen, temporären oder permanenten Installationen und Interventionen geführt. Die konzeptionelle Struktur der Ausstellung bildet ein breites und vielfältiges Spektrum der entwickelten künstlerische Prozesse ab, die den Stadtraum auf unterschiedliche Weise transformieren.
Die entstandenen Konzepte reichen von ortsunabhängigen Gestaltungen, die in den Kategorien Material und Inspiration zusammen gefasst sind, bis hin zu ortsspezifischen und ortsbezogenen Formen der Interaktion mit ausgewählten Orten und Situationen, die den Kategorien Exploration, Bühne, Anlass und Aufforderung zugeordnet sind. Alle Projekte sind verbunden durch eine analytische und prozesshafte Untersuchung des Düsseldorfer Stadtraums, sowie durch eine experimentelle Vorgehensweise und vielfältige mediale Dokumentation der entstandenen Arbeiten. Durch sie wird unsere Wahrnehmung des städtischen Raums verändert und neue urbane Räume der Interaktion und Partizipation geschaffen.
"Schmuck als urbaner Prozess" is a research and exhibition project initiated in 2012 by the Design Department of the Düsseldorf University of Applied Sciences and the Stadtmuseum of the City of Düsseldorf, the capital city of the State of North Rhine-Westphalia. Under the same title, the results were shown in an exhibition and are now presented in this book. In various seminars and courses and under the guidance of Professors Elisabeth Holder and Gabi Schillig, students explored the different manifestations of jewellery or adornment in urban space. The creative and artistic experiments led to new objects, performative systems, actions, temporary or permanent installations and interventions that are based on urban space and transcend the definition of jewellery. The conceptual structure of the exhibition is a broad and diverse range of developed artistic processes that transform the urban space in different ways.
The concepts presented in the exhibition range from site-unspecific designs that fall under the categories of Material and Inspiration, to site-specific and site-related forms of interaction with selected places and situations that are sorted in the categories of Exploration, Stage, Occasion, and Invitation. All the projects are linked by an analytical and process-oriented exploration of the Düsseldorf cityscape, as well as by an experimental approach and diverse media documentation of the resulting works. Through them, our perception of urban space is changed and new urban spaces of interaction and participation are created.
"Schmuck”, the German term for jewellery, denotes many forms of adornment and decoration that greatly differ from what we normally understand as jewellery.
Richard Neutra. Möbel / Richard Neutra. Furniture. Der Körper und die Sinne / The body and senses. Lamprecht, Barbara. Hrsg.: VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken, Tauberbischofsheim; Vorwort von Müller, Thomas. 2015. Dtsch/Engl. 92 S. 65 z.T. fb. Abb. 29 x 21 cm. Engl.Br. EUR 19,80. CHF 28,50 ISBN: 978-3-8030-3217-1 Wasmuth
Mit seinen lichtdurchfluteten Häusern prägte Richard J. Neutra (1892–1970) – Amerikaner mit österreichischen Wurzeln – die kalifornische modernistische Architekturszene und wurde damit zu einem der wichtigsten Vertreter in der modernen Architekturhistorie. Ganz anders als bei seinen Zeitgenossen, wie z.B. Aalto, Breuer, Jacobsen and Prouvé, blieben jedoch Neutras Möbelentwürfe lange Zeit weitgehend unbeachtet. Wieder ins allgemeine Bewusstsein gebracht, wurden sie erst, als Dion Neutra – Sohn und zugleich Firmenpartner – die Entwürfe seines Vaters in Kooperation mit der Spezialmöbelfabrik VS nachzubauen begann.
In vorliegender Publikation untersucht Barbara Lamprecht ausführlich diesen Werkkomplex Neutras. Bezugnehmend auf die originalen Zeichnungen und Patentpläne erläutert die Autorin die Details der Möbelstücke, zeigt aber darüber hinaus, dass Neutras eigentliches Interesse darauf abzielte, für seine Kunden eine ausgewogene Wohnlandschaft zu kreieren, eben inklusive der Möbel. Sämtliche Elemente – Möbel, Licht, Gebäude, umgebende Natur und die weitere Landschaft – sollten ein Gesamtkunstwerk ergeben, von Neutra „Sensorium“ bzw. „Seelenanker“ genannt.
With his houses flooded with light Austria-American architect Richard J. Neutra (1892–1970) shaped the scene of Californian Modernism. From there he rose to be one of the most influential names in the history of modern architecture, but in contrast to his peers – like Aalto, Breuer, Jacobsen and Prouvé – Neutra’s work on furniture designs has long been undiscovered. Author Barbara Lamprecht fills a gap with studying the extensive but little known furniture range by Neutra that had faded into obscurity for a long time, until Dion Neutra, Neutra’s son and architectural partner, started the work on the designs with German manufacturer VS. Referring to the original sketches and patent drawings the author focuses the details of the furniture designs and gives the bigger picture in showing how Neutra intended to create balanced environments for his clients, including furniture. Each element: furniture, lighting, building, nature and landscape, all worked together as a Gesamtwerk to create a “sensorium,” a “soul anchorage” as Neutra called the environments.
AXEL TEICHMANN. KOORDINATEN. Hrsg.: Sedler, Irmgard; Beitr.: Baumann, Claus; Sedler, Irmgard. 2015. Dtsch/Engl. 96 S. 79 meist fb. Abb. 28 x 22 cm. Gb. EUR 28,00. CHF 38,50 ISBN: 978-3-8030-3370-3 Wasmuth
Axel Teichmann thematisiert in seiner Arbeit „Technik“ und „Technologisierung des Lebens“ in einer rätselhaften, für Interpretationen offenen Art. Technische Artefakte präsentieren sich in seinem OEuvre in einer antiquiert anmutenden Weise: Angestrengt oder gar überfordert wirkende Personen sind zwischen diesen Erzeugnissen eingespannt dargestellt – zwischen Schöpfungen, die im vorigen Jahrhundert noch für Innovation standen, inzwischen aber ein längst Vergangenes repräsentieren. Entsprechend antiquiert scheint die Wahl seiner künstlerischen Ausdrucksmittel zu sein, jedenfalls im Vergleich zu zeitgenössischer digitaler Kunst. Doch gerade die Distanz, die dadurch geschaffen wird, ist eine der Stärken von Teichmanns Werken: Sie erzeugt Raum für Reflexionen. So scheinen beispielsweise die skulpturalen Werke von Menschen, die sich in niedrigpixelgraphischer Darstellung nahezu auflösen, kritisch auf unsere digitalisierte Welt anzuspielen.
Bekanntlich macht erst eine interpretative Auseinandersetzung Kunst zu einer lebendigen. Die Koordinaten dafür sind in Teichmanns Werken in großartiger Weise gegeben.
The main theme of Axel Teichmann‘s work is “technology” and the “technologisation of life” in a mysterious form, that is also open for interpretation. Technical artifacts represent themselves in his oeuvre in a seemingly antiquated way: Straining or even overwhelmed acting persons are shown clamped between technical artifacts – between artifacts that once stood for innovation in the last century but now represent a distant past. At first glance his choice of artistic expression seems to be oldfashioned, at least compared to contemporary digital art. But it is precisely this distance that is created by one of the strengths of Teichmann‘s works: It creates space for reflection. Thus, for example, the sculptural depictions of people, that seem to dissolve in low-pixel graphic display, allude to criticism of our digitized world.
As it is generally known – only an interpretive discussion brings art to life. The coordinates for that are given by Teichmann´s works in an excellent way.
Der entfesselte Blick. The Unfettered Gaze. Die Brüder Rasch und ihre Impulse für die moderne Architektur. The Rasch Brothers and their Influence on Modern Architecture. Hrsg.: Marta Herford gGmbH; Vorwort von Leuschel, Klaus; Nachtigäller, Roland; Beitr.: Adam, Hubertus; Bruchhäuser, Axel; Kirsch, Karin; Leuschel, Klaus; Ludwig, Annette; Má?el, Otakar; Marzona, Egidio; Nachtigäller, Roland; Stolz, Katharina; Stürzebecher, Jörg. 2014. Dtsch/Engl. 240 S. meist fb. Abb. 29 x 23 cm. Pb. EUR 39,80. CHF 52,90 ISBN: 978-3-8030-0780-3 Wasmuth
Als Architekten, Möbeldesigner, Typografen und Buchgestalter arbeiteten Heinz (1902–1996) und Bodo Rasch (1903–1995) zwischen 1926 und 1930 in einer höchst kreativen Arbeitsgemeinschaft zusammen. Nicht zuletzt als frühe "Netzwerker" und visionär denkende Ideengeber entwickelten die Brüder Rasch eine Fülle von Projekten, die sie mit einem Schlag auf Augenhöhe der Protagonisten des "Neuen Bauens" brachten.
Ihre frühen Hängehäuser und kühnen Ideen zu modularen oder auch luftgefüllten Haus-Konstruktionen sind einzigartig in der Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Besonders mit ihren Hängehäusern setzten die Brüder Rasch einen unverwechselbaren Maßstab, deren Spuren sich in den folgenden Architektengenerationen weiterverfolgen lassen. Eine exquisite Auswahl des Frühwerks aus dem MoMA in New York und dem CCA in Montreal steht dabei im Zentrum der Publikation, die fokussierte Einblicke in die Zusammenarbeit der Brüder eröffnet.
Ergänzt werden diese durch Container-, Hänge- und pneumatische Architekturen von über 20 renommierten Architekturbüros wie etwa Archigram, Egon Eiermann, Foster + Partners, COOP HIMMELB(L)AU, Bertrand Goldberg, Kengo Kuma u.a., die das hohe kreative Potential der Brüder Rasch in einem neuen Licht erscheinen lassen.
Mit Michael Beutler, Erika Hock, Luka Fineisen, Ernesto Neto und Martin Pfeifle entdecken außerdem fünf zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler auf aktuelle Weise die inspirierenden Momente der Brüder Rasch und stiften mit ihren Werken neue Beziehungen zwischen vergangenen Ideen und zukünftigen Visionen.
Die Stadt und ihre Geschichte. Utopien und Modelle und was aus ihnen wurde. Jonas, Carsten. 2014. 448 S. zahlr. Abb., 22 x 17 cm, Pb. EUR 29,80 CHF 40,90 ISBN: 978-3-8030-0765-0 Wasmuth
Diese Geschichte des Städtebaus – von seinen Anfängen und der griechisch-römischen Antike bis in heutige Tage – stellt die Frage nach den in den jeweiligen Epochen vorhandenen stadtplanerischen und städtebaulichen Leitbildern in den Mittelpunkt: nach Utopien, Modellen und Ordnungsvorstellungen. Solche Leitbilder werden an der Wirklichkeit gemessen: ob und inwieweit es zu Realisierungen kam, die, wenn vorhanden, exemplarisch genauer beschrieben werden. Ab dem 19. Jahrhundert konzentriert sich die Untersuchung nahezu ausschließlich, doch detailliert auf den deutschsprachigen Kulturraum, während sie für die Zeiten davor – wenn auch eher überblicksartig – darüber hinausgeht.
Nicht nur im – abgesehen von eschatologischen Vorstellungen – weitgehend leitbildlosen Mittelalter gab es Phasen, in denen für Stadtplanung und Städtebau bestenfalls begrenzte Ordnungsvorstellungen existierten, so vom Beginn des Barocks mit seinem Hang zu Symmetrie und Axialität über die Zeit des Klassizismus mit seiner Vorliebe für ausgewogene Asymmetrien bis hin zum Ende des 19. Jahrhunderts. Die Renaissance war dagegen eine Zeit der „aktiven Leitbilder“: solchen, die offensiv und ohne den bestehenden Städten nennenswerte Beachtung zu schenken, zu – vermeintlich – völlig neuen stadtplanerischen oder städtebaulichen Ufern riefen. Auch die Modelle im Deutschland der 1960er Jahre ließen den Bestand gedanklich beiseite, an dessen Stelle sie geometrisch-anorganische bzw. biologistisch-organische, jedenfalls richtungslose Strukturen setzen wollten. "Reaktive Leitbilder" wie z.B. in der Zeit um 1900 oder die Utopien und Modelle der späten 1920er Jahre, die teilweise Ende der 1960er Jahre wiederaufgegriffen wurden, gingen dagegen – bei aller dezidierter Kritik – von den vorhandenen Städten aus, die es zu reformieren galt. Vielleicht weil die Umsetzung häufig den Erwartungen nicht entsprach, wird in Deutschland derzeit wieder auf – vor allem stadtplanerisch funktions- und städtebaulich formlastige – Leitbilder verzichtet.
Geometriken. Hückler, Alfred. 2014. 128 S. zahlr. fb. Abb. 26 x 19 cm. Engl. Br. EUR 38,80. CHF 51,90 ISBN: 978-3-8030-3216-4 Wasmuth
Geometriken sind geometrische Konstrukte, die ausgeprägt ästhetisch wirken: im Sinne der Konstruktiv-konkreten Kunst als reine Selbstdarstellungen geometrischer Möglichkeiten. Sie entstehen, indem gefundene und erfundene einfache geometrische Grundmotive mit bekannten oder erdachten Vorgehensweisen behandelt werden. Alfred Hücklers Kreationen zeigen, "wie schön Logik sein kann" und wirken "wie Ikonen des einundzwanzigsten Jahrhunderts" (Otto Patzelt). Die Freude darüber soll dieses Buch exemplarisch vermitteln. Das geschieht durch Grafiken, die sich anhand von vier besonders ergiebigen und einfachen Entwurfsansätzen herausgebildet haben. Warum die Geometriken im Zusammenhang mit Erkundungen zur Ästhetik der Sachverhalte entstanden sind, wird im Textteil geklärt, diesen abschließend erläutert Klaus Lehmann, wann Geometrie Kunst wird.
Alfred Hückler konzipierte, entwarf, konstruierte und gestaltete von 1954 bis 1975 technische Geräte in der Industrie und betrieb seit 1962 bis 1990 Forschungen und weiterbildende Maßnahmen unterschiedlicher Art, um Konstruktion und Formgestaltung zu verbinden. So wurde er 1970 an die Kunsthochschule Berlin-Weißensee berufen, um das Studium im Produktdesign auf diesen unauflösbaren Zusammenhang praktisch und theoretisch auszurichten. Hinzu kamen 1978 die Designgeometrie als eigenständiges Lehrgebiet und seit 1981 Erkundungen zur Ästhetik der Sachverhalte, die der Autor, Professor für Designgrundlagen, Entwerfen und Produktlehre, über seine Emeritierung 1996 hinaus bis heute weiterführte. Dabei entstandene Geometriken als u.a. Grafiken und Skulpturen zeigte er mehrfach in Einzelausstellungen zur Konstruktiv-konkreten Kunst. Einige befinden sich in Museen und öffentlichen Sammlungen. Von 1991 bis 1996 war er zugleich Rektor der Kunsthochschule Weißensee, Hochschule für Gestaltung.
Übergänge / Transitions. Klosinski, Gunther. Fotograf: Klosinski, Gunther; Einleitung von Kuschel, Karl-Josef. 2014. Dtsch/Engl. 104 S. 76 fb. Abb. 26 x 29 cm. Gb. EUR 35,00. CHF 46,90 ISBN: 978-3-8030-3368-0 Wasmuth
Gunther Klosinskis Doubleprints zeigen, welche Ausdrucksmöglichkeiten ein Künstler aus der Technik der Fotomontage in Form der "Verschmelzung" zweier Bilder gewinnen kann: Das Kreuzungs- oder Überblendungsverfahren erlaubt die Sichtbarmachung der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen und Widersprüchlichen, die Transzendierung und Vertiefung des Vordergründigen, die Verfremdung des Gewohnten. In einem einzigen Bild lassen sich mehrdimensionale Sinnschichten zeigen. Für den Psychotherapeuten und Psychiater Klosinski sind diese Doubleprints "zu einem faszinierenden Medium an der Schnittstelle zwischen Traum und Wirklichkeit, Kunst und Psychiatrie" geworden. Schnittstellen sind Stellen des "Übergangs". Die Bilder dieser Werkschau zeigen solche Übergänge: von Vordergrund und Hintergrund, von Raum und Gegenraum, vom Wirklichen zum Unwirklichen, von Realität und Traum, von Diesseits und Jenseits, von Leben und Tod...
Gunther Klosinski‘s doubleprints show what means of expression the technique of photomontage can provide to an artist. The crossing or blurring process or "Fusion" of two pictures makes visible the simultaneity of the non-simultaneous and the contradictory, the transcending and deepening of the foreground or the alienation of the accustomed. Several levels of meaning can be shown in a single picture. For the psychotherapist and psychiatrist Klosinski his doubleprints have become "a fascinating medium at the interface between dream and reality, art and psychiatry". Interfaces are the places of "Transition". The pictures in this volume show these transitions, from foreground to background, space and anti-space, from the real to the unreal, from reality and dream, from the here-and-now to the beyond, from life and death...
Ready Places Berlin. Fotograf: Meisse, Maximilian; Vorwort von Zohlen, Gerwin. Dtsch/Engl. 96 S. 74 fb. Abb. 25 x 17 cm. Gb. Wasmuth Verlag, Tübingen 2014. EUR 29,80. CHF 40,90 ISBN: 978-3-8030-0782-7 Wasmuth
Die Fotografien aus der Serie Ready Places Berlin zeigen Berliner Orte, die größtenteils bekannt sind, aber im Alltag anders als in den von Maximilian Meisse aufgenommenen Bildern wahrgenommen werden. Assoziationen mit fernen Orten stellen sich ein: Die Gedächtniskirche wird zum Wolkenkratzer, das Bettenhochhaus der Charité scheint am Central Park zu stehen, Funkturm und BfA-Hochhaus wachsen aus grünen Baumkronen empor, die abgebrochene Deutschlandhalle erinnert an Länder, in denen Krieg herrscht. Die Villa von der Heydt und das Casino in Glienicke könnten in Italien aufgenommen worden sein und der Friedrichstadtpalast am Broadway. Die Innenausstattung von Charlottenburger Etagenpensionen oder des Hauses Cumberland evoziert Pariser Grandhotels.
Die fotografische Inszenierung der vorgefundenen Orte führt zu deren Verwandlung und Neuinterpretation, die den realen Zustand in Frage stellt. Können wir positive Rückschlüsse aus den ästhetisch fragwürdigen Erscheinungsbildern unserer Umgebung ziehen und damit zu einer neuen Bewertung der gebauten Umwelt gelangen? Ein trister Wohn-Plattenbau gegenüber der Russischen Botschaft fällt durch seinen begrünten Eingang auf. Im Hotel Bogota ragt ganz selbstverständlich ein Ölgemälde über die Wandvertäfelung hinaus. Die gealterten Brandwände eines Hinterhofs weisen schöne Pilaster auf. Bilder als temporäre Entwürfe von architektonischen Visionen.
 Rezension lesen
„Das neue Dortmund“. Das Dortmunder Gesundheitshaus von Will Schwarz. Fotografiert von Gerd Kittel. Fotograf: Kittel, Gerd; Hrsg.: Schilp, Thomas; Zupancic, Andrea; Beitr.: Bartetzko, Dieter; Hnilica, Sonja; Jager, Markus; Kroos, Peter; Schilp, Thomas; Sonne, Wolfgang; Zupancic, Andrea. 2014. 140 S. 145 meist fb. Abb. 31 x 25 cm. Gb. EUR 35,00. CHF 46,90 ISBN: 978-3-8030-0783-4 Wasmuth
Ende der 1950er Jahre wurde im Auftrag der Stadt Dortmund eine Bauidee umgesetzt, die wie keine andere den Gestaltungswillen einer neuen Zeit dokumentiert: das Dortmunder Gesundheitshaus. Der Architekt Will Schwarz plante es als Ort der Gesundheitsfürsorge, der u.a. eine Mütterberatungsstelle, einen Hörsaal, Labore und andere medizinische Einrichtungen in sich vereinte. Die technische Ausstattung war auf dem neuesten Stand. Besonderes Augenmerk richtete Schwarz jedoch auf das Wohlbefinden von Besuchern und Mitarbeitern. Großflächige Fensterreihen und Wände aus Glasbausteinen erhellen die Räume, die durch Wandreliefs, Mobiliar und architektonische Gestaltungselemente zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen – ein Bau-Ideal der Zeit als ganzheitliches Konzept von Architektur, Ausstattung und Nutzung.
Der Frankfurter Fotograf Gerd Kittel hat diese Baukonzeption im Bild festgehalten und würdigt die Formensprache im Ganzen wie auch in den liebevollen Details. Das Stadtarchiv Dortmund ergänzt diese Fotografien durch Baupläne aus dem Nachlass von Will Schwarz.
Stadt der Räume. Interdisziplinäre Überlegungen zu Räumen der Stadt. Hrsg.: Schröder, Uwe; Mitwirkung (sonst.): Denk, Andreas. 2014. 146 S. zahlr. Abb. 21 x 13 cm. Pb. EUR 12,80. CHF 18,90 ISBN: 978-3-8030-0915-9 Wasmuth
Unter dem Titel "Stadt der Räume" stellt der 6. Band der Reihe "Materialien zu Geschichte, Theorie und Entwurf architektonischer Räume" (ISSN 2192-3825) grundsätzliche Positionen verschiedener Kultur- und Sozialwissenschaften zum Wesen der Stadt vor. Die Beiträge der Anthologie erläutern vom jeweiligen fachlichen Standpunkt jeweils unterschiedliche Begriffe und Eigenschaften der "Räumlichkeit" der Stadt. Die Bandbreite der Autoren und Disziplinen veranschaulicht die gegenwärtige virulente Diskussion um die Stadt. Zugleich dokumentiert die Fülle der Aufsätze exemplarisch die Ausweitung des Raumbegriffs durch die verschiedenen Disziplinen. Das Phänomen Stadt als gemeinsamer Nenner konkretisiert dabei Grenzen, Schnittstellen und Übergänge zwischen den unterschiedlichen Auffassungen und weist voraus auf eine komplexe Theorie des architektonischen Raums.
Vor dem Hintergrund einer langen Vorgeschichte wird die Begrifflichkeit des Raumes gegenwärtig unterschiedlich definiert und aufgefasst. Der architekturtheoretische Diskurs ist seit dem Millennium, von einzelnen vorausgehenden Vorstößen abgesehen, von der erneuten "Wiederkehr" des Räumlichen, dem "spatial turn", nicht unbeeinflusst geblieben. So haben die neueren Theoriebildungen einer Soziologie des Raumes und die kulturwissenschaftlichen Überlegungen zur Formung von Architektur und Stadt zu einem allmählich wachsenden Interesse an der erneuten Diskussion verschiedener Auffassungen des Räumlichen geführt. Dabei ist das wesentliche Habitat des Menschen, die Stadt, in den Mittelpunkt gerückt. Bei keinem anderen Phänomen scheint das Gewebe von Gesellschaft und Raum konkretere, aber auch komplexere Formen anzunehmen als in der großen kultur-, sozial- und architekturhistorischen Konstante der Städte.
Der vorliegende Band beinhaltete Beiträge von Gernot Böhme, Katharina Brichetti und Franz Mechsner, Christopher Dell, Andreas Denk, Georg Franck, Birgit Haase, Jürgen Hasse, Michael Jansen, Alexander G. Keul, Michael Mönninger, Fritz Neumeyer, Jan Pieper, Hermann Schmitz, Uwe Schröder, Peter Stauder, Markus Schroer und Jessica Wilde, die die mannigfaltigen Sichtweisen der Kultur- und Sozialwissenschaften, der Künste und der Architektur- und Stadttheorie veranschaulichen. Die Autoren und Autorinnen erläutern vom jeweiligen fachlichen Standpunkt unterschiedliche Begriffe und Eigenschaften der „Räumlichkeit der Stadt“. Durch die exemplarische Bestandsaufnahme des gegenwärtigen Stands des Wissens dokumentiert die Fülle der Aufsätze die Ausweitung des Raumbegriffs durch die verschiedenen Disziplinen. Das Phänomen Stadt als gemeinsamer Nenner konkretisiert dabei Grenzen, Schnittstellen und Übergänge zwischen den unterschiedlichen Auffassungen und weist voraus auf eine komplexe Theorie des architektonischen Raums.
Kurzbiographie der Herausgeber:
Andreas Denk, geb. 1959 in Dortmund, studierte Kunstgeschichte, Städtebau, Geschichte sowie Ur- und Frühgeschichte in Bochum, Freiburg i. Brsg. und Bonn; 1993-1999 Redakteur, seit 2000 Chefredakteur der Zeitschrift "der Architekt"; seit 2008 Lehre, seit 2014 Professor für Architekturtheorie an der Fachhochschule Köln, seit 2002 Konzeption des "Berliner Gesprächs" des Bundes Deutscher Architekten BDA.
Uwe Schröder, geb. 1964 in Bonn, 1986-1992 Architekturstudium an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, 1992-1995 Aufbaustudium an der Kunstakademie Düsseldorf, Meisterschüler; seit 1993 eigenes Büro in Bonn; 2000-2004 Lehraufträge in Bochum und Köln, 2004-2008 Professur für Entwerfen und Architekturtheorie an der Fachhochschule Köln, seit 2008 Professor am Lehr- und Forschungsgebiet Raumgestaltung der RWTH Aachen, 2009-2010 Gastprofessor an der Università di Bologna, Facoltà di Architettura "Aldo Rossi".
< zurück | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | vor>
© 2003 Verlag Langewiesche [Impressum] [Nutzungsbedingungen]