KunstbuchAnzeiger - Kunst, Architektur, Fotografie, Design Anzeige Verlag Langewiesche Königstein | Blaue Bücher
[Home] [Titel-Datenbank] [Druckansicht]
Themen
Recherche
Service

Titel-Datenbank

[zurück]

Wasmuth Verlag

 
< zurück | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | vor>
 
Radikal Modern. Planen und Bauen im Berlin der 1960er-Jahre. 2015. Hrsg.: Köhler, Thomas; Müller, Ursula; Berlinische Galerie; Beitr.: Buttlar, Adrian von; Flierl, Bruno; Frank, Hartmut; Heckmann, Anna Maria; Leinauer, Irma; Moos, Stanislaus von; Müller, Ursula; Seehausen, Frank; Weilemann, Dirk. 208 S. 245 meist fb. Abb. 27 x 23 cm. Pb. EUR 39,80. CHF 52,90 ISBN: 978-3-8030-0792-6 Wasmuth
Zerstört im Zweiten Weltkrieg und durch den Mauerbau geteilt, erlebte Berlin in den 1960er-Jahren einen wahrhaften Bauboom. Beflügelt von Aufbruchstimmung und Technikeuphorie entwarfen Städtebauer und Architekten radikal neue Lebensräume für eine moderne Gesellschaft.
Oftmals zu Unrecht als inhuman und unansehnlich kritisiert, sind wichtige Zeugnisse dieser Bauepoche heute verschwunden, überformt oder vom Abriss bedroht. Diese Publikation wirft erstmalig einen näheren Blick auf den Entstehungskontext, die formalen Aspekte und internationalen Bezüge der für Ost- und West-Berlin entwickelten Bauten und Visionen.
Das Begleitbuch zur Ausstellung "Radikal Modern. Planen und Bauen im Berlin der 1960er-Jahre" in der Berlinischen Galerie, Berlin vom 29 Mai bis 26. Oktober 2015.
(For the English edition please see ISBN 978 3 8030 0793 3!)
STADT BAUEN 5. Deutscher Städtebaupreis 2014. 2015. Hrsg.: Durth, Werner; Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung. 128 S. zahlr. meist fb. Abb. 24 x 21 cm. EUR 32,00. CHF 42,90 ISBN: 978-3-8030-0796-4 Wasmuth
Der jüngste Band der Reihe STADT BAUEN der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung dokumentiert den Deutschen Städtebaupreis 2014 und zeigt erneut eine Leistungsbilanz der Stadtplanung in Deutschland in Reaktion auf aktuelle Probleme gesellschaftlichen Wandels.
Mit dem im Jahr 1979 ins Leben gerufenen Preis werden in der Bundesrepublik Deutschland realisierte städtebaulicher Projekte prämiert, die sich durch nachhaltige und innovative Beiträge zur Stadtentwicklung im städtischen und ländlichen Kontext auszeichnen. Der Preis wird in zwei Sparten vergeben: Neben dem “klassischen“ Städtebaupreis außerdem ein Sonderpreis, der der Akzentuierung besonders dringlicher aktueller Handlungsfelder im Städtebau und in der Stadtplanung dient und für das Jahr 2014 unter dem Titel „Neue Wege in der Stadt“ integrative und zukunftsweisende Ansätze bei der Verknüpfung von weiterentwickelten Verkehrsarten mit neuen Raumqualitäten und Mobilitätssystemen zum Thema hatte.
Preisträger Deutscher Städtebaupreis 2014:
IBA Weltquartier, Hamburg-Wilhelmsburg. IBA Hamburg GmbH
Hofstatt, Stadthaus Sendlinger Straße, München. Meili, Peter GmbH
Auszeichnungen:
Gartenstadt Drewitz, Postdam-Drewitz. Projektkommunikation Hagenau GmbH
Schilde-Park, Bad Hersfeld. Wette + Küneke Landschaftsarchitekten
Neue Ortsmitte Wettstetten. Bembé Dellinger Architekten und Stadtplaner GmbH
Preisträger Sonderpreis 2014:
Neugestaltung Fischmarkt, Erfurt. Stadtplanungsbüro Wilke
Auszeichnungen:
Park am Gleisdreieck, Berlin. Partner Atelier LOIDL Landschaftsarchitekten
Ausbau Goethe- und Germaniastraße, Kassel. Planungsgemeinschaft Landschaft + Freiraum
Timeless City Architecture. Collage Eglise Coppia. 2015. Brenner, Klaus Theo. 204 S. zahlr. meist fb. Abb. 26 x 20 cm. EUR 42,00. CHF 43,20 ISBN: 978-3-8030-0791-9 Wasmuth
Das Leitthema dieses Buches ist die ins Bild gesetzte Frage nach der Verwertbarkeit historischer Vorbilder für die moderne Stadtarchitektur. Dabei spielt die „Collage“ die Rolle der Provokation im Sinne von Verfremdung und Inbesitznahme von ins Nostalgische tendierenden historischen Stadtbildern. „Eglise“ ist eine geradezu berauschende Bildersammlung französischer Stadtkirchen als Fallbeispiel zum Thema Stadt-Objekt-Objekt-Stadt und die „Coppie“ zeigen die Beziehung zwischen aktuellen Bauten aus dem Büro „Klaus Theo Brenner – Stadtarchitektur“ und historischen Monumenten im Sinne einer Übereinstimmung in essentiellen Elementen der Baugestalt, dies verbunden mit der These, dass die moderne Architektur bei aller Klarheit und gestalterischen Identität als Stadthaus und, ohne eine stilistische Kopie zu sein, im historisch gewachsenen Kosmos der Stadtarchitektur beheimatet ist. Dieser Kosmos der Stadtarchitektur ist, und das ist das Ergebnis dieser Entwurfsrecherche, für Kenner nicht nur historisch zeitübergreifend und umfasst mehr als 2.000 Jahre Stadtbaugeschichte, er ist auch international. Die gute Stadt mit ihren elementaren Eigenschaften ist ein internationales Kulturphänomen.
Nach „Urban Space“ (ISBN 978 3 8030 0768 1) legt Klaus Theo Brenner mit diesem Buch eine weitere spannende Analyse des Stadtraumes an Hand eines umfangreichen Bildmaterials vor.
Archäologischer Anzeiger 2014/2. Zeitschrift des Deutschen Archäologischen Instituts, Zentrale Berlin, 2. Halbband 2014. Hrsg.: Deutsches Archäologisches Institut, Zentrale Berlin; Dally, Ortwin; Fless, Friederike. 2015. 230S. 28 x 21 cm. 337 meist fb. Abb. EUR 38,00. CHF 50,90. ISBN: 978-3-8030-2353-7 Wasmuth
Istanbuler Mitteilungen. Hrsg.: Deutsches Archäologisches Institut, Abteilung Istanbul; Bachmann, Martin; Pirson, Felix. 2015. Dtsch/Engl. 264S. 26 x 19 cm. 99 teils fb. Abb. EUR 24,90. CHF 35,50. ISBN: 978-3-8030-1655-3 Wasmuth
Schmuck als urbaner Prozess. Künstlerische Handlungen im städtischen Raum. Dokumentation eines Forschungsprojekts / Artistic Interventions in Urban Space. Documentation of a Research Project. Hrsg.: Holder, Elisabeth; Schillig, Gabi. Beitr.: Anna, Susanne; Dorner, Willi; Drohsel, Karsten Michael; Holder, Elisabeth; Maas, Barbara; Oyama, Yuka; Schillig, Gabi; Tang, Rennie K. Dtsch/Engl. 2015. 400 S., zahlr. meist fb. Abb. 21 x 15 cm, Engl.Br. EUR 29,80 CHF 40,90 ISBN: 978-3-8030-0784-1 Wasmuth
Seit 2012 kooperieren das Stadtmuseum Landeshauptstadt Düsseldorf und der Fachbereich Design der Fachhochschule Düsseldorf im Rahmen eines gemeinsamen Forschungs- und Ausstellungsprojekts. Unter dem Titel „Schmuck als urbaner Prozess“ wurden die Ergebnisse in einer Ausstellung präsentiert und liegen hiermit nun auch in Buchform vor.
Studierende untersuchten angeleitet von den Professorinnen Elisabeth Holder und Gabi Schillig in Seminaren und Kursen verschiedene Erscheinungsformen von Schmuck im urbanen Raum. Gestalterische und künstlerische Experimente haben zu neuen, die gewohnten Definitionen von Schmuck überschreitenden, auf den Stadtraum bezogenen Objekten, performativen Systemen, Aktionen, temporären oder permanenten Installationen und Interventionen geführt. Die konzeptionelle Struktur der Ausstellung bildet ein breites und vielfältiges Spektrum der entwickelten künstlerische Prozesse ab, die den Stadtraum auf unterschiedliche Weise transformieren.
Die entstandenen Konzepte reichen von ortsunabhängigen Gestaltungen, die in den Kategorien Material und Inspiration zusammen gefasst sind, bis hin zu ortsspezifischen und ortsbezogenen Formen der Interaktion mit ausgewählten Orten und Situationen, die den Kategorien Exploration, Bühne, Anlass und Aufforderung zugeordnet sind. Alle Projekte sind verbunden durch eine analytische und prozesshafte Untersuchung des Düsseldorfer Stadtraums, sowie durch eine experimentelle Vorgehensweise und vielfältige mediale Dokumentation der entstandenen Arbeiten. Durch sie wird unsere Wahrnehmung des städtischen Raums verändert und neue urbane Räume der Interaktion und Partizipation geschaffen.
"Schmuck als urbaner Prozess" is a research and exhibition project initiated in 2012 by the Design Department of the Düsseldorf University of Applied Sciences and the Stadtmuseum of the City of Düsseldorf, the capital city of the State of North Rhine-Westphalia. Under the same title, the results were shown in an exhibition and are now presented in this book. In various seminars and courses and under the guidance of Professors Elisabeth Holder and Gabi Schillig, students explored the different manifestations of jewellery or adornment in urban space. The creative and artistic experiments led to new objects, performative systems, actions, temporary or permanent installations and interventions that are based on urban space and transcend the definition of jewellery. The conceptual structure of the exhibition is a broad and diverse range of developed artistic processes that transform the urban space in different ways.
The concepts presented in the exhibition range from site-unspecific designs that fall under the categories of Material and Inspiration, to site-specific and site-related forms of interaction with selected places and situations that are sorted in the categories of Exploration, Stage, Occasion, and Invitation. All the projects are linked by an analytical and process-oriented exploration of the Düsseldorf cityscape, as well as by an experimental approach and diverse media documentation of the resulting works. Through them, our perception of urban space is changed and new urban spaces of interaction and participation are created.
"Schmuck”, the German term for jewellery, denotes many forms of adornment and decoration that greatly differ from what we normally understand as jewellery.
Richard Neutra. Möbel / Richard Neutra. Furniture. Der Körper und die Sinne / The body and senses. Lamprecht, Barbara. Hrsg.: VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken, Tauberbischofsheim; Vorwort von Müller, Thomas. 2015. Dtsch/Engl. 92 S. 65 z.T. fb. Abb. 29 x 21 cm. Engl.Br. EUR 19,80. CHF 28,50 ISBN: 978-3-8030-3217-1 Wasmuth
Mit seinen lichtdurchfluteten Häusern prägte Richard J. Neutra (1892–1970) – Amerikaner mit österreichischen Wurzeln – die kalifornische modernistische Architekturszene und wurde damit zu einem der wichtigsten Vertreter in der modernen Architekturhistorie. Ganz anders als bei seinen Zeitgenossen, wie z.B. Aalto, Breuer, Jacobsen and Prouvé, blieben jedoch Neutras Möbelentwürfe lange Zeit weitgehend unbeachtet. Wieder ins allgemeine Bewusstsein gebracht, wurden sie erst, als Dion Neutra – Sohn und zugleich Firmenpartner – die Entwürfe seines Vaters in Kooperation mit der Spezialmöbelfabrik VS nachzubauen begann.
In vorliegender Publikation untersucht Barbara Lamprecht ausführlich diesen Werkkomplex Neutras. Bezugnehmend auf die originalen Zeichnungen und Patentpläne erläutert die Autorin die Details der Möbelstücke, zeigt aber darüber hinaus, dass Neutras eigentliches Interesse darauf abzielte, für seine Kunden eine ausgewogene Wohnlandschaft zu kreieren, eben inklusive der Möbel. Sämtliche Elemente – Möbel, Licht, Gebäude, umgebende Natur und die weitere Landschaft – sollten ein Gesamtkunstwerk ergeben, von Neutra „Sensorium“ bzw. „Seelenanker“ genannt.
With his houses flooded with light Austria-American architect Richard J. Neutra (1892–1970) shaped the scene of Californian Modernism. From there he rose to be one of the most influential names in the history of modern architecture, but in contrast to his peers – like Aalto, Breuer, Jacobsen and Prouvé – Neutra’s work on furniture designs has long been undiscovered. Author Barbara Lamprecht fills a gap with studying the extensive but little known furniture range by Neutra that had faded into obscurity for a long time, until Dion Neutra, Neutra’s son and architectural partner, started the work on the designs with German manufacturer VS. Referring to the original sketches and patent drawings the author focuses the details of the furniture designs and gives the bigger picture in showing how Neutra intended to create balanced environments for his clients, including furniture. Each element: furniture, lighting, building, nature and landscape, all worked together as a Gesamtwerk to create a “sensorium,” a “soul anchorage” as Neutra called the environments.
AXEL TEICHMANN. KOORDINATEN. Hrsg.: Sedler, Irmgard; Beitr.: Baumann, Claus; Sedler, Irmgard. 2015. Dtsch/Engl. 96 S. 79 meist fb. Abb. 28 x 22 cm. Gb. EUR 28,00. CHF 38,50 ISBN: 978-3-8030-3370-3 Wasmuth
Axel Teichmann thematisiert in seiner Arbeit „Technik“ und „Technologisierung des Lebens“ in einer rätselhaften, für Interpretationen offenen Art. Technische Artefakte präsentieren sich in seinem OEuvre in einer antiquiert anmutenden Weise: Angestrengt oder gar überfordert wirkende Personen sind zwischen diesen Erzeugnissen eingespannt dargestellt – zwischen Schöpfungen, die im vorigen Jahrhundert noch für Innovation standen, inzwischen aber ein längst Vergangenes repräsentieren. Entsprechend antiquiert scheint die Wahl seiner künstlerischen Ausdrucksmittel zu sein, jedenfalls im Vergleich zu zeitgenössischer digitaler Kunst. Doch gerade die Distanz, die dadurch geschaffen wird, ist eine der Stärken von Teichmanns Werken: Sie erzeugt Raum für Reflexionen. So scheinen beispielsweise die skulpturalen Werke von Menschen, die sich in niedrigpixelgraphischer Darstellung nahezu auflösen, kritisch auf unsere digitalisierte Welt anzuspielen.
Bekanntlich macht erst eine interpretative Auseinandersetzung Kunst zu einer lebendigen. Die Koordinaten dafür sind in Teichmanns Werken in großartiger Weise gegeben.
The main theme of Axel Teichmann‘s work is “technology” and the “technologisation of life” in a mysterious form, that is also open for interpretation. Technical artifacts represent themselves in his oeuvre in a seemingly antiquated way: Straining or even overwhelmed acting persons are shown clamped between technical artifacts – between artifacts that once stood for innovation in the last century but now represent a distant past. At first glance his choice of artistic expression seems to be oldfashioned, at least compared to contemporary digital art. But it is precisely this distance that is created by one of the strengths of Teichmann‘s works: It creates space for reflection. Thus, for example, the sculptural depictions of people, that seem to dissolve in low-pixel graphic display, allude to criticism of our digitized world.
As it is generally known – only an interpretive discussion brings art to life. The coordinates for that are given by Teichmann´s works in an excellent way.
Der entfesselte Blick. The Unfettered Gaze. Die Brüder Rasch und ihre Impulse für die moderne Architektur. The Rasch Brothers and their Influence on Modern Architecture. Hrsg.: Marta Herford gGmbH; Vorwort von Leuschel, Klaus; Nachtigäller, Roland; Beitr.: Adam, Hubertus; Bruchhäuser, Axel; Kirsch, Karin; Leuschel, Klaus; Ludwig, Annette; Má?el, Otakar; Marzona, Egidio; Nachtigäller, Roland; Stolz, Katharina; Stürzebecher, Jörg. 2014. Dtsch/Engl. 240 S. meist fb. Abb. 29 x 23 cm. Pb. EUR 39,80. CHF 52,90 ISBN: 978-3-8030-0780-3 Wasmuth
Als Architekten, Möbeldesigner, Typografen und Buchgestalter arbeiteten Heinz (1902–1996) und Bodo Rasch (1903–1995) zwischen 1926 und 1930 in einer höchst kreativen Arbeitsgemeinschaft zusammen. Nicht zuletzt als frühe "Netzwerker" und visionär denkende Ideengeber entwickelten die Brüder Rasch eine Fülle von Projekten, die sie mit einem Schlag auf Augenhöhe der Protagonisten des "Neuen Bauens" brachten.
Ihre frühen Hängehäuser und kühnen Ideen zu modularen oder auch luftgefüllten Haus-Konstruktionen sind einzigartig in der Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Besonders mit ihren Hängehäusern setzten die Brüder Rasch einen unverwechselbaren Maßstab, deren Spuren sich in den folgenden Architektengenerationen weiterverfolgen lassen. Eine exquisite Auswahl des Frühwerks aus dem MoMA in New York und dem CCA in Montreal steht dabei im Zentrum der Publikation, die fokussierte Einblicke in die Zusammenarbeit der Brüder eröffnet.
Ergänzt werden diese durch Container-, Hänge- und pneumatische Architekturen von über 20 renommierten Architekturbüros wie etwa Archigram, Egon Eiermann, Foster + Partners, COOP HIMMELB(L)AU, Bertrand Goldberg, Kengo Kuma u.a., die das hohe kreative Potential der Brüder Rasch in einem neuen Licht erscheinen lassen.
Mit Michael Beutler, Erika Hock, Luka Fineisen, Ernesto Neto und Martin Pfeifle entdecken außerdem fünf zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler auf aktuelle Weise die inspirierenden Momente der Brüder Rasch und stiften mit ihren Werken neue Beziehungen zwischen vergangenen Ideen und zukünftigen Visionen.
Die Stadt und ihre Geschichte. Utopien und Modelle und was aus ihnen wurde. Jonas, Carsten. 2014. 448 S. zahlr. Abb., 22 x 17 cm, Pb. EUR 29,80 CHF 40,90 ISBN: 978-3-8030-0765-0 Wasmuth
Diese Geschichte des Städtebaus – von seinen Anfängen und der griechisch-römischen Antike bis in heutige Tage – stellt die Frage nach den in den jeweiligen Epochen vorhandenen stadtplanerischen und städtebaulichen Leitbildern in den Mittelpunkt: nach Utopien, Modellen und Ordnungsvorstellungen. Solche Leitbilder werden an der Wirklichkeit gemessen: ob und inwieweit es zu Realisierungen kam, die, wenn vorhanden, exemplarisch genauer beschrieben werden. Ab dem 19. Jahrhundert konzentriert sich die Untersuchung nahezu ausschließlich, doch detailliert auf den deutschsprachigen Kulturraum, während sie für die Zeiten davor – wenn auch eher überblicksartig – darüber hinausgeht.
Nicht nur im – abgesehen von eschatologischen Vorstellungen – weitgehend leitbildlosen Mittelalter gab es Phasen, in denen für Stadtplanung und Städtebau bestenfalls begrenzte Ordnungsvorstellungen existierten, so vom Beginn des Barocks mit seinem Hang zu Symmetrie und Axialität über die Zeit des Klassizismus mit seiner Vorliebe für ausgewogene Asymmetrien bis hin zum Ende des 19. Jahrhunderts. Die Renaissance war dagegen eine Zeit der „aktiven Leitbilder“: solchen, die offensiv und ohne den bestehenden Städten nennenswerte Beachtung zu schenken, zu – vermeintlich – völlig neuen stadtplanerischen oder städtebaulichen Ufern riefen. Auch die Modelle im Deutschland der 1960er Jahre ließen den Bestand gedanklich beiseite, an dessen Stelle sie geometrisch-anorganische bzw. biologistisch-organische, jedenfalls richtungslose Strukturen setzen wollten. "Reaktive Leitbilder" wie z.B. in der Zeit um 1900 oder die Utopien und Modelle der späten 1920er Jahre, die teilweise Ende der 1960er Jahre wiederaufgegriffen wurden, gingen dagegen – bei aller dezidierter Kritik – von den vorhandenen Städten aus, die es zu reformieren galt. Vielleicht weil die Umsetzung häufig den Erwartungen nicht entsprach, wird in Deutschland derzeit wieder auf – vor allem stadtplanerisch funktions- und städtebaulich formlastige – Leitbilder verzichtet.
Geometriken. Hückler, Alfred. 2014. 128 S. zahlr. fb. Abb. 26 x 19 cm. Engl. Br. EUR 38,80. CHF 51,90 ISBN: 978-3-8030-3216-4 Wasmuth
Geometriken sind geometrische Konstrukte, die ausgeprägt ästhetisch wirken: im Sinne der Konstruktiv-konkreten Kunst als reine Selbstdarstellungen geometrischer Möglichkeiten. Sie entstehen, indem gefundene und erfundene einfache geometrische Grundmotive mit bekannten oder erdachten Vorgehensweisen behandelt werden. Alfred Hücklers Kreationen zeigen, "wie schön Logik sein kann" und wirken "wie Ikonen des einundzwanzigsten Jahrhunderts" (Otto Patzelt). Die Freude darüber soll dieses Buch exemplarisch vermitteln. Das geschieht durch Grafiken, die sich anhand von vier besonders ergiebigen und einfachen Entwurfsansätzen herausgebildet haben. Warum die Geometriken im Zusammenhang mit Erkundungen zur Ästhetik der Sachverhalte entstanden sind, wird im Textteil geklärt, diesen abschließend erläutert Klaus Lehmann, wann Geometrie Kunst wird.
Alfred Hückler konzipierte, entwarf, konstruierte und gestaltete von 1954 bis 1975 technische Geräte in der Industrie und betrieb seit 1962 bis 1990 Forschungen und weiterbildende Maßnahmen unterschiedlicher Art, um Konstruktion und Formgestaltung zu verbinden. So wurde er 1970 an die Kunsthochschule Berlin-Weißensee berufen, um das Studium im Produktdesign auf diesen unauflösbaren Zusammenhang praktisch und theoretisch auszurichten. Hinzu kamen 1978 die Designgeometrie als eigenständiges Lehrgebiet und seit 1981 Erkundungen zur Ästhetik der Sachverhalte, die der Autor, Professor für Designgrundlagen, Entwerfen und Produktlehre, über seine Emeritierung 1996 hinaus bis heute weiterführte. Dabei entstandene Geometriken als u.a. Grafiken und Skulpturen zeigte er mehrfach in Einzelausstellungen zur Konstruktiv-konkreten Kunst. Einige befinden sich in Museen und öffentlichen Sammlungen. Von 1991 bis 1996 war er zugleich Rektor der Kunsthochschule Weißensee, Hochschule für Gestaltung.
Übergänge / Transitions. Klosinski, Gunther. Fotograf: Klosinski, Gunther; Einleitung von Kuschel, Karl-Josef. 2014. Dtsch/Engl. 104 S. 76 fb. Abb. 26 x 29 cm. Gb. EUR 35,00. CHF 46,90 ISBN: 978-3-8030-3368-0 Wasmuth
Gunther Klosinskis Doubleprints zeigen, welche Ausdrucksmöglichkeiten ein Künstler aus der Technik der Fotomontage in Form der "Verschmelzung" zweier Bilder gewinnen kann: Das Kreuzungs- oder Überblendungsverfahren erlaubt die Sichtbarmachung der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen und Widersprüchlichen, die Transzendierung und Vertiefung des Vordergründigen, die Verfremdung des Gewohnten. In einem einzigen Bild lassen sich mehrdimensionale Sinnschichten zeigen. Für den Psychotherapeuten und Psychiater Klosinski sind diese Doubleprints "zu einem faszinierenden Medium an der Schnittstelle zwischen Traum und Wirklichkeit, Kunst und Psychiatrie" geworden. Schnittstellen sind Stellen des "Übergangs". Die Bilder dieser Werkschau zeigen solche Übergänge: von Vordergrund und Hintergrund, von Raum und Gegenraum, vom Wirklichen zum Unwirklichen, von Realität und Traum, von Diesseits und Jenseits, von Leben und Tod...
Gunther Klosinski‘s doubleprints show what means of expression the technique of photomontage can provide to an artist. The crossing or blurring process or "Fusion" of two pictures makes visible the simultaneity of the non-simultaneous and the contradictory, the transcending and deepening of the foreground or the alienation of the accustomed. Several levels of meaning can be shown in a single picture. For the psychotherapist and psychiatrist Klosinski his doubleprints have become "a fascinating medium at the interface between dream and reality, art and psychiatry". Interfaces are the places of "Transition". The pictures in this volume show these transitions, from foreground to background, space and anti-space, from the real to the unreal, from reality and dream, from the here-and-now to the beyond, from life and death...
Ready Places Berlin. Fotograf: Meisse, Maximilian; Vorwort von Zohlen, Gerwin. Dtsch/Engl. 96 S. 74 fb. Abb. 25 x 17 cm. Gb. Wasmuth Verlag, Tübingen 2014. EUR 29,80. CHF 40,90 ISBN: 978-3-8030-0782-7 Wasmuth
Die Fotografien aus der Serie Ready Places Berlin zeigen Berliner Orte, die größtenteils bekannt sind, aber im Alltag anders als in den von Maximilian Meisse aufgenommenen Bildern wahrgenommen werden. Assoziationen mit fernen Orten stellen sich ein: Die Gedächtniskirche wird zum Wolkenkratzer, das Bettenhochhaus der Charité scheint am Central Park zu stehen, Funkturm und BfA-Hochhaus wachsen aus grünen Baumkronen empor, die abgebrochene Deutschlandhalle erinnert an Länder, in denen Krieg herrscht. Die Villa von der Heydt und das Casino in Glienicke könnten in Italien aufgenommen worden sein und der Friedrichstadtpalast am Broadway. Die Innenausstattung von Charlottenburger Etagenpensionen oder des Hauses Cumberland evoziert Pariser Grandhotels.
Die fotografische Inszenierung der vorgefundenen Orte führt zu deren Verwandlung und Neuinterpretation, die den realen Zustand in Frage stellt. Können wir positive Rückschlüsse aus den ästhetisch fragwürdigen Erscheinungsbildern unserer Umgebung ziehen und damit zu einer neuen Bewertung der gebauten Umwelt gelangen? Ein trister Wohn-Plattenbau gegenüber der Russischen Botschaft fällt durch seinen begrünten Eingang auf. Im Hotel Bogota ragt ganz selbstverständlich ein Ölgemälde über die Wandvertäfelung hinaus. Die gealterten Brandwände eines Hinterhofs weisen schöne Pilaster auf. Bilder als temporäre Entwürfe von architektonischen Visionen.
 Rezension lesen
„Das neue Dortmund“. Das Dortmunder Gesundheitshaus von Will Schwarz. Fotografiert von Gerd Kittel. Fotograf: Kittel, Gerd; Hrsg.: Schilp, Thomas; Zupancic, Andrea; Beitr.: Bartetzko, Dieter; Hnilica, Sonja; Jager, Markus; Kroos, Peter; Schilp, Thomas; Sonne, Wolfgang; Zupancic, Andrea. 2014. 140 S. 145 meist fb. Abb. 31 x 25 cm. Gb. EUR 35,00. CHF 46,90 ISBN: 978-3-8030-0783-4 Wasmuth
Ende der 1950er Jahre wurde im Auftrag der Stadt Dortmund eine Bauidee umgesetzt, die wie keine andere den Gestaltungswillen einer neuen Zeit dokumentiert: das Dortmunder Gesundheitshaus. Der Architekt Will Schwarz plante es als Ort der Gesundheitsfürsorge, der u.a. eine Mütterberatungsstelle, einen Hörsaal, Labore und andere medizinische Einrichtungen in sich vereinte. Die technische Ausstattung war auf dem neuesten Stand. Besonderes Augenmerk richtete Schwarz jedoch auf das Wohlbefinden von Besuchern und Mitarbeitern. Großflächige Fensterreihen und Wände aus Glasbausteinen erhellen die Räume, die durch Wandreliefs, Mobiliar und architektonische Gestaltungselemente zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen – ein Bau-Ideal der Zeit als ganzheitliches Konzept von Architektur, Ausstattung und Nutzung.
Der Frankfurter Fotograf Gerd Kittel hat diese Baukonzeption im Bild festgehalten und würdigt die Formensprache im Ganzen wie auch in den liebevollen Details. Das Stadtarchiv Dortmund ergänzt diese Fotografien durch Baupläne aus dem Nachlass von Will Schwarz.
Stadt der Räume. Interdisziplinäre Überlegungen zu Räumen der Stadt. Hrsg.: Schröder, Uwe; Mitwirkung (sonst.): Denk, Andreas. 2014. 146 S. zahlr. Abb. 21 x 13 cm. Pb. EUR 12,80. CHF 18,90 ISBN: 978-3-8030-0915-9 Wasmuth
Unter dem Titel "Stadt der Räume" stellt der 6. Band der Reihe "Materialien zu Geschichte, Theorie und Entwurf architektonischer Räume" (ISSN 2192-3825) grundsätzliche Positionen verschiedener Kultur- und Sozialwissenschaften zum Wesen der Stadt vor. Die Beiträge der Anthologie erläutern vom jeweiligen fachlichen Standpunkt jeweils unterschiedliche Begriffe und Eigenschaften der "Räumlichkeit" der Stadt. Die Bandbreite der Autoren und Disziplinen veranschaulicht die gegenwärtige virulente Diskussion um die Stadt. Zugleich dokumentiert die Fülle der Aufsätze exemplarisch die Ausweitung des Raumbegriffs durch die verschiedenen Disziplinen. Das Phänomen Stadt als gemeinsamer Nenner konkretisiert dabei Grenzen, Schnittstellen und Übergänge zwischen den unterschiedlichen Auffassungen und weist voraus auf eine komplexe Theorie des architektonischen Raums.
Vor dem Hintergrund einer langen Vorgeschichte wird die Begrifflichkeit des Raumes gegenwärtig unterschiedlich definiert und aufgefasst. Der architekturtheoretische Diskurs ist seit dem Millennium, von einzelnen vorausgehenden Vorstößen abgesehen, von der erneuten "Wiederkehr" des Räumlichen, dem "spatial turn", nicht unbeeinflusst geblieben. So haben die neueren Theoriebildungen einer Soziologie des Raumes und die kulturwissenschaftlichen Überlegungen zur Formung von Architektur und Stadt zu einem allmählich wachsenden Interesse an der erneuten Diskussion verschiedener Auffassungen des Räumlichen geführt. Dabei ist das wesentliche Habitat des Menschen, die Stadt, in den Mittelpunkt gerückt. Bei keinem anderen Phänomen scheint das Gewebe von Gesellschaft und Raum konkretere, aber auch komplexere Formen anzunehmen als in der großen kultur-, sozial- und architekturhistorischen Konstante der Städte.
Der vorliegende Band beinhaltete Beiträge von Gernot Böhme, Katharina Brichetti und Franz Mechsner, Christopher Dell, Andreas Denk, Georg Franck, Birgit Haase, Jürgen Hasse, Michael Jansen, Alexander G. Keul, Michael Mönninger, Fritz Neumeyer, Jan Pieper, Hermann Schmitz, Uwe Schröder, Peter Stauder, Markus Schroer und Jessica Wilde, die die mannigfaltigen Sichtweisen der Kultur- und Sozialwissenschaften, der Künste und der Architektur- und Stadttheorie veranschaulichen. Die Autoren und Autorinnen erläutern vom jeweiligen fachlichen Standpunkt unterschiedliche Begriffe und Eigenschaften der „Räumlichkeit der Stadt“. Durch die exemplarische Bestandsaufnahme des gegenwärtigen Stands des Wissens dokumentiert die Fülle der Aufsätze die Ausweitung des Raumbegriffs durch die verschiedenen Disziplinen. Das Phänomen Stadt als gemeinsamer Nenner konkretisiert dabei Grenzen, Schnittstellen und Übergänge zwischen den unterschiedlichen Auffassungen und weist voraus auf eine komplexe Theorie des architektonischen Raums.
Kurzbiographie der Herausgeber:
Andreas Denk, geb. 1959 in Dortmund, studierte Kunstgeschichte, Städtebau, Geschichte sowie Ur- und Frühgeschichte in Bochum, Freiburg i. Brsg. und Bonn; 1993-1999 Redakteur, seit 2000 Chefredakteur der Zeitschrift "der Architekt"; seit 2008 Lehre, seit 2014 Professor für Architekturtheorie an der Fachhochschule Köln, seit 2002 Konzeption des "Berliner Gesprächs" des Bundes Deutscher Architekten BDA.
Uwe Schröder, geb. 1964 in Bonn, 1986-1992 Architekturstudium an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, 1992-1995 Aufbaustudium an der Kunstakademie Düsseldorf, Meisterschüler; seit 1993 eigenes Büro in Bonn; 2000-2004 Lehraufträge in Bochum und Köln, 2004-2008 Professur für Entwerfen und Architekturtheorie an der Fachhochschule Köln, seit 2008 Professor am Lehr- und Forschungsgebiet Raumgestaltung der RWTH Aachen, 2009-2010 Gastprofessor an der Università di Bologna, Facoltà di Architettura "Aldo Rossi".
Atelier Schützengraben. Max Beckmann, Hans Alexander Müller und Alfred Frank zeichnen den Ersten Weltkrieg. Hrsg.: Hurttig, Marcus Andrew; Schmidt, Hans-Werner. 2014. 64 S. 40 z.T. fb. Abb. 24 x 17 cm. Engl. Br. EUR 14,80. CHF 21,90 ISBN: 978-3-8030-3367-3 Wasmuth
Der Katalog zur Ausstellung im Museum der bildenden Künste Leipzig vom 4. September bis 9. November 2014, die in Erinnerung an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren die Künstler Max Beckmann, Hans Alexander Müller und Alfred Frank erstmals gemeinsam präsentiert.
Beckmann, in Leipzig geboren, zählt zu den herausragendsten Persönlichkeiten der Klassischen Moderne. Müller und Frank, vor Ausbruch des Krieges Studenten an der Leipziger Kunstakademie, repräsentieren wichtige Positionen in der Kulturgeschichte dieser Stadt nach 1918. Ihre biografische Gemeinsamkeit basiert auf einer bislang unbekannten historischen Erkenntnis: Beckmann, Müller und Frank dokumentierten künstlerisch das Kriegsgeschehen zur selben Zeit und nahezu am selben Ort: an der Flandernfront bei Ypern im Jahr 1915. Kriegszeichnungen und Druckgrafiken aus dem reichen Bilderschatz des Leipziger Museums veranschaulichen, wie unterschiedlich diese drei Künstler auf das Kriegsgeschehen reagiert haben. Ihr gezeichneter Blick aus dem Schützengraben wird zusätzlich mit dem Blick von Kriegsfotografie, Luftaufklärung und Feldpostkarte kontrastiert.
Technikgeschichte und Stadtentwicklung. Mutschler, Martin. 2014. 142 S. 114 Abb. 22 x 17 cm. Pb. EUR 24,80. CHF 35,50 ISBN: 978-3-8030-0773-5 Wasmuth
Städte gibt es auf der Erde seit nahezu 10.000 Jahren. Seit jeher hat die Stadtforscher die Frage beschäftigt, welche Bestimmungsfaktoren für die historischen Perioden der Städte mit ihren teilweise schroffen Gegensätzen und abrupten Brüchen verantwortlich waren und sind.
Das Buch untersucht den Einfluss technischer Innovationen auf die Stadtentwicklung in ihrem historischen Ablauf. An vielen Beispielen wird gezeigt, dass Erfindungen neben den jeweils herrschenden politischen Machtverhältnissen sowie den städtebaulichen Leitbildern die Stadtentwicklung erheblich mehr bestimmt haben als landläufig angenommen. Die Arbeit behandelt exemplarisch die Themenfelder Landwirtschaft, industrielle Produktion, Kriegstechnik, Stadttechnik und Verkehr.
Als besonders einflussreich für die Stadtentwicklung erweist sich beispielsweise das Bündel technischer Erfindungen während der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert, dessen planerische Gegenreaktionen bis weit ins 20. Jahrhundert reichen. Als weiteres Beispiel formt die Waffentechnik die Gestalt der Stadt von ihren ersten Anfängen bis in die Gegenwart hinein, wie die mittelalterliche Stadtmauer, die hypertrophen Befestigungsanlagen in Renaissance und Barock, die Entfestigung sowie Luftkrieg und Wiederaufbau zeigen. Weiterhin fördern Verkehrsinnovationen wie Eisenbahn und Nahverkehrsmittel die radiale Erweiterung der Stadt, das Automobil beeinflusst durchgreifend die gesamte Stadtentwicklung und generiert eigene Leitbilder und Raumtypologien.
Zusammenfassend wird in dieser Arbeit erstmals der Versuch unternommen, sowohl die Literatur zur Technikgeschichte als auch diejenige zur Stadtbaugeschichte einander systematisch gegenüberzustellen, zu verknüpfen und kausale Bezüge aufzuzeigen.
Abenteuer Orient. Max von Oppenheim und seine Entdeckung des Tell Halaf. Hrsg.: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn; Vorwort von Dzwonnek, Dorothee; Oppenheim, Christopher von; Wolfs, Rein; Beitr.: Cholidis, Nadja; Beitr.: Dubiel, Ulrike; Beitr.: Hauser, Stefan; Beitr.: Majlis, Brigitte; Beitr.: Niehr, Herbert; Beitr.: Springer, Annabelle; Beitr.: Teichmann, Gabriele. Deutsch. 196 S. 240 meist fb. Abb. 29 x 25 cm. Gb. Wasmuth Verlag, Tübingen 2014. EUR 39,80. CHF 52,90 ISBN: 978-3-8030-3365-9 Wasmuth
Das Katalogbuch zur gleichnamigen Ausstellung in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, vom 30. April bis 10. August 2014.
1899 entdeckte der Kölner Bankierssohn, Diplomat und Forschungsreisende Max Freiherr von Oppenheim (1860–1946) auf dem Tell Halaf einen aramäischen Fürstensitz aus dem frühen 1. Jahrtausend v. Chr. Damit rückte er zum ersten Mal das Habur-Gebiet an der heutigen syrisch-türkischen Grenze in den Blickpunkt der archäologischen Forschung. Ausstellung wie Katalog lassen die lang vergangene Welt der Aramäer wiederauferstehen und präsentieren herausragende archäologische Funde, die bereits 2011 in Berlin Furore gemacht haben. Monumentale steinerne Bildwerke, fantastische Reliefs und kostbare Grabbeigaben belegen den Reichtum des Palastes vom Tell Halaf und anderer aramäischer Fürstensitze. Eine Nachbildung von Oppenheims ikonischer Fassadenrekonstruktion des West-Palastes aus den 1930er-Jahren ziert heute den Eingang des Nationalmuseums im syrischen Aleppo.
Leitfaden der Publikation ist Max von Oppenheims Biografie und seine lebenslange Liebe zum Orient. Sie spricht auch aus jedem einzelnen der luxuriösen orientalischen Gewänder und Accessoires, die Oppenheim privat gesammelt hat. Eine prachtvolle Auswahl dieser Sammlungsstücke wird hiermit zum ersten Mal gemeinsam mit Oppenheims archäologischer Entdeckung präsentiert. Die Funde vom Tell Halaf, die in einer Berliner Bombennacht des Jahres 1943 zerstört und rund 60 Jahre später auf spektakuläre Weise restauriert werden konnten, erzählen nicht nur von einer 3000 Jahre alten Kultur, sondern sind auch zu einem bewegenden Zeugnis deutscher Zeitgeschichte geworden.
 Rezension lesen
Archäologischer Anzeiger 2013/2. Zeitschrift des Dtsch.en Archäologischen Instituts, Zentrale Berlin, 2. Halbband 2013. Hrsg.: Deutsches Archäologisches Institut, Zentrale Berlin; Dally, Ortwin; Fless, Friederike. 2014. 252 S. zahlr. fb. Abb. u. 1 Falttafel. 28 x 21 cm. Gb. EUR 38,00. CHF 50,90 ISBN: 978-3-8030-2351-3 Wasmuth
Der "Archäologische Anzeiger" ist seit 1889 eines der wichtigsten Publikationsorgane der deutschsprachigen und internationalen archäologischen Forschung. Die traditionsreiche Zeitschrift wird heute in zwei Halbbänden pro Jahrgang herausgebracht. Ab Jahrgang 2013 führt der Wasmuth Verlag die Zeitschrift in seinem Programm.
Im "Archäologischen Anzeiger" werden sowohl Kurzbeiträge zu aktuellen Forschungen als auch Berichte über Grabungsprojekte des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) sowie von Fachkollegen weltweit publiziert, hinzu kommt Wissenswertes aus dem DAI. Schwerpunktmäßig informiert die Zeitschrift über Themen aus dem Mittelmeerraum von der Vorgeschichte bis in die Spätantike, aber auch über Projekte außerhalb des Kernbereichs der Alten Welt. Gedruckt wird die Publikation durchgängig in Farbe.
Die Zeitschrift kann in einzelnen Bänden oder im Abonnement bezogen werden. Das Abonnement kann jederzeit durch eine Mitteilung an den Verlag widerrufen werden.
Inhalt des 2. Halbbandes 2013:
Bernhard Steinmann: Eine frühmykenische Lanzenspitze des Typs Sesklo in der Antikensammlung Erlangen – Andreas J. M. Kropp: Kings without Diadems. How the Laurel Wreath Became the Insignia of Nabataean Kings – Roberto Sabelli, Simonetta Fiamminghi, Osvaldo Garbarino Gerusalemme: La collina del Golgota prima della costruzione delle fabbriche cristiane – FELDFORSCHUNGSBERICHTE: Felix Pirson: Pergamon. Bericht über die Arbeiten in der Kampagne 2012 (mit Beiträgen von Martin Bachmann, Melanie Bartz, Helmut Brückner, Benjamin Engels, Andreas Grüner, Barbara Horejs, Sarah Japp, Daniel Kelterbaum, Anneke Keweloh, Albrecht Matthaei, Anna Pint, Johanna Propstmeier, Martin Seeliger, Wolf-Rüdiger Teegen und Kai Wellbrock – Philipp Niewöhner: Neue spät- und nachantike Monumente von Milet und der mittelbyzantinische Zerfall des anatolischen Städtewesens (mit Beiträgen von Ortwin Dally, Ercan Erkul, Sabine Feist, Stefan Giese, Duygu Göcmen, Thomas Hintermann, Margrith Kruip, Martin Maischberger, Bartosz Raubo, Peter Schneider, Andreas Scholl, Nico Schwerdt, Veronika Sossau, Fabian Stroth und Harald Stümpel) – Moritz Taschner, Ali Vardar: Denkmalpflege und touristische Erschließung in Milet. Vorbericht über die Arbeiten in der Kampagne 2012
das neue frankfurt. fotografische sammlung von matthias matzak. Foto(s) von Matzak, Matthias; Beitr.: Dreysse, D W; Elsässer, Konrad; Mohr, Christoph. 368 S. 230 fb. Abb. 31 x 25 cm. Gb. Wasmuth Verlag, Tübingen 2014. EUR 48,00. CHF 63,90 ISBN: 978-3-8030-0779-7 Wasmuth
Oberbürgermeister Ludwig Landmann berief 1925 Ernst May als Stadtbaurat und Martin Elsaesser als künstlerischer Leiter des Hochbauamtes nach Frankfurt. Vordinglichste Aufgabe war die Linderung der Wohnungsnot unter sozialen Aspekten. May holte hierzu zahlreiche namhafte Architekten nach Frankfurt und sie schufen in nur wenigen Jahren einen beachtlichen Baubestand im Stil der Neuen Sachlichkeit. Schon nach fünf Jahren verließ May mit vielen weiteren Architekten die Stadt, Elsaesser löste seinen Vertrag 1933 vorzeitig auf. Sie hinterließen ein Bauerbe des Neuen Bauens, das nur mit Berlin vergleichbar ist.
Der Frankfurter Fotokünstler Matthias Matzak begann 2008 dieses Bauerbe mit der Kamera zu dokumentieren. In diesem Buch präsentiert er eine beeindruckende Auswahl seiner Bilder, angereichert mit zahlreichen historischen Texten der beteiligten Architekten. Sein betont subjektiver Blick auf den Baubestand geht weit über die reine Dokumentation hinaus. "Mein Ziel ist es, das Wesen der Architektur in meinen Bildern wiederzugeben, nicht sie nur abzubilden" sagt Matzak.
Dieser Bildband zeigt diesen Ansatz in rund 230 großformatigen farbigen Abbildungen und enthält Texte von Ernst May, Martin Elsaesser, Adolf Meyer, Ferdinand Kramer, Mart Stam, Margarete Schütte-Lihotzky, Joseph Gantner, Karl Schwarz, Theodor Heuss, Eckhard Herrel, Christoph Mohr, DW Dreysse und Konrad Elsässer.
 Rezension lesen
< zurück | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | vor>
© 2003 Verlag Langewiesche [Impressum] [Nutzungsbedingungen]