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Wasmuth Verlag

 
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Kramer, Ferdinand. Design für variablen Gebrauch. Hrsg.: Breuer, Gerda; Beitr.: Breuer, Gerda; Hallerbach, Leif; Hilpert, Thilo; Kramer, Ferdinand; Kramer, Lore; Meer, Julia; Müller, Michael; Thöner, Wolfgang. 2014. 400 S. zahlr. teils fb. Abb. 26 x 21 cm. Gb. EUR 42,00. CHF 55,90 ISBN: 978-3-8030-3215-7 Wasmuth
Katalogbuch der Ausstellung „Das Prinzip Kramer. Design für den variablen Gebrauch“ im Museum Angewandte Kunst (MAK) Frankfurt vom 06. Februar bis 07. September 2014.
Ferdinand Kramer gilt als einer der wichtigsten Architekten und Designer der Gestaltungsmoderne. Mit neuen Vorstellungen vom Gebrauch der Dinge – den Begriff „Mobiliar“ nahm er wörtlich – verlieh er den sich verändernden Lebensverhältnissen im 20. Jahrhundert Ausdruck und Gestalt. Wie für ein Warenhaus und lange vor Unternehmen wie IKEA schuf Kramer flexible Möbel zum Selbst-Zusammenbauen, modulare Möbelsysteme sowie zerlegbare Tische und Schränke.
Es ist zudem die Reflexion gesellschaftlicher Entwicklungen, das Mitdenken des – immer auch sozialen – Umraumes in einem Prozess des Gestaltens, der sich speist aus dem Geist einer veränderten Sicht auf die Welt, es sind Attribute wie Einfachheit, Variabilität, Klarheit und Benutzbarkeit, die seine Arbeiten ausmachen.
Heute erleben Kramers Entwürfe vom Türdrücker bis zum Couchtisch ein Revival, stehen sie doch für Werte wie Langlebigkeit, Zeitlosigkeit und Nachhaltigkeit, die in Zeiten schwindender Ressourcen wieder von größter Aktualität sind. Mit etwa einhundertsechzig Exponaten präsentieren diese Ausstellung und das begleitende Katalogbuch die weltweit größte Sammlung von Designobjekten Ferdinand Kramers.
Bau der Baakenhafenbrücke, Hamburg. Fotografisches Tagebuch. Photographic Journal. Fotos von Dechau, Wilfried. Beitr.: Bruns-Berentelg, Jürgen; Dechau, Wilfried; Kähler, Gert; Schlaich, Mike. 2013. Dtsch/eng. 176 S., 183 fb. Abb. 24 x 32 cm. Gb. EUR 58,00 CHF 77,90 ISBN: 978-3-8030-0777-3 Wasmuth
Das Besondere der Baustellenfotografie liegt gerade darin, den Bauprozess zu beschreiben und nicht allein das Ergebnis. Auf dem Weg zum fertigen Bauwerk gibt es immer wieder einzelne Phasen, die – für sich betrachtet – ihren ganz eigenen Reiz haben oder ganz wesentlich zum Verständnis des Ganzen beitragen, im besten Fall beides. Bei der Baakenhafenbrücke war es vor allem die Phase, als die stählernen Überbauten der Brücke in ihre endgültige Position gehoben wurden. Mit der Baakenhafenbrücke werden in der Hamburger HafenCity die neuen Quartiere Baakenhafen und Elbbrücken erschlossen. Für den Bau dieser Brücke wurde 2010 ein internationaler Wettbewerb ausgelobt. Der erste Preis ging an das international renommierte Team Wilkinson Eyre Architects und Happold Engineers. Die Brücke entstand in länderübergreifender deutsch-englisch-belgisch-holländischer Kooperation. Ein deutscher Bauherr, eine deutsche Baufirma, ein belgischer Stahlbauer, englische Architekten und Ingenieure und ein holländisches Transportunternehmen waren die Beteiligten. Wilfried Dechau hat den Bau dieser bemerkenswerten Brücke mit der Kamera begleitet und dabei nicht nur die besonders aufregende Phase der Stahlbau-Montage in Bildern festgehalten. Wilfried Dechau war viele Jahre Chefredakteur einer Zeitschrift für Architekten und Ingenieure. Besonderes Augenmerk hat er dabei immer auf die Fotografie gelegt. 1995 hat er den Europäischen Architekturfotografie-Preis »architekturbild« ins Leben gerufen. 1996 verfasste er ein Buch über die Architekturfotografie, 2003 hat er den Verein architekturbild e.v. gegründet, der sich zum Ziel setzt, das künstlerische Niveau der Architekturfotografie zu fördern. 2001 wurde seine Fotoserie zum Bau der Storebeltbrücke mit dem Kodak Fotokalenderpreis ausgezeichnet. Seit 2005 widmet er sich vor allem der Aufgabe, das Bauen als Prozess im Bild festzuhalten. Dabei ist eine Reihe von Fotobüchern entstanden. Im Mai 2010 eröffnete er in Stuttgart die Fotogalerie f75.
Sturm, Ulrike. Städtebau als kulturelle Praxis.Reformkonzepte in Deutschland 1910–1930. 2013. 278 S., 142 Abb., 27 x 23 cm. Gb. EUR 38,00 CHF 50,90 ISBN: 978-3-8030-0743-8 Wasmuth
Die städtebauliche Theoriebildung der 1920er und frühen 1930er Jahren war – nicht allein in Deutschland – geprägt von dem Gedanken, dass die zeitgenössische Großstadt neuartige Aufgaben und Herausforderungen zu bestehen habe, die nur mithilfe wissenschaftlicher Erkenntnisse zu lösen seien. Eine neuartige Begrifflichkeit von Zwecken und Funktionen ersetzte die bis zum Ersten Weltkrieg übliche Rede von Bedürfnissen und führte zum Leitbild einer "funktionalen Stadt".
Ulrike Sturms Studie fokussiert auf eine lose kooperierende Gruppe von Städtebauern, Stadtplanern sowie Kritikern und Wissenschaftlern der Weimar Republik, die für innovative Konzepte und Verfahren im Städtebau plädierten, sich dabei aber ganz explizit auf kulturelle Traditionen bezogen, die ins 19. Jahrhundert zurückreichen. Bislang wurde diese Gruppe von der Forschung nicht als solche wahrgenommen. Die Vertreter dieser Haltung werden in der Studie als Protagonisten einer Stadtbau-Kultur bezeichnet, da sie Städtebau aus dem Bezug auf eine kulturelle Entwicklung der Gesellschaft heraus verstanden. Kultur umfasst dabei sowohl die (bau-)künstlerische Tätigkeit als höhere geistige Arbeit als auch das alltägliche Leben, das als Alltagskultur einer Gesellschaft verstanden wird.
Die grundlegende Vorstellung einer Reformbedürftigkeit der städtebaulichen Praxis im beginnenden 20. Jahrhundert lässt den Städtebauer und Architekten zum Reformer werden, der den Auftrag hat, das kulturelle Niveau des Alltagslebens und der Baukunst zu heben. Sozialreform und ästhetische Reform sind gleichermaßen Teil dieses Auftrags. Dass es sich nicht nur um vereinzelte Personen handelte, sondern zahlreiche Städtebauer der Weimarer Republik theoretisch wie praktisch diese Haltung teilten, wirft ein neues Licht auf die Städtebaugeschichte dieser Zeit, die bislang stark von der Erforschung avantgardistischer oder – im Gegensatz dazu – im politischen Sinne konservativer bis hin zu nationalsozialistischer Haltungen geprägt ist. Die Studie ist mit ihrem überzeugenden Aufbau, der wissenschaftlichen Präzision und der klaren Argumentation geeignet, die Diskussion um die Städtebautheorie der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts neu zu führen.
Ulrike Sturm, seit 2010 Stellvertretende Leiterin und Fokusleitung von Living Context am Kompetenzzentrum Typologie & Planung in Architektur (CCTP) der Hochschule Luzern – Technik & Architektur, lehrt, forscht und publiziert in den Bereichen Theorie der Architektur, Städtebau und Raumplanung. Sie hat sich, aktuell wie historisch, intensiv mit dem Thema der Transformation von Städten und Quartieren auseinandergesetzt.
Josef Wiedemann. Die Wirkung der Dinge. Drei Bauten des Münchner Architekten. Almannai, Reem. Foto(s) von PK Odessa Co. 2013. 128 S. zahlr. Zeichnungen, Pläne, Fotografien. 26 x 21 cm. Engl. Br. EUR 29,80 CHF 40,90 ISBN: 978-3-8030-0786-5 Wasmuth
„… ich habe mit großer Beglückung Ihren Allianzbau in der Königinstrasse angesehen und muß Ihnen meine Dankbarkeit dafür sagen, daß Sie so etwas Edles geschaffen haben. Ich muß alles streicheln, das Holz, den Stoff, die Nymphenburger Keramik, den Glasbrunnen, das Treppengeländer. Wie phantasievoll sind die Ornamente in den Öffnungen zur Halle, die Hallenwand selbst …," schreibt 1955 der 78-jährige Paul Bonatz in Euphorie an den jungen Wiedemann.
Das Gebäude für die Allianz ist das erste in einer Reihe von drei frühen innerstädtischen Verwaltungsbauten des Münchner Architekten Josef Wiedemann (1910–2001). Jedes einzelne für sich betrachtet, insbesondere aber ihre konsistente Folge stellt den frühen Zenit des später für seine sakralen Bauten bekannten, heute aber etwas in Vergessenheit geratenen Baumeisters dar. In ihnen offenbart sich eine Entwurfshaltung, die geprägt ist von einer großen architektonischen Eloquenz, die ihre Ursprünge wiederum in einer kontinuierlichen Tradition der europäischen Baukultur sucht. Die entsprechenden Bezüge finden sich neben vielen anderen zum Werk und zur Theorie von Heinrich Tessenow, Rudolf Schwarz und Gunnar Asplund.
Um ein besseres Verständnis der genannten Bauten zu erlangen und zu vermitteln, versucht die Publikation, die Umstände ihrer Entstehungszeit zu skizzieren, das Wissen und die gesammelten bautechnischen Erfahrungen Wiedemanns darzulegen sowie die Zusammenhänge zwischen seinem Denken und dem Bauen selbst zu erläutern.
Zeitschrift für Orient-Archäologie 6, 2013. Hrsg.: Deutsches Archäologisches Institut, Orient-Abteilung; Eichmann, Ricardo; Ess, Margarete van; Bartl, Karin; Gerlach, Iris. 2013. Dtsch/Engl/Franz. 352 S., 255 meist fb. Abb. 29 x 21 cm. Gb. EUR 98,00 CHF 129,00 ISBN: 978-3-8030-0220-4 Wasmuth
Die Zeitschrift für Orient-Archäologie (ZOrA, ISSN 1868-9078) ist eine Neugründung der Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts. Sie erscheint seit dem Jahr 2008 jährlich. Die ZOrA enthält ausführliche und grundlegende Beiträge zu den neuesten internationalen Forschungen auf dem Gebiet der Archäologie der Levante, Mesopotamiens und der Arabischen Halbinsel. Die ZOrA stellt ein Publikationsorgan dar, das überregionale Forschungsperspektiven stärker in den Vordergrund rückt. Mit dem Erscheinen der ZOrA wurden die bisherigen regional ausgerichteten Zeitschriften der Orient-Abteilung, Baghdader Mitteilungen und Damaszener Mitteilungen, eingestellt.
Inhalt des 6. Bandes: In memoriam Abdulillah Fadhil Mohammed Nouri / Heather D. Baker: Beneath the Stairs in the Rēš Temple of Hellenistic Uruk. A Study in Cultic Topography and Spatial Organization / David L. Kennedy: Remote Sensing and 'Big Circles'. A New Type of Prehistoric Site in Jordan and Syria / Bernd Müller-Neuhof: Nomadische Ressourcennutzung in den ariden Regionen Jordaniens und der Südlichen Levante im 5. bis frühen 3. Jahrtausend v. Chr. / Florian Klimscha: Another Great Transformation: Technical and Economic Change from the Chalcolithic to the Early Bronze Age in the Southern Levant / Michel al-Maqdissi, Eva Ishaq: Notes d’Archéologie Levantine XXXVII. Tombeau construit du Bronze moyen à Tell Hamidiyeh / Markus Gschwind, Haytham Hasan: Investigating the castra hiberna of legio III Gallica. Ground Penetrating Radar Surveys Conducted in Raphaneae in 2008 / Krzysztof Jakubiak: Via Sacra or Sacral Space in Palmyra / Christoph Eger, Lutfi Khalil: Bead Jewellery of Late-Roman and Byzantine Time in the Province of Arabia. The Beads and Pendants of Glass, Stone, and Organic Materials from the Rock Chamber Necropolis at Khirbat Yajuz, Jordan / Martin Gussone, Dorothée Sack: Resafa (Syrien). Militärstation, Pilgerstadt und Kalifenresidenz im Spiegel von Kulturaustausch und Mobilität / Franziska Bloch: Mobility during the Early Islamic Period. A Means of Power Preservation for the Ruling Elite / Philipp Drechsler: Beyond the Dichotomy of Migration and Acculturation. The Dispersal and Development of the Neolithic on the Arabian Peninsula / Gunnar Sperveslage: Ägyptische Einflüsse auf der Arabischen Halbinsel in vorislamischer Zeit am Beispiel der Oase von Tayma / Iris Gerlach: Cultural Contacts between South Arabia and Tigray (Ethiopia) during the Early 1st Millennium BC. Results of the Ethiopian-German Cooperation Project in Yeha / Holger Hitgen: Aspects of Mediterranean Influence on the Material Culture of South Arabia during the Early Himyarite Period (1st Century BC – 3rd Century AD) on Example of Ğabal al-'Awd / Sarah Japp: Cultural Transfer in South Arabia during the First Half of the First Millennium CE / Michael M. Raith, Radegund Hoffbauer, Harald Euler, Paul A. Yule, Kristoffer Damgaard: The View from Zafār. An Archaeometric Study of the 'Aqaba Pottery Complex and its Distribution in the 1st Millennium CE
Roger Boltshauser – Transformator. Hrsg.: Müller, Ulrich; Abb von Schaerer, Philipp; Beitr.: Kapfinger, Otto; Müller, Ulrich; Stierli, Martino; Tschanz, Martin. 2013 94 S. 37 z.T. fb Abb, . 28 x 22 cm. Gb. EUR 29,00. CHF 39,90 ISBN: 978-3-8030-0761-2 Wasmuth
Bei jeder Ausstellung über Architektur stellt sich die Frage, wie man etwas eigentlich Nichtausstellbares in das verkleinerte und zudem temporäre Format einer Galerie beziehungsweise eines Museums übertragen kann. Roger Boltshauser beantwortet diese Frage, indem er scheinbar sehr unterschiedliche Artefakte seiner Arbeit einander gegenüberstellt. Die ausgewählten Skizzen, Reliefs und Fotos können zwar als autonome Exponate gelesen werden, ihre eigentliche Bedeutung als Bausteine eines Gesamtbildes offenbart sich jedoch im Zusammenspiel.
Die Skizzen geben nicht nur Einblick in den sehr persönlichen Prozess des Entwerfens, ihre Handwerklichkeit kann zugleich als Statement zur immer mehr vom Computer geprägten Entwurfspraxis gelesen werden. Ähnlich mehrdeutig funktionieren auch die vier Bronzereliefs. Sie zeigen nicht nur Boltshausers großes Interesse an der plastischen Ausformung von Fassaden, sondern versinnbildlichen die permanente Suche nach neuen Ausdrucksformen durch Modulieren des Existierenden. Dieser Forschungswille kulminiert in den großformatigen Bildern, die wie Fotografien aussehen. Tatsächlich sind es Motive, die der Bildkünstler Philipp Schaerer aus zahlreichen Einzelfotos digital zusammengebaut hat. Durch gezielte Additionen, Subtraktionen und Substitutionen sind Bilder von Häusern entstanden, die wie Werke von Roger Boltshauser aussehen. Diese Art der Präsentation von Architektur ist ungewöhnlich, denn Boltshauser setzt nicht auf die klassische Darstellung eines Ist-Zustandes, ihn interessieren vielmehr Interpretationsmöglichkeiten. Dafür verzichtet er sogar auf den eigenen Deutungsanspruch und baut durch Verfremdungen bzw. Manipulationen gezielt Unschärfen ein.
Das die Ausstellung begleitende Buch dokumentiert die einzelnen Bausteine als thematische Blöcke in linearer Abfolge. Der Leser ist damit aufgefordert, hin und her zu blättern und eigene Bezüge herzustellen. Das fordert Neuinterpretationen geradezu heraus und veranschaulicht somit eindrucksvoll das Credo von Roger Boltshauser: Architektur denken heißt permanente Transformation.
Brazil. House in Santa Teresa, 2008 by Angelo Bucci/ House at Rio Bonito, 2003 by Carla Juaçaba. Hrsg.: Hoidn, Barbara; Alter, Kevin; Beitr.: Alter, Kevin; Hoidn, Barbara; Stiphany, Kristine. O'Neil Ford Duograph Series (2). 2013 Engl. 144 S. 153 fb. u. 23 sw. Abb. 22 x 30 cm. Pb. EUR 29,80. CHF 52,10 ISBN: 978-3-8030-0699-8 Wasmuth
Brazil gained its position in architectural history already at the beginning of the twentieth century by genuine modern buildings evoking international adoration - manifested in the well attended exhibition Brazil Builds at the Museum of Modern Art New York in 1943. The metonymy of the new architecture quickly turned into an integrative cultural force beyond the merely aesthetic context. The comprehensive spirit of optimism can still be traced today in the Federal government buildings of the young capital Brasilia , inaugurated in1960.
Overshadowed by the omnipresent personality of Oscar Niemeyer, who has long been regarded as the sole international representative of the Brazil architectural scene since 1930, little is known about the virtuoso buildings continually built since those formative years of early modernism in Brazil, effortlessly keeping up with the fast-paced developments of the cities. As a result of the publicity of the second Brazilian Pritzker Prize winner Paulo Mendes da Rocha in 2006, a younger generation of architects mainly working in Sao Paulo and Rio de Janeiro draws growing international attention. They follow in the footsteps of a long list of forefathers, whose early protagonists such as Vilanova Artigas, Lucio Costa, Sergio Bernardes remained widely unknown in the US and Europe.
The second O´Neil Ford duograph is devoted to two residential buildings by Angelo Bucci and Carla Juaçaba. Both buildings are located in Rio de Janeiro being considered as to convey like no other city the complex parallel Brazilian life styles and realities to an international audience.
The house by Angelo Bucci, who studied in Sao Paulo, where he is teaching today, at the legendary school of architecture by Vilanova Artigas, FAUUSP, is located in the vital central quarter of Santa Teresa high above the lower parts of town. Not visible from the street, the building reveals itself to the visitor in meticulously staged sequences until one reaches the highest point where the 360 degree panoramic views so typical for Rio de Janeiro literally imbue the entire building, almost dissolving itself into the cosmic energy of the city.
Carla Juaçaba, who studied in Rio de Janeiro living and working there ever since, is contributing to this publication a vacation house located outside of Rio de Janeiro in a remote and virgin forest area in the immediate vicinity of the river Rio Bonito; a small solitaire, a spirited rejoinder to Laugier´s cabanne rustique, unfolding epical dimensions despite its actual miniature size.
Each volume in the O´Neil Ford Duograph series will present one building by each of two different architects from a single country. By having two buildings featured within a single book, the series editors wish to let the architects and their work speak as directly as possible through the printed page. Drawings and photographs present each building in context and detail and provide a comprehensive account. As Vol. 1 in this series was published Chile. House at Punta Pite, 2003-06 by Smiljan Radic/Crypt in the Cathedral of Santiago de Chile, 1999-2006 by Rodrigo Perez de Arce.
Parallel to the O’Neil Ford Duographs the Center for American Architecture and Design and the O’Neil Ford Chair are launching a sister series entitled the O’Neil Ford Monographs. This latter series will document the complex gestation of single buildings of central importance to architecture. As Vol. 1 in this series was published Álvaro Siza: Bouça. Residents’ Association Housing. Porto 1972-77, 2005-06, and as Vol. 2 Sigurd Lewerentz: St. Petri. Church, Klippan 1962-66.
alex wollner brasil. design visual. Hrsg.: Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main; Klemp, Klaus; Koch, Julia; Wagner K, Matthias; Vorwort Grassi, Antonio; Suplicy, Marta; Wagner K, Matthias; Beitr. Klemp, Klaus; Koch, Julia; Muralt, Malou von; Spitz, René; Stolarski, André; Wollner, Alexandre. 2013. dtsch/engl. 324 S. zahlr. Abb. 26 x 27 cm. Gb. EUR 49,00. CHF 65,90 ISBN: 978-3-8030-3214-0 Wasmuth
Diese Publikation erscheint anlässlich der Ausstellung im Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main, 21. September 2013 bis 2. Februar 2014.
Alexandre Wollner, 1928 in São Paulo geboren, ist weltweit einer der wichtigsten und erfolgreichsten Grafikdesigner der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er spielte eine herausragende Rolle bei der künstlerischen, kulturellen und ökonomischen Begründung des modernen brasilianischen Designs und hat bis heute einen enormen Einfluss auf die Designszene Brasiliens. In Südamerika genießt Wollner hohe Popularität, hierzulande jedoch gilt es noch, sein Werk in ganzer Breite zu entdecken. Die Frankfurter Ausstellung widmet sich dem als erste große Schau in Europa und wird von vorliegender Publikation begleitet. Rund 120 Arbeiten des Designers geben einen Überblick, Schwerpunkte liegen auf dem starken Einfluss der Hochschule für Gestaltung Ulm, an der Wollner sich von 1954 bis 1958 aufhielt, und auf dem Verhältnis des Brasilianers Wollner zur europäischen Kultur.
Archäologischer Anzeiger 2013/1. Zeitschrift des Deutschen Archäologischen Instituts, Zentrale Berlin, 1. Halbband 2013. Hrsg.: Fless, Friederike; Dally, Ortwin. 2013. ca 250. 255 Abb.u. 1 Falttaf.. 28 x 21 cm. Gb. EUR 38,00. CHF 50,90 ISBN: 978-3-8030-2350-6 Wasmuth
Paraguay. Abu & Font House, 2005–2006 by Solano Benítez/ Surubí House, 2003–2004 by Javier Corvalán. Hrsg.: Hoidn, Barbara. Einfg. Hoidn, Barbara. Beitr.: Benítez, Solano; Bucci, Angelo; Corvalán, Javier; Hoidn, Barbara; Rivero, Irina; Salvadó, Ton. Engl.: 2013. 144 S., 170 fb. Abb. 30 Zeichng. u. Pläne. 22 x 30 cm, Pb. EUR 29,80 CHF 40,90 ISBN: 978-3-8030-0759-9 Wasmuth
Water and land are the exuberant and predominant resources of Paraguay both for local economy as well as for industry. Water and land are the foundations for the rural agriculture economy- still the primary source of Paraguay's national income.
Electricity generated from waterpower allows the population of about 6 million people to be basically autonomous from other energy sources. A large surplus of energy is exported. Yet, the majority of jobs are related to a rural economy rather than to an urban labor market of business services. The unemployment rate is high, the number of long-term jobs is low, individual annual income steadily ranks on the lowest levels worldwide.
Remoteness on a local and international level characterizes the contact with and within Paraguay.
It is this taxing context in which architects Solano Benítez and Javier Corvalán are working. With visionary clarity both architects alter conjectural detriments of scarcity and limitations into assets. With straightforward frankness they demonstrate that necessity is the mother of invention and human creativity remains a guarantee for culture. How to accomplish sustainability and suitability at all scales are the lessons to be learnt from these architects. Although their works are distinctly different artistic articulations it is the cultural context and its interpretation that connects their actions.
Solano Benítez' audacious brick structures are hand crafted, rough, minimal and of strikingly beautiful elegance like the best engineering structures at all times. The featured Abu & Font house earned him the prestigious Swiss BSI Architectural Award in 2008. Like pioneers he and his team boldly conquer new fields of construction even if using familiar and traditional products. Javier Corvalán's fine sense of observation results in incredibly stimulating and flexible spaces - be it a private house, a cultural center, a library, or his own house and office. The intentional informality of the plan is consequently and successfully transformed into experimental plastic configurations. A subversive dismissal of traditional definitions of an object not to mention a building, its meaning and its technical representation is key to the chosen tectonic order which more than once relies on transformations of ready-mades or trivial construction methods.
With this fifth O'Neil Ford Duograph, The Center for American Architecture and Design together with the O'Neil Ford Chair in Architecture at The University of Texas at Austin are publishing another set of buildings by two architects from one country in South America.
Without doubt Solano Benitez and Javier Corvalan are two outstanding figures of contemporary Paraguayan architecture, both as architects and teachers. But more than that, their work shows a research approach that is quite unlike that of any of their international colleagues.
Given its natural resources, a strong emphasis on self sustained local economy and the prospect of an open and more vibrant future, Paraguay is ready to project its next phase of development without repeating or importing the failures of modern progress: a radical plea for a low-tech rather than a high-tech approach. Energy generation and consumption, emission standards, appropriate construction methods and defensible agricultural processing methods are key decisions towards a sustainable future of humanity worldwide.
Benítez and Corvalán contribute clear and profound statements how to build towards this future thus shifting consuetudinary definitions of relevance in modern architecture.
Authentizität. Hrsg.: Dreher, Florian; Sewing, Werner; Beitr.: Dreher, Florian; Fioretti, Donatella; Hild, Andreas; Knaller, Susanne; Kögel, Eduard; Mattioli, Aram; Petzet, Michael; Scheurman, Ingrid; Sewing, Werner. 2013. 168 S. 60 z.T fb. Abb. 24 x 17 cm. Pb. EUR 35,00. CHF 46,90 ISBN: 978-3-8030-0771-1 Wasmuth
Der Umgang mit dem Authentischen und der Frage nach Identitätsbestimmung in der Architektur soll in diesem Buch zur Debatte gestellt werden. Anhand grundsätzlicher Positionen werden aktuelle Kontroversen um die Rekonstruktion im Umgang mit dem Authentischen erörtert und es wird versucht, eine Gegenwartsdiagnose unseres Verständnisses von Authentizität, Geschichte und Moderne zu stellen.
Hatte die Moderne im 20. Jahrhundert und analog die moderne Denkmalpflege seit Dehio eine klare Definition von zeitgenössischer und historischer Architektur gehabt, so wachsen seit längerem die Zweifel gegenüber diesen Eindeutigkeiten. Der Abriss von Denkmälern der Nachkriegsmoderne und eine Renaissance traditioneller Schönheitsideale haben zu einer neuen Unübersichtlichkeit geführt. Tabus der klassischen Denkmalpflege scheinen gefallen zu sein.
Kündigt sich hier vielleicht gar eine neue Unbekümmertheit gegenüber historischen Formen an, wie sie im 19. Jahrhundert schon einmal bestanden hatte? Oder erleben wir einen Siegeszug von Themenparks?
Zwischen Nostalgie, Historismus und Bildersehnsucht einerseits und einem modernen Pathos von Authentizität, Echtheit und moralischer Wahrheitsverpflichtung andererseits hat sich mittlerweile – nicht zuletzt als Erbe der Postmoderne – eine Vielzahl neuer Vermittlungen der Zeitschichten ergeben. Das Historisch-Werden der Moderne selbst fordert zu einem Überdenken unserer Geschichtsvorstellungen heraus.
George Matei Cantacuzino. A Hybrid Modernist. 2013 Teodorovici, Dan. Englisch. 240 S. zahlr.Abb. 26 x 21 cm. Gb. EUR 29,80. CHF 40,90 ISBN: 978-3-8030-0767-4 Wasmuth
The Romanian cosmopolitan G. M. Cantacuzino (1899–1960) is one of the least known polymaths of the 20th century. In view of that age of extremes, both his "Classical attitude", which links Modernism to Tradition and aesthetics to ethics, and his intellectual integrity are quite remarkable.
He was born in Vienna to aristocratic parents, and was educated in Switzerland, Bucharest, and Paris. Back in Bucharest, he was to become the unchallenged integrative figure of the moderate Modernism in Romania; he still is the most prolific architectural theorist of that country. He was also professor of architectural history and theory in Bucharest, painter and curator, the first Romanian correspondent of "L’Architecture d’Aujourd´hui", honorary corresponding member of the Royal Institute of British Architects, honorary citizen of New York, and much more.
With his liberal political attitude being disapproved of by both fascists and communists, he experienced imprisonment, social exclusion and an untimely death.
This study tries to place Cantacuzino’s momentous life and work in the architectural, cultural, economic and political contexts. It also attempts to outline his artistic and intellectual family – from Vitruvius via Palladio to Schinkel and Loos, from Wölfflin to Wittkower, from Plotinus via Bergson to Camus, from Montaigne via Goethe to Rilke, Valéry, and T. S. Eliot.
It is the first monograph on a Romanian architect ever to be published by a major European publishing house.
Dan Teodorovici is an architect and curator living in Stuttgart. His PhD thesis G. M. Cantacuzino (1899–1960): Dialogik zwischen Tradition und Moderne received in 2010 a summa cum laude at the University of Stuttgart.
Sigmund Hahn. Farbe, Licht und Leben. 2013 Vorwort Faßbender, Guido; Beitr.: Badstübner-Gröger, Sibylle; Hahn, Sigmund; Hahn, Silva; Mitte, Wolfgang; Neubert, Christhard-Georg. 208 S. 200 meist fb. Abb. 25 x 21 cm. Leinen. EUR 45,00. CHF 59,90 ISBN: 978-3-8030-3363-5 Wasmuth
Der 1926 in Berlin geborene und 2009 auch dort verstorbene Künstler Sigmund Hahn schuf an die 2000 grafische Arbeiten (Zeichnungen, Aquarelle, Holzschnitte) und über 1000 Ölgemälde. Seit 1954 entwarf und realisierte er für über 40 Kirchengemeinden beider Konfessionen Kirchenfenster und Altargerät. Es gibt wohl keinen anderen Künstler, dessen Werk sich von Anzahl und Umfang her deutlicher in den Kirchen des Berliner Raums dokumentieren lässt.
1946 bis 1951 studierte Hahn bei Karl Hofer an der Hochschule für Bildende Künste (HfbK) in Berlin und erhielt bereits 1954 den Kunstpreis der Stadt für sein grafisches Werk. Seine frühen Arbeiten stehen noch unter Hofers Einfluss. Sie sind Zeugnis einer Zeit, die noch unmittelbar durchdrungen ist von den Schrecken des Zweiten Weltkriegs. Hahns Bilderwelt ist zu dieser Zeit bevölkert von symbolischen Gestalten, Mischwesen, teilweise verstümmelten Halbmenschen oder Halbtieren.
Die Begegnung mit dem Expressionismus der Brücke-Künstler gab seiner Malerei jedoch bald neue Impulse, die er zu verwandeln und mit seinem persönlichen Stil zu verbinden verstand. Reduktion und Konzentration, die Flächigkeit der Formen sowie die Freiheit und schließlich die Kraft und Dynamik der reinen Farbe werden zu seinen bestimmenden Ausdrucksformen. Die Glasmalerei erweist sich bald als für seine Vorliebe einer expressionistischen Form- und Farbgebung besonders geeignet. In den von ihm geschaffenen Fenstern findet Hahn zu einer ganz eigenen Bildsprache. Das Motiv erfährt hier durch die schiere Größe, aber auch durch die Leuchtkraft der Farbe eine noch einmal gesteigerte Intensität und Präsenz.
Bei aller Explosion der Farbigkeit liegt in den Bildern von Sigmund Hahn immer auch eine stille Harmonie. Die Figuren bewegen sich in einer Balance und inneren Gefügtheit, die sie zu überzeitlichen Monumenten existenzieller Menschlichkeit werden lässt. Ähnliches gilt für die Stillleben und Landschaften. Alles Dargestellte wird vom umgebenden Raum getragen und durch die Komposition in sich und im Bild gehalten.
„Malen ist der Wunsch, die Zeit zum Stillstand zu bringen, und Farbe ist mit das Schönste für mich auf der Welt.“ (Sigmund Hahn)
Griechische Heroenkultstätten in klassischer und hellenistischer Zeit. Untersuchungen zu ihrer äußeren Gestaltung, Ausstattung und Funktion. 2013 Mangoldt, Bianca von. 256 S. zahlr. Abb. 30 x 21 cm. Gb. EUR 48,00. CHF 63,90 ISBN: 978-3-8030-1065-0 Wasmuth
Kultstätten für die Heroen der Griechen waren ebenso wie die Heiligtümer der Götter sakrale Orte von oft überregionaler Bedeutung. Die religiöse Konnotation der Heroen wie auch die Praxis ihrer Verehrung weckten schon früh das Interesse der altertumswissenschaftlichen Forschung. Dabei konzentrierten sich die jeweiligen Disziplinen vornehmlich auf geographische und chronologische Fragen ohne ausreichende Berücksichtigung des archäologischen Materials. Das vorliegende Buch liefert erstmalig einen vollständigen Katalog aller bekannten Heroenkultstätten klassischer und hellenistischer Zeit im heutigen Griechenland. Die Analyse der archäologischen Befunde in Kombination mit literarischen und epigraphischen Quellen spiegelt Charakteristika des griechischen Heroenkults und seiner Kultstätten wider.
Ausgehend von dem Axiom, dass Heroen eine Zwischenstellung zwischen Göttern und Menschen einnehmen, wird untersucht, in welchem Ausmaß sich im Heroenkult Spezifika der Götterverehrung einerseits sowie menschlicher Bestattungsriten andererseits vermischen. Ferner wird gezeigt, wie stark die Heroenkultstätten durch zeitgleiche Götterheiligtümer und deren Sakralbauten beeinflusst werden. Die Kontextualisierung spezieller Votive macht eine Abgrenzung dennoch möglich, wie die Autorin erstmalig nachweisen kann. Hinterlassenschaften aus Heroenkultstätten können Überschneidungen mit Funden aus Götterheiligtümern respektive sepulkralen Kontexten aufweisen, unterscheiden sich jedoch in Quantität und Qualität deutlich. Die neu gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen die stringente Identifizierung von Heroenkultstätten in Abgrenzung zu Götterheiligtümern oder Begräbnisplätzen.
Irmela von Hoyningen-Huene 1913–2012. Zeichnerin des Klangs.Das gesamte Werk. Hrsg.: Göltenboth, Dieter; Röck, Irmela; Sannwald, Wolfgang: Beiträge Göltenboth, Dieter; Osterwold, Tilman; Radtke, Rainer; Röck, Irmela; Sannwald, Wolfgang; Schmid, Martin; Triebold, Wilhelm; Volkmann, Michael. 2013. 252 S., 1040 meist fb Abb. 28 x 21 cm Gb. EUR 35,00 CHF 46,90 ISBN: 978-3-8030-3362-8 Wasmuth
Das große Thema der im Jahr 1913 geborenen und 2012 im Alter von 99 Jahren in ihrer Geburtsstadt Tübingen verstorbenen Irmela von Hoyningen-Huene waren die Musik wie auch kulturelle und tagespolitische Themen. "Wenn ich Musik höre, sehe ich sie", und: "Was ich höre, sehe oder erlebe, nehme ich in mich auf. Es kommt auf Papier, wenn ich Zeit habe", bemerkte die Künstlerin einmal zu ihren Arbeiten. Mit engmaschigen Farb- und Bleistiftstrichen bemalte die Künstlerin dann Papierflächen im Format von 24 x 16 cm in Farb- und Schwarzweißkontrasten.
Irmela von Hoyningen-Huene, Tochter des berühmten Tübinger Wirbeltierpaläontologen Prof. Fr. Baron von Hoyningen-Huene, begann mit ihrer künstlerischen Tätigkeit im Jahr 1954 und zeichnete bis zum Vorabend ihres Todes. So entstand ein Werk von gut 1000 Arbeiten, das weit über die Region Tübingen hinaus bekannt geworden. Im Jahr 2000 verlieh ihr der Künstlerbund Baden-Württemberg den "Erich-Heckel-Landespreis". Der vorliegende Band dokumentiert erstmals ihr Gesamtwerk, zu dem Tilman Osterwold in seinem Beitrag schreibt:
"Innerhalb ihres Gesamtwerkes dominieren die klanglichen Elemente, die in ihren Zeichnungen erinnert und unmittelbar präsent werden. Unsere komplexen Wahrnehmungsfelder werden wachgerufen: Hören-Sehen-Spüren als Einheit. Diesen essentiellen Vorgang, den die Zeichnungen zur Wirkung bringen, kann der Betrachter nicht direkt rekonstruieren, es bleibt ein assoziativer Spielraum, um eigene Erfahrungen mit der Ausdrucksweise der Bildautorin zu verbinden. So suchen wir einen Weg durch die Zeichnung, weiten deren Horizont (und damit unseren eigenen) und fühlen, denken, phantasieren weiter. Hier tut sich ein 'spekulatives' Tor auf: ihre Zeichnungen als Partitur zu erleben, die zwar Reminiszenzen gehörter Musik oder direkter Klang-Vorstellungen beinhalten, die aber mit dem Eigenleben der Zeichnung gleichzeitig eine 'neu' erfundene Musik bildlich 'erklingen' lassen."
Interferenzen. Interférences. Architektur. Deutschland – Frankreich 1800–2000. 2013 Hrsg.: Cohen, Jean-Louis; Frank, Harmut; Beitr.: Bergdoll, Barry; Beyer, Andreas; Châtelet, Anne-Marie; Cohen, Jean Louis; Dolff-Bonekämper, Gabi; Bourlier, Pierre; Frank, Hartmut; Freigang, Christian; Gendron, Yves; Grossmann, Vanessa; Beitr.: Knoery, Franck; Beitr.: Kostka, Alexandre; Beitr.: Messelis, Michel; Beitr.: Niehr, Klaus; Beitr.: Payot, Daniel; Beitr.: Pignon-Feller, Christiane; Beitr.: Pottecher, Marie; Beitr.: Sohn, Elke; Beitr.: Sowa, Axel; Beitr.: Voigt, Wolfgang; Beitr.: Weber, Christiane; Beitr.: Ziegler, Volker. 468 S. 330 meist fb. Abb. 28 x 23 cm. Gb. EUR 49,90. CHF 66,90 ISBN: 978-3-8030-0770-4 Wasmuth
Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Musée d’Art moderne et contemporain de la Ville de Strasbourg vom 30. März bis 21. Juli 2013 und im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt vom 3. Oktober 2013 bis 12. Januar 2014.
Der reich bebilderte Katalog vermittelt ergänzend zur Ausstellung erstmals einen Überblick über die architektonischen und städtebaulichen Interaktionen zwischen Frankreich und Deutschland. Anhand von Baukunst und Urbanismus wird die deutsch-französische Geschichte von den Jahren nach der Französischen Revolution und dem Ersten Kaiserreich bis in die Gegenwart auf neue Art beleuchtet.
Von Karl-Friedrich Schinkel über Gottfried Semper, Viollet-le-Duc, Le Corbusier und Rudolf Schwarz bis hin zu Jean Nouvel wird der Leser mit dem Schaffen wichtiger Architekten, Künstler und Intellektueller bekanntgemacht, die an der Schnittstelle der deutschen und französischen Kultur wirkten und wirken. Besonderes Augenmerk widmet die Publikation der wechselseitigen Beeinflussung großer Städte wie Paris und Berlin. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Situation von Grenzregionen, deren Gestalt – wie im Falle von Straßburg, Metz, dem Rheinland und dem Saarland – durch Annexion und Besetzung nachhaltig geprägt wurde.
Rund 20 Autoren erläutern in neun Kapiteln die Auseinandersetzungen über Gotik und Klassik, das Industriezeitalter, neue Siedlungsformen und Nationalismus am Ende des 19. Jahrhunderts, den Reformstil, die moderne Architektur zwischen den beiden Weltkriegen, die Besatzungszeit und den Wiederaufbau, die Inszenierung von Baukunst, die Krise der Moderne zwischen 1960 und 1980 und schließlich die europäischen Entwicklungen seit dem Mauerfall.
Die Herausgeber:
Hartmut Frank, Architekturhistoriker und bis 2011 Professor an der HafenCity Universität Hamburg, ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zu Themen der Architekturtheorie und -geschichte in Europa und Nordamerika, insbesondere auch zu transnationalen Tendenzen in der Architektur und Stadtplanung des 19. und 20. Jahrhunderts.
Jean-Louis Cohen, u.a. Professor am Institut français d’urbanisme der Universität Paris VIII und am Institute of Fine Arts der New York University, leitete eine große Zahl von Forschungsprojekten, insbesondere über die Architektur des 20. Jahrhunderts in Frankreich, Deutschland, Italien, Russland und den USA, und ist Mitglied diverser Wissenschaftsbeiräte in Europa und Nordamerika.
Magisches Denken – Monumentale Form. Aldo Rossi und die Architektur des Bildes. 2013 Ruhl, Carsten. 256 S. 100 Abb., davon 10 fb. 24 x 17 cm. Pb. EUR 38,00. CHF 50,90 ISBN: 978-3-8030-0764-3 Wasmuth
Der italienische Architekt Aldo Rossi (1931–1997) gehörte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den prägenden Gestalten der internationalen Architekturdiskussion. In zahlreichen programmatischen Schriften und Entwürfen unternahm er den anspruchsvollen Versuch zu einer Neubegründung der modernen Architektur. Damit reagierte er auf eine tiefgreifende Krise, in der sich Architektur und Städtebau nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs befanden. Der Massenwohnungsbau der Nachkriegszeit offenbarte auf erschreckende Weise, wie die moderne Doktrin des Funktionalismus für wirtschaftliche und politische Zwecke missbraucht werden konnte. Dem setzte Rossi das Konzept einer historisch nachweisbaren Autonomie der Architektur entgegen.
In den daraus hervorgegangenen Collagen und Entwurfsprojekten verschränkten sich theoretische Probleme, kunsthistorische Zitate und persönliche Erinnerungen zu einer in der Architekturgeschichte beispiellosen Bildsprache. Ihre Wirkung auf die Rezeption Rossis ist bis heute immens: Die Aufnahme des Architekten in den Kanon der Architekturgeschichte scheint sich zuweilen allein dem Bild und seiner Verortung in der kunstgeschichtlichen Tradition und weniger dem Gebauten selbst zu verdanken. So kommt dem Werk des Architekten am Ende eine Bedeutung zu, die sich nicht in der Durchsetzung eines neuen Rationalismus postmoderner Prägung oder in der Erneuerung des Städtebaus erschöpft. Als sehr viel einflussreicher hat sich aus heutiger Perspektive sein Bemühen um eine architektonische Bildtheorie erwiesen, in der sich die ästhetische Moderne gegen ihre gebaute Realität wendet.
Die vorliegende Studie unternimmt erstmals den Versuch, Rossis Beitrag zu einer neuen Bildlichkeit der Architektur im größeren Kontext des zeitgenössischen Architekturdiskurses kritisch zu diskutieren.
Carsten Ruhl, der als Professor Theorie und Geschichte der modernen Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar lehrt, ist Autor zahlreicher Bücher und Artikel zum Thema Architekturtheorie
Hans Scharoun: Philharmonie, Berlin 1956–1963. Hrsg.: Wang, Wilfried; Sylvester, Dan Einfg. Barkhofen, Eva-Maria. Beitr.: Scogin, Mack; Sylvester, Dan; Wang, Wilfried. Reihe: O'Neil Ford Monograph Series 5 Hrsg. The University of Texas at Austin. Engl. 2013. 256 S., 100, auch fb. Abb., 170 Zeichnungen und Pläne. 22 x 30 cm, Br. EUR 39,80 CHF 52,90 ISBN: 978-3-8030-0758-2 Wasmuth
Rising with its golden roof from the self-inflicted ashes of World War II, right at the center of the remains of Hitler's megalomaniac World Capital Germania, the new concert hall for the Berlin Philharmonic Orchestra has become the symbol of another Germany; a newly democratized nation that sought to reshape itself with the help of cultural experiences. Today, the Philharmonie is the nucleus of Berlin's Kulturforum with five museums, two concert venues and the state library, West Berlin's response during the Cold War to the Museum Island on the east of Berlin.
Hans Scharoun's design for the Philharmonie is without precedent. It became the paradigm for numerous concert halls all over the world, but none has ever come close to the Philharmonie's conceptual, compositional, constructional, social and synesthetic experiential integrity.
Scharoun (1893-1972) had pursued all his life to project a symbol for new democracy in Germany. Ever since the revolutionary air swept German society after World War I, Scharoun and a number of his friends were dreaming of the new gleaming glass dome on top of a cultural building that would become the alternative to the cathedral. More than four decades later, the purpose-built concert hall for one of the world's most respected orchestras, opened its doors to an avid audience. The Philharmonie's unconventional forms, mostly non-orthogonal planes with a few curves – notably as part of the roof and the ceiling – met with incredulity and outright rejection. When the designs were published, vociferous commentators were sure that it could not be built. Its apparent irregularity was thought by some to be costly and unnecessary.
Yet on completion, the spatial magic and the constructional logic won over most critics. Nevertheless, there are some who remain hostile to the design, considering it to be irrational and overly expressive.
With the possibility of publishing the drawings from the Scharoun Archive at the Academy of the Arts, Berlin, anyone with a slightest ability to read drawings will be able to trace the direct approach to the detailing and construction of the Philharmonie's spatially complex, yet highly logical composition.
Kiraly, Josef. Das Sonnenhaus als Passivhaus. Mosaiksteine zur Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. 2013. 120 S., 390 meist fb. Abb. u. Pläne. 26 x 21 cm, Br. EUR 29,80 CHF 40,90 ISBN: 978-3-8030-0769-8 Wasmuth
Der österreichische Architekt Josef Kiraly steht für eine "Architektur mit der Sonne". In den letzten 15 Jahren beschäftigte er sich vorwiegend mit der Entwicklung des "Sonnenhauses", das den Wunsch des Menschen nach Sonnenlicht und Strahlungswärme mit hohem Wohnkomfort und thermischer Behaglichkeit verbindet. Außerdem weist es sehr niedrige Heiz- und Betriebskosten sowie hohe Dauerhaftigkeit und Wartungsfreiheit auf. Es ist zum Passivhaus geworden, seitdem die wesentliche "architektonische Idee" des Baus die Nutzung der Sonnenenergie zur Reduktion des Heizenergieverbrauchs ist.
Kiralys realisierte Sonnenhäuser vereinen humanökologische Qualitäten mit Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Passivhausstandard. Das Buch stellt 30 von ihnen detailliert vor – mit Beschreibungen, Fotos und Plänen – und dokumentiert die Erfahrungen ihrer Bewohner. Jedes dieser Gebäude ist eine Antwort auf den jeweiligen Standort und seine Umgebung. Es galt stets, jeden Freiraum architektonischer Gestaltung auszunutzen, der für die Konzeption eines solchen Sonnenhauses unabdingbar ist. Dieses steht für einen Wertewandel und die Wiederentdeckung einer auf natürliche Umweltbedingungen Rücksicht nehmenden Lebenseinstellung und Architektur, die auch dazu führt, den Grund für so einige stilistische Eigenwilligkeiten manch alter Bauformen und -details zu erkennen, um sie mit neuen Technologien und Materialien zu kombinieren.
Es ist erheblich aufwendiger, ein Passivhaus zu planen und zu bauen als ein konventionelles Gebäude. Ein Großteil der Bau- und Energiekosten wird bereits mit dem Entwurf festgelegt. Die dort einfließenden Grundsätze, Festlegungen und Strategien bestimmen irreversibel den späteren Planungsprozess, die Energiebilanz und Nachhaltigkeit. Dies verlangt genaues Detailwissen und auch in der Ausführungsphase eine exakte Qualitätskontrolle durch den Architekten. Welche Entscheidungen im Einzelnen zu beachten und Planungsziele im Detail zu verfolgen sind, wird im Buch aufgelistet und beschrieben. Es wird deutlich, welche Funktions- und Grundprinzipien konsequent angewendet werden müssen, damit sie sich wie Mosaiksteine zum Gesamten zusammenfügen können.
Josef Kiraly, seit 1980 freischaffender Architekt mit Büro in Sistrans bei Innsbruck, legt den Schwerpunkt seiner Arbeit auf nachhaltiges Planen und Bauen mit dem ökologischen Ansatz eines Ressourcen schonenden Energiehaushalts.
STADT BAUEN 4. Deutscher Städtebaupreis 2012. 2013 Hrsg.: Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL); Durth, Werner. 144 S. zahlr. meist fb. Abb. 24 x 21 cm. Pb. EUR 32,00. CHF 42,90 ISBN: 978-3-8030-0772-8 Wasmuth
Dieser Band der Reihe STADT BAUEN der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung dokumentiert den Deutschen Städtebaupreis 2012 und zeigt zugleich eine Leistungsbilanz der Stadtplanung in Deutschland in Reaktion auf aktuelle Probleme gesellschaftlichen Wandels: Nicht der Neubau und die Erweiterung von Städten, sondern vor allem die Umnutzung und Ergänzung des Bestands werden in Zukunft zentrale Aufgaben sein. Angesichts der ökologischen Herausforderungen kommt dabei der Pflege, Erneuerung und Gestaltung technischer Infrastrukturen besondere Bedeutung zu.
Der Sonderpreis 2012 war dem Thema „Integration und Transformation technischer Infrastrukturen in Stadt und Land“ gewidmet. Diese Infrastrukturen, ob im Bereich des Verkehrs, der Energieversorgung, der Ver- und Entsorgung von Wasser und Müll oder der Kommunikation, unterliegen einem ständigen Prozess des Wandels, der Anpassung und Erneuerung. Mobilität folgt dabei keinem Naturgesetz, sie ist ein zu entwerfender Prozess. Mit dem Übergang in eine postfossile Mobilitätskultur wird für die Zukunft der Städte entscheidend sein, ob wir die knappen Ressourcen Energie, Raum und Zeit so organisieren, dass wir zugleich eine lebenswerte und nachhaltige Stadtentwicklung gestalten können. Mit dem Sonderpreis wurden Lösungen aufgespürt, die innovativ für einen baukulturell anspruchsvollen Umgang mit den oben genannten Aufgaben stehen.
Neben beispielhaften Projekten sind in diesem Band auch die Vorträge und Gespräche im Rahmen der Fachtagung zum Sonderpreis dokumentiert.
Deutscher Städtebaupreis 2012:
Staßfurt an der Bode. Neugestaltung der historischen Mitte; Häfner Jimenez, Berlin /
Auszeichnungen:
Köln. Siedlung Buchheimer Weg – Öffentlich geförderter Wohnungsbau; ASTOC, Köln /
Berlin. Übergangsnutzung Schlossareal; Relais Landschaftsarchitekten, Berlin, Stuttgart /
Koblenz. Die Neugestaltung der öffentlichen Freiräume; BUGA Koblenz mit RMP Stephan Lentzen, Bonn /
Autobahn A40/Barcode und Parkautobahn A42; Planergruppe Oberhausen mit Foundation 5+, Kassel; Baudezernat Stadt Bochum; Dorothée Dahl; Davids Teerfrüchte, Essen; Orange.edge, Hamburg /
Würzburg. Hochwasserschutz und Mainufergestaltung; Klinkschott Architekten; Dreier Ingenieure; Ingenieurbüro Maier, Würzburg /
Sonderpreis:
Metropolregion Ruhr. Masterplan Emscher-Zukunft; ASTOC, Köln, mit RPM Stephan Lenzen, Norbert Post, Hartmut Welters und der Emscher-Genossenschaft
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