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Wasmuth Verlag

 
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Lehrer und Lehre an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen. Von den Anfängen bis 1972. Hrsg.: Breuer, Gerda; Bartelsheim, Sabine; Oestereich, Christopher; Vorwort von Eberhard, Jörg; Mehnert, Kurt; Beitr.: Bartelsheim, Sabine; Breuer, Gerda; Driller, Joachim; Eskildsen, Ute; Heiser, Christiane; Koenig, Thilo; Beitr.: Oestereich, Christopher; Pfingsten, Claus; Röver, Wolfgang. . 2012. 484 S. 220 teils fb. Abb. 26 x 20 cm. Pb. EUR 42,00. CHF 55,90 ISBN: 978-3-8030-3213-3 Wasmuth
Die Essener Designerschule gehörte stets zu den bedeutendsten, innovativsten Ausbildungsstätten für Gestalter durch alle wechselnden Zeitläufte vierer verschiedener Gesellschaftssysteme hindurch: vom Kaiserreich über die Weimarer Republik und die NS-Diktatur bis hin zur Bundesrepublik. Dabei hob nicht nur das Folkwang-Konzept – der Versuch, bildende, angewandte und darstellende Künste an einem Ort zusammenzuführen – die Essener Einrichtung aus der Anzahl verwandter Institute heraus. Gerade die Folkwang-Schule wirkte durch das Zusammenwachsen von Lehrenden und Lernenden als Ort, der eine ganz eigene berufliche Gruppenidentität ermöglichte.
Der vorliegende Band nähert sich dem Phänomen Folkwang-Schule auf verschiedene Weise. Wissenschaftlich fundierte Texte beleuchten zentrale Aspekte der bewegten Geschichte der Schule: so etwa die Entwicklung einzelner Fachrichtungen, wie Grafik, Fotografie oder Industrie-Design, die Veränderungen während der NS-Zeit und die Neuorientierungen in der Zeit des Wiederaufbaus nach 1945. Sie würdigen herausragende Lehrpersönlichkeiten wie den langjährigen Leiter Alfred Fischer oder die Pioniere professioneller Fotografie Albert Renger-Patzsch und Otto Steinert. Begleitet sind die Texte von historischen Dokumenten, die den Wandel der Lehre, aber auch Auseinandersetzungen während der NS-Diktatur belegen. Ebenso enthält der Band eine umfassende Sammlung biografischer Skizzen zu beinahe allen Lehrpersönlichkeiten bis Anfang der 1970er Jahre.
Breiten Raum nehmen Interviews und Erinnerungen ehemaliger Studierender und Lehrender ein, die die historische Betrachtung um ihre unmittelbaren Eindrücke bereichern. Eine große Auswahl von Bildern aus dem Alltag der Schule illustriert ihre Geschichte und Leistung in den ersten sechzig Jahren.
Crueger, Anneliese; Crueger, Wulf. Wege zur Japanischen Keramik. Tradition in der Gegenwart. Beitr.: Itô, Saeko; Takakura, Ayako; Foto(s) von Naethe, Thomas. 2012. 356 S.. 219 farb. Abb.. 24 x 19 cm. Br. EUR 38,00. CHF 50,90 ISBN: 978-3-8030-3359-8 Wasmuth
Die japanische Keramik der Gegenwart wird von Vielfalt und einem Nebeneinander von uralten Traditionen und modernen Einflüssen bestimmt. Viele "Öfen", die nach japanischem Sprachgebrauch eine Werkstatt, aber auch ein Keramikgebiet mit mehreren hundert sein können, haben seit dem Mittelalter ihren lokalspezifischen Charakter bewahrt. Bestimmte Entwicklungen, wie unglasiertes und glasiertes Steinzeug der "Sechs Alten Öfen" ab dem 12. Jahrhundert, Teekeramik ab dem 14. Jahrhundert, Porzellan ab dem 17. Jahrhundert und die mingei (Volkskunst)-Bewegung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, prägen noch heute die Arbeiten der Keramiker.
Nach der Erstauflage von 2004 liegt das Buch als 2. aktualisierte und erweiterte Auflage vor: Es weist den Weg zum Verständnis der Entwicklung von nun 91 der wichtigsten japanischen Öfen vom Mittelalter bis zur Gegenwart und dokumentiert bei 67 dieser Öfen das heutige Erscheinungsbild anhand typischer Objekte. Charakteristische Exponate aus den letzten 40 Jahren belegen mit ihren jahrhundertealten überlieferten Formen und Oberflächen die ungebrochenen Traditionen der japanischen Keramikkunst und ihre Entwicklungstendenzen. Dabei ist ersichtlich, dass die japanische Ästhetik mit ihrer Wertschätzung von Asymmetrie und sparsamer Raumnutzung dem westlichen Kunstideal in vielem entgegengesetzt ist. Daneben werden in einem erweiterten Kapitel Studiotöpfer mit ihren Arbeiten in Steinzeug und Porzellan – in der japanischen Keramiktradition stehend bis hin zur freien Gestaltung – vorgestellt. Zusätzlich ist das Buch, im doppelten Sinne der Bedeutung "Weg", als Reisehandbuch für den an der japanischen Keramik Interessierten gedacht. Neben einem ausführlichen erweiterten Glossar bietet es aktuelle Informationen über Anreise, Töpfervereinigungen, Töpfermärkte und Museen sowie Literatur zu den einzelnen Töpferorten.
Zur leichteren Nutzung sind von Fachbegriffen sowie von Reisezielen, Organisationen und Museen zusätzlich die japanischen Schriftzeichen angegeben.
Architekturschulen. Programm, Pragmatik, Propaganda. Hrsg.: Philipp, Klaus Jan; Renz, Kerstin; Institut für Architekturgeschichte der Universität Stuttgart (ifag). 2012. 200 Abb. 24 x 17 cm. Br. EUR 40,00. CHF 53,90 ISBN: 978-3-8030-0750-6 Wasmuth
Tagungsband der gleichnamigen internationalen Tagung an der Universität Stuttgart, Institut für Architekturgeschichte, 8. bis 9. Juli 2011.
Ob Madrider Schule, Weinbrenner-Schule oder die Vorarlberger Bauschule – in der internationalen Architektenausbildung sind Schulbezeichnungen geläufige Etiketten. Die "Architekturschule" oder "School of Architecture" ist bis heute als Markenzeichen und Identifikationsmodell wirksam, der Begriff hat seine Attraktivität seit dem 19. Jahrhundert nicht eingebüßt. Der Hinweis auf die Ausbildungsherkunft ist in der akademischen Architektenausbildung ebenso üblich wie in den Geisteswissenschaften. Vor allem Entwurfslehrer meinen zu erkennen, ob ein Studierender oder Diplomand aus Weimar, London oder Braunschweig kommt. Die Frage nach der "Architekturschule" ist aktuell und wird es bleiben, solange nach der besten Form der Ausbildung von Architekten gesucht wird und Studenten sich Gedanken über den erfolgversprechendsten Studienort machen.
Am Standort der bekannten "Stuttgarter Schule" haben sich auf Einladung des Instituts für Architekturgeschichte der Universität Kunst- und Architekturhistoriker zentralen Fragestellungen rund um das Thema Architekturschule gewidmet: Wie viel Propaganda und wie viel praxisorientierte Pragmatik stecken hinter dem Schulbegriff, welche Programmatik wird jeweils wirksam? Der illustrierte Tagungsband gibt umfassende Antworten und wird von einer Darstellung zur Historie der Baugeschichtslehre in Stuttgart ergänzt.
Aus dem Inhalt: F. R. Werner: Das zwiespältige Bild sogenannter Architekturschulen im 19. und 20. Jahrhundert; E. K. Wittich: Backstein und Bücher – Die Berliner Schulen der Architektur im 19. Jahrhundert; S. Paulus und U. Knufinke: Braunschweig vor der „Braunschweiger Schule“; J. Cepl: Die Ungers-Schule; K. Bernhardt: "Schule" – ein überholter Ordnungsbegriff mit Potenzial.
Mit Beiträgen von: Iñaki Bergera, Katja Bernhardt, Jasper Cepl, Mark Escherich, Christiane Fülscher, Olaf Gisbertz, Ulrich Knufinke, Bernita Le Gerrette, Katrin Lichtenstein, Jennifer Meyer, Simon Paulus, Klaus Jan Philipp, Kerstin Renz, Ulrich Maximilian Schumann, Frank R. Werner, Elke Katharina Wittich, Kerstin Zaschke
Cristina Barroso. Map to Nowhere. Maler: Barroso, Cristina; Beiträge von Dercon, Chris; Magalhães, Fabio; Nootebom, Cees. 2012. Dtsch/Engl. 80 S. 72. fb. Abb. 28 x 21 cm. Gb. EUR 19,80. CHF 28,50 ISBN: 978-3-8030-3361-1 Wasmuth
Cristina Barroso arbeitet in ihrem künstlerischen Werk hauptsächlich mit den Beziehungen zwischen Raum/Zeit und Kommunikationsfähigkeiten. Ihre Poetik setzt vor allem auf die Metaphern des Territoriums (Geografie und Erfahrungen), auf Maßeinheiten (Ansammlungen und Lücken), Nähe und Entfernungen, ausschweifende Bewegung oder Ruhe – einschließlich Beziehungen, die von Geselligkeit und Konflikten gekennzeichnet sind. Scheinbar Abstraktes wird konkret und scheinbar Konkretes abstrakt.
Barroso verwendet dabei ganz unterschiedliche Materialien, darunter auch traditionelle Medien. Ihre Malerei, die Collagen und Zeichnungen setzen Zeichen und Symbole sowie Landkarten in Relation mit malerischen Komponenten aus Farbflecken und Schriftzeichen im Kontrapunkt zur vermeintlichen Rationalität der geographischen Symbole. Die Flecken und Schriftzeichen sind häufig bildliche Darstellungen: Protagonisten, die Beziehungen zwischen Raum, Weg, Entfernung und sogar Unerreichbarkeit herstellen. //
Stegmann, Knut. Das Bauunternehmen Dyckerhoff & Widmann. Zu den Anfängen des Betonbaus in Deutschland 1865–1918. 2012. 470 Abb. 27 x 22 cm. Gb. EUR 68,00. CHF 89,00 ISBN: 978-3-8030-0753-7 Wasmuth
Der Baustoff Beton gehört zu den wichtigsten Neuerungen, die das Bauwesen im 19. Jahrhundert hervorbrachte. Innerhalb weniger Jahrzehnte stieg er aus bescheidenen Anfängen zum "Jahrhundertbaustoff" auf. Mit dem Siegeszug untrennbar verbunden ist die Geschichte der Betonindustrie. Das Buch behandelt mit der 1865 gegründeten Firma Dyckerhoff & Widmann eines der führenden Unternehmen. Dessen systematische Versuche und geschicktes Marketing mit Ausstellungsbauten, Vorträgen und Publikationen trugen entscheidend zur Verankerung des Betons im Bauwesen bei – angefangen bei den (künstlerischen) Fertigteilen über den konstruktiven Ingenieurbau bis hin zu den repräsentativen Hochbauten des frühen 20. Jahrhunderts. Gleichzeitig beeinflusste das kaufmännisch geprägte Unternehmen die Entwicklung der Bautechnik. Mit vergleichsweise früh einsetzender Mechanisierung und Rationalisierung der Baustellen, teils nach amerikanischen Mustern, trieb Dyckerhoff & Widmann die sogenannte Industrialisierung des Bauens voran.
Die Publikation verbindet Unternehmensgeschichte mit den Entwicklungen in der Bautechnik- und Konstruktionsgeschichte. Dies ermöglicht einen ganz neuen Blick auf die Umbrüche im Bauwesen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Der reich bebilderte Katalog umfasst über 400 Objekte aus dem deutschen und internationalen Raum – von den ersten Zementwaren bis zu den "Ikonen" des Betonbaus wie der Jahrhunderthalle in Breslau. Der Katalog macht das Buch zu einem umfassenden Referenz- und Nachschlagewerk. //
Knut Stegmann ist seit 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Denkmalpflege und Bauforschung der ETH Zürich.
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Jäkel, Angelika. Gestik des Raumes. Zur leiblichen Kommunikation zwischen Benutzer und Raum in der Architektur. 2012. 66 meist fb. Abb. 27 x 20 cm. Br. EUR 45,00. CHF 59,90 ISBN: 978-3-8030-0752-0 Wasmuth
Wir sprechen davon, dass sich Räume "öffnen", Wände einem "entgegentreten", dass ein Gebäude "zurückweicht" oder eine plötzlich in den Blick kommende Deckenöffnung uns "nach oben zieht". Solche Formulierungen sind keine objektiven Beschreibungen dessen, was da vor uns ist. Sie sind "Wirkungsbeschreibungen", weil sie versuchen, die Wirkung von Architektur auf uns als Benutzer dieser Räume mit Sprachbildern einzufangen. Als "Räumliche Gesten" legen uns diese Wirkungen bestimmte Bewegungen, Haltungen, Handlungen und auch Befindlichkeiten nahe, ohne dass wir dessen im alltäglichen Vollzug gewahr werden.
Das Konzept einer gestischen Kommunikation zwischen Individuen und räumlichen Situationen geht dem beiläufigen Empfinden als eigenständigem Modus der Erkenntnis nach, nämlich im Sinne einer "Technik des Körpers", mit der wir in der Lage sind, unser leibliches Wissen in Erkenntnis umzusetzen. Der Leib selber wird zum Instrument und Medium der Analyse – indem wir auf ihn "hören", d.h. ihn empfinden und damit die Dinge durch ihn hindurch. – Gestische Kommunikation ist leibliche Kommunikation.
Die Autorin verortet die Relevanz leiblich-sinnlicher Erkenntnis für die Architekturtheorie in den Diskursen der Leibphänomenologie und der Gestalttheorie der ersten Dekaden des 20. Jahrhunderts. Unter den Aspekten des Blicks, der Gestalt und des Leibes werden die Bedingungen einer räumlich-gestischen Wahrnehmung skizziert und im Hinblick auf aktuelle Paradigmen des spatial turn sowie des performative turn aktualisiert. Schließlich wird an drei Wohnhäusern des österreichischen Architekten Lois Welzenbacher gezeigt, wie die Analyse von Ge- oder Misslingen einer architektonischen Geste dazu beitragen kann, ein Urteil über architektonische Qualitäten unserer gebauten Umwelt zu fundieren. //
Angelika Jäkel ist Freie Architektin. Sie lehrt und forscht zu Grundlagenthemen der Architektur am Institut Entwerfen, Kunst und Theorie des KIT/Karlsruher Institut für Technologie.
Istanbuler Mitteilungen. Hrsg.: Deutsches Archäologisches Institut, Abteilung Istanbul. 2012. 444 S. 257 Abb., davon 11 in Farbe. 26 x 19 cm. Leinen. EUR 49,00. CHF 65,90 ISBN: 978-3-8030-1652-2 Wasmuth
Die Beiträge der Istanbuler Mitteilungen widmen sich Einzelaspekten der Forschungstätigkeit des Deutschen Archäologischen Instituts in der Türkei. Die Aufsätze befassen sich eingehend mit der Geschichte des Gastlandes bis in die osmanische Zeit und schließen archäologische Ausgrabungsberichte ein.
Inhalt des 61. Bandes: Meltem Dogan-Alparslan, Metin Alparslan: Wohnsitze und Hauptstädte der hethitischen Könige – Serdar Aybek, Boris Dreyer: Eine wehrhafte Stadt in späthellenistisch-römischer Zeit. Die Katapult-Arsenale der Stadt Metropolis (Ionien) – Burkhard Emme: Zur Rekonstruktion der kaiserzeitlichen Halle am Nordmarkt in Milet – Akın Ersoy, Sarp Alatepeli, Der Hafen von Smyrna: Die Sondierungsgrabungen in Kemeraltı und ihre Auswertung – Sevinç Günel: Ein Terrakotta-Modell aus Çine-Tepecik – Dieter Hertel: Das vorklassische Pergamon und sein Siedlungsprofil – Ergün Lafli, Eva Christof: Der kaiserzeitliche Tempel von Asartepe/Kimistene in der Chora des paphlagonischen Hadrianopolis. Ergebnisse der Prospektion von 2005 – Felix Pirson, Sarah Japp, Ute Kelp, Jan Nováek, Michael Schultz, Verena Stappmanns, Wolf-Rüdiger Teegen, Alexandra Wirsching: Der Tumulus auf dem Ilyastepe und die pergamenischen Grabhügel – Inge Uytterhoeven: Bathing in a "Western Style". Private Bath Complexes in Roman and Late Antique Asia Minor – Thomas Otten, Jane Evans, Angela Lamb, Gundula Müldner, Andrea Pirson, Wolf-Rüdiger Teegen: Ein frühbyzantinisches Waffengrab aus Pergamon. Interpretationsmöglichkeiten aus archäologischer und naturwissenschaftlicher Sicht. – Kurzmitteilung: Philipp Niewöhner, Walter Prochaska: Konstantinopolitanisches Formenrepertoire in Mazedonien. Zur Bischofskirche von Stobi und den Marmorbrüchen von Prilep – Anja Slawisch: Aus unruhigen Zeiten: Die „Ächtungsinschrift“ aus Milet, ein Erlass aus dem frühesten 5. Jahrhundert v. Chr.
Mangoldt, Hans von. Makedonische Grabarchitektur. Die Makedonischen Kammergräber und ihre Vorläufer. 2012. 712 S. 670 Abb. und 8 fb. Tafeln. 30 x 21 cm. Gb. EUR 110,00. CHF 149,00 ISBN: 978-3-8030-1064-3 Wasmuth
Seit der Entdeckung des sogenannten Philippsgrabs von Vergina in Nordgriechenland stehen die monumentalen Makedonischen Kammergräber im Zentrum archäologischer Forschungen. Der Fokus des Interesses war bisher allerdings vorwiegend auf einzelne Gräber oder bestimmte Fragestellungen ausgerichtet. Dieses Buch schafft nun endlich die wissenschaftlichen Grundlagen zur Beschäftigung mit diesem Grabtypus, seinen Vorläufern und seiner Entstehung. Die von Keilsteinen überwölbten Grabkammern traten im griechischen Raum in der Mitte des 4. Jahrhunderts v. Chr. in Makedonien unvermittelt auf. Um den Ursprung dieser revolutionären Gewölbetechnik zu ergründen, diskutiert der Autor auch Keilsteingewölbe in Ägypten und im Vorderen Orient.
Der Katalog umfasst 224 Gräber in Griechenland, der Türkei und auf Zypern einschließlich exemplarischer Vorläufer. Annähernd 50% wurden vom Autor persönlich erneut untersucht und beschrieben. Erstmalig lassen sich detaillierte Vergleiche und Entwicklungen erkennen. Das Hauptaugenmerk bei Beschreibung und Auswertung liegt auf der architektonischen Gestaltung der Monumente. Zeichnungen und Fotos ergänzen die Darstellungen, während Karten die Verbreitung der Sepulkralbauten in Makedonien und in den von Makedonen eroberten oder beeinflussten Gebieten illustrieren.
Auf der Grundlage der katalogisierten Gräber werden architekturgeschichtliche Entwicklungen in Griechenland und ihre Ausbreitung in der hellenistischen Welt aufgezeigt. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse gelingt es dem Autor erstmals, Schritt für Schritt die Errichtung eines Makedonischen Kammergrabs zu rekonstruieren.
Roos, Dorothea. Der Karlsruher Architekt Hermann Reinhard Alker. Bauten und Projekte 1921 bis 1958. 2011. 412 S. mit ca. 350 Abb. u. Plänen. 30 x 21 cm. EUR 49.00 ISBN: 978-3-8030-0745-2 Wasmuth
Die Monografie behandelt das Werk des Hochschullehrers und Architekten Hermann Reinhard Alker, der zu den wenigen Vertretern einer Neuen Sachlichkeit in der Architektur der 1920er Jahre in Baden zählt. Die meisten seiner Bauten entstanden zwischen 1924 und 1931, Jahre, in denen Alker nicht nur in Karlsruhe, sondern im gesamten südwestdeutschen Raum zahlreiche Bauvorhaben realisieren kann. Überregionale Aufmerksamkeit erlangte er dabei vor allem mit dem Tribünenbau des Hochschulstadions in Karlsruhe (1924–1930) und für seine Umgestaltung des Innenraums der Stiftskirche in Neustadt/Weinstraße (1928/29), zwei Projekte, die kurz nach Fertigstellung in Wasmuths Monatsheften für Baukunst publiziert werden. Besonders am Tribünenbau lässt sich Alkers Interesse an einem experimentellen Umgang mit neuen Werkstoffen und Bauweisen, das sein Werk durchzieht, exemplarisch betrachten – genannt sei etwa die kühne Kragdachkonstruktion oder die Oberflächenbearbeitung des Stampfbetonsockels des Baus, an dem zum ersten Mal in Deutschland eine Waschbetonfläche hergestellt wurde.
Peter Stein. Die altsüdarabischen Minuskelinschriften auf Holzstäbchen aus der Bayerischen Staatsbibliothek in München. Band 1: Die Inschriften der mittel- und spätsabäischen Periode. Buch Epigraphische Forschungen auf der Arabischen Halbinsel 5. Hrsg.: Nebes, Norbert; Deutsches Archäologisches Institut, Orient-Abteilung. 2010. 956 S., Bd. 7 Abb, Bd. 170 Tafel. und 20 Falttaf. mit 770 Abb. 30 x 21 cm, Gb. EUR 125,00 EUR 199,00 ISBN: 978-3-8030-2200-4 Wasmuth
Die Existenz von Briefkorrespondenz und anderem Alltagsschrifttum im antiken Südarabien war lange Zeit völlig unbekannt. Erst vor wenigen Jahrzehnten sind im Jemen Schriftstücke zutage getreten, die nicht nur Briefe, sondern auch Wirtschaftsabrechnungen und juristische Urkunden, Orakelbescheide und Schreibübungen beinhalten und sich sowohl in Formular und Lexik als auch in Schreibmaterial und Schreibweise deutlich von den bis dato aus der Region bekannten Inschriften unterscheiden. Im Unterschied zu diesen zumeist in Stein gemeißelten sogenannten Monumentalinschriften sind die Alltagsdokumente in Holzstäbchen geritzt - das denkbar einfachste und stets verfügbare Schreibmaterial in den Bewässerungsoasen Südarabiens. Diese Schreibweise ist nicht nur im Rahmen der semitischen Epigraphik, sondern auch darüber hinaus in der gesamten antiken Welt ohne Beispiel.
Die überwiegende Mehrzahl der bislang bekannt gewordenen, mehrere tausend Exemplare zählenden beschrifteten Holzstäbchen stammt aus einem einzigen Fundort im nördlichen Jemen. Die Texte vermitteln damit einen einzigartigen Einblick in das öffentliche und private Leben einer südarabischen Stadt in vorislamischer Zeit (10. Jh. v. Chr. - 6. Jh. n. Chr.).
Die Bayerische Staatsbibliothek in München ist im Besitz von etwa 400 derartigen Inschriften. Diese Sammlung bietet nicht nur inhaltlich, sondern auch chronologisch einen repräsentativen Querschnitt des Materials. Die Hälfte dieses Bestands wird hier erstmals in bildlicher Dokumentation, Transkription, Übersetzung und ausführlicher Kommentierung veröffentlicht. Es handelt sich dabei um sabäische Texte aus der Zeit vom 4. Jh. v. Chr. bis in das frühe 6. Jh. n. Chr. (die zweite Hälfte mit den älteren Texten wird in absehbarer Zeit folgen). Erweitert um eine forschungsgeschichtliche und realienkundliche Einleitung und erschlossen durch umfangreiche Register stellt dieser Band die mit Abstand umfassendste Abhandlung zu den altsüdarabischen Alltagsdokumenten auf Holzstäbchen dar.
1 + 1 = 1. Teile und Ganzes. Hans Schmalscheidt. Beispiele und Prinzipien für anpassbaren Wohnungsbau. 2011. 180 S., 600 Abb. und Pläne. 21 30 cm, Gb. EUR 19,80 ISBN: 978-3-8030-0727-8 Wasmuth
Die Anforderungen eines jeden an Wohnungsgröße und Wohnungszuschnitt sind sehr unterschiedlich und hängen unter anderem von den materiellen Möglichkeiten, den Lebensgewohnheiten oder dem Klima ab. Doch sie verändern sich auch mit der Generationenentwicklung oder den Arbeitsverhältnissen. Der Zuschnitt einer Wohnung sollte also nicht völlig starr, unverrückbar festgelegt sein, sondern an wechselnde Bedürfnisse angepasst werden können.
In einer Zeit sich rasch wandelnder Nutzerwünsche bietet dieses Buch einen Beispielkatalog an Möglichkeiten, wie aus dem Zusammenschluss von zwei (oder mehr) unabhängigen Wohneinheiten eine größere als neues funktionierendes Ganzes gebildet werden kann und sich umgekehrt bei Bedarf zu große Wohnungen in unabhängige kleinere aufteilen lassen. Es geht hier also um das Koppeln bzw. Entkoppeln selbständiger unabhängiger Einheiten nach dem Prinzip 1 + 1 = 1 bzw. 1 - 1 = 2. Die ausgewählten Beispiele zeigen eine wohlüberlegte Mischung älterer und neuer Haus- und Wohnungstypen, zumal sich derzeit ältere Gebäude sogar oft besser dazu eignen, da sie funktional weniger festgelegt sind. Im Mittelpunkt steht der Grundriss und seine Kopplungsmöglichkeiten im Wohnungsbau. /
Hans Schmalscheidt, Architekt und em. Professor am Fachbereich Architektur und Stadtplanung der Universität Kassel, ist Autor diverser Publikationen zu Fragen der Wohnungs-, Haus- und Stadtplanung.
Kunst. SICHTEN Fünfzehn. Katalog zur Jahresausstellung 2011 des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt. 2011. 240 S. mit zahlr. meist fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 19,80. CHF 28,50 ISBN: 978-3-8030-0749-0 Wasmuth
Die Ausstellungsreihe "Sichten" ist eine offizielle Veranstaltung des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt. Sie findet seit 1997 jährlich statt und hat sich inzwischen als Ausstellungsreihe überregional fest etabliert. Gezeigt werden herausragende Studienarbeiten der letzten zwei Semester, ausgesucht von einem studentischen Team des Fachbereichs Architektur. Präsentiert werden Entwürfe, Zeichnungen, Fotografien, Modelle und Filme.
Die Ausstellung begleitend erscheint vorliegender Katalog, der eine sehens- und lesenswerte Einführung in Arbeitsweisen und Visionen einer heranwachsenden Generation junger Architekt/innen bietet und die hohe Qualität studentischer Projekte veranschaulicht. War die erste "Sichten"-Veröffentlichung noch eine einfache Schwarz-Weiß-Broschüre, erscheint der aktuelle Katalog - wie die letzten Jahrgänge - in buntem Hochglanzdruck und zweisprachig. Mit der Erstauflage von 1500 Stück ist er zu einer beliebten Lektüre geworden und frühere Jahrgänge haben sich zu gesuchten Liebhaberstücken entwickelt.
Keramik Kosmos Japan - Die Sammlung Crueger / Ceramic Cosmos Japan - The Crueger Collection. Hrsg.: Museum für Asiatische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin. Vowt.: Ruitenbeek, Klaas; Shinyo, Takahiro. Einltg. Crueger, Anneliese, Crueger, Wulf. Beitr.: Walter, Merle. Fotos von Naethe, Thomas. dtsch/Engl. 192 S., 422 fb. Abb. 26 x 22 cm, Gb. EUR 35,00 CHF 54,90 ISBN: 978-3-8030-3349-9 Wasmuth
Die Keramiktradition Japans zählt zu den ältesten und in ihrer gegenwärtigen Erscheinungsform zu den vielfältigsten und aufregendsten der Welt. Die Sammlung Crueger erschließt diesen regionalen, stilistischen und typologischen Reichtum mit über 400 Objekten von rund 340 unterschiedlichen Töpfern und Produktionsstätten aus den letzten drei Dekaden in enzyklopädischer Weise. Neben klassischen Utensilien für die Tee-Zeremonie, regionaler Gefäßkeramik und industriell hergestellter Alltagsware sind auch Keramik-Kunstwerke international beachteter zeitgenössischer Studiotöpfer und vom japanischen Staat benannter "lebender Nationalschätze" vertreten. Die in diesem Bestandskatalog erstmals vollständig und in Farbe reproduzierten Keramiken bestechen durch die Bandbreite der Gefäßformen, Glasuren, Dekortechniken und den hohen Standard der Ausführung. Der einzigartige Band wird allen Interessierten auf Jahre als nützliche Referenz und Handbuch dienen. /
Japanese ceramic tradition, one of the oldest, is today producing the most varied and exciting ceramics in the world. The Crueger collection is an encyclopaedic representation over the last three decades of this regional, stylistic and typological wealth, with over 400 examples from approximately 340 different potters and production plants. In addition to classical utensils for the tea ceremony, regional ceramic vessels and industrially produced items for daily use, there are also ceramic art works by internationally acclaimed contemporary studio artists and Japanese state designated "Living National Treasures". The ceramics in this inventory catalogue, presented for the first time completely and in colour, are breathtaking in the range of vessel shapes, glazes, decoration techniques and their high level of execution. This unique compilation will continue to serve all those who are interested in this subject as a useful reference and handbook for years. /
Anneliese und Wulf Crueger, beide Mikrobiologen, sammeln seit über 30 Jahren neben europäischer vor allem japanische Keramik der Gegenwart, wobei ihr Hauptinteresse stets auf der Entwicklung der heutigen japanischen Öfen mit ihren zum Teil jahrhundertealten Traditionen lag. Mit ihrem 2004 im Verlag erschienenen Buch Wege zur Japanischen Keramik. Tradition in der Gegenwart legten sie ein vielbeachtetes Grundlagenwerk zum Thema vor. / Thomas Naethe widmet sich neben seinen Arbeiten als Studiokeramiker, für die er zahlreiche Auszeichnungen erhielt, seit den 1990er Jahren der Fotografie mit Schwerpunkt Keramik.
Kubus oder Kuppel. Moscheen – Perspektiven einer Bauaufgabe (Kulturtransfer #4). Hrsg.: Institut für Auslandsbeziehungen e.V. Bear.: Hammerbacher, Valérie; Welzbacher, Christian. Beitr.: Hammerbacher, Valérie; Hudovic, Alma; Khan, Hasan U.; Welzbacher, Christian. 2011. 144 S., 145 fb. Abb., 23 x 19 cm, Gb. EUR 24,80 CHF 35,50 ISBN: 978-3-8030-0751-3 Wasmuth
Das Katalogbuch zur Ausstellung in der ifa-Galerie Stuttgart vom 27.1. bis 1.4.2012 und in der ifa-Galerie Berlin vom 13.7. bis 30.9.2012. -
"Was macht eine Moschee zur Moschee? Das ist ganz einfach: eine Wand, die exakt nach Mekka ausgerichtet ist." Knapp und klar beschreibt der kuwaitische Planer und Architekturprofessor Omar Khattab die Charakteristik des muslimischen Gebetsplatzes. Für die Architektur der Moscheen gibt es zwar Traditionen und Bezüge, jedoch nur wenige ästhetische Gestaltungsvorschriften. Die Bauaufgabe kann immer wieder neu erdacht, erfunden, erbaut und von Künstlern in ihren Installationen, Objekten und Fotografien hinterfragt werden. Gestaltungsvariationen und Entwürfe von Moscheen zeigen die Ausstellung und das dazugehörige Katalogbuch in vier unterschiedlichen Sektionen: Unter dem Titel "Neue Wege" werden Bauten postkolonialer Staatengründungen in Indonesien und Pakistan ebenso verhandelt wie der Neubau von Gebetshäusern im durch Migration geprägten Europa. "Zeitgenossenschaft" thematisiert die Entwicklung einer eigenen Formensprache in Ankara, Dubai, Ramallah sowie Singapur und steht für den Ausdruck des "Euro-Islam" in Deutschland und den Niederlanden. In der Sektion "(Un)-Sichtbarkeit" werden Strategien vorgestellt, bei denen Planer sich mit dem Thema der Tarnarchitektur einerseits und der künstlerischen Irritation andererseits auseinandersetzen – von der Umnutzung über das Schweizer Minarett-Verbot bis zum Kunst-am-Bau-Projekt. Schließlich stellt der Bereich "Begegnungen" einen Bezug zu klassischen Bauformen, aber auch zur Öffnung hinsichtlich anderer Religionen her. Anhand zahlreicher Beispiele bilanziert die Ausstellung dadurch erstmals die jüngsten Entwicklungen einer Bauaufgabe, deren Meisterwerke Architekten und Gläubige noch heute herausfordern: von Penzberg und Kayseri bis Chittagong, von Albuquerque bis Algier.
Roads of Arabia.Archäologische Schätze aus Saudi-Arabien.Hrsg.: Franke, Ute; Gierlichs, Joachim. 2011. 240 S. 280 fb. Abb. 27 x 21 cm. Gb. EUR 45. CHF 59,90 ISBN: 978-3-8030-3355-0 Wasmuth
Der Katalog zur Ausstellung im Pergamonmuseum vom 25. Januar bis 9. April 2012 mit spektakulären archäologischen Schätzen aus der Wüste Saudi-Arabiens.
Das archäologische Erbe Saudi-Arabiens wird gegenwärtig mit der Ausstellung "Roads of Arabia" in Europa präsentiert – nach Paris, Barcelona und St. Petersburg ab Januar 2012 auch in Berlin als einziger deutscher Station. Sie wird hier von der "Saudi Commission for Tourism and Antiquities" und dem Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin organisiert und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Christian Wulff und des Königs von Saudi-Arabien, Abdullah ibn Abd al-Aziz.
Die Ausstellung bietet ein einmaliges kulturhistorisches Panorama der Arabischen Halbinsel. Gezeigt werden eindrucksvolle Zeugnisse der Vor- und Frühgeschichte sowie des antiken Saudi-Arabiens: erste Faustkeile, 6000 Jahre alte anthropomorphe Stelen, monumentale ägyptisierende Kolossalstatuen, bezaubernde Glas- und Metallarbeiten der römischen Antike sowie Objekte der Keramikrevolution der islamischen Frühzeit. Erstmals in Deutschland sind spektakuläre Objekte der Kaaba und der Stadtgeschichte von Mekka zu sehen.
Als roter Faden ziehen sich Handels- und Pilgerrouten durch Ausstellung und Katalog, entlang derer über Jahrtausende der kulturelle Austausch stattfand. Die Verortung der Arabischen Halbinsel zwischen den großen Kulturen (u.a. Mesopotamien und Ägypten) mit einem deutlichen Bezug zur römischen Antike sowie die Betonung des Handels als Motor dieses Austauschs – nicht nur entlang der Weihrauchstraße und den Hajj-Pilgerrouten – sind für die heute stark vereinfachende Diskussion um Kulturräume sehr wichtig: Kulturen greifen ineinander über, haben keine klaren Grenzen.
Roads of Arabia.Archeological Treasures From Saudi Arabia.Hrsg.: Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin; Hrsg.: Franke, Ute; Hrsg.: Gierlichs, Joachim. 2011. Engl. 240 S. 280 fb. Abb. 27 x 21 cm. Gb. EUR 45,00. CHF 59,90 ISBN: 978-3-8030-3356-7 Wasmuth
Englischsprachige Ausgabe des Katalogs zur Ausstellung im Pergamonmuseum vom 25. Januar bis 9. April 2012 mit spektakulären archäologischen Schätzen aus der Wüste Saudi-Arabiens. Für die deutschsprachige Ausgabe siehe ISBN 978 3 8030 3355 0.
The catalogue for the exhibition in the Pergamon Museum from January 25 to April 9, 2012, with spectacular archeological treasures from the desert of Saudi Arabia.
After stops in Paris, Barcelona and St. Petersburg, beginning in January, 2012, the archaeological legacy of Saudi Arabia will now be shown in the exhibition "Roads of Arabia" in Berlin. It will be the only German station on the route. The exhibition is being organized by the "Saudi Commission for Tourism and Antiquities" and the Museum für Islamische Kunst of the Staatliche Museen zu Berlin under the patronage of the Federal President Christian Wulff and King Abdullah ibn Abd al-Aziz of Saudi Arabia.
The exhibition provides a unique cultural historical panorama of the Arabian Peninsula. Impressive witnesses of the pre and early history as well as the ancient history of Saudi Arabia: the first hand axes, 6000 year old anthropomorphic stele, monumental Egyptian giant statues, enchanting glass and metal works of Roman antiquity as well as objects of the ceramic revolution from the early history of Islam. Spectacular objects from the Kaaba and the city history of Mecca can be seen for the first time in Germany.
The cultural exchange which took place over millennia along the routes of trade and pilgrimage recurs as a theme in the exhibition and catalogue. The location of the Arabian peninsula between the great cultures (among others the Mesopotamian and Egyptian) with a clear reference to Roman antiquity as well as the emphasis of trade as the conveyor belt of this exchange – not just along the Incense Route and the Hajj pilgrim routes – are important for the current over simplification in the discussion about cultural regions: cultures overlap, and do not have clear boundaries.
Form Defining Strategies. Experimental Architectural Design. Hrsg.: Agkathidis, Asterios; Hrsg.: Hudert, Markus; Hrsg.: Schillig, Gabi; Beitr.: Agkathidis, Asterios; Beitr.: Bettum, Johan; Beitr.: Blaisse, Maria; Beitr.: Bramkamp, Anja; Beitr.: Hauschild, Moritz; Beitr.: Hudert, Markus; Beitr.: Katodrytis, George; Beitr.: Schillig, Gabi; Beitr.: Schwarz, Michael; Beitr.: Weinand, Yves. 3. veränderte Auflage. Engl. 2011. 126 S. 355 z.T. fb. Abb. 19 x 14 cm. Engl. Br. EUR 16,80. CHF 24,50 ISBN: 978-3-8030-0746-9 Wasmuth
This book examines experimental design methodologies in the field of architecture and their implementation in academic settings. Theoretical considerations by guest essayists and numerous examples of conceptual designs compliment our holistic approach to the subject matter.
The studies collected here emerged during a two day workshop in 2006 with architecture students at the Technical University of Darmstadt. Due to this short time frame, parameters such as functional specifications and local context were not considered. The models that emerged are organizational systems that have been developed through diagrammatic thinking and are therefore capable of representing processed data and strategies.
The starting point of the teaching concept was a divergence from the usual methods and ways of thinking, allowing for new, innovative solutions to emerge during the design process. The development of novel spatial modules, in coherence with material and structural considerations, was actively encouraged.
During the workshop various design techniques were applied that enabled the development of integrative spatial concepts. Geometry played an essential role here. Studies were later developed by following given rules, converting them into diagrams, then finally and perhaps most importantly, through the use of physical models.
Thereby the question of materiality becomes a crucial consideration: the characteristics of different materials that were used for the models did not just influence geometrical possibilities, but brought with them material specific effects, with which spatial qualities could be intensified, explored and organised.
This methodology is based on our conviction that working with physical models is indispensable even in today’s all-digital climate. Architects are able to explore unpredictable, unimagined, unexpected and exciting spatiality that can emerge organically during the design process. Novel, innovative spatial structures and systems are discovered and inform this process and subsequent decisions.
It becomes clear that the design process in architecture has to be understood as a conscious, sensible yet ambitious process to investigate and apply innovative notions of space to construction.
M. Hoffmann. living * emotion. Mathias Hoffmann Design. Beitr.: Friedrich, Barbara; Beitr.: Hesse, Friedrich; Beitr.: Hoffmann, Mathias. Dtsch, Engl. 2011. 336 S. 900 meist fb. Abb. 26 x 21 cm. Gb. EUR 58,00. CHF 77,90 ISBN: 978-3-8030-3212-6 Wasmuth
Mathias Hoffmann (geb. 1954) ist einer der eher stillen, bescheiden auftretenden Stars im Design-Universum, kein von den Medien gehypter Designer mit den Allüren manch eines seiner berühmteren Kollegen. Doch hat der Sohn der renommierten deutschen Textildesignerin Gertrud Hoffmann ein Werk und Repertoire an Gestaltung vorzuweisen – darunter einige wohlbekannte Klassiker und Bestseller –, das seinesgleichen sucht. In seiner über 30-jährigen Tätigkeit hat er zahllose Sofas und Sessel für weltbekannte Marken wie u.a Rolf Benz, Brown Jordan, de Sede oder Gervasoni entworfen – ergänzt durch Stühle, Tische, Betten, Leuchten, Teppiche, Vasen und andere Wohnaccessoires sowie Kinder- und Outdoor-Möbel.
Hoffmann setzt bevorzugt langlebige, ökologisch positive oder recycelbare Materialien ein, seien diese natürlichen Ursprungs oder High-tech, und schafft dabei Werke, die im Zusammenspiel zwischen Material, Form, Verarbeitung, Farbe und Funktion eine gelungene Einheit bilden. Mit der Zuordnung von Skizze, Foto und Kurzbeschreibung versucht das Buch, dem Leser und Betrachter die Entstehung dieser Objekte nahezubringen und ihm Anregungen beim Einrichten der eigenen Wohnung zu geben.
Mathias Hoffmanns Motto heißt "Emotionen fürs Wohnen". Mit seinen Arbeiten hat er für ein modernes Wohnen, in dem man sich wirklich wohl fühlt, einen enormen Beitrag geleistet – auch ohne große Worte.
Meisse, Maximilian. Museumsinsel Berlin. Abb. von Meisse, Maximilian; Vorwort von Kollhoff, Hans. 2011. 104 S. 70 fb. Abb. 28 x 24 cm. Gb. EUR 29,80. CHF 40,90 ISBN: 978-3-8030-0748-3 Wasmuth
Sie ist einer der bekanntesten Orte Berlins: Die Museumsinsel im Zentrum der Metropole. Von der UNESCO 1999 zum Weltkulturerbe ernannt, stellt sie ein einzigartiges Museumsensemble dar, das neben seinen berühmten Kunstsammlungen auch mit seiner Architektur beeindruckt. Die Zahl der Publikationen über ihre einzelnen Museen und deren Kunstschätze ist groß. Was es bisher nicht gab, ist eine Dokumentation, die diesen prominenten Ort in seiner Gesamtheit zeigt, als einen Ort, der für sich genommen ein großes Kunstwerk darstellt.
Diese Tatsache bewog Maximilian Meisse dazu, an einer Fotografie-Reihe zu arbeiten, die das vielfältige Erscheinungsbild der Museumsinsel, ihre urbane Präsenz und ihre architektonische Einmaligkeit fotokünstlerisch untersucht.
Hans Kollhoff in seinem Vorwort: "Das ist nicht die Museumsinsel, wie wir sie kennen. Das ist ein Gegenentwurf. Maximilian Meisse zeigt uns den Ort nicht wie er ist, oder besser, wie wir ihn zu kennen glauben, sondern eine Vision, wie sie sein könnte – oder wie sie war. Er zeigt uns, dass was wir zu kennen vermeinen, nicht die Realität sein muss. (…) Völlig unbeeindruckt von der gewöhnlichen zeitgenössischen Rezeption, jedes Gebäude als ein Individuum zu sehen, losgelöst von seinen Nachbarn, mit eigener Geschichte und Problematik, wagt er eine Zusammenschau und schafft wie aus dem Nichts eine Berliner Stadtkrone, auf die die Expressionisten so versessen waren vor der großen Zerstörung. (…) Maximilian Meisse schafft mit der Kamera eine historische Architektur, die das latente Eigene aufzuspüren sucht, das verschüttete und vergessene ‚Spreeathen‘, das in der Museumsinsel immer noch oder besser wieder eine ganz überwältigende Präsenz zu entfalten beginnt, für den, der sich neugierig auf den Weg macht, diesen Kosmos zu entdecken."
Schmedding, Anne. Dieter Oesterlen. Tradition und zeitgemäßer Raum. 2011. 448 S. 390 Abb., davon 24 in fb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 58,00. CHF 77,90 ISBN: 978-3-8030-0744-5 Wasmuth
Erschienen in der Reihe "Forschungen zur Nachkriegsmoderne" des Fachgebiets Kunstgeschichte am Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik der Technischen Universität Berlin hrsg. von Adrian von Buttlar.
Dieter Oesterlen (1911–1994) zählt zu den bedeutendsten Architekten der Nachkriegsepoche in Deutschland. Als einer der Begründer der "Braunschweiger Schule" ist er vor allem durch den besonderen Umgang mit im Krieg zerstörten Baudenkmalen bekannt geworden. Er ergänzte, überformte und "modernisierte" unter anderem Kirchen und Schlossbauten und zeigte so Wege jenseits der tabula rasa oder einer vermeintlich wahrhaftigen Rekonstruktion. Dabei war er dem Ziel einer Verbindung von traditioneller Form und moderner Nutzung zutiefst verpflichtet.
Diese Überzeugung dokumentieren auch seine Kirchenneubauten. Mit der Christuskirche in Bochum (1957–59) oder der Jesus-Christuskirche in Sennestadt (1962–66) schuf er eine Synthese von expressionistisch-kristallinen Formen und traditionellen Strukturen, die zu beeindruckenden, modernen, sakralen Räumen führte.
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