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Wasmuth Verlag

 
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Form Defining Strategies. Experimental Architectural Design. Hrsg.: Agkathidis, Asterios; Hrsg.: Hudert, Markus; Hrsg.: Schillig, Gabi; Beitr.: Agkathidis, Asterios; Beitr.: Bettum, Johan; Beitr.: Blaisse, Maria; Beitr.: Bramkamp, Anja; Beitr.: Hauschild, Moritz; Beitr.: Hudert, Markus; Beitr.: Katodrytis, George; Beitr.: Schillig, Gabi; Beitr.: Schwarz, Michael; Beitr.: Weinand, Yves. 3. veränderte Auflage. Engl. 2011. 126 S. 355 z.T. fb. Abb. 19 x 14 cm. Engl. Br. EUR 16,80. CHF 24,50 ISBN: 978-3-8030-0746-9 Wasmuth
This book examines experimental design methodologies in the field of architecture and their implementation in academic settings. Theoretical considerations by guest essayists and numerous examples of conceptual designs compliment our holistic approach to the subject matter.
The studies collected here emerged during a two day workshop in 2006 with architecture students at the Technical University of Darmstadt. Due to this short time frame, parameters such as functional specifications and local context were not considered. The models that emerged are organizational systems that have been developed through diagrammatic thinking and are therefore capable of representing processed data and strategies.
The starting point of the teaching concept was a divergence from the usual methods and ways of thinking, allowing for new, innovative solutions to emerge during the design process. The development of novel spatial modules, in coherence with material and structural considerations, was actively encouraged.
During the workshop various design techniques were applied that enabled the development of integrative spatial concepts. Geometry played an essential role here. Studies were later developed by following given rules, converting them into diagrams, then finally and perhaps most importantly, through the use of physical models.
Thereby the question of materiality becomes a crucial consideration: the characteristics of different materials that were used for the models did not just influence geometrical possibilities, but brought with them material specific effects, with which spatial qualities could be intensified, explored and organised.
This methodology is based on our conviction that working with physical models is indispensable even in today’s all-digital climate. Architects are able to explore unpredictable, unimagined, unexpected and exciting spatiality that can emerge organically during the design process. Novel, innovative spatial structures and systems are discovered and inform this process and subsequent decisions.
It becomes clear that the design process in architecture has to be understood as a conscious, sensible yet ambitious process to investigate and apply innovative notions of space to construction.
M. Hoffmann. living * emotion. Mathias Hoffmann Design. Beitr.: Friedrich, Barbara; Beitr.: Hesse, Friedrich; Beitr.: Hoffmann, Mathias. Dtsch, Engl. 2011. 336 S. 900 meist fb. Abb. 26 x 21 cm. Gb. EUR 58,00. CHF 77,90 ISBN: 978-3-8030-3212-6 Wasmuth
Mathias Hoffmann (geb. 1954) ist einer der eher stillen, bescheiden auftretenden Stars im Design-Universum, kein von den Medien gehypter Designer mit den Allüren manch eines seiner berühmteren Kollegen. Doch hat der Sohn der renommierten deutschen Textildesignerin Gertrud Hoffmann ein Werk und Repertoire an Gestaltung vorzuweisen – darunter einige wohlbekannte Klassiker und Bestseller –, das seinesgleichen sucht. In seiner über 30-jährigen Tätigkeit hat er zahllose Sofas und Sessel für weltbekannte Marken wie u.a Rolf Benz, Brown Jordan, de Sede oder Gervasoni entworfen – ergänzt durch Stühle, Tische, Betten, Leuchten, Teppiche, Vasen und andere Wohnaccessoires sowie Kinder- und Outdoor-Möbel.
Hoffmann setzt bevorzugt langlebige, ökologisch positive oder recycelbare Materialien ein, seien diese natürlichen Ursprungs oder High-tech, und schafft dabei Werke, die im Zusammenspiel zwischen Material, Form, Verarbeitung, Farbe und Funktion eine gelungene Einheit bilden. Mit der Zuordnung von Skizze, Foto und Kurzbeschreibung versucht das Buch, dem Leser und Betrachter die Entstehung dieser Objekte nahezubringen und ihm Anregungen beim Einrichten der eigenen Wohnung zu geben.
Mathias Hoffmanns Motto heißt "Emotionen fürs Wohnen". Mit seinen Arbeiten hat er für ein modernes Wohnen, in dem man sich wirklich wohl fühlt, einen enormen Beitrag geleistet – auch ohne große Worte.
Meisse, Maximilian. Museumsinsel Berlin. Abb. von Meisse, Maximilian; Vorwort von Kollhoff, Hans. 2011. 104 S. 70 fb. Abb. 28 x 24 cm. Gb. EUR 29,80. CHF 40,90 ISBN: 978-3-8030-0748-3 Wasmuth
Sie ist einer der bekanntesten Orte Berlins: Die Museumsinsel im Zentrum der Metropole. Von der UNESCO 1999 zum Weltkulturerbe ernannt, stellt sie ein einzigartiges Museumsensemble dar, das neben seinen berühmten Kunstsammlungen auch mit seiner Architektur beeindruckt. Die Zahl der Publikationen über ihre einzelnen Museen und deren Kunstschätze ist groß. Was es bisher nicht gab, ist eine Dokumentation, die diesen prominenten Ort in seiner Gesamtheit zeigt, als einen Ort, der für sich genommen ein großes Kunstwerk darstellt.
Diese Tatsache bewog Maximilian Meisse dazu, an einer Fotografie-Reihe zu arbeiten, die das vielfältige Erscheinungsbild der Museumsinsel, ihre urbane Präsenz und ihre architektonische Einmaligkeit fotokünstlerisch untersucht.
Hans Kollhoff in seinem Vorwort: "Das ist nicht die Museumsinsel, wie wir sie kennen. Das ist ein Gegenentwurf. Maximilian Meisse zeigt uns den Ort nicht wie er ist, oder besser, wie wir ihn zu kennen glauben, sondern eine Vision, wie sie sein könnte – oder wie sie war. Er zeigt uns, dass was wir zu kennen vermeinen, nicht die Realität sein muss. (…) Völlig unbeeindruckt von der gewöhnlichen zeitgenössischen Rezeption, jedes Gebäude als ein Individuum zu sehen, losgelöst von seinen Nachbarn, mit eigener Geschichte und Problematik, wagt er eine Zusammenschau und schafft wie aus dem Nichts eine Berliner Stadtkrone, auf die die Expressionisten so versessen waren vor der großen Zerstörung. (…) Maximilian Meisse schafft mit der Kamera eine historische Architektur, die das latente Eigene aufzuspüren sucht, das verschüttete und vergessene ‚Spreeathen‘, das in der Museumsinsel immer noch oder besser wieder eine ganz überwältigende Präsenz zu entfalten beginnt, für den, der sich neugierig auf den Weg macht, diesen Kosmos zu entdecken."
Schmedding, Anne. Dieter Oesterlen. Tradition und zeitgemäßer Raum. 2011. 448 S. 390 Abb., davon 24 in fb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 58,00. CHF 77,90 ISBN: 978-3-8030-0744-5 Wasmuth
Erschienen in der Reihe "Forschungen zur Nachkriegsmoderne" des Fachgebiets Kunstgeschichte am Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik der Technischen Universität Berlin hrsg. von Adrian von Buttlar.
Dieter Oesterlen (1911–1994) zählt zu den bedeutendsten Architekten der Nachkriegsepoche in Deutschland. Als einer der Begründer der "Braunschweiger Schule" ist er vor allem durch den besonderen Umgang mit im Krieg zerstörten Baudenkmalen bekannt geworden. Er ergänzte, überformte und "modernisierte" unter anderem Kirchen und Schlossbauten und zeigte so Wege jenseits der tabula rasa oder einer vermeintlich wahrhaftigen Rekonstruktion. Dabei war er dem Ziel einer Verbindung von traditioneller Form und moderner Nutzung zutiefst verpflichtet.
Diese Überzeugung dokumentieren auch seine Kirchenneubauten. Mit der Christuskirche in Bochum (1957–59) oder der Jesus-Christuskirche in Sennestadt (1962–66) schuf er eine Synthese von expressionistisch-kristallinen Formen und traditionellen Strukturen, die zu beeindruckenden, modernen, sakralen Räumen führte.
McCain, Alan; McCain, Evin Egeli. Pergamon. 2011. 64 S. 52 meist fb. Abb. 23 x 16 cm. Engl. Br. EUR 12,80. CHF 18,90 ISBN: 978-3-8030-3354-3 Wasmuth
Für eine kurze Zeitspanne voller Glanz sah es so aus, als könnte die Stadt Pergamon an Pracht und künstlerischer Bedeutung selbst mit Athen konkurrieren – in ihr sammelten sich die berühmtesten Architekten, Bildhauer und Geistesgrößen und die Bibliothek der Stadt soll damals 200.000 Bände umfasst haben. Von 281 bis 133 v. Chr. regierten von Pergamon aus fünf Generationen von Herrschern der Attaliden-Dynastie über Westanatolien bis hinunter zur Mittelmeerküste. Nach dem Tod von König Attalus III. wurde jedoch deutlich, dass er – ein einmaliger Vorgang in der Geschichte – sein Königtum an Rom vermacht hatte.
Die Stadt florierte weiter als medizinisches Zentrum, an dem die Menschen Heilung fanden, wurde später Bischofsitz und fand unter den sieben christlichen Gemeinden Kleinasiens in der Offenbarung des Johannes als diejenige Erwähnung, in der sich „Satans Thron“ befinde – wahrscheinlich eine Anspielung auf den Großen Altar, der heute im Pergamonmuseum in Berlin ausgestellt ist.
Das moderne türkische Bergama zieht heute tausende Besucher an, die wegen der angrenzenden antiken Stadt Pergamon in den bescheidenen kleinen Marktort nördlich der Stadt Izmir drängen. Dieses reich illustrierte Buch bietet eine Einführung in die Geschichte dieser antiken Stätte und ihre archäologischen Überreste.
Die Autoren: Evin Egeli McCain wurde in Bergama geboren. Die Absolventin des American Collegiate Institute in Izmir zählte über 25 Jahre zu den begehrtesten Reiseführern der Türkei. Ihr Ehemann, Alan McCain, ein pensionierter Englischlehrer und Lektor, stammt aus Wisconsin. Beide zählen zu den Spezialisten auf dem Gebiet der Kunstgeschichte und Religion im Allgemeinen und Anatoliens im Besonderen. Sie leben in einem Olivenhain in der Nähe von Izmir.
Rathaus Reutlingen. Bestandsaufnahme(n). Hrsg.: Vogt, Andreas; Hrsg.: Kulturamt der Stadt Reutlingen; Abb. von Hajdu, Rose; Abb. von Planck, Gottfried; Beitr.: Buttlar, Adrian von; Beitr.: Lederer, Arno. 2011. 88 S. 100 meist fb. Abb. 25 x 24 cm. Engl. Br. EUR 29,80. CHF 40,90 ISBN: 978-3-8030-0747-6 Wasmuth
Das Reutlinger Rathaus, von 1962 bis 1966 von den Stuttgarter Architekten Wilhelm Tiedje und Rudolf Volz erbaut, zählt zu den bedeutendsten Großbauten der 1960er Jahre in Baden-Württemberg. Die Fotografin Rose Hajdu (geb. 1956) zeigt in ihren Fotokunstwerken die zeitlose Qualität seiner Architektur. Ihr sensibler Blick auf das Betontragwerk und die Fensterflächen der Fassaden sowie auf die vielen Details der von Herta-Maria Witzemann (1909–1999) gestalteten Sitzungssäle der Foyers, Flure und Treppenhäuser beweist: Das Reutlinger Rathaus ist ein wichtiger, moderner Teil des baukünstlerischen Erbes des Landes Baden-Württemberg.
Historische Schwarzweiß-Aufnahmen des Fotografen Gottfried Planck (1930–2003), der den Bau im Jahr seiner Einweihung dokumentierte, setzen zu jenen Hajdus einen reizvollen Kontrast. So wird die zweifache fotografische Bestandsaufnahme im Abstand von fast 50 Jahren eines beispielhaften Zeugnisses der "Demokratie als Bauherr" (Adolf Arndt) zu einem eindrucksvollen Plädoyer für die Wertschätzung der "ungeliebten" Denkmale der Nachkriegsmoderne.
Weitmann, Pascal. Technik als Kunst. Automaten in der griechisch-römischen Antike und deren Rezeption in der frühen Neuzeit als Ideal der Kunst oder der Philosophie und Wirtschaft. 2011. 204 S. 160 Abb. auf 55 Tafeln. 30 x 21 cm. Gb. EUR 38,00. CHF 50,90 ISBN: 978-3-8030-1061-2 Wasmuth
In der griechisch-römischen Antike wurden Kunst und Technik unter dem gleichen Begriff zusammengefasst, in der Neuzeit hat man sie geschieden. Die alten Automaten stehen auf der Grenze zwischen beiden – nach der Einordnung, insofern ihre ästhetischen Werte mit scheinbar handgreiflicher Nutzlosigkeit in aller Regel parallel gehen, nach der Zeit, insofern sie von einem Medium der Kunst schließlich zum Kinderspielzeug herabgesunken sind.
Die Geschichte der griechisch-römischen Automaten gewinnt weitgreifendes Interesse vor dem Hintergrund ihrer geistesgeschichtlichen Einbettung, in der Antike wie – noch stärker – in der Neuzeit. Es war also ein umfassender Neuansatz nötig, der sie von der archaischen Epoche bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts n. Chr. in den Blick nimmt.
Hatte die Antike den Automaten weitgehend zu imitativen, suggestiven oder repräsentativen Zwecken im Bereich der bildenden Kunst belassen, überwog in der Neuzeit zunehmend eine Abwendung davon, hin zu einer Mechanisierung in ökonomischen Zusammenhängen
Bologna. Hrsg.: Schröder, Uwe. Materialien zu Geschichte, Theorie und Entwurf architektonischer Räume. 2011. Deutsch;Italienisch. 100 S. zahlr. Abb. 21 x 13 cm. Pb. EUR 9,80. CHF 14,90 ISBN: 978-3-8030-0912-8 Wasmuth
Unter dem Titel Bologna stellt Band 3 der Reihe „Materialien zu Geschichte, Theorie und Entwurf architektonischer Räume“ die Konzeption der Raumentwurfslehre exemplarisch vor, die im Studienjahr 2009-2010 am Lehr- und Forschungsgebiet Raumgestaltung der Fakultät für Architektur der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und gleichlaufend im Rahmen einer Gastprofessur an der Facoltà di Architettura "Aldo Rossi" der Università di Bologna, Cede di Cesena, zur Herausgabe differenzierter Entwurfsaufgaben und –übungen unter Beteiligung von annähernd hundert deutschen und italienischen Studierenden unterschiedlicher Semester geführt hat. Auf der Grundlage einer raumanalytischen Betrachtung der historischen Kernstadt Bolognas setzen sich die Entwürfe an verschiedenen Standorten mit dem Thema Wohnen auseinander. Mit zahlreichen Abbildungen und erläuternden Texten nimmt der Band die Zusammenfassung der Ergebnisse auf und stellt einzelne Projekte näher vor.
Kurzbiographie des Herausgebers:
Uwe Schröder, geb. 1964 in Bonn, von 1986-1992 Architekturstudium an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, Aufbaustudium an der Kunstakademie Düsseldorf von 1992-1995, Meisterschüler; seit 1993 eigenes Büro in Bonn; von 2000-04 Lehraufträge in Bochum und Köln, 2004-08 Professur für Entwerfen und Architekturtheorie an der Fachhochschule Köln, seit 2008 Professor am Lehr- und Forschungsgebiet Raumgestaltung der RWTH Aachen, 2009-2010 Gastprofessor an der Università di Bologna, Facoltà di Architettura "Aldo Rossi".
Il volume 3 della collana "Materiali sulla storia, la teoria e il progetto degli spazi architettonici", intitolato Bologna, presenta in maniera esemplare la concezione di teoria della progettazione degli spazi, che nell'anno didattico 2009-2010 ha portato alla produzione di esercitazioni e di temi progettuali differenziati portati avanti in parallelo dall'Area didattico e di ricerca della Facoltà di Architettura della RWTH di Aquisgrana e dalla Facoltà di Architettura "Aldo Rossi" dell'Università di Bologna, Sede di Cesena, a cui hanno partecipato circa un centinaio di studenti italiani e tedeschi provenienti da diversi semestri. Sulla base di un'osservazione spaziale analitica del nucleo storico della città di Bologna, i progetti si confrontano in diverse localizzazioni con il tema dell'abitare. Con numerose illustrazioni e testi descrittivi il volume riesce a riassumere i risultati e a presentare in maniera dettagliata singoli progetti.
Breve biografia del curatore:
Uwe Schröder, nato nel 1964 a Bonn, dal 1986 al 1992 studia architettura alla RWTH di Aquisgrana, studio integrativo alla Kunstakademie Düsseldorf dal 1992 al 1995, in cui viene nominato Meisterschüler; nel 1993 apre uno studio d'architettura a Bonn; dal 2000 al 2004 ha diversi incarichi didattici a Bochum e a Colonia, dal 2004 al 2008 è professore di Progettazione e Teoria dell'architettura alla Fachhochschule di Colonia, dal 2008 è professore dell'Area didattica e di ricerca Formazione degli spazi della RWTH di Aquisgrana, nel 2009-2010 Visiting Professor all'Università di Bologna, Facoltà di Architettura "Aldo Rossi".
Images of the Body in Architecture.Anthropology and Built Space. Hrsg.: Wagner, Kirsten; Cepl, Jasper. 2011. Englisch. 360 S. 190 Abb. 24 x 16 cm. Gb. EUR 35,00. CHF 46,90 ISBN: 978-3-8030-0731-5 Wasmuth
Der Band „Images of the Body in Architecture. Anthropology and Built Space” thematisiert das Verhältnis zwischen dem menschlichen Körper und dem gebauten Raum, das die Architektur in Praxis und Theorie auf elementare Art und Weise bestimmt. Mit den drei Schwerpunkten zum anthropometrischen, physiologischen und disziplinierten Körper wird an die jüngere Körpergeschichte angeschlossen, deren Ergebnisse erst in Ansätzen auf die Architektur bezogen worden sind. Intendiert ist eine kritische Anthropologie der Architektur. Dabei wird zum einen nach den der Architektur historisch zugrunde liegenden Körperbildern gefragt, nach ihren Visualisierungen und ihrer Bedeutung für den gebauten Raum. Zum anderen wird die Architektur selbst als eine soziale Praxis betrachtet, die in ihrer Materialität und räumlichen Ordnung den Körper bedingt. Der Band versammelt Beiträge aus der Kulturwissenschaft, Architekturtheorie, Kunstgeschichte, Medizingeschichte, Soziologie und Philosophie.
The essays collected in this volume are intended to stimulate research in the anthropology of architecture on the basis of a critical history of the body and its cultural constructions. The analogy between architecture and the human body is rooted in the fundamental impact the latter has on ordering, symbolizing, and interpreting the world. Correspondingly, the metaphorical conceptualization of the built environment in terms of the human body was already practiced in early cultures and has determined architectural theory since antiquity. While the architectural treatises of early modern times vividly imagine anthropomorphic and anthropometric figures, they seem to be overcome by an architectural theory that is based on purely rational as well as mechanical laws. However, these figures were never totally abandoned, and Le Corbusier’s Modulor is only one, if not the most prominent example, for their ongoing reception and transformation in modern times. The human sciences of the 19th century played a significant role in this process. Physiology and psychology brought about not only new experimental devices for analyzing the human body and its physiological functions, but also new images of the body that directly went into aesthetics, art history, and architectural theory. This new understanding of the body had a large impact on the production and reception of modern architecture. Due to this background the arts eventually became anthropologically grounded.
With contributions by Tobias Cheung, Scott Drake, Günter Feuerstein, Tanja Jankowiak, Eckhard Leuschner, Harry Francis Mallgrave, Indra Kagis McEwen, Irene Nierhaus, Philipp Osten, Heleni Porfyriou, Paolo Sanvito, Christoph Schnoor, Sven-Olov Wallenstein, Frank Zöllner, Beatrix Zug-Rosenblatt, and others.
On the editors:
Kirsten Wagner is professor for cultural studies and communication science at the University of Applied Sciences in Bielefeld. She studied art history, German literature, sociology, and cultural studies in Braunschweig, Oldenburg, and Berlin. She received a PhD for a dissertation on the spatialization of knowledge in the computer era. From 2002 to 2010 she was a research fellow at the Institute for Cultural Studies at Humboldt-Universität zu Berlin. Her research focuses on images of the body in architecture, the theory and history of spatial knowledge organization, aesthetics and theories of perception in modernity, and the image of the city.
Jasper Cepl is assistant professor at the Technische Universität Berlin, where he has taught architectural theory since 2003. He studied architecture in Aachen and Berlin.
He is the author of Oswald Mathias Ungers. Eine intellektuelle Biographie (Cologne 2007), for which he received a PhD in 2006. Having published widely on the history and theory of architecture, he has also, among other things, edited a monograph on Hans Kollhoff in 2004 and the anthology Quellentexte zur Architekturtheorie (with Fritz Neumeyer) in 2002.
STADT BAUEN 3.Deutscher Städtebaupreis 2010. Hrsg.: Durth, Werner; Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung. 2011. 144 S. 284 meist fb. Abb. 24 x 21 cm. Pb. EUR 32,00. CHF 42,90 ISBN: 978-3-8030-0742-1 Wasmuth
Dieser Band der Reihe STADT BAUEN der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung dokumentiert den Deutschen Städtebaupreis 2010 und zeigt zugleich eine Leistungsbilanz der Stadtplanung in Deutschland unter den aktuellen Herausforderungen: Nicht der Neubau und die Erweiterung von Städten, sondern vor allem die Transformation, Umnutzung und Ergänzung des Bestands werden in Zukunft zentrale Aufgaben sein.
Der Sonderpreis 2010 war dem Thema „Stadt und Wissen“ gewidmet. Mehr denn je sind Wissen und Bildung nicht nur zu einem zentralen Faktor in der individuellen Lebensführung, sondern darüber hinaus zu einem kaum zu überschätzenden Ferment soziale Integration von Alt und Jung, Arm und Reich und nicht zuletzt auch von Deutschen und Migranten geworden. Mit Orten des Wissens und der Bildung verbinden wir heute nicht allein die klassischen Bildungsorte wie Schulen und Universitäten, sondern im Sinne des „lebenslangen Lernens“ auch Kindergärten, Vorschulen, Jugendhäuser, Volkshochschulen, Bibliotheken und Weiterbildungsstätten aller Art.
Neben beispielhaften Projekten sind in diesem Band auch die Vorträge und Gespräche im Rahmen der Fachtagung zum Sonderpreis dokumentiert.
Sedighi, Mandana. Wohn- und Siedlungsformen im West-Iran (Kordestan). 2011. 256 S. 300 fb. Abb. u. 16 Falttafeln. 27 x 22 cm. Gb. EUR 68,00. CHF 89,00 ISBN: 978-3-8030-0734-6 Wasmuth
Das Buch präsentiert umfassende und fundierte Erkenntnisse zu einer Erweiterung der in der Bauforschung bekannten Typologie ländlicher Wohn- und Siedlungsformen auf das bislang unerforschte Gebiet des West-Iran (Kordestan). Basierend auf intensiver Feldforschung in diesem Gebiet der sich überschneidenden Kulturen können Aussagen über die Wohn- und Siedlungsformen wertvolle Informationen für die Orientforschung liefern, vor allem auch im Hinblick auf die Herkunft und Entstehung bestimmter Bauweisen und Haustypologien sowie ihres Wandels und ihrer Gefährdung im Zeitalter der Industrialisierung.
Ein entscheidender Schritt dabei ist es, den architektonischen Ausdruck der ländlichen kurdischen Bevölkerung zu verstehen und Zugang zu ihrem geschichtlichen, kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Hintergrund zu finden, da der Schlüssel zum Verständnis ihrer Architektur in ihrer Lebensform liegt. Dies geschieht mittels detaillierter Bauaufnahmen, ethnischer und soziologischer Untersuchungen. Der architektonische Vergleich mit historischen orientalischen Hausformen zeigt, dass sich die kurdischen ländlichen Haustypen teilweise oder ganz auf historisch belegte Vorbilder zurückführen lassen. Sie bewahren aber dennoch ihre Eigenständigkeit, indem sie sich in unverwechselbarer Weise den naturräumlichen und soziokulturellen Gegebenheiten Iranisch-Kurdistans angepasst haben.
Es wird beschrieben, wie die kontinuierliche Veränderung der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse in dieser Region ihre Spuren an den Häusern und Siedlungen hinterlässt. Die traditionelle ländliche Architektur dort wird durch die Auswirkungen der politischen Geschehnisse und militärisch-kriegerischen Auseinandersetzungen (beispielsweise 11. September 2001, Irak-Krieg seit März 2003) einerseits und die rasch fortschreitende Industrialisierung und Modernisierung andererseits vermutlich in wenigen Jahren für immer zerstört sein.
Zur Autorin: Mandana Sedighi, Dr.-Ing. Architektur, ist derzeit als akademische Mitarbeiterin am Institut für Entwerfen und Bautechnik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in Forschung und Lehre tätig.
Eichner, Ina. Frühbyzantinische Wohnhäuser in Kilikien. Untersuchung zu den Wohnformen um Seleukeia am KalykadnoS. Istanbuler Forschungen . 2011. 536 S. 425 Abb. u. 11 Falttafeln. 30 x 21 cm. Gb. EUR 64,00. CHF 85,00 ISBN: 978-3-8030-1773-4 Wasmuth
Das Buch behandelt erstmals umfassend und detailliert die spätantik-frühbyzantinische Hausarchitektur in den antiken Provinzen Kilikien und Isaurien an der Südküste Kleinasiens. Für eine systematische Untersuchung der frühbyzantinischen ländlichen Hausarchitektur eignet sich besonders die Region um Seleukeia, dem heutigen Silifke, am Fluss Kalykadnos (= heute Göksu) im Rauen Kilikien. Denn gerade hier haben sich zahlreiche Siedlungen erhalten, die einen so reichen Denkmälerbestand überliefern, wie er sonst für diese Epoche nur noch im benachbarten Nordsyrischen Kalksteinmassiv bewahrt blieb. Häuser, Kirchen, gepflasterte Straßen und Gassen sowie Olivenpressen sind als Zeugnisse der einstigen Bewohner erhalten und ermöglichen Einblicke in das ländliche Dorfleben von römischer bis in die frühbyzantinische Zeit. Die Siedlungen sind durch ein dichtes Wegenetz miteinander verbunden und sind zugleich nicht weit entfernt von den städtischen Zentren an der Küste, die als Marktorte dienten.
Im Mittelpunkt des Buches stehen – als vergleichsweise selten untersuchte Denkmälergattung – die Hausbauten der Siedlungen. Behandelt werden die Grundrisstypen und ihre Entwicklung, die bautechnische Tradition der Werkleute sowie die Einflüsse der Haus- auf die Sakralarchitektur der Region. Wichtig ist daneben die Frage, welche Wohnformen, welche Wohnstandards in der Region auf dem Lande verbreitet waren und wie die Räume genutzt wurden. Grundlage für diese Untersuchung war eine umfassende Dokumentation ausgewählter Häuser, die zum ersten Mal in Grundrissen, Schnitten und Ansichten, mit zeichnerischen Rekonstruktionsvorschlägen und einer Fülle an Fotos vorgestellt werden. Der Vergleich mit der Nachbarregion des Nordsyrischen Kalksteinmassivs führt zu dem Ergebnis, dass sich hier eine eigenständige Hausarchitektur entwickelt hat, die ihren eigenen Entwicklungsmustern folgt.
Architekturpreis Beton 2011. Hrsg.: Bundesverband der Dtsch.en Zementindustrie e.V.; Beitr.: Bartels, Olaf; Bartetzko, Dieter; Diener, Roger; Hamm, Oliver G.; Herwig, Oliver; Holl, Christian; Jaeger, Falk; Rethfeld, Stefan. 2011. 148 S. 230 meist fb. Abb. 24 x 25 cm. Gb. EUR 34,80. CHF 46,90 ISBN: 978-3-8030-0803-9 Wasmuth
Traditionell und innovativ - so lässt sich das Bauen mit Beton heute beschreiben. Schon längst ist Architektur aus Beton genauso vielfältig wie das gesamte Architekturgeschehen. Und doch gibt es Entwicklungslinien und moderne Tendenzen. Die Würdigung von Bauwerken mit Architekturpreisen ist Spiegel des aktuellen Baugeschehens und inspiriert die Debatten um gute und beste Architektur. Dabei wird das Neue, Zukunftsweisende klar, aber auch, wie sehr das Baugeschehen Teil der Gesellschaft und des Zeitgeistes ist. Das gilt in besonderer Weise für den traditionsreichen Architekturpreis Beton, bei dem der qualitätsvolle Umgang mit dem Universalbaustoff Beton im Mittelpunkt steht. Das Buch zur 18. Vergabe des Preises ist Zeugnis des aktuellen Diskurses zum Bauen mit Beton. Acht prämierte Projekte verschiedener Architekten und mit ganz unterschiedlichen Bauaufgaben werden mit hochkarätigen Fotografien und Zeichnungen vorgestellt. Jurykommentare und Textbeiträge renommierter Architekturkritiker ergänzen sich und beleuchten Hintergründe und Kontext.
Brenner, Klaus Theo. Platz und Haus. Materialien zu Geschichte, Theorie und Entwurf architektonischer Räume (4). 2011. Dtsch.;Italienisch. 54 S. 6 fb. Abb. 21 x 13 cm. Br. EUR 7,80. CHF 11,90 ISBN: 978-3-8030-0913-5 Wasmuth
Materialien zu Geschichte, Theorie und Entwurf architektonischer Räume
Herausgegeben am Lehr- und Forschungsgebiet Raumgestaltung der Fakultät Architektur an der Rheinisch-Westfälischen technischen Hochschule Aachen, Band 4
(Please scroll down for the Italian version.)
Auf drei Vorbemerkungen und mit zwei Kapiteln baut Brenner ein beredtes Plädoyer für eine Architektur der Stadt auf. Vor dem Hintergrund seiner Erläuterung zu den Begriffen Entwurf, Rationalismus und Theatralität geht er der Bedeutung der Kohärenz von Platz und Haus für die Raumbildung der Stadt nach, die in der Fassade des gereihten, städtischen Hauses Ausdruck findet: "Plätze? – Ja! Häuser? – Ja! Fassaden? – Ja! In dieser Reihe stellt die architektonische Fassade, als Kulisse am Platz und Maske zwischen Innen und Außen, das konkreteste Thema der Stadtarchitektur dar, das zunächst einmal, wenn es um die Gestaltfrage geht, eine Frage der Proportion und des Maßstabs ist."
Der Autor: Klaus Theo Brenner, aufgewachsen im Raum Stuttgart; Studium der Architektur in Berlin; erste Erfahrungen durch Mitarbeit in den Büros J. P. Kleihues in Berlin und Vittorio Gregotti in Mailand. Bühnenbild in Stuttgart und Bremen. Erste Bauprojekte in den 80er Jahren im Rahmen der Internationalen Bauausstellung in Berlin. Nach dem Fall der Mauer beteiligt an vielen Projekten der städtebaulichen Rekonstruktion im Berlin der 90er Jahre, u. a. mit dem Masterplan für die Rummelsburger Bucht, einem Bürohaus an der Friedrichstraße und dem Quartier am Hüttenweg. Auszeichnungen für diverse Projekte mit dem Deutschen Städtebaupreis, dem Deutschen Architekturpreis, dem Sächsisch-Anhaltinischen Architekturpreis. Seit 1996 Professor für Entwerfen und Stadtarchitektur an der Fachhochschule Potsdam (Potsdam School of Architecture). Jahre der Praxis und Lehrtätigkeit (Gastprofessuren) in Italien, in Mailand und Genua. Entwicklung einer starken Beziehung zwischen der Architekturkonzeption von KTB und der italienischen Stadtarchitektur, speziell der Mailänder Moderne. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, u.a. Stadttheater (1994), Heterotope (1995) Das städtische Reihenhaus (2004), Berlin-Genova (2005), Die gute Stadt (2009), Die schöne Stadt (2010), Berliner Rationalisten (2010). Publikationen zum Lehrkonzept von KTB an der FH Potsdam, u.a.: Potsdamtrilogie, der Block, Idealstadt-Rasterstadt, Stadtlabyrinth. Büro KLAUS THEO BENNER STADTARCHITEKTUR in Berlin. Schwerpunkt: Planung und Realisierung von städtischen Quartieren und städtischen Häusern in allen Dimensionen. Vorträge, Ausstellungen und Publikationen zum Thema "Stadtarchitektur" im In- und Ausland.
Piazza ed Edificio
In tre premesse e due capitoli Brenner costruisce un'eloquente difesa a favore di una architettura della città. Sulla base delle sue spiegazioni dei concetti di progetto, razionalismo e teatralità si addentra nel significato della coerenza di piazza ed edificio per la costruzione degli spazi della città, che nella facciata della casa urbana, a cortina, trova la sua espressione. "Piazze? – Sì! Edifici? – Sì! Facciate? – Sì! In questa sequenza la facciata architettonica, quinta della piazza e maschera tra interno ed esterno, rappresenta il tema più concreto dell'architettura urbana, che innanzitutto, se si tratta di una questione di forma, diventa una questione di proporzione e di scala."
Klaus Theo Brenner, cresciuto nei dintorni di Stoccarda, studia Architettura a Berlino; prime esperienze lavorative negli studi di J. P. Kleihues a Berlino e di Vittorio Gregotti a Milano. Attività di scenografo a Stoccarda e a Brema. Primi progetti realizzati negli anni '80 all’interno della IBA – Internationale Bauaustellung a Berlino. Dopo la caduta del muro è stato coinvolto in diversi progetti di ricostruzione urbana nella Berlino degli anni '90, per esempio con il masterplan della Rummelsburger Bucht, un edificio per uffici sulla Friedrichstraße e il quartiere am Hüttenweg. Ha ottenuto premi per diversi progetti come il Deutscher Städtebaupreis, il Deutscher Architekturpreis, il Sächsisch-Anhaltinischen Architekturpreis. Dal 1996 è professore di Progettazione e Architettura urbana alla Fachhochschule Potsdam (Potsdam School of Architecture). Attività di pratica professionale e didattica (come visiting professor) in Italia, a Milano e a Genova. Sviluppo di una forte relazione tra la concezione dell'architettura di KTB e l'architettura urbana italiana, in particolare quella del Moderno a Milano. Numerose pubblicazioni, tra cui Stadttheater (1994) [Teatro della città], Heterotope (1995) [Eterotopo], Das städtische Reihenhaus (2004) [La casa a cortina urbana], Berlin-Genova (2005) [Berlino-Genova], Die gute Stadt (2009) [La buona città], Die schöne Stadt (2010) [La bella città], Berliner Rationalisten (2010) [Razionalisti a Berlino]. Pubblicazioni sul metodo di insegnamento di KTB alla FH Potsdam, per esempio Potsdamtrilogie [La trilogia di Potsdam], der Block [l'isolato], Idealstadt-Rasterstadt [città ideale – città a maglia], Stadtlabyrinth [labirinto urbano]. Studio KLAUS THEO BENNER STADTARCHITEKTUR a Berlino. Attività principale: progettazione e realizzazione di quartieri urbani e di edifici urbani di tutte le dimensioni. Conferenze, mostre e pubblicazioni sul tema "Architettura urbana" in Germania e all'estero.
Pohlmann, Ulrich; Scheutle, Rudolf. Industriezeit. Fotografien von 1845–2010.Hrsg.: Münchner Stadtmuseum/Sammlung Fotografie. 2011. Deutsch. 180 S. 200 Abb. 30 x 24 cm. Gb. EUR 39,00. CHF 60,90 ISBN: 978-3-8030-0738-4 Wasmuth
Das Katalogbuch zur Ausstellung im Münchner Stadtmuseum / Sammlung Fotografie (15. April – 11. September 2011)
Im Zeitalter der Industrialisierung hat sich mit der Industriefotografie ein neues Genre entwickelt, dem sich viele bedeutende europäische Fotografen im Auftrag von Eisenbahngesellschaften, Bauträgern, Ingenieuren oder Unternehmen zuwandten. Ab 1855 entstanden fotografische Dokumentationen, zum Teil über mehrere Jahre hinweg, im Eisenbahn-, Straßen- und Brückenbau. Obwohl sich diese Aufnahmen mittlerweile im Kunsthandel großen Interesses erfreuen, war der ursprüngliche Zweck und Gebrauchswert der Fotografien klar umrissen: Die Dokumentation der verschiedenen Bauzustände bei der Konstruktion einer Brücke, Eisenbahntrasse oder Wasserstraße sollte Architekten, Ingenieuren und Bauherren, die den Arbeiten nicht ständig vor Ort beiwohnen konnten, über deren Fortgang informieren. Zudem verwendete man die Fotografien als Produktwerbung auf Industrie- und Weltausstellungen.
Die Ausstellung zeichnet die Entwicklung der Industriefotografie von den Anfängen bis zur Gegenwart an Beispielen aus der Sammlung Fotografie nach. Zu sehen sind ca.120 Aufnahmen u.a. von Franz Hanfstaengl, Georg Böttger, Francis Frith, Peter Keetman, Toni Schneiders, Ludwig Windstoßer oder Joachim Brohm. Ergänzt wird die Ausstellung durch Leihgaben aus einer Münchner und Wiener Privatsammlung sowie eine Auswahl der schönsten und interessantesten Fotobücher zur Industriefotografie aus der Bibliothek der Sammlung Fotografie.
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Istanbuler Mitteilungen. Hrsg.: Deutsches Archäologisches Institut, Abteilung Istanbul. 2011. Deutsch. 504 S. 364 Abb. 26 x 19 cm. Gb. EUR 54,00. CHF 84,90 ISBN: 978-3-8030-1651-5 Wasmuth
Heinzmann, Friedrich. Die freie Bauherrengemeinschaft. Praktische Überlegungen aus juristischer Sicht und Vertragsmuster. 4. veränderte Auflage. 2011. 72 S. 24 x 17 cm. Pb. EUR 14,80. ISBN: 978-3-8030-0736-0 Wasmuth
Der Autor erläutert nun die rechtlichen Grundlagen des gemeinsame Bauens und legt Vertragsmuster vor, an denen sich potentielle Baugemeinschaften orientieren können. Darüber hinaus geht er auf die praktischen und psychologischen Fragen ein, mit denen sich Baugemeinschaften auseinandersetzen müssen. Im Vordergrund steht dabei das Verhältnis zwischen Planungssicherheit der Gemeinschaft einerseits und individueller Flexibilität andererseits.
Der Autor: Dr. jur. Friedrich Heinzmann war nach seiner Ausbildung zum Württembergischen Bezirksnotar, nach dem Jurastudium und nach dem juristischen Vorbereitungsdienst als Rechtsanwalt und Notarvertreter mit den Tätigkeitsschwerpunkten Gesellschaftsrecht und Immobilienrecht tätig. Seit 15 Jahren ist er juristischer Mitarbeiter der Universitätsstadt Tübingen, anfangs im Bereich Stadtentwicklung, aktuell Justiziar in der Rechtsabteilung.
Frick, Dieter. Theorie des Städtebaus. Zur baulich-räumlichen Organisation von Stadt. 3. veränderte Auflage. 2011. 216 S. mit 8 Abb. 22 x 17 cm. Pb. EUR 25,00. ISBN: 978-3-8030-0737-7 Wasmuth
Die Entwicklung von Theorie und Praxis der Beschäftigung mit den Bauten und Landschaften der Industrie steht im Mittelpunkt dieses Buches. Den Einstieg bilden die Bereisungen der ersten Industrielandschaften im frühen 19. Jahrhundert. Im Rahmen der Technikgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts kommt es dann zur Entdeckung der 'Technischen Kulturdenkmale', die eingehend beschrieben wird.
Weitere Kapitel setzen sich mit dem Selbstverständnis der Ingenieure und Unternehmer in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, mit der Entstehung einer monumentalen Industriearchitektur sowie der ambivalenten Haltung des Nationalsozialismus zu Technik und Industrie auseinander.
Die Nachkriegszeit wird zunächst von einer Nichtbeachtung der technischen Denkmale bestimmt. Es sind die von England ausgehende Industriearchäologie, neue Strömungen in der Denkmalpflege, in der Architektur, dem Museumswesen und im Umweltschutz, die zum Umdenken führen, so daß heute insgesamt ein anderes Verständnis dafür besteht, wie mit den Denkmalen der Industriekultur angemessen umzugehen sei.
Zahlreiche Quellentexte, welche den acht Abschnitten des Buches zugeordnet sind und diese bereichernd ergänzen, sowie ausführliche wissenschaftliche Nachweise belegen diese erste umfassende Darstellung der Entwicklung des Umgangs mit Denkmalen des Industriezeitalters, die an der Universität Dortmund erstellt wurde.
Ein Standardwerk, jetzt wieder lieferbar!
Das Klassenzimmer vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute The classroom from the late 19th century until the present day. Das Katalogbuch zum VS-Schulmuseum in Tauberbischofsheim. Dtsch/engl. 304 Se., 900 z. T. fb. Abb., 25 x 30 cm, Br., Wasmuth Verlag, Tübingen 2010. EUR 48,00 ISBN: 978-3-8030-3348-2 Wasmuth
"Gemeinsam die Schulbank drücken" – diese Umschreibung verweist auf einen Gegenstand, der uns allen vertraut, über dessen Geschichte und Bedeutung aber noch erstaunlich wenig bekannt ist. Zunächst ist es die Schulbank, dann der Schulstuhl mit dem Schultisch, welche Designer, Architekten und Hersteller – zu verschiedenen Zeiten, in verschiedenen Ländern, in ganz unterschiedlicher Weise – herausgefordert und beflügelt haben.
Der Katalog zum VS-Schulmuseum, das über eine einzigartige Sammlung in- und ausländischer Schulmöbel verfügt, spürt dieser faszinierenden Entwicklung in ihrer bemerkenswerten Vielfalt nach und zeigt auf, wie sich gesellschaftlicher Wandel, neue pädagogische Anschauungen und wegweisende Schulbauarchitektur gegenseitig bedingen und dementsprechend die moderne Schuleinrichtung geprägt haben. Die kindgerechte Gestaltung einer pädagogischen Umgebung ist jedoch kein nostalgisches Thema. Das ursprüngliche Ziel der Reformer, die Schule zu einem Lebensort zu machen, der eine ganzheitliche Entwicklung des Kindes fördert, steht nach wie vor zur Debatte. Diese reich bebilderte Publikation liefert dazu den historischen Hintergrund und einen Ausblick in die Zukunft.
Thomas Müller, Geschäftsführer der Firma VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken, Tauberbischofsheim, hat zu deren hundertjährigem Bestehen 1990 ein Schulmuseum realisiert, das die internationale Entwicklung der Klassenzimmer-Einrichtung vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute in kulturhistorischen Zusammenhängen behandelt.
Romana Schneider hat als Kuratorin am Aufbau des Schulmuseums in Tauberbischofsheim mitgewirkt. Die langjährige wissenschaftliche Mitarbeiterin/Kuratorin im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt am Main ist heute als freie Ausstellungsmacherin und Publizistin in Berlin tätig.
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Kollwitz - Beckmann - Dix - Grosz. Kriegszeit. Hrsg.: Staatsgalerie Stuttgart; Beitr.: Borges, Ingo; Höper, Corinna; Schmengler, Dagmar; Six, Barbara. 2011. 216 S., ca. 200 fb. Abb., 28 x 23 cm, Gb. EUR 39,80 CHF 61,90 ISBN: 978-3-8030-3353-6 Wasmuth
Im Mittelpunkt der Ausstellung und dieser begleitenden Publikation steht das Schaffen von Käthe Kollwitz (1867–1945). Das Werk dieser außergewöhnlichen Künstlerin ist bestimmt von erschütternden Themen wie Tod, Hunger und Krieg. Ihr schonungslos ehrlicher Blick konfrontiert den Betrachter mit den Schrecken und Grausamkeiten des Krieges, appelliert jedoch zugleich an dessen Mitgefühl und Menschlichkeit.
Die Staatsgalerie Stuttgart verfügt mit einem Bestand von rund 100 Zeichnungen und Druckgraphiken über eine der international wichtigsten Kollwitz-Sammlungen, die seit über 40 Jahren erstmals wieder vollständig präsentiert wird. Die ausgestellten Arbeiten, darunter das eindrucksvolle frühe "Selbstbildnis" von 1892 sowie ihre letzte Lithographienfolge "Tod" (1934/1935), zeigen sämtliche Facetten ihres künstlerischen Schaffens.
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