KunstbuchAnzeiger - Kunst, Architektur, Fotografie, Design Anzeige Metzler Lexikon Kunstwissenschaft Anzeige Verlag Langewiesche Königstein | Blaue Bücher
[Home] [Titel-Datenbank] [Druckansicht]
Themen
Recherche
Service

Titel-Datenbank

[zurück]

Wasmuth Verlag

 
< zurück | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | vor>
 
Images of the Body in Architecture.Anthropology and Built Space. Hrsg.: Wagner, Kirsten; Cepl, Jasper. 2011. Englisch. 360 S. 190 Abb. 24 x 16 cm. Gb. EUR 35,00. CHF 46,90 ISBN: 978-3-8030-0731-5 Wasmuth
Der Band „Images of the Body in Architecture. Anthropology and Built Space” thematisiert das Verhältnis zwischen dem menschlichen Körper und dem gebauten Raum, das die Architektur in Praxis und Theorie auf elementare Art und Weise bestimmt. Mit den drei Schwerpunkten zum anthropometrischen, physiologischen und disziplinierten Körper wird an die jüngere Körpergeschichte angeschlossen, deren Ergebnisse erst in Ansätzen auf die Architektur bezogen worden sind. Intendiert ist eine kritische Anthropologie der Architektur. Dabei wird zum einen nach den der Architektur historisch zugrunde liegenden Körperbildern gefragt, nach ihren Visualisierungen und ihrer Bedeutung für den gebauten Raum. Zum anderen wird die Architektur selbst als eine soziale Praxis betrachtet, die in ihrer Materialität und räumlichen Ordnung den Körper bedingt. Der Band versammelt Beiträge aus der Kulturwissenschaft, Architekturtheorie, Kunstgeschichte, Medizingeschichte, Soziologie und Philosophie.
The essays collected in this volume are intended to stimulate research in the anthropology of architecture on the basis of a critical history of the body and its cultural constructions. The analogy between architecture and the human body is rooted in the fundamental impact the latter has on ordering, symbolizing, and interpreting the world. Correspondingly, the metaphorical conceptualization of the built environment in terms of the human body was already practiced in early cultures and has determined architectural theory since antiquity. While the architectural treatises of early modern times vividly imagine anthropomorphic and anthropometric figures, they seem to be overcome by an architectural theory that is based on purely rational as well as mechanical laws. However, these figures were never totally abandoned, and Le Corbusier’s Modulor is only one, if not the most prominent example, for their ongoing reception and transformation in modern times. The human sciences of the 19th century played a significant role in this process. Physiology and psychology brought about not only new experimental devices for analyzing the human body and its physiological functions, but also new images of the body that directly went into aesthetics, art history, and architectural theory. This new understanding of the body had a large impact on the production and reception of modern architecture. Due to this background the arts eventually became anthropologically grounded.
With contributions by Tobias Cheung, Scott Drake, Günter Feuerstein, Tanja Jankowiak, Eckhard Leuschner, Harry Francis Mallgrave, Indra Kagis McEwen, Irene Nierhaus, Philipp Osten, Heleni Porfyriou, Paolo Sanvito, Christoph Schnoor, Sven-Olov Wallenstein, Frank Zöllner, Beatrix Zug-Rosenblatt, and others.
On the editors:
Kirsten Wagner is professor for cultural studies and communication science at the University of Applied Sciences in Bielefeld. She studied art history, German literature, sociology, and cultural studies in Braunschweig, Oldenburg, and Berlin. She received a PhD for a dissertation on the spatialization of knowledge in the computer era. From 2002 to 2010 she was a research fellow at the Institute for Cultural Studies at Humboldt-Universität zu Berlin. Her research focuses on images of the body in architecture, the theory and history of spatial knowledge organization, aesthetics and theories of perception in modernity, and the image of the city.
Jasper Cepl is assistant professor at the Technische Universität Berlin, where he has taught architectural theory since 2003. He studied architecture in Aachen and Berlin.
He is the author of Oswald Mathias Ungers. Eine intellektuelle Biographie (Cologne 2007), for which he received a PhD in 2006. Having published widely on the history and theory of architecture, he has also, among other things, edited a monograph on Hans Kollhoff in 2004 and the anthology Quellentexte zur Architekturtheorie (with Fritz Neumeyer) in 2002.
STADT BAUEN 3.Deutscher Städtebaupreis 2010. Hrsg.: Durth, Werner; Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung. 2011. 144 S. 284 meist fb. Abb. 24 x 21 cm. Pb. EUR 32,00. CHF 42,90 ISBN: 978-3-8030-0742-1 Wasmuth
Dieser Band der Reihe STADT BAUEN der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung dokumentiert den Deutschen Städtebaupreis 2010 und zeigt zugleich eine Leistungsbilanz der Stadtplanung in Deutschland unter den aktuellen Herausforderungen: Nicht der Neubau und die Erweiterung von Städten, sondern vor allem die Transformation, Umnutzung und Ergänzung des Bestands werden in Zukunft zentrale Aufgaben sein.
Der Sonderpreis 2010 war dem Thema „Stadt und Wissen“ gewidmet. Mehr denn je sind Wissen und Bildung nicht nur zu einem zentralen Faktor in der individuellen Lebensführung, sondern darüber hinaus zu einem kaum zu überschätzenden Ferment soziale Integration von Alt und Jung, Arm und Reich und nicht zuletzt auch von Deutschen und Migranten geworden. Mit Orten des Wissens und der Bildung verbinden wir heute nicht allein die klassischen Bildungsorte wie Schulen und Universitäten, sondern im Sinne des „lebenslangen Lernens“ auch Kindergärten, Vorschulen, Jugendhäuser, Volkshochschulen, Bibliotheken und Weiterbildungsstätten aller Art.
Neben beispielhaften Projekten sind in diesem Band auch die Vorträge und Gespräche im Rahmen der Fachtagung zum Sonderpreis dokumentiert.
Sedighi, Mandana. Wohn- und Siedlungsformen im West-Iran (Kordestan). 2011. 256 S. 300 fb. Abb. u. 16 Falttafeln. 27 x 22 cm. Gb. EUR 68,00. CHF 89,00 ISBN: 978-3-8030-0734-6 Wasmuth
Das Buch präsentiert umfassende und fundierte Erkenntnisse zu einer Erweiterung der in der Bauforschung bekannten Typologie ländlicher Wohn- und Siedlungsformen auf das bislang unerforschte Gebiet des West-Iran (Kordestan). Basierend auf intensiver Feldforschung in diesem Gebiet der sich überschneidenden Kulturen können Aussagen über die Wohn- und Siedlungsformen wertvolle Informationen für die Orientforschung liefern, vor allem auch im Hinblick auf die Herkunft und Entstehung bestimmter Bauweisen und Haustypologien sowie ihres Wandels und ihrer Gefährdung im Zeitalter der Industrialisierung.
Ein entscheidender Schritt dabei ist es, den architektonischen Ausdruck der ländlichen kurdischen Bevölkerung zu verstehen und Zugang zu ihrem geschichtlichen, kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Hintergrund zu finden, da der Schlüssel zum Verständnis ihrer Architektur in ihrer Lebensform liegt. Dies geschieht mittels detaillierter Bauaufnahmen, ethnischer und soziologischer Untersuchungen. Der architektonische Vergleich mit historischen orientalischen Hausformen zeigt, dass sich die kurdischen ländlichen Haustypen teilweise oder ganz auf historisch belegte Vorbilder zurückführen lassen. Sie bewahren aber dennoch ihre Eigenständigkeit, indem sie sich in unverwechselbarer Weise den naturräumlichen und soziokulturellen Gegebenheiten Iranisch-Kurdistans angepasst haben.
Es wird beschrieben, wie die kontinuierliche Veränderung der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse in dieser Region ihre Spuren an den Häusern und Siedlungen hinterlässt. Die traditionelle ländliche Architektur dort wird durch die Auswirkungen der politischen Geschehnisse und militärisch-kriegerischen Auseinandersetzungen (beispielsweise 11. September 2001, Irak-Krieg seit März 2003) einerseits und die rasch fortschreitende Industrialisierung und Modernisierung andererseits vermutlich in wenigen Jahren für immer zerstört sein.
Zur Autorin: Mandana Sedighi, Dr.-Ing. Architektur, ist derzeit als akademische Mitarbeiterin am Institut für Entwerfen und Bautechnik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in Forschung und Lehre tätig.
Eichner, Ina. Frühbyzantinische Wohnhäuser in Kilikien. Untersuchung zu den Wohnformen um Seleukeia am KalykadnoS. Istanbuler Forschungen . 2011. 536 S. 425 Abb. u. 11 Falttafeln. 30 x 21 cm. Gb. EUR 64,00. CHF 85,00 ISBN: 978-3-8030-1773-4 Wasmuth
Das Buch behandelt erstmals umfassend und detailliert die spätantik-frühbyzantinische Hausarchitektur in den antiken Provinzen Kilikien und Isaurien an der Südküste Kleinasiens. Für eine systematische Untersuchung der frühbyzantinischen ländlichen Hausarchitektur eignet sich besonders die Region um Seleukeia, dem heutigen Silifke, am Fluss Kalykadnos (= heute Göksu) im Rauen Kilikien. Denn gerade hier haben sich zahlreiche Siedlungen erhalten, die einen so reichen Denkmälerbestand überliefern, wie er sonst für diese Epoche nur noch im benachbarten Nordsyrischen Kalksteinmassiv bewahrt blieb. Häuser, Kirchen, gepflasterte Straßen und Gassen sowie Olivenpressen sind als Zeugnisse der einstigen Bewohner erhalten und ermöglichen Einblicke in das ländliche Dorfleben von römischer bis in die frühbyzantinische Zeit. Die Siedlungen sind durch ein dichtes Wegenetz miteinander verbunden und sind zugleich nicht weit entfernt von den städtischen Zentren an der Küste, die als Marktorte dienten.
Im Mittelpunkt des Buches stehen – als vergleichsweise selten untersuchte Denkmälergattung – die Hausbauten der Siedlungen. Behandelt werden die Grundrisstypen und ihre Entwicklung, die bautechnische Tradition der Werkleute sowie die Einflüsse der Haus- auf die Sakralarchitektur der Region. Wichtig ist daneben die Frage, welche Wohnformen, welche Wohnstandards in der Region auf dem Lande verbreitet waren und wie die Räume genutzt wurden. Grundlage für diese Untersuchung war eine umfassende Dokumentation ausgewählter Häuser, die zum ersten Mal in Grundrissen, Schnitten und Ansichten, mit zeichnerischen Rekonstruktionsvorschlägen und einer Fülle an Fotos vorgestellt werden. Der Vergleich mit der Nachbarregion des Nordsyrischen Kalksteinmassivs führt zu dem Ergebnis, dass sich hier eine eigenständige Hausarchitektur entwickelt hat, die ihren eigenen Entwicklungsmustern folgt.
Architekturpreis Beton 2011. Hrsg.: Bundesverband der Dtsch.en Zementindustrie e.V.; Beitr.: Bartels, Olaf; Bartetzko, Dieter; Diener, Roger; Hamm, Oliver G.; Herwig, Oliver; Holl, Christian; Jaeger, Falk; Rethfeld, Stefan. 2011. 148 S. 230 meist fb. Abb. 24 x 25 cm. Gb. EUR 34,80. CHF 46,90 ISBN: 978-3-8030-0803-9 Wasmuth
Traditionell und innovativ - so lässt sich das Bauen mit Beton heute beschreiben. Schon längst ist Architektur aus Beton genauso vielfältig wie das gesamte Architekturgeschehen. Und doch gibt es Entwicklungslinien und moderne Tendenzen. Die Würdigung von Bauwerken mit Architekturpreisen ist Spiegel des aktuellen Baugeschehens und inspiriert die Debatten um gute und beste Architektur. Dabei wird das Neue, Zukunftsweisende klar, aber auch, wie sehr das Baugeschehen Teil der Gesellschaft und des Zeitgeistes ist. Das gilt in besonderer Weise für den traditionsreichen Architekturpreis Beton, bei dem der qualitätsvolle Umgang mit dem Universalbaustoff Beton im Mittelpunkt steht. Das Buch zur 18. Vergabe des Preises ist Zeugnis des aktuellen Diskurses zum Bauen mit Beton. Acht prämierte Projekte verschiedener Architekten und mit ganz unterschiedlichen Bauaufgaben werden mit hochkarätigen Fotografien und Zeichnungen vorgestellt. Jurykommentare und Textbeiträge renommierter Architekturkritiker ergänzen sich und beleuchten Hintergründe und Kontext.
Brenner, Klaus Theo. Platz und Haus. Materialien zu Geschichte, Theorie und Entwurf architektonischer Räume (4). 2011. Dtsch.;Italienisch. 54 S. 6 fb. Abb. 21 x 13 cm. Br. EUR 7,80. CHF 11,90 ISBN: 978-3-8030-0913-5 Wasmuth
Materialien zu Geschichte, Theorie und Entwurf architektonischer Räume
Herausgegeben am Lehr- und Forschungsgebiet Raumgestaltung der Fakultät Architektur an der Rheinisch-Westfälischen technischen Hochschule Aachen, Band 4
(Please scroll down for the Italian version.)
Auf drei Vorbemerkungen und mit zwei Kapiteln baut Brenner ein beredtes Plädoyer für eine Architektur der Stadt auf. Vor dem Hintergrund seiner Erläuterung zu den Begriffen Entwurf, Rationalismus und Theatralität geht er der Bedeutung der Kohärenz von Platz und Haus für die Raumbildung der Stadt nach, die in der Fassade des gereihten, städtischen Hauses Ausdruck findet: "Plätze? – Ja! Häuser? – Ja! Fassaden? – Ja! In dieser Reihe stellt die architektonische Fassade, als Kulisse am Platz und Maske zwischen Innen und Außen, das konkreteste Thema der Stadtarchitektur dar, das zunächst einmal, wenn es um die Gestaltfrage geht, eine Frage der Proportion und des Maßstabs ist."
Der Autor: Klaus Theo Brenner, aufgewachsen im Raum Stuttgart; Studium der Architektur in Berlin; erste Erfahrungen durch Mitarbeit in den Büros J. P. Kleihues in Berlin und Vittorio Gregotti in Mailand. Bühnenbild in Stuttgart und Bremen. Erste Bauprojekte in den 80er Jahren im Rahmen der Internationalen Bauausstellung in Berlin. Nach dem Fall der Mauer beteiligt an vielen Projekten der städtebaulichen Rekonstruktion im Berlin der 90er Jahre, u. a. mit dem Masterplan für die Rummelsburger Bucht, einem Bürohaus an der Friedrichstraße und dem Quartier am Hüttenweg. Auszeichnungen für diverse Projekte mit dem Deutschen Städtebaupreis, dem Deutschen Architekturpreis, dem Sächsisch-Anhaltinischen Architekturpreis. Seit 1996 Professor für Entwerfen und Stadtarchitektur an der Fachhochschule Potsdam (Potsdam School of Architecture). Jahre der Praxis und Lehrtätigkeit (Gastprofessuren) in Italien, in Mailand und Genua. Entwicklung einer starken Beziehung zwischen der Architekturkonzeption von KTB und der italienischen Stadtarchitektur, speziell der Mailänder Moderne. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, u.a. Stadttheater (1994), Heterotope (1995) Das städtische Reihenhaus (2004), Berlin-Genova (2005), Die gute Stadt (2009), Die schöne Stadt (2010), Berliner Rationalisten (2010). Publikationen zum Lehrkonzept von KTB an der FH Potsdam, u.a.: Potsdamtrilogie, der Block, Idealstadt-Rasterstadt, Stadtlabyrinth. Büro KLAUS THEO BENNER STADTARCHITEKTUR in Berlin. Schwerpunkt: Planung und Realisierung von städtischen Quartieren und städtischen Häusern in allen Dimensionen. Vorträge, Ausstellungen und Publikationen zum Thema "Stadtarchitektur" im In- und Ausland.
Piazza ed Edificio
In tre premesse e due capitoli Brenner costruisce un'eloquente difesa a favore di una architettura della città. Sulla base delle sue spiegazioni dei concetti di progetto, razionalismo e teatralità si addentra nel significato della coerenza di piazza ed edificio per la costruzione degli spazi della città, che nella facciata della casa urbana, a cortina, trova la sua espressione. "Piazze? – Sì! Edifici? – Sì! Facciate? – Sì! In questa sequenza la facciata architettonica, quinta della piazza e maschera tra interno ed esterno, rappresenta il tema più concreto dell'architettura urbana, che innanzitutto, se si tratta di una questione di forma, diventa una questione di proporzione e di scala."
Klaus Theo Brenner, cresciuto nei dintorni di Stoccarda, studia Architettura a Berlino; prime esperienze lavorative negli studi di J. P. Kleihues a Berlino e di Vittorio Gregotti a Milano. Attività di scenografo a Stoccarda e a Brema. Primi progetti realizzati negli anni '80 all’interno della IBA – Internationale Bauaustellung a Berlino. Dopo la caduta del muro è stato coinvolto in diversi progetti di ricostruzione urbana nella Berlino degli anni '90, per esempio con il masterplan della Rummelsburger Bucht, un edificio per uffici sulla Friedrichstraße e il quartiere am Hüttenweg. Ha ottenuto premi per diversi progetti come il Deutscher Städtebaupreis, il Deutscher Architekturpreis, il Sächsisch-Anhaltinischen Architekturpreis. Dal 1996 è professore di Progettazione e Architettura urbana alla Fachhochschule Potsdam (Potsdam School of Architecture). Attività di pratica professionale e didattica (come visiting professor) in Italia, a Milano e a Genova. Sviluppo di una forte relazione tra la concezione dell'architettura di KTB e l'architettura urbana italiana, in particolare quella del Moderno a Milano. Numerose pubblicazioni, tra cui Stadttheater (1994) [Teatro della città], Heterotope (1995) [Eterotopo], Das städtische Reihenhaus (2004) [La casa a cortina urbana], Berlin-Genova (2005) [Berlino-Genova], Die gute Stadt (2009) [La buona città], Die schöne Stadt (2010) [La bella città], Berliner Rationalisten (2010) [Razionalisti a Berlino]. Pubblicazioni sul metodo di insegnamento di KTB alla FH Potsdam, per esempio Potsdamtrilogie [La trilogia di Potsdam], der Block [l'isolato], Idealstadt-Rasterstadt [città ideale – città a maglia], Stadtlabyrinth [labirinto urbano]. Studio KLAUS THEO BENNER STADTARCHITEKTUR a Berlino. Attività principale: progettazione e realizzazione di quartieri urbani e di edifici urbani di tutte le dimensioni. Conferenze, mostre e pubblicazioni sul tema "Architettura urbana" in Germania e all'estero.
Pohlmann, Ulrich; Scheutle, Rudolf. Industriezeit. Fotografien von 1845–2010.Hrsg.: Münchner Stadtmuseum/Sammlung Fotografie. 2011. Deutsch. 180 S. 200 Abb. 30 x 24 cm. Gb. EUR 39,00. CHF 60,90 ISBN: 978-3-8030-0738-4 Wasmuth
Das Katalogbuch zur Ausstellung im Münchner Stadtmuseum / Sammlung Fotografie (15. April – 11. September 2011)
Im Zeitalter der Industrialisierung hat sich mit der Industriefotografie ein neues Genre entwickelt, dem sich viele bedeutende europäische Fotografen im Auftrag von Eisenbahngesellschaften, Bauträgern, Ingenieuren oder Unternehmen zuwandten. Ab 1855 entstanden fotografische Dokumentationen, zum Teil über mehrere Jahre hinweg, im Eisenbahn-, Straßen- und Brückenbau. Obwohl sich diese Aufnahmen mittlerweile im Kunsthandel großen Interesses erfreuen, war der ursprüngliche Zweck und Gebrauchswert der Fotografien klar umrissen: Die Dokumentation der verschiedenen Bauzustände bei der Konstruktion einer Brücke, Eisenbahntrasse oder Wasserstraße sollte Architekten, Ingenieuren und Bauherren, die den Arbeiten nicht ständig vor Ort beiwohnen konnten, über deren Fortgang informieren. Zudem verwendete man die Fotografien als Produktwerbung auf Industrie- und Weltausstellungen.
Die Ausstellung zeichnet die Entwicklung der Industriefotografie von den Anfängen bis zur Gegenwart an Beispielen aus der Sammlung Fotografie nach. Zu sehen sind ca.120 Aufnahmen u.a. von Franz Hanfstaengl, Georg Böttger, Francis Frith, Peter Keetman, Toni Schneiders, Ludwig Windstoßer oder Joachim Brohm. Ergänzt wird die Ausstellung durch Leihgaben aus einer Münchner und Wiener Privatsammlung sowie eine Auswahl der schönsten und interessantesten Fotobücher zur Industriefotografie aus der Bibliothek der Sammlung Fotografie.
 Rezension lesen
Istanbuler Mitteilungen. Hrsg.: Deutsches Archäologisches Institut, Abteilung Istanbul. 2011. Deutsch. 504 S. 364 Abb. 26 x 19 cm. Gb. EUR 54,00. CHF 84,90 ISBN: 978-3-8030-1651-5 Wasmuth
Heinzmann, Friedrich. Die freie Bauherrengemeinschaft. Praktische Überlegungen aus juristischer Sicht und Vertragsmuster. 4. veränderte Auflage. 2011. 72 S. 24 x 17 cm. Pb. EUR 14,80. ISBN: 978-3-8030-0736-0 Wasmuth
Der Autor erläutert nun die rechtlichen Grundlagen des gemeinsame Bauens und legt Vertragsmuster vor, an denen sich potentielle Baugemeinschaften orientieren können. Darüber hinaus geht er auf die praktischen und psychologischen Fragen ein, mit denen sich Baugemeinschaften auseinandersetzen müssen. Im Vordergrund steht dabei das Verhältnis zwischen Planungssicherheit der Gemeinschaft einerseits und individueller Flexibilität andererseits.
Der Autor: Dr. jur. Friedrich Heinzmann war nach seiner Ausbildung zum Württembergischen Bezirksnotar, nach dem Jurastudium und nach dem juristischen Vorbereitungsdienst als Rechtsanwalt und Notarvertreter mit den Tätigkeitsschwerpunkten Gesellschaftsrecht und Immobilienrecht tätig. Seit 15 Jahren ist er juristischer Mitarbeiter der Universitätsstadt Tübingen, anfangs im Bereich Stadtentwicklung, aktuell Justiziar in der Rechtsabteilung.
Frick, Dieter. Theorie des Städtebaus. Zur baulich-räumlichen Organisation von Stadt. 3. veränderte Auflage. 2011. 216 S. mit 8 Abb. 22 x 17 cm. Pb. EUR 25,00. ISBN: 978-3-8030-0737-7 Wasmuth
Die Entwicklung von Theorie und Praxis der Beschäftigung mit den Bauten und Landschaften der Industrie steht im Mittelpunkt dieses Buches. Den Einstieg bilden die Bereisungen der ersten Industrielandschaften im frühen 19. Jahrhundert. Im Rahmen der Technikgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts kommt es dann zur Entdeckung der 'Technischen Kulturdenkmale', die eingehend beschrieben wird.
Weitere Kapitel setzen sich mit dem Selbstverständnis der Ingenieure und Unternehmer in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, mit der Entstehung einer monumentalen Industriearchitektur sowie der ambivalenten Haltung des Nationalsozialismus zu Technik und Industrie auseinander.
Die Nachkriegszeit wird zunächst von einer Nichtbeachtung der technischen Denkmale bestimmt. Es sind die von England ausgehende Industriearchäologie, neue Strömungen in der Denkmalpflege, in der Architektur, dem Museumswesen und im Umweltschutz, die zum Umdenken führen, so daß heute insgesamt ein anderes Verständnis dafür besteht, wie mit den Denkmalen der Industriekultur angemessen umzugehen sei.
Zahlreiche Quellentexte, welche den acht Abschnitten des Buches zugeordnet sind und diese bereichernd ergänzen, sowie ausführliche wissenschaftliche Nachweise belegen diese erste umfassende Darstellung der Entwicklung des Umgangs mit Denkmalen des Industriezeitalters, die an der Universität Dortmund erstellt wurde.
Ein Standardwerk, jetzt wieder lieferbar!
Das Klassenzimmer vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute The classroom from the late 19th century until the present day. Das Katalogbuch zum VS-Schulmuseum in Tauberbischofsheim. Dtsch/engl. 304 Se., 900 z. T. fb. Abb., 25 x 30 cm, Br., Wasmuth Verlag, Tübingen 2010. EUR 48,00 ISBN: 978-3-8030-3348-2 Wasmuth
"Gemeinsam die Schulbank drücken" – diese Umschreibung verweist auf einen Gegenstand, der uns allen vertraut, über dessen Geschichte und Bedeutung aber noch erstaunlich wenig bekannt ist. Zunächst ist es die Schulbank, dann der Schulstuhl mit dem Schultisch, welche Designer, Architekten und Hersteller – zu verschiedenen Zeiten, in verschiedenen Ländern, in ganz unterschiedlicher Weise – herausgefordert und beflügelt haben.
Der Katalog zum VS-Schulmuseum, das über eine einzigartige Sammlung in- und ausländischer Schulmöbel verfügt, spürt dieser faszinierenden Entwicklung in ihrer bemerkenswerten Vielfalt nach und zeigt auf, wie sich gesellschaftlicher Wandel, neue pädagogische Anschauungen und wegweisende Schulbauarchitektur gegenseitig bedingen und dementsprechend die moderne Schuleinrichtung geprägt haben. Die kindgerechte Gestaltung einer pädagogischen Umgebung ist jedoch kein nostalgisches Thema. Das ursprüngliche Ziel der Reformer, die Schule zu einem Lebensort zu machen, der eine ganzheitliche Entwicklung des Kindes fördert, steht nach wie vor zur Debatte. Diese reich bebilderte Publikation liefert dazu den historischen Hintergrund und einen Ausblick in die Zukunft.
Thomas Müller, Geschäftsführer der Firma VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken, Tauberbischofsheim, hat zu deren hundertjährigem Bestehen 1990 ein Schulmuseum realisiert, das die internationale Entwicklung der Klassenzimmer-Einrichtung vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute in kulturhistorischen Zusammenhängen behandelt.
Romana Schneider hat als Kuratorin am Aufbau des Schulmuseums in Tauberbischofsheim mitgewirkt. Die langjährige wissenschaftliche Mitarbeiterin/Kuratorin im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt am Main ist heute als freie Ausstellungsmacherin und Publizistin in Berlin tätig.
 Rezension lesen
Kollwitz - Beckmann - Dix - Grosz. Kriegszeit. Hrsg.: Staatsgalerie Stuttgart; Beitr.: Borges, Ingo; Höper, Corinna; Schmengler, Dagmar; Six, Barbara. 2011. 216 S., ca. 200 fb. Abb., 28 x 23 cm, Gb. EUR 39,80 CHF 61,90 ISBN: 978-3-8030-3353-6 Wasmuth
Im Mittelpunkt der Ausstellung und dieser begleitenden Publikation steht das Schaffen von Käthe Kollwitz (1867–1945). Das Werk dieser außergewöhnlichen Künstlerin ist bestimmt von erschütternden Themen wie Tod, Hunger und Krieg. Ihr schonungslos ehrlicher Blick konfrontiert den Betrachter mit den Schrecken und Grausamkeiten des Krieges, appelliert jedoch zugleich an dessen Mitgefühl und Menschlichkeit.
Die Staatsgalerie Stuttgart verfügt mit einem Bestand von rund 100 Zeichnungen und Druckgraphiken über eine der international wichtigsten Kollwitz-Sammlungen, die seit über 40 Jahren erstmals wieder vollständig präsentiert wird. Die ausgestellten Arbeiten, darunter das eindrucksvolle frühe "Selbstbildnis" von 1892 sowie ihre letzte Lithographienfolge "Tod" (1934/1935), zeigen sämtliche Facetten ihres künstlerischen Schaffens.
Lotte Reiniger. "Mit zaubernden Händen geboren". Drei Scherenschnittfolgen. Hrsg.: Evamarie Blattner, Karlheinz Wiegmann. 2011. 112 S. 90 Abb. 21 x 22 cm. Gb. EUR 19,80 ISBN: 978-3-8030-3352-9 Wasmuth
Die 1899 in Berlin geborene Lotte Reiniger fand früh zum Scherenschnitt und entwickelte dieses Medium, das bis dato eher als Kunsthandwerk betrachtet wurde, zur eigenständigen künstlerischen Ausdrucksform. Doch war Reiniger nicht nur eine bis heute wohl unerreichte Scherenschnittvirtuosin, sondern auch eine fantasievolle und erfindungsreiche Schattenspielerin. Ganz besonders eng verbunden ist ihr Name auch mit dem frühen Animationsfilm – vor allem durch ihr Meisterwerk: "Die Abenteuer des Prinzen Achmed".
In allen drei Werkbereichen – Scherenschnitt, Schattentheater und Film – setzte Reiniger Maßstäbe. Das verbindende Element ist dabei die Silhouette, die als selbständiges Kunstwerk ebenso Bestand hat wie als bewegliche Schattentheater- oder Filmfigur. Das Buch zeigt drei ihrer schönsten Scherenschnittserien: Mozarts "Zauberflöte"“ und "Die Hochzeit des Figaro" sowie ihr Tier-Alphabet
Akzeptiert Gott Beton? Die Ulmer Pauluskirche im Kontext. Hrsg.: Philipp, Klaus J. Beiträge Auer, Reinhard Lambert / Beiträge von Philipp, Klaus J / Beiträge von Schloz-Dürr, Adelbert. 62 S., 8 fb. u. 3 sw. Abb., 21 x 21 cm, Gb. EUR 12,50 CHF 21,50 ISBN: 978-3-8030-0732-2 Wasmuth
Vor 100 Jahren wurde die protestantische Garnisonskirche (Pauluskirche) in Ulm eingeweiht. Der Architekt Theodor Fischer schuf mit ihr die erste in Sichtbeton ausgeführte Kirche. Damals wie heute ist Beton ein Material, das positive wie negative Emotionen auslöst. Damals wie heute steht die Frage im Raum, ob Gott Beton akzeptiert.
Dieser Frage wird in diesem Band aus verschiedenen Richtungen nachgegangen: Die Reputationsgeschichte des Beton wird ebenso thematisiert wie die Stellung der Garnisonskirche im Kontext der Reformarchitektur und der Kirchenbaudebatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die Garnisonskirche in ihrem theologischen, kulturellen und architektonischen Gehalt.
Paul Bonatz 1877–1956. Hrsg.: Wolfgang Voigt und Roland May. Texte: Uwe Bresan, Burcu Dogramaci, Hartmut Frank, Marc Hirschfell, Karl Kiem, Roland May, Joaquin Medina-Warmburg, Matthias Roser, Wolfgang Voigt. Dtsch/ Engl. 296 S., 480 z. T. fb. Abb., 30 x 24 cm, Br. EUR 49,80 ISBN: 978-3-8030-0729-2 Wasmuth
Das Begleitbuch zu den Ausstellungen im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt am Main (21. Jan. bis 20. März 2011) und in der Kunsthalle Tübingen (26. März bis 22. Mai 2011).
Die reich bebilderte und mit einem kommentierten Werkverzeichnis versehene Monographie präsentiert mit Paul Bonatz einen der einflussreichen Architekten und Architekturlehrer des 20. Jahrhunderts, der zwischen Kaiserreich und früher Bundesrepublik ein vielfältiges Werk zwischen Moderne und Tradition hinterließ. Er machte sich auch als Gestalter von technischen Bauten einen Namen. Wie kaum einem anderen Architekten gelang ihm ein fruchtbarer Dialog mit den Ingenieuren.
Bonatz war liberaler Kosmopolit, sein Verhältnis zum Nationalsozialismus entsprechend reserviert. Dennoch bemühte er sich in den 1930er Jahren um Staatsaufträge, die er auch erhielt. Obwohl er als Brückengestalter eine einflussreiche Position beim Bau der Autobahnen innehatte, kritisierte er Hitlers Gigantismus und emigrierte noch 1944 in die Türkei, wo er danach zehn Jahre lang als Architekt und Hochschullehrer tätig war. Sein wichtigster Bau überhaupt, der Stuttgarter Hauptbahnhof (1911–1927), ist im Rahmen des Großprojekts "Stuttgart 21" akut gefährdet – die beiden Seitenflügel werden ihm geopfert.
Wolfgang Voigt, seit 1997 stellvertretender Direktor am Deutschen Architekturmuseum Frankfurt, hat dort zahlreiche Ausstellungen und Kataloge konzipiert. Weitere von ihm (mit)herausgegebene Verlagspublikationen: A. R. Burelli, P. Gennaro: Die Moschee von Sinan (2008, ISBN 3 8030 0693 6); Dominikus Böhm 1880–1955 (2005, ISBN 3 8030 0646 2); Paul Schmitthenner 1884–1972 (2003, ISBN 3 8030 0633 2).
Roland May, derzeit Akademischer Mitarbeiter am Lehrstuhl Bautechnikgeschichte und Tragwerkserhaltung der BTU Cottbus, zählt die Kooperation von Architekten und Ingenieuren im Bauwesen des 19. und 20. Jahrhunderts zu seinen Forschungsschwerpunkten.
 Rezension lesen
Die Sammlung Haniel. Hrsg.: Franz Haniel & Cie.; Beiträge von Brockhaus, Christoph; Beiträge von Fink-Belgin, Andrea; Beiträge von Gohr, Siegfried; Beiträge von Lüttichau, Mario A von; Beiträge von Ziegelmaier, Veit. 320 S. 100 fb. Abb., z.T. auf 11 Klapptafeln. 30 x 23 cm. Gb. EUR 69,00. CHF 109,00 ISBN: 978-3-8030-3350-5 Wasmuth
Der umfangreiche Bildband stellt ausgewählte Werke aus der Sammlung Haniel vor, deren Schwerpunkt auf dem Informel liegt - einer Kunstrichtung, die in der Aufbruchstimmung der 1940er Jahre entstand: In der Wirtschaft führten die wiedergewonnene Freiheit und Hoffnung zum Wirtschaftswunder, in der bildenden Kunst zur freien, vom augenblicklichen Gefühl bestimmten Malweise des Informel. Im Rückblick auf diese Epoche fand das Duisburger Unternehmen Haniel den eigenen Aufschwung bildlich dargestellt. Diese Erkenntnis einer Parallelität von Kunst und Wirtschaft bildete den Ausgangspunkt für die unternehmenseigene Sammlung. So wie das Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten das Portfolio ausgebaut hat, wurde auch die Sammlung inhaltlich fortgesetzt. Inzwischen sind dort auch Künstler vertreten, die mit ihren Werken die Ideen des Informel weitertragen - beispielweise der Brite Damien Hirst. Die Sammlung Haniel ist im Arbeitsalltag des Unternehmens ständiger Begleiter: Kunst findet sich in der Unternehmenszentrale in Duisburg in Fluren und Besprechungsräumen ebenso wie in den Büros der Mitarbeiter. Denn die Gemälde, Grafiken und Skulpturen sollen als Inspiration für ungewöhnliche Lösungen dienen. Nach und nach ist die Kunst so Teil der Unternehmenskultur geworden.
Johannes Braig. Niemandsland / No Man’s Land / Terrain neutre.Hrsg.: Braig, Johannes; Beiträge von Dreher, Andrea; Grinten, Gerhard van der.Deutsch;Englisch;Französisch. 128 S. 85 fb. Abb. 27 x 23 cm . EUR 24,80. CHF 41,50 ISBN: 978-3-8030-3346-8 Wasmuth
Johannes Braig (geb. 1967) studierte ab 1990 in Berlin Kunst bei Leiko Ikemura. Ein Erasmusstipendium führte ihn nach Paris in die Klasse von Annette Messager. Inspiriert durch die deutsche Romantik und den russischen Konstruktivismus entwickelte er damals farbige Aluminiumobjekte. Später füllten sich seine monochromen Flächen mit Texten und kulminierten in Schüttbildern. Die Macht der Imagination, die sich wahrhaftig nur durch die Malerei ausdrücken lässt, führte ihn zurück zur Figuration.
Bei Johannes Braig treffen ungebremste Griffe in den Farbtopf auf tiefgründig banalisierte Weisheiten der künstlerischen "Aktivitätsmaschinerie" - flankiert von ästhetisierender Figuration, die ihre Anlehnung an das Oberschwäbische Barock im 18. Jahrhundert nicht verleugnen möchte. Was auf den ersten Blick als nicht zu vereinender Gegensatz erscheint, verbindet sich bei ihm zu einer spannungsreichen Symbiose. Niemandsland zeigt einen Überblick seiner künstlerischen Arbeit der letzten zehn Jahre.
Elisabeth Nüchtern. Das Bunte muss ins Eckige.Hrsg.: Nüchtern, Elisabeth; Beiträge von Marquard, Reiner; Merkel, Ursula. 104 S. 90 fb. Abb. 22 x 21 cm. EUR 29,80. CHF 47,50 ISBN: 978-3-8030-3345-1 Wasmuth
Elisabeth Nüchtern (geb. 1949) möchte, dass ihre Bilder "als Fenster wirken, durch die wir aus dem Alltag hinaus schauen – wohin wir wollen …". Für die Sozialmedizinerin, die seit mehr als zwanzig Jahren künstlerisch tätig ist, sind vor allem zwei Quellen der Inspiration wichtig: Eindrücke und Seherlebnisse im Alltag und auf Reisen. Ganz bewusst knüpft die Malerin an künstlerische Konzeptionen an, die sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten, als Grundformen wie Quadrat, Rechteck oder Kreis, das heißt objektive Elemente, die eine präzise definierte Bildsprache ermöglichen, grundlegende Gestaltungsmittel des Konstruktivismus und der Konkreten Kunst wurden. Für viele ihrer Kompositionen ist eine leuchtend expressive, ja geradezu signalhafte Farbigkeit charakteristisch. Ganz offensichtlich geht es Nüchtern um die Ausdrucksmöglichkeiten der Farbe, um ihre emotionale Ausstrahlung und stimulierende Energie. Entsprechend arbeitet sie mit hellen und dunklen, warmen und kalten, vordrängenden und zurückweichenden Farbtönen, mit subtilen Tonverschiebungen und komplementären Kontrasten, so dass sich Räumlichkeit, Bewegung und Rhythmus auf der Bildfläche entfalten können.
Das Buch zeigt Arbeiten der letzten 23 Jahre.
Sigrid Hauser. Der Fortschritt des Erinnerns. Mit Walter Benjamin und Dani Karavan in Portbou. 192 S. 240 meist fb. Abb. 17 x 23,6 cm. Gb. EUR 24,80 CHF 41,50 ISBN: 978-3-8030-3344-4 Wasmuth
Vor 70 Jahren, im September 1940, nahm sich Walter Benjamin im spanischen Portbou nahe der französischen Grenze auf der Flucht vor dem Naziregime das Leben. Seinem Denken und dem Andenken an sein Schicksal widmete der 1930 geborene, in Tel Aviv und Paris lebende Künstler Dani Karavan eine Denkmalanlage, die 1994 eröffnet wurde. Sie besteht aus mehreren Stationen und bezieht auch das Schicksal von vielen anderen ein, die dort ihr Leben verlieren mußten oder retten konnten.
Der Fortschritt des Erinnerns macht auf fünf verschiedenen Wegen und mit vielen Fotos der Autorin Dani Karavans Denkmalanlage als eine Stätte der Einkehr, der Selbstbesinnung und der Auseinandersetzung nachvollziehbar: mit dem Ort, mit der Geschichte, mit der Gegenwart. Der Künstler hat für dieses Buch einige, bisher unveröffentlichte Zeichnungen und Aquarelle zur Verfügung gestellt. Indem Karavans einzelne Stationen sozusagen das Hier markieren und den Blick auf ein Dort öffnen, wird zugleich auf die Zukunft hingewiesen, und das betrifft die Frage, wohin dieses Erinnern uns führen kann, und welche Rolle wir als Zuschauerinnen oder Zuschauer spielen.
Der Fortschritt des Erinnerns rekonstruiert einerseits das architektonische und städtebauliche Potential einer solchen Gedenkstätte für einen Ort abseits touristischer Zentren und reflektiert andererseits das In-Vergessenheit-Geraten der Debatte zum Thema Erinnern und Verdrängen. Eine wesentliche Frage in diesem Zusammenhang ist die Vereinnahmung des Gedenkens durch politische Interessen sowie die Vereinbarkeit von Kulturtourismus und Massentourismus. Der Begriff Fortschritt – im Sinne von Walter Benjamin in Verbindung mit dem Begriff Verfallszeit – begleitet dazu die entsprechenden philosophischen Gedankengänge.
In einem Prolog wird an Pablo Picassos Guernica und Constantin Brâncuşis Denkmalanlage in Târgu Jiu – beides 1937 entstanden – der Stellenwert des Kunstwerks im Zusammenhang mit dem Erinnern hinterfragt. In einem Epilog wird ergänzend dazu an künstlerischen Beiträgen von Hans Kupelwieser und Jochen Gerz und mit theoretischen Hinweisen auf Literatur, Philosophie und Film das Vergessen in diesem Prozeß thematisiert. Der Fortschritt des Erinnerns verfolgt eine Entwicklung: wie das Kunstwerk zum Begriff wird, der Begriff zum Denkmal, das Denkmal zur Werbung. Der Verbrauch und die Vereinnahmung durch Politik und Konsum in Form von Tourismus betreffen offene Fragen der Zukunft von Portbou. Das, woran erinnert werden soll, droht auf diese Weise vergessen zu werden. Aber gerade hier setzt die Kunst in ihrer Wandlungsfähigkeit an und verrät etwas über die Unermeßlichkeit ihrer Geheimnisse, Dani Karavans Denkmalanlage in Portbou ist dazu das auf mehreren Wegen erfahrbare Beispiel.
Die Autorin: Sigrid Hauser, geboren in Meran. Universitätsprofessorin für Architekturtheorie an der Technischen Universität Wien. Bücher und Texte zur Architektur von Lois Welzenbacher, Curzio Malaparte, Tadao Ando, PAUHOF, Peter Zumthor u.a. Zahlreiche Publikationen zu Themen der Konzeptions- und Rezeptionsästhetik, Schwerpunkte: Fotografie, Film, Kunst, Literatur und Politik im Zusammenhang mit Architektur. Zuletzt ist erschienen: Kafkas Raum im Zeitalter seiner Digitalen Überwachbarkeit, Löcker, Wien 2009.
Kunst an Architektur. Kleihues + Kleihues, Stefan Sous, Anette Haas/Friederike Tebbe, Antje Schif-fers/Thomas Sprenger, Ulrich Brüschke. Hrsg.: Müller, Ulrich; Beitr.: Kressner, Johannes; Krestas, Lothar Fehn; Müller, Ulrich; Noebel, Walter A. 64 S. 33 meist fb. Abb. 28 x 22 cm. Gb. EUR 29,80. CHF 49,50 ISBN: 978-3-8030-0728-5 Wasmuth
Jan Kleihues hat bei der Konzeption der Ausstellung und des Buches zu seinem im Bau befindlichen Neubau für die BND-Zentrale in Berlin Wert darauf gelegt, dass neben der Architektur auch die dafür entworfenen Kunst-am-Bau-Projekte ausführlich vorgestellt werden. Denn sie werden integraler Bestandteil der Architektur sein und diese nachhaltig bereichern.
Dieses Vorgehen ist in seiner Konsequenz zunächst überraschend. Beim Betrachten der Architekturperspektiven und dem Studium der Kunstprojekte wird jedoch deutlich, wie sehr es sich lohnt, die Aufmerksamkeit auf die Kunst und ihre Beziehung zur Architektur zu richten. Gleichzeitig wird deutlich, dass das Motto "Kunst an Architektur" nicht nur die Wertschätzung des Architekten für die Kunst unterstreicht. Man kann auch herauslesen, welches Selbstverständnis Kleihues von seiner Architektur hat. Sie ist souverän und offen für die umfassende und komplexe Bespielung mit Kunst. Denn keine der Arbeiten von Brüschke, Haas/Tebbe, Schiffers/Sprenger und Sous ist vom Maßstab her klein oder unscheinbar. Alle nehmen sich ihren Raum und sprechen ihre eigene Sprache. Für die Kunst vor dem Gebäude bildet die sorgsam modellierte Großform eine ideale Bühne. Im Inneren ist die aus wenigen Elementen komplex aufgebaute Raumstruktur ein wunderbarer Rahmen für die Kunst. Er lässt sie einerseits hervorragend zur Geltung kommen, verliert durch deren Präsenz jedoch nichts von seiner eigenen Strahlkraft.
Die Erfahrung zeigt, dass Kunst am Bau ein leider unterschätztes Thema ist. Aus diesem Grund kann man "Kunst an Architektur" gar nicht hoch genug bewerten. Es zeigt, wie beide Genres sich bereichern können, ohne ihre jeweilige Autonomie zu beeinträchtigen.
< zurück | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | vor>
© 2003 Verlag Langewiesche [Impressum] [Nutzungsbedingungen]