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Wasmuth Verlag

 
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Istanbuler Mitteilungen. Hrsg.: Deutsches Archäologisches Institut, Abteilung Istanbul. 2011. Deutsch. 504 S. 364 Abb. 26 x 19 cm. Gb. EUR 54,00. CHF 84,90 ISBN: 978-3-8030-1651-5 Wasmuth
Heinzmann, Friedrich. Die freie Bauherrengemeinschaft. Praktische Überlegungen aus juristischer Sicht und Vertragsmuster. 4. veränderte Auflage. 2011. 72 S. 24 x 17 cm. Pb. EUR 14,80. ISBN: 978-3-8030-0736-0 Wasmuth
Der Autor erläutert nun die rechtlichen Grundlagen des gemeinsame Bauens und legt Vertragsmuster vor, an denen sich potentielle Baugemeinschaften orientieren können. Darüber hinaus geht er auf die praktischen und psychologischen Fragen ein, mit denen sich Baugemeinschaften auseinandersetzen müssen. Im Vordergrund steht dabei das Verhältnis zwischen Planungssicherheit der Gemeinschaft einerseits und individueller Flexibilität andererseits.
Der Autor: Dr. jur. Friedrich Heinzmann war nach seiner Ausbildung zum Württembergischen Bezirksnotar, nach dem Jurastudium und nach dem juristischen Vorbereitungsdienst als Rechtsanwalt und Notarvertreter mit den Tätigkeitsschwerpunkten Gesellschaftsrecht und Immobilienrecht tätig. Seit 15 Jahren ist er juristischer Mitarbeiter der Universitätsstadt Tübingen, anfangs im Bereich Stadtentwicklung, aktuell Justiziar in der Rechtsabteilung.
Frick, Dieter. Theorie des Städtebaus. Zur baulich-räumlichen Organisation von Stadt. 3. veränderte Auflage. 2011. 216 S. mit 8 Abb. 22 x 17 cm. Pb. EUR 25,00. ISBN: 978-3-8030-0737-7 Wasmuth
Die Entwicklung von Theorie und Praxis der Beschäftigung mit den Bauten und Landschaften der Industrie steht im Mittelpunkt dieses Buches. Den Einstieg bilden die Bereisungen der ersten Industrielandschaften im frühen 19. Jahrhundert. Im Rahmen der Technikgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts kommt es dann zur Entdeckung der 'Technischen Kulturdenkmale', die eingehend beschrieben wird.
Weitere Kapitel setzen sich mit dem Selbstverständnis der Ingenieure und Unternehmer in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, mit der Entstehung einer monumentalen Industriearchitektur sowie der ambivalenten Haltung des Nationalsozialismus zu Technik und Industrie auseinander.
Die Nachkriegszeit wird zunächst von einer Nichtbeachtung der technischen Denkmale bestimmt. Es sind die von England ausgehende Industriearchäologie, neue Strömungen in der Denkmalpflege, in der Architektur, dem Museumswesen und im Umweltschutz, die zum Umdenken führen, so daß heute insgesamt ein anderes Verständnis dafür besteht, wie mit den Denkmalen der Industriekultur angemessen umzugehen sei.
Zahlreiche Quellentexte, welche den acht Abschnitten des Buches zugeordnet sind und diese bereichernd ergänzen, sowie ausführliche wissenschaftliche Nachweise belegen diese erste umfassende Darstellung der Entwicklung des Umgangs mit Denkmalen des Industriezeitalters, die an der Universität Dortmund erstellt wurde.
Ein Standardwerk, jetzt wieder lieferbar!
Das Klassenzimmer vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute The classroom from the late 19th century until the present day. Das Katalogbuch zum VS-Schulmuseum in Tauberbischofsheim. Dtsch/engl. 304 Se., 900 z. T. fb. Abb., 25 x 30 cm, Br., Wasmuth Verlag, Tübingen 2010. EUR 48,00 ISBN: 978-3-8030-3348-2 Wasmuth
"Gemeinsam die Schulbank drücken" – diese Umschreibung verweist auf einen Gegenstand, der uns allen vertraut, über dessen Geschichte und Bedeutung aber noch erstaunlich wenig bekannt ist. Zunächst ist es die Schulbank, dann der Schulstuhl mit dem Schultisch, welche Designer, Architekten und Hersteller – zu verschiedenen Zeiten, in verschiedenen Ländern, in ganz unterschiedlicher Weise – herausgefordert und beflügelt haben.
Der Katalog zum VS-Schulmuseum, das über eine einzigartige Sammlung in- und ausländischer Schulmöbel verfügt, spürt dieser faszinierenden Entwicklung in ihrer bemerkenswerten Vielfalt nach und zeigt auf, wie sich gesellschaftlicher Wandel, neue pädagogische Anschauungen und wegweisende Schulbauarchitektur gegenseitig bedingen und dementsprechend die moderne Schuleinrichtung geprägt haben. Die kindgerechte Gestaltung einer pädagogischen Umgebung ist jedoch kein nostalgisches Thema. Das ursprüngliche Ziel der Reformer, die Schule zu einem Lebensort zu machen, der eine ganzheitliche Entwicklung des Kindes fördert, steht nach wie vor zur Debatte. Diese reich bebilderte Publikation liefert dazu den historischen Hintergrund und einen Ausblick in die Zukunft.
Thomas Müller, Geschäftsführer der Firma VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken, Tauberbischofsheim, hat zu deren hundertjährigem Bestehen 1990 ein Schulmuseum realisiert, das die internationale Entwicklung der Klassenzimmer-Einrichtung vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute in kulturhistorischen Zusammenhängen behandelt.
Romana Schneider hat als Kuratorin am Aufbau des Schulmuseums in Tauberbischofsheim mitgewirkt. Die langjährige wissenschaftliche Mitarbeiterin/Kuratorin im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt am Main ist heute als freie Ausstellungsmacherin und Publizistin in Berlin tätig.
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Kollwitz - Beckmann - Dix - Grosz. Kriegszeit. Hrsg.: Staatsgalerie Stuttgart; Beitr.: Borges, Ingo; Höper, Corinna; Schmengler, Dagmar; Six, Barbara. 2011. 216 S., ca. 200 fb. Abb., 28 x 23 cm, Gb. EUR 39,80 CHF 61,90 ISBN: 978-3-8030-3353-6 Wasmuth
Im Mittelpunkt der Ausstellung und dieser begleitenden Publikation steht das Schaffen von Käthe Kollwitz (1867–1945). Das Werk dieser außergewöhnlichen Künstlerin ist bestimmt von erschütternden Themen wie Tod, Hunger und Krieg. Ihr schonungslos ehrlicher Blick konfrontiert den Betrachter mit den Schrecken und Grausamkeiten des Krieges, appelliert jedoch zugleich an dessen Mitgefühl und Menschlichkeit.
Die Staatsgalerie Stuttgart verfügt mit einem Bestand von rund 100 Zeichnungen und Druckgraphiken über eine der international wichtigsten Kollwitz-Sammlungen, die seit über 40 Jahren erstmals wieder vollständig präsentiert wird. Die ausgestellten Arbeiten, darunter das eindrucksvolle frühe "Selbstbildnis" von 1892 sowie ihre letzte Lithographienfolge "Tod" (1934/1935), zeigen sämtliche Facetten ihres künstlerischen Schaffens.
Lotte Reiniger. "Mit zaubernden Händen geboren". Drei Scherenschnittfolgen. Hrsg.: Evamarie Blattner, Karlheinz Wiegmann. 2011. 112 S. 90 Abb. 21 x 22 cm. Gb. EUR 19,80 ISBN: 978-3-8030-3352-9 Wasmuth
Die 1899 in Berlin geborene Lotte Reiniger fand früh zum Scherenschnitt und entwickelte dieses Medium, das bis dato eher als Kunsthandwerk betrachtet wurde, zur eigenständigen künstlerischen Ausdrucksform. Doch war Reiniger nicht nur eine bis heute wohl unerreichte Scherenschnittvirtuosin, sondern auch eine fantasievolle und erfindungsreiche Schattenspielerin. Ganz besonders eng verbunden ist ihr Name auch mit dem frühen Animationsfilm – vor allem durch ihr Meisterwerk: "Die Abenteuer des Prinzen Achmed".
In allen drei Werkbereichen – Scherenschnitt, Schattentheater und Film – setzte Reiniger Maßstäbe. Das verbindende Element ist dabei die Silhouette, die als selbständiges Kunstwerk ebenso Bestand hat wie als bewegliche Schattentheater- oder Filmfigur. Das Buch zeigt drei ihrer schönsten Scherenschnittserien: Mozarts "Zauberflöte"“ und "Die Hochzeit des Figaro" sowie ihr Tier-Alphabet
Akzeptiert Gott Beton? Die Ulmer Pauluskirche im Kontext. Hrsg.: Philipp, Klaus J. Beiträge Auer, Reinhard Lambert / Beiträge von Philipp, Klaus J / Beiträge von Schloz-Dürr, Adelbert. 62 S., 8 fb. u. 3 sw. Abb., 21 x 21 cm, Gb. EUR 12,50 CHF 21,50 ISBN: 978-3-8030-0732-2 Wasmuth
Vor 100 Jahren wurde die protestantische Garnisonskirche (Pauluskirche) in Ulm eingeweiht. Der Architekt Theodor Fischer schuf mit ihr die erste in Sichtbeton ausgeführte Kirche. Damals wie heute ist Beton ein Material, das positive wie negative Emotionen auslöst. Damals wie heute steht die Frage im Raum, ob Gott Beton akzeptiert.
Dieser Frage wird in diesem Band aus verschiedenen Richtungen nachgegangen: Die Reputationsgeschichte des Beton wird ebenso thematisiert wie die Stellung der Garnisonskirche im Kontext der Reformarchitektur und der Kirchenbaudebatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die Garnisonskirche in ihrem theologischen, kulturellen und architektonischen Gehalt.
Paul Bonatz 1877–1956. Hrsg.: Wolfgang Voigt und Roland May. Texte: Uwe Bresan, Burcu Dogramaci, Hartmut Frank, Marc Hirschfell, Karl Kiem, Roland May, Joaquin Medina-Warmburg, Matthias Roser, Wolfgang Voigt. Dtsch/ Engl. 296 S., 480 z. T. fb. Abb., 30 x 24 cm, Br. EUR 49,80 ISBN: 978-3-8030-0729-2 Wasmuth
Das Begleitbuch zu den Ausstellungen im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt am Main (21. Jan. bis 20. März 2011) und in der Kunsthalle Tübingen (26. März bis 22. Mai 2011).
Die reich bebilderte und mit einem kommentierten Werkverzeichnis versehene Monographie präsentiert mit Paul Bonatz einen der einflussreichen Architekten und Architekturlehrer des 20. Jahrhunderts, der zwischen Kaiserreich und früher Bundesrepublik ein vielfältiges Werk zwischen Moderne und Tradition hinterließ. Er machte sich auch als Gestalter von technischen Bauten einen Namen. Wie kaum einem anderen Architekten gelang ihm ein fruchtbarer Dialog mit den Ingenieuren.
Bonatz war liberaler Kosmopolit, sein Verhältnis zum Nationalsozialismus entsprechend reserviert. Dennoch bemühte er sich in den 1930er Jahren um Staatsaufträge, die er auch erhielt. Obwohl er als Brückengestalter eine einflussreiche Position beim Bau der Autobahnen innehatte, kritisierte er Hitlers Gigantismus und emigrierte noch 1944 in die Türkei, wo er danach zehn Jahre lang als Architekt und Hochschullehrer tätig war. Sein wichtigster Bau überhaupt, der Stuttgarter Hauptbahnhof (1911–1927), ist im Rahmen des Großprojekts "Stuttgart 21" akut gefährdet – die beiden Seitenflügel werden ihm geopfert.
Wolfgang Voigt, seit 1997 stellvertretender Direktor am Deutschen Architekturmuseum Frankfurt, hat dort zahlreiche Ausstellungen und Kataloge konzipiert. Weitere von ihm (mit)herausgegebene Verlagspublikationen: A. R. Burelli, P. Gennaro: Die Moschee von Sinan (2008, ISBN 3 8030 0693 6); Dominikus Böhm 1880–1955 (2005, ISBN 3 8030 0646 2); Paul Schmitthenner 1884–1972 (2003, ISBN 3 8030 0633 2).
Roland May, derzeit Akademischer Mitarbeiter am Lehrstuhl Bautechnikgeschichte und Tragwerkserhaltung der BTU Cottbus, zählt die Kooperation von Architekten und Ingenieuren im Bauwesen des 19. und 20. Jahrhunderts zu seinen Forschungsschwerpunkten.
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Die Sammlung Haniel. Hrsg.: Franz Haniel & Cie.; Beiträge von Brockhaus, Christoph; Beiträge von Fink-Belgin, Andrea; Beiträge von Gohr, Siegfried; Beiträge von Lüttichau, Mario A von; Beiträge von Ziegelmaier, Veit. 320 S. 100 fb. Abb., z.T. auf 11 Klapptafeln. 30 x 23 cm. Gb. EUR 69,00. CHF 109,00 ISBN: 978-3-8030-3350-5 Wasmuth
Der umfangreiche Bildband stellt ausgewählte Werke aus der Sammlung Haniel vor, deren Schwerpunkt auf dem Informel liegt - einer Kunstrichtung, die in der Aufbruchstimmung der 1940er Jahre entstand: In der Wirtschaft führten die wiedergewonnene Freiheit und Hoffnung zum Wirtschaftswunder, in der bildenden Kunst zur freien, vom augenblicklichen Gefühl bestimmten Malweise des Informel. Im Rückblick auf diese Epoche fand das Duisburger Unternehmen Haniel den eigenen Aufschwung bildlich dargestellt. Diese Erkenntnis einer Parallelität von Kunst und Wirtschaft bildete den Ausgangspunkt für die unternehmenseigene Sammlung. So wie das Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten das Portfolio ausgebaut hat, wurde auch die Sammlung inhaltlich fortgesetzt. Inzwischen sind dort auch Künstler vertreten, die mit ihren Werken die Ideen des Informel weitertragen - beispielweise der Brite Damien Hirst. Die Sammlung Haniel ist im Arbeitsalltag des Unternehmens ständiger Begleiter: Kunst findet sich in der Unternehmenszentrale in Duisburg in Fluren und Besprechungsräumen ebenso wie in den Büros der Mitarbeiter. Denn die Gemälde, Grafiken und Skulpturen sollen als Inspiration für ungewöhnliche Lösungen dienen. Nach und nach ist die Kunst so Teil der Unternehmenskultur geworden.
Johannes Braig. Niemandsland / No Man’s Land / Terrain neutre.Hrsg.: Braig, Johannes; Beiträge von Dreher, Andrea; Grinten, Gerhard van der.Deutsch;Englisch;Französisch. 128 S. 85 fb. Abb. 27 x 23 cm . EUR 24,80. CHF 41,50 ISBN: 978-3-8030-3346-8 Wasmuth
Johannes Braig (geb. 1967) studierte ab 1990 in Berlin Kunst bei Leiko Ikemura. Ein Erasmusstipendium führte ihn nach Paris in die Klasse von Annette Messager. Inspiriert durch die deutsche Romantik und den russischen Konstruktivismus entwickelte er damals farbige Aluminiumobjekte. Später füllten sich seine monochromen Flächen mit Texten und kulminierten in Schüttbildern. Die Macht der Imagination, die sich wahrhaftig nur durch die Malerei ausdrücken lässt, führte ihn zurück zur Figuration.
Bei Johannes Braig treffen ungebremste Griffe in den Farbtopf auf tiefgründig banalisierte Weisheiten der künstlerischen "Aktivitätsmaschinerie" - flankiert von ästhetisierender Figuration, die ihre Anlehnung an das Oberschwäbische Barock im 18. Jahrhundert nicht verleugnen möchte. Was auf den ersten Blick als nicht zu vereinender Gegensatz erscheint, verbindet sich bei ihm zu einer spannungsreichen Symbiose. Niemandsland zeigt einen Überblick seiner künstlerischen Arbeit der letzten zehn Jahre.
Elisabeth Nüchtern. Das Bunte muss ins Eckige.Hrsg.: Nüchtern, Elisabeth; Beiträge von Marquard, Reiner; Merkel, Ursula. 104 S. 90 fb. Abb. 22 x 21 cm. EUR 29,80. CHF 47,50 ISBN: 978-3-8030-3345-1 Wasmuth
Elisabeth Nüchtern (geb. 1949) möchte, dass ihre Bilder "als Fenster wirken, durch die wir aus dem Alltag hinaus schauen – wohin wir wollen …". Für die Sozialmedizinerin, die seit mehr als zwanzig Jahren künstlerisch tätig ist, sind vor allem zwei Quellen der Inspiration wichtig: Eindrücke und Seherlebnisse im Alltag und auf Reisen. Ganz bewusst knüpft die Malerin an künstlerische Konzeptionen an, die sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten, als Grundformen wie Quadrat, Rechteck oder Kreis, das heißt objektive Elemente, die eine präzise definierte Bildsprache ermöglichen, grundlegende Gestaltungsmittel des Konstruktivismus und der Konkreten Kunst wurden. Für viele ihrer Kompositionen ist eine leuchtend expressive, ja geradezu signalhafte Farbigkeit charakteristisch. Ganz offensichtlich geht es Nüchtern um die Ausdrucksmöglichkeiten der Farbe, um ihre emotionale Ausstrahlung und stimulierende Energie. Entsprechend arbeitet sie mit hellen und dunklen, warmen und kalten, vordrängenden und zurückweichenden Farbtönen, mit subtilen Tonverschiebungen und komplementären Kontrasten, so dass sich Räumlichkeit, Bewegung und Rhythmus auf der Bildfläche entfalten können.
Das Buch zeigt Arbeiten der letzten 23 Jahre.
Sigrid Hauser. Der Fortschritt des Erinnerns. Mit Walter Benjamin und Dani Karavan in Portbou. 192 S. 240 meist fb. Abb. 17 x 23,6 cm. Gb. EUR 24,80 CHF 41,50 ISBN: 978-3-8030-3344-4 Wasmuth
Vor 70 Jahren, im September 1940, nahm sich Walter Benjamin im spanischen Portbou nahe der französischen Grenze auf der Flucht vor dem Naziregime das Leben. Seinem Denken und dem Andenken an sein Schicksal widmete der 1930 geborene, in Tel Aviv und Paris lebende Künstler Dani Karavan eine Denkmalanlage, die 1994 eröffnet wurde. Sie besteht aus mehreren Stationen und bezieht auch das Schicksal von vielen anderen ein, die dort ihr Leben verlieren mußten oder retten konnten.
Der Fortschritt des Erinnerns macht auf fünf verschiedenen Wegen und mit vielen Fotos der Autorin Dani Karavans Denkmalanlage als eine Stätte der Einkehr, der Selbstbesinnung und der Auseinandersetzung nachvollziehbar: mit dem Ort, mit der Geschichte, mit der Gegenwart. Der Künstler hat für dieses Buch einige, bisher unveröffentlichte Zeichnungen und Aquarelle zur Verfügung gestellt. Indem Karavans einzelne Stationen sozusagen das Hier markieren und den Blick auf ein Dort öffnen, wird zugleich auf die Zukunft hingewiesen, und das betrifft die Frage, wohin dieses Erinnern uns führen kann, und welche Rolle wir als Zuschauerinnen oder Zuschauer spielen.
Der Fortschritt des Erinnerns rekonstruiert einerseits das architektonische und städtebauliche Potential einer solchen Gedenkstätte für einen Ort abseits touristischer Zentren und reflektiert andererseits das In-Vergessenheit-Geraten der Debatte zum Thema Erinnern und Verdrängen. Eine wesentliche Frage in diesem Zusammenhang ist die Vereinnahmung des Gedenkens durch politische Interessen sowie die Vereinbarkeit von Kulturtourismus und Massentourismus. Der Begriff Fortschritt – im Sinne von Walter Benjamin in Verbindung mit dem Begriff Verfallszeit – begleitet dazu die entsprechenden philosophischen Gedankengänge.
In einem Prolog wird an Pablo Picassos Guernica und Constantin Brâncuşis Denkmalanlage in Târgu Jiu – beides 1937 entstanden – der Stellenwert des Kunstwerks im Zusammenhang mit dem Erinnern hinterfragt. In einem Epilog wird ergänzend dazu an künstlerischen Beiträgen von Hans Kupelwieser und Jochen Gerz und mit theoretischen Hinweisen auf Literatur, Philosophie und Film das Vergessen in diesem Prozeß thematisiert. Der Fortschritt des Erinnerns verfolgt eine Entwicklung: wie das Kunstwerk zum Begriff wird, der Begriff zum Denkmal, das Denkmal zur Werbung. Der Verbrauch und die Vereinnahmung durch Politik und Konsum in Form von Tourismus betreffen offene Fragen der Zukunft von Portbou. Das, woran erinnert werden soll, droht auf diese Weise vergessen zu werden. Aber gerade hier setzt die Kunst in ihrer Wandlungsfähigkeit an und verrät etwas über die Unermeßlichkeit ihrer Geheimnisse, Dani Karavans Denkmalanlage in Portbou ist dazu das auf mehreren Wegen erfahrbare Beispiel.
Die Autorin: Sigrid Hauser, geboren in Meran. Universitätsprofessorin für Architekturtheorie an der Technischen Universität Wien. Bücher und Texte zur Architektur von Lois Welzenbacher, Curzio Malaparte, Tadao Ando, PAUHOF, Peter Zumthor u.a. Zahlreiche Publikationen zu Themen der Konzeptions- und Rezeptionsästhetik, Schwerpunkte: Fotografie, Film, Kunst, Literatur und Politik im Zusammenhang mit Architektur. Zuletzt ist erschienen: Kafkas Raum im Zeitalter seiner Digitalen Überwachbarkeit, Löcker, Wien 2009.
Kunst an Architektur. Kleihues + Kleihues, Stefan Sous, Anette Haas/Friederike Tebbe, Antje Schif-fers/Thomas Sprenger, Ulrich Brüschke. Hrsg.: Müller, Ulrich; Beitr.: Kressner, Johannes; Krestas, Lothar Fehn; Müller, Ulrich; Noebel, Walter A. 64 S. 33 meist fb. Abb. 28 x 22 cm. Gb. EUR 29,80. CHF 49,50 ISBN: 978-3-8030-0728-5 Wasmuth
Jan Kleihues hat bei der Konzeption der Ausstellung und des Buches zu seinem im Bau befindlichen Neubau für die BND-Zentrale in Berlin Wert darauf gelegt, dass neben der Architektur auch die dafür entworfenen Kunst-am-Bau-Projekte ausführlich vorgestellt werden. Denn sie werden integraler Bestandteil der Architektur sein und diese nachhaltig bereichern.
Dieses Vorgehen ist in seiner Konsequenz zunächst überraschend. Beim Betrachten der Architekturperspektiven und dem Studium der Kunstprojekte wird jedoch deutlich, wie sehr es sich lohnt, die Aufmerksamkeit auf die Kunst und ihre Beziehung zur Architektur zu richten. Gleichzeitig wird deutlich, dass das Motto "Kunst an Architektur" nicht nur die Wertschätzung des Architekten für die Kunst unterstreicht. Man kann auch herauslesen, welches Selbstverständnis Kleihues von seiner Architektur hat. Sie ist souverän und offen für die umfassende und komplexe Bespielung mit Kunst. Denn keine der Arbeiten von Brüschke, Haas/Tebbe, Schiffers/Sprenger und Sous ist vom Maßstab her klein oder unscheinbar. Alle nehmen sich ihren Raum und sprechen ihre eigene Sprache. Für die Kunst vor dem Gebäude bildet die sorgsam modellierte Großform eine ideale Bühne. Im Inneren ist die aus wenigen Elementen komplex aufgebaute Raumstruktur ein wunderbarer Rahmen für die Kunst. Er lässt sie einerseits hervorragend zur Geltung kommen, verliert durch deren Präsenz jedoch nichts von seiner eigenen Strahlkraft.
Die Erfahrung zeigt, dass Kunst am Bau ein leider unterschätztes Thema ist. Aus diesem Grund kann man "Kunst an Architektur" gar nicht hoch genug bewerten. Es zeigt, wie beide Genres sich bereichern können, ohne ihre jeweilige Autonomie zu beeinträchtigen.
Sehnsucht Brasilien/Saudade do Brasil. Der Maler Fritz Steisslinger auf Brasilienreise 1934/ O pintor Fritz Steisslinger em viagem pelo Brasil, 1934. Hrsg.: Baumgart, Markus; Hrsg.: Steisslinger, Frederica; Konzeption von Baumgart, Markus; Beitr.: Froitzheim, Eva-Marina; Imiela, Hans J; Merklinger, Martina. Deutsch;Portugiesisch. 160 S. 59 fb. Abb. u. 47 in s/w. 24 x 26 cm. Gb. EUR 29,80. CHF 47,50 ISBN: 978-3-8030-3347-5 Wasmuth
Fritz Steisslinger (2. August 1891, Göppingen – 16. März 1957, Böblingen) war langjähriges Mitglied der Stuttgarter Sezession und deren erster Vorsitzender nach der Neugründung 1946. Nach ausgedehnten Reisen sowie einem mehrjährigen Aufenthalt mit der ganzen Familie in Berlin (1929–31), wo er bereits 1924 erste Kontakte zu Galerien und Künstlerkreisen geknüpft hatte, führte ihn sein Lebensweg immer wieder in den südwestdeutschen Raum zurück.
Eine ganz besondere Beziehung verband Fritz Steisslinger mit Brasilien, nicht zuletzt durch seine zwar deutschstämmige, aber in Rio de Janeiro geborene Ehefrau Elisabeth Haasis. Eine erste Reise führte ihn 1934 in das Land, mit seinem Besuch in den Jahren 1948 bis 1950 verband sich sogar der Wunsch nach einer Übersiedelung. Beide Aufenthalte waren von großer Bedeutung für den Menschen, aber auch den Maler Fritz Steisslinger. Sie fügten seinem „Weltbild neue Farben“ hinzu, wie er selbst bemerkte. Gleichzeitig schwingt in seinem frühen Brasilien-Werk ein dokumentarischer Aspekt mit.
„Stuttgart, das Schwabenland, und Brasilien: mir scheint man hätte kein besseres Verbindungsglied finden können – jedenfalls kein strahlenderes, mitreißenderes – als das dieser Bilder von Fritz Steisslinger“, schrieb so auch der damalige Leiter der Graphischen Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart, Heinrich Geissler, als die Brasilien-Bilder Fritz Steisslingers im September 1987 das erste Mal als eigenständiger Werkblock in Stuttgart ausgestellt wurden. „Sie sind in ihrer koloristischen Vielfalt und Lebendigkeit, der Beobachtungsschärfe und Sachtreue ein köstliches Lob, zugleich aber auch ein Stück Bestandsaufnahme des riesigen Landes. Es wäre sehr zu wünschen, dass sie einmal zu einem Bildband vereint der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden könnten.“ Zumindest für die Bilder von 1934 liegt dieser Band hiermit nun endlich vor. Ergänzt durch zahlreiche Dokumente bildet er über das künstlerische Werk Steisslingers hinaus das vergangene Brasilien der 1930er-Jahre ab.
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Das Neue Museum und der Goldhut. Leporello-Malbuch. 2010. 20 S., zahlr. fb. Abb., 28 x 28 cm, Pb. EUR 12,80 ISBN: 978-3-8030-0205-1 Wasmuth
Das Museum für Vor- und Frühgeschichte, das 2009 in das Neue Museum auf der Museumsinsel eingezogen ist, besitzt eine der größten Sammlungen zur Archäologie der Alten Welt. In dieser tollen Sammlung, die sich mit den Menschen, ihrer Kultur und ihren Hinterlassenschaften von der Steinzeit bis ins Mittelalter beschäftigt, gibt es eine Menge zu gestalten.
Mit diesem Leporello-Malbuch kannst Du die nordische Götterwelt und viele spannende Funde aus der Vor- und Frühgeschichte auf Deine ganz eigene Weise entdecken. Wir laden Dich ein, die Bilder in diesem Buch in Ruhe zu betrachten, sie auszumalen und zu gestalten, um so einzutauchen in eine versunkene aufregende Welt voller Magie und Zauber. Wie die berühmten Künstler, die die Wandgemälde des vaterländischen Saals gemalt haben, kannst Du mit diesem Malbuch Deine Geschichte von der nordischen Götterwelt als Wandfries für Dein Zimmer gestalten. Vielleicht hast Du auch Lust, noch mehr zu erfahren oder selbst weiter kreativ zu werden. In diesem Buch findest Du viele zusätzlichen Informationen und Erläuterungen, damit Du Deine eigene vor- und frühgeschichtliche Welt erschaffen kannst.
Das Neue Museum und Nofretete. Leporello-Malbuch 20 S. zahlr. fb. Abb. 28 x 28 cm. Pb., EUR 12.80 ISBN: 978-3-8030-0204-4 Wasmuth
Die Ägyptische Sammlung Berlin, die 2009 in das Neue Museum auf der Museumsinsel eingezogen ist, besitzt viele der wertvollsten und berühmtesten Schätze des alten Ägypten. Das Pharaonenreich der alten Ägypter gibt es heute nicht mehr, doch durch die beeindruckenden und geheimnisvollen Kunstwerke und Schriften, die uns die Menschen von damals hinterlassen haben, können wir es in unserer Fantasie wieder lebendig werden lassen. Wenn wir sehr genau hinschauen, erzählen uns all diese Schätze viele spannende Geschichten – vom Leben am Nil vor Tausenden von Jahren, von tierköpfigen Göttern, mächtigen Herrschern, berühmten Frauen und von einem geheimnisvollen Leben in der Unterwelt.
Entdecke mit diesem Leporello-Malbuch die Kunstwerke der Ägyptischen Sammlung Berlin auf deine Weise. Wir laden dich ein, die Bilder in diesem Buch in Ruhe zu betrachten, sie auszumalen und zu gestalten, um so einzutauchen in eine versunkene aufregende Welt voller Magie und Zauber. Wie die mächtigen Pharaonen in ihren Pyramiden kannst du mit diesem Malbuch Deine Geschichte von Ägypten als Wandgemälde für dein Zimmer gestalten. Vielleicht hast du auch Lust, noch mehr zu erfahren oder selbst weiter kreativ zu werden. In diesem Buch findest du viele zusätzliche Informationen und Erläuterungen, damit du deine eigene ägyptische Welt gestalten kannst.
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung; Reiter, Fabian; Wildung, Dietrich; Zorn, Olivia; Hrsg.: Wildung, Dietrich; Ägyptisches Museum und Papyrussammlung SMB-SPK;100 Meisterwerke; 192 S.; 150 fb. Abb.; 28 x 20 cm; Pb.; EUR 29,80; CHF 49,50 ISBN: 978-3-8030-3333-8 Wasmuth
Die Publikation "100 Meisterwerke" ist ein Katalog der besonderen Art. Er ist nicht nur ein Begleiter in der Ausstellung, sondern auch ein fundiertes Kunstgeschichtsbuch. Die Autoren – Dietrich Wildung, ehemaliger Direktor des Ägyptischen Museums, Olivia Zorn, stellvertretende Direktorin, und Fabian Reiter, Kurator der Papyrussammlung – sind verantwortlich für die Ausstellungspräsentation und laden in den Texten zu einem sehr persönlichen Rundgang durch die Neukonzeption der Sammlung ein.
100 Objekte des Ägyptischen Museums und der Papyrussammlung, die zu den herausragendsten Kunstwerken der altägyptischen Kultur weltweit zählen und teilweise seit 1939 den Besuchern nicht mehr zugänglich waren, werden in diesem Band im Kontext der Ausstellung vorgestellt. Der Leser lernt nicht nur die wichtigsten Exponate der seit Oktober 2009 im Neuen Museum präsentierten Berliner Sammlung kennen, zu denen neben der berühmten Büste der Nofretete vor allem die drei vollständig erhaltenen Opferkammern, die detailreichen Reliefs, die fein modellierten Skulpturen und die zur Weltliteratur zählenden Papyri gehören, sondern begibt sich gleichzeitig auf eine spannende Reise durch die (Kunst-)Geschichte Altägyptens.
Der Aufbau des Katalogs folgt dem Rundgang der Ausstellung und gliedert sich in einzelne Themenbereiche. Die mit der Sammlung bestens vertrauten Autoren eröffnen dem Leser neue Aspekte der weltbekannten Kunstwerke, lenken gleichzeitig den Blick auf ungewöhnliche Details und eröffnen durch fundierte Interpretationen geschichtlicher und thematischer Zusammenhänge eine neue Sichtweise auf das antike Ägypten. Viele bislang unveröffentlichte Neuaufnahmen und Detailansichten der Exponate runden den reich bebilderten Band ab und geben dem Leser die Möglichkeit, über den Museumsbesuch hinaus tiefer in die Besonderheiten der ägyptischen Kunst einzudringen.
Ein neuer Blick. A New View. Architekturfotografien aus den Staatlichen Museen zu Berlin/ Architecture Photography from the National Museums in Berlin. Hrsg.: Ludger Derenthal und Christine Kühn. Geleitwort: Michael Eissenhauer und Hermann Parzinge. Beitr.: Ludger Derenthal, Janos Frecot, Simone Förster, Susanne Holschbach, Stefanie Klamm, Kathrin Kohle, Christine Kühn, Barbara Lauterbach, Andrea Lesjak, Kristina Lowis, An Paenhuysen, Miriam Paeslack, Annette Philp, Moritz Wullen. Dtsch/Eng. 416 S., 340 fb. Abb. 24 x 29 cm, Gb. Wasmuth, Tübingen 2010. EUR 48,00 ISBN: 978-3-8030-0704-9 Wasmuth
Zur Wiedereröffnung des glanzvoll erneuerten Kaisersaals zeigt die Sammlung Fotografie – Museum für Fotografie der Kunstbibliothek verborgene Schätze aus den Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin. Die Architekturfotografie war von Anfang an in vielen Sammlungen vertreten, Bilder von Bambushütten, aber auch antiken Ruinen finden sich im Ethnologischen Museum, Fotografien der Pyramiden im Ägyptischen Museum, Aufnahmen indischer Moscheen im Museum für Asiatische Kunst und Architekturfotografien der Gebäude der klassischen Moderne in der Kunstbibliothek. In mehreren Tiefenbohrungen werden diese bislang nur Fachleuten und Wissenschaftlern bekannten Fotografien gehoben und als Exempel einer der wichtigsten Gattungen der Fotografie vorgestellt.
Der Katalog zeigt in 18 Kapiteln die reiche Vielfalt der Sammlungen, analysiert den komplexen medialen Umgang mit den Fotografien und versucht somit eine andere, nichtkanonische Geschichte der Architekturfotografie.
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Eva Maria Froschauer. An die Leser. Baukunst darstellen und vermitteln – Berliner Architekturzeitschriften um 1900. 272 S., 136 Abb., 22,5 x 26,5 cm, Gb. EUR 34,80 ISBN: 978-3-8030-0707-0 Wasmuth
Architekturtheorie und -geschichte tendieren dazu, sich weniger für das "Werk" oder den "Baukünstler" zu interessieren als für die mediale "Repräsentation" des "Werkes". Architektur und Baukunst benötigen zwar die Medien zu Identifikation und Erläuterung, doch kann dies auch dazu führen, dass nur mehr diese "Darstellung" bewertet wird. Das "Bild" der Architektur entsteht so oft und manchmal ausschließlich über ihre mediale Widerspiegelung (K. Rattenbury).
Das vorliegende Werk beschäftigt sich mit Fragen des Editierens und Vermittelns von Architektur in der Fachpresse. Beobachtungszeitraum und -ort bilden dabei sechs repräsentative Periodika, die zwischen den Jahren 1900 bis 1914 in Berlin erschienen sind: Die Bauwelt, die Berliner Architekturwelt, das Centralblatt der Bauverwaltung, Kunst und Künstler und Der Städtebau. Die ausgewählten Zeitschriften, die das Spektrum vom Beamten- bis zum Kunstblatt umreißen, werden hier nicht nur als chronologisches Quellenmaterial genutzt und untersucht, sondern als "Korpora", als abgeschlossene Einheiten, die sehr unterschiedlichen Vermittlungskonzepten gefolgt sind.
Dorfbrücke Vals; Dechau, Wilfried; Abb.Dechau, Wilfried; Beitr.: Baus, Ursula; Conzett, Jürg; Hannay, Patrick u.a. 144 S.; 100 drucklakierte, meist ganzseitige Fotos; 30 x 32 cm; Gb. in Schuber; EUR 78,00; CHF 125,00 ISBN: 978-3-8030-0721-6 Wasmuth
Der weltweit renommierte Ingenieur Jürg Conzett hat in Vals eine Brücke gebaut, die im allerbesten Sinne zeitlos ist – verbindet sie doch die schon Jahrtausende alte Technik des Steinbrückenbaus auf sehr subtile Weise mit der Stahlbeton- und Spannbeton-Moderne. Um die komplexe Konstruktion der Brücke zu verstehen, ist es hilfreich, ihre Bau-Geschichte in Fotos nachzuvollziehen. Und dazu mag dieses Buch dienen. Es ist in einer Reihe zu sehen mit dem Buch "Traversinersteg"“ (2006) und dem Buch "Seebrücke" (2007).
Die von Jürg Conzett (Ingenieure Conzett Bronzini Gartmann, Chur) geplante neue Dorfbrücke Vals ist eine gestalterisch brillante Antwort auf die 1996 von Peter Zumthor gebaute Therme Vals, die inzwischen längst zum Kultort avancierte. Kein Wunder, Peter Zumthor war bei der Konzeptfindung der Brücke mit von der Partie. Eingeweiht wurde diese ungewöhnliche Steinbrücke am 6. Juni 2010.
Wilfried Dechau hat die Bauarbeiten vom Verschieben der alten Brücke über den Bau der Hilfsgerüste, den Stahlbetonrohbau und schließlich die Komplettierung mit Valser Natursteinen mit der Kamera begleitet. Er war auf der Baustelle den Handwerkern und den zahlreichen Zaungästen genauso nah wie den Ingenieuren und hat nicht nur das allmähliche Werden der Brücke in Bildern fest gehalten, sondern auch die Konzentration und Anspannung in den Gesichtszügen der Beteiligten feinfühlig protokolliert. In diesem Bildband geht es nicht nur um den Bau einer Brücke, es geht um das Abenteuer des Bauens und die Faszination des Ingenieurberufes schlechthin.
Wilfried Dechau war viele Jahre Chefredakteur einer Zeitschrift für Architekten und Ingenieure. Besonderes Augen merk hat er dabei immer auf die Fotografie gelegt. 1995 hat er den Europäischen Architekturfotografie-Preis "architekturbild" ins Leben gerufen. 1996 verfasste er ein Buch über die Architekturfotografie, 2003 hat er den Verein architekturbild e.v. gegründet, der sich zum Ziel setzt, das künstlerische Niveau der Architekturfotografie zu fördern. 2001 wurde seine Fotoserie zum Bau der kurze Zeit weltweit größten Hängebrücke über den Storebelt mit dem Kodak Fotokalenderpreis ausgezeichnet. Seit 2005 widmet sich Wilfried Dechau vor allem der Aufgabe, das Bauen als Prozess im Bild festzuhalten und nicht nur das fertige Bauwerk. Im Mai 2010 eröffnete er in Stuttgart die Fotogalerie f75, in der u.a. auch die Bilder dieses Buches ausgestellt werden.
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