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Wasmuth Verlag

 
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Katharina Steiner. Max Krajewsky. Architekturfotograf zwischen Handwerk und Kunst. Hrsg. Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin. 64 S.; 49 Abb. in Duplex.; 26 x 21 cm; Gb.; EUR 19,80 ISBN: 978-3-8030-0722-3 Wasmuth
Der Architektur- und Industriefotograf Max Krajewsky (1892–1972) begleitete mit seiner Kamera über 50 Jahre die Entstehung zahlreicher Berliner Bauten. Die Aufnahmen besitzen chronistischen Charakter und entstanden im Auftrag von Bauunternehmen, Architekten, städtischen und staatlichen Behörden. Sie belegen prägende Phasen der Berliner Bau- und Stadtentwicklung und dokumentieren zentrale Erinnerungsorte der Technik-, Kultur-, Industrie- und Architekturgeschichte. 490 erhaltene Aufnahmen des wohl renommiertesten Baufotografen der 1920er bis 1960er Jahre werden im Historischen Archiv der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin bewahrt. Die Erschließung seines Gesamtwerks gleicht einer herausfordernden Spurensuche, da weder Negative oder Glasplatten noch das Fotografenarchiv überliefert sind. Hinweise auf dessen Umfang und Systematik geben lediglich die Bildsignaturen auf den Originalabzügen sowie die publizierten Aufnahmen.
Zur ersten Sonderausstellung mit einer Auswahl von Max Krajewskys Fotografien im Deutschen Technikmuseum Berlin ist dieses Begleitbuch erschienen. Die historisch-wissenschaftliche Monografie widmet sich dem Leben und Werk des bedeutenden Fotochronisten der Berliner Baugeschichte. Sie setzt Maßstäbe für die weitere Krajewsky-Forschung.
Von Göttern und Menschen. Bilder auf griechischen Vasen. Antikensammlung Staatliche Museen zu Berlin. Fotos v. Geske, Ingrid /Laurentius, Johannes /Beitr. v. Backe-Dahmen, Annika /Kästner, Ursula /Scholl, Andreas /Schwarzmaier-Wormit, Agnes /Hrsg. v. Antikensammlung SMB-SPK. 2009. 120 S., 100 fb. Abb. 21 x 25 cm. Ebr EUR 24,80 ISBN: 978-3-8030-3331-4 Wasmuth
Die griechischen Vasen sind für die Kenntnis der Antike und die Beurteilung griechischer Mythen und Lebenswelten unentbehrliche Informationsträger. Die tönernen und vielfältig verzierten Gefäße erfüllten verschiedene Funktionen im täglichen Leben und im Kult. Darauf beziehen sich auch ihre Dekorationen und Bilder. Somit sind antike Vasen seit jeher unverzichtbare Bestandteile von Sammlungen und Museen.
Die Berliner Antikensammlung ist eine der ältesten nördlich der Alpen. Sie kann auf eine mehr als 300jährige Geschichte zurückblicken. 1830 wurde der erste Museumsbau in Berlin eröffnet – das Alte Museum. In den folgenden Jahren wuchs die Vasensammlung durch zahlreiche Entdeckungen und Erwerbungen. Besonders bekannte Mythen- und Sagenbilder – oftmals versehen mit antiken Beischriften – standen im Zentrum des Interesses. Heute zählt die Berliner Vasensammlung neben denen des British Museum, des Louvre, der Eremitage und des Metropolitan Museum zu den größten und vielfältigsten Kollektionen ihrer Art.
Jändl, Barbara: Altsüdarabische Inschriften auf Metall. 2009. 248 S., 70 meist fb. Abb. 21 x 30 cm. (Epigraphische Forschungen auf der Arabischen Halbinsel 4) Gb EUR 45,00 ISBN: 978-3-8030-2201-1 Wasmuth
In den letzten Jahren haben neben den überaus zahlreichen Steindenkmälern aus dem antiken Südarabien auch die in weit weniger großer Zahl erhaltenen Luxus-, Kult- und Gebrauchsgegenstände aus Metall, die der altsüdarabischen Kultur zugeordnet werden können, verstärkt Aufmerksamkeit erfahren. Das Interesse galt dabei zumeist der Erforschung ihrer Materialzusammensetzung und Herstellungstechnik sowie ihrer stilistischen Einordnung, während die auf den Objekten angebrachten Texte davon unabhängig in eigenen Arbeiten behandelt wurden. Im vorliegenden Band werden nun erstmals alle für die Bewertung altsüdarabischer beschrifteter Metallgegenstände wichtigen Aspekte in allgemeinverständlicher und übersichtlicher Form zusammengeführt. So widmet sich ein erster Abschnitt den Eigenschaften der Metalle, den technischen Verfahren, die in der Antike bei der Metallverarbeitung zum Einsatz kamen, und den möglichen Rohstoffquellen. Des Weiteren werden die grundlegenden Funktionsweisen der naturwissenschaftlichen Untersuchungsmethoden beschrieben, die bei der Analyse einiger der im vorliegenden Band behandelten Metallobjekte zur Anwendung kamen. Nach einem Überblick über die auf den Metallgegenständen vertretenen Textgattungen folgt ein Katalog der Inschriften. Die vollständigen Texte werden dabei in Transkription und Übersetzung dargeboten und sind mit einem Kommentar versehen, in dem auf ihre sprachlichen und inhaltlichen Besonderheiten sowie auf abweichende Übersetzungen hingewiesen wird. Daneben werden alle relevanten Informationen wie Herkunft, Fundort, Datierung und bisher zu den betreffenden Stücken erschienene Literatur in knapper Form aufgeführt. Auf diese Weise soll der Band als Grundlage und Hilfsmittel für weitere Forschungen dienen, die sich mit den aus dem antiken Südarabien erhaltenen Schriftdenkmälern aus Metall umfassend auseinandersetzen wollen.
Barbara Jändl, die am Institut für die Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients in Jena promoviert wurde, arbeitet seit 1994 als Restauratorin für archäologisches Kulturgut an der Archäologischen Staatssammlung München.
Wohnen 50 plus. Neue Qualitäten - Anforderungen - Fakten - Beispiele. Von Baumann, Dorothee /Steffen, Gabriele /Turan, Murat /Weeber, Rotraut /Hrsg. v. Weeber + Partner Institut für Stadtplanung und Sozialforschung. 2009. 160 S., mit 145 meist fb. Abb u. 95 Grafiken u. Plänen cm. 17 x 21 cm Pb EUR 24,80 ISBN: 978-3-8030-0715-5 Wasmuth
Was erwarten Menschen, die älter werden, aber noch nicht alt sind, von ihrer Wohnung? Was bewegt sie bei einem Wohnungswechsel in dieser Lebensphase? – Oft verändern sich gerade die Lebensumstände; man weiß jetzt auch genauer als früher, was einem wichtig ist. Lebenssituation, Lebensstil und finanzielle Möglichkeiten bestimmen die Qualitätserwartungen, Motive und Entscheidungen. Anforderungen, die in späteren Jahren relevant sein werden, spielen schon eine Rolle, sind aber nicht alleiniges Kriterium – man will es vor allem nicht „altenspezifisch“. Gibt es nun – in angemessener Zahl und Qualität – für diese Menschen auch geeignete Wohnungen?
Porträts von Vertretern der Generation 50 plus und ihrer Wohnungen zeigen in diesem Band in Text, vielen Fotos und Plänen konkrete Beispiele in unterschiedlichen Städten und Konstellationen: In der Stadt attraktiv zur Miete wohnen – Umbau als Chance; Sicher auf alle Fälle – auf Dauer günstig wohnen in der Siedlung; Hochwertige Eigentumswohnungen – Neubau in der Innenstadt; Baugemeinschaften – individuell und gemeinsam planen und bauen. Aus den Beispielen werden übergreifende Qualitätsanforderungen abgeleitet.
Daten und Fakten mit zahlreichen Grafiken zu Bevölkerungsentwicklung, Umzugsverhalten, Mobilität, Sozialstruktur, Wohnungswahl sowie eine Auseinandersetzung mit Milieus, Wohnstilen, Marktsegmenten, mit Schlüsselfragen des Wohnens und der Generation 50 plus liefern weitere Anhaltspunkte.
Angesprochen sind Interessierte aus Wohnungswirtschaft, Architektur und Stadtplanung, Kommunen, Verwaltung, Politik und Wissenschaft, aber auch alle anderen, die sich mit dem Älterwerden und seinen Qualitätsanforderungen auseinandersetzen wollen.
WEEBER+PARTNER, das seit 1969 bestehende Institut, sieht seine Aufgabe im Planen, Forschen, Beraten und Moderieren in den Bereichen Stadt- und gesellschaftliche Entwicklung, Bauen, Wohnen und Infrastruktur und arbeitet vor allem für öffentliche und gemeinnützige Auftraggeber wie Bundes- und Landesministerien, Kommunen, Verbände oder soziale Organisationen.
Santarossa, Hella de: Die Mauer muss... IST weg!. Einl. v. Tannert, Christoph /Vorw. v. Momper, Walter /Fotos v. Lepkowski, Gunter /Williams, Steven M. 2009. 48 S., 30 fb. Abb. u. 10 sw. Fotos 19,5 x 20 cm. Gb EUR 15,00 ISBN: 978-3-8030-3341-3 Wasmuth
Die Künstlerin Hella De Santarossa befand sich als Zeitzeugin mit Diktafon und Fotoapparat in den aufregenden, freuden- und tränenreichen Stunden des 9. November 1989 an einem der Brennpunkte Berlins.
Sie nutzte die einmalige Chance, vom an der Mauer gelegenen Künstlerhaus und dem Café Adler am Grenzübergang Checkpoint Charlie die Entwicklung der Ereignisse kontinuierlich zu verfolgen. Diese verarbeitete sie in Bildern und Installationen auf Leinwand, Papier, Foto, Film und Audio.
Ihre Werke sollen nicht nur die Erinnerung an den Tag des Mauerfalls lebendig werden lassen, sondern die Betrachter anregen, Berlin aus heutiger Sicht zu erleben und sich bewusst zu machen, welche gewaltigen Veränderungen sich in der Zwischenzeit vollzogen haben.
SICHTENDREIZEHN. Katalog zur Jahresausstellung 2009 des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt. 2009. 208 S., zahlr. meist fb. Abb. 22 x 17 cm. Pb EUR 19,80 ISBN: 978-3-8030-0717-9 Wasmuth
Sichten ist die seit 1997 jährlich stattfindende Jahresausstellung des Fachbereichs Architektur der Technischen Universität Darmstadt, die zum dreizehnten Mal durch Studenten initiiert und organisiert wird.
Unter den ausgestellten studentischen Projekten aus Entwürfen, Seminaren und Übungen der letzten zwei Semester befinden sich Pläne und Modelle, Zeichnungen und Renderings, Fotografien und Filme, Bilder und Skulpturen.
Anhand dieser exemplarischen Arbeiten wird SICHTENDREIZEHN durch Gegenüberstellungen kontrastierender Projekte in den Bereichen Maßstab, Inhalt, Form, Darstellung und Handwerkszeug die ganze Bandbreite der vielfältigen Herangehensweisen und architektonischen Lösungen, sowie das Spektrum der gestellten Aufgaben aufzeigen.
So wird allen Besuchern die Möglichkeit gegeben, die Arbeiten der Darmstädter Architekturstudenten zu sichten und sich inhaltlich mit ihnen auseinanderzusetzen.
SICHTENDREIZEHN zum dreizehnten Mal in bester Tradition.
Schachner, Andreas: Assyriens Könige an einer der Quellen des Tigris. Archäologische Forschungen im Höhlensystem von Birkleyn und am sogenannten Tigris-Tunnel. Beitr. v. Dogan, Ugur /Helmholz, Yvonne /Ögüt, Birgül /Radner, Karen. 2009. 288 S., 261 Abb. 29,7 x 21,0 cm. (Istanb. Forsch. 51) Ln EUR 35,00 ISBN: 978-3-8030-1772-7 Wasmuth
Bei Birkleyn tritt einer der westlichen Quellarme des Tigris aus dem Taurus an die Oberfläche, nachdem er zuvor etwa 1 km durch einen natürlichen Tunnel geflossen ist. Diese geographische Situation charakterisiert den Ort als etwas Besonders im Vorderen Orient und macht ihn in vielen Epochen zu einem mythischen Anziehungspunkt. Diese Stelle galt unter anderem den Assyrern als eigentliche Quelle des Tigris und kann mit großer Wahrscheinlichkeit als Ort eines Naturheiligtums interpretiert werden. Die Bedeutung des Ortes zeigt sich insbesondere daran, dass zwei assyrische Herrscher des 12. bzw. 9. Jahrhunderts v. Chr. hier Inschriften und Felsreliefs hinterlassen haben. Da die Gebirgsregionen der Ost und Südost-Türkei zu den archäologisch am wenigsten bekannten Regionen des Vorderen Orients gehören, erschließen die interdisziplinären Arbeiten in Birkleyn eine bisher weitgehend unbekannte Region erstmals systematisch. Dabei werden nicht nur die assyrischen Denkmäler auf einer völlig neuen Grundlage untersucht und vorgelegt, sondern durch die Analyse der Funde und der historischen Quellen ist es nun möglich, die Siedlungsgeschichte der Region vom Neolithikum bis in die Zeit der arabischen Kalifate und ihre Stellung zwischen den Kulturen Ostanatoliens und Nordmesopotamiens nachzuzeichnen.
Being Object. Being Art. Masterpieces from the Collections of the Museum of World Cultures, Frankfurt am Main. Englische Ausgabe Fotos v. Beckers, Stephan /Beitr. v. Raabe, Eva Ch /Sibeth, Achim /Stelzig, Christine /Suhrbier, Mona B /Schulenburg, Stephan von der /Hrsg. v. Sibeth, Achim /Museum d. Weltkulturen, Frankfurt am Main. 2009. 324 S., 210 fb. Abb. 28 x 21 cm. Gb EUR 49,80 ISBN: 978-3-8030-3338-3 Wasmuth
etzte Runde?. Ein Spaziergang zu traditionellen Berliner Eckkneipen. Fotos v. Olthoff, Gudrun /Beitr. v. Füsers, Clemens. 2009. 160 S., zahlr. meist farb. Fotos 12 x 17 cm. Gb EUR 15,00 ISBN: 978-3-8030-3329-1 Wasmuth
n diesem Band werden erstmals die noch bestehenden Berliner Eckkneipen in Ost und West dokumentiert. Die Fotos stehen dabei stellvertretend für die rund 6.000 Lokale, die in Ermangelung ausreichender Straßenecken auch schon mal "mittendrin" liegen können. Zwei Jahre lang zogen die Autoren von Kneipe zu Kneipe – ohne in jeder ihren Durst zu löschen, wie sich von selber versteht. Dieser Spaziergang in Wort und Bild zu den traditionellen Berliner Eckkneipen, die schon bald der Vergangenheit angehören könnten, wird für den Leser originell und augenzwinkernd festgehalten.
Die Berliner Eckkneipe hat seit ihrem rasanten Aufstieg vor rund 150 Jahren das Gesicht dieser Stadt geprägt, und kaum eine andere Metropole ist durch diese Institution so treffend charakterisiert wie Berlin. Sie spiegelt die Mentalität ihrer Menschen, und die Gäste gestalten ihre "gute Stube" mit viel Liebe, Originalität und Sinn für Humor. Die Berliner Eckkneipe, von der es früher häufig vier an jeder Straßenkreuzung gab, zeichnet sich durch ein unverwechselbares Ambiente aus, das sich auch aufgrund der typischen Ästhetik der Gründerzeit und des Jugendstils schon auf den ersten Blick von modischen Clubs, Bars und Lounges unterscheidet. Nicht selten weisen handgemalte Typen und Szenen des proletarischen Alltags auf die Zielgruppe des Lokals hin, und die Originalität, mit der die Wirte ihren Kaschemmen und Spelunken hochtrabende oder ironische Namen verleihen, scheint keine Grenzen zu kennen.
Es wird ein Stück Alltagskultur dokumentiert, das eineinhalb Jahrhunderte gewachsen ist und in den nächsten Jahrzehnten völlig zu verschwinden droht. Diese Auswahl an Orten der Trinkkultur und der Heimstatt der "kleinen" Leute ist eine Hommage an den Inbegriff Berliner Lebens, das damit der Nachwelt erhalten bleiben soll. Der Bildband mit seinem aufschlussreichen Essay „Molle, Korn & Futschi. Die Berliner Eckkneipe im Wandel der Zeit“ ist eine architektonische, kulturelle und stadtgeschichtliche Bestandsaufnahme, die längst überfällig war. Die Idee ist so naheliegend, dass man sich nur wundern kann, warum seit über 20 Jahren keine Publikation zu dem Thema erschienen ist.
Ulrike Böhme. Kunst für wen?. Vorw. v. Wyss, Beat /Beitr. v. Böhme, Ulrike /Hauser, Susanne. 2009. 140 S., 180 fb. Abb. 19 x 17 cm. Pb EUR 38,80 ISBN: 978-3-8030-3335-2 Wasmuth
Ulrike Böhme (geb. 1952) ist eine Künstlerin, die im Kontext arbeitet: in öffentlichen Räumen. Als Plattform ihrer künstlerischen Eingriffe wählt sie unspektakuläre, oft "unschöne" Orte, wie sie in modernen Städten in großer Vielfalt zu finden sind. Einmal ist es eine lärmende Großbaustelle, ein anderes Mal die Tristesse einer großstädtischen Tiefgarage, die als Kontext ausgesucht werden. Die Menschen, die diese Orte nutzen, sind überwiegend keine Kunstliebhaber. Es sind Menschen im Alltag mit einer sehr heterogenen Sicht der Dinge.
Durch Böhmes Installationen erfahren sie etwas über die Art und die "Geheimnisse" dieser Örtlichkeiten. Diese Eingriffe wollen nicht lediglich verschönern oder dekorieren. Sie spielen mit dem Erscheinungsbild der Alltäglichkeit. Sie haben keinen Anspruch auf Ewigkeit, sondern zeigen durch ihre Vergänglichkeit das Prozesshafte des Ortes und beschreiben die Zeit, die hier vergeht. Ein besonderes Interesse Böhmes gilt auch dem Ritual. Ihre Neugestaltungen althergebrachter Bräuche wie Grundsteinlegung oder Richtfest schaffen - vor allem durch die Einbeziehung der Menschen, die direkt betroffen sind – neue Bedeutungen, wichtige Erinnerungen, entscheidende Identifikationen.
Gisèle Celan-Lestrange (1927-1991). Mitwirkung (sonst.): Celan, Eric /Badiou, Bertrand /Hrsg. v. Bruckinger, Ute /Bruckinger, Klaus. 2009. 484 S., 877 Abb., davon 400 fb. 30 x 24 cm.Gb EUR 68,00 ISBN: 978-3-8030-3332-1 Wasmuth
Gisèle Celan-Lestrange, 1927 in Paris geboren, studierte Malerei und Zeichnung an der renommierten Académie Julian und die Technik der Radierung im Atelier Friedlaender. Bis zu ihrem Tod 1991 lebte und arbeitete sie in Paris als freischaffende Graphikerin und Malerin. Wiederholt kooperierte sie mit Dichtern, vor allem mit ihrem Ehemann Paul Celan (1920-1970). Das Werkverzeichnis macht ihr hochrangiges künstlerisches Œuvre, das Arbeiten in diversen malerischen und graphischen Techniken umfasst, erstmals in seiner ganzen Vielfalt der Öffentlichkeit zugänglich.
Gisèle Celan-Lestrange, née en 1927 à Paris, a fait des études de peinture et de dessin à la célèbre Académie Julian à Paris; à l'Atelier de Friedlaender elle a appris la technique de gravure. Jusqu’à sa mort, en 1991, elle a vécu et travaillé à Paris en tant qu'artiste indépendante dans la gravure, dans le dessin autant que dans la peinture. A plusieurs reprises elle a collaboré avec des poètes, en particulier avec son mari Paul Celan (1920-1970). Le catalogue de l'œuvre rendra son œuvre accessible au plus grand nombre. Cette œuvre de très haut niveau artistique regroupe des peintures et des gravures de différentes techniques.
Einführungen 2006-2009. Architektur Galerie Berlin. Hrsg.: Ulrich Müller. 120 S., 19 Abb. 22 x 28 cm, Gb. EUR 29,80 ISBN: 978-3-8030-0716-2 Wasmuth
Ausstellungen zählen heute zu den wichtigsten Bausteinen einer erfolgreichen Architekturkommunikation. Für deren Alleinstellungsmerkmal sorgen u.a. der hohe Aufwand für Produktion und Präsentation sowie die überschaubare Zahl von Galerien etc., die in der Öffentlichkeit als relevante Ausstellungsorte etabliert sind.
Das zentrale Ereignis einer Ausstellung ist deren Eröffnung, die immer auch ein wichtiges gesellschaftliches Ereignis darstellt. Für den Besucher bietet sich dabei nicht nur die Möglichkeit, sich über das Gezeigte auszutauschen, sondern die Autoren selbst zu ihren Intentionen zu befragen.
Um diesen Wissenstransfer zu vervollständigen, lädt die Architektur Galerie Berlin in Zusammenarbeit mit den ausstellenden Architekten jeweils einen Journalisten, Kritiker oder Kollegen ein, der eine Einführung in die Arbeit des bzw. der Architekten oder die Ausstellung gibt. Auf diese Weise erhalten die Besucher zugleich einen Einblick in die Gedankenwelt eines versierten Fachmanns. Die kurze Dauer dieser intellektuellen Diskurse wird jedoch ihrer wichtigen Funktion nicht gerecht. Diesem Missverhältnis setzt das Buch "Einführungen" eine Sammlung ausgewählter Redetexte entgegen. Konzentriert, kurzweilig und bisweilen poetisch formulieren renommierte Journalisten und Architekten ihre Statements. Gleichzeitig fungiert die Textsammlung als Hommage an das Medium Ausstellung als Grenzzustand zwischen Idee und dauerhafter Realität. Denn trotz ihrer nur temporären Präsenz nehmen sie einen unverzichtbaren Platz in der Auseinandersetzung mit Architektur und Umwelt ein, besonders an der Schnittstelle zwischen Fachwelt und interessierter Öffentlichkeit.
Die "Einführungen" helfen, eine weitere Facette dieses komplexen Mediums zu beleuchten und zu erinnern.
Mit Beiträgen von Hubertus Adam, Olaf Bartels, Gerd De Bruyn, Martin Burckhardt, Oliver Elser, Helmut Geisert, Falk Jaeger, Claus Käpplinger, Martin Kieren, Peter Kulka, Hilde Léon, Andreas Ruby, Steven Spier, Jürgen Tietz, Konrad Wohlhage und Gerwin Zohlen
Martin Elsaesser und das Neue Frankfurt /Martin Elsaesser and the New Frankfurt. Hrsg. v. Elsaesser, Thomas /Gräwe, Christina /Schilling, Jörg /Schmal, Peter C. 09.10.2009. 220 S., 200 Abb. 30 x 24 cm. Gb EUR 49,80 ISBN: 978-3-8030-0705-6 Wasmuth
Die Publikation übernimmt eine Doppelrolle: Sie begleitet eine Ausstellung und dokumentiert ausführlich realisierte wie Projekt gebliebene Bauten des Architekten während seiner Zeit als künstlerischer Leiter des Hochbauamts in Frankfurt zwischen 1925 und 1932. Darüber hinaus vertieft sie Aspekte wie Elsaessers schwierige Rolle als maßgeblicher Mitgestalter des Neuen Frankfurt sowie die wirtschaftlichen, politischen und personellen Bedingungen seiner Amtszeit. Auch nähert sich das Buch dem Lehrer und (Familien-)Menschen Elsaesser an und unternimmt Exkurse in andere Schaffensphasen des Baukünstlers, der ein reiches Werk vor und wenige, aber hervorstechende Bauten nach der Frankfurter Phase hinterlassen hat. Die Analyse seiner Schriften spiegelt die Entwurfsauffassung eines Praktikers und Theoretikers wider, der sich als Vermittler zwischen Tradition und Moderne verstand. Ergänzend kommt das bisher umfangreichste Werkverzeichnis seiner (Um-)Bauten und Entwürfe für Frankfurt zwischen 1925 und 1954 hinzu.
Form Defining Strategies. Experimental Architectural Design. Beitr. v. Agkathidis, Asterios /Bettum, Johan /Blaisse, Maria /Bramkamp, Anja /Hauschild, Moritz /Hudert, Markus /Katodrytis, George /Schillig, Gabi /Schwarz, Michael /Weinand, Yves /Hrsg. v. Agkathidis, Asterios /Hudert, Markus /Schillig, Gabi. 2., 2., veränderte Auflage 2009. 126 S., 355 z. T. fb. Abb., 19 x 14 cm. Pb EUR 16,80 ISBN: 978-3-8030-0710-0 Wasmuth
This book examines experimental design methodologies in the field of architecture and their implementation in academic settings. Theoretical considerations by guest essayists and numerous examples of conceptual designs compliment the holistic approach of the Technical University of Darmstadt to the subject matter.
The studies collected here emerged during a two day workshop in 2006 with architecture students at the TU Darmstadt. Due to this short time frame, parameters such as functional specifications and local context were not considered. The models that emerged are organizational systems that have been developed through diagrammatic thinking and are therefore capable of representing processed data and strategies. The starting point of the teaching concept was a divergence from the usual methods and ways of thinking, allowing for new, innovative solutions to emerge during the design process. The development of novel spatial modules, in coherence with material and structural considerations, was actively encouraged.
During the workshop various design techniques were applied that enabled the development of integrative spatial concepts. Geometry played an essential role here. Studies were later developed by following given rules, converting them into diagrams then finally and perhaps most importantly, through the use of physical models. Thereby the question of materiality becomes a crucial consideration: the characteristics of different materials that were used for the models did not just influence geometrical possibilities, but brought with them material specific effects, with which spatial qualities could be intensified, explored and organised. This methodology is based on our conviction that working with physical models is indispensable even in today’s all-digital climate. Architects are able to explore unpredictable, unimagined, unexpected and exciting spatiality that can emerge organically during the design process. Novel, innovative spatial structures and systems are discovered and inform this process and subsequent decisions.
It becomes clear that the design process in architecture has to be understood as a conscious, sensible yet ambitious process to investigate and apply innovative notions of space to construction.
Schaedler, Karl-Ferdinand: Jesus auf der Seidenstraße. Die Suche nach den verlorenen Stämmen Israels und die Legende von der Auferstehung. 2009. 224 S., 21 fb. Abb. und 15 in s/w 23,5 x 18 cm. Gb EUR 24,80 ISBN: 978-3-8030-3330-7 Wasmuth
Anlass zu diesem Buch war die zunehmend von den Medien verbreitete These, Jesus habe die Kreuzigung überlebt, sei nach Kaschmir gezogen, und sei dort, hoch betagt, gestorben. Sein Grab befinde sich in Shrinagar. Obwohl diese Berichte eigentlich das Christentum zutiefst hätten erschüttern und provozieren müssen, fanden sie erstaunlicherweise nur geringes Echo. Der Autor begann aufgrund dieser scheinbaren Gleichgültigkeit der Kirchen und der Gläubigen dem Phänomen Jesus nachzugehen. Insbesondere der Frage seiner langjährigen Abwesenheit von Jerusalem, seinem Charisma und seinen religiösen Vorstellungen. Was hat Jesus wohl in jenen etwa 18 Jahren seines Lebens bis zu seiner Rückkehr nach Israel unternommen, wo hätte er gewesen sein können, und vor allem: wo könnte er seine für den jüdischen Klerus so umstürzlerischen Ideen vorgefunden und in seine eigene Lehre integriert haben? Die Spur führt gen Osten, nach Zentralasien und zu Religionen, die zu Zeiten Jesu im Kreuzungspunkt wichtiger Handelsstraßen lagen: Buddhismus, Zoroastrismus, Hinduismus. Auf der berühmten „Seidenstraße“ standen nicht nur Händler in stetem Waren- und Informationsaustausch, sondern verbreiteten auch Prediger, Propheten, Magier und andere Weltverbesserer ihre Ideen. Ein wesentlicher, von der säkularen Literatur meist vernachlä
Breuer, Gerda: Hans Schwippert. Bonner Bundeshaus 1949. Mit einer Auswahl aus dem Briefwechsel mit Konrad Adenauer. 112 S., zahlr. sw. Abb. 26 x 18 cm. Pb Wasmuth Verlag, Tübingen 2009. EUR 19,80 ISBN: 978-3-8030-0713-1 Wasmuth
Mit dem Bau des Bonner Bundeshauses setzt der Architekt Hans Schwippert im Jahre 1949, zeitgleich mit der Gründung der BRD, ein unmissverständliches Zeichen für ein gewandeltes Verständnis der parlamentarischen Repräsentanz in einem neuen Staat. Transparent und lichtdurchflutet, die Parlamentariersitze in kreisförmiger Anordnung, bescheiden in der Ausstattung sollte der Plenarsaal in Bonn ein klares Gegenbild zur pompösen Machtinszenierung des Nationalsozialismus und seines diktatorischen Unrechtsstaates sein. Das zunächst als Provisorium von Bundestag und Bundesrat geplante Gebäude-Ensemble geriet gleichwohl bald in die Kritik der Politiker, unter anderem von Kanzler Konrad Adenauer. Gegensätzliche Vorstellungen von Tradition und Fortschritt lassen sich an der Korrespondenz unmittelbar ablesen. Schwippert formuliert darin ein unmissverständliches Plädoyer für eine demokratische Moderne und ihre architekturräumlichen Symbole. 1987 erfolgte der fatale Beschluss zum Abriss des Plenarsaals. Somit ist ein sinnlich präsenter Referenzpunkt der demokratischen Anfänge nach 1945 für das kollektive Gedächtnis verschwunden. Die Erinnerung an den identitätsprägenden Bau der Nachkriegszeit ist nur noch medial erfahrbar.
"Zeitgeschichte wird anhand eines Gebäudes nachvollziehbar. Der Lebenszyklus des Bundeshauses wird vom Planungs- und Bauablauf bis hin zum Abriss dokumentiert. Das Buch hat einen klaren Aufbau mit wenigen Mitteln ohne falsches Pathos. Anhand der Abbildungen des Briefwechsels von Architekt und Auftraggeber wird auch ein Stück Sozialgeschichte vom Umgang des Bauherrn mit dem Architekten aufgezeigt." (Jurybegründung des DAM Architekturbuchpreises 2009)
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Architekturpreis Zukunft Wohnen 2009. Dokumentation des Wettbewerbs. Beitr. v. Herwig, Oliver /Adapt. v. Förster, Torsten /Hrsg. v. InformationsZentrum Beton. 2009. 124 S., zahlr. Meist fb. Abb. u. Plänen 24 x 25 cm cm. 'Pb EUR ca. 19,80 ISBN: 978-3-8030-0802-2 Wasmuth
Wohnen findet überall statt. Wohnhäuser prägen ihre Bewohner und die Städte und Gemeinden. Oft stehen sie für lange Jahre und mehrere Generationen verbringen in den gleichen Räumen wichtige Teile ihres Lebens. Grund genug, die Zukunftsfähigkeit der jetzt neu errichteten Wohnhäuser zu hinterfragen und in den Mittelpunkt der architektonischen Diskussion zu stellen. Der für das Jahr 2009 zum achten Mal ausgelobte und an die Architekten herausragender Wohnbauten verliehene Architekturpreis Zukunft Wohnen hat genau das zum Ziel. Gefördert werden damit intelligente und innovative Konzepte. Anhand der prämierten konkreten Beispiele zeigt die vorliegende Dokumentation, wie über kluge Lösungen bei Planung und Ausführung eine hohe ästhetische Qualität erreicht werden kann, die auch von zukünftigen Generationen geschätzt werden wird.
Die Buchpublikation stellt die in verschiedenen Kategorien prämierten Bauten vor. Exemplarisch geben diese Antworten auf wichtige aktuelle Fragen des Wohnungsbaus: Wie wohnen wir in den Städten? Welche Bedeutung hat das Haus im Grünen jetzt und in Zukunft? Heißt zukunftsfähiges Wohnen auch, die soziale Nähe zu fördern? Wie schaffen wir lebens- und auch sehenswerten Wohnraum innerhalb gewachsener Strukturen? Bauen junge Architekten anders? Wenn ja, wie sieht dann der Wohnungsbau von morgen aus? Die einleitenden Textbeiträge von Oliver Herwig kommentieren diese Fragen und beleuchten die Hintergründe gegenwärtiger Entwicklungslinien. Diese Ausführungen ergänzen sich in idealer Weise mit den dichten Beschreibungen und den hochkarätigen Fotografien der Einzelbauten zu einem wichtigen Beitrag in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung um lebenswerte Wohnformen.
Schröder, Uwe: Die zwei Elemente der Raumgestaltung. Ausgewählte Schriften. 2009. 124 S. 21 x 13 cm. (Materialien zu Geschichte, Theorie und Entwurf architektonischer Räume 1) Pb EUR 9,80 ISBN: 978-3-8030-0910-4 Wasmuth
Die neue Deskription der gelebten Stadt zieht weniger das formale Bild und mehr das räumliche Erscheinen der Architektur in Betracht, die strukturelle Ordnung, die aus der Gestalt bestimmenden Anordnung architektonischer Räume hervorgeht. Dort wo diese räumliche Gestalt unverkennbar die besondere Bedingtheit ihrer Entstehung spiegelt und auf den Weg der Herkunft bis zum Akt der Gründung zurückweist, dort zeigt sich die ursprüngliche Idee der Stadt im Begriff des Raumes und in seiner Errichtung. Jede Wesensbestimmung der Architektur der Räume der Stadt führt zu diesem unsichtbaren Kern zurück: dem inneren Raum. Die Beschreibung der Stadt hat daher vom Phänomen des räumlich Erscheinenden auszugehen, d. i. die Räumlichkeit der Stadt.
Inhaltsverzeichnis: Innerer Außenraum (2000), Stadt und Haus als Orte des Lebens I-III (2002-05), Zwischen Himmel und Erde (2003), Der gewohnte Raum (2005), Der unsichtbare Kern. Skizze zu einer Raumtypologie der Stadt (2006), Drei Räume einer Architektur der Stadt (2006), Das Gewand der Stadt (2006), Die eingeräumte Stadt (2008), Raumlehre (2008), Die zwei Elemente der Raumgestaltung (2008).
Being Object. Being Art. Meisterwerke aus der Sammlung des Museum der Weltkulturen, Frankfurt am Main. Hrsg.: Achim Sibeth. 324 S., 210 fb. Abb. 21 x 28 cm. Gb. EUR 49,80 ISBN: 978-3-8030-3336-9 Wasmuth
Kulturen in ihrer Einzigartigkeit und Vielfalt zählen zum Reichtum dieser Welt – ebenso wie ihre materiellen Erzeugnisse. Dies spiegelt sich in den ethnographischen Sammlungen aus Afrika, Amerika, Südostasien, Ozeanien und Ostasien des Museums der Weltkulturen Frankfurt am Main wider. Von insgesamt etwa 67.000 Sammlungsobjekten werden 130 Werke mit herausragenden Fotografien vorgestellt. Aus der Fülle meist ähnlicher Objekte haben die Autoren nach individuell/subjektiven Gesichtspunkten besonders ausgefallene 'Ethnographica', Gebrauchs- oder Ritualgegenstände aus indigenen Gesellschaften, ausgewählt. Die Objekte in diesem Band werden nicht nur in einem ethnologischen Kontext gedeutet, sondern zugleich als Kunstwerke beschrieben und interpretiert. Um das Augenmerk des westlichen Betrachters auf die künstlerischen Qualitäten von Ethnographica zu lenken, werden sie hier gezielt als Ergebnisse indigener Ästhetik und indigenen Kunstschaffens dargestellt. Zum besseren Verständnis eines jeden Kunstwerks fragen die Autoren danach, in welcher Umgebung ein Werk entstand und von welchen Ideen über Farbe, Form, Symmetrie, Balance etc. die Künstler geprägt waren. Es ist das gemeinsame Ziel, das Außerordentliche, das Elaborierte, das Andere, das Perfekte oder gerade nicht Perfekte, das Harmonische oder das Beunruhigende an ihnen zu präsentieren. Die Bedeutung eines Objekts ist jedoch durch seine ursprüngliche Herkunft und Bestimmung nicht unveränderlich festgelegt. Mit dem Wechsel von Betrachtern und Besitzern verändern sich auch die mit dem Gegenstand assoziierten Ideen und Gedanken. Daher lässt sich die Wirkung eines Kunstwerks immer nur in der Auseinandersetzung mit den ästhetischen Vorstellungen und dem Vorwissen seines jeweiligen Betrachters nachvollziehen. Hier treffen die unterschiedlichen ästhetischen Konzepte indigener und europäischer Gesellschaften aufeinander und führen zu Reaktionen, die im Idealfall zwischen beiden Sichtweisen vermitteln.
Hölderlins Turmgedichte. Bildgespräche, Arbeiten und Skizzen Peter Brandes. Holzschnitte: Peter Brandes. Texte: Peter Brandes und Valérie Lawitschka. Mit Gedichten von Friedrich Hölderlin. 130 S., 80 fb. und 16 sw Abb. 23 x 30 cm. Pb. EUR ISBN: 978-3-8030-3337-6 Wasmuth
Das Katalogbuch zur Ausstellung im Museum Hölderlinturm Tübingen vom 19. Juli 2009 bis 31. Mai 2010 zeigt die Auseinandersetzung des dänischen Künstlers Peter Brandes (geb. 1944) mit der Person Friedrich Hölderlins. An Hand von vier bekannten Porträts, angefertigt von Zeitgenossen Hölderlins (Johann Georg Schreiner und Rudolf Lohbauer, W. Neubert, Louise Keller), schuf der Künstler zahlreiche Holzschnitte, die im Katalog von den ersten Skizzen bis zur endgültigen Druckstufe abgebildet sind.
Den ersten Teil des Buches bildet ein Faksimile der bibliophilen Ausgabe \"Turmgedichte. Späteste Gedicht und Fragmente nach 1806\" mit den Texten Hölderlins, 12 Holzschnitten und einem kenntnisreichen Nachwort von Valérie Lawitschka. Im zweiten Teil finden sich neben einem Text von Peter Brandes die Vorarbeiten zu den „Bildgesprächen“, die den gesamten Schaffensprozess von der Originalvorlage über die Vorzeichnungen und Zwischenstufen bis hin zum eigenständigen Kunstwerk nachvollziehbar werden lassen.
Der dänische Künstler Peter Brandes (geb. 1944) arbeitet auf so unterschiedlichen Gebieten wie Malerei, Grafik, Keramik, Bildhauerei und Fotografie und hat sich durch viele Einzelausstellungen (so z.B. in der Ny Carlsberg Glyptotek Kopenhagen oder im Kunstmuseum Tel Aviv) einen Namen gemacht. Im Ernst Wasmuth Verlag erschien 2007 bereits das Katalogbuch Homer. Bildausgrabungen – Mnemosyne. Skulptur Grafik Keramik Illustrierte Bücher (ISBN 978 3 8030 3320 8).
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