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Scheidegger & Spiess

 
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Vertige de la coulEUR L‘estampe en France à la fin du XIXe siècle. Hrsg.: Schmidlin, Laurence; Musée Jenisch Vevey; Beitr.: Cate, Phillip Dennis; Enckell Julliard, Julie; Genty, Gilles; Lécosse, Cyril; Schmidlin, Laurence; Sueur-Hermel, Valérie. Franz.; Engl. 2017. 256 S. 221 fb. Abb. 29 x 22 cm. Br. EUR 48,00. CHF 49,00. ISBN: 978-3-85881-798-3 Scheidegger & Spiess
Mit mehr als 170 Werken aus dem Bestand der kantonalen Grafiksammlung im Musée Jenisch Vevey sowie zahlreichen wertvollen Leihgaben einer Privatsammlung präsentiert dieses Buch eine Geschichte der farbigen Druckgrafik im Frankreich des 19. Jahrhunderts. Knapp 100 Jahre nach Erfindung der Lithografie trug der Farbdruck zur grossen Popularität dieser Technik bei.
Die Publikation betrachtet im Detail auch technische Aspekte des Farbdrucks und die Unterschiede zur kolorierten Druckgrafik. Untersucht werden ebenso die ästhetischen Ziele, die mit der Verwendung von Farbe erreicht werden sollten, und wie herausragende Künstler wie beispielsweise Odilon Redon, Paul Signac, Paul Gauguin, Pierre Bonnard, Édouard Vuillard oder Henri de Toulouse-Lautrec sie genutzt haben. Anhand selten gezeigter Blätter und einer Auswahl wichtiger Dokumente werden die Effekte der Polychromie demonstriert und die technischen Verfahren in der französischen Kunstproduktion um 1890 erläutert.
Farbanschlag. Kunstprojekte in Sihlcity 2007–2016. Hrsg.: Miteigentümerschaft Sihlcity; Plüss, Magdalena; Gerber, Gabriele; Varadinis, Mirjam; Fülscher, Bernadette; Plüss, Magdalena; Polzer, Brita; Schoch, Philipp. 2017. 144 S. 130 meist fb. Abb. 25 x 20 cm. Gb. EUR 38,00. CHF 39,00. ISBN: 978-3-85881-537-8 Scheidegger & Spiess
In den Jahren 2007 bis 2016 finanzierte die Miteigentümerschaft des Einkaufs-, Kultur- und Dienstleistungszentrums Sihlcity in Zürich das Projekt Kunst am Gebäude. In einem jurierten Wettbewerb an verschiedenen Kunstschulen in der Schweiz und im angrenzenden Ausland wurden für jedes Jahr Künstlerinnen und Künstler für die Gestaltung von Megapostern ausgewählt, die dann für jeweils drei Monate an den Aussenfassaden der Sihlcity-Gebäude hingen. Nach Ausstellungsende wurden die Kunstwerke vernichtet.
Dieses Buch präsentiert die realisierten Siegerprojekte sowie auch die zweitplatzierten Vorschläge und hält sie so in Erinnerung. Neben zahlreichen Abbildungen widmen sich die Texte Themen wie der Wechselbeziehung zwischen Kunst und Laienpublikum seit der Moderne, der Bedeutung von vergänglicher Kunst und dem Potenzial von Auftragskunst im 21. Jahrhundert.
Andrea Helbling – Vertreter der Gattung Haus. Zürich 1993–2016. Beitr.: Bideau, André; von Matt, Beatrice; Olonetzky, Nadine; Fotos: Helbling, Andrea. 2017. 280 S. 200 Abb. 28 x 23 cm. Gb. EUR 68,00. CHF 69,00. ISBN: 978-3-85881-516-3 Scheidegger & Spiess
Die Zürcher Architekturfotografin Andrea Helbling fotografiert seit 1993 in ihrer Heimatstadt ausgewählte Häuser. Es sind diejenigen Bauten, die «bar jeder Exotik» sind, wie es die Literaturkritikerin Beatrice von Matt formuliert. Wir übersehen sie, finden sie vielleicht hässlich – und doch bilden auch sie das Gesicht der Stadt.
Dieses Buch präsentiert erstmals Helblings Schwarz-Weiss-Fotografien in einer grossen Auswahl. Die Bilder befragen Zürichs unauffällige Gebäude nach ihrem architektonischen und städtebaulichen Stellenwert, nach ihrem Charakter, ihrer Emotionalität und machen einen historischen Transformationsprozess sichtbar.
Beatrice von Matt betrachtet Helblings Häuser aus der Perspektive der Spaziergängerin und zeigt die Verbindung zu Stadtmotiven in der Literatur auf. Der Architekturkritiker André Bideau legt die Entwicklung von Zürichs Architektur, Infrastruktur und den ökonomischen Druck auf die Bauten dar. Nadine Olonetzky ordnet Helblings Langzeitprojekt in die Geschichte der Architekturfotografie ein.
Ferdinand Hodler. Catalogue raisonné der Gemälde / Ferdinand Hodler: Catalogue raisonné der Gemälde. Band 3: Die Figurenbilder. Hrsg.: Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft SIK-ISEA; Beitr.: Bätschmann, Oskar; Müller, Paul; Bolleter, Regula; Brunner, Monika; Hügli-Vass, Sabine; Oehy, Milena. 2017. 640 S. 700 fb. Abb. 32 x 24 cm. Gb in Schuber. EUR 480,00. CHF 480,00. ISBN: 978-3-85881-256-8 Scheidegger & Spiess
Ferdinand Hodler (1853–1918), als Künstler bedeutend und umstritten zugleich, brachte an der Wende zum 20. Jahrhundert die Schweizer Malerei zu internationaler Geltung. Seine Landschaften und Porträts, seine monumentalen Historien- und symbolistischen Figurenbilder wurden überall in Europa ausgestellt. Sie fanden Eingang in zahlreiche öffentliche und private Sammlungen und wurden in Publikationen diskutiert, gelobt und kritisiert.
Mit rund 630 Gemälden entspricht die Gattung der Figurenbilder umfangmässig etwa Hodlers Landschaftswerk. Der Bogen spannt sich von den patriotischen und religiösen Genrebildern bis zu den um 1890 mit dem Schlüsselwerk Die Nacht einsetzenden symbolistischen Menschenbildern und den Historiengemälden.
Der nun erscheinende dritte Band des grossen Werkverzeichnisses von Hodlers Gemälden widmet sich diesem zentralen Teil seines Schaffens. Mit einer Einleitung der Herausgeber, dem chronologisch geordneten Katalogteil sowie dem umfangreichen Anhang, der unter anderem auch fragliche und irrtümliche Zuschreibungen sowie Fälschungen auflistet, setzt das Buch das Referenzwerk fort, das wissenschaftliche Kriterien erfüllt und Experten ebenso wie Liebhaber von Hodlers Kunst anspricht.
Jean-Pierre Kaiser. Himmlische Phänomene. Das druckgrafische Werk. Hrsg.: Schmidlin, Laurence; Beitr.: Atallah, Marc; Corthésy, Bruno; Gindre, Jérémie; Kaenel, Philippe; Kaiser, François; Kaiser, Christopher; Schmidlin, Laurence. Dtsch; Franz. 2017. 196 S. 150 fb. Abb. 30 x 21 cm. Gb. EUR 68,00. CHF 69,00. ISBN: 978-3-85881-538-5 Scheidegger & Spiess
Der Lausanner Künstler Jean-Pierre Kaiser (1915–2001), ausgebildet und später nahezu 30 Jahre lang auch Lehrer an der damaligen École cantonale de dessin ECAL in Lausanne, schuf neben zahlreichen Kirchenfenstern, Wandgemälden, Gebrauchsgrafik und kleineren Skulpturen auch mehr als 300 druckgrafische Werke. Unermüdlich widmete er sich der Radierung. In dieser Technik liess er mysteriöse Welten auf Papier entstehen: ungeheure Maschinen mit menschlichem Äusseren, gigantische Städte, schwebend zwischen Erde und Himmel, oder scheinbar in Stein gemeisselte florale Muster.
Erstmals seit mehr als vier Jahrzehnten widmet sich eine umfassende Monografie Kaisers druckgrafischem Schaffen. Das Buch macht namentlich die enorme künstlerische Qualität seiner eindrücklichen Fantasiewelten deutlich. Zudem zeigt es auf, in welchem Masse Kaisers Werke ein Echo in der zeitgenössischen Schweizer Kunst finden.
Mexican Graphic Art. Oehy, Milena. Hrsg.: Kunsthaus Zürich; Vorwort von Becker, Christoph. Engl. 2017. 320 S. 466 meist fb. Abb. 24 x 17 cm. Pb. EUR 38,00. CHF 39,00. ISBN: 978-3-85881-799-0 Scheidegger & Spiess
Mexikanische Grafik. Oehy, Milena. Hrsg.: Kunsthaus Zürich; Vorwort von Becker, Christoph. 2017. 320 S. 466 meist fb. Abb. 24 x 17 cm. Pb. EUR 38,00. CHF 39,00. ISBN: 978-3-85881-554-5 Scheidegger & Spiess
Dieses Buch zieht einen Querschnitt durch die grafische Kunst Mexikos vom späten 19. Jahrhundert bis in die 1970er-Jahre. Rund 50 herausragende Blätter aus der Sammlung des Schweizer Fotografen Armin Haab (1919–1991) spannen darin den Bogen von figurativen zu frühen abstrakten Werken unterschiedlicher Drucktechniken. Inhaltlich stehen die immerwährenden Themen Armut und Wohlstand, Liebe und Grausamkeit sowie das Alltagsleben im Vordergrund. Breiten Raum nehmen aber auch die soziokulturellen und politischen Unruhen der Zeit und das daraus hervorgegangene Gedankengut der mexikanischen Revolution ab 1910 ein.
Gebrauchsgrafiken in Form von Flugblättern und Plakaten zur Förderung von Gewerkschaften, Bildung und zu den sozialistischen Themen der «Taller de Gráfica Popular» – einer von internationalen Künstlern in Mexiko etablierten Werkstatt der Volksgrafiker – stehen Werke von Leopoldo Méndez, Diego Rivera, David Alfaro Siqueiros, Rufino Tamayo, Francisco Toledo und José Guadalupe Posada gegenüber. Die Abbildungen werden begleitet von aufschlussreichen Texten zur Geschichte und Entwicklung der mexikanischen Grafik und zur Bedeutung der Revolution für diese Kunstgattung, Kommentaren zu ausgewählten Blättern sowie einer Einführung zum Leben des Sammlers Armin Haab.
Swiss Pop Art. Formen und Tendenzen 1962–1972. Hrsg.: Schuppli, Madeleine; Aargauer Kunsthaus, Aarau, Aarau ; Beitr.: Afschar, Yasmin; Elmer, Karolina; Fülscher, Bernadette; Imesch, Kornelia; Imhof, Dora; Menzi, Renate; Müller, Franz; Mumenthaler, Samuel; Näff, Astrid; Stamm, Philipp; Schuppli, Madeleine; Weilenmann, Katrin. Deut.; Engl.; Franz. 2017. 496 S. 340 fb. Abb. 29 x 20 cm. Pb. EUR 68,00. CHF 69,00. ISBN: 978-3-85881-536-1 Scheidegger & Spiess
Die Pop-Art war als eine der wichtigsten internationalen Strömungen der Nachkriegskunst auch für das Schweizer Kunstschaffen der 1960er- und der frühen 1970er-Jahre von zentraler Bedeutung. Die spezifisch helvetischen Ausformungen der Pop-Art bilden ein wichtiges, aber bisher kaum erforschtes Kapitel der Schweizer Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts.
Die vorliegende Publikation wird diese Lücke schliessen. Wissenschaftlich fundierte Texte untersuchen die Pop-Art aus Schweizer Perspektive und sind mit umfassendem Bildmaterial illustriert. Beleuchtet werden auch Themen wie «Swissness» oder die einzelnen Pop-Art-Phasen von Kunstschaffenden. Beiträge zu den Einflüssen der Kunstrichtung auf die Bereiche Design, Kunst im öffentlichen Raum, Grafik und Musik verorten die Thematik disziplinübergreifend im grösseren Kontext. Eine Text-Bild-Chronologie mit Zeugnissen einzelner Protagonisten bietet einen Überblick über die in politischer, gesellschaftlicher und künstlerischer Hinsicht ereignisreiche Periode und lässt den Zeitgeist aufleben.
Zeigt Werke von Livio Bernasconi, Fernando Bordoni, Carl Bucher, Samuel Buri, Marc Egger, Emilienne Farny, Franz Gertsch, Margrit Jäggli, Urs Lüthi, Max Matter, Markus Müller, Markus Raetz, Peter Stämpfli u.a.
Too Big to Scale. On Scaling Space, Number, Time and Energy. Hrsg.: Dombois, Florian; Harboe, Julie; Beitr.: Völter, Helmut; Steiner, Mirjam ; Grand, Simon ; Lucca, Adrien; Chazot, Olivier; Ahmed, Haseeb; Schweitzer, Frank; Weckerle, Christoph ; Koss, Juliet; Wendler, Reinhard; Waltenspül, Sarine; Fisher, Andrew . Engl. 2017. 208 S. 63 z. T. fb. Abb. 20 x 14 cm. Pb. EUR 29,00. CHF 29,00. ISBN: 978-3-85881-793-8 Scheidegger & Spiess
Was wäre das 21. Jahrhundert ohne eine Vergangenheit massloser Skalierung? Der technologische Fortschritt lebt wesentlich von der gedanklichen Fähigkeit des Menschen, sich Dinge grösser oder kleiner vorzustellen, Prozesse schneller oder langsamer zu imaginieren oder Energien in der Vorstellung zu verstärken oder zu reduzieren. Diese Fähigkeit begleitet den Menschen zwar seit den Anfängen der Kunst und ihrer Repräsentation, nahm aber seit der Industrialisierung nochmals ganz andere Dimensionen an.
Dieses Buch versammelt Beiträge von 14 Vertreterinnen und Vertretern aus Kunst, Kunstgeschichte, Systemdesign, Kulturanalyse und Aerodynamik, die sich an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK zur Diskussion der Bedeutung des Skalierens in ihren jeweiligen Disziplinen getroffen haben. Ausgangspunkt war dabei die Kamera, die mit Linse, Zeitlupe/Zeitraffer, Filmempfindlichkeit bereits drei Dimensionen des Skalierens in ihrem Apparat vereint. Die Vervielfältigung als vierte Dimension lässt den vermeintlichen Abbildungsapparat zur Denk- und Vorstellungsmaschine avancieren.
The Wind Tunnel Model. Transdisciplinary Encounters [Florian Dombois]. Hrsg.: Dombois, Florian; Beitr.: Ahmed, Haseeb; Burckhardt, Jacqueline; Burr, Martin; Dombois, Florian; Harboe, Julie; Hoffmann, Christoph; König, Kaspar; Mersch, Dieter; Mundry, Isabel; Steiner, Mirjam; Svenungsson, Jan; Waltenspül, Sarine; Wendler, Reinhard. Engl. 2017. 224 S. 93 meist fb. Abb. 24 x 17 cm. Pb. EUR 29,00. CHF 29,00. ISBN: 978-3-85881-792-1 Scheidegger & Spiess
Wo ist der Wind, wenn er nicht weht? In dem neuen Buch «The Wind Tunnel Model» schlägt der Künstler Florian Dombois alternative Formen der Interaktion zwischen den Disziplinen vor: zwischen den Künsten, aber auch zwischen Künsten und Wissenschaften. Statt ein Problem oder ein Thema zu definieren, zu dem sich die jeweiligen Vertreter unterschiedlicher Richtungen zusammenfinden, gründete Dombois ein Windkanal-Labor mit leerer Mitte. Eine Architektur, die uns ihren Rücken zukehrt und ein nicht Sichtbares formt, ein Modell zweiter Ordnung, dabei verstörend konkret.
In dem Buch kommen die Akteure des Windkanal-Labors zu Wort, ebenso wie eine eigens eingerichtete Reflexionsgruppe. Die Texte plädieren darüber hinaus für einen Austausch zwischen verbalem und nonverbalem Denken nach dem Modell der Fahrkunst, einer Transporttechnik des Bergbaus im 19. Jahrhundert, die Dombois zur Leitmetapher seiner Arbeitsgruppe und ihrer Zusammenarbeit umdeutete.
Günther Wizemann. Der schwarze Garten. Beitr.: Vetsch, Florian; von Albertini, Giorgia. Engl.; Dtsch. 2017. 144 S. 70 fb. Abb. 27 x 20 cm. Gb. EUR 48,00. CHF 49,00. ISBN: 978-3-85881-550-7 Scheidegger & Spiess
Günther Wizemann, 1953 in Graz geboren, lebt seit 1960 in der Schweiz. Nach seiner Ausbildung an der damaligen Kunstgewerbeschule der Stadt Zürich in den 1970er-Jahren ist er heute als Maler und Konzeptkünstler aktiv. Durch das Studium der russischen Moderne stellte sich ihm die Frage, was nach Malewitsch und Rodtschenko noch gemalt werden könne. Mario Merz’ Neonarbeit «che fare?» aus dem Jahr 1968 oder, wie Barnett Newman es formulierte, «What to paint?» wurde auch für Wizemann programmatisch.
Der Werkzyklus «Der schwarze Garten», entstanden 2003 bis 2013, ist eine mögliche Antwort darauf. Die 43 Gemälde, Öl und Kunstharz auf Leinwand, sind aus zeitintensiven malerischen Prozessen und einer Vielzahl von Farbschichten hervorgegangen, die einen Bildraum nach innen wie nach aussen konstruieren. Die Texte dieser Monografie ordnen Wizemanns bis anhin grösste Werkgruppe in die Kunstgeschichte ein und eröffnen eine Sicht auf mögliche formale und konzeptuelle Verwandtschaften, die von der Renaissance bis in die Gegenwart reichen. Ausgehend vom Titel Der schwarze Garten, wird zudem ein literaturgeschichtlicher Bogen zwischen Wizemanns Œuvre und manchen Fragen des Menschseins gespannt.
Women of Venice. Carol Bove, Teresa Hubbard / Alexander Birchler. Hrsg.: Kaiser, Philipp; Beitr.: Bove, Carol; Buchmann, Sabeth; Kaiser, Philipp; Birchler, Alexander; Hubbard, Teresa. 2017. 128 S. 60 fb. Abb. 26 x 18 cm. Pb. EUR 19,00. CHF 19,00. ISBN: 978-3-85881-549-1 Scheidegger & Spiess
Für die Kunstbiennale Venedig 2017 kuratiert Philipp Kaiser die thematische Ausstellung «Women of Venice» im Schweizer Pavillon. Die Schau und dieses Buch nehmen Bezug auf Alberto Giacomettis kaum beachtete Absenz an der Biennale. Im 1952 von seinem Bruder, dem namhaften Architekten Bruno Giacometti, errichteten Pavillon werden 2017 speziell für die Biennale geschaffene Werke von Carol Bove und dem Künstlerpaar Teresa Hubbard / Alexander Birchler gezeigt, die sich mit dem Erbe und Kosmos Giacomettis auseinandersetzen. In installativen und skulpturalen Anordnungen inszeniert Bove diskursive, verborgene Zusammenhänge und erkundet mit grosser Leichtigkeit das Vokabular der Skulptur. Teresa Hubbard / Alexander Birchler wenden sich in dokumentarischer Weise der Archäologie des Films zu und präsentieren die visuelle Installation «Flora». Sie basiert auf Recherchen des Duos zur amerikanischen Künstlerin Flora Mayo, die in den 1920er-Jahren mit Alberto Giacometti in Paris studierte und dessen Geliebte war.
«Women of Venice» reflektiert die Geschichte des Schweizer Beitrags und Biennale-Pavillons aus zeitgenössischer Sicht und initiiert gleichzeitig neue, spezifische Kunstwerke.
Women of Venice. Carol Bove, Teresa Hubbard / Alexander Birchler. Hrsg.: Kaiser, Philipp; Beitr.: Bove, Carol; Buchmann, Sabeth; Kaiser, Philipp; Birchler, Alexander; Hubbard, Teresa. Engl. 2017. 128 S. 60 fb. Abb. 26 x 18 cm. Pb. EUR 19,00. CHF 19,00. ISBN: 978-3-85881-795-2 Scheidegger & Spiess
Alpen-Blicke.ch. Heimat, Energie, Freizeit, Transit. Hrsg.: Jost, Hans Peter; Beitr.: Broggi, Mario; Koch, Erwin; Scheben, Helmut; Zopfi, Emil; Abb. von Jost, Hans Peter. 2017. 320 S. 240 fb. Abb. 23 x 27 cm. Gb. EUR 58,00. CHF 59,00 ISBN: 978-3-85881-545-3 Scheidegger & Spiess
Heimat, Energie, Freizeit und Transit sind die Themen von Hans Peter Josts Bildern aus den Schweizer Alpen, die über die letzten drei Jahre entstanden sind. Eine beeindruckende Auswahl davon präsentiert dieses Buch. Die Aufnahmen erzählen von Begegnungen mit Bergbewohnern und Touristen, zeigen Skurriles und Nachdenkliches, Kritisches und Liebenswertes.
Die Fotografien werden begleitet von einer Einleitung von Mario Broggi, dem vormaligen Präsidenten der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA. Der Journalist und Schriftsteller Erwin Koch porträtiert zwei Menschen, die bei aller Verschiedenheit beide eine sehr enge Beziehung zu den Bergen haben. Der Autor Emil Zopfi befasst sich mit der Energiegewinnung in den Alpen und der Fernsehjournalist Helmut Scheben betrachtet kritisch deren stetig fortschreitende Mutation zum gigantischen Vergnügungspark.
Josts Blicke auf aktuelle Entwicklungen im Alpenraum und die Texte beleuchten die Kontroversen zwischen ökonomischem und ökologischem Entwicklungsansatz oder das Gegenüberstehen von Kraftwerken und Kraftorten, physischer und spiritueller Energie und verdeutlicht so den unschätzbaren Wert des Alpenraums.
Dhaka. Memories or Lost. Chowdhury, Kashef Mahboob. Beitr.: Ursprung, Philip; Abb. von Chowdhury, Kashef Mahboob. Engl. 2017. 72 S. 35 fb. Abb. 32 x 24 cm. Gb. EUR 38,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-85881-787-7 Scheidegger & Spiess
Dhaka, die Hauptstadt von Bangladesch, ist eine der grössten Metropolen der Welt – und ein Theater des Absurden. Die einstige, gelegentlich als «Venedig des Ostens» bezeichnete Gartenstadt verabschiedete sich durch das rapide Bevölkerungswachstum von rund 400.000 im Jahr 1950 auf geschätzte 16,8 Mio. Einwohner 2015 von jeglicher Ordnung oder Nachhaltigkeit. Gläserne Wolkenkratzer und Luxusautos wecken ein Trugbild, hinter dem sich faszinierende Schicksale und unentdeckte Realitäten verbergen.
Die Fotografien des Architekten Kashef Chowdhury sind Skizzen des Lebens in den dunklen Gassen und an unzugänglichen Flussufern, aufgenommen aus der Rikscha oder von Hausdächern herab, mitten in der Nacht oder im stärksten Monsunregen. Das Streiflicht eines Transporters, derart getarnt vor Dieben, dass er kaum sichtbar ist. Eine Frau wäscht und trocknet Plastikplanen zum Wiederverkauf. Arbeiter liegen spätmorgens wie leblos in den Strassen. Ein blinder Sänger singt geheimnisvolle Liebeslieder. Die 26 ausdrucksstarken Fotografien Chowdhurys ergeben eine bedrückende Spurensuche nach existenzialistischen Manifestationen des Lebens.
Walter Mittelholzer Revisited. Aus dem Fotoarchiv von Walter Mittelholzer. Surber, Kaspar. Hrsg.: Gasser, Michael; Graf, Nicole. Engl. ; Dtsch. 2017. 192 S. 200 Abb. 26 x 20 cm. Gb. EUR 58,00. CHF 59,00 ISBN: 978-3-85881-543-9 Scheidegger & Spiess
Walter Mittelholzer (1894–1937), Flugpionier und einer der Mitbegründer der Swissair, ist vor allem als grossartiger Luftfotograf bekannt. Insbesondere seine Aufnahmen der Schweizer Alpen sind bis heute vielfach präsent. Weniger bekannt sind Mittelholzers Flugexpeditionen ins Ausland, mit denen er sich auch als gewiefter Medienunternehmer erwies. Die Bilder seiner Reisen nach Spitzbergen, ins damalige Persien oder Abessinien vermarktete er auf allen Kanälen: in Büchern, Filmen und in der Presse. Der Durchbruch gelang Mittelholzer mit dem Afrikaflug 1926/27 im Wasserflugzeug «Switzerland» von Zürich nach Kapstadt. Mittelholzers Flüge wurden von wichtigen Industriellen und Bankiers jener Zeit finanziell unterstützt und hatten die erklärte Absicht, die Luftfahrt in der Schweiz populär zu machen.
Der neue Band der Reihe «Bilderwelten» betrachtet Mittelholzers Medienproduktionen neu. Über 200 herausragende Bilder aus seinem Archiv werden wieder von einem ausführlichen Einführungsessay begleitet, der nach dem Afrikabild des Flug- und Fotopioniers fragt und erzählt, wie die Swissair vor einer weitgehend kolonialistischen Kulisse abhob.
Schaffhauser Postgeschichte 1400–1834. Nachrichtenübermittlung vor dem Hintergrund der grossen europäischen Konflikte. Peyer, Hans Konrad. 2017. 592 S. 100 meist fb. Abb. 28 x 24 cm. Gb. EUR 97,00. CHF 99,00 ISBN: 978-3-85881-551-4 Scheidegger & Spiess
Dieses Buch beleuchtet eine faszinierende Periode der mitteleuropäischen Geschichte anhand einer jahrhundertelang zentralen Institution: der Post. Begünstigt durch die Lage am Schnittpunkt von Heiligem Römischem Reich Deutscher Nation, Vorderösterreich und Alter Eidgenossenschaft entstand in der Stadt Schaffhausen ab dem 15. Jahrhundert eine wichtige Drehscheibe der Nachrichtenübermittlung. Von den frühen Botenlinien über die Kaiserliche Reichspost und die Vorderösterreichische Post bis zum Postunternehmen der Thurn und Taxis erstreckt sich die Geschichte des Postwesens, in deren Mittelpunkt oft der rücksichtslose Kampf um Routen, Macht und Geld steht.
Mit einer Fülle von Dokumenten – Verträge, Verlautbarungen und Briefwechsel – zeichnet das Buch ein lebhaftes Bild einer Zeit, in der das Postwesen höchst komplex war, aber trotz kriegerischer Wirren, Zoll- und Grenzstreitigkeiten schnell und zuverlässig funktionierte. In Verbindung mit den Biografien massgeblicher Persönlichkeiten und oft über Generationen im Postgeschäft wirkender Familien entfaltet sich vor dem Hintergrund der europäischen Geschichte die an Tragödien, Intrigen, Erfolgen und Misserfolgen reiche Schaffhauser Postgeschichte.
Christian Vogt. The longer I look. Beitr.: Gasser, Martin; Vogt, Christian; Abb. von Vogt, Christian. Engl. 2017. 264 S. 325 z. T. fb. Abb. 28 x 20 cm. Gb. EUR 68,00. CHF 69,00 ISBN: 978-3-85881-791-4 Scheidegger & Spiess
Seit fast 50 Jahren arbeitet der 1946 geborene Schweizer Christian Vogt mit dem Medium der Fotografie. Schon früh bewies er, dass er Meister seines Fachs ist, ein Bilderkünstler im wahrsten Sinne des Wortes. Vogts Schaffen kann gesamthaft als eine Erforschung des Sehens begriffen werden. Für ihn sind Bilder immer Projektionsflächen, weil jeder Betrachter anders auf das zu Sehende reagiert. Leere Räume und Orte, an denen etwas geschehen ist – sozusagen «geladene» Orte –, beflügeln die Fantasie des Fotografen und ziehen sich als roter Faden immer wieder durch sein Werk. Andere Aufnahmen sind von der Interaktion von Text und Bild bestimmt, das eine ist ohne das andere nicht mehr denkbar. Vogt zeigt sich so als fotografierender Philosoph.
Diese neue Monografie würdigt nun erstmals alle Phasen seines Werks umfassend. Den Bildern zur Seite stehen ein Interview mit dem Künstler von Martin Gasser sowie eine kurze Einleitung von Christian Vogt.
Antonio Calderara. 1903–1978. Die erste umfassende Monografie zum vielfältig inspirierten malerischen Werk Antonio Calderaras Erscheint zur Ausstellung «Antonio Calderara 1903–1978» im Kunstmuseum Winterthur (11. Februar bis 30. April 2017) . Hrsg.: Ciuccio, Simona; Kunstmuseum Winterthur; Beitr.: Ciuccio, Simona; Calderara, Antonio; Franz, Erich. Antonio Calderara. 2017. 192 S. 110 fb. Abb. 26 x 20 cm. Gb. EUR 38,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-85881-552-1 Scheidegger & Spiess
Antonio Calderara (1903–1978) lebte vor allem in Mailand und in Vacciago am Lago d’Orta. Nach einem Jahr des Studiums der Ingenieurwissenschaften am Mailänder Polytechnikum 1923–1924 wandte er sich seiner Leidenschaft, dem Malen, zu. Die wichtigsten künstlerischen Einflüsse erfuhr der Autodidakt durch die Konfrontation mit den Bildern von Piero della Francesca, sowie von Kasimir Malewitsch und Piet Mondrian. Als reifer Künstler entdeckte Calderara die Bildordnungen von Georges Seurat und Josef Albers. In ihrem Geist übertrug er die gegenständliche Welt in strenge Kompositionen, in harmonisch gefügte geometrische Flächen. Nicht die Gegenüberstellung von Gegenständlichkeit und Ungegenständlichkeit interessierte Calderara, sondern die Vorstellung, das an Ort und Zeit Gebundene in den von ihm als «spazio mentale» bezeichneten Bildraum zu übersetzen.
Diese neue Monografie präsentiert Calderaras Schaffen erstmals seit Langem umfassend und reich illustriert.
Vierzig Jahre Gegenwart. Die Galerie Wilma Lock in St. Gallen. Hrsg.: Mack, Gerhard; Beitr.: Mendes Bürgi, Bernhard; Jolles, Claudia; Mack, Gerhard; Wäspe, Roland. 2017. 256 S. 200 meist fb. Abb. 29 x 23 cm. Gb. EUR 68,00. CHF 69,00 ISBN: 978-3-85881-542-2 Scheidegger & Spiess
Sie hat Roman Signer entdeckt, Imi Knoebel und Franz Erhard Walther hatten ihre ersten Schweizer Ausstellungen in ihrer St. Galler Galerie: Wilma Lock war viele Jahre die Betty Parsons der Schweizer Kunstszene. Als sie 1969 ihre Ausstellungsräume eröffnete, zeigte Harald Szeemann in der Kunsthalle Bern die wegweisende Ausstellung «When Attitudes Become Form». Junge Künstler entdeckten neue Materialien und experimentierten mit neuen Formen, die zeitgenössische Kunst erlebte einen internationalen Epochenwandel. Als Wilma Lock ihre Galerie 2009 schloss, hatte sich der Kunstmarkt zum globalen Investmentvehikel entwickelt.
Dieses Buch führt am Beispiel von Wilma Locks Ausstellungstätigkeit den kulturellen Aufbruch und die Veränderungen im Kunstmarkt von den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart vor Augen. Ein Interview mit der Galeristin lässt ihre persönlichen Erfahrungen lebendig werden. Beiträge von Roland Wäspe und Claudia Jolles analysieren die Situation der Galerien und der Kunst in der Schweiz jener Jahrzehnte. Wichtige Künstler der Galerie äussern sich zur Bedeutung, die Wilma Lock für sie persönlich hatte. Zahlreiche Abbildungen und eine ausführliche Chronologie runden den Band ab.
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