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Scheidegger & Spiess

 
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Heinrich Bachofner. Erfinder. Hrsg.: Fahrni, Jacqueline; Luchsinger, Katrin. Beitr.: Bärtschi, Hans-Peter. Belser, Eduard J.. Bütikofer, Martin. Fahrni, Jacqueline. Hänggi, Marcel. Luchsinger, Katrin. Wydler, Henry. 2017. 156 S., 106 meist fb. Abb. 33 x 24 cm. EUR 58,00 CHF 59,00 ISBN: 978-3-85881-559-0 Scheidegger & Spiess
Heinrich Bachofner (1863–1926) war Eisenbahnangestellter in Winterthur – und als technikbegeisterter Erfinder war er stets bestens über die aktuellen Entwicklungen informiert. Er wurde jedoch 1911 gegen seinen Willen in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen und lebte ab 1913 bis zu seinem Tod als Patient der damals abgelegenen Pflegeanstalt Rheinau. Seine Krankenakte vermerkt, dass Bachofner unentwegt zeichnete und sich die Blätter zu Hunderten neben seinem Tisch stapelten. Davon haben sich 70 aussergewöhnliche Zeichnungen zu von ihm erfundenen grossen Maschinen erhalten. Sie belegen seine grandiose Originalität als Erfinder und sein enormes Fachwissen, das umso bemerkenswerter ist, als ihm in der Pflegeanstalt keinerlei Fachliteratur zur Verfügung stand.
Dieses neue Buch untersucht in fundierten Beiträgen von Ingenieuren, Technik- und Kunsthistorikern Bachofners Erfindungen auf ihre Aktualität, Originalität und Machbarkeit hin und ordnet sein Werk in das industrielle Geschehen seiner Zeit und seiner Heimatregion ein. Zudem vermittelt es auch – sehr zeitgemäss – den Reiz der Technik für die Kunst.
Captain Slaughterboard geht vor Anker. Peake, Mervyn. Hrsg.: Fetzer, Fanni; Nachwort von Fetzer, Fanni. Deutsch/Englisch. 96 S. 48 Abb. 30 x 24 cm. Gb. Scheidegger & Spiess, Zürich 2017. EUR 38,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-85881-563-7 Scheidegger & Spiess
Mervyn Peake war ein englischer Autor, Lyriker und Illustrator. Geboren 1911 in China, wurde er vor allem für seine drei fantastisch-surrealen Gormenghast-Geschichten bekannt, die in den 1950er-Jahren in England erschienen sind und deren Fortsetzung sein früher Tod 1968 verhinderte. Grosse Anerkennung erfuhr er auch für seine Buchillustrationen, namentlich zu Werken von Lewis Carroll und C.S. Lewis.
1939 erschien Peakes erstes Buch «Captain Slaughterboard Drops Anchor». Es schildert die Helden- und Missetaten des cholerischen Kapitäns und seiner wilden Mannschaft an Bord der Black Tiger. In turbulenten Abenteuern fangen sie ein kleines gelbes Wesen und nehmen dieses in die Schiffsgemeinschaft auf. Slaughterboard wird umgehend von einer seltsamen platonischen Liebe zu dem Wesen ergriffen. Seine Männer fallen nach und nach üblen Gemetzeln zum Opfer, worauf er die Piraterie aufgibt und sich mit seinem neuen Gefährten dem Angeln widmet – auf Pink Island, der Heimatinsel der Yellow Creature.
Dieser Band präsentiert Peakes Slaughterboard-Geschichte in deutscher Neuübersetzung und zum ersten Mal überhaupt illustriert mit seinen originalen, nicht kolorierten Zeichnungen, die auch den von Hand geschriebenen englischen Text beinhalten. Ein Nachwort der Herausgeberin Fanni Fetzer beleuchtet Mervyn Peakes Schaffen als Künstler und Buchillustrator.
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Barbara Davi – Train of Thought. Beitr.: Olonetzky, Nadine; Suter, Eveline. Dtsch; Engl. 2017. 160 S. 108 meist fb. Abb. 30 x 23 cm. Gb. EUR 38,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-85881-560-6 Scheidegger & Spiess
Die Luzerner Künstlerin Barbara Davi, geboren 1971 in Luzern, entwickelte nach ihren Studien an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und an der Hochschule Luzern (HSLU) ein eigenständiges Werk in den Medien Installation und Fotocollage. Sowohl im Raum wie in der Bildfläche arbeitet die Künstlerin mit architektonischen und geometrischen Elementen. Ob Holzlatte oder Linie, Tisch oder Kreisfläche, ob Lichtprojektion oder Schattenwurf: Mit ihren Installationen zeichnet Barbara Davi gleichsam in den Raum und schafft umgekehrt in ihren Fotocollagen eine magisch tiefe Räumlichkeit. Dabei entwickelt sie ihre Motive aus einer Sequenz von Überlegungen heraus, folgt also ihren Gedankengängen, ihrem Train of Thought.
Diese erste Monografie der Künstlerin erscheint zu Barbara Davis Einzelausstellung im Kunstmuseum Luzern im Herbst 2017. Sie zeigt Arbeiten aus den Jahren 2007 bis 2017, begleitet von einem kunsthistorischen Text zu den Installationen von Eveline Suter und einem Essay zu den Fotocollagen von Nadine Olonetzky.
Dem Bild die Welt zeigen. Unterwegs mit einem Werk von Werner von Mutzenbecher. Hrsg.: Baur, Simon; Bühler, Martin P.; Beitr.: Baur, Simon; Steiner, Juri; Foto(s) von Bühler, Martin P. 2017. 96 S. 64 fb. Abb. 21 x 18 cm. Pb. EUR 29,00. CHF 29,00 ISBN: 978-3-85881-576-7 Scheidegger & Spiess
Im Werk des 1937 in Frankfurt am Main geborenen Künstlers Werner von Mutzenbecher spielt Bewegung eine wichtige Rolle. So haben Simon Baur und Martin P. Bühler von Mutzenbchers abstraktes Gemälde Schild (1968) im Format 100 x 100 cm in Bewegung gesetzt und auf Ausflüge in der Stadt Basel und ihrer Umgebung mitgenommen, die seit 1956 auch Wohnort des Künstlers ist. Die Fotografien des Gemäldes im Umfeld lokaler Sehenswürdigkeiten wie dem VitraHaus von Herzog & de Meuron in Weil am Rhein, dem Goetheanum in Dornach oder dem Konzilsaal des Basler Münsters, aber auch in alltäglichen Situationen gehen in spielerisch-poetischer Weise der Frage nach, wie die Umgebung den Blick auf ein Kunstwerk beeinflusst: Wenn sich der Kontext verändert, ergeben sich neue Aussagen und Interpretationen des Werkes.
Rudolf Urech-Seon (1876-1959). «Tritt in die Neuzeit». Hrsg.: Herren, Christian; Beitr. Dieterle, Matthias; Gutscher, Daniel; Herren, Christian; Kunz, Stephan. 2017. 428 S. 358 fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 58,00. CHF 59,00 ISBN: 978-3-85881-566-8 Scheidegger & Spiess
Rudolf Urech-Seon (1876–1959) gehört zu den eigenwilligsten Schweizer Künstlern des 20. Jahrhunderts, einer der ersten, der sich der Abstraktion verschrieb. Nach Lehre und Berufstätigkeit als Flachmaler (Anstreicher) sowie der Ausbildung als Kunstmaler an der Kunstakademie in München entwickelte er ab den späten 1920er-Jahren eine Formensprache reduzierter Flächen und Linien in Malerei und Zeichnung. Er verarbeitete insbesondere Landschaftseindrücke rund um seinen Geburtsort Seon im Kanton Aargau, den er – ausser während der Münchner Jahre 1913 bis 1916 – nie für eine längere Zeit verliess. Trotz dieser engen Heimatverbundenheit nahm er an wichtigen Ausstellungen seiner Zeit teil, u. a. am Pariser Salon des Réalités Nouvelles, in der Galerie des Eaux Vives in Zürich, im Helmhaus und im Kunsthaus Zürich.
Diese erste umfassende Monografie über Leben und Schaffen von Rudolf Urech-Seon basiert auf jahrelanger Aufarbeitung seines Nachlasses durch Christian Herren. Sie verfolgt die Genese des Gesamtwerks vom gegenständlichen Abbilden bis zu einer konstruierten, auf wenige Formen beschränkten Darstellungsweise und nähert sich dem vielseitigen Œuvre auch durch sorgfältige Auswahl und Platzierung der wiedergegebenen Bilder und andere besondere Buchgestaltungselemente.
Adolf Dietrich. Der Zeichner malt. Hrsg.: Landert, Markus; Kunstmuseum Thurgau; Beitr.: Elser, Sarah; Landert, Markus; Tobler, Willi. 2017. 288 S. 200 fb. Abb. 31 x 24 cm. Gb. EUR 58,00. CHF 59,00 ISBN: 978-3-85881-567-5 Scheidegger & Spiess
Adolf Dietrich (1877–1957) gehört zu den interessantesten Schweizer Künstlern des 20. Jahrhunderts. Der Autodidakt hatte sich eine eigenwillige Gestaltungstechnik erarbeitet, die seinen Bildern bis heute eine besondere Ausstrahlung verleiht. Der eigentliche Kern seines Schaffens liegt im zeichnerischen Erfassen des Gesehenen: Oft bilden kleine Zeichnungen in Skizzenheften die Grundlage für Dietrichs meisterhafte Gemälde, die der Künstler dann gerne – ebenfalls mithilfe von zeichnerischen Mitteln – kopierte und variierte.
Zum ersten Mal wird in diesem Buch die Bedeutung der Zeichnung im Schaffen des «Malermeisters von Berlingen» in den Vordergrund gerückt. Anhand von Beispielen wird dem Gestaltungsprozess des Künstlers nachgespürt, der von der Bilderfindung mittels Zeichnungen bis zur Verdichtung mit dem Pinsel in den heute beliebten Meisterwerken führt. Zahlreiche Abbildungen aus Skizzenbüchern und von Zeichnungen sowie Gemälden Adolf Dietrichs aus Museums- und Privatbesitz werden durch fachkundige Textbeiträge von Sarah Elser, Markus Landert und Willi Tobler ergänzt.
James Licini – 15 Stahlbauten in Ascona. Beitr.: Frehner, Matthias; Karabelnik, Marianne; Foto(s) von von Arb, Giorgio; Vorwort von Anda, Gratian. 2017. 88 S. 44 fb. Abb. 30 x 23 cm. Gb. EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-575-0 Scheidegger & Spiess
Der Schweizer Eisenplastiker James Licini hat 15 seiner markanten Stahlbauten in den Park des Castello del Sole in Ascona gestellt. Hier zeigen sich die kräftigen, aus rauen Industrieelementen gefügten Plastiken in reizvollem Kontrast zur gebändigten Natur. Giorgio von Arb hat Licinis Werke in Ascona fotografiert, Matthias Frehner und Marianne Karabelnik loten in ihren Textbeiträgen das Wesen von James Licinis Kunst aus.
Not Vital – univers privat. Hrsg.: Bündner Kunstmuseum Chur; Beitr.: Albertini, Giorgia von; Kost, Lynn; Kunz, Martin; Kunz, Stephan; Zevi, Alma. 2017. 200 S. 120 z. T. fb. Abb. 31 x 23 cm. Gb. EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-568-2 Scheidegger & Spiess
Not Vital zählt ohne Zweifel zu den international am stärksten beachteten Schweizer Künstlern, sein Werk ist in zahlreichen Sammlungen weltweit vertreten. Geboren 1948 in Sent im Unterengadin, studierte er in Paris und Rom, bevor er 1976 nach New York zog. Heute lebt und arbeitet Not Vital in Peking und Rio de Janeiro und kehrt regelmässig in seine Heimat zurück.
Die Beschäftigung mit verschiedenen Kulturen beeinflusst Vitals Schaffen stark. Oft arbeitet er mit lokalen Handwerkern zusammen, verwendet vor Ort gefundenes Material, sucht surreal anmutende Verbindungen verschiedener Kulturfragmente. Darüber hinaus lokalisiert er seine Projekte bewusst in verschiedenen Weltgegenden. Er arbeitet vorwiegend als Bildhauer, sein Œuvre umfasst aber auch Zeichnungen, Gemälde, Druckgrafiken, Performances und architektonische Projekte.
Erstmals überhaupt in der Schweiz zeigt das Bündner Kunstmuseum Chur nun eine umfassende Retrospektive zu Not Vitals Werk. Die dazu erscheinende Monografie dokumentiert die Entwicklung des nomadisierenden Künstlers von den Anfängen in den frühen 1970er-Jahren bis heute und zeichnet ein vielschichtiges Bild seiner verschiedenen Arbeitsorte und Arbeitsprozesse.
Mostly Books. Hrsg.: Hoffmann, Anne; Beitr.: Bünter, Chris; Cahn, Miriam; Halter, Jürg; Hardenberg, Torben; Hoffmann, Anne; Lullin, Etienne; Moser, Claudio; Suter, Peter; Thoma, Kana Ueda; Wismer, Beat; Foto(s) von Toth, Zsigmond. Dtsch; Engl. 2017. 204 S. 165 fb. Abb. 26 x 19 cm. Pb. EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-565-1 Scheidegger & Spiess
Plakate, Flyer, Karten, CDs und unzählige Bücher: Diese Medien verbinden Kunst schaffende, Architekten, Museen und insbesondere Buchliebhaber mit dem Namen Anne Hoffmann. Die gebürtige Dänin studierte Grafik und Buchgestaltung bei Armin Hofmann an der Allgemeinen Gewerbeschule in Basel, wo sie 1986 auch ihr eigenes Gestaltungsbüro gründete. Seit 2007 in Zürich beheimatet, arbeitet sie eng mit Schweizer und internationalen Künstlern wie beispielsweise Silvia Bächli, Richard Hamilton, Heiner Kielholz oder Karim Noureldin.
In diesem Buch blickt Anne Hoffmann auf 30 Jahre eigenes Gestalten zurück. Rund 120 Werke umfasst diese Auslegeordnung, begleitet von Kommentaren und Einblicken in Form eines Book Diary. Doch sind darin nicht nur Bücher versammelt – es ist eine Annäherung an das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Protagonisten der Kulturszene reflektieren Bedeutung, Rang und Namen des Buchs per se: von der Architektin Kana Ueda Thoma über den Autor, Künstler und Ausstellungsmacher Peter Suter, die Kunsthistoriker Etienne Lullin, Beat Wismer, Kunstschaffende wie Chris Bünter, Miriam Cahn und Claudio Moser, den Schriftsteller und Musiker Jürg Halter bis zum vielfach prämierten Schmuckdesigner Torben Hardenberg aus Kopenhagen.
Neu. Sachlich. Schweiz. Malerei der Neuen Sachlichkeit in der Schweiz. Hrsg.: Lutz, Andrea; Schmidhauser, David; Museum Oskar Reinhart; Beitr. Bitterli, Konrad; Lutz, Andrea; Schmidhauser, David. 2017. 104 S. 100 fb. Abb. 28 x 22 cm. Gb. EUR 38,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-85881-572-9 Scheidegger & Spiess
Dieses Buch schliesst die seit Langem bestehende grosse Lücke zum Thema Malerei der Neuen Sachlichkeit in der Schweiz. Während diese Kunstströmung in Deutschland, ihrem Ursprungsland, immer wieder Gegenstand von Ausstellungen und Publikationen ist, sind fast 40 Jahre vergangen seit der ersten und letzten grossen Darstellung ihrer Schweizer Ausprägung. Nun wird dieses Kapitel der Schweizer Kunstgeschichte endlich wieder ins Licht gerückt und die Neue Sachlichkeit auf ihre heutige Relevanz befragt.
Der Band, der zur gleichnamigen Ausstellung im Museum Oskar Reinhart in Winterthur erscheint, betrachtet gut 80 Bilder von rund einem Dutzend Künstlerinnen und Künstlern, darunter selten gezeigte Werke aus Privatbesitz und Hauptwerke aus den wichtigsten öffentlichen Sammlungen des Landes. Im Zentrum stehen die bedeutendsten Schweizer Exponenten neusachlicher Malerei, die einzeln porträtiert werden: Niklaus Stoecklin, Adolf Dietrich, Wilhelm Schmid und Eduard Gubler. Dazu gesellen sich weniger bekannte Kunstschaffende und solche, die nur über kurze Phasen neusachlich malten.
Die Pracht der Tracht. Schweizer Trachten in Kunst und Kunstgewerbe. Hrsg.: Just, Marcel; Vögele, Christoph; Beitr. Aeppli, Felix; Fülscher, Bernadette; Just, Marcel; Karbacher, Ursula; Vinken, Barbara; Vögele, Christoph. 2017. 208 S. 52 z. T. fb. Abb. 28 x 22 cm. Gb. EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-562-0 Scheidegger & Spiess
«Die Pracht der Tracht» eröffnet ein Bildpanorama der Tracht von der Romantik bis zur Gegenwart. Zahlreiche Beispiele aus bildender Kunst und Kunstgewerbe, aus Film und Werbung fragen nach gesellschaftlichen und politischen Gründen ihres wechselnden Auftretens. Die begleitenden Texte erörtern die vielfältigen gesellschaftlichen Hintergründe und Aspekte des Trachtenwesens. Neben kunsthistorischen Zugängen zum Ausstellungsthema widmen sich fachspezifische Aufsätze der Tracht im Schweizer Film, der Bedeutung der Tracht in Landesausstellungen oder dem wechselnden Frauenbild in der Trachtendarstellung.
Als Bildmotiv tritt die Tracht in der Schweizer Kunst und im Kunstgewerbe vielfach auf. Besonders häuften sich Trachtendarstellungen im späten 18. Jahrhundert und im Jugendstil sowie in den 1930er-Jahren, deren Lebensgefühl in der Schweiz mit dem Begriff «Landi-Geist» umschrieben wird. Das Thema der Tracht und der damit verbundene nostalgische Bezug auf die eigene Region und Tradition erlebt derzeit neue Popularität, worauf zeitgenössische Kunstschaffende wie z. B. Pipilotti Rist und Anka Schmid reagieren, um dem Image des traditionellen Gewandes ironisch oder sinnlich etwas zu entgegnen.
Van Gogh bis Cézanne, Bonnard bis Matisse. Die Sammlung Hahnloser. Hrsg.: Frehner, Matthias; Kunstmuseum Bern; Beitr.: Frehner, Matthias; Hahnloser-Ingold, Margrit; Koella, Rudolf; Patry, Silvie; Perucchi-Petri, Ursula. 2017. 216 S. 180 meist fb. Abb. 28 x 23 cm. Pb. EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-564-4 Scheidegger & Spiess
Die vom Ehepaar Hedy und Arthur Hahnloser-Bühler in Winterthur zwischen 1906 und 1936 zusammengetragenen Werke des Postimpressionismus und des Fauvismus, der Künstlergruppe Nabis und deren Schweizer Zeitgenossen wie Ferdinand Hodler oder Giovanni Giacometti zählen zu den wichtigsten Kunstsammlungen der Schweiz. 2016 hat das Kunstmuseum Bern die Werke der von den Nachkommen der Sammler 1980 gegründeten Hahnloser/Jaeggli Stiftung, zusammen mit weiteren Bildern aus deren Privatbesitz, als Dauerleihgabe erhalten.
Dieses Buch beleuchtet zentrale Aspekte des privaten und öffentlichen Sammelns der Hahnlosers in Winterthur und am Kunstmuseum Bern und stellt es in den internationalen Kontext der Zeit. Beiträge zur regen Korrespondenz des Ehepaars Hahnloser-Bühler mit Künstlerfreunden und Protagonisten der Sammlung wie Félix Vallotton und Pierre Bonnard ermöglichen ausserdem einen tieferen Blick auf diese herausragende Kollektion und ihre kunstgeschichtliche Bedeutung.
Bellevue. Robert Zünd (1827–1909) – Tobias Madörin (1965). Hrsg.: Fetzer, Fanni; Kunstmuseum Luzern; Beitr.: Fetzer, Fanni; Müller, Dominik; Steinberg, Jonathan. Dtsch; Engl. 2017. 128 S. 84 fb. Abb. 33 x 23 cm. Pb. EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-555-2 Scheidegger & Spiess
Eichenwald, Pilatus und Vierwaldstättersee: Der Maler Robert Zünd (1827–1909) begeistert uns noch immer mit seinen naturgetreuen Darstellungen sommerlicher Landschaften. Auch «Meister des Buchenblatts» genannt, malte Zünd Motive, die ihn faszinierten – die Krienser Schellenmatt etwa – in mehreren Varianten: detailreich und harmonisch komponiert.
In diesem Buch werden Zünds Landschaften den seit Frühling 2016 aufgenommenen Fototableaus von Tobias Madörin (*1965) gegenübergestellt. Der Künstler durchstreifte mit seiner analogen Grossformatkamera die Schweiz und suchte dabei auch – aber nicht nur – die Standorte des Malers auf. Mit ihrer Intensität und ihrem Detailreichtum stehen Madörins Fotografien auf Augenhöhe mit Robert Zünds Gemälden. Fanni Fetzer und Dominik Müller beleuchten in ihren kunsthistorischen Betrachtungen die Begegnung von Zünd und Madörin, der amerikanische Historiker Jonathan Steinberg greift die politische Kultur der Schweiz damals und heute auf. In Bild und Text regt das Buch zum Dialog über die vergangene und die gegenwärtige Landschaft um Luzern an.
Hundert Zürcher Ansichten. Eine reich illustrierte Reise durch Zürcher Landschaften über vier Jahrhunderte Die Zentralbibliothek Zürich feiert 2017 ihr 100-jähriges Bestehen. Weber, Bruno. Hrsg.: Zentralbibliothek Zürich; Beitr.: Bliggenstorfer, Susanna; Schott, Clausdieter. 2017. 272 S. 107 fb. Abb. 31 x 25 cm. Gb. EUR 58,00. CHF 59,00. ISBN: 978-3-85881-540-8 Scheidegger & Spiess
Die Graphische Sammlung der Zentralbibliothek Zürich besitzt einen einzigartigen Fundus topografischer Ansichten, der in seinem Facettenreichtum das vielfältige kulturelle Erbe von Stadt und Kanton Zürich widerspiegelt. Dieses Buch, das anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Zentralbibliothek erscheint, versammelt daraus eine repräsentative Auswahl von 100 Werken aus vier Jahrhunderten.
Gezeigt werden bedeutende Zeichnungen und Aquarelle sowie druckgrafische Blätter und Landkarten. In sieben Kapiteln, die dem Stadtgebiet, dem See, der beherrschenden Lage der Kyburg, der Schaulust, der Repräsentation, dem Naturwunder Rheinfall und weiteren Fluren gewidmet sind, wird in essayistischer Manier historisch Wissenswertes zu Künstlern, Auftraggebern und Besitzern erläutert. Ergänzt durch geografische Angaben zu den abgebildeten Werken wird ein weit gefächerter Bogen zwischen Kartografie und Landschaftskunst gespannt. Das Kaleidoskop der zusammengetragenen Ansichten bietet Blicke auf vertraute Landschaften, die – verändert durch die Zeit – gleichzeitig eine Rückschau auf die Vergangenheit ermöglichen.
Phantom Dada. Flucht durch die Zeit, 1916–2016. Hrs.: Steiner, Juri / Zweifel, Stefan. Beitr.: Berset, Alain; Bertozzi, Roberto; Brendel, Alfred; Farago, Jason; Födélmy, Laszló F.; Haerle, Peter; Kalberer, Guido; Marcus, Greil; Mauch, Corine; Müller, Hans-Joachim; Notz, Adrian; Reichert, Kolja; Simic, Charles; Smith, Isabella; Steiner, Juri; Wyss, Beat; Zanetti, Sandro; Zweifel, Stefan. 2017. 220 S., 84 meist fb. Abb. 20 x 14 cm. Br. EUR 29,00 CHF 29,00 ISBN: 978-3-85881-573-6 Scheidegger & Spiess
Das Zürcher Dada-Jubiläum im Jahr 2016 ging in einem Netzwerk zahlreicher Partner und Institutionen über verschiedenste Bühnen und hat ein weltweites Medienecho ausgelöst. Dutzende internationale Redaktionen berichteten teilweise mehrfach und ausführlich über die Anlässe des spartenübergreifenden Programms rund um die Dada-Geburtsstätte Cabaret Voltaire. Das Dada-Erbe wurde dabei als etwas Schillerndes erkennbar, das man immer weiter erforschen und hinterfragen kann. Aber Dada ist ein Geist, kein Stil, und als solcher nur schwer fassbar.
«Phantom Dada» resümiert nun das Jubiläum mit Essays von zentralen Dada-Experten, vielen internationalen Pressestimmen, einer originellen Stichwortsammlung sowie der Text-Bild-Präsentation der wichtigsten Jubiläumsausstellungen in Zürich und Umgebung. Aus vielen Facetten zusammengesetzt entsteht so ein Phantombild der Avantgardebewegung auf ihrer 100-jährigen Flucht durch die Zeit.
Vertige de la couleur L‘estampe en France à la fin du XIXe siècle. Hrsg.: Schmidlin, Laurence; Musée Jenisch Vevey; Beitr.: Cate, Phillip Dennis; Enckell Julliard, Julie; Genty, Gilles; Lécosse, Cyril; Schmidlin, Laurence; Sueur-Hermel, Valérie. Franz.; Engl. 2017. 256 S. 221 fb. Abb. 29 x 22 cm. Br. EUR 48,00. CHF 49,00. ISBN: 978-3-85881-798-3 Scheidegger & Spiess
Mit mehr als 170 Werken aus dem Bestand der kantonalen Grafiksammlung im Musée Jenisch Vevey sowie zahlreichen wertvollen Leihgaben einer Privatsammlung präsentiert dieses Buch eine Geschichte der farbigen Druckgrafik im Frankreich des 19. Jahrhunderts. Knapp 100 Jahre nach Erfindung der Lithografie trug der Farbdruck zur grossen Popularität dieser Technik bei.
Die Publikation betrachtet im Detail auch technische Aspekte des Farbdrucks und die Unterschiede zur kolorierten Druckgrafik. Untersucht werden ebenso die ästhetischen Ziele, die mit der Verwendung von Farbe erreicht werden sollten, und wie herausragende Künstler wie beispielsweise Odilon Redon, Paul Signac, Paul Gauguin, Pierre Bonnard, Édouard Vuillard oder Henri de Toulouse-Lautrec sie genutzt haben. Anhand selten gezeigter Blätter und einer Auswahl wichtiger Dokumente werden die Effekte der Polychromie demonstriert und die technischen Verfahren in der französischen Kunstproduktion um 1890 erläutert.
Farbanschlag. Kunstprojekte in Sihlcity 2007–2016. Hrsg.: Miteigentümerschaft Sihlcity; Plüss, Magdalena; Gerber, Gabriele; Varadinis, Mirjam; Fülscher, Bernadette; Plüss, Magdalena; Polzer, Brita; Schoch, Philipp. 2017. 144 S. 130 meist fb. Abb. 25 x 20 cm. Gb. EUR 38,00. CHF 39,00. ISBN: 978-3-85881-537-8 Scheidegger & Spiess
In den Jahren 2007 bis 2016 finanzierte die Miteigentümerschaft des Einkaufs-, Kultur- und Dienstleistungszentrums Sihlcity in Zürich das Projekt Kunst am Gebäude. In einem jurierten Wettbewerb an verschiedenen Kunstschulen in der Schweiz und im angrenzenden Ausland wurden für jedes Jahr Künstlerinnen und Künstler für die Gestaltung von Megapostern ausgewählt, die dann für jeweils drei Monate an den Aussenfassaden der Sihlcity-Gebäude hingen. Nach Ausstellungsende wurden die Kunstwerke vernichtet.
Dieses Buch präsentiert die realisierten Siegerprojekte sowie auch die zweitplatzierten Vorschläge und hält sie so in Erinnerung. Neben zahlreichen Abbildungen widmen sich die Texte Themen wie der Wechselbeziehung zwischen Kunst und Laienpublikum seit der Moderne, der Bedeutung von vergänglicher Kunst und dem Potenzial von Auftragskunst im 21. Jahrhundert.
Andrea Helbling – Vertreter der Gattung Haus. Zürich 1993–2016. Beitr.: Bideau, André; von Matt, Beatrice; Olonetzky, Nadine; Fotos: Helbling, Andrea. 2017. 280 S. 200 Abb. 28 x 23 cm. Gb. EUR 68,00. CHF 69,00. ISBN: 978-3-85881-516-3 Scheidegger & Spiess
Die Zürcher Architekturfotografin Andrea Helbling fotografiert seit 1993 in ihrer Heimatstadt ausgewählte Häuser. Es sind diejenigen Bauten, die «bar jeder Exotik» sind, wie es die Literaturkritikerin Beatrice von Matt formuliert. Wir übersehen sie, finden sie vielleicht hässlich – und doch bilden auch sie das Gesicht der Stadt.
Dieses Buch präsentiert erstmals Helblings Schwarz-Weiss-Fotografien in einer grossen Auswahl. Die Bilder befragen Zürichs unauffällige Gebäude nach ihrem architektonischen und städtebaulichen Stellenwert, nach ihrem Charakter, ihrer Emotionalität und machen einen historischen Transformationsprozess sichtbar.
Beatrice von Matt betrachtet Helblings Häuser aus der Perspektive der Spaziergängerin und zeigt die Verbindung zu Stadtmotiven in der Literatur auf. Der Architekturkritiker André Bideau legt die Entwicklung von Zürichs Architektur, Infrastruktur und den ökonomischen Druck auf die Bauten dar. Nadine Olonetzky ordnet Helblings Langzeitprojekt in die Geschichte der Architekturfotografie ein.
Ferdinand Hodler. Catalogue raisonné der Gemälde / Ferdinand Hodler: Catalogue raisonné der Gemälde. Band 3: Die Figurenbilder. Hrsg.: Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft SIK-ISEA; Beitr.: Bätschmann, Oskar; Müller, Paul; Bolleter, Regula; Brunner, Monika; Hügli-Vass, Sabine; Oehy, Milena. 2017. 640 S. 700 fb. Abb. 32 x 24 cm. Gb in Schuber. EUR 480,00. CHF 480,00. ISBN: 978-3-85881-256-8 Scheidegger & Spiess
Ferdinand Hodler (1853–1918), als Künstler bedeutend und umstritten zugleich, brachte an der Wende zum 20. Jahrhundert die Schweizer Malerei zu internationaler Geltung. Seine Landschaften und Porträts, seine monumentalen Historien- und symbolistischen Figurenbilder wurden überall in Europa ausgestellt. Sie fanden Eingang in zahlreiche öffentliche und private Sammlungen und wurden in Publikationen diskutiert, gelobt und kritisiert.
Mit rund 630 Gemälden entspricht die Gattung der Figurenbilder umfangmässig etwa Hodlers Landschaftswerk. Der Bogen spannt sich von den patriotischen und religiösen Genrebildern bis zu den um 1890 mit dem Schlüsselwerk Die Nacht einsetzenden symbolistischen Menschenbildern und den Historiengemälden.
Der nun erscheinende dritte Band des grossen Werkverzeichnisses von Hodlers Gemälden widmet sich diesem zentralen Teil seines Schaffens. Mit einer Einleitung der Herausgeber, dem chronologisch geordneten Katalogteil sowie dem umfangreichen Anhang, der unter anderem auch fragliche und irrtümliche Zuschreibungen sowie Fälschungen auflistet, setzt das Buch das Referenzwerk fort, das wissenschaftliche Kriterien erfüllt und Experten ebenso wie Liebhaber von Hodlers Kunst anspricht.
Jean-Pierre Kaiser. Himmlische Phänomene. Das druckgrafische Werk. Hrsg.: Schmidlin, Laurence; Beitr.: Atallah, Marc; Corthésy, Bruno; Gindre, Jérémie; Kaenel, Philippe; Kaiser, François; Kaiser, Christopher; Schmidlin, Laurence. Dtsch; Franz. 2017. 196 S. 150 fb. Abb. 30 x 21 cm. Gb. EUR 68,00. CHF 69,00. ISBN: 978-3-85881-538-5 Scheidegger & Spiess
Der Lausanner Künstler Jean-Pierre Kaiser (1915–2001), ausgebildet und später nahezu 30 Jahre lang auch Lehrer an der damaligen École cantonale de dessin ECAL in Lausanne, schuf neben zahlreichen Kirchenfenstern, Wandgemälden, Gebrauchsgrafik und kleineren Skulpturen auch mehr als 300 druckgrafische Werke. Unermüdlich widmete er sich der Radierung. In dieser Technik liess er mysteriöse Welten auf Papier entstehen: ungeheure Maschinen mit menschlichem Äusseren, gigantische Städte, schwebend zwischen Erde und Himmel, oder scheinbar in Stein gemeisselte florale Muster.
Erstmals seit mehr als vier Jahrzehnten widmet sich eine umfassende Monografie Kaisers druckgrafischem Schaffen. Das Buch macht namentlich die enorme künstlerische Qualität seiner eindrücklichen Fantasiewelten deutlich. Zudem zeigt es auf, in welchem Masse Kaisers Werke ein Echo in der zeitgenössischen Schweizer Kunst finden.
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