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Scheidegger & Spiess

 
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The Gardens of La Gara. An 18th-Century Estate in Geneva with Gardens Designed by Erik Dhont and a Labyrinth by Markus Raetz. Hrsg.: Freytag, Anette; Beitr.: Best, Verena; Dumont, Eric; el-Wakil, Leïla; Freytag, Anette; Lauterbach, Iris; Maridat, Gaël; Mason, Rainer Michael; Meisser, Christian; Revilliod, Luc-Eric; Rilliet, Natalie; Foto(s) von Aerni, Georg. Engl. 2018. 272 S. 240 meist fb. Abb. 27 x 19 cm. Gb. EUR 97,00. CHF 99,00 ISBN: 978-3-85881-802-7 Scheidegger & Spiess
Auf der Suche nach dem Stil. 1850–1900. Hrsg.: Schweizerisches Nationamuseum; Beitr.: Berthommier, Claire; Burkart, Lucas; Ernst, Meret; Franz, Rainald; HildEngl. Brand, Sonja; Ruoss, Mylène; Spillmann, Andreas; Stühlinger, Harald. 2018. 80 S. 60 meist fb. Abb. 25 x 20 cm. Pb. EUR 29,00. CHF 29,00 ISBN: 978-3-85881-580-4 Scheidegger & Spiess
Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts kann als die Periode der «Stilsuche» bezeichnet werden. Sie folgte der «Great Exhibition» von 1851 in London, der ersten Weltausstellung, an der die Industrienationen der ganzen Welt ihre besten Produkte zeigten. Opulenz und technische Errungenschaften wurden einem breiten Publikum zuteil, und für die nun industriell hergestellten Güter galt es, die ideale Form – den neuen Stil – zu finden. Damit einher gingen enorme soziale Umbrüche: Die Städte wachsen, Städtebau und Architektur sowie die Natur- und Ingenieurwissenschaften haben Hochkonjunktur. Elektrizität beginnt die Städte zu beleuchten, die Eisenbahn beschleunigt das Reisen. Kunsttheorien und Kunstgewerbeschulen mit Mustersammlungen entstehen, um dem Anspruch an die Gestaltung und Formgebung der neuen Dinge der modernen Welt gerecht zu werden.
Dieses Buch lädt dazu ein, die Fülle an Kunstrichtungen und Stilen jener Zeit neu zu entdecken. Illustriert und mit Textbeiträgen namhafter Autorinnen und Autoren zeigt es die Entwicklungen in Architektur und Städtebau, Kunst, Kunstgewerbe, Philosophie und in der Textilproduktion auf.
Rut Bischler. Jedes Bild, das ich gemalt habe, ist wahr. Hrsg.: Hess, Stefan; Dichter- und Stadtmuseum Liestal; Beitr.: Bischler, Rut; Hess, Stefan; Suter, Rudolf; Vorwort von Bittner, Ulrike. 2018. 176 S. 80 fb. Abb. 28 x 20 cm. Pb. EUR 38,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-85881-596-5 Scheidegger & Spiess
Die Musikerin und Kindergärtnerin Rut Bischler, geboren 1937, leidet seit ihrem 37. Lebensjahr unter schweren Depressionen. In den 1990er-Jahren begann sie, die früher nie gemalt hatte, ihre Erfahrungen und Empfindungen in Bildern zu verarbeiten. Teile dieser erstaunlichen Serie von Gemälden werden nun erstmals öffentlich gezeigt: in einer Ausstellung sowie in diesem Buch, ergänzt durch zusätzliche weitere Werke und einzelne Seiten ihrer künstlerisch gestalteten Tagebücher aus den Jahren 1988–2000. Den Bildern werden erläuternde Texte der wortgewandten Künstlerin gegenübergestellt. Zwei Aufsätze der Kunsthistoriker Rudolf Suter und Stefan Hess verorten Rut Bischlers Werk im Kontext der Art brut / Outsider Art.
Ulla von Brandenburg. Zeichnungen. Hrsg.: Musée Jenisch Vevey; Beitr.: Enckell Julliard, Julie; Brandenburg, Ulla von. Dtsch.; Franz. 2018. 160 S. 100 fb. Abb. 32 x 24 cm. Gb. EUR 29,00. CHF 29,00 ISBN: 978-3-85881-599-6 Scheidegger & Spiess
Das Schaffen der 1974 geborenen und in Paris lebenden deutschen Künstlerin Ulla von Brandenburg entwickelt sich in verschiedenen Medien, Formen und Massstäben. An den Hochschulen für Gestaltung und bildende Künste in Karlsruhe und Hamburg in Medienkunst und Szenografie ausgebildet, arbeitet sie mit Filmen, Performances, Installationen und Objekten ebenso wie mit Zeichnungen. Sie lässt sich von Literatur, Kunst- und Filmgeschichte, Architektur wie auch von Theater und Zirkus inspirieren. Sie komponiert Zeichnungen, die von volkstümlichen Traditionen durchdrungen sind und schafft Räume der Fiktion, in denen Zirkusfiguren, Tiere, Tänzer und Akrobaten in bunter Mischung erscheinen.
Erstmals rückt diese Monografie die Bedeutung der Zeichnung im Werk Ulla von Brandenburgs in den Vordergrund. Reich illustriert macht es ihren Gestaltungsprozess deutlich. Ein Textbeitrag der ausgewiesenen Grafikspezialistin Julie Enckell Julliard und ein Gespräch mit der Künstlerin runden das Buch ab.
Serge Fruehauf – Bâtirama. Fotografische Ermittlung Neuenburg 2017. Konzeption von Fruehauf, Serge; Tissot, Thibaud; Beitr.: Béguin, Thierry; Humair, Jaques-André; Stahel, Urs; Fotograf Fruehauf, Serge. Dtsch.; Franz. 2018. 160 S. 200 fb. Abb. 32 x 24 cm. Gb. EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-583-5 Scheidegger & Spiess
Der Fotograf Serge Fruehauf, geboren 1969 und ausgebildet an der École d’arts appliqués de Vevey, lebt und arbeitet in Genf. Bauen und Konstruieren sind zentrale Themen seines Schaffens. Sein Ansatz zielt darauf ab, durch signifikante Details die latenten Potenziale einer Architektur aufzuzeigen, die allzu oft als banal empfunden wird. Seine jüngste Arbeit Batirama ist ein aktuelles, subjektives Baukultur-Panorama des Kantons Neuenburg. Entstanden ist es im Rahmen der «Fotografischen Ermittlung Neuenburg». 2013 von der Stadtbibliothek La Chaux-de-Fonds lanciert, wird darin mit alle zwei Jahre vergebenen Aufträgen an ausgewählte Künstler ein fotografisches «Erbe von morgen» des Kantons Neuenburg aufgebaut.
Magritte, Dietrich, Rousseau. Visionäre Schlichkeit. Hrsg.: Kunsthaus Zürich; Beitr.: Büttner, Philippe; Lentzsch, Franziska. 2018. 96 S. 55 fb. Abb. 24 x 17 cm. Pb. EUR 19,00. CHF 19,00 ISBN: 978-3-85881-597-2 Scheidegger & Spiess
Die Entwicklung der Abstraktion war ein zentraler Prozess der modernen Kunst. Aber auch Künstlerinnen und Künstler, die sich an den Stilmitteln der gegenständlichen Kunst orientierten, prägten die Moderne wesentlich mit. Dies wird anhand meisterhafter – und zum Teil nur selten gezeigter – Werke aus der Sammlung des Kunsthaus Zürich deutlich, die in diesem Buch zusammengeführt sind.
Es thematisiert die Rezeption solcher gegenständlicher Kunst im Rahmen der Sammlungsgeschichte des Museums. Die Auswahl bedeutender Positionen der Jahre 1890 bis 1965 umfasst Vertreter der Naiven, der Neuen Sachlichkeit, des Dadaismus und Surrealismus, darunter so unterschiedliche Künstler wie Arnold Böcklin, Salvador Dalí, Adolf Dietrich, René Magritte, Henri Rousseau und Félix Vallotton. Gemeinsam ist ihnen die Motivation, weiterhin Bildräume anzubieten, die dem Auge plausibel erscheinen. Allerdings geht es dabei nicht mehr um Realismus, sondern um den Primat der Vorstellungskraft: um eine «visionäre Sachlichkeit».
Unresolved. Schade, Meinrad. Fotograf Schade, Meinrad. Dtsch.; Engl.; Arabisch; Engl. Bräisch. 2018. 160 S. 80 fb. Abb. 20 x 25 cm. Gb. EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-808-9 Scheidegger & Spiess
2018 feiert Israel das 70-jährige Jubiläum seiner Staatsgründung. Gleichzeitig gedenken die Palästinenser zum 70. Mal der Nakba (arabisch für Katastrophe, Unglück), der Vertreibung aus ihrem angestammten Siedlungsgebiet. Die politische und gesellschaftliche Situation im heutigen Israel, im Westjordanland, im Gazastreifen und auf dem Golan ist seit sieben Jahrzehnten ungelöst.
Unter dem Titel Unresolved fotografierte Meinrad Schade in Israel und Palästina. Es ist die Fortsetzung seines Langzeitprojekts Krieg ohne Krieg, das seit 2003 mosaikartig Landschaften und Menschen im Klammergriff von Konflikten dokumentiert. Schades neuer Fotoessay untersucht, wie sich der Konflikt auch symbolhaft im Alltag zeigt. Bildlegenden in Deutsch, Englisch, Hebräisch und Arabisch beleuchten historische und aktuelle Hintergründe. Die unterschiedlichen Leserichtungen von Deutsch beziehungsweise Englisch und von Hebräsich beziehungsweise Arabisch machen das Buch von zwei Seiten lesbar.
Psychoanalytikerin trifft Marina Abramovi?. Künstlerin trifft Jeannette Fischer. Abramovic, Marina; Fischer, Jeannette. 2018. 176 S. 31 z. T. fb. Abb. 17 x 12 cm. Gb. EUR 19,00. CHF 19,00 ISBN: 978-3-85881-546-0 Scheidegger & Spiess
Im Sommer 2015 verbrachten die weltbekannte Performance-Künstlerin Marina Abramović und die Psychoanalytikerin Jeannette Fischer, die schon seit Jahren befreundet sind, vier Tage zusammen im Haus der Künstlerin im Hudson Valley. In freien assoziativen Gesprächen unterzogen sie Abramović s Biografie und Kunstschaffen – und deren wechselseitige Beziehung – einer eingehenden Betrachtung aus psychoanalytischer Perspektive. Abramović erhoffte sich von diesem Austausch tiefere Einsichten in ihr eigenes Selbst, ihre Persönlichkeit und ihre Arbeit. Künstlergespräche gebe es viele, sagt sie, aber die Gelegenheit, mittels der Psychoanalyse Leben und Werk eines Künstlers kontextuell zu verknüpfen, biete sich selten.
Das aus diesen Gesprächen entstandene Buch ist weder psychologischer Bericht noch Fischers eigene Analyse der Künstlerin. Vielmehr bietet es einen Einblick in die Strukturen und Dynamiken, die dem Leben und Werk Abramovic´s zugrunde liegen. Die Gespräche werden ergänzt durch Kommentare von Fischer und Bilder diverser Performances von Abramović, auf die in den Gesprächen Bezug genommen wird.
Psychoanalyst meets Marina Abramovi?. Artist meets Jeannette Fischer. Abramovi?, Marina; Fischer, Jeannette. 2018. Engl. 176 S. 31 z. T. fb. Abb. 17 x 12 cm. Gb. EUR 19,00. CHF 19,00 ISBN: 978-3-85881-794-5 Scheidegger & Spiess
Max Bill: ohne Anfang, ohne Ende. Hrsg.: Museum MARTa Herford; Beitr.: Bestgen, Ulrike; Benedetti, Lorenzo; Schmid, Erich; Alviani, Getulio; Fast, Friederike; Thomas Schmid, Angela; Vorwort von Hoet, Jan. 2018. Dtsch.; Engl. 200 S. 215 meist fb. Abb. 29 x 20 cm. Pb. EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-578-1 Scheidegger & Spiess
Max Bill (1908–1994) ist bis heute eine Schlüsselfigur der angewandten Kunst des 20. Jahrhunderts in Europa und einer der einflussreichsten Exponenten der konkreten und konstruktiven Kunst. Universell begabt, ein eigentlicher Renaissance-Mensch, schuf er als Künstler, Grafiker, Typograf und Architekt ein reiches und vielfältiges Werk und war auch immer wieder als Lehrer tätig. Er war Mitbegründer der legendären Ulmer Hochschule für Gestaltung HFG, deren Hauptgebäude er als Architekt entwarf und der er als Gründungsrektor 1951–1953 vorstand. Die Neuausgabe dieser 2008 erstmals erschienenen Monografie wirft Blicke auf wesentliche Aspekte von Bills Leben und Schaffen. Die darin abgebildeten Skulpturen, Bilder, Möbel, Gebrauchsgegenstände und Typografien aus mehrheitlich privaten Sammlungen sind nur selten in Ausstellungen. Die Texte und ein Gespräch mit Angela Thomas Schmid beleuchten Bills künstlerisches Umfeld und zeichnen die anhaltende Wirkung seines Werks und seinen Einfluss auf andere Künstler nach.
Schöne Berge. Kunst und Kitsch aus der Gemäldesammlung. Ein Postkartenbuch. Hrsg.: Alpines Museum der Schweiz; Beitr.: Carlen, Luzia; Hächler, Beat; Hirsch, Helen; Jaccoud, Antoine; Keller, Barbara; Lichtin, Christoph; Tschofen, Bernhard. 2018. 68 S. 40 fb. Postkarten zum Heraustrennen u. Textheft mit 28 S. u. 6 Abb. zus. in Festeinband. 17 x 12 cm. Gb. EUR 24,00. CHF 24,00 ISBN: 978-3-85881-585-9 Scheidegger & Spiess
Berge sind schön. So will es die Tourismuswerbung. Die Fotos, die wir in den Bergferien schiessen, scheinen es zu bestätigen. Und auch die Bergmalerei, die in der Schweiz eine lange Tradition hat und bis heute von Künstlerinnen und Künstlern sowie Sonntagsmalerinnen und -malern gepflegt wird, präsentiert vornehmlich schöne Berge. Das Alpine Museum der Schweiz sammelt seit seiner Eröffnung 1905 alpine Landschaftsbilder. Im Lauf der Jahrzehnte ist so – eher zufällig denn geplant – eine Kollektion von über 450 Bergbildern zusammengekommen. Dieses neue Postkartenbuch enthält 40 Bilder aus dieser Sammlung. Höhepunkte der Kunst stehen neben solchen des Kitsches, und alle bilden Schattierungen der Wahrnehmung zwischen Klischee und Realität ab. Die Texte dazu spüren der Faszination der Bergmalerei nach.
Gaudenz Signorell – Carte de visite. Hrsg.: Kunz, Stephan; Bündner Kunstmuseum Chur; Beitr.: Bernasconi, Misia; Kaufmann, Bettina; Kaufmann Staub, Sabine; Kunz, Stephan; Stiegler, Bernd; Wechsler, Max; Winnewisser, Rolf. 2018. 312 S. 165 fb. Abb. 30 x 22 cm. Gb. EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-590-3 Scheidegger & Spiess
Seit mehr als 40 Jahren arbeitet Gaudenz Signorell an einer eigenwilligen Verbindung von Aussenwelt und Innenwelt und schafft Bilder von grosser Ausdruckskraft. Er betreibt gleichsam eine bildnerische Recherche und führt dabei die Fotografie an ihre Grenzen. Der sichtbaren Welt setzt der 1950 geborene Bündner Fotokünstler innere Bilder entgegen. Er operiert mit der Kraft der Erinnerung und steigert die Expressivität, indem er in die Materialität der Fotografie eingreift und wie ein Alchemist experimentiert. Er löst das Bild aus aller Konkretheit, um es zu entrücken und ihm eine geheimnisvolle Aura zu verleihen. Längere Arbeitsaufenthalte in Rom, Paris, New York, Kuba und Indien prägen sein Werk ebenso wie die konzentrierte Arbeit zurückgezogen im Atelier in Domat/Ems.
Diese erste grosse Monografie über Gaudenz Signorell beleuchtet sein Schaffen aus verschiedenen Perspektiven. Mit zahlreichen Bildern und Texten zu den zentralen Werkgruppen des Künstlers dokumentiert sie den eindrücklichen Weg seiner Auseinandersetzung mit dem fotografischen Bild.
Harald Szeemann. Museum der Obsessionen. Hrsg.: Philipps, Glenn; Kaiser, Philipp; Chon, Doris; Rigolo, Pietro; Beitr.: Bismarck, Beatrice von; Chon, Doris; Christov-Bakargiev, Carolyn; Kaiser, Philipp; Luke, Megan R.; Philipps, Glenn; Rigolo, Pietro; Teixeira, Mariana Roquette; Bezzola, Tobia; Christo; Bruguera, Tania; Honnef, Klaus; Rottenberg, Anda; Zorio, Gilberto. 2018. 416 S. 215 fb. u. 145 sw. Abb. 31 x 24 cm. Gb. EUR 68,00. CHF 75,00 ISBN: 978-3-85881-592-7 Scheidegger & Spiess
Der Kurator Harald Szeemann (1933–2005) war eine Schlüsselfigur der Kunstszene des 20. Jahrhunderts. Anarchisch, hellsichtig, traumwandlerisch und Grenzen sprengend leitete er sowohl Institutionen wie die Kunsthalle Bern (1961–1969), wie er auch freie Ausstellungen zusammenstellte und die Rolle des Kurators neu erfand. Szeemann kuratierte mehr als 150 Ausstellungen, darunter die documenta 5 (1972), die Biennale von Venedig (1999, 2001) und bedeutende kulturgeschichtliche Schauen wie Junggesellenmaschinen (1975), Monte Verità – Berg der Wahrheit (1978) oder Der Hang zum Gesamtkunstwerk (1983). Und die von Szeemann initiierte Hinwendung zum Kurator als bestimmendem Treiber des Diskurses prägt die zeitgenössische Kunstlandschaft bis heute.
Nach dem Tod Harald Szeemanns 2005 wurde sein Nachlass mit dem gigantischen persönlichen Archiv voller Dokumente, Geistesblitze und nichtrealisierter Ideen vom Getty Research Institute erworben, nach Los Angeles verbracht und dort katalogisiert und erforscht. Zu Szeemanns 85. Geburtstag erscheinen nun die Ergebnisse dieser Forschungen. Mit über 350 Fotografien, Briefen und weiteren Dokumenten und ergänzt durch Essays sowie Interviews mit Zeitzeugen zeichnet die umfangreiche Publikation Leben, Denken und Wirken dieser zentralen Figur der Kunstszene nach.
Die Ausstellung von Teilen des in dem Buch versammelten Materials wird im Getty Research Institute in Los Angeles (6. Februar bis 6. Mai 2018), in der Kunsthalle Bern (8. Juni bis September 2018), der Kunsthalle Düsseldorf (Oktober 2018 bis Januar 2019) sowie im und im Castello di Rivoli in Torino (Februar bis Mai 2019) gezeigt.
Kunstgewerbeschule Zürich. Re-Restaurierung und Umbau für die Allgemeine Berufsschule Zürich ABZ. Hrsg.: Rüegg, Arthur; Schmed, Silvio; Foto(s) von Troehler, Alexander. 2018. 80 S. 100 meist fb. Abb. 29 x 24 cm. Gb. EUR 38,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-85881-569-9 Scheidegger & Spiess
«Schuhfabrik» und «Modewitz» sind nur zwei der Übernamen, mit denen der damals als revolutionär empfundene Neubau für die Gewerbeschule und das Kunstgewerbemuseum der Stadt Zürich, den die Architekten Adolf Steger und Karl Egender 1930 bis 1933 errichtet hatten, bedacht wurden. Heute gilt das grosszügige Gebäude als eine der wenigen Ikonen des Neuen Bauens in Zürich. Der Schultrakt ist mit seinem Flachdach und den Rasterfassaden der Inbegriff eines modernen «Laboratoriums für die Industrie», in dem grosse Lehrer der angewandten Kunst wie Alfred Altherr, Johannes Itten, Hans Finsler, Willy Guhl oder Josef Müller-Brockmann Generationen von Gestaltern und Fotografen prägten.
Mit einer raffinierten Re-Restaurierung und einigen neuartigen Detaillösungen adaptierten die Architekten Silvio Schmed und Arthur Rüegg 2016/17 den ehemaligen Sitz der legendären Zürcher Kunsthochschule an die heutigen Bedürfnisse der Allgemeinen Berufsschule Zürich ABZ. Diese Baumonografie gibt Einblick in die prototypischen Probleme, die bei der Anpassung an aktuelle Standards zu lösen sind, stellt das Bauwerk aus der Sicht der Denkmalpflege in seinen historischen Dimensionen dar und zeichnet ein anschauliches Bild des bisherigen und des zukünftigen Lebens in diesem herausragenden Zeugen der Moderne.
The Beauty of Lines. The Gilman and Gonzalez-Falla Collection. Hrsg.: Franck, Tatyana; Martin, Pauline; Beitr.: Franck, Tatyana; Gilman, Sondra; Gonzalez-Falla, Celso; Martin, Pauline. Engl. 2018. 200 S. 131 z. T. fb. Abb. 27 x 21 cm. Gb. EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-800-3 Scheidegger & Spiess
Über einen Zeitraum von vier Jahrzehnten haben Sondra Gilman und Celso Gonzalez-Falla eine Sammlung von Fotografien zusammengetragen, die heute weltweit als eine der wichtigsten Privatsammlungen gilt. Sie umfasst die gesamte Geschichte des Mediums und lässt kaum einen der grossen Namen vermissen – mit einigen der bekanntesten Werke legendärer Fotografinnen und Fotografen wie etwa Robert Adams, Eugène Atget, Walker Evans oder Robert Mapplethorpe, aber auch zeitgenössischen Werken von Cindy Sherman, Hiroshi Sugimoto und Thomas Struth.
Das Musée de l’Elysée in Lausanne ist einer der weltweit führenden Ausstellungsorte für Fotografie. Mit rund 120 Werken aus der Sammlung Gilman und Gonzalez-Falla stellt The Beauty of Lines den Höhepunkt des Programms von 2018 dar. Der Katalog präsentiert die Auswahl nicht chronologisch, sondern in thematisch spannenden Gegenüberstellungen. Ergänzt wird die Präsentation der Werke durch einen Essay, der die Sammlung und ihre internationale Bedeutung ergründet, sowie ein Gespräch mit den Sammlern.
Blinde Passagiere. Schweizer Malerei 1850–1950. Hrsg.: Schmutz, Thomas; Suter, Peter; Beitr.: Merz, Klaus; Mettler, Michel; Sourlier, Stefanie; Suter, Peter. 2018. 304 S. 260 fb. Abb. 37 x 24 cm. Gb. EUR 58,00. CHF 65,00 ISBN: 978-3-85881-595-8 Scheidegger & Spiess
Nicht alle Kunstwerke geniessen auf der Reise, die sie aus der Zeit ihrer Entstehung in unsere jeweilige Gegenwart führt, dieselben Privilegien. Während die Werke arrivierter Künstlerinnen und Künstler oben auf Deck für jedermann jederzeit gut sichtbar sind, werden andere gleichsam zu blinden Passagieren und müssen geduldig auf die Chance warten, irgendwann doch noch beachtet zu werden.
Diese Chance bietet ihnen die Ausstellung «Blinde Passagiere» und dieses zeitgleich erscheinende Buch, das eine Auswahl der so verborgen gebliebenen Kunstwerke zeigt. Der Fokus der Auswahl liegt auf dem Erfindungsreichtum und der inhaltlichen und stilistischen Vielfalt der Schweizer Malerei schwerpunktmässig aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Buch verzichtet auf kunsthistorische Kommentare und lässt dafür literarische Texte, die eigens für dieses Buch geschrieben wurden, mit den zahlreichen Bildern in Dialog treten. Sie stammen aus der Feder von Klaus Merz, Michel Mettler, Stefanie Sourlier und Peter Suter.
Valérie Favre. Hrsg.: Nessi, Antonia; Musée d´art et d´histoire de Neuchâtel; Beitr.: Dupuis, Sylviane; Favre, Valérie; Peter, Fischer; Nessi, Antonia; Quemin, Alain. Franz.; Dtsch. 2017. 280 S. 76 fb. u. 119 sw. Abb. 19 x 13 cm. Pb. EUR 38,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-85881-557-6 Scheidegger & Spiess
Valérie Favre, 1959 geboren und in Neuchâtel aufgewachsen, war nach einer Theaterausbildung ab den frühen 1980er-Jahren zunächst als Bühnenbildnerin und Schauspielerin in Paris tätig, wandte sich dann aber ganz der Malerei zu. Seit 1998 lebt sie in Berlin, wo sie seit 2006 auch als Professorin für Malerei an der Universität der Künste lehrt. Favres Arbeiten, die sich in Serien aus Malerei, Zeichnungen und Collagen unterteilen lassen, reflektieren die künstlerische Vorstellungskraft, stets verbunden mit Motiven des Kinos, des Theaters, der Literatur und der Kunstgeschichte. Gaukler, erfundene Kreaturen, Geistgestalten oder mysteriöse Symbole: Die Betrachterinnen und Betrachter sind eingeladen, an einem Schauspiel teilzuhaben und sich im gemalten Raum zu verlieren.
Diese erste umfassende Monografie über Valérie Favre zeigt das breite Spektrum der international bekannten Künstlerin. Im Zentrum stehen Werke, die zwischen 1990 und 2016 entstanden sind, darunter auch einige bisher unveröffentlichte Arbeiten. Die Abbildungen sind begleitet von Essays zu kunsthistorischen und soziologischen Aspekten von Favres Werk, einem literarischen Text der Schriftstellerin Sylviane Dupuis und einem Gespräch mit der Künstlerin.
Kurt Thut. Architekt, Möbelentwerfer und -produzent. Protagonist der Schweizer Wohnkultur. Protagonisten der Schweizer Wohnkultur (CX992), Band: 5. Hrsg.: Billing, Joan; Eberli, Samuel. Beitr.: Billing, Joan; Eberli, Samuel; Ernst, Meret; Hanak, Michael; Lichtenstein, Claude; Rüegg, Arthur. 2017. 160 S. 250 meist fb. Abb. 32 x 24 cm. Gb. EUR 48,00 CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-574-3 Scheidegger & Spiess
Kurt Thut (1931–2011) vereinte als Architekt, Möbelentwerfer und -produzent verschiedene Aspekte der Schweizer Wohnkultur. Sein Werdegang begann mit einer Schreinerlehre im väterlichen Betrieb im aargauischen Möriken. Anschliessend bildete er sich bei Willy Guhl, Hans Bellmann und Johannes Itten an der Kunstgewerbeschule Zürich zum Architekten und Möbelgestalter aus, wo er nach Abschluss des Studiums als Assistent bei Hans Fischli arbeitete. Seit den 1970er-Jahren engagierte er sich auch in der Familienfirma. Thuts architektonisches Schaffen war stark vom Bauhaus und von Mies van der Rohe beeinflusst. Als Gestalter verfolgte er fast 50 Jahre lang einen formal zurückhaltenden und ökologischen Ansatz. Gemäss diesen Prinzipien experimentierte er auch als Produzent erfolgreich mit neuen Materialien und Techniken. Viele seiner Entwürfe werden vom heutigen Unternehmen Thut Möbel unverändert hergestellt, das 2009 mit dem Schweizer Grand Prix Design ausgezeichnet wurde.
Diese erste Monografie stellt ausgewählte Möbelentwürfe und Bauten Kurt Thuts umfassend vor. Sie dokumentiert, wie sein puristisches und zugleich innovatives Werk die Schweizer Wohn- und Unternehmenskultur mitgeprägt hat.
Nasca – Peru. Archäologische Spurensuche in der Wüste. Hrsg.: Fux, Peter; Pardo, Cecilia; Beitr.: Boucherie, Nathalie; Canziani, José; Carmichael, Patrick; de la Mata, Pamela Castro; Lambers, Karsten; Makowski, Krzysztof; Olano, Jorge; Orefici, Giuseppe; Peters, Ann; Sakai, Masato; Schreiber, Katharina; Tomasto-Cagigao, Elsa; Vaughn, Kevin; Velarde, María Inés. 2017. 364 S. 369 fb. Abb. 28 x 21 cm. Gb. EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-577-4 Scheidegger & Spiess
In der Wüste des südlichen Peru wartet eines der grössten Archäologie-Rätsel auf seine Entschlüsselung: die Geoglyphen. Entstanden zwischen ca. 200 v. Chr. und 650 n. Chr., sind diese riesigen Bodenzeichnungen mit bis zu 2 Kilometer langen Linien sowie über mehrere hundert Meter ausgedehnten trapezförmigen Flächen oder Figuren eindrückliche Zeugen der untergegangenen Nasca-Kultur. Seit rund zwanzig Jahren werden in internationalen Projekten die Klima- und Landschaftsgeschichte, Bewässerungssysteme und Landwirtschaft, Architektur der Pilgerorte, Elitegräber und deren Beigaben, das Kunsthandwerk von Textilien, Keramik und der Metallverarbeitung sowie die berühmten Mumienbündel von der Paracas-Halbinsel erforscht.
Dieses Buch stellt basierend auf den Erkenntnissen dieser Forschung erstmals die Nasca-Kultur umfassend dar, die geprägt war von Ritualen, Kunst, Musik und extremen klimatischen Bedingungen. Es zeigt Gefässmalereien geheimnisvoller Mischwesen, Musikinstrumente, Goldmasken und farbenprächtige Textilien und dokumentiert in Luftbildern und Karten die mysteriösen Geoglyphen.
Beat Schlatter – Rock`n Roll Hinterland. Swiss Backstages. Hrsg.: Kupper, Alain; Beitr.: Glitter, Stella; Kupper, Alain. Dtsch; Engl. 2017. 208 S. 300 fb. Abb. 23 x 17 cm. Gb. EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-571-2 Scheidegger & Spiess
Zwischen Schaffhausen und Biel, Visp und Rheinfelden, Altdorf und Buchs gibt es Hunderte von Stadttheatern, Restaurants zum Irgendwas, Mehrzweckhallen oder Gemeinschaftszentren. In dieser Schweiz ist Beat Schlatter – Schauspieler, Kabarettist, Drehbuchautor und Person hinter einem der bekanntesten Schweizer Gesichtern – seit über 30 Jahren unterwegs, und seine Fahrten enden meist dort, wo es ein vor, auf und hinter der Bühne gibt. Nun öffnet er uns zum ersten Mal die Türen zu über 200 Transitzonen des Showbusiness in der Deutschschweiz, dorthin, wo alle Stars, Sternchen und Bühnenveteranen auf ihren Auftritt warten: die Backstage.
Wenn er auf Tournee ist, fotografiert Beat Schlatter diese öden Durchgangsräume mit Standardqualität. Es spielt dabei keine Rolle, in welcher Art von Lokalität sie sich befinden: Trist sind sie alle irgendwie, mit ihren immer wieder gut gemeinten Früchteschalen, die gewöhnlichen so sehr wie die etwas skurrileren.
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