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Scheidegger & Spiess

 
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Suter, Hugo; Steinmann, Martin. Hugo Suter – Skulpturen aus der Spitzbodenkarrette. 30 fb. u. 30 sw.Abb.. 27 x 22 cm. Gb. Scheidegger & Spiess, Zürich 2012. EUR 52,00. CHF 59,00 ISBN: 978-3-85881-362-6 Scheidegger & Spiess
Der am Hallwilersee lebende Künstler Hugo Suter (geboren 1943 in Aarau) ist ein Solitär in der Schweizer Gegenwartskunst: Mit Scharfsinn und feinem Humor erkundet er in Gemälden, Zeichnungen, Fotografien und Objekten die Relativität jeder Wahrnehmung, die Auswirkung des Kontexts und des Betrachtungsstandpunkts auf das Verständnis eines Gegenstands. Ab 2003 begann Suter, in einer Spitzbodenkarrette – der spezifisch helvetischen Variante der Schubkarre – Skulpturen aus Beton zu giessen und diese als Ensembles zu gruppieren.
Dieses Buch zeigt die so poetisch-stimmungsvoll wie technisch-konstruktiv anmutenden Betonobjekte an verschiedenen Orten – zum Beispiel in einem Bach, einem Kohlfeld im Winter, auf einer Baustelle, in einem Keller – und macht damit ihr assoziationsreiches Potenzial deutlich, das sich je nach Standort wandelt. Ein ausführliches Gespräch von Martin Steinmann und Hugo Suter kreist um die vielfältigen Bedeutungsebenen und die Konnotationen, die den Skulpturen zugrunde liegen. Mit Fotografien wird ihr Produktionsprozess veranschaulicht. Als Zugabe präsentiert dieses Buch eine wissenschaftliche Biografie der Spitzbodenkarrette, die in der Schweiz erfunden, patentiert und produziert wurde – und immer noch wird.
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Weidmann, Ruedi. Swissair Souvenirs. Das Fotoarchiv der Swissair. Hrsg.: Gasser, Michael; Graf, Nicole. 2012. Englisch;Deutsch. 170 sw.Abb., 130 fb. Abb.. 26 x 20 cm. Gb. EUR 52,00. CHF 59,00 ISBN: 978-3-85881-359-6 Scheidegger & Spiess
Als die Swissair 1931 gegründet wurde – unter anderem vom Schweizer Flugpionier und Fotografen Walter Mittelholzer –, hob der helvetische Nationalstolz ab. Die Fluggesellschaft mit dem weissen Kreuz auf rotem Grund wurde nach dem Grounding von 2001 endgültig zum Mythos. Während der siebzig Jahre ihres Bestehens verwandte sie viel Sorgfalt darauf, Menschen und Maschinen, den Betrieb an Bord und am Boden sowie die Sicht aus dem Flugzeug zu dokumentieren. Die Fotografen der Swissair bzw. ihrer Vorgängerfirmen rückten den Alltag der Fluglinie ins Bild – Flotte und Flugplätze, Piloten und Stewardessen, die Alpen und ferne Destinationen, Passagiere, Verpflegung, Werkstätten und Technik. Ein einmaliger Bilderschatz!
«Swissair Souvenirs» präsentiert die schönsten Fotografien aus diesem Bestand des Bildarchivs der ETH-Bibliothek mit einem Text des Historikers Ruedi Weidmann zur Geschichte der Fotografie bei der Swissair. Die für Werbung und Pressearbeit erstellten Fotografien prägten das Bild der Swissair als Inbegriff der Eleganz des Fliegens entscheidend mit. «Swissair Souvenirs» ist die reich illustrierte Hommage an den Mythos Swissair.
André Thomkins – Lackskins. DE / 49019900. Hrsg.: Kunz, Stephan; Streckel, Dagmar; Beitr.: Caspari, Carlheinz; Spoerri, Daniel; Thomkins, André; Einführung von Kunz, Stephan. 2012. Deutsch;Englisch. 160 S. 92 fb. u. 6 sw.Abb.. 23 x 17 cm. Pb. EUR 38,00. CHF 44,00 ISBN: 978-3-85881-364-0 Scheidegger & Spiess
Der Schweizer Zeichner und Wortkünstler André Thomkins (1930–1985), der den grössten Teil seines Lebens in Deutschland lebte und arbeitete, beherrschte die klassischen Bildmedien wie wenig andere. Er experimentierte gleichzeitig mit verschiedenen neuen Techniken und Materialien. Der als «Meister des Nebensächlichen, des Tangentialen, des Anekdotischen» (Art on Paper, New York) bekannte Künstler entwickelte ab Mitte der 1950er-Jahre eine ungewöhnliche Technik: die «Lackskins». Die mit Lack auf Wasser gemalten Bilder, die auf ebenso berauschende wie kühle Weise Spontaneität mit Berechnung kombinieren und in ihrer Technik und Wirkung einmalig sind, nehmen die chromatisch abstrakte Malerei jüngerer Generationen vorweg.
Dieses Buch zeigt diese grossartige Werkgruppe erstmals umfassend, überrascht mit neuen Facetten von Thomkins Kunst und ermöglicht damit einen neuen Zugang zu diesem faszinierenden Werk. Das Buch erscheint zur Ausstellung im Bündner Kunstmuseum Chur, 26. Mai bis 26. August 2012
Stephan Kunz, geboren 1962, ist seit Herbst 2011 Direktor am Bündner Kunstmuseum Chur. Zuvor war er Kurator und stellvertretender Direktor des Aargauer Kunsthauses.
Dagmar Streckel, Kunsthistorikerin. Betreut den Nachlass von André Thomkins im Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz
Alisa LaGamma, Helden Afrikas, Ein neuer Blick auf die Kunst. Hrsg. , Museum Rietberg Zürich, 304 S., 284 meist fb. Abb. 29 x 22 cm, Gb. Verlag Scheidegger & Spiess AG, Zürich, 2012, EUR 54,00 CHF 59,00 ISBN: 978-3-85881-348-0 Scheidegger & Spiess
In den höchsten Tönen wird derzeit eine Schau im Metropolitan Museum, New York, gelobt: «Wenn Sie denken, afrikanische Kunst sei nicht so Ihr Ding, dann gibt es jetzt eine Ausstellung, die Ihre Meinung ändern könnte. Sie ist so schön anzuschauen, wie es eine Ausstellung nur sein kann», schreibt etwa die New York Times. Ab Februar 2012 wird die vielgepriesene Ausstellung im Zürcher Museum Rietberg gezeigt, und dazu erscheint das begleitende Buch auf Deutsch. Helden präsentiert Skulpturen von Herrschern und anderen prägenden Persönlichkeiten aus mehr als acht Jahrhunderten und räumt mit zahlreichen falschen Vorstellungen auf, die – gerade in Europa – über die afrikanische Kunst grassieren. Zum Beispiel mit der, Naturalismus sei eine exklusiv europäische Erfindung gewesen. Die Skulpturen aus Terrakotta, Holz und Elfenbein stammen aus acht Regionen in West- und Zentralafrika und datieren vom 12. bis ins frühe 20. Jahrhundert. Sie sind das materielle Vermächtnis längst vergangener, vorkolonialer Zeiten. Und sie begeistern durch die Motivik, durch stilistische Vorzüge wie durch ihre Vielfalt. Zudem bieten die Kunstwerke Gelegenheit, mehr über wichtige historische Persönlichkeiten zu erfahren, und ermöglichen Einsichten in die verborgenen Bedeutungen, die hinter diesen grossartigen Skulpturen stehen.
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Kunstvermittlung in Transformation. Perspektiven und Ergebnisse eines Forschungsprojektes. Hrsg: Settele, Bernadett, Mörsch, Carmen; Anderegg, Elfi; Baum, Jacqueline; Florenz, Beate; Jakob, Ursula; Kudorfer, Susanne; Landkammer, Nora; Lang, Christoph; Lüber, Heinrich; microsillions; Paroni, Emilio; Gavranić, Cynthia. Beiträge von Baumann, Helen; Berger, Ba; Dal Molin, Gioia; Fröhlicher, Lea; Herbold, Kathrin; Hormain, Maéva; Janett, Madlaina; König, Susanne; Martin, Eva Maria; Moser, Simone; Polania, Felipe; Pütz, Joline; Sauter, Susanne; Suter Prasad Raja, Rahel; Unger, Amanda; Wolf, Julia; Erdede, Niştiman. 2012. 336 S, 36 fb. u. 82 sw. Abb., 3 Grafiken, 1 DVD. 22 x 16 cm, Pb., EUR 40,00 CHF 42,00 ISBN: 978-3-85881-340-4 Scheidegger & Spiess
Die Kunstvermittlung befindet sich in einem tiefgreifendenWandel: Das Berufsfeld expandiert und verändert die Anforderungen an Professionalität und Feldkompetenz der Akteurinnen und Akteure. Zugleich hat im Zuge des «Educational Turn in Curating» eine Diskussion eingesetzt über die transformativen Potenziale der Kunstvermittlung und über die verändernden Effekte sowohl auf die Beteiligten als auch auf die Institutionen, in denen sie sich ereignet.
«Kunstvermittlung in Transformation» – hervorgegangen aus einem Forschungsprojekt der Kunsthochschulen in Basel, Bern, Luzern und Zürich – präsentiert transdisziplinäre Analyseverfahren und Fallstudien. Modellprojekte an fünf Museen werden aus der Sicht von zwei Dutzend Schreibenden aus dem Berufsfeld, der Forschung und der Lehre beschrieben und analysiert. Der vielstimmige Band stellt die Ergebnisse in Form von Texten, Bildern und einem künstlerischen Video dar, auf der beiliegenden DVD sind zudem dokumentarischeMaterialien aus Forschung und Vermittlung versammelt, die zum Ausgangspunkt weiterer Analysen werden können. Überdies lädt der Sammelband zur Übertragung der Studien auf andere vermittlerische Kontexte und damit zum Weiterarbeiten ein.
Ernst Scheidegger, Alberto Giacometti – Spuren einer Freundschaft. Vollständig überarbeitete und mit vielen Farbbildern erweiterte Neuausgabe. Dtsch/Engl. 224 S. 40 fb. und 150 sw Abb. 26 x 27 cm. Gb. EUR 48,00 CHF 55,00 ISBN: 978-3-85881-349-7 Scheidegger & Spiess
Zum Jubiläum des 50-jährigen Bestehens veröffentlichen wir den Giacometti-Klassiker unseres Verlagsgründers in einer neuen Ausgabe: Ernst Scheideggers persönliche Hommage Alberto Giacometti – Spuren einer Freundschaft. Die Neuausgabe enthält als Novität rund 40 Farbbilder – die meisten davon unveröffentlicht –, die Scheidegger jüngst in seinem Archiv gefunden hat.
1943 lernte Ernst Scheidegger während seines Militärdiensts in Maloja Alberto Giacometti kennen, der wegen des Weltkriegs in die Heimat zurückgekehrt war. In den zwei Jahrzehnten bis zu Giacomettis Tod 1966 waren die beiden eng befreundet und es entstanden unzählige Aufnahmen von Giacometti, von den Plastiken und Ateliers, Porträts des Künstlers in seinem Lebens- und Arbeitsumfeld Paris sowie im Bergell: Bilder aus erster Hand und aus der persönlichen Sicht eines Freundes. Die erstmals in Buchform erscheinenden Farbfotografien fügen diesem legendären Fotoband ein intimes Kapitel hinzu.
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Félix Vallotton – Zeichnungen. Hrsg.: Schwarz, Dieter; Vögele, Christoph. Beiträge von Ducrey, Marina; Fehlmann, Marc; Radrizzani, Dominique; Schwarz, Dieter; Vögele, Christoph. 2012. 224 S., 150 meist fb. Abb. 2 x 22 cm, Gb. EUR 48,00 CHF 55,00. Französische Ausgabe: «Félix Vallotton – Dessins» (ISBN 978-3-85881-730-3 ISBN: 978-3-85881-350-3 Scheidegger & Spiess
Félix Vallotton (1865–1925) ist in den vergangenen Jahren mit grossen Überblicksausstellungen bedacht worden. Dabei standen primär die Malerei, zuweilen auch die berühmten Holzschnitte im Zentrum. Vallottons Zeichnungen dagegen wurden nur selten ausgestellt und wenn, dann meist nur die Vorstudien für Gemälde oder grafische Blätter. Der Künstler selbst verstand sein zeichnerisches Schaffen jedoch durchaus als eigenständige Ausdrucksform.
Nun erscheint eine Monografie, die ganz Félix Vallottons Arbeiten auf Papier gewidmet ist. Die meisten davon sind selbstständige Zeichnungen; aber auch Skizzen und Studien für Gemälde, Grafiken und Illustrationen sind aufgenommen, um das ganze Spektrum aufzuzeigen.
Das Buch vereint rund 130 Blätter – viele davon noch unpubliziert – und deckt alle Schaffensphasen Vallottons ab, von den 1880er-Jahren bis zum Spätwerk. Es thematisiert ebenso die verschiedenen Gattungen: Kohle-, Kreide-, Tusch- und Bleistiftzeichnungen, Pastelle und Aquarelle. Aktzeichnungen, Landschaftsmotive und pointierte Porträts nehmen dabei einen besonderen Platz ein. Den reichhaltigen Tafelteil ergänzen Essays über unterschiedliche Aspekte von Félix Vallottons zeichnerischem Schaffen.
Grösser als Zürich. Ein kleines Psychogramm des Zürcher Stadtquartiers Aussersihl. Hrsg.: Helmhaus Zürich; Schärer, Caspar; Wyss, Thomas. Beiträge: Aepli, Felix: Amrein, Philippe; Banz, Esther; Baviera, Silvio R.; Büchi, Andres; Claude, Pascal; Egger, Christoph; Freudiger, Corina; Fülscher, Bernadette; Gottheil, Lea; Hiltbrunner, Michael; Keller, Erich; Kuhn, Albert; Landmann, Valentin N.J. ; Lütscher, Michael; Morgenthaler, Daniel; Schaad, Gabrielle; Schaad, Isolde; Schärer, Caspar; Tomse, Vesna; Velten, Till; Wandeler-Deck, Elisabeth; Weber, Bettina; Wyss, Thomas. Foto(s) Helbling, Andrea. 2012, 208 S., 55 fb. u. 29 sw Abb. 5 Grafiken. Pb. 24 x 17 cm, Gb. EUR 39,00 CHF 44,00 ISBN: 978-3-85881-352-7 Scheidegger & Spiess
Ausstellungspublikation Helmhaus Zürich (24. Februar bis 22 April 2012)
Arbeiter- und Immigrantenheimat, Rotlichtviertel, Szene- und Künstlerbezirk: Das Zürcher Quartier Aussersihl ist eines der schillerndsten Stadtviertel und ein Innovationsmotor der grössten Schweizer Metropole. Lebten früher James Joyce, Max Frisch oder Robert Walser im «Kreis 4», ist das Quartier heute der Ort für bedeutende Galerien und Off-Spaces, für Ateliers von Filmemachern, Modedesignerinnen und Künstlern. Menschen aus den verschiedensten Kulturen, illegale Bars, Underground-Clubs und Hausbesetzer gaben dem Quartier neue Impulse; Kriminalität und das Sexgewerbe stellten es auch vor Probleme. Dieses Buch präsentiert bisher unveröffentlichtes Bildmaterial und zeichnet mit Geschichten von bekannten Zürcher Autorinnen und Autoren sowie Interviews mit Protagonisten aus Kunst, Kultur oder Sexgewerbe das Porträt des Quartiers. Ob Musik, Mode oder Milieu, Kunst, Literatur oder Film, Nachtleben, Gastronomie, Sport oder Architektur: Dieses Buch ist für alle, die Aussersihl lieben oder den Charme des multikulturellsten Quartiers der Limmatstadt lieber vom Sofa aus entdecken wollen.
Landschaft und Kunstbauten.Ein persönliches Inventar von Jürg Conzett, fotografiert von Martin Linsi. Hrsg.:Bundesamt für Kultur (BAK), Bern; Beiträge von Conzett, Jürg; Foto(s) von Linsi, Martin. 2012. 272 S. 169 duplex-Abb. u. 32 Pläne und Zeichn. 19,5 x 29,5 cm. Gb. EUR 42,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-360-2 Scheidegger & Spiess
Brücken, Stege, Tunnel, Stützmauern oder Durchlässe sind zuerst einmal Bauten, die Verkehrswegen dienen und die teilweise stark in die Landschaft eingreifen. Das Interesse des Ingenieurs Jürg Conzett und des Fotografen Martin Linsi richtet sich jedoch auf diejenigen Kunstbauten mit architektonischem Anspruch, die Technik und Wirtschaftlichkeit, aber auch ihre emotionale Wirkung und die Umgebung mit einbeziehen.
Dieses zur 12. Internationalen Architekturausstellung der Biennale von Venedig erschienene Buch präsentiert rund 50 von Jürg Conzett ausgewählte und von Martin Linsi fotografierte Bauten aus mehreren Epochen – etwa die Chibrücke bei Stalden VS (1545) oder die Valser Dorfbrücke (2010). Beispiele für herausragende Bauten mit einem besonders geglückten Bezug zur Landschaft.
Belgrad: Formal /Informal. Eine Studie über Urbanismus und Städtbau. Beitr. v. Diener, Roger /Meili, Marcel /Mueller Inderbitzin, Christian /Topalovic, Milica. Hrsg. v.ETH Studio Basel, Institut Stadt der Gegenwart. 2009. 256 S., 180 fb. u. sw. Abb. 28 x 18,5 cm. Gb EUR 49,00 CHF 69,00 ISBN: 978-3-85881-254-4 Scheidegger & Spiess
Das ETH Studio Basel, 2005 verantwortlich für die breit angelegte Studie Die Schweiz – Ein städtebauliches Porträt, analysiert seit Jahren die Gegenwart und Zukunft urbanistischer Entwicklung an diversen Orten Europas. Einer der Schwerpunkte war die Stadt Belgrad, deren Entwicklung von der Zeit des internationalen Embargos gegen die Regierung Milosevic bis heute.
Nun liegt das Ergebnis vor: ein detailliertes, reich illustriertes Buch, das unter dem Stichwort «Formal / Informal» zusammenfasst, wie sich die Stadt in diesen Umbruchjahren entwickelt hat, in der Situation des Mangels und durch das Zusammenspiel von gelenktem und zufälligem Städtebau, wo «wilde Siedlungen» und städtische Infrastrukturbauten nebeneinander entstanden. Es wird zudem gezeigt, welche visuellen Situationen dabei zu Tage treten. Und Belgrad wird als Beispiel genommen für die Frage, wie sich Städte unter den globalisierten Bedingungen der heutigen Stadtentwicklung entfalten.
Praktiken des ExperimentierenS. Forschung und Lehre in den Künsten heute. Hrsg.: Departement Kunst und Medien ZHdK; Zusammengestellt von Schiesser, Giaco; Zusammengestellt von Brunner, Christoph; Beitr.: Bauer, Ute Meta; Bippus, Elke; Bosshard, Andres; Brunner, Christoph; Eichhorn, Maria; Goebbels, Heiner; Görlich, Ulrich; Huber, Jörg; Hübler, Christian; Koch, Franziska; Lämmli, Dominique; Müllenbach, Thomas; Müller, Marianne; Nigro, Roberto; Raunig, Gerald; Rickli, Hannes; Ritter, Christian; Röller, Niels; Schenker, Christoph; Schiesser, Giaco; Schönenberger, Klaus; Stalder, Felix; Steinbrecher, Erik; Wentworth, Richard; Wilhelm, Yvonne. Jahrbuch Departement Kunst & Medien (4). 2011. Engl.;Deutsch. 304 S. 60 fb. u. 60 sw. Abb. 17 x 11 cm. Pb. EUR 41,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-259-9 Scheidegger & Spiess
In den letzten Jahren hat sich das Departement Kunst & Medien (DKM) der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK international einen Namen gemacht mit seiner Programmatik und seiner Praxis des Experimentierens in Lehre und Forschung. Das DKM umfasst einen BA-Studiengang Medien & Kunst – mit den Vertiefungen Bildende Kunst, Fotografie, Mediale Künste und Theorie –, einen Master of Fine Arts, in dem Künstler, Medienautoren und Theoretiker gemeinsam ausgebildet werden, sowie die beiden Forschungsinstitute für Gegenwartskünste und für Theorie. Dieses Dispositiv schafft einen einmalig dichten Raum zeitgenössischer Kunstausbildung und Kunstforschung in Europa.
Das Jahrbuch 2012 des DKM stellt eines der avanciertesten Labore für künstlerische und theoretische Praktiken in Europa vor. Es gibt Einblick in heftig diskutierte Felder aktueller Lehre und Forschung in den Künsten. «Praktiken des Experimentierens» enthält 18 Beiträge zu aktuellen Fragen der Forschung und Lehre, darunter drei Gastbeiträge der Kunsttheoretikerin Ute Meta Bauer (MIT Massachusetts Institute of Technology), des Musikers und Theatermachers Heiner Goebbels (Justus Liebig Universität Giessen) und des Bildhauers Richard Wentworth (Royal College of Art, London).
Schöne Seiten.Jüdische Schriftkultur aus der Braginsky Collection. Ausstellungspublikation Landesmuseum Zürich (25. November 2011 bis 11. März 2012). Hrsg.: Schrijver, Emile G. L.; Wiesemann, Falk; Liberman Mintz, Sharon; Cohen, Evelyn M.; Schmelzer, Menahem; Beitr.: Cohen, Evelyn M.; Deitsch, Elka; Goldstein, Gabriel M.; Liberman Mintz, Sharon; Sabar, Shalom; Schmelzer, Menahem; Schrijver, Emile G. L.; Wiesemann, Falk; Vorwort von Braginsky, René. 2011. 242 fb. Abb. 27 x 21 cm. Engl.Br. EUR 54,00 CHF 59,00 ISBN: 978-3-85881-332-9 Scheidegger & Spiess
Dieses bibliophile Buch präsentiert erstmals in deutscher Sprache eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen jüdischen Schrifttums: Wunderbar gemalte mittelalterliche und spätere Handschriften, dekorierte Eheverträge und reich illustrierte Schriftrollen des Buches Esther, vom 13. bis ins frühe 20. Jahrhundert. Die Schriftwerke sind in der Publikation sorgfältig reproduziert; alle werden einzeln, in ihrer Geschichte und Bedeutung detailliert vorgestellt. So entsteht ein faszinierendes Panorama jüdischer Schriftkultur und jüdischen Lebens aus acht Jahrhunderten.
Der Schweizer Sammler René Braginsky hat «die wohl bemerkenswerteste Privatsammlung illustrierter hebräischer Manuskripte der Welt» (New York Times) zusammengetragen und macht seine wichtigsten Exponate nun der Öffentlichkeit zugänglich. Nach Stationen in Amsterdam, New York und Jerusalem ist die Ausstellung der Braginsky Collection vom 25. November 2011 bis zum 11. März 2012 im Landesmuseum Zürich zu sehen. Aus diesem Anlass erscheint der Katalog zu dieser einzigartigen Sammlung.
Emile Schrijver ist Kurator der Bibliotheca Rosenthaliana, der jüdischen Sondersammlung der Universiteit van Amsterdam, und Experte für jüdische Handschriften und Bücher.
Falk Wiesemann ist Professor am Historischen Seminar der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und war Gastdozent an zahlreichen renommierten Hochschulen.
Ingo Mittelstaedt – Pictorial. Begleitende Ausstellungen von Ingo Mittelstaedts Arbeiten im Kunstverein Langenhagen Fotograf: Mittelstaedt, Ingo; Beitr.: Aichinger, Eric; Zubevi, Murat; Schöndeling, Ursula. 2011. Dtsch;Engl. 72 S. 30 fb. Abb. 35 x 25 cm. Gb. EUR 40,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-358-9 Scheidegger & Spiess
Ingo Mittelstaedt (*1978) baut modellartige Kompositionen aus Papier, Folien, Fundstücken und Alltagsgegenständen. Sie bilden die Ausgangslage für seine analog fotografierten Bilder, die teilweise zu abstrakten Vexierspielen flächiger und räumlicher Elemente werden. Mittelstaedt, der in Berlin aufwuchs, an der Hochschule für bildende Künste Braunschweig studierte und seit 2009 als freier Künstler seine Projekte in Deutschland, Holland, Spanien sowie Brasilien und in den USA ausgestellt hat, greift in seinen Farbfotografien auch Überlegungen aus der Farbtheorie auf und bezieht sich auf die Malerei der klassischen Moderne. In seinen Schwarzweiss-Arbeiten dagegen wirken die fotografierten Objekte, als würden sie im Weltraum schweben – losgelöst in einem unfassbaren Raum. Ob scheinbar im Unendlichen oder auf einer kleinen Bühne angeordnet: Mittelstaedts Bildkompositionen, die in einem langen Improvisationsprozess mit einfachen Materialien und Gegenständen entstehen, sind Ausdruck eines neu erwachten Interesses an der Abstraktion in der Fotografie.
Das Buch erscheint anlässlich der Ausstellungen Ingo Mittelstaedt – Chromas im Kunstverein Langenhagen vom 8. Dezember 2011 bis 5. Februar 2012 und Ingo Mittelstaedt – Spectre in der Städtischen Galerie Eichenmüllerhaus, Lemgo, vom 4. März bis 1. April 2012.
Bernhard von Waldkirch. Albert Welti. Landschaft in Pastell. Hrsg.: Zürcher Kunstgesellschaft; Kunsthaus Zürich. Vorwort Christoph Becker. 144 S, 115 fb.; 3 sw. Abb., 23 x 28 cm, Gb. EUR 48,60 CHF 59,00 ISBN: 978-3-85881-341-1 Scheidegger & Spiess
Der Zürcher Albert Welti (1862–1912) ist als Maler und Radierer von grosser Symbolkraft bekannt geworden. Was bis heute nur wenige Eingeweihte wissen: Welti war auch ein herausragender Landschaftsmaler. Seine bestens erhaltenen Pastelle – eine Technik, die Zeichnen und Malen miteinander verbindet – sind spontan entstandene Impressionen und können heute als vollendete kleine Meisterwerke gelten. Der Künstler selber stufte sie lediglich als «Pastellnaturskizzen» ein, die er als Motivvorrat für seine Bildkompositionen wie einen Schatz hütete und nur seinen besten Freunden zeigte. Zum 150. Geburtstag Albert Weltis werden diese Juwelen der Schweizer Kunst in einer Ausstellung im Kunsthaus Zürich sowie im vorliegenden Buch erstmals eingehend gewürdigt.
Das Buch erscheint anlässlich der Ausstellung Albert Welti – Landschaft in Pastell im Kunsthaus Zürich vom 16. Dezember 2011 bis 4. März 2012.
Hanak, Michael; Henz, Hannes; Weidmann, Ruedi. Bahnhof Aarau – Chronik eines Baudenkmals. Abb. von Henz, Hannes; Beitr.: Fuchs, Felix; Beitr.: Huber, Uli; Beitr.: Bossardt, Jürg; Hrsg.: SBB-Fachstelle für Denkmalschutzfragen; Hrsg.: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. 128 S. 125 fb. Abb. u. Pläne. 27 x 22 cm. Gb. Scheidegger & Spiess, Zürich 2011. EUR 50,00. CHF 59,00 ISBN: 978-3-85881-338-1 Scheidegger & Spiess
Der Bahnhof Aarau galt als herausragendes Bauwerk von nationaler Bedeutung und musste trotzdem einem Neubau weichen. 1856 vom berühmten Nordostbahn-Architekten Jakob Friedrich Wanner erbaut, erlebte der Bau glorreiche Zeiten an einem der schönsten Bahnhofplätze der Schweiz und im Zentrum eines blühenden Quartiers. Zweimal wurde der spätklassizistische Bau sorgfältig vergrössert. Doch dann folgten wenig respektvolle Umbauten am Bahnhof selbst sowie in der Umgebung – und schliesslich der Entscheid, das seiner ursprünglichen Strahlkraft beraubte Gebäude durch einen Neubau zu ersetzen.
Dieses Buch dokumentiert mit vielen neuen und historischen Fotografien sowie Originalplänen erstmals die Baugeschichte des Bahnhofs Aarau und des Bahnhofquartiers von 1856 bis 2011 und versucht, Lehren für den Umgang mit Baudenkmälern zu ziehen. In einem Gespräch diskutieren damals beteiligte Fachleute über den Entscheid für den Ersatzneubau. Ein Fotoessay fängt den Charakter des 2010 eröffneten, von Theo Hotz entworfenen neuen Bahnhofs ein und macht sich auf die Suche nach den Spuren von Aaraus Bahngeschichte.
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Eberhard, Katrin. Heinrich Graf 1930–2010. Bauten, Projekte, Interieurs. Hrsg.: BSA Ostschweiz; Vorwort von Röllin, Peter; Abb. von Schiess, Momino. 2011. 160 S. 140 fb.u. 100 sw. Abb. 28 x 22 cm. Leinen. EUR 60,00. CHF 69,00 ISBN: 978-3-85881-337-4 Scheidegger & Spiess
Nur wenige Bauten aus dem aussergewöhnlichen Werk des St. Galler Architekten Heinrich Graf (1930–2010) sind bisher über einen engen Kreis von Zeitgenossen hinaus bekannt geworden – zu Unrecht, wie dieses Buch erstmals aufzeigt. Eine ganze Reihe skulptural anmutender Wohnhochhäuser, die Villa für den österreichischen Filmstar O.W. Fischer im Tessin, das futuristische Einkaufszentrum mit dem so genannten «Silberturm» in St. Gallen oder die filigrane Sporthalle auf der Kreuzbleiche – dies sind die herausragenden Solitäre in Grafs reichhaltigem Œuvre. Daneben überzeugen die sorgfältig in die Struktur der St. Galler Altstadt eingepassten und dennoch ganz eigenständigen Wohn- und Geschäftshäuser. Sein Talent für die Gestaltung ansehnlicher Fassaden bringt ihm den Spitznamen «Fassadengraf» ein. Grafs Innenausstattungen schliesslich – allen voran die auch Lampen und Mobiliar umfassende Neugestaltung des St. Galler Restaurants Walhalla – zeichnen sich aus durch eine gelungene Synthese zwischen modernem Formenvokabular und kostbaren Materialien wie Marmor, Edelhölzer, Leder und Chromstahl.
Stefan Howald. Walter Jonas 1910 - 1979. Die Wiederentdeckung eines visionären Universaldenkers. Künstler, Denker, Urbanist. 2011 352 S., 52 fb. ud. 85 sw. Abb., 16 x 24 cm, Gb. EUR 54,00 CHF 59,00 ISBN: 978-3-85881-312-1 Scheidegger & Spiess
Künstler, Fernsehpionier, Urbanist und Philosoph: Walter Jonas (1910–1979) war in seltener Weise universell begabt. In Berlin und Paris entwickelte er als junger Maler einen Spätexpressionismus eigener Prägung. Während des Zweiten Weltkriegs trafen sich in seinem Zürcher Atelier bedeutende Kulturschaffende; u. a. schrieb der junge Friedrich Dürrenmatt dort seine ersten literarischen Texte. Mit Dürrenmatt realisierte Jonas 1943 auch das Buch einer Nacht, das beeindruckende Radierungen enthält, er illustrierte in den 1950er-Jahren eine mehrbändige Gotthelf-Ausgabe und Max Frischs Don Juan. Ab 1954 moderierte er erfolgreich die ersten Kunstsendungen des Schweizer Fernsehens. Auf Reisen nach Indien und Brasilien erweiterte er seine Ausdrucksformen als Maler.
International bekannt wurde Walter Jonas jedoch durch seine spektakuläre Vision einer Stadt der Zukunft: Ab 1960 stellte er mit seinem Trichterhaus und der «Intrapolis» ein originäres urbanistisches Konzept zur Diskussion, das soziale, ökologische und ästhetische Ideen verbindet und aktueller ist denn je. Der Journalist und Autor Stefan Howald stellt in diesem Lesebuch Walter Jonas als Künstler, Pionier und unkonventionellen Denker vor. Die an Jonas’ vielfältigem Werk orientierte Biografie ist mit Abbildungen von Gemälden, Radierungen sowie Zeichnungen und Modellen der «Intrapolis» illustriert.
Ausstellung zu Walter Jonas im Centre Dürrenmatt: 22. April bis 12. August 2012
Die «Intrapolis» wird ab Mai 2012 im Rahmen einer Ausstellung zu Architekturmodellen im Deutschen Architekturmuseum DAM ausgestellt.
Stefan Howald, geb. 1953 in Brugg /AG, erst ab 1973 politisiert. Studium der Germanistik und Geschichte in Zürich und Berlin. Dissertation zum Romanwerk Robert Musils. 1984–1991 Redaktor beim «Tages-Anzeiger». Ab 1991 freier Journalist, Publizist und Übersetzer in London, ab 2003 in Dielsdorf/ZH. Publikationen u.a.: George Orwell. Bildmonographie, Hamburg 1997; Karl Viktor von Bonstetten. Leben und Werk, Basel 1997; Eric Ambler. Eine Biographie, Zürich 2002; Insular denken. Grossbritannien und die Schweiz, Zürich 2004.Als Journalist arbeitet Stefan Howald im kulturellen und entwicklungspolititschen Bereich. Weitere Informationen auf seiner Website.
Blum, Monika. Die Welt im Taschenformat. Die Postkartensammlung Adolf Feller. Bilderwelten. Fotografien aus dem Bildarchiv der ETH-Bibliothek 1. Hrsg. Gasser, Michael; Graf Nicole. 2011. 136 S, 206 fb, Abb, 26 x 20 cm, Gb. EUR 54,00 CHF 59,00 ISBN: 978-3-85881-339-8 Scheidegger & Spiess
Bebilderte Postkarten stellten im ausgehenden 19. Jahrhundert ein aufsehenerregendes neues Kommunikationsmittel dar: Touristisch geschönte Landschaftsbilder, Fotos von Unfällen und Naturkatastrophen oder idyllische Fiktionen von exotischen Lebensverhältnissen wurden von den handlichen Bildträgern übermittelt. Die Postkartensammlung des Schweizer Unternehmers Adolf Feller (1879–1931) bildet ein einzigartiges Zeugnis der damaligen Ansichtskartenbegeisterung. Die heute im Besitz des Bildarchivs der ETH Zürich befindliche Sammlung umfasst rund 54 000 Karten aus den Jahren 1889 bis 1980 und geht auf die Sammlungstätigkeit von Adolf Feller und seiner Tochter Elisabeth Feller (1910–1973) zurück.
Ansichten von Orten und Landschaften bilden den thematischen Schwerpunkt, rund 15 000 Motive stammen aus der Schweiz, auf den übrigen Karten sind Sujets aus über 140 Ländern vertreten. Mit dem reich illustrierten Band «Die Welt im Taschenformat» wird die neue Buchreihe «Bilderwelten. Fotografien aus dem Bildarchiv der ETHBibliothek » eröffnet. Dieser erste Band vermittelt einen ebenso anschaulichen wie kulturwissenschaftlich fundierten Rundgang durch die Bildtraditionen, Geschmacksvorlieben und Wahrnehmungsprägungen des beliebten Massenmediums. Es gliedert sich in Kapitel zu denThemenTourismustechnische Infrastruktur,Wintersport / Strand, Darstellung von Stadt und Landschaft, Ereignispostkarten, Fremde Welten.
Widauer, Heinz. Ernst Schurtenberger 1931–2006. Leben und Werk eines Rastlosen zwischen Tachismus und Art Brut. Hrsg.: Anliker, Christine. Beitr.: Althaus, Peter F.; Regie von Ineichen, Tobias / Regie von Weber, Bernhard. 304 S., 70 fb. 50 Duplex- und 17 sw. Abb., 1 DVD, 29 x 23 cm, Gb. EUR 68,00 CHF 69.00 ISBN: 978-3-85881-329-9 Scheidegger & Spiess
Das Werk des Luzerner Malers und Zeichners Ernst Schurtenberger (1931–2006) ist in seiner Heimatstadt zahlreich vertreten. Der Mensch Schurtenberger dagegen ist nur wenigen bekannt. Seine Rastlosigkeit, die ihn zwischen Paris, Mailand und dem österreichischen Waldviertel pendeln liess, sowie seine unberechenbare Persönlichkeit machten es seinem Umfeld schwer, sich mit ihm näher einzulassen.
Die vorliegende Monografie stellt Schurtenbergers Leben und Schaffen eingehend vor. Sie handelt von den Anfängen des Künstlers in Luzern, von seiner Prägung im Paris der 1960er- und seiner unzeitgemässen Malerei in den 1970er-Jahren. Im darauffolgenden Jahrzehnt wurden Schurtenberger mit einer Retrospektive im Aargauer Kunsthaus Aarau, der Verleihung des Kunstpreises der Stadt Luzern und einem Filmporträt zunehmend offizielle Anerkennungen zuteil. Doch statt nun die geöffnete Tür zu den Institutionen zu durchschreiten, zog er sich auf seinen Bauernhof im Waldviertel in eine Welt nostalgischer Grammofon- und Drehorgelklänge und in die Betrachtung bäuerlicher Lebensart zurück. Ergänzt wird das Buch durch ein Filmporträt des «Tatort»-Regisseurs Tobias Ineichen und des Dokumentarfilmers Bernhard Weber.
Tobler, Konrad. Hodler, Stauffer, Wölfli. Eine Berner Parallelgeschichte. 2011. 176 S. 50 fb.u. 50 sw. Abb. 24 x 16,5 cm. Gb. EUR 54,00. CHF 59,00 ISBN: 978-3-85881-334-3 Scheidegger & Spiess
Ferdinand Hodler (1853–1918), der Großmeister des Symbolismus, der skandalumwitterte Karl Stauffer-Bern (1857–1891) und das Hauptgestirn der Art brut, Adolf Wölfli (1864–1930) – erstmals werden die drei auf den ersten Blick so unterschiedlichen Künstler zueinander in Beziehung gesetzt. Der Publizist Konrad Tobler spürt den biografischen Überschneidungen nach, er skizziert Leben und Schaffen der drei Zeitgenossen zwischen 1850 und 1930. Und entwickelt so eine faszinierende Parallelgeschichte über Armut und Tod, künstlerische Suche und Vollendung im Gesamtkunstwerk. Zugleich setzt dieses Buch der schweizerischen Bundesstadt Bern ein Denkmal.
Buchpräsentation
Dienstag, 20. September, 18.30 Uhr Kunstmuseum Bern, Hodlerstrasse 12, 3000 Bern 7
Ferdinand Hodler (1853–1918), Lehre beim Vedutenmaler Ferdinand Sommer in Thun, Malklasse von Barthélemy Menn an der Genfer Kunst¬akademie. 1874 erster Preis beim Concours Calame mit Waldinneres. 1881 Mitarbeit am Bourbaki-Panoramabild von Edouard Castres in Luzern. 1887 erste Einzelausstellung im Kunstmuseum Bern. 1891 Mitgliedschaft beim französischen Künstlerverband. Bei der Schweizer Landesausstellung 1896 in Genf schmücken Figuren von Hodler den Eingang zum Palais des Beaux-Arts. 1900 erhält er mit Der Tag, Die Nacht, Eurhythmie die Goldmedaille auf der Weltausstellung in Paris. Hodler schliesst sich der Sezession in Wien und Berlin an. 1904 ist er Ehrengast der XIX. Ausstellung der Wiener Sezession. 1911 Emission von Schweizer Banknoten mit Abbildungen der Werke Der Mäher und Der Holzfäller. 1916 erhält Hodler die Ehrenprofessur der Kunstakademie Genf und 1917 organisiert das Kunsthaus Zürich eine umfassende Retrospektive.
Ausführliche Biografie
Konrad Tobler, geboren 1956, studierte Germanistik und Philosophie in Bern und Berlin, war Gymnasiallehrer und seit 2007 freier Autor, Kulturjournalist und Kunst- bzw. Architekturkritiker für NZZ, Tages-Anzeiger, Kunst Bulletin, Basler Zeitung und Mittellandzeitung. Von 1992 bis 2007 war er Kulturredaktor der Berner Zeitung, ab 2000 Leiter des Kulturressorts. 2006 wurde Konrad Tobler mit dem ersten Preis für Kulturvermittlung des Kantons Bern ausgezeichnet. Verschiedene Buchpublikationen. Weitere Informationen unter www.konradtobler.ch.
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