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Scheidegger & Spiess

 
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Georges Vantongerloo und seine Kreise von Mondrian bis Bill. «Für die neue Welt». Beitr. v. Bornscheuer, Marion /Brockhaus, Christoph /Janssen, Hans /Thomas Schmid, Angela /Vandepitte, Francisca /Wieczorek, Marek /Hrsg. v. Brockhaus, Christoph /Janssen, Hans. 2009. 288 S., 150 fb. u. 30 sw. Abb. 27,5 x 21,5 cm. Gb EUR 55,00 ISBN: 978-3-85881-294-0 Scheidegger & Spiess
Der belgische Maler, Bildhauer und Architekt Georges Vantongerloo (1886–1965) gilt als einer der wichtigsten Vertreter der abstrakten Kunst in Europa. Mit Piet Mondrian und anderen gründete er die Künstlergruppe De Stijl, wich aber von deren rigiden Konzepten bald wieder ab und schuf in der Folge ein äusserst vielschichtiges, visionäres Werk, das heute zu Unrecht im Schatten berühmterer Kollegen steht.
2009/2010 markiert nun die längst fällige Wiederentdeckung Vantongerloos: Renommierte Museen in Duisburg und Den Haag zeigen sein Werk in grossen Retrospektiven. Malerei, Skulptur und architektonische Entwürfe, etwa von hypermodern anmutenden Flugplätzen, stehen darin gleichberechtigt nebeneinander. Sein Werk ist u. a. in den Sammlungen des MoMA, der Tate Modern und im Guggenheim Museum repräsentiert.
Diese erste Monografie über Vantongerloo in deutscher Sprache zeigt über 130 der wichtigsten Werke in Farbe. Die Essays spüren seinem Leben und den verschiedenen Facetten seines Schaffens nach. Darüber hinaus beleuchtet das Buch Vantongerloos Umfeld sowie Freundschaften und künstlerische Verwandtschaften, etwa mit Piet Mondrian oder mit Max Bill, dem Vantongerloo seinen Nachlass vermachte.
Ausstellungen im Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg (11.10.2009–10.1.2010) und im Gemeentemuseum Den Haag (23.1.–26.5.2010).
Marion Bornscheuer, geboren 1973, ist seit 2008 Kustodin der Gemälde, Grafik- und Fotosammlung der Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum in Duisburg. 2005–2007 wissenschaftliches Volontariat in der Staatsgalerie Stuttgart, freie Mitarbeiterin im Grafik-Kabinett Backnang und Lehrauftrag am Kunstgeschichtlichen Institut der Universität Stuttgart. Ihr Forschungsschwerpunkt ist Kunsttheorie.
Christoph Brockhaus, geboren 1944, studierte Europäische Kunstgeschichte, Vergleichende Religionswissenschaft und Südostasiatische Kunstgeschichte in Hamburg, Wien, Austin/Texas und Heidelberg. 1970–1972 Dozent für Europäische Kunstgeschichte am Schiller College, Heidelberg; 1975–1979 Wissenschaftlicher Volontär und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen/Rhein; 1980–1984 Leiter der Grafik- und Fotosammlung am Museum Ludwig und Sonderbeauftragter für den Neubau des Wallraf-Richartz-Museum/Museum Ludwig in Köln; seit 1985 Direktor und seit 2000 Vorstand der Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum – Zentrum Internationaler Skulptur, Duisburg.
Hans Janssen, geboren 1954, ist seit 1991 Kurator der Sammlungen des Gemeentemuseums Den Haag. Bedeutende Ausstellungen über Jan Toorop, Gustav Klimt, Francis Bacon oder Constant. Sein Interesse gilt vor allem Piet Mondrian und De Stijl. Er war Mitarbeiter der Mondrian-Retrospektive von 1994 in Den Haag, Washington und New York und hat Ausstellungen über den Künstler in Tokio (1996), Fort Worth (2002) und Wien (2005) organisiert.
Angela Thomas, geboren 1948, ist Kunsthistorikerin und Autorin. Sie war in erster Ehe mit Max Bill, dem engen Freund und Vertrauten des Künstlers Georges Vantongerloo, verheiratet. Sie schrieb u.a. zahlreiche Katalogtexte sowie 1987 ihre kunsthistorische Dissertation Denkbilder zu Georges Vantongerloo. 2008 erschien mit subversivem glanz – max bill und seine zeit (Verlag Scheidegger & Spiess, Band 1: 1908–1939). Sie lebt mit ihrem zweiten Ehemann, dem Filmregisseur Erich Schmid (u.a. Max Bill – das absolute Augenmass, 2008) im von Max Bill erbauten Wohn- und Atelierhaus in Zumikon bei Zürich. Zu der von ihr gegründeten max bill georges vantongerloo stiftung siehe: www.hausbill.ch
Francisca Vandepitte, geboren 1966, ist Konservatorin für moderne Bildhauerei an den Musées Royaux des Beaux-Arts de Belgique in Brüssel. Zugleich ist sie dort auch als Konservatorin des Constantin-Meunier-Museums tätig. Sie hat im In- und Ausland u.a. an bedeutenden Ausstellungen über belgische Kunst im 19. und 20. Jahrhundert mitgearbeitet.
Marek Wieczorek, geboren 1964, ist Lehrbeauftragter für moderne Kunstgeschichte an der University of Washington in Seattle. Sein Spezialgebiet ist die Kunst und Kultur der Avantgarde des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts mit besonderer Berücksichtigung der Abstraktion. Veröffentlichungen zur modernen und zeitgenössischen Kunst über Piet Mondrian, Georges Vantongerloo, Gerhard Richter, die Situationistische Internationale und BioArt. 2003/04 kuratierte er die Ausstellung International Abstraction: Making Painting Real am Seattle Art Museum und 2002 eine Ausstellung samt Buch im Centraal Museum in Utrecht: The Universe in the Living Room: Georges Vantongerloo in the Space of De Stijl / Het heelal in de huiskamer: Georges Vantongerloo en de Nieuwe Beelding van De Stijl.
Caroline Bachmann und Stefan Banz. What Duchamp Abandoned for the Waterfall. Essay von Luc Debraine. Engl, franz. deutsch, 2009. 216 S., 100 fb. Abb., Gb. 15 cm x 19 cm EUR 36.45 , CHF 59.00 ISBN: 978-3-85881-261-2 Scheidegger & Spiess
Marcel Duchamp verbrachte 1946 fünf Wochen in der Schweiz, davon fünf Tage im Hotel Bellevue in der Nähe von Chexbres, hoch über dem Genfersee und mit Aussicht auf eine der schönsten Landschaften der Schweiz. Der nahe gelegene, durch die felsigen Weinberge des Lavaux in die Tiefe stürzende Wasserfall Le Forestay inspirierte den Dadaisten zu seinem letzten grossen Meisterwerk, Étant donnés: 1. La chute d’eau, 2. Le gaz d’éclairage.
Der Künstler fotografierte den Wasserfall und machte ihn zum Ausgangspunkt seiner enigmatischen Installation, die seit 1969 im Philadelphia Museum of Art steht.
Caroline Bachmann und Stefan Banz haben nun den Ort eruiert, wo Duchamp seinerzeit gestanden hat – und die Ausgangslage umgedreht: Sie fotografierten mehrere Jahre lang die atemberaubende Aussicht, der Duchamp damals den Rücken zukehrte. Dieses Künstlerbuch zeigt aus diesem Work in Progress hundert Farbfotografien von Genfersee, Waadtländer-, Walliser- und Savoyeralpen in chromatischer Abfolge. Es sind dramatische Stimmungsbilder einer Region, die zu den attraktivsten und aussergewöhnlichsten Europas zählt.
Der Essay beschreibt, was es mit Duchamps Meisterwerk auf sich hat und warum er gerade diesen Wasserfall für sein Werk fotografierte.
Caroline Bachmann, geboren in Lausanne, studierte an der Ecole des Arts décoratifs in Genf. 1991–2002 lebte sie in Rom. Zusammenarbeit mit Stefan Banz seit 2004. Caroline Bachmann ist zudem Professorin für Malerei und Zeichnung an der Haute École d'Art et de Design in Genf.
Stefan Banz, geboren in Sursee, studierte Kunstwissenschaft, Deutsche Literatur und Literaturkritik an der Universität Zürich. Mitbegründer der Kunsthalle Luzern. Stefan Banz ist freischaffender Künstler und schreibt über Kunst.
Stefan Banz und Caroline Bachmann arbeiten seit 2004 unter dem Namen Bachmann/Banz zusammen. Sie leben in Cully, VD. Weitere Informationen: www.bxb.ch and www.banz.tv.
Luc Debraine ist Kunst- und Fotokritiker der Tageszeitung Le Temps in Genf.
Chiara - Reise ins Licht. Fotos v. Zahnd Legnazzi, Elisabeth. Beitr. v. Macho, Thomas. Hrsg. v. Olonetzky, Nadine. 2009. 120 S., 56 fb. u. sw. Abb. 27,5 x 21 cm. Gb EUR 29,90 ISBN: 3-85881-238-2 Scheidegger & Spiess
Chiara - Eine Reise ins Licht ist ein bewegender und kraftvoller Fotoessay über Kranksein und Sterben, entstanden aus persönlichem Schmerz und tiefer emotionaler Betroffenheit. Die Berner Künstlerin Elisabeth Zahnd Legnazzi dokumentierte das Sterben ihrer Tochter Chiara, die an einem unheilbaren Gehirntumor litt, sehr ergreifend, aber nicht nur düster und hoffnungslos. Das Buch versammelt rund 60 noch nie veröffentlichte Porträts. Es ist eine von der Künstlerin bestimmte Auswahl aus rund 400 Fotografien, die während der letzten sieben Monate von Chiaras Leben entstanden sind. Ergänzt sind die Bilder durch abstrakte Aufnahmen von in Auflösung begriffenen Landschaften, welche die Veränderung der Wahrnehmung und den Verlust der Sinne visualisieren. Nie benutzt die Künstlerin ihr todkrankes Kind für die Fotografien, sondern sie hält es fest in seinem Leiden und seinem von erstaunlicher Würde getragenen letzten Lebensabschnitt. Dieser Fotoessay rührt mit den eindringlichen und sensiblen Bildern an existenzielle Fragen, die uns alle betreffen. Die Bilder werden ergänzt von einem Essay des bekannten österreichischen Soziologen und Publizisten Thomas Macho über Krankheit, Sterben und Tod und die künstlerische Darstellung von Leid.
Bronfen, Elisabeth: Crossmappings. Essays on Visual Culture. 2009. Engl. Ausgabe. 320 S., 20 sw. u. 80 fb. Abb. 21 x 15,5 cm. Gb EUR 35,00 CHF 49,90 ISBN: 3-85881-715-5 Scheidegger & Spiess
Bronfen, Elisabeth: Crossmappings. Essays zur visuellen Kultur. 320 S., 20 sw. u. 80 fb. Abb. 21 x 15,5 cm. Gb, Scheidegger 6 Spieß, Zürich 2009. EUR 35,00 CHF 49,90 ISBN: 3-85881-240-4 Scheidegger & Spiess
Die in Zürich lehrende Anglistin Elisabeth Bronfen schreibt mit präzis analysierendem Blick über Gesellschaft, Literatur und Kunst. Nun präsentiert sie erstmals eine Auswahl ihrer Beiträge über Kunst, Kunstschaffende und visual culture in einem Sammelband; viele Texte erscheinen zum ersten Mal auf Deutsch. Ein neuer einleitender Essay thematisiert den prägenden Stellenwert und den tiefgreifenden Wandel der visuellen Kultur in der Gegenwart.
Angereichert ist Crossmappings mit zahlreichen Abbildungen, welche Elisabeth Bronfens Thesen illustrieren und die Sachverhalte verdeutlichen. Das Buch bietet faszinierende Begegnungen mit Schriftstellern wie Siri Hustvedt oder Paul Auster, mit Künstlern wie Sophie Calle, Salvador Dalí, Marcel Duchamp, Cindy Sherman und Pipilotti Rist oder mit Fotografinnen wie Diane Arbus und Nan Goldin. Ein Buch für Wissenschaftler, Kulturinteressierte und Kunst-, Pop- und Filmfans.
Elisabeth Bronfen, geboren 1958 in München, ist Kultur- und Literaturwissenschaftlerin, Professorin für Anglistik an der Universität Zürich und Autorin zahlreicher Essays und Bücher. Ihre jüngsten Bücher sind Tiefer als der Tag gedacht. Eine Kulturgeschichte der Nacht (2008) und Liebestod und Femme fatale. Der Austausch sozialer Energien zwischen Oper, Literatur und Film (2004).
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Bruno Giacometti erinnert sich. Gespräche mit Felix Baumann. Hrsg. v. Baumann, Felix. 2009. 176 S., 60 sw. u. 60 fb. Abb., Mit Werkverzeichnis u. Verzeichnis d. Schenkungen 21,5 x 14 cm. 'Gb EUR 25,00 CHF 39,90 ISBN: 978-3-85881-248-3 Scheidegger & Spiess
Der 1907 geborene, heute in Zürich lebende Architekt Bruno Giacometti blickt auf sein Leben zurück und erzählt von seinen wichtigsten Erlebnissen und den Menschen, die ihn dabei begleiteten. In den persönlichen Gesprächen, die der frühere Kunsthaus-Direktor Felix Baumann mit Giacometti führte, steht Privates neben Beruflichem und kulturpolitischen Auseinandersetzungen.
Ausgiebig zur Sprache kommt die Kindheit im Bergell als Sohn des Künstlers Giovanni und seiner Frau Annetta Giacometti, plastisch treten die Geschwister auf, darunter der weltberühmte Bruder Alberto.
Weitere Themen sind Brunos Studienjahre, die Arbeit in den Büros bekannter Schweizer Architekten und später als selbstständiger Architekt und Ausstellungsarchitekt, die Begegnung mit seiner Frau Odette und die breite mäzenatische Tätigkeit des Paares.
Den Gesprächen beigestellt sind zahlreiche private Fotografien, viele davon unveröffentlicht, und Kunstwerke sowie ein umfangreicher Anhang: Ein Werkverzeichnis von allen Bauten Giacomettis sowie ein Verzeichnis aller Schenkungen Bruno und Odette Giacomettis an diverse Museen der Schweiz. Felix Baumann war von 1976 bis 2000 Direktor des Kunsthaus Zürich und präsidiert die Alberto Giacometti Stiftung in Zürich.
Ferdinand Hodler: Catalogue raisonné der Gemälde. Band 3: Die Figurenbilder. 2 Bde/Tle. Hrsg. v.Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft SIK. 2013. 700 S., 800 meist fb. Abb. 32 x 23,5 cm. (Ferdinand Hodler: Catalogue raisonné der Gemälde 3) Gb EUR 440,00 ISBN: 3-85881-256-0 Scheidegger & Spiess
Ferdinand Hodler: Catalogue raisonné der Gemälde. Band 4: Biografie und Dokumente. Hrsg. v.Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft SIK. 2014. 280 S., 200 meist fb. Abb. 32 x 23,5 cm. (Ferdinand Hodler: Catalogue raisonné der Gemälde 4) 'Gb EUR 220,00 ISBN: 3-85881-257-9 Scheidegger & Spiess
Ferdinand Hodler: Catalogue raisonné der Gemälde. Band 2: Die Bildnisse. Hrsg. v.Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft SIK. 2010. 500 S., 300 fb. u.sw. Abb. 32 x 23,5 cm. (Ferdinand Hodler: Catalogue raisonné der Gemälde 2) Gb EUR 330,00 ISBN: 3-85881-255-2 Scheidegger & Spiess
Unterwegs in Zürich und Winterthur. Landschaftsarchitektur und Stadträume 2000-2009. Fotos v. Allemann, Björn. Beitr. v. Girot, Christophe /Goedecke, Kerstin /Hönig, Roderick /Moll, Barbara /Weber, Annina /Genner, Ruth /Gfeller, Matthias. Hrsg. v. Hönig, Roderick /Moll, Barbara. 2009. 196 S., 140 fb. u. sw. Abb., zahlr. Pläne 19 x 10,5 cm. (Edition Hochparterre bei Scheidegger & Spiess ) Ebr EUR 49.00 CHF 79,00 ISBN: 3-85881-247-1 Scheidegger & Spiess
Dieser Führer durch die Städte Zürich und Winterthur behandelt sechzig wegweisende Projekte zeitgenössischer Landschaftsarchitektur. Die Parks, Plätze und Gärten – viele von ihnen wurden in der Fachpresse lobend erwähnt – werden in Bild und Text eingehend vorgestellt. Der Bogen spannt sich von den Grünanlagen in Neu-Oerlikon und Opfikon über neue Stadtplätze und Friedhofanlagen bis zu den Freigehegen im Zürcher Zoo. Auch neu genutzte Industrieareale werden dokumentiert. Auf Übersichtsplänen sind alle im Buch präsentierten Objekte markiert und die Anbindung an den öffentlichen Verkehr ausgewiesen. Jeweils eine Karte führt für Zürich und Winterthur zudem je rund 30 historische Anlagen auf. Ein Essay des ETH-Professors für Landschaftsarchitektur Christophe Girot rollt die Geschichte der Schweizer Aussenräume und der Disziplin Landschaftsarchitektur auf. So wird der Führer auch zu einer Standortbestimmung der zeitgenössischen Landschaftsarchitektur.
Ein Gespräch mit zwei Politikern, die für die Gestaltung des Aussenraums zuständig sind, ergänzt die Gartenporträts. Eine Publikation im handlichen Taschenformat.
Wilfrid Moser. Wegzeichen. Werke 1934-1997. Beitr. v. Frehner, Matthias / Grütter, Tina /Jaeger, Jean F/Moser, Gabriel /Hrsg. v. Frehner, Matthias /Grütter, Tina. 2009. 304 S., 220 fb. u. sw. Abb. 28,0 x 24,5 cm. Gb EUR 69,00, CHF 99,00 ISBN: 978-3-85881-243-8 Scheidegger & Spiess
Dieses Buch ist die erste umfassende Monografie über den Schweizer Künstler Wilfrid Moser (1914–1997). Es zeigt einen repräsentativen Einblick in Leben und Schaffen dieser Pionierfigur der abstrakten Nachkriegskunst in Europa, vom Frühwerk in den 1930er-Jahren bis zu den letzten Pastellen.
Wilfrid Moser verbrachte als Kind längere Zeit in Venedig, Wien und Dresden, später unternahm er immer wieder Reisen durch Europa und in den Maghreb. Zudem lebte er lange in Paris, wo er Themen der Grossstadt aufsog und in sein Werk integrierte. Zu seinen künstlerischen Innovationen gehören Gemälde über die Pariser Métro, die einen neuen Typus der Grossstadt-Ikonografie in die Malerei einführten. Aus heutiger Sicht kommt zudem seinem figurativen Realismus besondere Bedeutung zu, der Tendenzen der Gegenwartskunst vorwegnahm. Auch der Stellenwert von Mosers farbigen Kunstharzskulpturen wird in diesem Buch, das zu einer grossen Retrospektive im Kunstmuseum Bern und in der Casa Rusca, Locarno, erscheint, erstmals breit gewürdigt. Ausstellung im Kunstmuseum Bern vom 6. März bis 14. Juni 2009.
Matthias Frehner, geboren 1955 in Winterthur. Studium der Kunstgeschichte, Deutschen Literatur und Klassischen Archäologie an der Universität Zürich. 1986–1988 Assistent am Kunsthistorischen Seminar der Universität Zürich. 1990 Promotion mit einer Dissertation über die Geschichte der Schweizer Eisenplastik. 1988–1996 Konservator der Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» in Winterthur. 1990–1996 Sekretär der Gottfried-Keller-Stiftung. 1996–2002 Kunstredaktor der Neuen Zürcher Zeitung. Seit 2002 Direktor des Kunstmuseum Bern.
Tina Grütter (*1942), Studium der Kunstgeschichte, Volkskunde und Germanistik an der Universität Zürich. 1984 Promotion mit einer Dissertation zu Caspar David Friedrich. 1982–84 wissenschaftliche Assistentin am Kunstmuseum Luzern. 1986–2001 Konservatorin der Kunstabteilung des Museums zu Allerheiligen in Schaffhausen. Seit 2002 als freischaffende Kunsthistorikerin tätig.
Jean-François Jaeger ist Direktor der Galérie Jeanne-Bucher in Paris.
Gabriel Moser, Präsident der Stiftung Wilfrid Moser, ist Psychologie-Professor. Er leitete von 1992 bis 2005 das Laboratoire de Psychologie Environnementale in Paris.
Wilfrid Moser. Signposts. Works 1934-1997. Beitr. v. Frehner, Matthias /Grütter, Tina /Jaeger, Jean F /Moser, Gabriel. Hrsg. v. Frehner, Matthias /Grütter, Tina. 2009. 304 S., 220 fb. u. sw. Abb. 28 x 24,5 cm. Gb EUR 69,00 ISBN: 3-85881-716-3 Scheidegger & Spiess
Gillian White. Tanz in Eisen. Werke aus 40 Jahren. Beitr. v. Altorfer, Sabine /Blonstein, Anne /Däster, Uli /Hesse, Jochen /Pedretti, Erica /Vogt-Baumann, Frieda. Hrsg. v. Altorfer, Sabine /Däster, Uli /Hesse, Jochen /Vogt-Baumann, Frieda. 2009. 200 S., 160 fb. u. sw. Abb. 29,5 x 26 cm. Gb EUR 49,00 ISBN: 3-85881-251-X Scheidegger & Spiess
Die 1939 in Grossbritannien geborene Gillian White lebt seit 1966 in der Schweiz und hat sich in diesen vierzig Jahren mit ihren monumentalen Stahlplastiken, mit zahlreichen Werken im öffentlichen Raum, aber auch mit Kleinplastiken und Wandmalereien über die Schweiz hinaus einen Namen gemacht. White hat einen ausserordentlich starken und eigenständigen Beitrag zur Schweizer Eisenplastik geleistet – und da erstaunt es, dass ihr Schaffen bisher kaum dokumentiert ist.
Es ist also höchste Zeit, dieses reiche Werk umfassend darzustellen, zu analysieren und zu würdigen. Das vorliegende Buch versammelt rund 160 Abbildungen und Essays von Kunsthistorikern, ergänzt mit einen Text der Schriftstellerin Erica Pedretti. Den Schwerpunkt bilden dabei die plastischen Arbeiten und Kunst am Bau-Projekte. Aber auch Whites Malerei sowie die verspielten und doch äusserst präzis komponierten Kleinplastiken sind gültig dargestellt. Dazu gesellen sich ein umfassendes Werkverzeichnis, Biografie und Bibliografie. Ausstellung im Kunstmuseum Olten vom 26. April bis 21. Juni 2009.
Sabine Altorfer, geboren 1956, leitet die Kulturredaktion der Aargauer Zeitung / Mittelland Zeitung und lebt in Baden.
Anne Blonstein, geboren 1958 in England, lebt seit 1983 als freischaffende Übersetzerin und Lektorin in Basel.
Uli Däster, geboren 1942, ist Kunstkritiker. Bis 2005 Lehrer an der Aargauischen Kantonsschule Baden, 1984–1996 Mitglied des Aargauer Kuratoriums zur Förderung des kulturellen Lebens.
Jochen Hesse, geboren 1965, ist Leiter der Graphischen Sammlung der Zentralbibliothek Zürich, 2000–2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft. Zahlreiche Publikationen insbesondere zur Eisenplastik und Druckgrafik.
Ausführliche Biografie
Erica Pedretti, geboren 1930 in der Tschechoslowakei, kam nach dem Krieg in die Schweiz. Schreibt und arbeitet als Bildhauerin in La Neuveville. Zahlreiche Publikationen und Ausstellungen.
Frieda Vogt-Baumann, geboren 1945, ist seit 1990 in der Lehrer- und Lehrerinnenbildung tätig, daneben Engagement in der Politik, vor allem in der Kulturpolitik.
The Memorizer. Der Sammler Andreas Züst. Fotos v. Züst, Andreas. Beitr. v. Curiger, Bice /Jaeggi, Martin /Keller, Walter /Kesser, Caroline /Kunz, Stephan /Rübel, Dietmar /Schuppli, Madeleine /Ursprung, Philip /Weber, Peter /Züst, Mara. Hrsg. v. Kunz, Stephan /Schuppli, Madeleine /Züst, Mara /Aargauer Kunsthaus, Aarau. 2009. 432 S., 350 fab. und 650 Abb. 23 x 17 cm. Gb EUR 54,00 CHF 79,00 ISBN: 978-3-85881-249-0 Scheidegger & Spiess
Der Schweizer Fotograf, Künstler und Sammler Andreas Züst (1947–2000) ist eine legendäre Figur des europäischen Kulturlebens. Seine Kunstsammlung zeigt die Entwicklung der Kunstszene von den späten 1970er- bis in die 1990er-Jahre exemplarisch auf.
Nun widmet sich seiner Person und seinem Wirken erstmals ein dickes, sehr persönliches Lese- und Schau-Buch, das aus Anlass einer Sammlungsausstellung im Aargauer Kunsthaus erscheint. Das Buch ist ein Psychogramm des Sammlers Züst: Durch die rund 1500 Werke von 230 Künstlerinnen und Künstlern zeichnet sich der Mensch ab, der diese Arbeiten zusammengetragen hat.
Zudem hat Andreas Züst – selbst Fotograf erfolgreicher Fotobücher (Bekannte Bekannte 1 und 2, 1987 und 1997, Roundabouts, 2003) – die gesammelten Künstler porträtiert. Diese Fotoporträts ziehen sich als roter Faden durch das Buch. Daneben kommen etwa 400 Werke der Sammlung, ein vollständiges Sammlungsverzeichnis sowie neun Essays zu stehen, die den verschiedenen Aspekten von Züsts Person und seiner Sammlung gewidmet sind, geschrieben u. a. von Scalo-Gründer Walter Keller, dem Schriftsteller Peter Weber oder der Kuratorin Bice Curiger.
Ausstellung im Aargauer Kunsthaus vom 29. Juni bis 9. August 2009.
Zumthor sehen. Bilder von Hans Danuser. Nachdenken über Architektur und Fotografie. Fotos v. Danuser, Hans. Beitr. v. Ursprung, Philip /Danuser, Hans. Hrsg. v. Gantenbein, Köbi. 2009. 96 S., 24 Triplex-Abb. 32 x 24,5 cm. Gb EUR 35,00 CHF 49,90 ISBN: 3-85881-235-8 Scheidegger & Spiess
Auch Bilder schreiben Geschichte: Mit seinem radikal subjektiven Blick auf Bauten des Schweizer Architekten Peter Zumthor setzte der Künstler Hans Danuser in den 1980er- und 1990er-Jahren einen Markstein in der Geschichte der Architekturfotografie. Seine Aufnahmen veränderten das fotografische Genre und die Art und Weise, über Architektur und Fotografie nachzudenken.
Dieses Buch versammelt Bilder zur Kapelle Sogn Benedetg, zu den Schutzbauten über den römischen Funden in Chur und zur Therme Vals. Es führt die intensive Debatte fort, die die Fotografien vor zwanzig Jahren auslösten. Ein ausführliches Gespräch zwischen Hans Danuser und Hochparterre-Chefredakteur Köbi Gantenbein lotet die Umstände der Zusammenarbeit mit Peter Zumthor aus und fragt, wie sich die Architekturfotografie seither entwickelt hat. Der Kunst- und Architekturhistoriker Philip Ursprung setzt sich in einem detaillierten Essay mit Zumthors Architektur und der fotografischen Repräsentation von Architektur auseinander. Ein Buch über Bilder, Bauten und Geschichte.
Hans Danuser, geboren 1953 in Chur, gehört zu den Wegbereitern zeitgenössischer Fotografie. Seine Werke wurden in bedeutenden Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Er wurde zu internationalen Veranstaltungen wie die Biennale in Venedig oder Lyon eingeladen und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis, dem Manor-Kunstpreis und dem Bündner Kulturpreis. Ab 1992 beschäftigt er sich auch mit Kunst in Architektur-Projekten, so an der Universität Zürich, im Peter Merian Haus Basel 1999 und in der Klinik Beverin 2001. (www.hansdanuser.ch)
Köbi Gantenbein, geboren 1956 in Samedan, ist seit 1996 Chefredaktor von Hochparterre, dem Verlag für Architektur und Design. Er lebt und arbeitet in Zürich und Fläsch, Graubünden. Er schreibt in Hochparterre regelmässig Berichte über die zeitgenössische Architektur Graubündens und den Schrecken und die Schönheit der Alpen. (www.hochparterre.ch)
Philip Ursprung, geboren 1963 in Baltimore, USA, studierte Kunstgeschichte, Allgemeine Geschichte und Germanistik in Genf, Wien und Berlin. Seit 2005 ist er Professor für moderne und zeitgenössische Kunst an der Universität Zürich. Er war auch als Gastkurator am Museum für Gegenwartskunst in Basel, am Canadian Centre for Architecture in Montreal und der Graduate School for Architecture, Planning and Preservation der Columbia University New York tätig. Ausführliche Biografie
Peter Zumthor, geboren 1943 in Basel, Ausbildung als Möbelschreiner, Gestalter und Architekt an der Kunstgewerbeschule Basel und am Pratt Institute, New York. Seit 1979 eigenes Architekturbüro in Haldenstein, Schweiz. Peter Zumthor bekommt Ende Mai 2009 in Buenos Aires den Pritzker Preis verliehen. Der Preis ist mit 100000 Dollar dotiert und gilt als «Nobelpreis der Architektur».
Wichtigste Bauten: Schutzbauten für Ausgrabung mit römischen Funden, Chur 1986; Caplutta Sogn Benedetg, Sumvitg 1988;Wohnungen für Betagte, Chur-Masans 1993; Therme Vals, 1996; Kunsthaus Bregenz, 1997; Schweizer Pavillon Expo 2000, Hannover; Dokumentationszentrum «Topographie des Terrors», 1997 gebaute Bauteile 2004 vom Land Berlin abgebrochen; Haus Zumthor, Haldenstein 2005; Kunstmuseum Kolumba, Köln 2007; Feldkapelle für den Heiligen Bruder Klaus,Wachendorf, Eifel 2007.
Bildteppiche von Ernst Ludwig Kirchner und Lise Gujer. Werkkatalog der Entwürfe. Beitr. v. Flury-Lemberg, Mechthild /Kornfeld, Eberhard W /Liedtke, Kristina /Stutzer, Beat. Hrsg. v. Stutzer, Beat. 144 S., 140 fb. u. sw. Abb. 26,5 x 20 cm. Gb Scheidegger & Spiess, Zürich 2009. EUR 39,00, CHF 59,00 ISBN: 3-85881-252-8 Scheidegger & Spiess
Die Entdeckung eines faszinierenden Werkkomplexes von Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938): Zum allerersten Mal werden die vielen Entwürfe Kirchners für die Tapisserien, welche die Weberin Lise Gujer (1893–1967) anfertigte, in einem Buch katalogisiert, analysiert und kunsthistorisch gewürdigt.
Kurz vor ihrem Tod versiegelte Lise Gujer ein Paket, das nach ihrem Willen erst 30 Jahre später geöffnet werden durfte. So traten erst 1998 zahlreiche Skizzen und Entwürfe Kirchners zu Wirkereien zutage. Mit diesen Entwürfen liegt eine visuell reichhaltige und kunsthistorisch höchst bedeutsame Werkgruppe vor. Sie bereichern nicht nur die Kenntnis von Kirchners Œuvre, sondern veranschaulichen zugleich die enge Zusammenarbeit von Künstler und Weberin. Die Entwürfe sind durch eine ganz eigene Bildsprache geprägt. Weit über die ursprüngliche Funktion als Vorlage hinaus können sie sich ihrer spezifischen Materialität wegen als eigenständige Kunstwerke behaupten. Ergänzt wird die kunsthistorische Analyse durch Texte über die fachgerechte Restaurierung der Entwürfe sowie über Gujers Technik
Ausstellung im Bündner Kunstmuseum Chur vom 7. Februar bis 22. März 2009
Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) war 1905 Mitbegründer der Künstlervereinigung Die Brücke. Zunächst ein Künstler der Grossstadt, flüchtete der erkrankte Maler 1917 in die Schweiz, wo er sich nach einer Kur in Kreuzlingen dauerhaft in Frauenkirch bei Davos niederliess. Von den Nationalsozialisten verfemt, nahm er sich 1938 das Leben.
Mechthild Flury-Lemberg war Textilrestauratorin am Bayerischen Nationalmuseum und dem Historischen Museum Bern. Ab 1963 Aufbau der Fachabteilung für Textilkonservierung an der Abegg-Stiftung in Riggisberg. Mehrere Fachpublikationen zur Textilkonservierung.
Eberhard W. Kornfeld wurde 1923 als Sohn eines Innenarchitekten in Basel geboren. Seit 1951 Leiter der Firma Gutekunst und Klipstein in Bern. Die Galerie Kornfeld besitzt seit 1980 ein eigenes Domizil. Ausbau der Auktionstätigkeit, zahlreiche Ausstellungskataloge aus den Spezialgebieten alte und modernen Graphik vom 15. bis zum 20. Jahrhundert und Bilder des 20. Jahrhunderts (Schiele, Klee, Chagall, Signac und Gaugin). Besitzer einer grossen Sammlung von Kirchner-Werken. Kornfeld ist Präsident der Kirchner-Stiftung Davos und Kunsthändler in Bern.
Kristina Liedtke, dipl. Konservatorin/ Restauratorin FH, ist Spezialistin für die Restaurierung von Kunstwerken.
Beat Stutzer (*1950), Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Ethnologie an der Universität Basel. Wissenschaftlicher Assistent am Kupferstichkabinett der Öffentlichen Kunstsammlung Basel. 1977–82 Assistent am Lehrstuhl für Moderne Kunst der Universität Basel. 1980 Promotion mit der Dissertation «Albert Müller (1897–1926) und die Künstlergruppe Rot-Blau». Seit 1982 Direktor Bündner Kunstmuseum Chur und seit 1998 zugleich Konservator des Segantini Museums St. Moritz. Zahlreiche Buchpublikationen, Ausstellungen und Beiträge zur Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Werksemester der Kulturstiftung Landis & Gyr in London (2003/04). Seit 2004 Präsident der Eidg. Kommission der Gottfried Keller-Stiftung.
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Karl Bodmer - Maler der amerikanischen Urvölker. Beitr. v. Bolz, Peter /Daenzer, Denise /Isernhagen, Hartwig /Schierle, Sonja. Hrsg. v.Nordamerika Native Museum Zürich /Isernhagen, Hartwig. 2009. 240 S., 150 fb. u. sw. Abb. 25 x 21 cm. Gb EUR 39,00 ISBN: 3-85881-236-6 Scheidegger & Spiess
1834 brach der Zürcher Karl Bodmer mit dem deutschen Naturforscher Maximilian Prinz zu Wied und dessen Gefolge zur legendär gewordenen «Reise in das innere Nord-America» auf. Die Expedition dauerte 28 Monate. Während Maximilian sein Tagebuch schrieb, Naturalien zusammensuchte und Gegenstände von Indianern erwarb, zeichnete Bodmer mehr als 400 Indianer-, Landschafts- und Tierbilder. Seine detailgetreuen Skizzen und Aquarelle, die später als Vorlagen für die druckgrafischen Illustrationen des Reiseberichts dienten, gelten als Höhepunkt in der bildnerischen Darstellung fremder Völker. Und sie zählen zu den wichtigsten Dokumenten über die Indianerkulturen am oberen Missouri.
Dieses reich illustrierte Buch ist die Hommage seiner Geburtsstadt Zürich an den grossen Maler, dem wir viele Einsichten in die Lebensweise und das Aussehen der Natives in den Plains und Prärien verdanken. Es verbindet biografische Erzählung und analytische Essays und beleuchtet den eigenwilligen Stellenwert dieser Zeichnungen, Aquarelle und Stiche zwischen exakter Wissenschaft und Kunst.
Ausstellung im Nordamerika Native Museum (NONAM) Zürich vom 8. Februar bis 9. August 2009
Peter Bolz ist Leiter der Amerikaabteilung im Museum für Völkerkunde, Berlin.
artwig Isernhagen ist emeritierter Professor für Amerikanische Literatur und American Studies an der Universität Basel und Autor zahlreicher Essays und Bücher.
Sonja Schierle ist leitende Kuratorin der Nordamerika-Abteilung am Linden-Museum Stuttgart.
Hermann Obrist. Skulptur, Raum, Abstraktion um 1900. Beitr. v. Adam, Hubertus /Afuhs, Eva /Hand, Stacy Nicole /Starz, Ingo /Strobl, Andreas /Waenerberg, Annika /Weigel, Viola. Hrsg. v.Museum Bellerive Zürich /Staatliche Graphische Sammlung, München. 2009. 256 S., 180 fb. u. sw. Abb. 25,5 x 19,5 cm. Gb EUR 49,00 ISBN: 3-85881-239-0 Scheidegger & Spiess
Dies ist die erste Monografie über den höchst aussergewöhnlichen Künstler Hermann Obrist (1862–1927). In München begründete der gebürtige Schweizer in den 1890er-Jahren die deutsche Variante der Jugendstilbewegung, die anspruchsvolles Handwerk der angewandten mit den ästhetischen Ansprüchen der freien, bildenden Kunst verschmolz.
Erstmals werden nun die Nachlassteile in München und Zürich zusammengeführt und damit das Gesamtwerk des Zeichners, Bildhauers, Textilkünstlers und Theoretikers greifbar. Mit seinen Brunnen und Grabmälern war Obrist an der Erfindung der abstrakten Skulptur als künstlerischer Gattung beteiligt. In der Verknüpfung von Bild und wissenschaftlichen Essays zeigt das Buch zudem die Aktualität seines Werks für Kunst, Kunstgewerbe und Wissenschaft unserer Tage. Auch in seiner Auseinandersetzung mit der Fotografie ging Obrist über den traditionellen Begriff des Bildhauers hinaus und erschloss paradigmatisch neue Wege für die Kunst des 20. Jahrhunderts.
Ausstellung im Museum Bellerive Zürich vom 6. März bis 7. Juni 2009.
Eva Afuhs, geboren 1954, ist Künstlerin und leitende Kuratorin des Museums Bellerive und der Kunstgewerbesammlung des Museums für Gestaltung in Zürich. Von 1998 bis 2003 war sie Leiterin der Abteilung Ausstellungen der Schweizer Landesausstellung Expo.02.
Andreas Strobl, geboren 1965, studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie in München und Berlin. Dissertation 1994 an der Technischen Universität Berlin zum Thema Otto Dix. Eine Malerkarriere der 1920er Jahre. Tätig als freier Publizist, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Museum Georg Schäfer, Schweinfurt, Kustos des Kupferstichkabinetts der Kunsthalle Bremen. Seit 2002 Konservator für die Kunst des 19. Jahrhunderts an der Staatlichen Graphischen Sammlung München.
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Hannes Schüpbach – Cinema Elements. Filme, Malerei und Performances 1989-2008. Beitr. Adam Szymczyk, Eleonore Frey, Philippe-Alain Michaud, Andréa Picard und Hannes Schüpbach. Dtsch/Engl. 216 S., 152 fb. Abb., 21 x 29 cm, Gb. EUR 36,45 CHF 59,00 ISBN: 978-3-85881-246-9 Scheidegger & Spiess
Der Schweizer Künstler Hannes Schüpbach hat sich in den vergangenen Jahren mit künstlerischen Kurzfilmen, die in ganz Europa und den USA in renommierten Institutionen gezeigt wurden, international einen Namen gemacht. Seine Arbeit mit Elementen des Filmischen begann jedoch 1990 mit Raum-Installationen und räumlich erlebbaren Malerei-Suiten. Eine grosse Einzelausstellung in der Kunsthalle Basel führt nun Raum-Kunst und Filme zusammen, und aus diesem Anlass erscheint auch die erste Monografie Schüpbachs, mit Essays internationaler Spezialisten, vielen gross reproduzierten Filmstills sowie Abbildungen aus den verschiedensten Werkgruppen.
Das Buch enthält zudem einen Essay von Hannes Schüpbach über zentrale Elemente seines filmischen Schaffens, eine ausführliche Chronologie von Werken und biografischen Stationen des Künstlers sowie eine neu erarbeitete Bibliografie.
Hannes Schüpbach, geboren 1965 in Winterthur, ist bildender Künstler, Filmemacher und Kurator für Filme von Künstlern. 1988–1991 Studium der Visuellen Künste an den Hochschulen für Gestaltung und Kunst Zürich und Basel. 1992–1993 Gastsemester in Cinema und Performance Studies an der New York University. 1999 gründete er die Reihe Film direkt, die monatlich Filmprogramme im Zürcher Filmpodium und im Ausland sowie Publikationen zu den Künstlerfilmen beinhaltete. Hannes Schüpbach zeigte seine Filme bisher u. a. im Kunstmuseum Winterthur, Centre Georges Pompidou, Paris, an der Biennale de l'image en mouvement, Genf. Er ist Co-Autor des 2005 im Verlag Scheidegger & Spiess erschienenen Buchs Rudy Burckhardt – New York Moments.
Eleonore Frey hat bis 1997 als Dozentin für deutsche Literatur an verschiedenen schweizerischen und amerikanischen Universitäten gewirkt. Ab 1989 sind beim Literaturverlag Droschl in Graz neun Erzählbände erschienen, zuletzt: Siebzehn Dinge, Biographie, 2006, und Muster aus Hans, 2009. Übersetzungen aus dem Französischen und aus dem Englischen, darunter Henri Michaux, Henri-Frédéric Amiel und Lewis Carroll. Publikationen zur Literatur, zum Film, zur Kunst.

Philippe-Alain Michaud ist Kurator für Film am Musée national d’art moderne – Centre Georges Pompidou in Paris und Autor. Er publizierte u. a.: Aby Warburg et l’image en movement, Paris: Macula, 1998; Comme le rêve le dessin, Paris: Musée du Louvre und Centre Pompidou, 2005, Sketches: Histoire de l’art, cinéma, Paris: Editions Kargo, 2006.
Andréa Picard ist Kunsthistorikerin und hat an der Cinematheque Ontario in den letzten Jahren zahlreiche Retrospektiven betreut. Seit 2006 ist sie verantwortlich für das Programm Wavelengths des Toronto International Film Festival, das Filme und Videos von Künstlern vorstellt. Sie publiziert regelmässig zu Kunst, Architektur und Film und schreibt die Kolumne «Film/Art» für Cinema Scope.
Adam Szymczyk ist seit 2003 Direktor der Kunsthalle Basel, wo er unter anderen die Ausstellungen Carl Andre, Black Holes, 2005, Tomma Abts, 2005, Lee Lozano: Win First Don’t Last Win Last Don’t Care, 2006, und Micol Assaël, Chizhevsky Lessons, 2007, organisiert hat. 1997 war er an der Gründung der Foksal Gallery Foundation in Warschau beteiligt. 2008 kuratierte er zusammen mit Elena Filipovic die 5. berlin biennale für zeitgenössische kunst.
agent-provocateur.ch. Was uns ärgert und was nicht. Beitr. v. Bachmann, Plinio /Binswanger, Daniel /Bunz, Mercedes /Frey, Patrick /Heller, Martin /Meili, Daniel /Meili, Martin /Meili, Marcel /Schneider, Gesa /Steiner, Juri /Zweifel, Stefan. Hrsg.: Bachmann, Plinio /Heller, Martin. 2008. 320 S., 250 fb. Abb. 26 x 20 cm. Gb EUR 12,90 ISBN: 3-85881-241-2 Scheidegger & Spiess
2004 startete eine Kurzfilminitiative mit dem Ziel, «einen ebenso bissigen wie inspirierenden Bildkommentar zur Wirklichkeit der Schweiz zu provozieren.» Jeder, der mitmachen wollte, konnte einen 30-Sekunden-Film einreichen, zwischen doppelbödiger Protestnote und scharfsinniger Botschaft. Gezeigt wurden diese nicht nur im Internet, sondern auch zwischen Kinowerbung oder als Piratenprojektionen. Bald waren auf www.agent-provocateur.ch (ap.ch) die Film-Blitze von Internetkids, Werbeleuten, Handy-Filmern, Designstudenten zu sehen. Zusätzlich gab es politische Aktionen, die von den Massenmedien besprochen wurden.
Nun zieht ap.ch Bilanz: Mit einem Buch, das Bilder aus den besten Kurzfilmen zeigt; mit 200 Ideen für gesellschaftliche Veränderung zum Herausreissen; mit Essays von bekannten Autoren wie dem Kabarettisten Patrick Frey, dem ehemaligen Expo.02-Chef Martin Heller, Juri Steiner, dem Leiter des Zentrum Paul Klee, oder Stefan Zweifel vom Literaturclub des Schweizer Fernsehens. Ein scharfsichtiger Blick hinter die Fassade der saturierten Schweiz – und die Erörterung der Frage, was gesellschaftlich-kulturelle Provokation heute noch bewegen kann.
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