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Scheidegger & Spiess

 
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Chandigarh Redux. Le Corbusier, Pierre Jeanneret, Jane B. Drew, E. Maxwell Fry. Hrsg.: Feiersinger, Martin; Feiersinger, Werner; Foto(s) von Feiersinger, Werner; Beitr.: Vass, Andreas. 2014. Engl. 400 S. 300 fb. Abb. 24 x 16 cm. Gb. EUR 48,00. CHF 56,00 ISBN: 978-3-85881-762-4 Scheidegger & Spiess
«Chandigarh redux» versammelt rund 300 Fotografien, die der österreichische Bildhauer und Fotograf Werner Feiersinger in der legendären Hauptstadt des indischen Bundesstaats Punjab aufgenommen hat. Chandigarh, in den 1950er-Jahren nach Plänen Le Corbusiers und Pierre Jeannerets von einem Team internationaler und indischer Architekten errichtet, ist eine Ikone des modernen Städtebaus.
Dieser Band unterscheidet sich stark von den bisher erschienenen Publikationen zu Chandigarh: Nicht das Dokumentarische steht im Vordergrund, sondern der spezifische Blick des Künstlers Feiersinger aus seiner bildhauerischen und kreativen Praxis heraus. Er fängt die Atmosphäre der Stadt ein, ihre Vitalität und Virtuosität, aber auch die expressiv-skulpturalen Qualitäten der Bauwerke und vermittelt sie in ihrer Aktualität.
«Chandigarh redux» – der Titel spielt auf Francis Ford Coppolas Filmfassung «Apocalypse Now Redux» an – ist auch eine Hommage an das Buch «Chandigarh 1956» des Schweizer Fotografen Ernst Scheidegger und seine während der Bauzeit der Stadt aufgenommenen Bilder.
Die Dada. Wie Frauen Dada prägten. Hrsg.: Boesch, Ina; Beitr.: Boesch, Ina; Burmeister, Ralf; Gammel, Irene; Hemus, Ruth; Kriebel, Sabine T.; Krupp, Walburga. 2014. 164 S. 56 meist fb. Abb. 25 x 19 cm. Gb. EUR 29,00. CHF 34,00 ISBN: 978-3-85881-453-1 Scheidegger & Spiess
Dada gilt als eine der ersten Kunstrichtungen, in der Frauen als eigenständige Kunstschaffende von einem breiteren Publikum überhaupt wahrgenommen wurden. Dennoch sind nur wenige der damals künstlerisch tätigen Frauen heute noch bekannt. Die Meisterin der Fotomontage Hannah Höch, die abstrakte Künstlerin Sophie Taeuber-Arp, die Malerin Suzanne Duchamp, die Dichterin Emmy Hennings, die Stummfilmdiva Musidora, die Tänzerin Valeska Gert – sie und viele weitere Künstlerinnen wirkten bei Dada mit.
Erstmals wird in diesem Buch der Beitrag der Frauen an Dada umfassend und in seiner ganzen Vielfalt dargestellt. Es porträtiert die Malerinnen, Literatinnen, Tänzerinnen, Musikerinnen, Verlegerinnen und Mäzeninnen, welche die avantgardistische Bewegung mitprägten. Am Beispiel einiger Künstlerinnen wie der Performerin Elsa von Freytag-Loringhoven, der Schriftstellerin Céline Arnauld oder der Malerin Angelika Hoerle macht das Buch deutlich, wie deren Werk das ihrer männlichen Kollegen beeinflusste. Nachgegangen wird auch der Frage, weshalb diese Frauen wieder in Vergessenheit gerieten, während Dada – und viele der männlichen Künstler – als Begriff und als Kunstbewegung bis heute allgegenwärtig blieb.
Engiadina und Val Müstair. Eine Galerie mit 81 Porträts. Schildknecht, Julieta; Arquint, Jachen Curdin. Foto(s) von Schildknecht, Julieta. 2014. 304 S. 100 Abb. 27 x 19 cm. Gb. EUR 34,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-85881-460-9 Scheidegger & Spiess
Apothekerin, Biologe, Restaurator, Fotograf, Buchhändlerin, Professor, Pfarrer, Forstingenieur aus dem Engadin und dem Münstertal: Wer sind diese Menschen, die aus einem der bekanntesten Täler der Alpen stammen und sich emotional, beruflich oder nebenberuflich, mit Musik, Kunst, Literatur, Sprache, Tradition, Natur und Umwelt beschäftigen? Die Fotografin Julieta Schildknecht und der Romanist Jachen Curdin Arquint machten sich auf die Suche nach den Menschen, die das Geistes- und Kulturleben der «terra ladina» prägen.
Dieses Buch porträtiert 81 Persönlichkeiten in Wort und Bild. Sie sind jung und alt, leben in der Stadt oder noch in der Engadiner und Münstertaler Heimat. Allen gemeinsam ist, dass sie zu Hause rätoromanisch – rumantsch ladin – sprechen und nicht nur durch die Sprache eine enge Beziehung zur «terra ladina» haben. Der Band setzt einen Kontrapunkt zu dem Bild, das die Tourismuswerbung von dieser Gebirgsregion zeichnet. Er zeigt ein anderes, differenzierteres Bild vom Innenleben der «muond rumantsch».
Christian Menn – Brücken. Hrsg.: Menn, Christian; Schärer, Caspar; Beitr.: Bärtsch, Luzi; Billinton, David P.; Camartin, Iso; Übersetzt von Gauvreau, Paul; Beitr.: Schärer, Caspar; Leuenberger, Moritz; Menn, Christian; Oechslin, Werner; Übersetzt von Saunders, Bronwen; Beitr.: Schwartz, Joseph; Foto(s) von Feiner, Ralph. 2014. Dtsch/Engl. 352 S. 151 fb. Abb. 30 x 25 cm. Gb. EUR 87,00. CHF 99,00 ISBN: 978-3-85881-455-5 Scheidegger & Spiess
Christian Menn zählt zu den international bedeutendsten Figuren des modernen Brückenbaus. Er steht in der Tradition der grossen Schweizer Ingenieure Othmar H. Ammann und Robert Maillart und besetzt doch eine ganz eigene Position. Sowohl als Konstrukteur wie auch als Professor an der ETH Zürich prägte er die Kunst des Brückenbaus weltweit über Jahrzehnte mit.
Diese neue Monografie präsentiert Menns unter anderem dreissig seiner wichtigsten Bauwerke und Projekte. Seine Texte, illustriert mit eigens für dieses Buch aufgenommenen Fotografien von Ralph Feiner, lassen das persönliche Engagement des Ingenieurs bei jeder seiner Brücken und seine immense Erfahrung im Umgang mit den Rahmenbedingungen jedes Projekts spürbar werden. Darüber hinaus verschafft dieser Band einen tiefen Einblick in Menns intensive Auseinandersetzung mit den Grundlagen seiner Disziplin. Essays von Fachkollegen wie David P. Billington, Architekturhistorikern wie Werner Oechslin und Beobachtern aus kulturellem Blickwinkel wie Iso Camartin erweitern das Buch zu einer umfassenden Betrachtung der Kunst des Brückenbaus.
Otto Meyer-Amden. Das Frühwerk 1903–1914. Erscheint zur Ausstellung «Otto Meyer-Amden. Das Frühwerk 1903–1914» im Kunstmuseum Winterthur (24. Januar bis 19. April 2015). Hrsg.: Schwarz, Dieter; Beitr.: Klemm, Christian; Schwarz, Dieter; Tamaschke, Elisa. 2014. 224 S. 130 fb. Abb. 28 x 22 cm. Gb. EUR 48,00. CHF 55,00 ISBN: 978-3-85881-449-4 Scheidegger & Spiess
Otto Meyer-Amden (1885–1933) gehört zu den Wegbereitern der Kunst der Moderne in der Schweiz. Doch sein Werk ist der breiten Öffentlichkeit nach wie vor wenig bekannt. Erstmals widmet sich nun eine Monografie umfassend dem Frühwerk des Künstlers. Sie beginnt mit den ersten erhaltenen Werken aus den Wanderjahren in Zürich, München, Strassburg, gefolgt von Arbeiten aus der Studienzeit in der Klasse von Adolf Hölzel an der Stuttgarter Akademie, wo Meyer mit Oskar Schlemmer und Willi Baumeister Freundschaft schloss. In Stuttgart schuf Meyer sein erstes Hauptwerk, das Gärtnerbild; hier fand er auf Spaziergängen auch die Motive, die er in spontan anmutenden Ölmalereien auf Papier verarbeitete – Reiter, Tennis- und Fussballspieler. Ende 1912 zog Meyer in das Dorf Amden über dem Walensee, wo er bis 1928 lebte. Angeregt von der neuen Umgebung malte er zunächst Landschaftsmotive und Figuren, bevor mit den rätselhaften Bleistiftzeichnungen ein neues Kapitel seines Werks begann. Dieter Schwarz, Christian Klemm und Elisa Tamaschke machen in ihren Texten die künstlerische Selbstfindung des Malers erstmals nachvollziehbar.
Doris Stauffer. Eine Monografie. Hrsg.: Koller, Simone; Züst, Mara; Beitr.: Stauffer, Doris; Thal, Andrea; Turner, Kay; Züst, Mara; Hiltbrunner, Michael. 2014. 192 S. 188 fb. u. 129 sw. Abb. 31 x 23 cm. Pb. EUR 48,00. CHF 48,00 ISBN: 978-3-85881-445-6 Scheidegger & Spiess
Die Künstlerin und Mitbegründerin der Zürcher Frauenbefreiungsbewegung FBB Doris Stauffer (*1934) gründete in den 1970er-Jahren auch die einflussreiche F+F-Schule für experimentelle Gestaltung (heute F+F Schule für Kunst und Mediendesign). Mit unkonventionellen Unterrichtsformaten wie dem «Teamwork» und dem von ihr gegründeten «Hexenkurs» setzte sie in der Kunstausbildung und im Feminismus neue Massstäbe. Bis heute trägt Doris Stauffer als Kolumnenschreiberin und Kunstvermittlerin zu aktuellen Debatten bei.
Die Monografie macht die Wirkungsfelder Doris Stauffers sichtbar: Neben einer Übersicht über ihre Fotografien, Kunstwerke und Aktionen werden auch Bilder, Dokumente und Texte aus ihrer Vermittlungstätigkeit gezeigt, begleitet von Essays, die Stauffers Wirken zeitlich, politisch und kunsthistorisch verorten.
Doris Stauffer. A Monograph. Hrsg.: Koller, Simone; Züst, Mara; Beitr.: Stauffer, Doris; Thal, Andrea; Turner, Kay; Züst, Mara; Hiltbrunner, Michael. 2014. Engl. 192 S. 270 fb. Abb. 31 x 23 cm. Pb. EUR 38,00. CHF 45,00 ISBN: 978-3-85881-760-0 Scheidegger & Spiess
Margret Hoppe. Das Versprechen der Moderne. Beitr.: Alberti, Sarah; Fern, Oliver; Ries, Marc; Schmidt, Hans-Werner; Hrsg.: Schmidt, Hans-Werner; Foto(s) von Hoppe, Margret. 2014. Dtsch;Engl. 96 S. 85 meist farb. Abb. 30 x 24 cm. Gb. EUR 29,00 CHF 34,00 ISBN: 978-3-85881-461-6 Scheidegger & Spiess
Die Leipziger Fotografin Margret Hoppe, geboren 1981, zählt zu den vielversprechenden neuen Stimmen der europäischen Fotokunst. Die in diesem Buch präsentierten Arbeiten werden in einer Einzelausstellung im Museum der bildenden Künste Leipzig präsentiert, zudem wurde Hoppe dafür mit dem Kunstpreis der Sachsen Bank 2014 ausgezeichnet.
«Margret Hoppe. Das Versprechen der Moderne» zeigt fotografische Perspektiven auf die Architektur Le Corbusiers, die seine Idee des Gesamtkunstwerks wiederaufnehmen. Sichtbeton, klare, geometrische Formen und polychrome Flächen stehen in den Bildern symbolhaft für die Merkmale dieser Gebäude. Hoppe geht der Frage nach, was von den Visionen des modernen Bauens heute, wo dessen Zeugnisse mehr als Monument denn als funktionale Bauten genutzt und bewertet werden, übrig bleibt. Margret Hoppes Fotografien verwandeln die Bauten auf der Fläche des fotografischen Bilds zu Zeichen, die in ihrer Ästhetik malerische oder skulpturale Elemente aufweisen und so vielseitige Perspektiven auf die Lesbarkeit von Le Corbusiers Œuvre in der Gegenwart werfen. Ergänzt wird diese grossformatige Werkübersicht durch weitere Fotografien internationaler Bauwerke der klassischen Moderne, durch Texte und ein Interview mit der Künstlerin.
Kosmos. Weltentwürfe im Vergleich. Erscheint zur Ausstellung «Kosmos – Rätsel der Menschheit» im Museum Rietberg Zürich (12. Dezember 2014 bis 31. Mai 2014). Hrsg.: Museum Rietberg Zürich, Museum; Beitr.: Beltz, Johannes; Brauen, Martin; Britschgi, Jorrit; Fux, Peter; Haslwanter, Katharina Wilhelmina; Jung, Mariana; Krüger, Thomas; Lutz, Albert; Mittmann, Christoph; Nentwig, Ingo; Nuku, Maia; Nussbaumer, Harry; Oberhofer, Michaela; von Przychowski, Alexandra; Speidel, Markus O.; Steineck, Raji; Thomann, Johannes; Uehlinger, Christoph. 2014. 144 S. 100 meist fb. Abb. 26 x 19 cm. Gb. EUR 29,00 CHF 34,00 ISBN: 978-3-85881-451-7 Scheidegger & Spiess
Die uns umgebenden Gestirne, insbesondere Mond und Sonne, diktieren den Takt unserer Existenz. Sie zu erklären und deuten, haben die Menschen schon seit Jahrtausenden versucht. Was genau ist der Kosmos, die «Ordnung des Firmaments»? Auf der Suche nach Antworten sind die verschiedenen Kulturen seit jeher von ganz unterschiedlichen Voraussetzungen ausgegangen und entsprechend vielfältig sind die Herangehensweisen.
Dieses kulturvergleichende Buch erläutert 17 verschiedene Weltentwürfe. Es stellt Kosmologien und Schöpfungsgeschichten aus Afrika, Nord- und Mittelamerika, Asien und Polynesien sowie aus dem frühgeschichtlichen Mesopotamien und Ägypten umfassend dar. Thematisiert werden aber auch die abendländischen Weltentwürfe, von der biblischen Genesis und den Germanen bis hin zur neuzeitlichen Forschungsgeschichte Europas. Reich bebildert zeigt das Buch in faszinierender Weise auf, wie unterschiedlich die Menschen ihr Wesen und ihre Existenz erklären.
Ute Klein. Fluss. Beitr.: Ammann, Katharina; Kinzelbach, Wolfgang; Holzner, Markus. 2014. 112 S. 127 fb. Abb. 29 x 23 cm. Gb. EUR 44,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-447-0 Scheidegger & Spiess
Seit gut zehn Jahren beschäftigt sich Ute Klein mit dem Fluss der Farbe. Ihre Fliessbilder sind Experimente mit der Materialität und Möglichkeit von Ölfarbe und ihrem spezifischen Verhalten auf dem Träger, auf der Suche nach einer neuen Offenheit.
Diese sorgfältig gestaltete und aufwendig ausgestattete Monografie lässt die Leserin und den Leser zum Atelierbesucher bei der Künstlerin werden, mittenhinein in den Rausch der Farben und Formen. Das Buch zeigt zahlreiche Arbeiten auf Papier und Leinwand sowie ortsspezifische Werke, die für verschiedene Gebäude entstanden sind. Eingefügt zwischen die Bildteile sind Texte über die Phänomene des Fliessens aus kunsthistorischer und naturwissenschaftlicher Sicht.
Autoren & Herausgeber
Katharina Ammann
(*1973), seit 2008 Konservatorin am Bündner Kunstmuseum Chur. Studium der Kunstgeschichte und Englischen Literatur in Genf und Oxford. Wissenschaftliche Assistentin am Kunstmuseum Solothurn. Dissertation Video ausstellen – Potenziale der Präsentation.
Markus Holzner ist Umweltingenieur und seit 2013 Assistenzprofessor für Umweltströmungsmechanik an der ETH Zürich.
Wolfgang Kinzelbach ist Physiker und seit 1996 ordentlicher Professor für Hydromechanik an der ETH Zürich.
Ute Klein (* 1965), studierte an der Universität Bern und der Gestaltungsschule M+F Luzern. Aufenthalte als Artist in Residence in Deutschland, der Schweiz, Frankreich und Australien sowie mehrere Förderpreise und Kunst am Bau-Aufträge. Sie lebt und arbeitet in Amriswil.
Call and Response. George Steinmann im Dialog. Beitr.: Schenker, Christoph; Mader, Rachel; Dubach, Selma; Hirsch, Helen; Hrsg.: Hirsch, Helen; Kunstmuseum Thun, Kunstmuseum; Beitr.: Reust, Hans-Rudolf; Seiler, Anja; Liivak, Anu. 2014. Dtsch;Engl. 120 S. 22 sw. u. 94 fb. Abb. 31 x 22 cm. Pb. EUR 44,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-446-3 Scheidegger & Spiess
Der Berner Künstler, Musiker und Forscher George Steinmann, geboren 1950, gilt als einer der wichtigsten Brückenbauer zwischen Kunst und Wissenschaft in der Schweiz. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit der Wechselwirkung von Ökologie und Ästhetik und vor allem mit Aspekten kultureller Nachhaltigkeit. Steinmanns Werke sind meistens prozesshaft angelegt und durch den Einbezug von Künstlern und Wissenschaftlern aus dem transdisziplinären Bereich sehr zeitintensiv in ihrer Entstehung.
Call and Response zeigt die spezifischen Merkmale von Steinmanns Denken und Schaffen auf. Im ersten Teil werden seine Arbeitsweise, die Weiterentwicklung seines Werks und seine Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Fachbereichen beleuchtet. Der zweite Teil stellt die künstlerische Arbeit der vergangenen drei Jahrzehnte anhand beispielhafter Werke dar und analysiert sie in einem aktuellen Kontext mit der Fragestellung nach ihrem Beitrag zum zeitgenössischen Kunstdiskurs.
Gertrud Debrunner (1902–2000). Kunst auf der Grenze. Lerch, Susanna. Vorwort von Kunz, Stephan. 2014. 208. S. 108 meist fb. Abb. 26 x 19 cm. Gb. EUR 58,00. CHF 69,00 ISBN: 978-3-85881-434-0 Scheidegger & Spiess
Gertrud Debrunner (1902–2000) gehörte der sogenannten «zweiten Avantgarde» an, die vor und nach dem Zweiten Weltkrieg der modernen Malerei in der Schweiz zum Durchbruch verhalf. Einer grossbürgerlichen Industriellen- und Hoteliersfamilie entstammend, heiratete sie 1930 einen Intellektuellen, mit dem sie zwei Kinder bekam und in Zürich, Stäfa, Uetikon am See und ab 1966 in Biberstein bei Aarau wohnte. Gemeinsam mit ihrem Mann lernte sie u.a. Carola Giedion-Welcker, Hans Arp und Lilly Klee kennen. Auf ihrem künstlerischen Weg vom Gegenständlichen zur Abstraktion spielte die Psychologie C.G. Jungs eine wichtige Rolle. Sie trug, ebenso wie die Auseinandersetzung mit der Stellung der Frau in der Gesellschaft und den Vorstellungen von Weiblichkeit, zu ihrer künstlerischen Selbstfindung bei. Über fast sieben Jahrzehnte hat sie ein Œuvre geschaffen, das in manchem über ihre Zeit hinausweist.
Erstmals werden in diesem Buch das Leben und das vielseitige Werk Gertrud Debrunners umfassend dargestellt. Reich illustriert vervollständigt diese Werkbiografie die Literatur zur Schweizer Kunst des 20. Jahrhunderts und ermöglicht die Wiederentdeckung und Würdigung einer inspirierenden Künstlerin.
Foto Fetzer. Die Fotografendynastie Fetzer in Bad Ragaz. Suter, Eveline. 2014. 196. S. 387 fb. u. 187 sw Abb. 32 x 24 cm. Gb. EUR 68,00. CHF 79,00 ISBN: 978-3-85881-443-2 Scheidegger & Spiess
1867 kam der junge Fotograf Johann Fetzer (1839–1927) aus dem bayerischen Coburg nach Bad Ragaz und eröffnete im aufstrebenden Schweizer Kurort ein «Photographisches Atelier». Seine Nachkommen führen es bis heute – in vierter Generation. Während fast 150 Jahren fotografierten sie, was ihnen oder ihren Kundinnen und Kunden bedeutungsvoll, schön und erinnerungswürdig erschien: Hochzeitspaare, Familien, Schulklassen und Vereine, Dorffeste, Landschaften, Weiler und Einzelbauten. Und natürlich auch Kurgäste, Hotels, die Angestellten, aber auch das elegante Leben im «Quellenhof» und das Naturphänomen der Taminaschlucht, für das Touristen aus aller Welt anreisten.
So wurden die Fetzers zu Bild-Chronisten des Sarganserlandes. Ihre Fotografien stellen ein unersetzliches visuelles Gedächtnis ihrer Zeit dar. Dieses Buch präsentiert erstmals den verstreuten Bilderschatz und öffnet zusammen mit dem Text, der die Aufnahmen fotohistorisch, lokalgeschichtlich und volkskundlich einordnet, ein Fenster auf das faszinierende Panorama einer Schweizer Talschaft.
Max Gubler. Malen in der Krise. Das unbekannte Spätwerk. Brand-Claussen, Bettina; Claussen, Peter Cornelius. Hrsg.: Eduard, Ernst und Max Gubler-Stiftung. 2014. Deutsch. 560. S. 336 meist fb. Abb. 23 x 27 cm. Gb. EUR 68,00. CHF 79,00 ISBN: 978-3-85881-437-1 Scheidegger & Spiess
Der in der Schweiz bekannte Maler Max Gubler (1898–1973) brach auf dem Zenit seines Erfolges 1957 psychisch und physisch zusammen und war die letzten anderthalb Jahrzehnte seines Lebens in psychiatrischen Anstalten interniert. In den ersten drei Jahren dieser Leidenszeit malte er periodisch in Kliniken und daheim, wo er unter ärztlicher Fernaufsicht stand. Das Oeuvre von 400 Gemälden wurde vor der Öffentlichkeit verborgen.
Dieses Buch präsentiert zum ersten Mal das Spätwerk des Malers und entwirft dessen Lebensgeschichte als sich selbst erfüllende Legende zwischen Genie und Wahnsinn. Wichtige Kommentare zur radikalisierten Bildproduktion der Krisenzeit sind die unpublizierten Tagebücher des Kunsthistorikers und Freundes Gotthard Jedlicka (1899–1965). In Porträts, Landschaften, Paarbildern und «wilden Köpfen» suchte der Künstler den Verstörungen eine neue Realität entgegenzusetzen. Visueller Ausdruck einer nahezu unerträglichen Situation sind Max Gublers späte Bilder eine Provokation und zugleich ein berührendes Zeugnis – jedenfalls künstlerisch eine Entdeckung.
Das Buch erscheint zur Ausstellung «Der andere Gubler – Das unbekannte Spätwerk des Malers Max Gubler» im Museum zu Allerheiligen Schaffhausen ( 24. Oktober 2014 bis 8. Februar 2015).
Das Kino Razzia im Seefeld. Ein Abspann. Hrsg.: Steiner, Urs; Beitr.: Bodmer, Michel; Jürg, Judin; Morgan-Grap, Carolina; Rüegg, Arthur; Toepfer, Nina; Wehrli-Schindler, Brigitte; Foto(s) von Bühler, Beat. 2014. 192. S. 300 fb. Abb. 31 x 23 cm. Gb. EUR 42,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-435-7 Scheidegger & Spiess
Es war eine Mischung aus Idealismus und Leichtsinn, die den 23-jährigen Studenten Jürg Judin 1986 dazu verleitete, im damaligen Problemquartier Seefeld auf eigene Faust das Studiokino Razzia zu eröffnen. Nach den bleiernen Jahren, in denen Kultur in Zürich mit Kultur in grossen Institutionen gleichgesetzt wurde, kam Judin zur richtigen Zeit: die Ära der arrivierten Institutionen wie Oper, Tonhalle oder Schauspielhaus war aus Sicht der Jugend abgelaufen. Der Erfolg des Razzia erwies sich nicht nur als Symbol für ein neues Kulturverständnis, sondern war auch der Auftakt zur Entwicklung des Seefelds zu Zürichs erstem Trendquartier.
In diesem neuen Buch zeichnen Kennerinnen und Kenner des Seefelds und der Zürcher Kultur die Geschichte des Kinosaals nach und beleuchten das Wagnis Razzia aus verschiedenen Blickwinkeln.
Die Krawatte. Eine Rundumgeschichte. Erscheint zur Ausstellung «Die Krawatte. Männer Macht Mode» (19. September 2014 bis 18. Januar 2015) im Landesmuseum Zürich. Hrsg.: Galizia, Anna Lisa; Landesmuseum Zürich; Beitr.: Chiara, Francina; Ebner, Markus; Fischer, Elizabeth; Franzen, Andrea; Galizia, Anna Lisa; Gnädinger, Beat; Indermühle, Joya; Isler, Thomas; Koss, Leonard; Prada, Alan; Schwarzenbach, Alexis; Beitr.: Sonderegger, Christina; Spillmann, Andreas; Ulmi, Nic; Ursprung, Philip; Widmer, Martin. 2014. 272. S. 190 fb. Abb. 34 x 26 cm. Gb. EUR 58,00. CHF 69,00 ISBN: 978-3-85881-436-4 Scheidegger & Spiess
Die Krawatte verrät viel über ihren Träger, seine soziale Stellung, seine ästhetischen Vorlieben oder seine politische Haltung. Seit Anfang des 17. Jahrhunderts ziert ein variantenreiches Spiel von Materialien, Farben, Formen und Knoten den männlichen – und bisweilen auch weiblichen – Kragen.
Die neue Aktualität der Krawatte in der Mode bildet den Ausgangspunkt des Katalogs, der das Accessoire in all seinen Facetten in Szene setzt. Das Spektrum reicht von der historischen Entwicklung der Krawatte über ihre Rolle in der Garderobe der Frau, bei der Berufsuniform oder in der Rockmusik bis hin zur Krawatte im Film, in der bildenden Kunst und Literatur. Kulturhistorische Exponate aus der Sammlung des Schweizerischen Nationalmuseums, internationale Leihgaben, literarische Texte, zeitgenössische Kunstwerke sowie Fotografien und Filme aus verschiedenen Epochen bilden zusammen eine bunte und zugleich fachlich fundierte Kulturgeschichte eines ganz besonderen Accessoires.
wiedemann mettler – better Safe than Sorry. Hrsg.: widemann/mettler; Beitr.: Sarasin, Philipp; Schweikert, Ruth; Konzeption von Widemann, Pascale; Mettler, Daniel. 2014. Dtsch;Eng.96. S. 64 fb. Abb. 30 x 24 cm. Gb. EUR 34,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-85881-440-1 Scheidegger & Spiess
Das neue Projekt von wiedemann/mettler befasst sich mit der Sehnsucht des Menschen nach Sicherheit. Doch was ist Sicherheit eigentlich genau? Das Ausstellungskonzept «better Safe than Sorry» setzt das unstillbare menschliche Bedürfnis mit einer Interpretation der Arche Noah um. Noah wird laut der biblischen Erzählung erwählt und vor einer grossen Sintflut gewarnt; er muss seine Rettung, die Arche, selber Bauen und danach durch schwieriges Wasser führen. wiedemann/mettler visualisieren den Begriff «Sicherheit» hier in unterschiedlichsten Konstellationen. Dieses neue Buch zeigt zudem weitere Arbeiten des Künstlerpaars aus den letzten zehn Jahren. Ergänzt wird die Werkschau mit einem literarischen Beitrag von Ruth Schweikert und einem Text des Historikers Philipp Sarasin.
Wilfrid Moser als Zeichner. Taumel der Grossstadt und Crazy Horse Spring. Hrsg.: Grütter, Tina; Lutz, Gabriele; Beitr.: Grütter, Tina; Lutz, Gabriele; Moser, Dircé. 2014. 72. S. 53 meist fb. Abb. 24 x 17 cm. Br. EUR 26,00. CHF 29,00 ISBN: 978-3-85881-438-8 Scheidegger & Spiess
Der bekannte Schweizer Künstler Wilfrid Moser (1914–1997) hat sich parallel zu seinem umfangreichen malerischen Werk intensiv mit der Zeichnung beschäftigt. Zu seinem 100. Geburtstag ist nun das zeichnerische OEuvre inventarisiert worden, das neue Einblicke in den Schaffensprozess des Künstlers vermittelt. So zeigt sich in den 1960er- und 1970er-Jahren die Rolle der Zeichnung als Ausdrucksmittel für Zuspitzungen und Übersteigerungen.
Moser, der «Urbanomane» (Paul Nizon), unterwegs in den Strassen von Paris, im Untergrund der Métro, in «Les Halles», verarbeitet seine Lebensrealität in dynamischen Kompositionen und findet zu einer abstrakten Bildformel, die am Ende der Sechzigerjahre in die Entwürfe für das plastische Schaffen überleitet. In den Zeichnungen der Siebzigerjahre verwandeln sich die Skulpturensammlungen in Luftschlösser, Bunker und postmoderne Architekturgebilde.
Nakis Panayotidis. Das Unsichtbare sehen. Hrsg.: Frehner, Matthias; Berger, Regula; Beitr.: Markaris, Petros; Bruno, Corà. 2014. Dtsch;Engl. 312 S. 141 fb. Abb. 24 x 24 cm. Pb. EUR 48,00. CHF 59,00 ISBN: 978-3-85881-444-9 Scheidegger & Spiess
Das Buch erscheint zur gleichnamigen Ausstellung im Kunstmuseum Bern bis 15. März 2015).
Der griechische Arte-Povera-Künstler Nakis Panayotidis, geboren 1947 in Athen, liess sich 1974 nach dem Studium der Architektur in Turin und dem der bildenden Künste in Rom in der Schweiz nieder. Seitdem lebt und arbeitet er zwischen Bern und der griechischen Kykladeninsel Serifos. In der Tradition der Arte Povera verwendet Panayotidis die verschiedensten Materialien wie Stein, Stroh, Blei, Eisen, Kupfer und Lampen in seinen Werken. In seinen Objekten, Fotoinstallationen, Bildern und Neonarbeiten reflektiert er die Bedeutung und die Wahrheit dessen, was er sieht. Dass Panayotidis Bern zu seiner Wahlheimat gemacht hat, ist kein Zufall. Denn hier fanden sowohl seine erste Einzelausstellung in der Galerie Wahlen (1974), als auch seine erste Museumsausstellung im Kunstmuseum Bern statt (1994). Genau zwanzig Jahre später widmet das Kunstmuseum Bern diesem vielseitigen Künstler eine umfassende Retrospektive. Die neue Monografie zeigt Skulpturen, Installationen, Gemälde, Zeichnungen und Fotografien, die seit den frühen 1970er-Jahren entstanden sind. Der Fokus wird dabei aber auch auf gerade erst neu entstandene Arbeiten gesetzt.
Giovanni Segantini. Im Dialog mit Symbolismus und Futurismus, Ferdinand Hodler und Joseph Beuys. Hrsg.: Stutzer, Beat; Segantini Stiftung, St. Moritz; Beitr.: Bätschmann, Oskar; Fischer, Matthias; Mongi-Vollmer, Eva; Müller, Paul; Stutzer, Beat. 2014. 176. S. 60 fb. Abb. 26 x 20 cm. Pb. EUR 38,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-439-5 Scheidegger & Spiess
Dieses neue Buch versammelt Beiträge namhafter Segantini-Experten, die das Werk des grossen italienisch-schweizerischen Symbolisten und Meisters der Landschaftsmalerei in einem erweiterten internationalen Kontext zur Diskussion stellen. Entstanden sind die Texte für eine Vortragsreihe im Segantini Museum in St. Moritz im Sommer und Herbst 2013.
Matthias Fischer ergründet zum ersten Mal fundiert Gemeinsamkeiten und Differenzen zwischen Ferdinand Hodler und Segantini. Oskar Bätschmann beschäftigt sich mit der Rezeptionsgeschichte und der Frage, wie die drei Schweizer Künstler Böcklin, Segantini und Hodler um 1900 in Wien aufgenommen wurden. Paul Müller schildert, weshalb die Futuristen ausgerechnet einem Maler wie Segantini huldigten. Eva Mongi-Vollmer erforscht aus deutscher Perspektive die Frage, ob Segantini für die nationalsozialistischen Kunstideologen von besonderem Interesse war. Schliesslich widmet sich Beat Stutzer der komplexen Rauminstallation «Voglie vedere le miei montagne» von Joseph Beuys und dessen Bezug zu Segantini und bringt zudem mit Not Vital, Franz Wanner und Hannes Vogel drei zeitgenössische Auseinandersetzungen mit Segantini zur Sprache.
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