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Scheidegger & Spiess

 
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Meinrad Schade – Krieg ohne Krieg. Fotografien aus der ehemaligen Sowjetunion. Hrsg.: Olonetzky, Nadine. Eitr.: Olonetzky, Nadine; Ritchin, Fred; Shishkin, Mikhail. Wechlin, Daniel. Foto(s) von Schade, Meinrad. Dtsch/Engl. 264 S. 164 fb. Abb. 27 x 22 cm, Gb. EUR 54,00 ISBN: 978-3-85881-452-4 Scheidegger & Spiess
Wann beginnt ein Krieg und wann hört er wirklich auf? Spuren in der Landschaft bleiben, seelische Wunden werden an die nächste und übernächste Generation weitergegeben. Nachkriegszeiten können zu Vorkriegszeiten werden. Meinrad Schade, 1968 in Kreuzlingen geboren, gehört zu den aktuell interessantesten Dokumentarfotografen der Schweiz; er verfolgt bevorzugt Langzeitprojekte. In zehnjähriger Arbeit hat er in Tschetschenien, Inguschetien, Kasachstan, Berg-Karabach, Russland und der Ukraine das fragil zwischen Krieg und Frieden schwebende Leben dokumentiert. In Porträts, Stillleben, Interieurs, Strassen- und Landschaftsaufnahmen führt er uns auf Nebenschauplätze und in Vorgeschichten. In diesen Bildern werden die Langzeitfolgen von Konflikten sichtbar, deren Anfänge Jahre zurückliegen.
Nach einem Essay von Nadine Olonetzky zu den Folgen von Kriegen erläutert der Journalist Daniel Wechlin die Geschichte dieser Länder und Konflikte. Der russische Autor Michail Schischkin erzählt vom Untergang und Wiederaufbäumen des Sowjetimperiums. Und Fred Ritchin, Spezialist für Dokumentarfotografie, zeigt die Chancen und Grenzen der Reportagefotografie heute auf.
Meisterzeichnungen. 100 Jahre Grafische Sammlung im Kunsthaus Zürich. Hrsg.: Zürcher Kunstgesellschaft; Kunsthaus Zürich. Beitr.: Becker, Christoph; Bott, Gian Casper; Cavengn, Lucia Angela; Franci, Nadine; Gagel, Hanna; Grummt, Christina; Lutz, Gabriele; Matile, Michael; Meyer, Monique; Perucchi-Petri, Ursula; Riether, Achim; Steiner, Juri; Varadinis, Mirjam; von Waldkirch, Bernhard; von Wyss-Giacosa, Paola. 2015. 240 S., 130 fb. Abb., 29 x 24 cm, Gb. EUR 52,00 CHF 59,00 ISBN: 978-3-85881-450-0 Scheidegger & Spiess
Die Grafische Sammlung des Zürcher Kunsthauses ist sowohl dank ihrer herausragenden künstlerischen Qualität als auch wegen ihres beträchtlichen Umfangs eine der bedeutendsten Kollektionen ihrer Art in der Schweiz: Sie umfasst zurzeit rund 95 000 Werke auf Papier. Dazu gehören etwa 37 000 Handzeichnungen, darunter Meisterwerke von Raffael, Dürer, Füssli, Turner, Cézanne, Picasso und Giacometti, aber auch von bedeutenden Vertretern der Gegenwartskunst. Ein Schwerpunkt der Sammlung sind die weltweit grössten Bestände an Zeichnungen Johann Heinrich Füsslis und Ferdinand Hodlers.
Unter der Leitung von Bernhard von Waldkirch, dem Kurator der Grafischen Sammlung, wurden 100 herausragende Werke aus sechs Jahrhunderten für dieses Buch ausgewählt. Die Zeichnungen werden in chronologischer Abfolge ganzseitig abgebildet – manche zum ersten Mal überhaupt in Farbe – und kenntnisreich kommentiert. Ein einführender Essay rundet den Band ab, der aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Sammlung erscheint.
T.F.T Müllenbach. Hrsg.: Ruf, Beatrix; Beitr.: Bepus, Elke; Beitr.: Müllenbach, Thomas; Beitr.: Ruf, Beatrix; Beitr.: Steiner, Juri. 2015.. Dtsch/Engl. 136 S. 53 fb. Abb. 33 x 22 cm. Gb. EUR 44,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-458-6 Scheidegger & Spiess
Der in Zürich lebende Künstler Thomas Müllenbach, geboren 1949 im deutschen Koblenz, stellt unsere tägliche Wahrnehmung des Vertrauten auf den Kopf und unterwandert das kollektive Verständnis von Sinn, Zweck und Wert des Sichtbaren. Immer wieder setzt er sich dabei mit der Kunstgeschichte auseinander und stellt die Möglichkeiten der Malerei zur Diskussion. Auch in der Wahl der Bildausschnitte wird das scheinbar Wichtige ausgelassen: Müllenbach präsentiert dem Betrachter mit seinen Bildern Fragmente, lässt Köpfe und Objekte durch den Bildrand beschneiden und mischt verschiedene Perspektiven. Diese reich bebilderte neue Monografie zeigt neben Thomas Müllenbachs frühem Schaffen vor allem seine neuesten Arbeiten.
Adolf Stäbli. Meine Malerei ist Erlebnis, nicht Erfindung. Hrsg.: Schmutz, Thomas; Hrsg.: Aargauer Kunsthaus, Aarau; Beitr.: Afschar, Yasmin; Beitr.: Elmer, Karoliina; Beitr.: Schmutz, Thomas; Beitr.: Senn, Fritz. 2015. 136 S. 100 fb. Abb. 24 x 30 cm. Pb. EUR 34,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-85881-459-3 Scheidegger & Spiess
Sturm und Gewitter, sich auftürmende Wolken und vom Wind gepeitschte Bäume – in der Natur fand der 1842 in Winterthur geborene Maler Adolf Stäbli seine dramatischerhabenen Motive. In einer Zeit, als sich die Landschaftsmalerei von der bisher vorherrschenden akademisch-klassischen Landschaftskomposition verabschiedete, rang der Künstler um die Erneuerung der kompositorischen Schemata und setzte sich in zahlreichen Varianten mit der Idee der Stimmungslandschaft auseinander.
Stäbli lebte und arbeitete viele Jahre in München, wo er 1901 auch verstarb. Er ist mit Gemälden und Zeichnungen in den Sammlungen der Münchner Museen vertreten. Der Grossteil seines Werks gelangte jedoch durch den Kunsthandel und Ankäufe der Gottfried Keller-Stiftung in die Schweiz zurück.
Diese neue Monografie ermöglicht eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Arbeitsweise Adolf Stäblis und seinem über Jahrzehnte hinweg systematischen, kompositorischen Vorgehen.
Karl Jakob Wegmann – Die Signatur der Ehrlichkeit. Ludmilla Vachtova. 2015. 224 S., 181 meist fb. Abb., 20 x 28 cm. Gb. EUR 62,00 CHF 69,00 ISBN: 978-3-85881-462-3 Scheidegger & Spiess
Der Schweizer Maler Karl Jakob Wegmann (1928–1997) war Geheimtipp und Ausnahmefigur. Zeitlebens wohnte er zurückgezogen in Zürich, wo er mit Vorliebe verlassene, dem Abbruch oder Umbau geweihte Herrschaftshäuser bezog. Im Kreis der von seinem Schriftstellerfreund Paul Nizon beschriebenen «Zürcher Schule der kleinen Wahnwelt» galt er als Kultfigur. Schon mit 31 Jahren wurde er in der Zeitschrift Du zu den zwölf wichtigsten Nachkriegshoffnungen der Schweizer Kunst gezählt. Bis in die 1990er-Jahre schuf er poetische Gemälde, ab 1961 auch Kugelbilder. Wegmanns Bekanntheit in der Schweiz war gross und wurde durch seine damals stark beachtete urbanistische Vision «Zürich Gambit» (1975–1980) weiter gesteigert. Dieses neue Buch der renommierten Kunstkritikerin Ludmila Vachtova konzentriert sich jedoch auf die umfangreiche Darstellung von Wegmanns malerischem Schaffen. Neben einem einordnenden Essay präsentiert es rund 150 Werke, überwiegend aus Privatsammlungen, die zum grossen Teil hier erstmals publiziert werden. Ergänzt werden die grossformatigen Werkabbildungen durch Faksimiles aus Wegmanns Notizbüchern, die einen atmosphärischen Einblick in seinen künstlerischen Alltag ermöglichen.
Erscheint anlässlich der Ausstellung «Karl Jakob Wegmann – Aufbruch zu neuen Spielen» im Kunstmuseum Winterthur (31. Januar bis 6. April 2015).
Cuno Amiet. Die Gemälde 1883–1919. Müller, Franz; Radlach, Viola. Beitr.: Ullmann, Larissa; Hrsg.: Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft SIK-ISEA. 2014. 696 S. 1504 fb. Abb. 30 x 24 cm. Gb. im Schuber. EUR 420,00. CHF 480,00 ISBN: 978-3-85881-433-3 Scheidegger & Spiess
Cuno Amiet (1868–1961) gehörte zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den Erneuerern der Schweizer Malerei und spielte bald eine bedeutende Rolle unter den Künstlern des Symbolismus und der Klassischen Moderne. Amiets Bildwelt beinhaltet vornehmlich Landschaften, Gärten, Porträts und Stillleben. Dabei war er einer der Ersten, der der Farbe den Vorrang in der Komposition gab.
Der Catalogue raisonné des gemalten Frühwerks fächert Amiets OEuvre chronologisch bis ins Jahr 1919 auf und schliesst damit eine eklatante Forschungslücke. Mitbedingt durch die enormen Preissteigerungen im Bereich der Schweizer Kunst, gelangen mittlerweile zahlreiche, teilweise bis anhin noch unbekannte frühe Werke von Amiet auf den Markt, darunter auch manche Fälschung. Das nun vorliegende Werkverzeichnis ist das Referenzwerk für Forschung, Kunsthandel und Sammler.
Chandigarh Redux. Le Corbusier, Pierre Jeanneret, Jane B. Drew, E. Maxwell Fry. Hrsg.: Feiersinger, Martin; Feiersinger, Werner; Foto(s) von Feiersinger, Werner; Beitr.: Vass, Andreas. 2014. Engl. 400 S. 300 fb. Abb. 24 x 16 cm. Gb. EUR 48,00. CHF 56,00 ISBN: 978-3-85881-762-4 Scheidegger & Spiess
«Chandigarh redux» versammelt rund 300 Fotografien, die der österreichische Bildhauer und Fotograf Werner Feiersinger in der legendären Hauptstadt des indischen Bundesstaats Punjab aufgenommen hat. Chandigarh, in den 1950er-Jahren nach Plänen Le Corbusiers und Pierre Jeannerets von einem Team internationaler und indischer Architekten errichtet, ist eine Ikone des modernen Städtebaus.
Dieser Band unterscheidet sich stark von den bisher erschienenen Publikationen zu Chandigarh: Nicht das Dokumentarische steht im Vordergrund, sondern der spezifische Blick des Künstlers Feiersinger aus seiner bildhauerischen und kreativen Praxis heraus. Er fängt die Atmosphäre der Stadt ein, ihre Vitalität und Virtuosität, aber auch die expressiv-skulpturalen Qualitäten der Bauwerke und vermittelt sie in ihrer Aktualität.
«Chandigarh redux» – der Titel spielt auf Francis Ford Coppolas Filmfassung «Apocalypse Now Redux» an – ist auch eine Hommage an das Buch «Chandigarh 1956» des Schweizer Fotografen Ernst Scheidegger und seine während der Bauzeit der Stadt aufgenommenen Bilder.
Die Dada. Wie Frauen Dada prägten. Hrsg.: Boesch, Ina; Beitr.: Boesch, Ina; Burmeister, Ralf; Gammel, Irene; Hemus, Ruth; Kriebel, Sabine T.; Krupp, Walburga. 2014. 164 S. 56 meist fb. Abb. 25 x 19 cm. Gb. EUR 29,00. CHF 34,00 ISBN: 978-3-85881-453-1 Scheidegger & Spiess
Dada gilt als eine der ersten Kunstrichtungen, in der Frauen als eigenständige Kunstschaffende von einem breiteren Publikum überhaupt wahrgenommen wurden. Dennoch sind nur wenige der damals künstlerisch tätigen Frauen heute noch bekannt. Die Meisterin der Fotomontage Hannah Höch, die abstrakte Künstlerin Sophie Taeuber-Arp, die Malerin Suzanne Duchamp, die Dichterin Emmy Hennings, die Stummfilmdiva Musidora, die Tänzerin Valeska Gert – sie und viele weitere Künstlerinnen wirkten bei Dada mit.
Erstmals wird in diesem Buch der Beitrag der Frauen an Dada umfassend und in seiner ganzen Vielfalt dargestellt. Es porträtiert die Malerinnen, Literatinnen, Tänzerinnen, Musikerinnen, Verlegerinnen und Mäzeninnen, welche die avantgardistische Bewegung mitprägten. Am Beispiel einiger Künstlerinnen wie der Performerin Elsa von Freytag-Loringhoven, der Schriftstellerin Céline Arnauld oder der Malerin Angelika Hoerle macht das Buch deutlich, wie deren Werk das ihrer männlichen Kollegen beeinflusste. Nachgegangen wird auch der Frage, weshalb diese Frauen wieder in Vergessenheit gerieten, während Dada – und viele der männlichen Künstler – als Begriff und als Kunstbewegung bis heute allgegenwärtig blieb.
Engiadina und Val Müstair. Eine Galerie mit 81 Porträts. Schildknecht, Julieta; Arquint, Jachen Curdin. Foto(s) von Schildknecht, Julieta. 2014. 304 S. 100 Abb. 27 x 19 cm. Gb. EUR 34,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-85881-460-9 Scheidegger & Spiess
Apothekerin, Biologe, Restaurator, Fotograf, Buchhändlerin, Professor, Pfarrer, Forstingenieur aus dem Engadin und dem Münstertal: Wer sind diese Menschen, die aus einem der bekanntesten Täler der Alpen stammen und sich emotional, beruflich oder nebenberuflich, mit Musik, Kunst, Literatur, Sprache, Tradition, Natur und Umwelt beschäftigen? Die Fotografin Julieta Schildknecht und der Romanist Jachen Curdin Arquint machten sich auf die Suche nach den Menschen, die das Geistes- und Kulturleben der «terra ladina» prägen.
Dieses Buch porträtiert 81 Persönlichkeiten in Wort und Bild. Sie sind jung und alt, leben in der Stadt oder noch in der Engadiner und Münstertaler Heimat. Allen gemeinsam ist, dass sie zu Hause rätoromanisch – rumantsch ladin – sprechen und nicht nur durch die Sprache eine enge Beziehung zur «terra ladina» haben. Der Band setzt einen Kontrapunkt zu dem Bild, das die Tourismuswerbung von dieser Gebirgsregion zeichnet. Er zeigt ein anderes, differenzierteres Bild vom Innenleben der «muond rumantsch».
Christian Menn – Brücken. Hrsg.: Menn, Christian; Schärer, Caspar; Beitr.: Bärtsch, Luzi; Billinton, David P.; Camartin, Iso; Übersetzt von Gauvreau, Paul; Beitr.: Schärer, Caspar; Leuenberger, Moritz; Menn, Christian; Oechslin, Werner; Übersetzt von Saunders, Bronwen; Beitr.: Schwartz, Joseph; Foto(s) von Feiner, Ralph. 2014. Dtsch/Engl. 352 S. 151 fb. Abb. 30 x 25 cm. Gb. EUR 87,00. CHF 99,00 ISBN: 978-3-85881-455-5 Scheidegger & Spiess
Christian Menn zählt zu den international bedeutendsten Figuren des modernen Brückenbaus. Er steht in der Tradition der grossen Schweizer Ingenieure Othmar H. Ammann und Robert Maillart und besetzt doch eine ganz eigene Position. Sowohl als Konstrukteur wie auch als Professor an der ETH Zürich prägte er die Kunst des Brückenbaus weltweit über Jahrzehnte mit.
Diese neue Monografie präsentiert Menns unter anderem dreissig seiner wichtigsten Bauwerke und Projekte. Seine Texte, illustriert mit eigens für dieses Buch aufgenommenen Fotografien von Ralph Feiner, lassen das persönliche Engagement des Ingenieurs bei jeder seiner Brücken und seine immense Erfahrung im Umgang mit den Rahmenbedingungen jedes Projekts spürbar werden. Darüber hinaus verschafft dieser Band einen tiefen Einblick in Menns intensive Auseinandersetzung mit den Grundlagen seiner Disziplin. Essays von Fachkollegen wie David P. Billington, Architekturhistorikern wie Werner Oechslin und Beobachtern aus kulturellem Blickwinkel wie Iso Camartin erweitern das Buch zu einer umfassenden Betrachtung der Kunst des Brückenbaus.
Otto Meyer-Amden. Das Frühwerk 1903–1914. Erscheint zur Ausstellung «Otto Meyer-Amden. Das Frühwerk 1903–1914» im Kunstmuseum Winterthur (24. Januar bis 19. April 2015). Hrsg.: Schwarz, Dieter; Beitr.: Klemm, Christian; Schwarz, Dieter; Tamaschke, Elisa. 2014. 224 S. 130 fb. Abb. 28 x 22 cm. Gb. EUR 48,00. CHF 55,00 ISBN: 978-3-85881-449-4 Scheidegger & Spiess
Otto Meyer-Amden (1885–1933) gehört zu den Wegbereitern der Kunst der Moderne in der Schweiz. Doch sein Werk ist der breiten Öffentlichkeit nach wie vor wenig bekannt. Erstmals widmet sich nun eine Monografie umfassend dem Frühwerk des Künstlers. Sie beginnt mit den ersten erhaltenen Werken aus den Wanderjahren in Zürich, München, Strassburg, gefolgt von Arbeiten aus der Studienzeit in der Klasse von Adolf Hölzel an der Stuttgarter Akademie, wo Meyer mit Oskar Schlemmer und Willi Baumeister Freundschaft schloss. In Stuttgart schuf Meyer sein erstes Hauptwerk, das Gärtnerbild; hier fand er auf Spaziergängen auch die Motive, die er in spontan anmutenden Ölmalereien auf Papier verarbeitete – Reiter, Tennis- und Fussballspieler. Ende 1912 zog Meyer in das Dorf Amden über dem Walensee, wo er bis 1928 lebte. Angeregt von der neuen Umgebung malte er zunächst Landschaftsmotive und Figuren, bevor mit den rätselhaften Bleistiftzeichnungen ein neues Kapitel seines Werks begann. Dieter Schwarz, Christian Klemm und Elisa Tamaschke machen in ihren Texten die künstlerische Selbstfindung des Malers erstmals nachvollziehbar.
Doris Stauffer. Eine Monografie. Hrsg.: Koller, Simone; Züst, Mara; Beitr.: Stauffer, Doris; Thal, Andrea; Turner, Kay; Züst, Mara; Hiltbrunner, Michael. 2014. 192 S. 188 fb. u. 129 sw. Abb. 31 x 23 cm. Pb. EUR 48,00. CHF 48,00 ISBN: 978-3-85881-445-6 Scheidegger & Spiess
Die Künstlerin und Mitbegründerin der Zürcher Frauenbefreiungsbewegung FBB Doris Stauffer (*1934) gründete in den 1970er-Jahren auch die einflussreiche F+F-Schule für experimentelle Gestaltung (heute F+F Schule für Kunst und Mediendesign). Mit unkonventionellen Unterrichtsformaten wie dem «Teamwork» und dem von ihr gegründeten «Hexenkurs» setzte sie in der Kunstausbildung und im Feminismus neue Massstäbe. Bis heute trägt Doris Stauffer als Kolumnenschreiberin und Kunstvermittlerin zu aktuellen Debatten bei.
Die Monografie macht die Wirkungsfelder Doris Stauffers sichtbar: Neben einer Übersicht über ihre Fotografien, Kunstwerke und Aktionen werden auch Bilder, Dokumente und Texte aus ihrer Vermittlungstätigkeit gezeigt, begleitet von Essays, die Stauffers Wirken zeitlich, politisch und kunsthistorisch verorten.
Doris Stauffer. A Monograph. Hrsg.: Koller, Simone; Züst, Mara; Beitr.: Stauffer, Doris; Thal, Andrea; Turner, Kay; Züst, Mara; Hiltbrunner, Michael. 2014. Engl. 192 S. 270 fb. Abb. 31 x 23 cm. Pb. EUR 38,00. CHF 45,00 ISBN: 978-3-85881-760-0 Scheidegger & Spiess
Margret Hoppe. Das Versprechen der Moderne. Beitr.: Alberti, Sarah; Fern, Oliver; Ries, Marc; Schmidt, Hans-Werner; Hrsg.: Schmidt, Hans-Werner; Foto(s) von Hoppe, Margret. 2014. Dtsch;Engl. 96 S. 85 meist farb. Abb. 30 x 24 cm. Gb. EUR 29,00 CHF 34,00 ISBN: 978-3-85881-461-6 Scheidegger & Spiess
Die Leipziger Fotografin Margret Hoppe, geboren 1981, zählt zu den vielversprechenden neuen Stimmen der europäischen Fotokunst. Die in diesem Buch präsentierten Arbeiten werden in einer Einzelausstellung im Museum der bildenden Künste Leipzig präsentiert, zudem wurde Hoppe dafür mit dem Kunstpreis der Sachsen Bank 2014 ausgezeichnet.
«Margret Hoppe. Das Versprechen der Moderne» zeigt fotografische Perspektiven auf die Architektur Le Corbusiers, die seine Idee des Gesamtkunstwerks wiederaufnehmen. Sichtbeton, klare, geometrische Formen und polychrome Flächen stehen in den Bildern symbolhaft für die Merkmale dieser Gebäude. Hoppe geht der Frage nach, was von den Visionen des modernen Bauens heute, wo dessen Zeugnisse mehr als Monument denn als funktionale Bauten genutzt und bewertet werden, übrig bleibt. Margret Hoppes Fotografien verwandeln die Bauten auf der Fläche des fotografischen Bilds zu Zeichen, die in ihrer Ästhetik malerische oder skulpturale Elemente aufweisen und so vielseitige Perspektiven auf die Lesbarkeit von Le Corbusiers Œuvre in der Gegenwart werfen. Ergänzt wird diese grossformatige Werkübersicht durch weitere Fotografien internationaler Bauwerke der klassischen Moderne, durch Texte und ein Interview mit der Künstlerin.
Kosmos. Weltentwürfe im Vergleich. Erscheint zur Ausstellung «Kosmos – Rätsel der Menschheit» im Museum Rietberg Zürich (12. Dezember 2014 bis 31. Mai 2014). Hrsg.: Museum Rietberg Zürich, Museum; Beitr.: Beltz, Johannes; Brauen, Martin; Britschgi, Jorrit; Fux, Peter; Haslwanter, Katharina Wilhelmina; Jung, Mariana; Krüger, Thomas; Lutz, Albert; Mittmann, Christoph; Nentwig, Ingo; Nuku, Maia; Nussbaumer, Harry; Oberhofer, Michaela; von Przychowski, Alexandra; Speidel, Markus O.; Steineck, Raji; Thomann, Johannes; Uehlinger, Christoph. 2014. 144 S. 100 meist fb. Abb. 26 x 19 cm. Gb. EUR 29,00 CHF 34,00 ISBN: 978-3-85881-451-7 Scheidegger & Spiess
Die uns umgebenden Gestirne, insbesondere Mond und Sonne, diktieren den Takt unserer Existenz. Sie zu erklären und deuten, haben die Menschen schon seit Jahrtausenden versucht. Was genau ist der Kosmos, die «Ordnung des Firmaments»? Auf der Suche nach Antworten sind die verschiedenen Kulturen seit jeher von ganz unterschiedlichen Voraussetzungen ausgegangen und entsprechend vielfältig sind die Herangehensweisen.
Dieses kulturvergleichende Buch erläutert 17 verschiedene Weltentwürfe. Es stellt Kosmologien und Schöpfungsgeschichten aus Afrika, Nord- und Mittelamerika, Asien und Polynesien sowie aus dem frühgeschichtlichen Mesopotamien und Ägypten umfassend dar. Thematisiert werden aber auch die abendländischen Weltentwürfe, von der biblischen Genesis und den Germanen bis hin zur neuzeitlichen Forschungsgeschichte Europas. Reich bebildert zeigt das Buch in faszinierender Weise auf, wie unterschiedlich die Menschen ihr Wesen und ihre Existenz erklären.
Ute Klein. Fluss. Beitr.: Ammann, Katharina; Kinzelbach, Wolfgang; Holzner, Markus. 2014. 112 S. 127 fb. Abb. 29 x 23 cm. Gb. EUR 44,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-447-0 Scheidegger & Spiess
Seit gut zehn Jahren beschäftigt sich Ute Klein mit dem Fluss der Farbe. Ihre Fliessbilder sind Experimente mit der Materialität und Möglichkeit von Ölfarbe und ihrem spezifischen Verhalten auf dem Träger, auf der Suche nach einer neuen Offenheit.
Diese sorgfältig gestaltete und aufwendig ausgestattete Monografie lässt die Leserin und den Leser zum Atelierbesucher bei der Künstlerin werden, mittenhinein in den Rausch der Farben und Formen. Das Buch zeigt zahlreiche Arbeiten auf Papier und Leinwand sowie ortsspezifische Werke, die für verschiedene Gebäude entstanden sind. Eingefügt zwischen die Bildteile sind Texte über die Phänomene des Fliessens aus kunsthistorischer und naturwissenschaftlicher Sicht.
Autoren & Herausgeber
Katharina Ammann
(*1973), seit 2008 Konservatorin am Bündner Kunstmuseum Chur. Studium der Kunstgeschichte und Englischen Literatur in Genf und Oxford. Wissenschaftliche Assistentin am Kunstmuseum Solothurn. Dissertation Video ausstellen – Potenziale der Präsentation.
Markus Holzner ist Umweltingenieur und seit 2013 Assistenzprofessor für Umweltströmungsmechanik an der ETH Zürich.
Wolfgang Kinzelbach ist Physiker und seit 1996 ordentlicher Professor für Hydromechanik an der ETH Zürich.
Ute Klein (* 1965), studierte an der Universität Bern und der Gestaltungsschule M+F Luzern. Aufenthalte als Artist in Residence in Deutschland, der Schweiz, Frankreich und Australien sowie mehrere Förderpreise und Kunst am Bau-Aufträge. Sie lebt und arbeitet in Amriswil.
Call and Response. George Steinmann im Dialog. Beitr.: Schenker, Christoph; Mader, Rachel; Dubach, Selma; Hirsch, Helen; Hrsg.: Hirsch, Helen; Kunstmuseum Thun, Kunstmuseum; Beitr.: Reust, Hans-Rudolf; Seiler, Anja; Liivak, Anu. 2014. Dtsch;Engl. 120 S. 22 sw. u. 94 fb. Abb. 31 x 22 cm. Pb. EUR 44,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-446-3 Scheidegger & Spiess
Der Berner Künstler, Musiker und Forscher George Steinmann, geboren 1950, gilt als einer der wichtigsten Brückenbauer zwischen Kunst und Wissenschaft in der Schweiz. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit der Wechselwirkung von Ökologie und Ästhetik und vor allem mit Aspekten kultureller Nachhaltigkeit. Steinmanns Werke sind meistens prozesshaft angelegt und durch den Einbezug von Künstlern und Wissenschaftlern aus dem transdisziplinären Bereich sehr zeitintensiv in ihrer Entstehung.
Call and Response zeigt die spezifischen Merkmale von Steinmanns Denken und Schaffen auf. Im ersten Teil werden seine Arbeitsweise, die Weiterentwicklung seines Werks und seine Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Fachbereichen beleuchtet. Der zweite Teil stellt die künstlerische Arbeit der vergangenen drei Jahrzehnte anhand beispielhafter Werke dar und analysiert sie in einem aktuellen Kontext mit der Fragestellung nach ihrem Beitrag zum zeitgenössischen Kunstdiskurs.
Gertrud Debrunner (1902–2000). Kunst auf der Grenze. Lerch, Susanna. Vorwort von Kunz, Stephan. 2014. 208. S. 108 meist fb. Abb. 26 x 19 cm. Gb. EUR 58,00. CHF 69,00 ISBN: 978-3-85881-434-0 Scheidegger & Spiess
Gertrud Debrunner (1902–2000) gehörte der sogenannten «zweiten Avantgarde» an, die vor und nach dem Zweiten Weltkrieg der modernen Malerei in der Schweiz zum Durchbruch verhalf. Einer grossbürgerlichen Industriellen- und Hoteliersfamilie entstammend, heiratete sie 1930 einen Intellektuellen, mit dem sie zwei Kinder bekam und in Zürich, Stäfa, Uetikon am See und ab 1966 in Biberstein bei Aarau wohnte. Gemeinsam mit ihrem Mann lernte sie u.a. Carola Giedion-Welcker, Hans Arp und Lilly Klee kennen. Auf ihrem künstlerischen Weg vom Gegenständlichen zur Abstraktion spielte die Psychologie C.G. Jungs eine wichtige Rolle. Sie trug, ebenso wie die Auseinandersetzung mit der Stellung der Frau in der Gesellschaft und den Vorstellungen von Weiblichkeit, zu ihrer künstlerischen Selbstfindung bei. Über fast sieben Jahrzehnte hat sie ein Œuvre geschaffen, das in manchem über ihre Zeit hinausweist.
Erstmals werden in diesem Buch das Leben und das vielseitige Werk Gertrud Debrunners umfassend dargestellt. Reich illustriert vervollständigt diese Werkbiografie die Literatur zur Schweizer Kunst des 20. Jahrhunderts und ermöglicht die Wiederentdeckung und Würdigung einer inspirierenden Künstlerin.
Foto Fetzer. Die Fotografendynastie Fetzer in Bad Ragaz. Suter, Eveline. 2014. 196. S. 387 fb. u. 187 sw Abb. 32 x 24 cm. Gb. EUR 68,00. CHF 79,00 ISBN: 978-3-85881-443-2 Scheidegger & Spiess
1867 kam der junge Fotograf Johann Fetzer (1839–1927) aus dem bayerischen Coburg nach Bad Ragaz und eröffnete im aufstrebenden Schweizer Kurort ein «Photographisches Atelier». Seine Nachkommen führen es bis heute – in vierter Generation. Während fast 150 Jahren fotografierten sie, was ihnen oder ihren Kundinnen und Kunden bedeutungsvoll, schön und erinnerungswürdig erschien: Hochzeitspaare, Familien, Schulklassen und Vereine, Dorffeste, Landschaften, Weiler und Einzelbauten. Und natürlich auch Kurgäste, Hotels, die Angestellten, aber auch das elegante Leben im «Quellenhof» und das Naturphänomen der Taminaschlucht, für das Touristen aus aller Welt anreisten.
So wurden die Fetzers zu Bild-Chronisten des Sarganserlandes. Ihre Fotografien stellen ein unersetzliches visuelles Gedächtnis ihrer Zeit dar. Dieses Buch präsentiert erstmals den verstreuten Bilderschatz und öffnet zusammen mit dem Text, der die Aufnahmen fotohistorisch, lokalgeschichtlich und volkskundlich einordnet, ein Fenster auf das faszinierende Panorama einer Schweizer Talschaft.
Max Gubler. Malen in der Krise. Das unbekannte Spätwerk. Brand-Claussen, Bettina; Claussen, Peter Cornelius. Hrsg.: Eduard, Ernst und Max Gubler-Stiftung. 2014. Deutsch. 560. S. 336 meist fb. Abb. 23 x 27 cm. Gb. EUR 68,00. CHF 79,00 ISBN: 978-3-85881-437-1 Scheidegger & Spiess
Der in der Schweiz bekannte Maler Max Gubler (1898–1973) brach auf dem Zenit seines Erfolges 1957 psychisch und physisch zusammen und war die letzten anderthalb Jahrzehnte seines Lebens in psychiatrischen Anstalten interniert. In den ersten drei Jahren dieser Leidenszeit malte er periodisch in Kliniken und daheim, wo er unter ärztlicher Fernaufsicht stand. Das Oeuvre von 400 Gemälden wurde vor der Öffentlichkeit verborgen.
Dieses Buch präsentiert zum ersten Mal das Spätwerk des Malers und entwirft dessen Lebensgeschichte als sich selbst erfüllende Legende zwischen Genie und Wahnsinn. Wichtige Kommentare zur radikalisierten Bildproduktion der Krisenzeit sind die unpublizierten Tagebücher des Kunsthistorikers und Freundes Gotthard Jedlicka (1899–1965). In Porträts, Landschaften, Paarbildern und «wilden Köpfen» suchte der Künstler den Verstörungen eine neue Realität entgegenzusetzen. Visueller Ausdruck einer nahezu unerträglichen Situation sind Max Gublers späte Bilder eine Provokation und zugleich ein berührendes Zeugnis – jedenfalls künstlerisch eine Entdeckung.
Das Buch erscheint zur Ausstellung «Der andere Gubler – Das unbekannte Spätwerk des Malers Max Gubler» im Museum zu Allerheiligen Schaffhausen ( 24. Oktober 2014 bis 8. Februar 2015).
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