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Giovanni Segantini. Im Dialog mit Symbolismus und Futurismus, Ferdinand Hodler und Joseph Beuys

Segantinis Schaffen zählte lange Zeit nicht gerade zu den Wegbereitern der modernen Kunst, was sich aber in jüngster Zeit nicht mehr halten lässt. Der Divisionist und Symbolist Giovanni Segantini wird heute zu den Vollendern der großen Landschaftstradition gezählt und gilt als Wegbereiter der Moderne wie Vincent van Gogh, Paul Gauguin, Edvard Munch, Ferdinand Hodler, Paul Cezanne oder Claude Monet.
Dieses Buch versammelt Beiträge namhafter Segantini-Experten, die das Werk des großen italienisch-schweizerischen Symbolisten und Meisters der Landschaftsmalerei in einem erweiterten internationalen Kontext zur Diskussion stellen. Entstanden sind die Texte für eine Vortragsreihe im Segantini Museum in St. Moritz im Sommer und Herbst 2013.

Matthias Fischer ergründet zum ersten Mal fundiert das Gemeinsame von Ferdinand Hodler und Segantini und ermittelt ebenso die Differenzen zwischen den beiden Symbolisten und Alpenmalern.
Oskar Bätschmann beschäftigt sich mit der Rezeptionsgeschichte und der Frage, wie die drei Schweizer Künstler Böcklin, Segantini und Hodler um die Jahrhundertwende in Wien aufgenommen wurden.
Paul Müller schildert, weshalb die Futuristen ausgerechnet einem Maler wie Segantini huldigten, der wie kein Zweiter nach dem Wahlspruch „zurück zur Natur“ lebte und malte.
Eva Mongi-Vollmer erforscht aus der Perspektive des Städel Museums in Frankfurt am Main die Frage, ob Segantini für die nationalsozialistischen Kunstideologen von besonderem Interesse war und ob seine Kunst in einen Zusammenhang mit der „Blut und Boden“-Malerei gestellt werden konnte, was die Autorin Dank ihrer Recherchen ausdrücklich verneint.
Schließlich widmet sich Beat Stutzer der komplexen Rauminstallation «Voglie vedere le miei montagne» von Joseph Beuys und dessen Bezug zu Segantini und bringt zudem mit Not Vital, Franz Wanner und Hannes Vogel drei zeitgenössische Auseinandersetzungen mit Segantini zur Sprache.

Ein Buch, das auch für Laien interessante Aspekte zum Werk Giovanni Segantinis vom Fin de Siècle über den Futurismus, die 1930er Jahre bis zur zeitgenössischen Kunst darlegt.

11.12.2014
Gabriele Klempert
Giovanni Segantini. Im Dialog mit Symbolismus und Futurismus, Ferdinand Hodler und Joseph Beuys. Hrsg.: Stutzer, Beat; Segantini Stiftung, St. Moritz; Beitr.: Bätschmann, Oskar; Fischer, Matthias; Mongi-Vollmer, Eva; Müller, Paul; Stutzer, Beat. 2014. 176. S. 60 fb. Abb. 26 x 20 cm. Pb. EUR 38,00. CHF 49,00
ISBN 978-3-85881-439-5   [Scheidegger & Spiess]
 
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