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Die Venezianerin und der Baumeister - Ein Roman

Gudrun Lerchbaum erzählt die Geschichte einer Familie, bzw. das Leben zweier Frauen und ihrer Kinder in Vicenza, das im Mai 1526 seinen Anfang nimmt und den Aufstieg eines berühmten Baumeisters der Renaissance beschreibt: Nach dem Tod ihrer Mutter wird die kleine Waise Mariangela vom Tischler Marcantonio aufgenommen. Sie wächst an der Seite seiner Kinder auf. Vor allem seine Tochter Allegra ist wie eine Schwester für sie. Doch dann verliebt sich Mariangela in den jungen ehrgeizigen Steinmetz Andrea Palladio. Ihre Gefühle werden von ihm nicht erwidert; stattdessen heiratet ihn Allegra - ein Vertrauensbruch, der Mariangela ins Unglück stürzt und schließlich in große Gefahr bringt. Nachdem Andrea Palladio sie daraus befreit, verzeiht sie ihm und unterstützt fortan in platonischer Liebe seinen Aufstieg zum bedeutendsten Architekten der italienischen Renaissance.
Leider bleiben die schöpferischen Leistungen dieses berühmten Baumeisters sehr im Hintergrund. Hier hätte die Autorin mehr über das Werk dieses begabten Architekten erzählen können. Insofern ist es zwar ein unterhaltsamer Roman geworden, mit viel Beziehungsgeschehen und Zeitgeistromantik, aber mit Kunstgeschichte hat der Roman leider so gut wie nichts zu tun.

15.04.2015
Gabriele Klempert
Die Venezianerin und der Baumeister. Historischer Roman. Lerchbaum, Gudrun. 448 S. 19 x 12 cm. Pb. Aufbau Taschenbuch, Berlin 2015. EUR 9,99. CHF 14,90
ISBN 978-3-7466-3093-9
 
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