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Jakob und sein Meister

Die Geschichte spielt in Nürnberg zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Jakob wächst in einer unruhigen Welt auf: Gerüchte von Pest und Krieg kursieren, marodierende Söldner machen das Leben vielerorts unsicher, die Zeiten sind schlecht. Da ist es gut, dass Jakob bei Meister Albrecht (Dürer) für sich und seine Mutter ein paar Taler verdienen kann. Aber zunächst bleibt es offen, wie es später mit Jakob weitergehen wird. Doch seiner Bekanntschaft mit dem berühmten Maler Albrecht und vor allen Dingen seiner Aufmerksamkeit verdankt es Jakob, dass er am Ende der Geschichte Aussicht auf eine Lehrstelle als Goldschmied erhält.
In dem Kinderbuch verarbeitet Robert Ingpen zwar Zeichnungen, Schnitte und Gemälde Albrecht Dürers, doch lassen diese nur ahnen, dass es sich um einen hochberühmten Künstler handelt, und am Ende wird das Werk dieses Malers bei den kleinen wie großen Lesern wohl keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen, sodass die Chance vertan ist, das Malergenie Albrecht Dürer näher in das Bewußtsein der Eltern und Kinder zu rücken. Auch der Text hat wenig mit der Biographie Dürers zu tun, denn im Vordergrund steht die Geschichte eines Überfalls auf den Pfandleiher Meister Aaron, zu dessen Aufklärung Jakob entscheidend beiträgt. Dennoch ist das Kinderbuch gut geeignet, der Phantasie ihren Lauf zu lassen oder darüber zu reden, warum der Pfandleiher überfallen worden sein könnte. Das bleibt nämlich offen.
Gabriele Klempert
Agertoft, Ejnar /Ingpen, Robert: Jakob und sein Meister. Eine Geschichte um Albrecht Dürer. 1998. 24 S., fb. Ill. 30 cm. Gb EUR[D] 10,50
ISBN 3-401-04855-4
 
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