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Orpheus. Der Sänger aus Thrakien

Während Papa und Mama vor dem Bildschirm hängen und sich das Spektakel der olympischen Spiele genehmigen, sollten die Kinder ihre Zeit nutzen, mit diesem wunderbaren Kinderbuch in die Welt der Griechen zu entschwinden und die Geschichte lesen und betrachten von Orpheus und seiner Mutter Kalliope, die dem Jungen von den Helden der Antike vorsang, während sie auf der Leier spielte (statt fernzusehen). Das Spiel seiner Mutter fand Orpheus so schön, dass er seinerseits rasch lernte, die Leier zu spielen und bald den Thrakern seines Heimatdorfes seine Lieder vorsang. Aber nicht nur diese lauschten begeistert seiner Musik, auch alle Tiere strömten herbei und sogar die Naturgewalten kamen zur Ruhe. Darum nahm man ihn mit auf eine große Abenteuerfahrt über das griechische Meer und es gab viele Abenteuer zu bestehen, bis er endlich seine Frau Eurydike traf. Leider starb Eurydike bald darauf an einem Schlangenbiss, und so weinte Orpheus ohne Unterlass, bis die Götter Olympias ihn erhörten und Orpheus eine Chance gaben, seine Geliebte wieder ins Leben zu holen. Doch seine Ungeduld ist am Ende Schuld daran, dass er seine Eurydike im Totenreich zurücklassen muß, in das er am Ende der Geschichte ebenfalls gehen muß, weil eifersüchtige Thrakerinnen, die nun ständig seinen verzweifelten Liebesliedern lauschen mußten, ihn ermorden. Sein Haupt jedoch retteten die Götter und brachten es auf die Insel Lesbos. Die Leier setzten die Götter an den Himmel, wo sie als Sternbild von der großen Liebe des Orpheus und von seinen wunderschönen Liedern erzählt. Die Insel birgt bis heute ein ihm geweihtes Heiligtum.
Ein wunderschönes und gutes Buch zum Vor- oder Selberlesen.
Gabriele Klempert
Elke Böhr. Orpheus. Der Sänger aus Thrakien. Ein archäologisches Kinderbuch. Zeichnungen H. Diederichs. 76 S., meist fb. Zeichnungen, 22 cm, Gb., Zabern, Mainz 2004. EUR 12,90
ISBN 3-8053-0450-1
 
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