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Ferdinand Hodler

Ferdinand Hodler (1853–1918) kam aus sozial schwierigen Verhältnissen und wurde einer der berühmtesten Künstler seiner Zeit. Mit vierzehn Jahren Vollwaise, bestimmte das Erlebnis des Todes sein ganzes Werk. Hodler, dessen Lebensmotto »Cerchez la femme!«, (sucht die Frau!). gewesen sein soll, hat einen der radikalsten Bildzyklen der Kunstgeschichte geschaffen: das Leiden und den Tod seiner Geliebten Valentine Godé-Darel.
Ulf Küster lässt in einem kleinen Taschenbuch in sieben Skizzen ein faszinierendes Bild dieser ungewöhnlichen Persönlichkeit aufleuchten, eine Einführung in das Werk eines Mannes, der sich als „viriles Kraftgenie“ inszenierte. Welche der Kennzeichen im Werk Hodlers die Oberhand gewinnen, Schweizer Historienmaler, Symbolist oder Vorläufer der Moderne lässt Küster offen. Auf der einen Seiten stehen die Wandbilder identitätsstiftender Momente der schweizerischen Geschichte, auf der anderen lyrisch entrückte Alpenlandschaften und einfühlsame Menschendarstellungen: Ferdinand Hodlers Leben und seine Kunst sind voller Facetten.
Dieses kleine Buch von Ulf Küster, das es auch als E-book gibt, ist zur Einstimmung wärmstens empfohlen.

Eine weitere, umfangreichere Publikation aus dem gleichen Verlag mit zahlreichen Abbildungen bietet erstmals eine große Übersicht über Hodlers Spätwerk der Jahre von 1913 bis 1918. In den letzten Lebensjahren hat Ferdinand Hodler seine Malerei entscheidend weiterentwickelt und einige seiner bedeutendsten und berührendsten Meisterwerke geschaffen.
In Serien und Variationen verlieh er seinen großen Lebensthemen neue Gestalt: der Schönheit der Schweizer Berge und Seen, seiner Faszination für Frauen sowie der Auseinandersetzung mit der eigenen Existenz und dem Tod.
Zu sehen sind Selbstbildnisse des Künstlers, die eindrückliche Serie über das Leiden und Sterben seiner Geliebten Valentine Godé-Darel sowie viele, aus der Nah- wie aus der Fernsicht und zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten gemalte Panoramen der Alpen und des Genfer Sees. Ein Höhepunkt ist dabei das monumentale Wandgemälde mit seiner Figurengruppe ‚Blick in die Unendlichkeit‘.

weitere Titel zum Thema:
Küster, Ulf. Ferdinand Hodler. 104 S. 15 Abb. 19 x 12 cm. Pb. Hatje Cantz, Ostfildern 2013. EUR 12,80. ISBN 978-3-7757-3392-2 E-Book: ISBN 978-3-7757-3393-9

Ferdinand Hodler. Catalogue raisonné der Gemälde. Hrsg.: Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft SIK. Beiträge: Bätschmann, Oskar; Müller, Paul; Bolleter, Regula; Brunner, Monika; Fischer, Matthias; Oberli, Matthias. Band 1: Die Landschaften. 628 S. 950 meist fb. Abb., 32 x 24 cm, Gb. Scheidegger & Spiess, Zürich 2008 EUR 610,00 CHF 640,00 ISBN 978-3-85881-244-5
Band 2: Die Bildnisse. 424 S., 557 fb. u. 211 fb. Abb., 32 x 24 cm, Gb. Scheidegger & Spiess, Zürich 2013, EUR 420,00 CHF 480,00 ISBN 978-3-85881-255-1

12.08.2013

Gabriele Klempert
Ferdinand Hodler. Hrsg.: Fondation Beyeler; Text: Bätschmann, Oskar; Hirsh, Sharon; Küster, Ulf; Lloyd, Jill; Müller, Paul; Pfrunder, Peter; Pia, Noëlle; Vorwort von Keller, Sam; Küster, Ulf. 212 S. 197 Abb. 31 x 27 cm. Gb. Hatje Cantz, Ostfildern 2013. EUR 49,80. CHF 66,90
ISBN 978-3-7757-3378-6
 
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