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Schloss und Garten zu Schwetzingen

Das Schloß und der Garten zu Schwetzingen, zwischen Heidelberg und Speyer gelegen, ist eng mit dem Kurfürsten Carl Theodor von der Pfalz (1724-1799) verbunden, unter dem die Anlage ihr Aussehen erhielt und die ihm als Sommerresidenz diente. Jedes Jahr herrschte dort so reges und enges Treiben in dem ländlich schlichten Schloßbau, dass bis zu drei Hofdamen sich ein Bett teilen mußten, wie nicht nur dies in dem Buch lebendig beschrieben wird. Als Autoren für diese Neubearbeitung zu Schwetzingen, dessen Bauten und Park jahrzehntelang restauriert wurden, konnten zwei Kenner der Materie gewonnen werden. Carl Ludwig Fuchs, der die Arbeiten zur Wiederherstellung der Schloßinnenräume leitete, beschreibt lebendig und detailliert die Entstehung und Ausstattung des Schlosses und das höfische Leben im 18. Jahrhundert. Claus Reisinger führt den Leser durch die Parkanlage, beschreibt die Themengärten, die Tempel- und Ruinenarchitekturen sowie die Moschee, ergänzt mit Informationen zu den geistesgeschichtlichen Strömungen der Zeit und dass dieses aufklärerische Gedankengut in einigen Gartenbauten seinen Ausdruck fand, machte die Schwetzinger Anlage bei Zeitgenossen wie Voltaire so beliebt. Nicht nur die Fülle der Informationen zu den Schwetzingen-Protagonisten - Kurfürst Carl Theodor, Architekt Nicolas de Pigage und Hofgärtner Friedrich Ludwig Sckell - machen das Buch zu einer vorbildlichen Studie, sondern auch die kritischen Anmerkungen zu einigen der jüngst erfolgten Restaurierungen.
Annette Scherer
Fuchs, Carl L /Reisinger, Claus: Schloss und Garten zu Schwetzingen. 2. erw. Aufl. 2001. 208 S., 250 meist farb. Abb. - 30 x 24 cm. Ln DM 98,-
ISBN 3-88462-164-5
 
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