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Renaissance und frühe Neuzeit

 
 
Wittenberg-Forschungen Band 4. Wittenberg-Forschungen (4). Hrsg.: Stiftung LEUCOREA; Lück, Heiner; Bünz, Enno; Helten, Leonhard; Kohnle, Armin; Sack, Dorothée; Stephan, Hans-Georg. Das ernestinische Wittenberg: Die Leucorea und ihre Räume. 2017. 536 S. 338 meist fb. Abb. 28 x 22 cm. EUR 54,00. CHF 62,10 ISBN: 978-3-7319-0630-8 Imhof
Im Mittelpunkt des vierten Bandes der Wittenberg-Forschungen steht die 1502 gegründete Wittenberger Universität, die Leucorea. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den „Räumen“, die die Universität und ihre Angehörigen in der Stadt nutzten, für Lehrveranstaltungen, feierliche Akte, zum Wohnen, als Bestattungsorte und Gedenkstätten. Das universitäre Leben spielte sich in eigens für die Bedürfnisse der Leucorea erbauten Kollegien, aber auch in Privathäusern, der Stadtpfarrkirche und Räumen im Schloss ab. Der akademische Alltag, die höfische Erziehung und Ausbildung sowie die universitäre Fest- und Gedächtniskultur ergriffen nahezu die ganze Stadt.
Das an der Stiftung LEUCOREA beheimatete Forschungsprojekt „Das ernestinische Wittenberg. Universität und Stadt (1486-1547)“ versteht sich auch als ein wissenschaftlicher Beitrag zum Reformationsjubiläum (1517) wie auch zum Jahrestag der Vereinigung der Universitäten Halle und Wittenberg (1817). Beide Jubiläen umspannen auf eigene Weise die Geschichte der Leucorea, die sowohl im 16. als auch im 17. Jahrhundert eine weit über die Landesgrenzen hinausreichende europäische Bedeutung erlangte.
Europa in der Renaissance. Metamorphosen 1400-1600. Hrsg.: Schweizerisches Nationalsmuseum; Text.: Aikema, Bernard; Burke, Peter; Campbell, Caroline; Castelli, Patrizia; Fernández-Armesto, Felipe; Huff, Toby E.; Leu, Urs B.; Mout, Nicolette; Muchembled, Robert; Roeck, Bernd; Schilling, Heinz; Tonella, Denise; von Müller, Achatz. 2017. 380 S. 344 Abb. 29 x 23 cm. Gb. EUR 49,80. ISBN: 978-3-7757-4072-2
Die Inschriften der Stadt Ingolstadt. Die Deutschen Inschriften (99); Münchener Reihe (18). Steininger, Christine. 2017. 648 S. 186 z. T. fb. Abb. 27 x 19 cm. EUR 89,00. ISBN: 978-3-95490-254-5 L, Reichert
Ingolstadts Inschriftenlandschaft ist geprägt vom Dreiklang Herzogliche Beamtenschaft, Bürgerschaft und Universitätsangehörige. Der Inschriftenbestand setzt relativ spät im 14. Jahrhundert ein, der Schwerpunkt der Überlieferung liegt im 16. Jahrhundert. Im Vordergrund stehen Inschriften des Totengedenkens. Reich ist besonders der Bestand an Epitaphien. Herzogliche Verwaltungs- und Stiftungstätigkeit wird in der Ausstattung der Universitätskirche und den inschriftlichen Zeugnissen der Befestigungsanlage sichtbar. Denkmäler aus dem Umfeld der Universität zeigen interessante Zeugnisse der Latinität der frühen Neuzeit und zeigen eine frühe Differenzierung zwischen Universitätslehrern aus dem Laienstand und Mitgliedern des Klerus. Die Denkmäler stellen außerdem eine zusätzliche Quelle für Ingolstadts Rolle als Festung in der frühen Neuzeit dar. Zeugnisse aus den eingemeindeten Orten bieten zusätzlich einen Ausblick in das Umland.
Präsenz und Sichtbarkeit von Künstlern, Zünften und Bruderschaften in der Vormoderne / Presence and Visibility of Artists, Guilds and Brotherhoods in the Pre-modern Era. artifex. Hrsg.: Tacke, Andreas; Münch, Birgit Ulrike; Augustyn, Wolfgang. Material Culture. Engl.; Dtsch. 2017. 448 S. 119 fb. Abb., 84 Abb. 24 x 17 cm. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-0392-5 Imhof
Der ›material turn‹ hat in zahlreichen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen zur Stimulanz neuer Fragen, neuer Forschungsbereiche und neuer Forschungsperspektiven geführt. Das vielzitierte ›thinking through things‹ ist gerade im Bereich der Sammlungs- und Museumsgeschichte essentiell. Dennoch sind trotz der dem Fach Kunstgeschichte immanenten Objektgebundenheit erstaunlicherweise zahlreiche Forschungsthemen noch kaum bearbeitet, obgleich sie einen zentralen Bereich des vormodernen Künstlerselbstverständnisses bilden: Die Rede ist von jenen Objekten materieller Kultur, die die städtischen Berufsverbände im Handwerk und Gewerbe repräsentierten und so das Zunft-, Gilde- und Bruderschaftswesen im städtischen Kontext visualisierten. Sämtliche in diesem Bereich angesiedelten Objekte stehen hierbei im Zentrum des Interesses, der Begriff ›Material Culture‹ des Zunft- und Gildewesens wird in breitestmöglicher Dimension verstanden, vom mehrflü¬geligen Altar bis zum schlichten Zunftschrank, der die Kerzen für die städtischen Prozessionen beherbergte. Von Interesse sind die Form, Wirkung und Funktion dieser Objekte in ihrem sakralen oder profanen Umfeld.
 

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Stand: 21.01.2018 13:32 Uhr
© 2003 Verlag Langewiesche, Königstein im Taunus