KunstbuchAnzeiger - Kunst, Architektur, Fotografie, Design
 

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Elisabeth Sandmann

 
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Begegnungen mit Peggy Guggenheim. Moses, Stefan. 2017. 144 S. 30 x 23 cm. EUR 48,00. CHF 63,90. ISBN: 978-3-945543-34-4 Elisabeth Sandmann
Peggy Guggenheim (1898–1979) zählt zu den größten Sammlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Am Ende ihres Lebens war sie nicht nur eine Legende, sondern hatte sich selbst zur Kunstfigur stilisiert. In stefan moses (*1928) begegnete sie einem Fotografen, der das Sensorium, die Schnelligkeit und das Talent hatte, besondere Momente ihrer Selbstinszenierung einzufangen und selbst zu gestalten. Er traf Peggy Guggenheim 1969 und 1974 in Venedig und hat sie hier an verschiedenen Orten, unter anderem in ihrem privaten Palazzo Venier dei Leoni am Canal Grande (der heutigen Peggy Guggenheim Collection), fotografiert. Der Zauber der Aufnahmen besteht in der Ironie und Skurrilität, die den Bildern eine mehrdeutige Tiefe verleihen.
Mit einem Essay des Kunsthistorikers und Kurators Dr. Thomas Elsen, Direktor der Kunstsammlungen und Museen Augsburg.
Angaben zur Person: Stefan Moses, 1928 in Schlesien geboren, lebt seit 1950 in München. Mit seinen fotografischen Bildgeschichten wurde er zum eigentlichen Chronisten der Europäischen Nachkriegsgesellschaften. Als er in den 1960er-Jahren Life- und Konzeptfotografie zu einer neuen Bildsprache zusammenführte, setzte er dem alten »entscheidenden Augenblick« eine künstlerisch und psychologisch überzeugende Alternative entgegen, die inzwischen selbst zum Klassiker neuer Fotografie wurde. Porträtserien stehen seitdem im Zentrum. Heute gehören diese Arbeiten zu den gültigen Geschichtsdokumenten unserer Zeit.
Die Suffragetten. Sie wollten wählen - und wurden ausgelacht. Die mutigen Frauen aus Taten statt Worte. Hrsg.: Meiners, Antonia. 2016. 176 S. Abb. 22 x 16 cm. Gb. EUR 19,95. CHF 28,50 ISBN: 978-3-945543-13-9 Elisabeth Sandmann
Sie die bürgerlichen Frauen hatten es Anfang des vorigen Jahrhunderts satt: Lange genug hatten sie geredet, friedlich gefordert und klug argumentiert nichts hatte sich geändert. Nun wollten sie Taten sehen, und so forderten sie das uneingeschränkte Wahlrecht, damit ihre Interessen bei parlamentarischen Entscheidungen endlich berücksichtigt würden. Die Suffragetten, wie man sie despektierlich nannte, gingen auf die Straße, sie warfen Scheiben ein, sie traten in den Hungerstreik und sie kämpften für ein Recht, das uns heute viel zu selbstverständlich geworden ist. Die Frauen, die in Deutschland, Österreich, England und den USA für Frauenrechte kämpften, waren ungewöhnlich couragiert, und das, was sie uns überliefert haben, ist nicht nur ein Frauenrecht, sondern ein Menschenrecht. Ein Buch das von ungewöhnlich couragierten Frauen erzählt, die vor 100 Jahren für das Frauen-Wahlrecht und damit für mehr Selbstbestimmung gekämpft haben. Verspottet, gedemütigt, geschlagen, verhaftet, zwangsernährt und wie Menschen zweiter Klasse behandelt - und doch, ungebrochen, mutig und mit einem Ziel vor Augen! »Es ist unsere Pflicht, die Welt zu einem besseren Platz für Frauen zu machen.« Christabel Pankhurst
Samen. Von der Schönheit des Ursprungs. Starosta, Paul; Butor, Michael. 2016. 238 S. fb. Abb. 29 x 29 cm. Gb. EUR 68,00. CHF 89,00 ISBN: 978-3-945543-26-9 Elisabeth Sandmann
Samen sind Wunderwerke der Natur. Sie können auch noch nach einem langen Schlaf wieder zu Leben erwachen und eine ganz neue Pflanze hervorbringen. Dieses Buch zeigt die Wunderwelt pflanzlicher Samen. Sie erinnern in ihren Formen an moderne Skulpturen, archaische Versteinerungen, prähistorische Meerestiere oder erstarrte Blüten - sie sind bizarr, witzig, behaart, verwrungen, erotisch, raffiniert, vertraut und völlig fremd, aber immer von überraschender Schönheit. Der international bekannte Fotograf Paul Starosta präsentiert eine Auswahl, die man in dieser Vielfalt und in dieser Qualität noch nicht gesehen hat. Dabei sind 200 sensationelle Aufnahmen von Pflanzensamen aus der ganzen Welt entstanden. Samen sind der Ursprung des Lebens - und diese Fotografien lassen uns staunend fragen, warum wir sie bisher so wenig beachtet haben.
Uralte Bäume - magische Gestirne. Moon, Beth.2016. 104 S., fb. Abb. 29 x 29 cm. Gb. EUR 49,95 CHF 67,50 ISBN: 978-3-945543-25-2 Elisabeth Sandmann
Die ältesten Bäume der Welt unter sternenklarem Firmament.
Beth Moon fotografiert seit 1999 die ältesten Bäume der Welt, die sie nach Größe, Alter und aufgrund ihrer besonderen Geschichte auswählt. Für dieses neue Buch hat sie an einsamen Orten uralte Baumgiganten in größtmöglicher Dunkelheit fotografiert, sodass das Firmament in seiner ganzen Pracht sichtbar wurde. Wissenschaftliche Studien, die eine Verbindung zwischen Baumgröße und Himmelsaktivität nachwiesen, faszinierten sie. So suchte sie weltweit dunkle und einsame Plätze ohne Lichtverschmutzung. Stundenlang hat die Fotografin dabei auf einen bei Nacht klaren Himmel gewartet und mit einer Weitwinkellinse und hochempfindlichen Einstellung spektakuläre Aufnahmen gemacht. Dabei sind Bilder von uralten Bäumen und sternenübersäten Himmeln entstanden, die uns in ihrer magischen Kraft tief berühren. »Diese ergrauten Wächter der Wälder gehören zu den ältesten Lebewesen der Welt, und es ist dringend erforderlich, dass wir alles in unserer Macht Stehende für ihr Überleben tun.« Dr. Jane Goodall. Beth Moon ist eine in New York ansässige Fotografin, die lange analog arbeitete und ihre Fotografien im Platindruck herstellte. Nun wendet sie sich erstmals der Digitalfotografie zu. Mit ihren Bildern möchte Moon auf die Gefährdung der uralten Baumgiganten aufmerksam machen. Moons hochgelobte Arbeiten wurden in zahlreichen Magazinen veröffentlicht und werden in Galerien in den USA, Italien, Israel, Brasilien und Dubai gezeigt.
Momente des Lebens - Der gestohlene Klimt. Wie sich Maria Altmann die Goldene Adele zurückholte. Elisabeth Sandmann. 2015. 104 S., 31 meist fb. Abb. 14 x 21 cm. Gb. EUR 16,95 CHF 24,50 ISBN: 978-3-938045-98-5 Elisabeth Sandmann
Die wahre Geschichte!
Mitten im Ersten Weltkrieg wird Maria Altmann in Wien in eine wohlhabende jüdische Familie hineingeboren. Ihre Tante, Adele Bloch-Bauer, ist gebildet, kunstsinnig, avantgardistisch und mehr als beglückt, als ihr Mann bei dem berühmten Maler Gustav Klimt ein Porträt von ihr in Auftrag gibt geht, das zum Auftakt zu einer feinen Sammlung von Klimt-Bildern wird. Sie geht bei dem Maler Gustav Klimt ein und aus, der 1907 ihr Porträt, das berühmte Bildnis der Goldenen Adele fertigstellt. Mit dem Einmarsch der Nazis wird der gesamte Besitz geraubt und den Bloch-Bauers bleibt von der einstmals großen Kunstsammlung buchstäblich nichts. Als sich die Erben nach 1945 um eine Rückgabe bemühen, sehen sie sich konfrontiert mit Lügen und Intrigen, die sie in ihrem vollem Ausmaß erst 50 Jahre später erkennen. Jetzt beschließt Maria Altmann mit fast 84 Jahren, den Staat Österreich von den USA aus zu verklagen, um die gestohlenen Klimt-Bilder zurückzubekommen.
Gemeinsam mit dem jungen Anwalt Randol Schoenberg beginnt sie den Kampf ihres Lebens.
Es ist die unglaubliche Geschichte einer Frau, die sich nicht beirren lässt und am Ende diesen fast aussichtslosen Kampf gewinnt und Gerechtigkeit erfährt.
"Diese galante Frau bemühte sich um Gerechtigkeit, und es gelang ihr, sie zu bekommen. Sie ist eine Heldin." Ronald S. Lauder
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Tempeltänzerin und Senatorin, Ein Leben für Bali. Endres-Stamm, Monika / Mas, Ida Ayu Agung. 2015. 268 s., 87 meist fb. Abb. 24 x 17 cm, Gb., EUR 22,95 CHF 32,90 ISBN: 978-3-945543-06-1 Elisabeth Sandmann
Einfühlsam erzählt Monika Endres-Stamm die Lebensgeschichte der ungewöhnlich mutigen Balinesin Dayu, die unbeirrt ihren Weg geht und schließlich als Senatorin im Parlament von Jakarta die Interessen der Frauen vertritt. Als reife Frau lässt sie sich zur Priesterin ausbilden und beginnt noch einmal einen neuen Lebensabschnitt, der sie mit ihrer Familie und ihrem Land versöhnen wird.
Ida Ayu Agung Mas, genannt Dayu, wird in eine hinduistische Priesterfamilie in Bali hineingeboren und zur Tempeltänzerin ausgebildet, sie macht in einer katholischen Klosterschule auf Java Abitur, willigt in eine arrangierte Ehe ein, deren Scheitern sich früh abzeichnet. Sie lässt ihren Sohn in ihrer Großfamilie zurück, bewirbt sich heimlich um ein Stipendium für Deutschland, wo sie schließlich ein Jahr studieren und ein freies Land erleben wird, aber auch die Unnahbarkeit der Menschen spürt, wie sie sie von Indonesien nicht kennt. Wieder zurück, baut sie nach ihren Vorstellungen und mit eigenen Mitteln den Ferienort „Sua Bali“ auf, mit dem sie eine Brücke zwischen Ost und West schlägt. Im Zuge der indonesischen Studentenunruhen von 1998 mobilisiert Dayu gleichgesinnte Frauen, um gegen die Unterdrückung der Diktatur unter Suharto aufzubegehren und für freie Wahlen zu kämpfen. 2004 lässt sie sich als Kandidatin aufstellen und zieht als erste Senatorin Balis ins Parlament von Jakarta ein. Heute lebt Dayu wieder auf Bali und bereitet sich, ganz im Sinne der Tradition ihrer Familie, auf ein Leben als Priesterin vor.
"Über die Jahre haben wir uns befreundet, jedes Jahr hat mich Dayu in langen Gesprächen ein bisschen mehr in ihr Leben mit hineingenommen. Mit der Zeit begann ich, unseren west-östlichen Dialog aufzuzeichnen, weil mich ihre Geschichte immer mehr fesselte. Sie nahm mich mit in ihre exotische Kindheit: Hineingeboren in eine der ältesten hinduistischen Priesterfamilien Balis, wird sie unter der Obhut ihrer lebensklugen Tante Agung zur Tempeltänzerin ausgebildet. Ihr Leben schien vorherbestimmt zu sein, aber man hatte nicht damit gerechnet, mit welch unbeugsamem Willen schon das kleine Mädchen ausgestattet war.“ - Monika Endres-Stamm
Daniel Ost – Der Meister der Blumenkunst. Essay von Cees Nooteboom. Beitr.: Ost, Daniel; Nooteboom, Cees; Kuma, Kengo. Übersetzung: Brockmann, Anita; De Wachter, Annette; Degen, Lisa; Van Beuningen, Helga. 2015. 404 S., 450 fb. Abb. 25 x 33 cm. Gb. EUR 89,00 CHF 119,00 ISBN: 978-3-945543-08-5 Elisabeth Sandmann
Daniel Ost ist einer der besten Floristikkünstler der Welt und dieses Buch zeigt auf über 400 Seiten in spektakulären Aufnahmen sein bisheriges, einzigartiges Lebenswerk. Er erschafft surreale Landschaften, ihm gelingen abstrakte Kunstwerke ebenso wie Sträuße nach Bildern alter Meister.
Jede Pflanze ist in ihrer Einzigartigkeit gleichermaßen Quelle der Inspiration für Daniel Ost. Er ist ein Genie in der Komposition von Form und Farbe, und unter seinen Händen verwandeln sich unscheinbare Zweige und Gräser zu Schöpfungen, die uns den Atem nehmen. Der „Blumenbinder“ aus Flandern arbeitet für private wie offizielle Anlässe, und Japan ist über die Jahrzehnte seine zweite Heimat geworden. Dort findet er die schöpferische und spirituelle Kraft, die ihn dazu befähigt, Werke zu erschaffen, die Wundern gleichen und eine Tiefsinnigkeit haben, die nur wahre Kunst hervorzubringen vermag.
„Und je länger man schaut, desto schwieriger wird es, sich klarzumachen, dass hier stets von Neuem ein Kampf gegen die Zeit gewonnen worden ist, dass der Schöpfer dieser so unterschiedlichen Kreationen sich fortwährend vor Augen halten muss, dass das Material unter seinen Händen bereits im Begriff ist, unsichtbar zu vergehen.“ - Cees Nooteboom
Rosie Sanders. Überwältigende Blüten. Beitr.: Andreas Honegger. 2015. 160 S., 72 fb. Abb. 31 x 25 cm. Gb. EUR 38,00 CHF 51,00 ISBN: 978-3-938045-97-8 Elisabeth Sandmann
Die Engländerin Rosie Sanders denkt anders, sieht anders und malt anders als alle anderen Blumenmaler und -malerinnen. Sie ist eine Meisterin der Proportionen und des Lichts. In ihren Bildern fängt sie jene Momente des Wandels ein und zeigt, dass diese ihren ganz eigenen Reiz haben, der gerade nicht in der vermeintlich vollkommenen Schönheit liegt.
"Jedes Bild was ich beginne, verlant eine neue Sprache. Jedes Mal fühlt es sich fremd an, als ob dieses das erste Bild wäre, was ich jemals gemalt hätte. Die ersten Schritte sind vorsichtig vorantastend und können extrem schwierig sein, da ich meine gesamte Aufmerksamkeit einem winzigen Detail widme und es außer weißem Papier vor mir nichts gibt, auf das ich mich beziehen kann. Erst wenn ich tiefer in die Arbeit eintauche, kommt Ordnung ins Bild und ich finde langsam die Sprache, die funktioniert und die das Bild zum Leben erweckt. Wenn das passiert ist, wird es sehr aufregend!"
Rosie Sanders ist die "Meisterin des Lichts". Sie malt Tulpen, Iris, Anemonen, Amaryllis, Rosen, Orchideen oder Gladiolen von gigantischer Größe auf die Leinwand. Im Gegenlicht erscheinen diese so transparent, als wären sie aus Japanpapier. Die Motive ihre Bilder befinden sich meist in einem Moment des Wandels, und zeigen ihren ganz eigenen Reiz und ihre Besonderheit, der gerade eben nicht in der vermeintlich vollkommenen Schönheit liegt. Ihre Bilder sind modern, kraftvoll, mitunter erotisch und von einer Präzision, die keine Fotografie bieten kann. So verwundert es nicht dass sie bereits mit fünf Goldmedaillen der Royal Horticultural Society und diversen weiteren Preisen ausgezeichnet wurde.
Thomas Bleitner. Frauen der 1920er Jahre. Glamour, Stil und Avantgarde. Fotos von Ray, Man; Steichen, Edward; Cahun, Claude; Kallmus, Dora. 2014 192 S. 120 fb. u. sw Abb. 31 x 25 cm, EUR 38,00 CHF 51,00 ISBN: 978-3-938045-86-2 Elisabeth Sandmann
Keine Zeit hat so viel Glamour, Stil und Avantgarde hervorgebracht wie die 1920er Jahre und nie zuvor wagten Frauen so viel. Thomas Bleitner stellt uns legendäre Frauen aus Film, Fotografie, Sport, Mode und Kunst vor, die in Berlin, Paris und New York alte Rollenmuster auf den Kopf stellten. Reich bebildert und hochwertig produziert, u.a. mit Fotografien von Man Ray, Eduard Steichen und Dora Kallmus.
Jean-Marie Ghislain. Berührende Schönheit. 2014. 192 S., 120 Abb. 23 x 30 cm, Gb. EUR 48,00 CHF 63,90 ISBN: 978-3-938045-90-9 Elisabeth Sandmann
Jean-Marie Ghislain taucht und schwimmt mit Haien, er berührt sie und hat ein Sensorium dafür entwickelt, welches Tier für welche Begegnung offen ist. Ghislain verbringt viele Stunden unter Wasser, um Fotografien ohne künstliches Licht zu machen. Seine Bilder sind Kunstwerke, denn sie zeigen die Schönheit, aber auch die Verletzlichkeit dieser "Wächter der Meere".
Karin Sagner. Souvenirs. Ich habe immer getan was ich wollte. Karin Sagner, Hélène de Beauvoir. 2014. 320 S., 80 Abb., 24 x 17 cm. Gb. mit Schutzumschlag. EUR 24,95 CHF 35,50 ISBN: 978-3-938045-89-3 Elisabeth Sandmann
Hélène de Beauvoirs Lebenserinnerungen erscheinen hier erstmals auf Deutsch und erzählen das Leben einer außergewöhnlichen Künstlerin aus dem Kreise von Sartre, Camus und Simone de Beauvoir. Mit unveröffentlichten Bildern und Dokumenten ergänzt.
Verlorene Bilder, verlorene Leben. Jüdische Sammler und was aus ihren Kunstwerken wurde. Müller, Melissa / Tatzkow, Monika / Blubacher, Thomas. 2009. 272 S., 180 Abb. 22 x 28 cm, Gb. EUR 39,95 CHF 53,90 ISBN: 978-3-938045-30-5 Elisabeth Sandmann
Im größten Kunstraub aller Zeiten enteignete das Naziregime etwa 600 000 Kunstwerke aus jüdischem Privatbesitz. Seit 1945 bemühen sich Geschädigte und Erben um die Erstattung ihrer »verlorenen« Bilder – meist mit mäßigem Erfolg. Während die Medien häufig nur über die heute zu erzielenden Kaufpreise der Bilder berichten, geht es den Autorinnen Melissa Müller und Monika Tatzkow um die Menschen hinter den einstigen Sammlungen und um ihren künstlerischen Weitblick. In ausgewählten Biografien, die so außergewöhnlich und spannend sind, dass jede für sich ein Buch verdient, stellen sie bekannte und vergessene Sammler vor und geben tiefe Einblicke in die Problematik der Wiedergutmachung.
Renoir und seine Frauen. Ideale auf der Leinwand - gestandene Frauen im Leben. Vorwort von Jacques Renoir. Sagner, Karin. 2014. 144 S. 28 x 21 cm. Gb. EUR 24,95. CHF 35,50 ISBN: 978-3-938045-67-1 Elisabeth Sandmann
Welche Ausstrahlung muss ein Mann haben, um so mühelos die Herzen so vieler Frauen zu erobern? Pierre-Auguste Renoir, bisher eher bekannt als Meister des Impressionismus, hatte noch eine weitere Begabung, nämlich die des Verführers. Er liebte die Frauen und sie ihn. In seinen Bildern zeigt er einfache Mädchen vom Land, brave Frauenzimmer und feine Gesellschaftsdamen der Pariser Bourgeoisie. Mit vielen seiner Modelle hatte er Beziehungen, und von fast allen in diesem Buch vorgestellten Musen und Liebhaberinnen sind Fotografien überliefert. Erstmals stellt die Kunsthistorikerin Karin Sagner nun den Gemälden Renoirs die »echten« Frauen gegenüber und erzählt ihre Geschichte. Dabei wird sich herausstellen, dass diese Frauen nicht so naiv und brav waren, wie es sich Renoir in seinen idealen Vorstellungen von Weiblichkeit »ausmalte«. Der Urenkel des großen Meisters, Jacques Renoir, erzählt in seinem Vorwort von den Familiengeschichten, die sich um die Frauen ranken und die sich über Generationen erhalten haben.
Autorenporträt: Karin Sagner hat Kunstgeschichte und Germanistik in München sowie in Paris studiert und über Claude Monet promoviert. Zunächst war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München tätig; heute arbeitet sie als freie Autorin und Kuratorin. Über ihr Spezialgebiet, die französische und deutsche Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, hat sie mehrere Bücher publiziert, 2011 erschien ihr Buch »Schöne Frauen« im Elisabeth Sandmann Verlag. Zuletzt kuratierte sie die Ausstellung »Pierre-Auguste Renoir. Wie Seide gemalt« in den Kunstsammlungen Chemnitz.
Ins Bild geschlichen.Löffler, Reinhold; Kühne, Ulrich. 2013 144 S. 23 x 16 cm. Pb. EUR 16,95. CHF 24,50 ISBN: 978-3-938045-79-4 Elisabeth Sandmann
Persönlichkeiten aus Politik, Fernsehen, Sport und der Welt des Adels werden so genial in die Werke alter Meister montiert, dass man meinen könnte, es hätte so manchen Unterhaltungsmoderator, Fußballer oder Politiker schon im 19. Jahrhundert gegeben.
Frauengespräche. Salonkultur und die Kunst, geistreich zu konversieren. 2013 Müller, Ulrike.144 S., 100 z. T. fb. Abb. 28 x 21 cm. Gb. EUR 24,95. CHF 35,50 ISBN: 978-3-938045-78-7 Elisabeth Sandmann
Ulrike Müller widmet sich gebildeten, mutigen und vielseitig begabten Salonnièren zwischen Romantik und Moderne. Sie luden zu Geselligkeit und Gespräch über Literatur, Philosophie, Politik, Musik und Kunst in ihre individuell gestalteten Räume. Diese Salons inspirieren bis heute mit der Idee einer grenzüberschreitenden Offenheit zu freiem geistigen Austausch. Von den literarischen Tees der Berliner Jüdinnen bis zur avantgardistischen Frauenszene der Pariser Left Bank Anfang des 20. Jahrhunderts: Frauen haben in Salons quer durch Europa Toleranz und Offenheit praktiziert, haben Grenzen überschritten und Räume eröffnet für die Utopie vom herrschaftsfreien Gespräch und geselligen Umgang. Die Salonkultur bietet in der Zeit zwischen Romantik und Moderne eine Vielfalt wie nie zuvor. Dieses Buch widmet sich kapitelweise den geistigen Bereichen, für die die Salonnièren ihre Räume eröffneten: Literatur, Politik und Philosophie, Musik, Bildende Kunst.
In Berlin entfesselt Rahel Varnhagen eine geniale Gesprächskultur, in Jena sammelt Caroline Schlegel-Schelling die verrückte Romantiker-»WG« um sich. Eine Generation später schlägt die große Stunde der musikalischen Salons: Zwischen Paris und St. Petersburg laden europäische Künstlerinnen wie George Sand und Pauline Viardot europäische Künstler wie Chopin, Liszt oder Berlioz in ihre Räume. Fanny Lewald streitet in ihrem Berliner Salon für Frauenbildung und Frauenrechte. Eine der berühmtesten Kurtisanen von Paris, Valtesse de La Bigne, wird zur Förderin der Impressionisten und die reiche Erbin eines Nähmaschinenimperiums, Winnaretta Singer-Polignac, zur bedeutendsten Mäzenin der Neuen Musik. Im neuen Jahrhundert holt Marianne von Werefkin mit ihrem Rosafarbenen Salon den Expressionismus nach München, während Berta Zuckerkandl in Wien mit Otto Wagner in Sachen Secession telefoniert, Berta Fanta in Prag mit Albert Einstein philosophiert und Gertrude Stein in ihrem Pariser Salon, »von Genie zu Genie«, mit Picasso plaudert.
Autorenporträt: Ulrike Müller studierte ev. Kirchenmusik, Philosophie, Theologie und Literaturwissenschaft in Hamburg. 1989 Promotion über Else Lasker-Schüler. Seit 1992 lebt sie in Weimar, wo sie u.a. als Stadtführerin, Museumspädagogin und Reiseleiterin tätig ist. Zahlreiche Publikationen, u.a. »Bauhaus-Frauen«, erschienen 2009 im Elisabeth Sandmann Verlag, sowie »Die klugen Frauen von Weimar«, erschienen 2007 im Elisabeth Sandmann Verlag, seit April 2013 wieder lieferbar als Taschenbuch im Insel Verlag (978-3-458-35923-4).
Frei und inspiriert. Sehnsuchtsorte der Dichter, Denker, Künstler und Aussteiger. 2013 Blubacher, Thomas. 160 S., 100 fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 22,95. CHF 32,90 ISBN: 978-3-938045-80-0 Elisabeth Sandmann
Während sich in Ascona die einen im »Luftkleid« zeigten (wie Hermann Hesse), Rohkost aßen, die Natur anbeteten oder einfach ihren Schuldnern entflohen, wie die verwegene Marianne von Werefkin, zog es die anderen zu den luxuriösen Grandhotels nach St. Moritz, wo Thomas Mann, Charlie Chaplin, Marlene Dietrich oder Erich Maria Remarque Bergluft und Geist inhalierten. Aber auch auf Bali, am Attersee, auf Capri oder Hiddensee versammelten sich die Künstler und Aussteiger, die jenseits der Konventionen ein selbstbestimmtes Leben führen wollten. Dabei haben sie die Schönheit der Landschaft ebenso entdeckt, wie sie die Inspiration für ein schöpferisches Leben finden konnten. Dass dafür so mancher Rabe, der zu laut krächzte, in der direkten Umgebung von Gustav Mahler sein Leben lassen musste, ist eine der harmlosen Geschichten in diesem grandios erzählten Buch.Autorenporträt: Thomas Blubacher, geboren 1967 in Basel, Theaterregisseur, ist Autor zahlreicher Bücher. Im Elisabeth Sandmann Verlag ist von ihm erschienen: »Verlorene Bilder, verlorene Leben. Jüdische Sammler und was aus ihren Kunstwerken wurde« (zusammen mit Melissa Müller und Monika Tatzkow), 2009, sowie »Paradies in schwerer Zeit. Künstler und Denker im Exil in Pacific Palisades«, 2011.
Miss Marple aufs Land. Englische Krimischriftstellerinnen zwischen Tearoom und Tatort. Berg-Ehlers, Luise. 2013. 150 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 19,95. CHF 28,50 ISBN: 978-3-938045-77-0 Elisabeth Sandmann
Lehnert, Gertrud. Frauen mit Stil. Modeträume aus drei Jahrhunderten. 2012. 160 S., 60 fb. Abb. 28 x 21 cm, Gb. EUR 24,95 CHF 25,70 ISBN: 978-3-938045-65-7 Elisabeth Sandmann
Die Tatsache, dass Frauen nie etwas zum Anziehen haben, ist ein historischer und immer noch höchst aktueller Glücksfall. In seiner Konsequenz führte er dazu, dass in Ateliers, Nähstuben und Stoffhandlungen Couturiers, Schneiderinnen, Hutmacherinnen und Modeschöpferinnen sich den Kopf darüber zerbrachen, was der Frau auf den Leib geschneidert werden sollte. Frauen vor dem Spiegel, in der Anprobe und im Warenhaus; Näherinnen, Modistinnen und Vorführdamen in Ateliers; Damen in sportlichen Kostümen, eleganten Tageskleidern und großen Abendroben werden auf Gemälden großer Maler sichtbar und zeigen, dass es in der Mode stets um mehr ging als nur um ein schönes Kleid. Die Modespezialistin Gertrud Lehnert führt uns hinter die Kulissen und erklärt auf ebenso unterhaltsame wie fundierte Weise, warum es kulturhistorisch von Bedeutung ist, dass Frauen immer wieder verzweifelt vor ihren Kleiderschränken stehen. Mit Gemälden von Boucher, Tissot, Macke, Degas, Ingres, Caillebotte, Boldini, Gruau u.v.a.
Autorenporträt: Gertrud Lehnert, geboren 1956, ist Professorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Kulturwissenschaft am Institut für Künste und Medien der Universität Potsdam. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören die Theorie und Geschichte der Mode, Raum- und Emotionsforschung, europäische Lyrik sowie Gender Studies. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher und Aufsätze, u.a. »Schnellkurs Mode«, Köln 2008.
Kelly, Angela. The Royal Collection. Das trägt die Queen. So entsteht die Garderobe Ihrer Majestät.2012. 144 S., 230 Abb. 30 x 23 cm, Gb. EUR 29,95 CHF 40,90 ISBN: 978-3-938045-76-3 Elisabeth Sandmann
Wenn die Königin in der Öffentlichkeit auftritt, steht sie ganz selbstverständlich im Mittelpunkt. Haben Sie sich je gefragt, warum sie selbst in einer großen Menschenmenge sofort zu erkennen ist? Wer sucht die Farben und Schnitte ihrer Kleider aus? Wie spiegeln diese den Anlass oder das Land, das besucht wird, wider? Wie wird der Schmuck zusammengestellt, wer macht die Hüte, und wo werden Juwelen und all diese Kleidungsstücke und Accessoires aufbewahrt? Die Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden sich in diesem prächtig illustrierten Buch, in dem die Arbeit all jener gewürdigt wird, denen die Garderobe der Queen anvertraut ist. Angela Kelly, persönliche Assistentin, Beraterin und Verwalterin Ihrer Majestät, beschreibt, wie die Garderobe für das diamantene Thronjubiläum der Königin kreiert wurde – vom ersten Entwurf bis zum fertigen Modell. Dabei öffnet sie für uns bislang verschlossene Türen in die ganz private Welt der Hofschneiderei im Buckingham-Palast.
Isabella Lechner. Wienerinnen, die lesen, sind gefährlich. 2012. 160 S., 50 sw. Abb., 19 x 13 cm, Gb. EUR 12,95 CHF 17,90 ISBN: 978-3-938045-72-5 Elisabeth Sandmann
Hinter der Fassade von Wiener Romantik, Kaiserwalzer und Kaffeehauskultur konnte sich eine avantgardistische Elite entwickeln, die in der Literatur, Kunst, Psychoanalyse, Wissenschaft und Politik Weltgeschichte schrieb. Doch während sich die Namen der Männer mühelos aufzählen lassen, kennt man kaum die Frauen, die durch ihr Wirken und Engagement als Ministerinnen, Journalistinnen, Künstlerinnen, Unternehmerinnen, Architektinnen oder Café- und Hotelbesitzerinnen tiefe Spuren in ihrer Stadt Wien hinterließen. Die Wiener Journalistin Isabella Lechner geht diesem Aspekt nach und beleuchtet mit Feinsinn, Humor und Wissen die Stellung der unangepassten und belesenen Wienerin in der jeweiligen Zeit.
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Stand: 18.01.2018 00:43 Uhr
© 2003 Verlag Langewiesche, Königstein im Taunus