KunstbuchAnzeiger - Kunst, Architektur, Fotografie, Design
 

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Imhof Verlag

 
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Landgräfin Anna von Hessen 1836–1918. Lebensstationen einer hessischen Fürstin. Klössel, Christine; Bechler, Katharina; Dobler, Andreas; Heinemann OMI, P. Christoph; Miller, Markus. Hrsg.: Kulturstiftung des Hauses Hessen; Archiv des Hauses Hessen; Museum Schloss Fasanerie. 2018. 228 S. 205 fb. Abb. 30 x 21 cm. EUR 24,95. CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-0750-3 Imhof
Landgräfin Anna (1836–1918) nutzte Schloss Fasanerie in Eichenzell bei Fulda in den Sommermonaten intensiv und blieb bis zu ihrem Lebensende dem Schloss und auch der Stadt Fulda sehr verbunden. Katalog und Sonderausstellung „Landgräfin Anna – Leben im Schloss Fasanerie“ zeigen sie als Fürstin des 19. Jahrhunderts und beleuchten gleichzeitig ihr Privatleben, in dem ihre große Passion für Musik einen besonderen Stellenwert einnahm. Landgräfin Anna wurde 1836 als preußische Prinzessin in einer machtvollen Phase der preußischen Monarchie geboren. 1853 heiratete sie Prinz Friedrich von Hessen-Kassel, an dessen Seite sie das Thronerbe im Fürstentum Hessen antreten sollte. Dreizehn Jahre später verlor das Haus Hessen-Kassel in Folge der Annexion Hessens durch Preußen die Kurfürstenwürde und somit Prinz Friedrich Wilhelm das Anrecht auf den hessischen Thron.
Es sollte nicht die einzige Herausforderung sein, die die Landgräfin in ihrem Leben zu bewältigen hatte. Sowohl politischen als auch persönlichen Schicksalsschlägen begegnete sie mit Religiosität und Musikalität. Zeitlebens pflegte sie Kontakte zu den großen Komponisten ihrer Zeit – Johannes Brahms widmete ihr seine bedeutende Sonate für zwei Klaviere in f-Moll. Nach ihrem Tod am 12. Juni 1918 wurde die 1901 zum katholischen Glauben konvertierte Landgräfin als einzige Frau im Fuldaer Dom beigesetzt.
Balduinseck. Gesamtsanierung der Burgruine in Buch/Hunsrück. Hrsg.: Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Landes Denkmalpflege. 2018. 168 S. 30 x 21 cm. EUR 19,95. CHF 22,90 ISBN: 978-3-7319-0654-4 Imhof
Balduinseck gilt mit ihrem hoch aufragenden Turmhaus in der Forschung seit jeher als Paradebeispiel einer spätmittelalterlichen Burg. Die Anlage entstand im Zuge der ausgreifenden Territorialpolitik ihres Bauherren und Namensgebers, des Trierer Erzbischofs Balduin von Luxemburg, einer der herausragenden Persönlichkeiten des europäischen Mittelalters. Etwas abseits im Hunsrück gelegen, rückte die Ruine zuletzt jedoch immer stärker in den Fokus einer interessierten Öffentlichkeit. Zunehmend gravierende Schäden an der historischen Substanz machten zwischen 2008 und 2014 eine umfangreiche Gesamtinstandsetzung notwendig. Dabei kamen zahlreiche Befunde von hoher Qualität zutage, welche es nun ermöglichen, die Baugeschichte von Balduinseck genauer und stellenweise ganz neu zu fassen. Den interdisziplinären Ansatz der Maßnahme spiegelt die nun erscheinende Publikation wider: Vertreter unterschiedlichster Fachrichtungen wie etwa Denkmalpfleger und Restauratoren, Bauforscher und Historiker sowie Naturschützer beleuchten in ihren Beiträgen ein facettenreiches Bild der Burg.
Berlin der Kaiserzeit. Architektur 1871 bis 1918. Barth, Matthias. 336 S. 395 fb. Abb. 28 x 24 cm. Imhof Verlag, Petersberg 2018. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-0719-0 Imhof
Selbst Architekturkenner dürften verblüfft sein über die Vielzahl an kaiserzeitlichen Bauten in Berlin. Trotz Kriegszerstörungen und Modernisierungsfuror der Nachkriegszeit ist der Fundus in Quantität und Qualität so groß, dass sich der Fotograf und Autor dieses umfangreichen und in seiner Art einzigartigen Bandes auf eine repräsentative Auswahl beschränken musste. Berlin erlebte als preußische Hauptstadt und Reichshauptstadt seit 1871 in allen Bereichen einen ungeheuren Aufschwung und wurde zu einer Metropole von Weltgeltung. Bis zum Ende der Monarchie 1918 entstand eine Fülle an Gebäuden, bei denen Bedarf und Repräsentationsbedürfnis vielfach eine glückliche Verbindung eingingen. Von Villen und Mietshäusern über Theater und Schulen bis hin zu Kirchen und Rathäusern, Gerichtsgebäuden und Industriebauten sind alle Bauaufgaben vertreten.
In den letzten Jahrzehnten vielfach gering geschätzt und als überladen, eklektizistisch oder geschmacklos geschmäht, erfreuen sich die kaiserzeitlichen Bauten heute differenzierterer Wahrnehmung und neuer Wertschätzung. Die Architekten jener Jahrzehnte haben bei aller Orientierung an historischen Stilen und dekorativen Fülle eigenständige und funktionale Lösungen gefunden. Technisch waren die Bauten auf der Höhe der Zeit, was sich nicht zuletzt darin zeigt, dass sie noch heute häufig im ursprünglichen Sinne genutzt werden.
Dieser Bildband versteht sich als breit angelegte und aktuelle Dokumentation der kaiserzeitlichen Architektur in Berlin sowie als Anregung, sich den Leistungen dieser Epoche unvoreingenommen zu nähern. Knapp 400 eigens für diesen Band aufgenommene Farbbilder führen auf überwältigende Weise vor Augen, was Berlin in dieser Hinsicht zu bieten hat.
Entfesselte Natur. Das Bild der Katastrophe seit 1600. Hrsg.: Markus Bertsch und Jörg Trempler im Auftrag der Hamburger Kunsthalle. 2018. 384 S. 297 fb. Abb. 29 x 23 cm. EUR 49,95. CHF 57,40 ISBN: 978-3-7319-0705-3 Imhof
Ob Vulkanausbrüche, Feuersbrünste, Überschwemmungen, Erdbeben oder Schiffbrüche: Katastrophen sind fest in unserem Bewusstsein verankert. Sie haben etwas Unberechenbares an sich und wiederholen sich in steter Regelmäßigkeit. Und Katastrophen sind allgegenwärtig.
Der anlässlich der Ausstellung Entfesselte Natur. Das Bild der Katastrophe seit 1600 erscheinende Katalog zeichnet die Entwicklung des Katastrophenbildes nach und fragt zugleich nach dem Grund für die enorme Präsenz dieses Themas. Der Bogen der versammelten Werke spannt sich vom 16. Jahrhundert bis in unsere Gegenwart und veranschaulicht die bildliche Aufbereitung von Naturkatastrophen. Und bei aller Differenz in der Darstellung wird eines sehr deutlich: Die Werke lassen uns nicht kalt. Sie ziehen uns in ihren Bann, appellieren an unser Gefühl und regen zum Nachdenken an – über uns und über die Welt, in der wir leben.
Im Katalog finden sich sämtliche Exponate in Form von Einzelkommentaren näher erläutert. Weiterhin beleuchten zehn Essays das vielschichtige Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Dabei zeigt sich immer wieder dessen stete Aktualität.
Das Haus Kurfürst in Fulda. drei Jahrhunderte eines barocken Palais. Stasch, Gregor; Helmig, Lutz. Hrsg.: Helmig, Lutz. 2018. 80 S. 98 fb. Abb. 28 x 21 cm. EUR 16,95. CHF 19,50 ISBN: 978-3-7319-0736-7 Imhof
Zu den ortsbildprägenden Bauten des Fuldaer Baumeisters Andreas Gallasini gehört die Gebäudegruppe des „Kurfürst Fulda“. Gregor Stasch setzt sich mit der Bau-, Ausstattungs- und Restaurierungsgeschichte auseinander und erläutert diese anhand zahlreicher Fotos und anderer Bildquellen.
Hitler. Macht. Oper. Propaganda und Musiktheater in Nürnberg. Hrsg.: Tobias Reichard, Anno Mungen und Alexander Schmidt. 2018. 192 S. 465 fb. Abb. 27 x 21 cm. EUR 19,95. CHF 24,90 ISBN: 978-3-7319-0735-0 Imhof
Nürnberg, 1935 – die Stadt der Meistersinger ist auch die Stadt der Reichsparteitage. Sie ist Kulisse des Musiktheaters und wird zur Bühne nationalsozialistischer Propaganda. An keinem Ort durchdringen sich politische und theatrale Inszenierung idealtypischer und nachdrücklicher als hier. Die Nationalsozialisten bestimmen den Theaterspielplan und Adolf Hitler tritt auf dem Reichsparteitagsgelände auf; das Opernhaus wird geschlossen mit der Götterdämmerung – August 1944.
Wie Politik zu Theater und Theater zu Politik wird, damit setzt sich seit 2016 ein kooperatives Forschungsprojekt auseinander, an dem sowohl Wissenschaftler*innen als auch Theaterfachleute beteiligt sind. In der Kulisse eines Theaters trifft historische Dokumentation auf theatrale Inszenierung. Die Besucher*innen werden zu Akteur*innen, der Weg durch das Opernhaus ermöglicht den Blick hinter die Kulissen: Welche Ästhetik sucht der Nationalsozialismus in der und für die Oper? Wie äußert sich die Indienstnahme der Kunstform Musiktheater durch die Machthaber? Welche Folgen hat die nationalsozialistische Diktatur für das Theater?
Japanische Holzschnitte / Japanese Woodblock Prints. aus der Sammlung Ernst Grosse. Hrsg.: Thomsen, Hans Bjarne; Städtische Museen Freiburg, Museum Natur und Mensch. Dtsch.; Engl. 2018. 208 S. 28 x 24 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-0659-9 Imhof
Lyrische Landschaften, Geishas und dramatische Theaterszenen: Eine heitere, vergängliche Welt entfaltet sich auf den kostbaren, japanischen Holzschnitten, die vor rund hundert Jahren in die Sammlung der Städtischen Museen Freiburg gelangten. Dass diese seltenen Stücke von höchster Qualität den Weg in die Freiburger Sammlung fanden, ist dem Ethnologen und damaligen Direktor der Städtischen Kunstsammlungen Ernst Grosse zu verdanken. Dank guter Verbindungen zu dem japanischen Kunsthändler Tadamsa Hayashi gelang es ihm, eine außergewöhnliche Sammlung japanischer Kunstwerke aufzubauen. Der Katalog zur Ausstellung des Museums Natur und Mensch im Haus der Graphischen Sammlung Freiburg stellt rund 60 ausgewählte Werke vor, unter anderem Drucke von Hokusai und Hiroshige, neu bewertet und interpretiert durch den Ostasien-Spezialisten Hans Bjarne Thomsen aus Zürich.
A Comparative Study. ICOMOS-Hefte des Deutschen Nationalkomitees (LXVI); Beiträge zur Denkmalpflege in Berlin (49). Klein, Rudolf. Metropolitan Jewish Cemeteries of the 19th and 20th Centuries in Central and Eastern Europe. 2018. 456 S. 1171 fb. Abb. 30 x 21 cm. EUR 69,00. CHF 79,40 ISBN: 978-3-7319-0752-7 Imhof
This is the first comprehensive work on metropolitan Jewish cemeteries in Central and Eastern Europe on an international level. Based on a comparative analysis of numerous examples, from the Baltic to the Balkans, and from Russia to Germany, it touches upon art history, architecture and planning, landscaping, Jewish studies, and on general and modern Jewish history. An important aspect of this work is the cultural background of Jewish funerary art: Christian-Jewish dialogue, the inter-Jewish influence between different European regions, including the impact of the Reform Movement that started in Germany and spread across the whole continent, and the Ashkenazi-Sephardi dialogue in some parts of the old continent.
It is also the first work which touches upon the entirety of issues related to Jewish burial places of the 19th and 20th centuries: urban level, morphology of cemeteries, gavestone typology, stylistic analysis, symbols and inscriptions – language, content, typography – tahara and ceremonial halls, wells, benches, pergolas, row-and section-markers and gravel holders.
The book presents cemeteries that have survived until today in their substantial parts, as well as slightly or markedly ruined cemeteries representing a special value in artistic, landscaping or historic aspects, or from the point of view of memorising strategies of the lost Jewish population and its tangible heritage. This book is intended for a wide variety of readers: municipal decision makers, urban planners, architects and restorers, cemetery management and maintenance, art historians, scholars of Jewish studies, and the wider public interested in Jewish heritage and funerary culture of the 19th and 20th centuries.
Raffinesse im Akkord. Meissner Porzellanmalerei und ihre grafischen Vorlagen Band 1 und 2. Hrsg.: Bodinek, Claudia; Staatliche Kunstsammlungen Dresden. 2018. 768 S. 1394 fb. Abb. 30 x 24 cm. Gb. EUR 135,00. CHF 155,25 ISBN: 978-3-7319-0472-4 Imhof
Ohne grafische Vorlagen wäre die erstaunliche Themenvielfalt der malerischen Dekore auf Meissener Porzellan des 18. Jahrhunderts nicht denkbar. Die reich bebilderte Publikation führt erstmals anhand einer Fülle von Beispielen aus Barock, Rokoko und beginnendem Klassizismus vor Augen, wie kreativ die Meissener Maler Motive aus Kupferstichen, Radierungen und Zeichnungen in immer neue Dekore auf Porzellan übertrugen. Neben den bis heute erhaltenen Vorlagen im Manufakturarchiv diente auch die einstige königliche Kollektion im Dresdner Kupferstich-Kabinett als Vorbildersammlung. Beiden historischen Beständen sind gleichfalls eingehende Studien gewidmet.
Denkmäler in Westfalen - Kreis Paderborn - Denkmaltopagraphie Bundesrepublik Deutschland. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland (2.1). Hrsg.: Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL; Stadt Paderborn. Stadt Paderborn. 2018. 664 S. 1189 fb. Abb. 30 x 21 cm. EUR 49,00. CHF 56,40 ISBN: 978-3-7319-0649-0 Imhof
Die Denkmaltopographie der Stadt Paderborn behandelt sämtliche Baudenkmäler der Bischofsstadt an der Pader und der zugehörigen Ortsteile. Vom abgelegenen Wegekreuz bis zur Domkirche ist das aktuell verfügbare Wissen zur baukulturellen Vergangenheit der Stadt in einem Band konzentriert. Dem Konzept der Reihe Denkmäler in Westfalen folgend beleuchten zunächst Fachaufsätze Themen wie Archäologie, Stadtgeschichte, Kunstgeschichte, Hausforschung sowie naturräumliche Bedingungen und Kulturlandschaft. Vertiefende Einleitungen ergänzen die Darstellung der Ortsteile. Mehr als 400 Einzelobjekte sind in ihrer Geschichte erfasst, in ihrem Bestand beschrieben, oft durch Texte zu einzelnen Straßen in ihre Umgebung eingebunden sowie mindestens mit einer Farbabbildung versehen. Dies führt zu einer Gesamtzahl von über 1200 Abbildungen. Grundrisse, Übersichtspläne und die kartographische Erfassung sämtlicher Objekte ergeben eine topographisch ablesbare Darstellung aller Baudenkmäler Paderborns.
1000 Jahre Bartholomäuskapelle in Paderborn. Geschichte – Liturgie – Denkmalpflege. Hrsg.: Börste, Norbert; Kopp, Stefan. 2018. 240 S. 204 fb. Abb. 30 x 24 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-0621-6 Imhof
Unter der Überschrift „behütet und bedacht“ begeht das Erzbistum Paderborn 2017 und 2018 ein Doppeljubiläum zweier bedeutender Sakralbauten an den Quellen der Pader: 1000 Jahre Bartholomäuskapelle und 950 Jahre Imad-Dom.
Dies nahm das Metropolitankapitel zum Anlass für eine internationale und interdisziplinäre Tagung an der Theologischen Fakultät Paderborn, deren Erträge in diesem Band dokumentiert werden. Dabei kommen historische, liturgische und denkmalpflegerische Aspekte der Paderborner Bartholomäuskapelle in den Blick und werden durch neueste bautechnische, bauphysikalische, geologische und akustische Untersuchungen vervollständigt.
Im Schatten des Hohen Domes stellt die Bartholomäuskapelle ein ganz besonderes Juwel dar: Sie gilt als älteste Hallenkirche nördlich der Alpen und ist das einzige bis heute nahezu unzerstört gebliebene Gebäude des Bischofs Meinwerk. Seine Vita, in der von grecos operarios, also von griechischen bzw. byzantinischen Bauleuten, die Rede ist, wirft bis heute Fragen nach der Herkunft der Handwerker und den Vorbildern für diese Kapelle auf, denen in dieser Publikation nachgegangen wird.
Die „Kapelle der Deutschen“ an Saint-Sulpice in Paris. Kropmanns, Peter. 2018. 80 S. 43 meist fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 16,95. CHF 19,50 ISBN: 978-3-7319-0660-5 Imhof
Die prachtvolle, ja bedeutende Pariser Kirche Saint-Sulpice, zwischen Saint-Germain-des-Prés und Jardin du Luxembourg gelegen, hat im 18. Jahrhundert eine ihrer Kapellen deutschsprachigen Emigranten geöffnet. Dieser Praxis setzte erst die Französische Revolution von 1789 ein – tragisches – Ende. Während sich die „Kapelle der Deutschen“ unter einer anderen Bezeichnung erhalten hat, geriet dieses Kapitel deutsch-französischer Kunst- und Kulturgeschichte weitgehend in Vergessenheit. Eine Spurensuche im Spannungsfeld zwischen Architektur, Politik, Religion und Stadtgeschichte bringt es nun – mit Text- und Bildmaterial aus Pariser Bibliotheken und Archiven – ins kollektive Bewusstsein zurück.
Wege in die Moderne. Die Künstler des Sankt Lucas-Clubs in Düsseldorf. Hrsg.: Mai, Ekkehard. 2018. 224 S. 182 fb. Abb. 30 x 24 cm. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-0747-3 Imhof
1895 wurde in der Zeitschrift „Kunstchronik“ von einem „kleinen, vornehmen Künstlerclub“ in Düsseldorf berichtet, der „tüchtige, frische, moderne Talente“ hervorgebracht habe. Gemeint war der Künstler-Club Sankt Lucas, dessen Statuten im Jahr 1892 zehn junge Künstler mit dem Ziel unterzeichnet hatten, Anregungen auszutauschen und Ausstellungen zu veranstalten. Auch wurden gemeinsam bestückte Grafikmappen herausgegeben, um der Künstlergrafik neue Impulse zu geben. Die Gruppe zählt zu den frühesten Vertretern der sezessionistischen Bewegung. Ihre Gründungsmitglieder waren u. a. die Brüder Arthur und Eugen Kampf, Gerhard Janssen, Heinrich Hermanns, Olof Jernberg und Helmuth Liesegang. Die Ausstellung zeigt etwa 50 ausgewählte Gemälde aus dem Bestand der Dr. Axe-Stiftung. Auch werden erstmals die vier druckgrafischen Mappen präsentiert, die die Mitglieder des Clubs zwischen 1892 und 1900 herausgegeben haben. Der Katalog zur Ausstellung enthält Beiträge von Henrike Junge-Gent, Christiane Pickartz, Anke Repp-Eckert, Nicole Roth, Andreas Schroyen, Silke Tofahrn und Anna Vössing.
Julius Bissier und Ostasien. Im Raum meiner Imagination – Julius Bissier And East Asia. The Realm Of My Imagination. Hrsg.: Herda, Isabel; Hagdorn, Anna; Städtischen Museen Freiburg, Museum für Neue Kunst. Engl.; Dtsch. 2018. 272 S. 420 fb. Abb. 28 x 24 cm. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-0637-7 Imhof
Julius Bissier (1893 in Freiburg i.Br. – 1965 in Ascona) gehört zu den Pionieren der abstrakten Malerei in Deutschland, die der Auseinandersetzung mit ostasiatischer Kunst wichtige Impulse für ihr künstlerisches Schaffen verdanken. Insbesondere seine Tuschen, die ihn zeitlebens beschäftigten, aber auch seine Miniaturen in Eiöltempera, frühe Ölbilder oder Keramiken eröffnen Bezüge zur ostasiatischen Kunst und Kultur. Internationale Bekanntheit erlangte Bissier erst in den späten 1950er Jahren. In dieser Zeit wurden Zen-Buddhismus und ostasiatische Kalligraphie im Westen begeistert aufgenommen. So kreuzen sich in Bissiers OEuvre gleich mehrere Rezeptionsgeschichten Ostasiens aus westlicher Perspektive: Eine davon erzählt von der individuellen künstlerischen Rezeption, die andere von der Rezeption ostasiatischer Kunst und Philosophie im Westen. Der Katalog zur Ausstellung des Museums für Neue Kunst Freiburg stellt ausgewählte Werke Bissiers und ostasiatische Kunstwerke vor.
Raus aus dem Spießerglück. Die anderen 60er Jahre.LWL-Freilichtmuseums Detmold (Hrsg.), Mathis Kleinitz, Janina Raub. 2018. 144 S., 89 fb. Abb. 28 x 23 cm. Br. EUR 19,95 ISBN: 978-3-7319-0663-6 Imhof
Das Begleitbuch zur Ausstellung „Raus aus dem Spießerglück“ im LWL-Freilichtmuseum Detmold erzählt in mehreren Beiträgen die spannende Kulturgeschichte der „unbekannten“ 60er Jahre, d.h. die Alltagsgeschichte der Deutschen. Geschildert wird eine Zeit, die in Westfalen keineswegs nur von der Aufbruchsstimmung der 68er, sondern auch vom Beharrungsvermögen in etablierten Lebensentwürfen geprägt war. Anhand individueller Biografien und konkreter Beispiele, darunter Karl-May-Filme, Beatmusik, Schlager, typischer Möbel und Wohnbauten, wird das Bild einer facettenreichen Phase des 20. Jahrhunderts gezeichnet. Das Buch ist reich bebildert und führt den Leser zurück in die Vergangenheit der 1960er Jahre.
Andrea(s) Gallasini 1681–1766. Vom Stuckateur zum fürstlichen Baumeister in Fulda. Rößner, Volker; Wagner, Sabine. Hrsg.: Fechter, Sabine. 2018. 320 S. 247 fb. Abb. 26 x 21 cm. EUR 24,95. CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-0717-6 Imhof
1720 wurde der gelernte Stuckateur Andreas Gallasini (1681–1766) als Bauinspektor nach Fulda berufen. Ab 1728 gestaltete der gebürtige Schweizer als Hofbaumeister das Der 1681 in Lugano geborene Andreas Gallasini arbeitete bereits ab 1705 nördlich der Alpen, zunächst als Stuckateur und stieg bereits 1715 zum fürstlich-waldeckschen Bauinspektor auf. 1720 trat er in Fulda im Amt des Bauinspektors in Erscheinung und avancierte dort 1728 für gut 30 Jahre zum fürstlichen Baumeister. in den folgenden Jahren baute er nicht nur zahlreiche Sakralbauten im Fuldaer Umland, sondern realisierte im Zusammenwirken mit seinem Auftraggeber Fürstabt von Dalberg einige städtische, repräsentative Großbauten, die bis heute das repräsentative Gesicht der Residenzstadt Fulda prägen. Nicht zuletzt errichtete er auch auf dem Land zahlreiche Kirchen, Schlösser und Prachtbauten, die gleichfalls ortsprägend sind. Etwa 45 Bauten gehen auf Gallasini zurück.
Um 1759 zog Gallasini nach Wetzlar, um von dort noch einmal, bereits hochbetagt, im Auftrag des Fürsten Hohenlohe Bartenstein als Baudirektor den Ausbau der Residenzanlage voranzutreiben. Er starb dort 1766 im Alter von 85 Jahren.
Das Buch liefert nicht nur einführende Beiträge, sondern auch ein Werkverzeichnis der von Gallasini errichteten Bauten.
Edmond Goergen (1914–2000). Der Luxemburger Maler. Hrsg.: Goergen, Viviane; Dr.-Hanns-Simon-Stiftung. 2018. 144 S. 113 fb. Abb. 28 x 22 cm. EUR 24,95. CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-0733-6 Imhof
Im Werk des Luxemburger Malers Edmond Goergen dominieren das Porträt und die Landschaft. Seine Kunst ist gegenständlich und figurativ und kann als Reminiszenz und zugleich als Weiterentwicklung der impressionistischen Malweise gesehen werden.
Goergen war es wichtig, der Realität tief ins Auge zu schauen und das zu malen, was er sah. Er wollte sich nicht in Symbolen ausdrücken. Bewusst hat er im Konzentrationslager, trotz höchster Lebensgefahr, sterbende Lagergenossen gezeichnet, um die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus in seinen Bildern festzuhalten und damit weiterleben zu lassen. Genauso wichtig war es ihm, nach seiner Befreiung, die Schönheit der Natur, der Stadträume oder der Menschen darzustellen, wissend, dass sie ein flüchtiges Geschenk der Natur ist, das jederzeit dem Menschen geraubt werden kann. Seine Zeichnungen aus dem Konzentrationslager Mauthausen sind erschütternd und von großer Eindringlichkeit. Dem gegenüber stehen seine nach dem Krieg gemalten, das Schöne versinnbildlichenden Ölbilder. Die energiegeladenen, breiten Pinselstriche, der pastose Farbauftrag und die reiche und großzügige Farbgebung lassen dynamische, spannungsreiche Kompositionen voller Differenzierungen entstehen.
Seine leuchtenden, farbenfrohen Stadträume, seine lichterfüllten Szenen am Meer, seine mit Menschen belebten Straßen und Plätze indes scheinen dem Betrachter zuzurufen: „Das Leben ist es wert, gelebt zu werden!“
Eine Analyse des Berlin-Brandenburger Kirchenbaus. Denkmalpflege in Berlin und Brandenburg (6/2018). Hrsg.: Haspel, Jörg; Schopper, Franz. Historismus und Barockrezeption. 2018. 344 S. 278 z. T. fb. Abb. 30 x 21 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-0609-4 Imhof
Die vorliegende Arbeit bietet einen wichtigen Beitrag für die regionale Baugeschichte und für die Erforschung des späten Historismus im Kirchenbau in Berlin-Brandenburg.
Von besonderem Einfluss auf die neubarocke Sakralarchitektur des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts war insbesondere der denkmalpflegerische Umgang mit prominenten Barockkirchen Berlins und Brandenburgs. Typologisch fundiert, widmet sich die Forschungsarbeit der Barockrezeption in Kirchenbauprojekten der Berliner Vororte und des ländlichen Brandenburgs und untersucht neben konzeptionellen Erfordernissen auch Materialität sowie Gestaltungsweisen in der Sakralarchitektur. Diese Forschungsarbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur Neubarockforschung in Deutschland und ist darüber hinaus eine fundierte Arbeitsgrundlage für die Berlin-Brandenburger Denkmalpflege.
Kazuo Katase. Katazuke: Autobiografische Formung / Autobiographical Forming. Hrsg.: Museum Wiesbaden. Dtsch.; Engl.; Japanisch. 2018. 120 S. 42 meist fb. Abb. 23 x 17 cm. EUR 20,00. CHF 23,00 ISBN: 978-3-7319-0707-7 Imhof
Kazuo Katase ist seit mehr als 30 Jahren im Museum Wiesbaden zu Hause.
Im Sommer 2017 hatte Katase unter dem Titel „Katazuke: Formung“ einen Raum seiner Kunst eingerichtet, der sein Arbeiten, seine Anliegen und seine Ausdrucksformen von den Anfängen bis in die Gegenwart zeigt und zueinander in Beziehung setzt. Die zu diesem Anlass entstandene Publikation stellt den Werdegang des Künstlers, sein Werk und Denken in der Auseinandersetzung zwischen Ost und West, Japan und Mitteleuropa vor. Zum ersten Mal überhaupt dokumentiert sich der Künstler selbst durch einen autobiografischen Text. In einem intensiven Dialog zwischen dem Künstler Kazuo Katase und dem Grafiker Ingo Offermanns wurde für das dreisprachige Buch eine neue Form entwickelt.
Margiana. Ein Königreich der Bronzezeit in Turkmenistan. Matthias Wemhoff, Manfred Nawroth, Rainer-Maria Weiss und Alfried Wieczorek. Fotografien von Herlinde Koelbl. 2018. 288 S., 438 meist fb. Abb. 24 x 30 cm. Br. EUR 39,95 ISBN: 978-3-7319-0662-9 Imhof
Margiana – diese historische Landschaft im Osten Turkmenistans war vor rund 4000 Jahren die Wiege einer faszinierenden Hochkultur der Bronzezeit. Zeitgleich mit den Zivilisationen Mesopotamiens und Ägyptens blieb sie in der westlichen Welt bislang jedoch weitgehend unbekannt. Erstmals außerhalb Turkmenistans werden in einer groß angelegten Ausstellung im Neuen Museum Berlin, im Archäologischen Museum Hamburg und in den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim die archäologischen Zeugnisse dieser geheimnisvollen Kultur einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Für die Aufnahmen der archäologischen Stätten, der Landschaften und Menschen sowie der Exponate für den vorliegenden Katalog konnte die bekannte Fotografin Herlinde Koelbl gewonnen werden, die eine Symbiose von Archäologie und Fotokunst schafft. Neben einem ausführlichen Katalogteil aller Ausstellungsgegenstände beinhaltet das Buch Beiträge internationaler Wissenschaftler zur Archäologie Turkmenistans mit Zusammenfassungen in turkmenischer Sprache.
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Stand: 18.07.2018 12:32 Uhr
© 2003 Verlag Langewiesche, Königstein im Taunus