KunstbuchAnzeiger - Kunst, Architektur, Fotografie, Design
 

Epochen

al-Andalus – Geschichte des islamischen Spanien
Andalusien gehört immer noch zu den zentralen Zielen des Kulturtourismus, die Alhambra ist eines der meistbesuchten Monumente weltweit und wer sie bestaunen will ist gut beraten, schon Monate vorher ein Onlineticket zu bestellen. Überblicksdarstellungen zur Geschichte des islamischen Spanien gibt es ... [weiter]
 
Das ägyptische Alte Reich
Die in der Reihe der Göttinger Orientforschungen herausgegebene Arbeit ist zugleich die 2017 an der Humboldt-Universität Berlin erfolgreich abgeschlossene Dissertation von Vera Blumenthal, in der sich die Autorin völlig unverblümt und nüchtern der Ereignisgeschichte des Alten Reiches widmet. Gerade ... [weiter]
 
Fürst Pückler – Ein Leben in Bildern
Fürst Pückler – Bildmonographie zum Leben des Parkgestalters von internationalem Rang. Diese opulent mit zahlreichen Abbildungen von Dokumenten, Graphiken und Karten ausgestattete Begleitlektüre zur im Mai 2019 eröffneten Dauerausstellung „Fürst Pückler – Ein Europäer in Branitz“ führt durch das ... [weiter]
 
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Neuerscheinungen

Eine ikonographische und kulturhistorische Objekt- und Bildfindungsanalyse. Römisch Germanisches Zentralmuseum / Byzanz zwischen Orient und Okzident (16). Horn, Martina. Adam-und-Eva-Erzählungen im Bildprogramm kretischer Kirchen. Deutsch. 2020. 496 S. 7 Abbildungen und 192 Farbtafeln. 30,0 x 21,0 cm. EUR 85,00. ISBN: 978-3-7954-3519-6 Schnell & Steiner
Die westliche sakrale Kunstlandschaft des Mittelalters präsentiert ein reiches Bildrepertoire an Adam-und-Eva-Erzählungen. In der ostkirchlichen Monumentalmalerei hingegen findet die Thematik erst in postbyzantinischer Zeit Aufnahme in die Bildprogramme der Kirchen. Umso bemerkenswerter ist die innovative Genese von Adam-und-Eva-Zyklen im venezianisch beherrschten Kreta des 14. und 15. Jahrhunderts.
Continuity and Change in North Africa from the Byzantine to the Early Islamic Age. Papers of a Conference held in Rome, Museo Nazionale Romano – Terme di Diocleziano, 28 February – 2 March 2013. Palilia (34). Hrsg.: Bockmann, Ralf; Leone, Anna; von Rummel, Philipp. Africa – Ifriqiya. Englisch. 2020. 322 S. 62 ill., 8 maps, 6 tables. 29,7 x 21,0 cm. EUR 58,00. ISBN: 978-3-447-11333-5 Harrassowitz Verlag
‹Africa – Ifrīqiya› is dedicated to the study of the transformational period that marked the end of Antiquity in the southern Mediterranean: the transition between east Roman, or Byzantine, and Arabic (and ultimately Islamic) rule over what eventu-ally came to be known as the Maghreb, the former territory of Roman North Africa. It brings together current research by internationally renowned experts from Europe, North Africa, Australia, and the USA who have contributed important work in recent years to the study of this period.
The sections in this book cover historical questions, the fields of religion and ur-banism, and developments in landscapes and the economy. A wide range of topics is discussed, including church building, the founding of early mosques, military history, and the ideology of political centres. A number of articles feature detailed presenta-tions and discussions of Arabic sources. Many of the contributions present recent archaeological research, making material evidence available for the post-Roman phases in a number of exemplary sites such as Carthage, Kairouan, Ammaedara, and Chimtou. Settlement topography and economic developments are analysed from broad perspectives, while regional studies focus on particular areas like the Tunisian Sahel and Tripolitania. Works on early Islamic coinage and pottery provide valuable information on the material culture of the transitional period.
Uniting interdisciplinary research and presenting new perspectives on the fasci-nating period between Antiquity and the early Islamic world, this volume furthers our understanding of how the transitional process played out on the ground in North Africa. Its contributions help to illuminate how (post-)Roman Africa slowly trans-formed into a new world of changing communities, diversified religious affiliations and new connections across the Mediterranean.
Baden in Schönheit. Die Optimierung des Körpers im 19. Jahrhundert. Winzen, Matthias. Deutsch. 2020. 336 S. 24,0 x 17,0 cm. EUR 24,00. ISBN: 978-3-7639-6118-4
Studien zur Geschichte von Bonn im Früh- und Hochmittelalter. Stifte, Klöster und Pfarreien. van Rey, Manfred. Deutsch. 2020. 791 S. 23,5 x 16,0 cm. EUR 30,00. ISBN: 978-3-922832-84-3
Heinrich Dreber 1822-1875. Der Zeichner. Herbig, Thomas. Deutsch. 2020. 192 S. 28,0 x 21,0 cm. EUR 45,00. ISBN: 978-3-947313-05-1
Fatum. Das Klima und der Untergang des Römischen Reiches. Harper, Kyle. Übersetzt von Leube, Anna; Leube, Wolf Heinrich. Deutsch. 2020. 567 S. mit 42 Abbildungen, 9 Tabellen und 26 Karten. 21,7 x 13,9 cm. gebunden. EUR 32,00. ISBN: 978-3-406-74933-9 C. H. Beck
FATUM ist das erste Buch, in dem konsequent die katastrophale Rolle untersucht und beschrieben wird, die Klimawandel und Seuchen beim Zusammenbruch des römischen Weltreichs spielten. Gestützt auf neueste wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Bereich der Klimawissenschaft und der Genetik erzählt Kyle Harper die Geschichte eines Infernos, in dem wir wie in einem fernen Spiegel beängstigend vertraute Züge unserer eigenen Welt wiedererkennen.
Das Schicksal des Imperium Romanum wurde nicht von Kaisern, Legionären und Barbaren entschieden. Mindestens ebenso bedeutend waren Vulkanausbrüche, Sonnenzyklen, die Instabilität des Klimas und menschenmordende Viren und Bakterien. Kyle Harper führt seine Leserinnen und Leser vom Höhepunkt des 2. Jahrhunderts n. Chr., als das römische Weltreich eine schier unüberwindliche Macht zu sein schien, in die Niederungen des 7. Jahrhunderts, als das Imperium ausgemergelt war, politisch fragmentiert und materiell ausgelaugt. Er beschreibt, wie die Römer lange tapfer standzuhalten suchten, als Umweltveränderungen das ganze Reich niederdrückten – bis schließlich die Folgen der «kleinen Eiszeit» und das wiederholte Auftreten der Pest die Widerstandskraft der einstigen Weltmacht aufgezehrt hatten.
FATUM bietet eine intellektuell ebenso scharfe Analyse wie menschlich anrührende Darstellung der Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt. Es ist die Geschichte einer der größten Zivilisationen, die unsere Welt je gesehen hat, in der Zeit ihrer schwersten Herausforderung. Sie muss schließlich vor der zermalmenden Kraft der Naturgewalten in Gestalt von Klimawandel und Seuchen kapitulieren. Das Beispiel Roms erscheint wie eine Mahnung aus großer zeitlicher Distanz, dass Klimawandel und die Evolution von Krankheitserregern die Welt geformt haben, in der wir leben. Wer die Schrift an der Wand zu lesen versteht, weiß, dass das, was hier profund und überraschend beschrieben wird, sich wiederholen kann.
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Stand: 04.04.2020 03:45 Uhr
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