KunstbuchAnzeiger - Kunst, Architektur, Fotografie, Design
 

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Reichert, Dr. Ludwig Verlag

 
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1. Halbband 2023. Archäologischer Anzeiger. Hrsg.: Fless, Friederike; von Rummel, Philipp. Archäologischer Anzeiger. 2023. 456 S. 397 fb. Abb., 224 Abb. 28 x 21 cm. EUR 40,00. ISBN: 978-3-7520-0762-6 L, Reichert
Im Arch√§ologischen Anzeiger werden Kurzbeitr√§ge zu aktuellen Forschungen und Berichte √ľber Grabungsprojekte des DAI sowie von Fachkollegen weltweit publiziert. Schwerpunktm√§√üig informiert die Zeitschrift √ľber Themen aus dem Mittelmeerraum von der Vorgeschichte bis in die Sp√§tantike, durchaus aber auch √ľber Projekte au√üerhalb des Kernbereichs der Alten Welt.
Stratigraphy and Periodization in the City Center. Bonn Contributions to Asian Archaeology (8); Mongolian-German Karakorum Expedition (2). Reichert, Susanne. A Layered History of Karakorum. 2023. 352 S. 2 Tabellen, 12 Beilagen, 4 fb. Abb., 37 Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 70,00. ISBN: 978-3-7520-0770-1 L, Reichert
The up to 5 m thick stratigraphy in the center of Karakorum, the most important city of the Mongol Empire north of the Gobi, is analyzed with a combination of established stratigraphical methods and a novel software with special software and thus a solid basis for any study of this center is created. Nine construction phases can be distinguished. The catalogue comprises the more than 2000 features uncovered from 2000‚Äď2005 in the artisans` quarter and the 130 spatial units defined on this basis, so that for the first time comprehensive information on an ancient city in Mongolia is available.
Workshop 29. November 2019, Berlin. Archäometrische Studien (2). Hrsg.: Benecke, Norbert. Leben in der mittelalterlichen Stadt. Neue archäobiologische Forschungen. 2023. 260 S. 271 fb. Abb., 16 Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-7520-0726-8 L, Reichert
Der Band enth√§lt zehn Beitr√§ge eines Workshops vom November 2019, der sich mit dem Leben mittelalterlicher Stadtbev√∂lkerungen aus arch√§obiologischer Perspektive besch√§ftigte. Einen Schwerpunkt bilden die Ergebnisse von Untersuchungen an Pflanzen- und Tierresten aus neueren Ausgrabungen in der mittelalterlichen Doppelstadt Berlin-C√∂lln sowie aus der Altstadt von K√∂penick und der benachbarten Burg auf der Schlossinsel. Die behandelten Materialien dokumentieren Besonderheiten und Unterschiede in der Nutzung von Pflanzen und Tieren f√ľr die Ern√§hrung in den Wohnquartieren verschiedener sozialer und religi√∂ser Bev√∂lkerungsgruppen sowie im Bereich √∂ffentlicher Geb√§ude (altes Berliner Rathaus) und auf der K√∂penicker Burg. √Ąhnliche Untersuchungen werden f√ľr das mittelalterliche Pozna? vor dem Hintergrund der historischen Etappen der Stadtentwicklung sowie f√ľr die Fundstelle M√ľnchen-Marienhof vorgelegt. Ein Beitrag befasst sich mit der Versorgung mittelalterlicher und fr√ľhneuzeitlicher St√§dte mit Stockfisch durch die Hanse. Fragen der Umwelt-, Siedlungs- und Wirtschaftsgeschichte des Mittelalters stehen im Mittelpunkt pollenanalytischer Untersuchungen an einem Bohrkern aus der Altstadt von Brandenburg an der Havel. Aspekte der Krankheitsbelastung im Mittelalter werden am Beispiel der Zahngesundheit l√§ndlicher und st√§dtischer Bev√∂lkerungen in Brandenburg thematisiert. Der Band wird abgerundet durch einen methodischen arch√§ozoologischen Exkurs sowie einen Beitrag, der sich mit Problemen und Chancen einer rekonstruierten mittelalterlichen Vergangenheit am Beispiel des Museumsdorfs D√ľppel in Berlin besch√§ftigt.
Karakorum and its Artisans. Mongolian-German Karakorum Expedition (3); Bonn Contributions to Asian Archaeology (9). Reichert, Susanne. Craft Production in the Mongol Empire. 2023. 428 S. 26 Tabellen, 76 Tafeln, 975 fb. Abb., 506 Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 99,00. ISBN: 978-3-7520-0771-8 L, Reichert
The book offers for the first time an in-depth study of craft production in the capital of the Mongol Empire, Karakorum. Workshops, installations, remains from production processes, and tools are analyzed. The analysis of the organization of craft production reveals the dependency of artisans from the elites. A multi-layered picture of the artisans` quarter excavated in parts from 2000‚Äď2005 emerges, contributing significantly to a new understanding of cities in the Eastern Steppes.
Jahrbuch des Deutschen Archäologischen Instituts 138, 2023. Hrsg.: von Rummel, Philipp; Piesker, Katja; Deutsches Archäologisches Institut. Zentrale. 2023. 292 S. 43 fb. Abb.116 sw. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 84,00. ISBN: 978-3-7520-0753-4 L, Reichert
In seinem Jahrbuch (JdI) publiziert das Deutsche Arch√§ologische Institut seit 1885 j√§hrlich im Schnitt sieben Aufs√§tze zu arch√§ologischen Themen von der Vorgeschichte bis in die Sp√§tantike mit Schwerpunkt auf der griechisch-r√∂mischen Zeit. Aktuelle Fragestellungen zu Kunst- und Stilgeschichte, Ikonographie und Typologie, zur Rekonstruktion von Plastik und Architektur sowie in der Hermeneutik und Wissenschaftsgeschichte insbesondere aus dem Bereich der Klassischen Arch√§ologie, aber auch aus anderen arch√§ologischen Fachdisziplinen werden grundlegend und auf dem neusten Stand der Forschung diskutiert. In der Zeitschrift werden Forschungen von Fachkollegen weltweit ver√∂ffentlicht. Die Beitr√§ge, die alle ein doppelblindes Peer-Review-Verfahren durchlaufen, sind in der Regel auf Deutsch oder Englisch, aber auch auf Italienisch, Franz√∂sisch oder Spanisch verfasst. Jeder Beitrag wird durch ein Abstract in englischer Sprache erg√§nzt. Die JdI-B√§nde sind gro√üz√ľgig ausgestattet und reich bebildert, die Abbildungen in hoher Qualit√§t und teils in Farbe gedruckt.
Der gesprengte Kreis. Max Beckmanns Sch√ľler zwischen Realismus und Abstraktion. Victor, Marion. 2023. 204 S. 68 sw. Abb., 84 fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 39,90. ISBN: 978-3-7520-0756-5 L, Reichert
Wahrscheinlich w√§ren sie l√§ngst anerkannt und einige sogar ber√ľhmt, die acht K√ľnstlerinnen und K√ľnstler, die am Ende der 20er Jahre in der Frankfurter St√§delschule die Meisterklasse von Max Beckmann besuchten: Inge Dinand, Theo Garve, Georg Heck, Walter Hergenhahn, Leo Maillet, Friedrich Wilhelm Meyer, Marie-Louise von Motesiczky, Karl Tratt. Wie ihr ber√ľhmter Lehrer wurden sie 1933, gerade als sie erste Erfolge vorweisen konnten, von den nationalsozialostischen Machthabern als entartet diffamiert, zum k√ľnstlerischen Schweigen oder zum Exil gezwungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg, im Zuge des Kalten Krieges, wurden sie zum zweiten Mal an den Rand gedr√§ngt, diesmal vom √§sthetischen Zeitgeist und dem damit verbundenen Kunstmarkt. Vor 1933 hatten sie keine Zeit gehabt, sich einen Namen zu machen, nun waren sie nicht mehr jung und malten zudem gegenst√§ndlich. Damit passten sie nicht in das kunstpolitische Konzept der 50er und 60er Jahre. Die einstigen Meistersch√ľler und ‚Äďsch√ľlerinnen sind weitgehend vergessen, - eine verlorene Generation. Dieses Buch besch√§ftigt sich mit ihrem Leben wie mit ihrem Werk und will sie dem Vergessen entrei√üen
Stadtrekonstruktionen von Trier im Mittelalter. Hrsg.: Clemens, Lukas; Kessler, Marzena. 2023. 64 S. 3 Beilagen, 7 sw. Abb., 22 fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 16,90. ISBN: 978-3-7520-0734-3 L, Reichert
Der Band versammelt drei von Lukas Clemens und Marzena Kessler konzipierte sowie kommentierte und durch den Luxemburger K√ľnstler Nic Herber umgesetzte Rekonstruktionen zum mittelalterlichen Trier. Eine Darstellung zeigt den hochmittelalterlichen Turm Jerusalem in der Domimmunit√§t, dessen ehemaliges Erscheinungsbild auf der Grundlage umfangreicher arch√§ologischer und bauhistorischer Untersuchungen sowie mit Hilfe fr√ľhneuzeitlicher Bildquellen zuverl√§ssig dargestellt werden kann. Erkl√§rt wird der Name des Turmes, der mit der Judenverfolgung des Jahres 1096 in Zusammenhang steht, genauso wie seine weitere Geschichte, zu der auch geh√∂rt, dass Papst Eugen III., als er im Winter 1147/48 in Trier weilte, Wohnung in dem Geb√§ude nahm. Die beiden gr√∂√üeren Darstellungen sind die Umsetzungen von Gesamtansichten Triers um 1120 sowie um 1430. Auch diesen in der Vogelperspektive ausgef√ľhrten Rekonstruktionen liegen intensive arch√§ologische, bauhistorische und archivalische Recherchen zugrunde. Abgebildet wird in zwei Zeitschnitten die prozesshafte Transformation einer von der antiken Vergangenheit noch lange gepr√§gten Topographie √ľber die erzbisch√∂fliche Kathedralstadt hin zu dem durch die Stadtgemeinde verwalteten urbanen Zentrum. Die erste Ansicht zeigt dabei eine hochmittelalterliche Stadt, die nicht nur von den Ruinen r√∂mischer Gro√übauten, sondern auch den Resten antiker Wohn- und Gewerbebebauung weiterhin gepr√§gt war. Zudem ist sie als weitgehend agrarische Siedlung mit lockerer Bebauung zu charakterisieren, da viele st√§dtische Areale mit Rebpflanzungen und Gartenkulturen bewirtschaftet sowie als Streuobstwiesen oder Feldern genutzt wurden. Um 1120 war Trier eine offene Stadt, denn die ruin√∂se antike Stadtbefestigung erf√ľllte ihre urspr√ľngliche Funktion nicht mehr und die neue hochmittelalterliche Ummauerung war gerade erst im Entstehen begriffen. Gut dreihundert Jahre sp√§ter hat sich das st√§dtische Erscheinungsbild grunds√§tzlich ver√§ndert. Durch eine weitreichende mittlerweile eingetretene Versteinerung der Bauweise sind die antiken √úberreste als Steinbruch genutzt und verschwunden. Ferner ist eine deutliche Siedlungsverdichtung, auch durch die Etablierung zahlreicher neuer geistlicher Institutionen eingetreten, wodurch es zu mehr als einer Verdoppelung der Bev√∂lkerung auf rund 10.000 Einwohner gekommen ist. Mit Hilfe zweier sp√§tmittelalterlicher Verm√∂genssteuerlisten war es m√∂glich, die exakten H√§userzahlen f√ľr die meisten Gassen des Siedlungsgef√ľges sowie die dort einmal vorhandenen Sozial- und Gewerbestrukturen zu ermitteln und f√ľr die Rekonstruktion auszuwerten.
IV. Das Kollegiatstift Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle. M√ľnchener Reihe (21); Die Deutschen Inschriften (110). Knorr, Walburga; Mayer, Werner. Die Inschriften der Stadt Regensburg. 2023. 314 S. 34 Tafeln, 100 fb. Abb. 27 x 19 cm. EUR 69,00. ISBN: 978-3-7520-0715-2 L, Reichert
Der Band ist der vierte Teil der Inschriftenedition der Stadt Regensburg. Nach den bereits erschienen Beständen der Minoritenkirche und des Domes widmet sich diese Publikation den Inschriften des Kollegiatstiftes Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle. Sie umfasst nicht nur die Kirche selbst sondern auch Objekte in den angrenzenden Kapellen, dem Kreuzgang, den unmittelbaren Stiftsgebäuden sowie der Pfarrkirche St. Kassian.
Das 875 von Ludwig dem Deutschen gegr√ľndete und 1102 von Heinrich II. wiedererrichtete Kollegiatstift Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle ist eine der √§ltesten, bis heute bestehenden Institutionen der Stadt. Als zum Bistum Bamberg geh√∂riger Exklave kommt der Alten Kapelle eine Sondersstellung zu. Zu den √§ltesten Inschriften z√§hlen die Glocken auf dem Turm der Alten Kapelle, die eines der √§ltesten erhaltenen Glockenensembles Bayerns (1247) darstellen. Die Stiftskirche sowie der Kreuzgang beherbergen zahlreiche Grabdenkm√§ler der Kanoniker ab dem 15. Jahrhundert, darunter auch Werke namhafter Bildhauerwerkst√§tten wie die der Roritzer. Daneben gibt es eine ganze Reihe an Inschriften des Totengedenkens f√ľr Regensburger B√ľrgerfamilien. Hierzu z√§hlen die √§ltesten im Original erhaltenen Artefakte noch aus dem 14. Jahrhundert. Besonders tritt die Familie der Zant hervor, die eine eigene Kapelle stiftete und durch zwei Bauinschriften belegt ist. Die lange Tradition als Bestattungsort spiegelt die reiche kopiale √úberlieferung in einer von Elias Eppinger stammenden Abschriften des sp√§ten 16. Jahrhunderts wider. Durch dieses Quellenwerk kann der ehemals umfangreiche Bestand an sp√§tmittelalterlichen, heute nicht mehr erhaltenen Grabinschriften ab dem sp√§ten 13. Jahrhundert rekonstruiert werden. Ein Tragaltar des 12. und ein Pedum des 16. Jahrhunderts bezeugen den ehemals gro√üen im Drei√üigj√§hrigen Krieg verlorenen Kirchenschatz.
. Die Deutschen Inschriften (114); Göttinger Reihe (23). Kagerer, Katharina. Die Inschriften des Landkreises Nienburg/Weser. 2023. 570 S. 235 Abb., 48 fb. Abb. 27 x 19 cm. EUR 62,00. ISBN: 978-3-7520-0636-0 L, Reichert
Der Band wird in 372 Katalognummern Inschriften aus der Mittelweserregion vom 13. Jahrhundert bis zum Jahr 1650 pr√§sentieren. Der bedeutendste Inschriftenstandort im Landkreis Nienburg ist das ehemalige Zisterzienserkloster Loccum. Etwa die H√§lfte der rund 100 Loccumer Inschriften, darunter zahlreiche Grabm√§ler, ist im Original erhalten, die √ľbrigen sind in Handschriften des 17. und 18. Jahrhunderts √ľberliefert und werden teilweise erstmals publiziert. Einen reichen Inschriftenbestand bietet au√üerdem Nienburg, fr√ľhere Residenzstadt der Grafschaft Hoya. Die √ľbrigen Inschriften, die sich auf die Kl√∂ster und Stifte in Schinna, Nendorf und B√ľcken sowie auf die D√∂rfer und Flecken des Landkreises verteilen, geben Einblicke in die Selbstrepr√§sentation von B√ľrgern, Bauern und lands√§ssigem Niederadel.
Inklusive der Bestände des Landesmuseums Mainz ohne Provenienzangaben. Mainzer Archäologische Schriften (18). Gorecki, Joachim. Die römischen Metallgefäße aus Mainz und Rheinhessen. 2023. 510 S. 1093 Abb., 3 fb. Abb. 29,2 x 20,5 cm. EUR 78,00. ISBN: 978-3-7520-0679-7 L, Reichert
Der 461 Nummern verzeichnende Katalog der r√∂mischen Metallgef√§√üe aus Mainz und Rheinhessen gibt erstmals einen umfassenden gef√§√ütoreutischen √úberblick dieser bedeutenden Materialgruppe f√ľr den Legionsstandort und die Provinzhauptstadt Mainz sowie deren Umland. S√§mtliche bekannten Gef√§√üe bzw. Gef√§√üfragmente aus Museen, Privatsammlungen und dem Bestand der Landesarch√§ologie werden in dem Band behandelt, auch solche, die nur noch als Literaturzitat √ľberliefert sind. Der weitaus gr√∂√üte Fundanteil stammt erwartungsgem√§√ü aus dem Stadtgebiet von Mainz sowie aus dem Rhein, der mit seinem Verlauf die Siedlungsareale zum Teil begrenzt. Es ist zu ber√ľcksichtigen, dass hier die Fundverteilung auch die Grabungs- und Sammlungsgeschichte widerspiegelt. Soweit m√∂glich, wurden die Objekte in rekonstruierender Form neu gezeichnet; Fotos belegen den eigentlichen Erhaltungszustand. F√ľr fast die H√§lfte der Gef√§√üe liegen Metallanalysen vor. Der Katalog gliedert das Fundmaterial nach Metallart, funktionalen und typologischen Kriterien. Ausf√ľhrliche Angaben zum Forschungsstand sowie eingehende chronologische Erl√§uterungen zu den Gef√§√ütypen gehen √ľber einen rein beschreibenden Katalog hinaus und nehmen Teile der geplanten Auswertung bereits vorweg.
Siedlungsarch√§ologie im Alpenvorland XV. Die Pfahlbausiedlungen von Sipplingen-Osthafen am Bodensee 1. Befunde und dendrochronologische Untersuchungen. Matuschik, Iren√§us; M√ľller, Adalbert; Billamboz, Andr√©; Nelle, Oliver; Ebersbach, Renate; Schlichtherle, Helmut. 2023. 516 S. 1 Tabellen, 133 fb. Abb., 21 sw Abb. 29,7 x 21 cm. 2 B√§nde. EUR 89,00. ISBN: 978-3-7520-0648-3 L, Reichert
Die Fundstelle ‚ÄěSipplingen-Osthafen‚Äú am Nordufer des √úberlinger Sees geh√∂rt zu den bedeutendsten pr√§historischen Seeufersiedlungen des Bodensees. Seit 2011 ist sie Teil des UNESCO-Welterbes ‚ÄěPr√§historische Pfahlbauten um die Alpen‚Äú.
Entdeckt wurde das pr√§historische Siedlungsareal bereits im Jahre 1864. Durch eine Caissongrabung, die Prof. Dr. Hans Reinerth in den Jahren 1929‚Äď30 durchf√ľhrte, wurde die Fundstelle schon fr√ľh bekannt. Reinerths Grabung in einem ausgepumpten Senkkasten war seinerzeit zwar eine Pionierleistung in der Entwicklung der Grabungsmethode, lie√ü aber aus heutigem Blickwinkel viele wissenschaftliche Fragen offen.
In den 1960er und 1970er Jahren wurden Teile des Siedlungsareals durch die Anlage eines Hafens zerst√∂rt. Dies gab 1978 den Anlass zu ersten taucharch√§ologischen Untersuchungen. In den folgenden drei Jahrzehnten gelang es durch systematische Sondagen, Bohrungen und Oberfl√§chenaufnahmen, die Reste von mindestens 21 Siedlungen aus der Zeit zwischen 3900‚Äď900 v. Chr. zu dokumentieren. Obwohl kaum gro√üfl√§chige Grabungen stattfanden, ergaben die gezielten, √ľber das ganze Siedlungsareal verteilten Schnitte, Bohrungen und systematischen Oberfl√§chenaufnahmen ein detailreiches Bild zur Siedlungsentwicklung √ľber 3000 Jahre. Arch√§obiologische, geoarch√§ologische und dendro√∂kologische Untersuchungen erm√∂glichten dabei Einblicke in die Wirtschaftsweise, die Ressourcennutzung und den menschlichen Einfluss auf die Umwelt in der Siedlungskammer von Sipplingen im Lauf der Jahrtausende.
Im vorliegenden Band werden die Ergebnisse der Grabungen und der dendrochronologischen Analysen vorgelegt sowie die Schlussfolgerungen zur Besiedlungsgeschichte und zur Siedlungs- und Hausbauweise diskutiert. In zwei weiteren Bänden folgen Funde und naturwissenschaftliche Untersuchungsergebnisse.
Arch√§ologie des Mittelalters in Baden-W√ľrttemberg. Scholkmann, Barbara; Brenker, Fabian. 2023. 413 S. 65 sw Abb., 221 fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 24,95. ISBN: 978-3-7520-0729-9 L, Reichert
Seit √ľber 60 Jahren sind die im Boden erhaltenen √úberreste aus dem Mittelalter ein Arbeits- und Forschungsfeld der arch√§ologischen Denkmalpflege und der Universit√§ten in Baden-W√ľrttemberg. Die Ergebnisse der zahlreichen gr√∂√üeren und kleineren Ausgrabungen sind ebenso umfangreich wie die Erkenntnisse neu und bedeutend: √§lteste Zeugnisse christlicher Architektur, m√§chtige Kl√∂ster oder die Entwicklung der Pfalzen und St√§dte waren ebenso Gegenstand arch√§ologischer Forschung wie Skelette und Speiseabf√§lle mit vielen Informationen √ľber Ern√§hrung, Wirtschaftsweise und Glaubenswelt der damaligen Bev√∂lkerung. Neu entdeckte Mauern, Gruben und Funde erm√∂glichten Einblicke in den Alltag in Stadt und Land. Sie zeugen auch von M√ľhen ebenso wie genialen Erfindungen in Bergbau, Schifffahrt und Handwerk.
Barbara Scholkmann und Fabian Brenker legen in diesem Buch erstmals eine zusammenfassende Bilanz vieler durch die Grabungen neu gewonnenen Einsichten in die Welt des Mittelalters vor. Dazu geh√∂ren die l√§ndlichen Siedlungen mit Haus, Hof, Feld und Weide ebenso wie die Pfalzen und K√∂nigsh√∂fe als Aufenthaltsorte der Herrscher, z.B. Rottweil. Ein umfangreiches Kapitel widmet sich der Stadtarch√§ologie mit Ergebnissen unter anderem zu Ulm, der einzigen mittelalterlichen Gro√üstadt im S√ľdwesten, zur z√§hringischen Gr√ľndungsstadt Freiburg, der Bischofsstadt Konstanz und nicht zuletzt der Landeshauptstadt Stuttgart. Die arch√§ologische Erforschung von Burgen ergab interessante Ergebnisse in die Entwicklung adeliger Repr√§sentation und Herrschaftsaus√ľbung. Die Bilanz zur Sakralarch√§ologie umfasst Kirchen, Kl√∂ster und Stifte; Friedh√∂fe und Kirchenbestattungen wurden im Rahmen einer Arch√§ologie des Todes untersucht. Daneben werden auch die arch√§ologisch erforschten Zeugnisse mittelalterlichen j√ľdischen Lebens zusammengestellt. Zu Handwerk und gewerblicher Produktion k√∂nnen umfangreiche neue Entdeckungen beschrieben werden. Dazu kommen Ergebnisse zum Handel und Verkehr zu Wasser und zu Lande. Ganz besonders vielf√§ltig ist schlie√ülich das Spektrum an neuem Wissen zur materiellen Kultur, der Vielzahl der Alltagsgegenst√§nde, ihrem praktischen Nutzen wie ihrer gesellschaftlichen Bedeutung. Vorangestellt ist ein umfassender √úberblick √ľber die Forschungsgeschichte der Arch√§ologie des Mittelalters in Baden-W√ľrttemberg, eine wertende Stellungname zu den bisher vorliegenden Erkenntnissen bildet den Abschluss.
Insgesamt liegt mit diesem Werk eine umfassende Bilanz der bisherigen arch√§ologischen Erforschung des Mittelalters in Baden-W√ľrttemberg vor, die nicht nur f√ľr die medi√§vistischen Nachbardisziplinen eine sehr gut aufbereitete Information √ľber den aktuellen Forschungsstand bietet, sondern auch eine wichtige Basis f√ľr k√ľnftige Forschungsans√§tze, Schwerpunktsetzungen und Bewertungen im Fach selbst bietet.
Das Neuenb√ľrger Erzrevier im Nordschwarzwald als Wirtschaftsraum w√§hrend der Sp√§thallstatt- und Fr√ľhlat√®nezeit. Gassmann, Guntram; Wieland, G√ľnther; Schmitt, Felicitas. 2023. 168 S. 14 Tabellen, 1 Beilage, 24 sw Abb., 105 fb. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 39,00. ISBN: 978-3-7520-0650-6 L, Reichert
In den Jahren 2004 bis 2011 wurden in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gef√∂rderten Projekt umfangreiche Relikte einer keltischen Eisenproduktion des 6./5. Jhs. v. Chr. bei Neuenb√ľrg im Nordschwarzwald arch√§ologisch erforscht. Die au√üergew√∂hnlich gut erhaltenen Verh√ľttungspl√§tze stellen ein einzigartiges montanarch√§ologisches Denkmal in Baden-W√ľrttemberg dar und geh√∂ren zu den √§ltesten Nachweisen dieser Technologie n√∂rdlich der Alpen.
Nach der Entdeckung keltischer Siedlungsspuren auf dem Neuenb√ľrger Schlossberg in den 1930er Jahren wurde ein Zusammenhang mit dem Neuenb√ľrger Erzrevier vermutet, aber erst 1995/96 durch gezielte Gel√§ndeforschungen nachgewiesen. Der tats√§chliche Umfang konnte dann im Rahmen des DFG-Projekts erfasst werden.
Systematische Prospektionen in den W√§ldern um Neuenb√ľrg erbrachten umfangreiche und zum Teil au√üergew√∂hnlich gut erhaltene √úberreste der keltischen Eisenerzverh√ľttung in Form von Abfallhalden aus Rennofenschlacken und Ofenbauteilen. Mittlerweile sind √ľber 80 dieser Produktionsareale bekannt, sie liegen in einem ca. 5 x 6 km umfassenden Bereich s√ľdlich und √∂stlich der H√∂hensiedlung auf dem Neuenb√ľrger Schlossberg. Anscheinend wurde hier √ľber einen relativ kurzen Zeitraum w√§hrend der sp√§ten Hallstatt- und fr√ľhen Lat√®nezeit eine intensive und hoch spezialisierte Eisenproduktion betrieben. Ausgrabungen an bislang sechs Verh√ľttungspl√§tzen belegen eine sehr einheitliche Organisation und Produktionsweise. Bei den Grabungen wurden immer wieder standardisierte Ensembles der metallurgischen Produktionskette angetroffen, welche Erzaufbereitung, Verh√ľttung und erste Weiterverarbeitungsschritte der Stahlluppe umfassen. Mehrere Rennfeuer√∂fen an jedem Platz lassen auf eine zentral organisierte, kontinuierliche und normierte Metallproduktion schlie√üen. Die Erzaufbereitung erfolgte durch R√∂sten und anschlie√üendes Zerkleinern auf Steinpodien mittels faustgro√üer ‚ÄěPochsteine‚Äú und Schiebem√ľhlen. Die in den Rennfeuer√∂fen produzierten Stahlluppen wurden noch am Verh√ľttungsplatz ausgeschmiedet, die weitere Verarbeitung fand dann wohl in den Siedlungen statt.
Die Kenntnis von Bergbau und Erzverh√ľttung ist wahrscheinlich als Technologieimport √ľber die Kontakte der fr√ľhkeltischen Welt zum mediterranen Raum in den Nordschwarzwald gelangt und hat hier zur Herausbildung einer kurzfristigen √ľberregional bedeutenden Eisenproduktion im Neuenb√ľrger Erzrevier gef√ľhrt.
Band 2 Die altsab√§ischen und min√§aischen Inschriften. Mit einem Anhang: Unbeschriftete Objekte und F√§lschungen. Epigraphische Forschungen auf der Arabischen Halbinsel (10). Stein, Peter. Die alts√ľdarabischen Minuskelinschriften auf Holzst√§bchen aus der Bayerischen Staatsbibliothek in M√ľnchen. 2023. 644 S. 84 Tafeln, 262 Abb .29,7 x 21 cm. EUR 110,00. ISBN: 978-3-7520-0704-6 L, Reichert
Auch wenn das antike S√ľdarabien zu den vergleichsweise gut dokumentierten Schriftkulturen des Alten Orients z√§hlt, beschr√§nkte sich die textliche √úberlieferung lange Zeit auf sogenannte Monumentalinschriften ‚Äď f√ľr die √∂ffentliche Zurschaustellung gemachte, formulargebundene Bau- und Weihinschriften, juristische Verlautbarungen und herrschaftliche Tatenberichte. Dokumentarische Texte aus dem Alltagsleben wie Wirtschaftsabrechnungen, signierte Vertr√§ge oder Briefe kamen erst seit den 1970er Jahren ans Tageslicht. Diese Alltagskorrespondenz wurde in handliche Holzst√§bchen geritzt, wobei eine eigene, von der zeitgen√∂ssischen Monumentalschrift deutlich abweichende Kursivschrift entstand. Mehrere tausend solcher Aufzeichnungen sind heute bekannt, doch nur ein kleiner Teil davon ist publiziert, was nicht zuletzt mit Schwierigkeiten der Lesung und der neuartigen sprachlichen Gestalt dieser Texte zusammenh√§ngt. So wartet namentlich die Briefkorrespondenz mit zahlreichen bislang v√∂llig unbekannten W√∂rtern, Syntagmen und stilistischen Ausdrucksweisen auf, die unser Verst√§ndnis der zugrundeliegenden Sprachen deutlich erweitern. Dies gilt insbesondere f√ľr die noch immer nur rudiment√§r erschlossene min√§ische Grammatik, deren Kenntnis mithilfe der im vorliegenden Corpus umfangreich vertretenen Texte in dieser Sprache einen erheblichen Zugewinn erf√§hrt. Die ausf√ľhrliche philologische Kommentierung s√§mtlicher Texte steht daher im Mittelpunkt der Edition.
Doch auch der inhaltliche Ertrag aus den vielf√§ltigen neuen Textgattungen ist immens. So erfahren wir beispielsweise Details √ľber Zinsregelungen bei Geldschulden, die Durchf√ľhrung von Gerichtsverfahren oder rituelle Praktiken von Orakel und Magie ‚Äď Sachverhalte, die in den zeitgen√∂ssischen Monumentalinschriften √ľberhaupt nicht zur Sprache kommen. Die zahlreichen √úbungstexte, vom Alphabet bis zum vollst√§ndigen Urkundenformular, lassen R√ľckschl√ľsse auf die Verbreitung von Literalit√§t sowie die Ausbildung des Schreibernachwuchses zu. Als zeitgen√∂ssische Dokumente bilden die beschrifteten Holzst√§bchen aus dem antiken Jemen eine wichtige Prim√§rquelle f√ľr die Kultur- und Sozialgeschichte der Arabischen Halbinsel in vorislamischer Zeit.
Mit den hier ver√∂ffentlichten 180 Texten und Textfragmenten in sab√§ischer und min√§ischer Sprache sowie im amiritischen Dialekt, die etwa dem Zeitraum vom 9. bis zum 2. Jh. v. Chr. entstammen, wird die Edition der insgesamt 385 Schriftst√ľcke umfassenden Sammlung der Bayerischen Staatsbibliothek in M√ľnchen zum Abschluss gebracht. Es handelt sich dabei um das gr√∂√üte zusammenh√§ngend publizierte Corpus dieser Art. Erg√§nzend zu den alts√ľdarabischen Schriftdokumenten wird in einem Anhang summarisch auch auf die im M√ľnchner Sammlungsbestand befindlichen Holzgegenst√§nde und die nicht wenigen modernen F√§lschungen beschrifteter St√§bchen eingegangen. S√§mtliche behandelten Objekte sind in einem umfassenden Tafelteil illustriert. Der lexikalische und onomastische Ertrag der Texte wird durch detaillierte Verzeichnisse erschlossen.
2. Halbband 2022. Archäologischer Anzeiger. Hrsg.: Fless, Friederike; von Rummel, Philipp. Archäologischer Anzeiger. 2023. 396 S. 390 fb. Abb . 111 Abb .28 x 21 cm. EUR 40,00. ISBN: 978-3-7520-0727-5 L, Reichert
Im Arch√§ologischen Anzeiger werden Kurzbeitr√§ge zu aktuellen Forschungen und Berichte √ľber Grabungsprojekte des DAI sowie von Fachkollegen weltweit publiziert. Schwerpunktm√§√üig informiert die Zeitschrift √ľber Themen aus dem Mittelmeerraum von der Vorgeschichte bis in die Sp√§tantike, durchaus aber auch √ľber Projekte au√üerhalb des Kernbereichs der Alten Welt.
Eine Neubewertung der Weihung anatomischer Votive in Latiums Heiligt√ľmer. Menschen - Kulturen - Traditionen (20). Boecker, Velia. Kulte - Orte - K√∂rperteile. 2023. 354 S. 80 fb. Abb . 13 Abb .29,7 x 21 cm. EUR 68,00. ISBN: 978-3-7520-0711-4 L, Reichert
Zu den interessantesten Funden aus den Heiligt√ľmern des antiken Latium geh√∂ren aus Terrakotta gefertigte Nachbildungen von K√∂rperteilen, die sich ins 4. bis 1. Jh. v. Chr. datieren lassen. Diese anatomischen Votive galten bisher als Indikatoren f√ľr Heilkulte und als Bestandteile griechischer oder r√∂mischer Religion, die im Laufe der r√∂mischen Expansion in die Heiligt√ľmer Latiums √ľbernommen wurden. Auf diese K√∂rperteilweihungen und ihre Deutung wirft diese Monographie einen neuen, frischen Blick. Sie wertet die arch√§ologischen Kontexte aus und analysiert mehr als 100 Fundorte mit insgesamt √ľber 15.000 anatomischen Votiven nicht nur quantitativ, sondern auch hinsichtlich ihrer Verbindung zu topographischen Merkmalen und der Anbindung an Stra√üen und Siedlungen. Auf dieser Grundlage lassen sich zwei Gruppen von St√§tten klassifizieren, die sich hinsichtlich ihrer Lage, der Zusammensetzung der Votivkomplexe, der adressierten Gottheiten und in geschlechtsspezifischer Hinsicht voneinander abgrenzen lassen. Beide Gruppen wurzeln vermutlich in √§lteren, regionalen Kulttraditionen und lassen mit Blick auf die Architektur der St√§tten oder hinsichtlich der adressierten Gottheiten keinen spezifischen Schwerpunkt als ‚ÄěHeilkult‚Äú erkennen. Stattdessen zeigen die quantitative Analyse der Votivkomplexe und die Untersuchung der Vergesellschaftung der K√∂rperteilweihungen mit anderen Votivgaben die anatomischen Votive als Medien, die in Situationen eingesetzt wurden, die mit Unsicherheit, Stress oder pers√∂nlichen Krisen verbunden waren. Sie dienten somit der St√§rkung der pers√∂nlichen Resilienz, indem sie diese Unsicherheiten und √Ąngste thematisierten, sichtbar machten oder ihre √úberwindung symbolisierten. Damit sind anatomische Votive h√∂chstwahrscheinlich nicht als Opfergaben mit einer statischen Bedeutung in einem festen kultischen Kontext zu verstehen, sondern vielmehr als multivalente Objekte in einem flexiblen Bezugsrahmen. Es ist davon auszugehen, dass die Bedeutung der K√∂rperteilweihungen von ihren Stiftern und Stifterinnen individuell festgelegt wurde und je nach Kontext variieren konnte.
Die Kontextualisierung der Funde erm√∂glicht eine neue Sicht auf die St√§tten, die bislang als Heilkultst√§tten betrachtet wurden und erlaubt die Neu-Deutung der K√∂rperteilweihungen als Zeugnis lokaler, eng vernetzter Gemeinschaften mit einem von autochthonen Traditionen beeinflussten Vorstellungshorizont. Damit lassen sie sich auch als Teil einer eigenst√§ndigen Identit√§t innerhalb eines gr√∂√üeren Bezugsrahmens verstehen. Dieser Perspektivwechsel tr√§gt zu neuen Einsichten in die Tradition und Thematik arch√§ologischer St√§tten bei, die fr√ľher als Heilkultst√§tten betrachtet wurden.
Altkreis Schwäbisch Hall und Limpurger Land. Heidelberger Reihe (20); Die Deutschen Inschriften (112). Drös, Harald. Die Inschriften des Landkreises Schwäbisch Hall II. 2023. 2028 S. 295 Tafeln, 125 fb. Abb., 859 Abb. 27 x 19 cm. 3 Bände. EUR 220,00. ISBN: 978-3-7520-0680-3 L, Reichert
Die Inschriften der Stadt Meißen. Leipziger Reihe (8); Die Deutschen Inschriften (113). Neustadt, Cornelia; Riebel, Martin; Zinsmeyer, Sabine. Zusammen mit Ohst, Henning. 2023. 943 S. 99 Tafeln 229 Abb. 27 x 19 cm. 2 Bände. EUR 120,00. ISBN: 978-3-7520-0719-0 L, Reichert
Inschriften sind historische Quellen ersten Ranges. Die auf Grabdenkm√§lern, Glocken, Kelchen, Kanzeln, Alt√§ren und an Hausfassaden ‚Äěf√ľr ewige Zeiten‚Äú angebrachten Texte bieten eine wesentliche Erg√§nzung der handschriftlichen und gedruckten √úberlieferung. Sie zeichnen sich durch ihre √∂ffentliche Wirkung aus, die vielfach die Konzeption und Ausf√ľhrung der Texte bestimmt hat. Seit 1996 arbeitet die S√§chsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig zusammen mit f√ľnf weiteren deutschen Wissenschaftsakademien und der √Ėsterreichischen Akademie der Wissenschaften an einem Langfristvorhaben zur Erfassung und Bearbeitung der Inschriften des Mittelalters und der Fr√ľhen Neuzeit bis zum Jahr 1650. Die Ertr√§ge dieser Forschungen werden in der Reihe ‚ÄěDie Deutschen Inschriften‚Äú (DI) publiziert, die mittlerweile √ľber 100 B√§nde umfasst, sechs davon sind bis Ende 2019 aus den beiden in Halle (Saale) und Dresden angesiedelten Forschungsstellen der Leipziger Akademie hervorgegangen. Die Edition gibt die oft schwer lesbaren Inschriften buchstabengetreu wieder, Abk√ľrzungen werden aufgel√∂st, lateinische und niederdeutsche Texte √ľbersetzt. Publiziert werden nicht nur die im Original erhaltenen Inschriften, sondern auch solche, die nur noch aus Abschriften, √§lteren gedruckten Publikationen oder Fotografien bekannt sind. Knappe Beschreibungen der inschriftentragenden Objekte erg√§nzen die reine Textedition und vermitteln den zum Verst√§ndnis notwendigen Zusammenhang zwischen Text, Objekt und Standort. Jede Inschrift wird ausf√ľhrlich kommentiert. Ziel ist es, die kulturhistorischen Informationen der Inschriften und ihrer Tr√§ger zum einen f√ľr die verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen (Philologien, Geschichte, Kunstgeschichte) auswertbar zu machen und neue Impulse f√ľr die Forschung zu geben; zum anderen findet das Interesse regionalgeschichtlich interessierter Laien Ber√ľcksichtigung. Inschriften spiegeln vielf√§ltige kultur- und geistesgeschichtliche Prozesse. Dazu geh√∂ren beispielsweise die im Laufe der Jahrhunderte sich wandelnden Formen der Selbstdarstellung oder die Ver√§nderung von Fr√∂mmigkeitspraktiken und -vorstellungen. In der gegenw√§rtigen Zeit ist die Erfassung der Inschriften noch aus einem anderen Grund besonders dringlich geworden: Die oft im Freien befindlichen Denkm√§ler aus Stein, Metall und Holz sind in starkem Ma√üe sch√§digenden Umwelteinfl√ľssen ausgesetzt. Paradoxerweise muss nun der verg√§ngliche Beschreibstoff Papier bewahren, was einst auf vermeintlich dauerhaften Materialien f√ľr ewige Zeiten angebracht worden ist.
Die römische Kaiservilla Pausilypon. Gesamtanlage und Bauten des oberen Plateaus. Denkmäler antiker Architektur (21). Busen, Tobias. Hrsg.: Piesker, Katja. 2023. 348 S. 97 Tafeln, 6 Beilagen, 710 Abb., 53 fb. Abb. 33,5 x 23,7 cm. EUR 119,00. ISBN: 978-3-7520-0705-3 L, Reichert
Plinius der √Ąltere berichtet in seiner Naturgeschichte von der Villa Pausilypum in Campanien, nicht weit von Neapel. Die Forschung ist sich einig, dass besagte Meeresvilla am Nordrand des Golfs von Neapel lag. Sie stellt eine der wenigen Anlagen ihrer Art dar, die √ľber mindestens eineinhalb Jahrhunderte eindeutig dem r√∂mischen Kaiserhaus zugeordnet werden kann. Auf einem H√ľgelr√ľcken oberhalb der felsigen Steilk√ľste gelegen, finden sich dort, eingebettet in die umgebende Landschaft, unterschiedlichste Architekturen und Ensembles, unter denen diejenigen des oberen Plateaus hervorstechen: um einen runden Platz sind ein Theater, ein Odeion und weitere Sonderbauten arrangiert.
Seit den fr√ľhesten Ausgrabungen im Jahr 1841 wurden immer wieder einzelne Aspekte der Villa Pausilypon betrachtet. Mit diesem Band wird nicht nur ein verl√§sslicher Plan der Anlage vorgelegt, der sowohl die vorhandenen als auch die heute verlorenen arch√§ologischen Reste einbezieht. Der Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung der Bauten des oberen Plateaus. Hierbei bildet die detaillierte, verformungsgerechte Dokumentation der Reste die Grundlage f√ľr √úberlegungen hinsichtlich Planung, Entwurfs- und Bauprozessen, Umbauphasen und architektonischer Rekonstruktion. Im Anschluss wird die Gesamtanlage in den Blick genommen und auf unterschiedliche, f√ľr die r√∂mische Villenarchitektur entscheidende Aspekte hin diskutiert. Interessant ist hierbei die Sonderrolle der Villa Pausilypon als Herrschersitz und die damit verbundenen architektonischen L√∂sungen hinsichtlich der Inszenierung des Ankommens und der inneren Erschlie√üung, die in geschickter Weise die notwendigen Funktionen einer Residenz mit den Charakteristika der Otiumarchitektur verbindet.
Eine wirtschaftsarch√§ologische Studie zum kaiserzeitlichen S√ľdetrurien. Arch√§ologische Forschungen (42). Pasieka, Paul P. Von Bl√ľten und Krisen. 2023. 330 S. 28 Tafeln, 33 Abb., 28 fb. Abb. 33,5 x 23,7 cm. EUR 112,00. ISBN: 978-3-7520-0664-3 L, Reichert
Im Zentrum des Buches steht einerseits eine wissenschaftsgeschichtliche Einordnung der theoretischen und methodischen Konstruktion der Struktur und Performanz der r√∂mischen Wirtschaft. Andererseits wurde daraus ein polythetisches Indikatorenb√ľndel als methodische Grundlage f√ľr die Auswertung arch√§ologischer legacy data entwickelt, das beispielhaft am kaiserzeitlichen S√ľdetrurien ein sowohl quantitativ als auch qualitativ umfassenderes Bild der r√§umlichen und diachronen Entwicklung der Wirtschaft zeichnet. Das Buch leistet dar√ľber hinaus einen Beitrag zu Fragen der √∂konomischen Integration und Spezialisierung sowie zur Modellierung des √∂konomischen Suburbiums der Stadt Rom.
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Stand: 03.12.2023 15:31 Uhr
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