KunstbuchAnzeiger - Kunst, Architektur, Fotografie, Design
 

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Imhof Verlag

 
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Geschichte - Deutung - Wirkung. Schriftenreihe der Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz (12). Hrsg.: von Welck, Karin; Ranft, Andreas. Das Cranach-Triegel-Retabel im Westchor des Naumburger Doms. 2023. 192 S. 7 Abb., 140 fb. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-1359-7 Michael Imhof
Der Naumburger Dom wurde 2018 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO eingeschrieben. Ausschlaggebend war die Feststellung, dass es sich bei den Arbeiten des Naumburger Meisters, der die Kathedrale um das Jahr 1250 mit dem Westchor vollendete, um ein Meisterwerk der menschlichen Schöpferkraft handelt. Der Westchor mit seinem berühmten Skulpturenzyklus stand von Beginn an unter dem Patrozinium der heiligen Gottesmutter Maria, der auch sein Hauptaltar gewidmet war. Der Naumburger Bischof Johannes von Schönberg († 1517) bestimmte den Westchor zu seiner Grabkapelle und stattete in diesem Zusammenhang den Marienaltar mit einem neuen großen Retabel aus, das bei Lucas Cranach d. Ä. in Wittenberg in Auftrag gegeben wurde. Während eines Bildersturms im Jahr 1541 wurde es seines zentralen Marienbildes beraubt, während die beiden Flügel in den folgenden Jahrhunderten im gegenüberliegenden Ostchor Aufstellung fanden. Im Auftrag der Vereinigten Domstifter schuf der bekannte Leipziger Maler Michael Triegel ein neues Mittelbild mit Maria und Jesuskind. Harmonisch zusammengeführt mit den originalen Flügeln von Lucas Cranach wurde das Retabel im Juli 2022 seiner liturgischen Nutzung übergeben. Die Aufstellung des Cranach-Triegel-Retabels führte deutschlandweit zu einer Debatte über die Frage der Bedingungen eines lebendigen Welterbes im 21. Jahrhundert.
Das Depot der Zukunft. Das Zentrale Kunstdepot der Städtischen Museen Freiburg. Hrsg.: Dürrenberger, Edgar; Götzmann, Jutta; von Stockhausen, Tilmann; Stadt Freiburg. 2023. 160 S. 109 fb. Abb., 10 Abb. 28 x 24 cm. EUR 24,95. CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-1329-0 Michael Imhof
Im Mai 2012 wurde das Zentrale Kunstdepot der Städtischen Museen Freiburg in Betrieb genommen. Errichtet unter den Vorgaben von Passivhaus-, Plus-Energie- und Null-Emissionsgebäude-Standard, sollte es aus der Perspektive der energetischen Effizienz, der ökologischen Nachhaltigkeit und der präventiven Konservierung weit in die Zukunft weisen. Diese Zukunft ist nun auf ganz andere Art, schneller und krisenhafter als erwartet, eingetreten. Durch den Lockdown in der Pandemie stieg die Nachfrage nach digitalem Zugang zu Kultur und nach digitaler Präsenz deutlich an. Die Funktionalitäten und die effiziente Infrastruktur des Depots ermöglichte es den Museen, dem gerecht zu werden. Auch die Verknappung und Verteuerung fossiler Energieträger sowie die wachsende Kritik an ihrer Nutzung wurden bei der Planung schon vorausgesehen und berücksichtigt. Vor allem aber bot und bietet das Zentrale Kunstdepot die bisher nie dagewesene Möglichkeit, den Sammlungsbestand der Städtischen Museen Freiburg von Grund auf neu zu sichten und einer Bilanz zu unterziehen.
Beiträge zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Areals als jüdisches Kulturerbe. Kleine Schriften der Bet Tfila (5). Hrsg.: Brämer, Andreas; Fauerbach, Ulrike. Die Große Synagoge am Bornplatz in Hamburg. 2023. 114 S. 38 fb. Abb., 42 Abb. 26 x 21 cm. EUR 19,95. CHF 22,90 ISBN: 978-3-7319-1351-1 Michael Imhof
Am Bornplatz im Hamburger Grindelviertel war 1906 die Große Synagoge eingeweiht worden, in der die orthodoxen jüdischen Gläubigen der Elbmetropole bis zur Reichspogromnacht im November 1938 ihr gemeinschaftliches Gebet verrichteten. 1939 wurde der Gebäudekomplex zwangsweise abgerissen. Der Sammelband befasst sich mit der Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Platzes (heute Joseph-Carlebach-Platz), der seit 1988 die Aufgabe eines zentralen Gedenkorts zur Erinnerung an die Verfolgung jüdischer Hamburgerinnen und Hamburger während des Nationalsozialismus erfüllt, auf dem in den kommenden Jahren aber erneut ein neues Gotteshaus entstehen wird, das den Mitgliedern der hiesigen Jüdischen Gemeinde als religiöser Lebensmittelpunkt dienen soll. Die vorliegende Publikation präsentiert Texte, die unterschiedliche Aspekte der Architekturgeschichte dieses Areals beleuchten, aber auch die derzeitigen Planungen zur Wiederbebauung aufgreifen.
Beiträge des 16. Konservierungswissenschaftliche Kolloquiums in Berlin/Brandenburg am 17. November 2023 im Paulikloster in Brandenburg an der Havel. Arbeitshefte des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums (66). Hrsg.: Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum. Energiebedarf und Kulturguterhalt. Deutsch; Englisch. 2023. 112 S. 86 fb. Abb., 3 Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 24,95. CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-1356-6 Michael Imhof
Der vorliegende Tagungsband dokumentiert die Beiträge des 16. Konservierungswissenschaftlichen Kolloquiums Berlin-Brandenburg zum Thema „Wie wenig ist genug - Energiebedarf und Kulturguterhalt“.
In der Politik und der Öffentlichkeit werden die Themen Klimawandel und Denkmalpflege oft gegeneinander ausgespielt. Dabei wird die intensivere Energieerzeugung durch erneuerbare Ressourcen gegen die Erhaltung und Wahrnehmung von Kulturlandschaften gesetzt. Die Beiträge in dieser Publikation nehmen die „andere Seite der Medaille“ in den Blick – den Energiebedarf von Museen und genutzten denkmalgeschützten Gebäuden mit ihren besonderen Anforderungen an das Umgebungsklima wertvollen Kulturgutes.
Um den ökologischen Fußabdruck einer Kulturinstitution zu messen, ist es wichtig, eine Klimabilanz zu erstellen. Wie passen die Rahmenvorgaben für einen „klimaneutralen Gebäudebestand“, „energetische Sanierung“ und energieeffiziente Temperierung zu den Erhaltungsbedingungen von Kunst- und Kulturgut und zur Erhaltung von prägender Substanz der Gebäudehülle?
Die Diskussion dieser Fragen wird durch praxisnahe Beiträge von Experten aus Restaurierung, Architektur, Naturwissenschaften, Bauphysik und Bauingenieur-wesen angeregt. Dabei wird deutlich, dass eine Differenzierung zwischen den unterschiedlichen Anforderungen zur Erhaltung der jeweiligen Objekte bzw. raumspezifischen Nutzungsanforderungen für die Regulierung des Umgebungs-klimas eine wesentliche Reduzierung des eingesetzten Energieaufwandes bedeuten kann. Dies kann z.B. durch veränderte Anforderungen an das bauphysikalische Verhalten von Gebäuden und Gebäudeteilen oder Anpassung der Anforderungen an die Regulierung kleinerer Bereiche erfolgen.
Galka Scheyer. Ein Leben für Kunst und Kreativität. Hrsg.: Holzgang, Gilbert. 2023. 352 S. 275 fb. Abb., 15 Abb. 30 x 24 cm. EUR 49,95. CHF 57,40 ISBN: 978-3-7319-1366-5 Michael Imhof
Feininger, Jawlensky, Kandinsky, Klee – diese Maler der Klassischen Moderne verdanken Emmy Esther Scheyer (1889–1945) viel. Selbst eine begabte Malerin, entflammt sie geradezu für die Kunst von Jawlensky, der sie Galka nennt. 1924 gründet sie mit ihm und seinen Bauhauskollegen die „Blaue Vier“, um sie in Amerika mit Ausstellungen und Vorträgen bekannt zu machen. „Es ist lebensbejahend, Pläne zu machen, wird es dann nichts, kommt was anderes. Aber Luftschlösser retten vor dem Untergang, der Mutlosigkeit heißt und Sünde ist“, schreibt die „Ministerin“ ihren „vier blauen Königen“. Außerdem verhilft sie Kindern und Jugendlichen zur eigenen Kreativität. Ihr filmreifes Leben endet in Hollywood.
Mit 300 Abbildungen, Briefen, Ausschnitten aus Tagebüchern und Aussagen von Zeitgenossen zeichnet Gilbert Holzgang das Porträt der leidenschaftlichen Pionierin, Kunstvermittlerin und Netzwerkerin. Für seine Forschungen und Theaterstücke wurde er mit dem niedersächsischen Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.
On the Verge of Nothing. Franz Erhard Walther. Hrsg.: Jehn, Elisabeth Anna. Deutsch; Englisch. 2023. 48 S. 24 fb. Abb. 21 x 14,8 cm. EUR 9,95. CHF 11,40 ISBN: 978-3-7319-1394-8 Michael Imhof
In den frühen 1960er Jahren wird anhand einer Reihe innovativer Kunstentwürfe Franz Erhard Walthers neues Kunstverständnis deutlich. Die Werke zeichnen sich durch eine radikale Leere aus. Ausgehend von einem Gespräch mit Franz Erhard Walther zeigt die Publikation auf, wie prägend das Abwesende für eben dieses neue Kunstverständnis ist. Es ist ein Drahtseilakt an der Grenze zum Nichts.
Canops. Möbel von Welt für Karl III. von Spanien (1759?1788). Hrsg.: Heinze, Daniela; Stiegel, Achim; Kunstgewerbemuseum – Staatliche Museen zu Berlin. 2023. 368 S. 339 sw. Abb., 193 fb. Abb. 29,5 x 24,2 cm. EUR 49,95. CHF 57,40 ISBN: 978-3-7319-1368-9 Michael Imhof
Das weitgehend unbekannte Werk des deutschstämmigen Ebenisten José Canops (geb. Joseph Cnops, 1733–1814) und seiner Madrider Hofwerkstatt zählt zu den Glanzleistungen der europäischen Möbelkunst.
Der Maler Mattia Gasparini entwickelte unter ihrer Mitarbeit für Karl III. einen fulminanten Rokokodekor: eine wahrhaft europäische Schöpfung, die sich aus italienischen Traditionen, dem Vorbild des Pariser Luxus sowie der Begeisterung für die exotischen Welten Asiens speist. In den Möbeln und Boiserien von José Canops vereinigt sich dies mit der Präzision deutschen Tischlerhandwerks und dem Reichtum der spanischen kolonialen Welt.
Ausgangspunkt von Ausstellung und Publikation ist die Erwerbung eines prachtvollen Schreibmöbels von José Canops für das Berliner Kunstgewerbemuseum. Mit aufwendigen Neuaufnahmen und zuvor nie gezeigten Leihgaben aus den spanischen königlichen Sammlungen in Madrid, dem Patrimonio Nacional, eröffnet sich dem deutschen wie internationalen Publikum ein bisher verborgener Kosmos.
Gemischtes Doppel – Die Molls und die Purrmanns. Zwei Künstlerpaare der Moderne. Hrsg.: Zieglgänsberger, Roman; Unter Mitarbeit von Billeter, Felix. 2023. 232 S. 179 fb. Abb. 26,5 x 22 cm. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-1354-2 Michael Imhof
Der Katalog stellt die beiden Künstlerpaare Moll und Purrmann erstmals in ihrer parallel verlaufenden künstlerischen Entwicklung vor. Marg und Oskar Moll sowie Hans und Mathilde Purrmann waren nicht nur zeitweise freundschaftlich eng verbunden und kurz nach der Jahrhundertwende Teil jener Bewegung, die dem deutschen Impressionismus zu mehr Expressivität verhalf, sondern gründeten 1908 in Paris zusammen mit weiteren Engagierten die hoch frequentierte Académie Matisse. Damit hatten sie größten Anteil daran, dass die Kunst ihres weltberühmten Lehrers und geschätzten Freundes Henri Matisse sehr bald auch in Deutschland rezipiert wur¬de und Eingang in zahlreiche Sammlungen fand.
Gartenhäuser im Rheinland. Ein Führer zu den Kleinarchitekturen in Parks und Gärten. Engelen, Petra; Hasekamp, Uta; Heckner, Ulrike; Notarius, Christina. Hrsg.: Dr. Andrea, Pufke; Landschaftsverband Rheinland. 2023. 320 S. 336 fb. Abb.84 sw. Abb. 24,2 x 16,7 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-1363-4 Michael Imhof
In den letzten Jahrzehnten hat das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland zahlreiche Gartenhäuser dokumentiert und in manchen Fällen ihre Restaurierung begleitet. In Renaissancehäuschen und barocken Pavillons, klassizistischen Rundtempeln und fremdländischen Architekturen, Gebäuden im bergischen Stil, des Historismus oder der Moderne spiegeln sich Architektur- und Gartenge¬schichte. Die meisten dieser kleinen Bauwerke werden heute noch genutzt, viele werden von ihren Besitzern liebevoll gepflegt oder mit großem Engagement restauriert. Andere aber sind durch Vernachlässigung und Vandalismus akut gefährdet.
Das vorliegende Buch würdigt die vielfältige Gattung kostbarer Kleinarchitekturen anhand von mehr als 90 Beispielen in kleineren und größeren Gärten in oder vor der Stadt, Klostergärten, weitläufigen Parks oder auch der freien Landschaft. Es lädt ein zu einer Rundreise mit wunderbaren Schauplätzen im Rheinland.
Wir im Geisaer Amt. Land, Leute, Lebensart. Hrsg.: Heimat- und Geschichtsverein ?Geisaer Amt? e. V. . Wir im Geisaer Amt (1). 2023. 272 S. 284 fb. Abb.6 sw. Abb. 30 x 24 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-1277-4 Michael Imhof
Der Heimat- und Geschichtsverein „Geisaer Amt“ e. V. legt den ersten von zwei Bänden als Porträt des Geisaer Amtes vor, das im Westen der thüringischen Rhön gelegen ist. Im Stil eines Lesebuches mit umfangreicher Bebilderung wird eine facettenreiche und reizvolle Region mit ihren Bewohnern und deren Leben dargestellt.
Enthalten sind neben Luftaufnahmen der Ortschaften auch Einblicke in das religiös geprägte Brauchtum und in lehrreiche und historische Zusammenhänge wie das alte regionale Gerichtswesen. Ebenso werden tragisch-grenzwertige Aspekte der jüngeren Zeitgeschichte betrachtet und heimat- und naturkundliche Besonderheiten erklärt.
Der zweite Band wird sich auf Beiträge konzentrieren, die die regionsspezifische Rhöner Küche ebenso in den Fokus nehmen wie das abwechslungsreiche Vereinsleben. Verschiedene Formen des Kunsthandwerks werden zusammen mit weiteren Arten künstlerisch-darstellenden und schriftstellerischen Wirkens vorgestellt. Neben diesen Themen bilden heitere Darstellungen und Inhalte, die zum Nachdenken anregen, in beiden Büchern einen thematisch „bunten Strauß“ über das Geisaer Amt.
Beide Bände sind eine lohnenswerte Lektüre für Einheimische, aber auch für Interessierte – je nachdem, ob man hier verwurzelt ist oder mehr über diesen Teil der Nordrhön erfahren möchte. Die Verfasser sind ausgewiesene Kenner ihres Bereiches und die überregionalen Gastautoren belegen die Bedeutung des Landstrichs in vielseitiger Hinsicht. Insgesamt wird ein besonderer Blick auf eine besondere Region gerichtet; das gilt im wörtlichen wie im übertragenen Sinne, da mit manchen Artikeln durchaus ein kleines Augenzwinkern verbunden ist.
Neumarkt-Kurier 2/2023. Rekonstruktion, Wiederaufbau und klassischer Städtebau [Dresden]. Hrsg.: Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden e. V. . Neumarkt-Kurier (2/2023). 2023. 32 S. 13 sw. Abb., 36 fb. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 5,00. CHF 5,80 ISBN: 978-3-7319-1389-4 Michael Imhof
Hotel Stadt Rom – Die Vollendung des Dresdner Neumarkts | Stefan Hertzig
Traugott Lebrecht Pochmann – Ein Dresdner Maler am Altmarkt und am Neumarkt | Harald Marx
Wie eine kleine Reise zur großen Erinnerung werden kann – Vereinsreise nach Zerbst (17./18. Juni 2023) | Carlo Rudolph
JUGHND – Eine neue Generation für Dresdens historische Mitte | Leon Furkert
Zum Tode von Architekt Michael Kaiser – Ein persönlicher Nachruf | Andreas Hummel u. a.
Die Sammlung Domnick. Ihr Bestand und ihre Bedeutung für die Moderne nach dem Zweiten Weltkrieg. Beuckers, Klaus Gereon; Hannig, Charlott. Hrsg.: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Hrsg.: Stiftung Domnick. 2023. 304 S. 391 fb. Abb.43 sw. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-1370-2 Michael Imhof
Die Sammlung abstrakter und ungegenständlicher Kunst, die das Ehepaar Ottomar und Greta Domnick in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg zusammengetragen, dann in den 1960er und 1970er Jahren ergänzt hat, gehört historisch zu den wichtigsten Impulsgebern einer Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst der zweiten Hälfte der 1940er Jahre in Deutschland. Als Kurator war Domnick zudem federführend am damals jungen Kunstaustausch zwischen Frankreich und Deutschland beteiligt, bevor er als Filmemacher sich zuerst um eine Kunstvermittlung, dann um künstlerische Filme bemühte und hier große Erfolge hatte.
Der vorliegende Band stellt erstmals die Sammlung vollständig zusammen und dokumentiert sie in durchgängig farbigen Fotografien. 16 Aufsätze ausgewiesener Autorinnen und Autoren stellen zudem die Rolle Domnicks für die Kunstdiskussion, sein Wirken als Filmemacher, seine für die Sammlung erbaute Wohn- und Museumsarchitektur sowie Sammlungsschwerpunkte vor, mit denen die Struktur und Bedeutung der Sammlung nachvollziehbar wird. So entsteht ein reich bebilderter Einblick in eine faszinierende, qualitätvolle Kunstsammlung aus der Frühzeit der Bundesrepublik Deutschland, die in ihrem eigens errichteten Bau und dem angrenzenden Park für Stahlplastiken bis heute nicht an Anziehungskraft verloren hat.
Mit Beiträgen von: Klaus Gereon Beuckers, Nick Böhnke, Bettina Brach, Hans-Edwin Friedrich, Charlott Hannig, Christine Korte-Beuckers, Günter Minas, Vera Romeu, Marie-Amélie zu Salm-Salm, Martin Schieder, Julie Sissia, Ilka Voermann, Raphaela Wegers und Beat Wyss.
Die Adelssitze der Familie von MĂĽnchhausen in der ehemaligen Grafschaft Schaumburg. Dornberger, Claudia. 2023. 472 S., 271 fb. Abb. 21 x 30 cm. Gb. EUR 49,95 ISBN: 978-3-7319-1335-1 Michael Imhof
Studien zu einer frĂĽhneuzeitlichen Bauaufgabe im mittleren Weserraum.
Die bauhistorische Untersuchung behandelt sechs Landadelssitze in der ehemaligen Grafschaft Schaumburg, die alle im Laufe des 16. Jahrhunderts von Mitgliedern der Weißen Linie der Familie von Münchhausen erbaut oder übernommen wurden und kunsthistorisch zur sogenannten Weserrenaissance gehören. Es sind dies die Münchhausensitze in Apelern, (Hessisch) Oldendorf, Lauenau-Schwedesdorf und Remeringhausen sowie der damalige Amtssitz Burg Lauenau und als Exkurs der Hammersteinhof in Apelern mit einer seltenen renaissancezeitlichen Innenausstattung. Die Betrachtung der herrschaftlichen Wohnbauten bezieht neben der umfassenden Baudokumentation in Fotos und verformungsgetreu erstellten Aufmaßen in einem Inventarteil die historischen Quellen mit ein und lässt in sich wandelnder Raumstruktur und -ausstattung ein anschauliches Bild der zeitgenössischen Lebensbedingungen entstehen. Die Bauherren waren humanistisch gebildet und durch die Nutzung der günstigen historischen Umstände zu Reichtum und Selbstbewusstsein gelangt, das in der architektonischen Repräsentanz beispielhaft seinen Ausdruck fand: sowohl bodenständig verwurzelt als auch in der künstlerischen Ausdrucksform absolut auf der Höhe der Zeit.
Die Malerfamilie Tischbein. Geschichte eines Aufstiegs. von der Osten-Sacken, Caroline. 2023. 144 S. 80 fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 19,95. CHF 22,90 ISBN: 978-3-7319-1364-1 Michael Imhof
Es ist nicht nur der eine, der mit dem berühmten Goethe-Bild. Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751–1829), der in Rom den Dichterfürsten vor antiker Kulisse malte, war nur einer von vielen Künstlern und Künstlerinnen aus der Familie Tischbein. Mehrere seiner Onkel, Cousins und Cousinen sowie eine Tante waren ebenfalls im 18. und 19. Jahrhundert als Maler bzw. Malerinnen tätig.
Wie kam es, dass die Familie eines Bäckers und seiner Frau im hessischen Kloster Haina in drei Generationen mehr als zwei Dutzend namhafte Maler und Malerinnen hervorbringen konnte? Zählt man auch die Porzellanmaler und Architekten, Kupferstecher und Kunststickerinnen, Miniaturmaler und Zeichnerinnen mit, kommt man sogar auf 42. Sie zogen in die Welt hinaus und lebten und arbeiteten an zahlreichen Orten in Europa, von Arolsen und Kassel bis nach Eutin, Leipzig, Frankfurt und Berlin, außerdem in Rom, Neapel, Amsterdam, Paris und St. Petersburg.
In diesem Buch gibt die Kasseler Kunsthistorikerin Caroline von der Osten-Sacken erstmals einen umfassenden Ăśberblick ĂĽber die verschlungenen Biographien und das Schaffen der hessischen Malerdynastie.
William Turner. Leben und Werk. Imhof, Michael. 2023. 240 S. 237 fb. Abb. 30 x 24,5 cm. EUR 36,95. CHF 42,50 ISBN: 978-3-7319-1360-3 Michael Imhof
William Turner (1775–1851) gehört zu den berühmtesten und innovativsten Malern der Kunstgeschichte. Seine Bekanntheit verdankt er den lichtdurchfluteten Landschaftsbildern und Seestücken seiner späten Werkphase, die als Vorläufer des Impressionismus bezeichnet werden kann. Dabei war er nicht nur bezüglich der Farbgestaltung vorausschauend, sondern auch bezüglich seiner Themenwahl, der Auseinandersetzung mit neuen Verkehrsmitteln (wie der Lokomotive und des Dampfschiffs), dem Parlamentsbrand, dem Sklavenschiff und den Strandräubern.
Bevorzugt malte Turner jedoch malerische Landschaften und Städte, allem voran die Natur der Schweiz und Schottlands, die Kathedralen und Abteiruinen in England, Burgen an Rhein und Mosel sowie in Wales und das traumhafte Venedig.
Deutschsprachige Publikationen, die eine Übersicht zum Werk des englischen Malers liefern, sind selten. Der hier vorgelegte Band schließt eine Wissenslücke, da die hervorragenden Frühwerke, bei denen es sich um eindrucksvolle Ansichten gotischer Bauwerke – insbesondere Kathedralen – handelt, abgebildet und analysiert werden. Dem Kunsthistoriker Michael Imhof gelingt damit ein neuer Blick auf das Gesamtwerk von Turner. Zudem stellte er für das Buch die aus seiner Sicht qualitätvollsten Werke zusammen. Sie sind zweifelsohne von einem besonderen optischen Reiz. William Turner.
Bilder aus der Haft. Kunst ohne Freiheit? Hrsg.: Max Kunze im Auftrag der Winckelmann-Gesellschaft. 136 S., 100 fb. und 21 S/W-Abb. 21 Ă— 30 cm, Br. EUR 26,00 ISBN: 978-3-7319-1379-5 Michael Imhof
Die Kehrseite des von Winckelmann postulierten freien Ortes des Kunstschöpfens ist der Raum des völligen Freiheitsentzugs. Die Bilder der Ausstellung im Winckelmann-Museum dringen in diese bedrückende Welt ein und präsentieren 120 Werke von Menschen, die im Gefängnis leben. Neben Themen wie Freiheitsentzug, Sehnsucht nach Freiheit und Verzweiflung sind Bildelemente von der Antike inspiriert, oder es werden religiöse Motive und Vorlagen der großen Werke der Kunstgeschichte als Metapher aufgegriffen.
Dachwerke. Spitzenleistungen barockzeitlicher Bautechnik in der Schweiz. Berichte zur Bauforschung und Konstruktionsgeschichte (2). Schäfer, Jasmin. Hrsg.: Holzer, Stefan M. 2023. 464 S. 266 Abb., schematisch, 341 Abb. 30 x 24 cm. EUR 99,00. CHF 114,00 ISBN: 978-3-7319-1302-3 Michael Imhof
Die Schweizer Bau- und Zimmermeister der Frühen Neuzeit gelten mit ihren herausragenden Tragkonstruktionen als Pioniere des Holzbaus. Mit bemerkenswertem Können erschufen sie über Jahrhunderte elaborierte hölzerne Dachwerke großer Spannweite, von denen die meisten bis heute hervorragend erhalten sind. Sie gehören neben den gedeckten Holzbrücken zu den wertvollsten materiellen Zeugnissen, die das Zimmermannshandwerk in ganz Europa hervorgebracht hat. Der zweite Band der Reihe Berichte zur Bauforschung und Konstruktionsgeschichte liefert eine umfassende Darstellung über die Entwicklung weitgespannter barock-zeitlicher Dachwerke in der Deutschschweiz und setzt diese in einen übergeordneten Kontext. Der Fokus liegt insbesondere auf bautechnischen Innovationen im reformierten Kirchenbau, da die Realisierung weitgespannter, heller und vor allem stützenfreier Räume neue Lösungen für die Überdachung erforderte. Die Verknüpfung der Bauwerksanalyse mit der Spurensuche nach den verantwortlichen Meistern macht die Planungs- und Bauprozesse besonders erlebbar und bringt bisher im Verborgenen gelegene Meisterwerke ans Licht.
Dürer und die Männer. Eindeutig zweideutig. Bröker, Reinhard. 2023. 176 S. 169 fb. Abb., 24 Abb. 30 x 24 cm. EUR 32,95. CHF 37,90 ISBN: 978-3-7319-1122-7 Michael Imhof
Portrait Miniatures. Artists, Functions, Techniques and Collections. Hrsg.: Pappe, Bernd; Schmieglitz-Otten, Juliane. Englisch. 2023. 272 S. 5 Abb., 232 fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-1339-9 Michael Imhof
The specialist conferences on miniature portraits which the Tansey Miniatures Foundation has been organising these past ten years have enabled an in-depth examination of this particularly intimate genre of portrait painting.
In this third volume of conference proceedings, twenty-one internationally renowned experts from ten countries explore the miniature portrait from different perspectives, highlighting the private use of miniatures and contrasting it with their function in a more public context. Several authors provide new insights into important but hitherto little-known private and museum collections; others introduce specific artists. For the first time, this volume also addresses in significant depth specific technical aspects of creating and preserving portrait miniatures.
My Ullmann. 1905-1995. Bilder, Bühne, Kunst am Bau. Hrsg.: Stark, Barbara; Städtische Wessenberg-Galerie Konstanz; Hollein, Lilli; MAK ? Museum für angewandte Kunst, Wien. 2023. 160 S. 176 fb. Abb., 18 Abb. 28,5 x 21,5 cm. EUR 29,00. CHF 33,40 ISBN: 978-3-7319-1367-2 Michael Imhof
Maria Ullmann, die 1905 in Wien geboren wurde und 1995 in Konstanz starb, zählt zu den BegründerInnen des Kinetismus (griechisch kinesis = Bewegung), einer avantgardistischen Kunstrichtung, die sich um 1920 im Umfeld der Wiener Kunstgewerbeschule entwickelte und als eine zwischen Kubismus und Futurismus angesiedelte Sonderform des Konstruktivismus bezeichnet werden kann. Rhythmische Komposition und die Darstellung simultan ablaufender Bewegungsprozesse wurden in einer Komposition vereinigt. Ullmann, die seit 1921 an der Wiener Kunstgewerbeschule studierte und ebenso Aufsehen erregende wie wegweisende Werke des Kinetismus schuf, signierte ihre Arbeiten seit dieser Zeit mit My, der lateinischen Transkription des griechischen Buchstabens M, der für ihren Vornamen Maria steht. Zeitlebens sollten Rhythmus, Bewegung und Licht Ullmanns Schaffen grundlegend beeinflussen.
Nach dem Abschluss ihres Studiums arbeitete My Ullmann als Kunstgewerblerin, Werbegrafikerin sowie Bühnen- und Kostümbildnerin. Ihre von zahlreichen Ortswechseln bestimmte Karriere führte sie u. a. in die Schweiz, wo sie 1931 die Ausstattung der Geistlichen Spiele in Luzern verantwortete und für das Zürcher Schauspielhaus Bühnenbilder und Drucksachen schuf. Sie war als Werbegrafikerin tätig und unterrichtete an der Berliner Textil- und Modeschule. Zwischen 1934 und 1940 war sie als Bühnen- und Kostümbildnerin für Theater in Berlin, Leipzig, Münster, Dortmund und Gelsenkirchen tätig. Nach dem Zweiten Weltkrieg gestaltete Ullmann als Innenarchitektin u. a. den Crusaders Country Club der Royal Navy in Travemünde, entwarf Gobelins und ließ sich 1959 in Münster nieder, wo sie MY STUDIO eröffnete und sich auf künstlerische Raum- und Wandgestaltungen spezialisierte. Viele ihrer in den 1960er-Jahren als Kunst am Bau ausgeführten Werke, in denen sie an ihr kinetistisches Frühwerk anknüpfte, existieren heute nicht mehr. 1975 zog My Ullmann nach Konstanz, wo sie künstlerisch jedoch nie in Erscheinung trat und zwanzig Jahre später weitgehend vergessen starb. Jetzt wird das Oeuvre dieser vielseitig tätigen Künstlerin wiederentdeckt, die zeitlebens durch Selbstbewusste Eigenwilligkeit und einen unkonventionellen Lebensstil auffiel.
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http://www.kunstbuchanzeiger.de/de/datenbank/titel/v_939/
Stand: 10.12.2023 14:19 Uhr
© 2003 Verlag Langewiesche, Königstein im Taunus