KunstbuchAnzeiger - Kunst, Architektur, Fotografie, Design
 

Architektur

Bedeutsame Belanglosigkeiten – Kleine Dinge im Stadtraum.
In Paris werden um 1830 erstmals öffentliche Toiletten installiert. Und Paris bleibt Vorreiter in vielen dieser 22 Kapitel über Mikroarchitekturen wie Haltestellen, Objekte wie Abfallkörbe, Elemente wie Gullydeckel. Zwischen Bodenbelag und Stadtbeleuchtung angesiedelt, bestimmen sie noch heute den ... [weiter]
 
100 Jahre Architekturmoderne im Berliner Südwesten
Berlin begeht 2020 den 100. Jahrestag der Gründung von Groß-Berlin. Im April 1920 beschloss die Preußische Landesversammlung die Gründung der neuen Stadtgemeinde Groß-Berlin. Dazu wurden acht Städte, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke vereint – Berlin konnte bevölkerungs- und flächenmäßig zu New ... [weiter]
 
Technopolis – Urbane Kämpfe in der San Francisco Bay
Die merkwürdigen Verquickungen unserer sichtbaren Lebensrealität mit unsichtbaren Datenströmen: darum geht es in dem vorliegenden Sammelband, der am Beispiel von San Francisco gesellschaftliche Veränderungen analysiert, die uns alle betreffen. 15 Aufsätze beschreiben unterschiedliche Aspekte einer ... [weiter]
 
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Neuerscheinungen

Zwei Brüder – zwei Lebenswege. Mit unveröffentlichten Aquarellen und Zeichnungen der Taut-Brüder!. Hörner, Unda. Die Architekten Bruno und Max Taut. Deutsch. 2020. 216 S. 48 Abb., davon 8 farbig. EUR 14,90. ISBN: 978-3-7861-7505-6 Gebr. Mann Verlag
In der Doppelbiografie kommen die Tauts als Brüder, Eltern und Ehemänner zu Wort. In Briefen, Tagebüchern und Zeitzeugenberichten, Zeichnungen und Fotos aus dem Familienalbum werden zwei Künstlerpersönlichkeiten lebendig – und mit ihnen die Schicksale ihrer Frauen und Kinder.
Die beiden talentierten Brüder machten in Berlin als Architektenkollegen Karriere: Bruno (1880–1938) wird bekannt als Planer großer Wohnsiedlungen, Max (1884–1967) macht sich einen Namen als Architekt der Gewerkschaften. Unda Hörner erzählt ihre eng verbundenen Lebenswege als Familiengeschichte vor dem Hintergrund von Kaiserreich, Weimarer Republik, Nationalsozialismus und Nachkriegszeit. Neben großen Erfolgen hatten Begabung und Charaktere auch dramatische Auswirkungen im Privaten. Die Brüder heirateten Schwestern, Töchter des Wirtes der Choriner Klosterschänke, doch nur eine der beiden Ehen hielt. Bruno, der 1933 ins Exil ging und 1938 in Istanbul starb, war der Visionäre, der in avantgardistischen und intellektuellen Kreisen verkehrte. Sein Sohn Heinrich führte einen lebenslangen inneren Kampf gegen den genialischen Papa und den berühmten Onkel. Der bodenständigere, weniger mitteilsame Max blieb in Berlin, wo er sich leidlich über Wasser hielt und das gemeinsame Büro weiterführte. Er war es, der nach 1945 das gemeinsame Erbe antrat, als Professor an der Hochschule für bildende Künste und Architekt des Wiederaufbaus.
E-Book basiert auf Print-Ausgabe von 2012.
Architektur und Diplomatie. Bauten und Projekte des Auswärtigen Amts 1870 bis 2020. Düwel, Jörn; Meuser, Philipp. Deutsch. 2020. 368 S. 23,0 x 21,0 cm. EUR 28,00. ISBN: 978-3-86922-517-3
Bauhaus – Shanghai – Stalinallee – Ha-Neu. Der Lebensweg des Architekten Richard Paulick 1903-1979. Gegenstand und Raum, Neue Folge (1). Hrsg.: Flierl, Thomas. Deutsch. 2020. 264 S. teils fb. Abb. 28,0 x 22,0 cm. EUR 30,00. ISBN: 978-3-86732-371-0 Lukas
Erst mit der Moderne tritt der immanente Widerspruch von Avantgarde und Tradition zutage. Der Lebensweg des Architekten Richard Paulick (1903–1979) folgte einer der Sinuskurven des 20. Jahrhunderts: zwischen dem Bauhaus auf dem einen Pol hin zum Bauen in nationalen Traditionen an der Stalinallee als entgegengesetztem Pol und zurück zur erneuten Hinwendung zur Moderne im industriellen Bauwesen der DDR. Diese Schwingung hatte eine Periodendauer von etwa dreißig Jahren.
Das Bauhaus-Jubiläum bot den Anlass, erstmals in Form einer Ausstellung und auf der Grundlage neuerer Forschungen die Arbeitsbiographie Paulicks zusammenhängend nachzuzeichnen. Genauer als bisher können nun seine Lebensstationen am und im Umfeld des Bauhaus, seine Emigration nach China 1933 bis 1949 und seine Zeit in der DDR dargestellt werden.
Der von Thomas Flierl herausgegebene Band dokumentiert die Ausstellung im Rahmen der Triennale der Moderne 2019 und umfasst ergänzende Essays von Andreas Butter, Gabi Dolff-Bonekämper, Simone Hain, Ulrich Hartung, Eduard Kögel, Hou Li, Natascha Paulick, Tanja Scheffler, Oliver Sukrow und Wolfgang Thöner.
Die Kapelle im Bischof Leiprecht Zentrum [Stuttgart]. Setzer, Alf. Deutsch. 2020. 20 S. 21,0 x 29,5 cm. EUR 5,00. ISBN: 978-3-9821731-1-5
Childcare Facilities. Construction and Design Manual. Meuser, Natascha. Hrsg.: Meuser, Natascha; Beitr.: Behnert, Anja; Diskowski, Detlef; Männel, Andrea; Suhrweier, Danilo. Englisch. 2020. 384 S. 28,0 x 22,5 cm. EUR 78,00. ISBN: 978-3-86922-731-3
Straw Bale Construction Manual. Design and Technology of a Sustainable Architecture. Minke, Gernot; Krick, Benjamin. Englisch. 2020. 160 S. 190 Abb., 100 fb. Abb. EUR 44,95. ISBN: 978-3-0356-1875-4
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Stand: 10.07.2020 01:36 Uhr
© 2003 Verlag Langewiesche, Königstein im Taunus