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Antike und Spätantike

 
 
The Temple of the Weather God of Aleppo. Kohlmeyer, Kay. Kai-Browne, Arie. Arabisch; Englisch. 2020. 128 S. fb. Abb. 29,7 x 21,0 cm. EUR 24,00. ISBN: 978-3-86887-048-0
Ancient Magic. Then and Now. Hrsg.: Mastrocinque, Attilio; Sanzo, Joseph E.; Scapini, Marianna. Englisch. 2020. 451 S. 53 Abb. 24,0 x 17,0 cm. EUR 82,00. ISBN: 978-3-515-12796-7
Untersuchungen zur Architektur, Funktion und Bedeutung neuassyrischer Befestigungsanlagen. Schriften zur Vorderasiatischen Archäologie (17). Sollee, Alexander E. »Bergesgleich baute ich hoch«. Deutsch. 2020. 286 S. Abb. 24,0 x 17,0 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-39020-0 Harrassowitz Verlag
Das Neuassyrische Reich (ca. 934–612 v.Chr.) prägte die politische Geographie im Vorderen Orient wie kein anderer Staat während der ersten Hälfte des 1. Jahrtausends v.Chr. Ihre mit der politischen Dominanz einhergehende Macht stellten die assyrischen Herrscher durch die Errichtung großartiger Bauwerke in den Städten ihres Kernlandes im heutigen Nord-Irak zur Schau. Dazu gehörten neben Palästen und Tempeln auch beeindruckende Wehranlagen wie die über 15 m breite und 20 m hohe Stadtmauer von Ninive im heutigen Mosul. Warum wurden jedoch die Residenzen im assyrischen Kernland mit so mächtigen Befestigungsanlagen ausgestattet, wenn doch feindliche Invasionen zur Zeit ihrer Errichtung keine reelle Gefahr darstellten?
Alexander E. Sollee widmet sich in seiner Studie diesem auf den ersten Blick widersprüchlichen Umstand und untersucht, inwiefern sich Erklärungsmodelle aus der assyrischen Kultur sowie der damit verbundenen Herrschaftsideologie ableiten lassen. Die detaillierte Analyse archäologischer, schriftlicher und kunsthistorischer Quellen, ergänzt um Daten, die durch den Einsatz von Methoden der Fernerkundung gewonnen werden, zeigt nicht nur Grundzüge und funktionale Aspekte der neuassyrischen Wehrarchitektur auf. Es wird auch deutlich, wie die Befestigungsanlagen dazu beitrugen, die Rolle des Königs in der assyrischen Kosmologie zu festigen und eine assyrische Identität zu schaffen.
Agency – Memory – Community: der Kranz in Festszenen auf attischer Keramik. Eine bildwissenschaftliche Analyse unter Berücksichtigung phänomenologischer Prämissen. Tempel, Lioba. Deutsch. 2020. 273 S. 24 meist fb. Abb., . 22,0 x 15,5 cm. EUR 26,80. ISBN: 978-3-943423-77-8
Wertvolle Kopien. Gipsabgüsse altorientalischer Denkmäler in Deutschland. Supplement. Rehm, Ellen. Deutsch. 2020. 91 S. 24,0 x 17,0 cm. EUR 20,00. ISBN: 978-3-96327-126-7
Römische Lampen der Sammlung K. Wilhelm. Münchner Beiträge zur Provinzialrömischen Archäologie; Ergänzungsbände (2). Abspacher, Ines. Italische und nordafrikanische Lampen des 1. bis 5. Jahrhunderts. Deutsch. 2020. 192 S. 30 Tafeln, 215 Abb., 75 fb. Abb. 24,0 x 17,0 cm. EUR 34,00. ISBN: 978-3-95490-412-9 L, Reichert
Die vorgelegten Lampen sind Bestandteil einer Sammlung römischer Feinkeramik von K. Wilhelm, deren Schwerpunkt auf nordafrikanischer Sigillata des späten 2. bis 6. Jahrhunderts liegt, die bereits 2019 als Band 8 der MBPA veröffentlicht wurde. Elf Bildlampen wurden in Italien produziert, 41 Lampen und drei Lampenmodel wurden in Nordafrika hergestellt. Sie bieten einen Überblick über Formen- und Dekorspektrum der zum Teil in großen Stückzahlen gefertigten und weiträumig verhandelten Beleuchtungskörper. Bei den früh- und mittelkaiserzeitlichen Exemplaren aus Italien handelt es sich um typische Beispiele für diese Bildlampen. Sie sind teilweise von großer künstlerischer Qualität; ihre Spiegel zieren Motive, die mit ihrer lichtspendenden Funktion in Verbindung stehen, aber auch verschiedene mythologische Szenen. Die nordafrikanischen, nicht-rottonigen Lampen des 2. und 3. Jahrhunderts sind gleichfalls als typische Exemplare anzusprechen; herausragend ist eine Volutenlampe, deren Spiegel mit einer Risalitvilla und einem zweirädrigen Wagen verziert ist. Bislang gibt es kaum konkrete Hinweise, in welchen Töpfereien in Tunesien diese Lampen gefertigt wurden. Aus solchen stammen auch drei singuläre Oberteile von Gipsmatrizen, die zur Lampenherstellung verwendet wurden. Der größte Teil der nordafrikanischen Lampen ist rottonig und rot engobiert, darunter zwei figurale Kopflampen. Große Bedeutung kommt zwölf in Zentraltunesien hergestellten rottonigen, rot engobierten (Sigillata-)Lampen zu, die zu den seltenen Vertretern der frühen Produktionsphase dieser Gattung während des 3. und der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts gehören. Sie zeigen den Variantenreichtum sowohl in der Form als auch im Dekor während einer frühen Experimentierphase in der Produktion dieser Lampen, die letztlich zu den „klassischen“ spätantiken Formen mit teilweise christlichen Spiegel- und Schulterdekormotiven führten. So wurden teilweise ältere, nicht-rottonige Lampen zum Vorbild genommen, abgeformt und abgewandelt; teilweise entwickelte man aber auch neue Formen bzw. Form- und Dekorelemente. Zur Verzierung der Spiegel verwendeten die Töpfer vom 3. bis frühen 5. Jahrhundert oftmals von der applikenverzierten Sigillatagefäßkeramik abgeformte Dekormotive. Dies zeigt bereits die Verbindungen zu den diese reliefverzierte Sigillata produzierenden Werkstätten in Zentraltunesien. Eine Bestätigung hierfür liefern die Röntgenfluoreszenzanalysen ausgewählter Lampen der Sammlung. Demnach stammt der Großteil der frühen Exemplare aus Henchir el Guellal bei Djilma, dem offensichtlich in der Frühphase der rottonigen Lampen wichtigsten Produktionszentrum in Zentraltunesien, einzelne Stücke wurden jedoch in Sidi Marzouk Tounsi hergestellt.
Das Jenseits im Mythos der Hellenen. Untersuchungen über antiken Jenseitsglauben. Radermacher, Ludwig. Deutsch. 2020. 152 S. . EUR 109,95. ISBN: 978-3-11-159237-4
Die Minoischen Villen Kretas. Ein Vergleich spätbronzezeitlicher Fund- und Siedlungsplätze. Adlung, Sebastian. Deutsch. 2020. 297 S. 24 Abb., 20 fb. Abb. 22,0 x 15,5 cm. EUR 28,80. ISBN: 978-3-943423-78-5
Vorfertigung, Standardisierung und Massenproduktion marmorner Bauteile in der römischen Kaiserzeit. Philippika (121). Toma, Natalia. Marmor – Maße – Monumente. Deutsch. 2020. 568 S. 79 Tafeln. 29,7 x 21,0 cm. Gb. EUR 148,00. ISBN: 978-3-447-11009-9 Harrassowitz Verlag
Marmor ist das Baumaterial, das die Wahrnehmung antiker Architektur und des Aussehens antiker Städte maßgeblich prägt. Die augusteische Ausgestaltung Roms mit Marmor (Sueton, Augustus-Vita 28) markiert den Anfang des Phänomens der Monumentalisierung römischer Städte, die vornehmlich in der Errichtung monumentaler Marmorarchitektur(en) zum Ausdruck kommt und deren Ausmaß sich mit dem in der Kaiserzeit florierenden Handel mit marmornem Material erklären lässt.
Natalia Toma legt eine systematische Untersuchung des kaiserzeitlichen Marmorhandels vor und erforscht seine Auswirkungen auf das römische Bauwesen und das Erscheinungsbild römischer Städte. Ihre Studie erfasst Formen, Maße und Herkunft marmornen Baumaterials aus 22 Abbaugebieten, aus 58 Schiffswracks sowie aus den Marmorlagern Roms. Im Zentrum der Beurteilung des vorgefertigten Baumaterials stehen die einzelnen Bauteile einer Säule, die mit denjenigen der Säulenarchitekturen in der Baetica, in Tripolitania, Moesia Inferior und Karien/Südionien verglichen werden. Auf diese Weise wird das Zustandekommen der ‚Massenarchitektur‘ aus vorgefertigten und standardisierten Bauteilen, die ihrerseits zu einer Vereinheitlichung des Erscheinungsbildes römischer Städte geführt hat, analysiert. Ergänzt wird die Studie um ein archäometrisches Kapitel, in dem naturwissenschaftliche Methoden zur Marmorherkunftsbestimmung Anwendung finden.
Umbau-, Umnutzungs- und Umwertungsprozesse in der antiken Architektur. Diskussionen zur Archäologischen Bauforschung (13). Hrsg.: Piesker, Katja; Wulf-Rheidt (+), Ulrike. Umgebaut. Deutsch. 2020. 448 S. zahlreiche fb. , sw. Abb. . EUR 86,00. ISBN: 978-3-7954-3578-3 Schnell & Steiner
Umbauten, Umnutzungen und Umwertungen bestehender Bauten prägten auch die antike Baukultur. In baulichen Veränderungen wie An-, Um- und Einbauten, aber auch in Restaurierungen, Wiederaufbauten und Translozierungen sowie in der Wiederverwendung von Baugliedern und Baumaterialien spiegeln und spiegelten sich politische, ökonomische, gesellschaftliche und kulturelle Transformationsprozesse.
Publikation einer Tagung des Architekturreferats des Deutschen Archäologischen Instituts im Februar 2018 in Berlin. Untersuchung von Umbauten an Fallbeispielen aus dem gesamten antiken Mittelmeerraum
Geschichte auf Scherben. Das Leben in der östlichen Wüste Ägyptens in römischer Zeit. Hrsg.: Reinard, Patrick. Deutsch. 2020. 244 S. 2 Landkarten. 22,0 x 13,5 cm. EUR 20,00. ISBN: 978-3-940598-47-9
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