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Denkmalpflege

Vom Krematorium zum Kulturquartier
Dieses Buch ist als Katalog zu einer Ausstellung im „silent green“ Kulturquartier konzipiert und dokumentiert in herausragender Weise die Umnutzung eines ehemaligen Krematoriums in Berlin-Wedding. Das trotz des seit 2013 andauernden Umbaus schon vielfältig genutzte Kulturquartier spiegelt auf ... [weiter]
 
Handbuch Denkmalschutz und Denkmalpflege
Obwohl es ausreichend Literatur und Beratungskapazitäten der Landesdenkmalämter gibt, herrscht besonders bei Eigentümern privater Denkmale ein breites Unwissen über ihre Rechte und Pflichten zum Erhalt dieser historischen Kulturgüter zum Wohle der Menschheit. Zugegebenermaßen verschlingt es häufig ... [weiter]
 
Leben in Berliner Baudenkmalen
Dieses Buch bietet einen Einblick in das Innere von 80 Berliner Baudenkmalen, oft werden auch die Nutzer abgebildet. Es kommt so dem Interesse Vieler entgegen, schließt eine Buchlücke, denn lediglich an den Tagen des Offenen Denkmals sind in einigen wenigen dieser Objekte solch seltene Einblicke ... [weiter]
 
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Neuerscheinungen

Erinnerungsimplantate – Der (Wieder-)Aufbau der Schlösser in Posen und Berlin im interdisziplinären Vergleich. Hrsg.: Gortych, Dominika; Hinterkeuser, Guido; Skoczylas, Lukasz. 2017. 193 S. 21 x 15 cm. EUR 44,95. CHF 49,00 ISBN: 978-3-631-72556-6
Der Dirigent, der nicht mitspielte. Leo Borchard 1899–1945. Sträßner, Matthias. 2017. 529 S. 95 Abb. 24 x 16 cm. EUR 20,00. CHF 22,00 ISBN: 978-3-86732-693-3 Lukas
Am 26. Mai 1945 gibt Leo Borchard als frisch ernannter Chefdirigent des Berliner Philharmonischen Orchesters sein erstes Konzert im Berliner Titania-Palast. Es ist zugleich das allererste Konzert der Philharmoniker nach dem Zweiten Weltkrieg. Sowohl die russischen Besatzer als auch die später in Berlin eintreffenden Amerikaner und Briten huldigen dem sechsundvierzig Jahre alten Dirigenten. Ist in ihm vielleicht schon der Nachfolger Wilhelm Furtwänglers gefunden?
Aber schon das Konzert am 25. August dirigiert Borchard nicht mehr. Amerikanische Soldaten erschießen ihn zwei Tage zuvor, als er in dem Fahrzeug eines britischen Offiziers am heutigen Bundesplatz die Sektorengrenze passieren will. Die Kugeln treffen einen Dirigenten, der sich dem Dritten Reich standhaft verweigert hatte und mit der von ihm und seiner Lebensgefährtin Ruth Andreas-Friedrich gegründeten Widerstandsgruppe »Onkel Emil« vielen Verfolgten helfen konnte.
Matthias Sträßner widmet sich dem »Fall Borchard« aufgrund des unerwartet aufgetauchten Archivs der Schwester des Dirigenten, Margarita von Kudriavtzeff, nach fast zwanzig Jahren ein zweites Mal und deutlich erweitert: Die Geschichte von Leo Borchard ist nicht nur wegen ihres tragischen Endes spannend, sondern gerade auch wegen seines ungewöhnlichen Lebens. In seiner Biographie fokussieren sich die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg in Berlin und das Dritte Reich auf bemerkenswerte Weise. Und die hundert Tage des Chefdirigenten Borchard zeigen, dass die Nachkriegsgeschichte der Berliner Philharmoniker auch ganz anders hätte verlaufen können…
»Schießen Sie mich nieder!«. Käte Frieß’ Aufzeichungen über KZ und Zwangsarbeit von 1941 bis 1945. Hrsg.: Sandow, Christin. 2017. 234 S. 20 Abb. 24 x 16 cm. EUR 16,00. CHF 17,00 ISBN: 978-3-86732-692-6 Lukas
Im November 1941 wird die zwanzigjährige Jüdin Käte Frieß mit ihrem Mann Georg von Nürnberg nach Riga deportiert. Sie übersteht den Aufenthalt in verschiedenen Haftstätten in Lettland, bis man sie im Februar 1945 zurück nach Deutschland, nach Hamburg, »evakuiert«. Aus dem dortigen Polizeigefängnis Fuhlsbüttel treibt die SS die Häftlinge auf einem Fußmarsch in das »Arbeitserziehungslager Nordmark« bei Kiel. Dort endlich wird Käte Frieß Anfang Mai 1945 von den »Weißen Bussen« des Dänischen Roten Kreuzes befreit und nach Schweden gebracht.
Als sie im Sommer 1945 erfährt, dass ihr Mann in Bergen-Belsen umgekommen ist, fließen Trauer und Schmerz über diesen Verlust in ihren Erinnerungsbericht mit ein. Ihr überliefertes Zeugnis »Meinem Gori gewidmet« ist somit nicht allein eine Rekonstruktion der Lagererfahrungen, sondern auch und vor allem der Versuch, den gewaltsamen Tod eines geliebten Menschen zu bewältigen.
Dieses vielschichtige Dokument wird hier in einer behutsam bearbeiteten Fassung erstmals vollständig veröffentlicht. Die Herausgeberin ergänzt den Text um biografische Angaben zur Verfasserin und liefert eine historische Kontextualisierung. In einer kommunikativen Analyse unternimmt sie sodann den Versuch, die komplexe Verschränkung von Erfahrung, Erinnerung und Erzählung aufzubrechen.
Käte Frieß emigrierte im Herbst 1945 nach Kalifornien und starb dort 1997. Über ihre Vergangenheit und ihr Überleben unter nationalsozialistischer Herrschaft hat sie außer in ihrem Erinnerungsbericht nie wieder ausführlich gesprochen.
Otto Weidt. Anarchist und »Gerechter unter den Völkern«. Kain, Robert. 2017. 652 S. einige Abb. 24 x 16 cm. EUR 28,00. CHF 31,00 ISBN: 978-3-86732-694-0 Lukas
Der Kleinfabrikant Otto Weidt (1883–1947) betrieb zu Beginn der 1940er Jahre in der Rosenthaler Straße 39 in Berlin-Mitte eine als wehrwichtig eingestufte Besenmacherwerkstatt. Seine Belegschaft bestand überwiegend aus blinden und gehörlosen Juden, die er so vor Verfolgung und Deportation zu schützen versuchte. Für seinen Einsatz wurde er 1971 posthum als »Gerechter unter den Völkern« geehrt.
Weniger bekannt ist das frühere Leben Weidts: In der Kaiserzeit war er in der anarchistischen Arbeiterbewegung aktiv und wurde von der Politischen Polizei überwacht. Den Ideen und Idealen des Anarchismus blieb er aber auch später verbunden. Zeitlebens war er ein strikter Gegner von Militarismus, Nationalismus und staatlicher Bevormundung.
Robert Kain nähert sich zunächst dem Anarchisten Weidt und zeichnet ein detailliertes Bild der anarchistischen Bewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Anschließend untersucht er die Zeit zwischen dem Ersten Weltkrieg und der Eröffnung der »Blindenwerkstatt Otto Weidt«. Der Autor behandelt hier neben Weidts Militärdienst, Ehen und Scheidungen auch dessen Erblindung um 1924 und den daraus resultierenden Weg zum Bürstenmacher.
Die umfangreichsten Kapitel widmen sich natürlich detailliert dem aufopferungsvollen Einsatz von Otto Weidt für jüdische Mitmenschen und wie er sich dabei in einem weit verzweigten Hilfsnetzwerk für NS-Verfolgte bewegte.
Abschließend befasst sich die fundamentale Arbeit mit der Rolle der Blindenwerkstatt in der Nachkriegszeit, Otto Weidts Engagement für die Instandsetzung eines Alten- und Kinderheims der Jüdischen Gemeinde in Niederschönhausen und der Wahrnehmung und Würdigung seiner Person nach 1945. Ein biographischer Anhang gibt Auskunft über viele in der »Blindenwerkstatt Otto Weidt« einst Beschäftigten.
Dehio - Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler / Nordrhein-Westfalen II. Westfalen. Dehio, Georg / Dehio Vereinigung / LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen und dem Institut für vergleichende Städtegeschichte. 3. Auflage 2016. 1308 S., 18 x 12 cm. 96 Pläne und Grundrisse. Glossar und Karten. Gb. EUR 58,00 ISBN: 978-3-4220-3114-2
Brandschutz in historischen Bauten. Maßnahmen – Denkmalschutz – Beispiele. Kabat, Sylwester. 2017. 384 S. . 24 x 17 cm. Gb. EUR 69,00. ISBN: 978-3-86235-293-7
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