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18. Jahrhundert

 
 
Die Handschrift des Ordinarius L des Subkustos Johann Graff von 1730 als Edition mit Kommentar. Studien zur Bamberger Bistumsgeschichte (9). Kohlschein, Franz; Zeißner, Werner. Gottesdienst im Bamberger Dom zwischen Barock und Aufklärung. 2018. 688 S. 24 x 17 cm. EUR 79,00. CHF 91,00 ISBN: 978-3-7319-0299-7 Imhof
Zum Kulturerbe des Abendlandes gehören die Kathedralen. Warum und wozu sind sie erbaut worden? Im Fall des Bamberger Domes galt seit der Gründung des Domstiftes 1007 der Auftrag Kaiser Heinrichs II. an die Bamberger Kanoniker, das spätere Domkapitel, in der Eucharistie und Tagzeitenliturgie täglich das Gedächtnis Jesu Christi zu feiern. Der Ort dafür war die Kathedrale. Zur Durchführung dienten die Liturgiebücher. Den Umgang mit ihnen regelte der Liber Ordinarius, das Handbuch für den Ordo, die lokale Ordnung des Gottesdienstes. Die Handschrift „Vorschriften und übliche Zeremonien der kaiserlichen und dem Papst unmittelbaren Kirche von Bamberg …“ (Archiv des Erzbistums Bamberg, Rep I. Nr. 1313) ist die letzte Ausgabe des Liber Ordinarius vor der Auflösung des Domstiftes 1803. In dem vorliegenden Werk wird dieser ediert, übersetzt und kommentiert, wobei die Zusätze in der Handschrift einbezogen sind. So bearbeitet der erste Teil den Liber Ordinarius mit seinen liturgischen Angaben, der zweite Teil listet die Benefizien und Stipendien auf und der dritte Teil beschreibt Feiern im Dom für unterschiedliche Anlässe. Der Ordinarius verweist auf die Aufklärung. Gegen die Tendenz, Klöster und Stifte als nutzlos für das Allgemeinwohl abzuwerten, bemüht sich der Autor, Subkustos Graff (1682–1749), um den Gebrauch der Volkssprache, um Verständlichkeit der Riten sowie um die Förderung von Predigten, Andachten und deutschem Gemeindegesang. Der Ordinarius macht so eine sehr wertvolle Quelle für den Bamberger Dom wie für die Liturgiewissenschaft allgemein zugänglich.
"Rosetsu. Fantastische Abbwelten aus Japan [Nagasawa Rosetsu]. Trinh, Khanh; McKelway, Matthew. 2018. 296 S. 334 fb. Abb. 28 x 24 cm. EUR 49,00. CHF 66,00" ISBN: 978-3-7913-5725-6
Die Eremitage von Schloss Favorite Rastatt. Repräsentation und Rückzug. Hrsg.: Staatlichen Schlössern und Gären Baden-Württemberg. 2018. 264 S. 151 fb. Abb. 30 x 21 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-0661-2 Imhof
2018 feiert ein äußerlich schlichtes Bauwerk sein 300-jähriges Jubiläum: die Eremitage im Garten von Schloss Favorite bei Rastatt. In den Jahren 1717 und 1718 unter Markgräfin Sibylla Augusta von Baden-Baden erbaut, bildet sie mit ihrer kargen Ausstattung und mystischen Atmosphäre einen Gegenpol zum nahe gelegenen prunkvollen Schloss: Höfische Pracht und Lustbarkeiten standen dem privaten Rückzug und der Buße gegenüber. Mit ihrem „Heiligen Grab“ in der zentralen Magdalenenkapelle ist die Eremitage Bestandteil der von Sibylla Augusta in und um Rastatt geschaffenen heiligen Stätten.
Als Begleitpublikation zur Ausstellung „Repräsentation und Rückzug. Die Eremitage von Schloss Favorite Rastatt“ (21. Juli bis 21. Oktober 2018, Schloss Favorite Rastatt) enthält dieser Band neueste Forschungen zur Lage, Ausstattung und Bedeutung der Favoriter Eremitage im Vergleich zu anderen höfischen Einsiedeleien des 18. Jahrhunderts in Europa. Ein faszinierender, reichbebilderter Einblick in ein ungewöhnliches Gebäude im Schlossgarten von Favorite Rastatt.
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