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Verlag für moderne Kunst |
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Alter Zwirn heut schick ich was ab. Die schönsten Künstlerbriefe aus den Beständen des ZADIK. Hrsg.: Behn, Helga; Hrsg.: ZADIK. Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels e.V. 208 S. zahlr. Abb. 27 x 24 cm. Leinen. EUR 45,00. CHF 70,00 ISBN:
978-3-86984-137-3 Verlag für moderne Kunst
Mit poetischen Bettelbriefen, oft mit skurrilen Wortspielereien gespickt, wandte sich der Universalkünstler Diter Rot, der dieser Veröffentlichung ihren Titel gab, vornehmlich in der Mitte der sechziger Jahre an seinen Galeristen Rudolf Zwirner. Neben den Briefen Rots präsentiert der Band inhaltlich wie optisch originelle Autographen bildender Künstler von internationalem Rang – als frühestes Dokument eine anonyme Ansichtskarte von der Ausstellung »Entartete Kunst« (1937) an den dänischen Maler Richard Mortensen. Von kleinen Zeichnungen als Vignetten (Max Ernst, Gerhard Richter) bis hin zur Gestaltung der Nachricht als veritables Kunstwerk (Nam June Paik, Jean Tinguely) reicht das Spektrum des künstlerischen Einfallsreichtums. Geschichten über Kunst, Ausstellungen, Freundschaften und traurige Notsituationen (Richard Oelze) werden ebenso brieflich formuliert wie die Freude über einen neuen Bildauftrag (Gerhard Richter). Die umfangreichste Autographensammlung des ZADIK bilden mit weit über 300 Stücken die Schriften
von Max Ernst an die Galerien Michael Hertz (Bremen) und Der Spiegel (Köln), aus denen hier nur die schönsten und kuriosesten gezeigt werden. Die Briefe an Michael Hertz begleiten den Weg zur Drucklegungvon Ernsts Meisterwerk »Das Schnabelpaar«, die Briefe von Ernst und seiner Frau Dorothea Tanning an Hein und Eva Stünke von der Galerie Der Spiegel behandeln die Scheidung des Künstlers von seiner zweiten Frau Marie-Berthe Aurenche und beleuchten die wachsende freundschaftliche Verbundenheit zwischen den Ehepaaren. |
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Baumgärtel, Bettina; Groos, Ulrike; Jansen, Gregor; Lind, Maria; Malsch, Friedemann; Ortwig, Jari; Roelstraete, Dieter; Schulz, Christoph B. Matts Leiderstam. Seen from Here. Hrsg.: Kunsthalle Düsseldorf. Dtsch; Engl. 184 S. zahlr., meist ganzseitige Abb. 26,5 x 20,5 cm. Leinen. EUR 34,00. CHF 47,00 ISBN:
978-3-86984-029-1 Verlag für moderne Kunst
Das Interesse des schwedischen Installationskünstler Matts Leiderstam (*1956 in Göteborg) gilt den Genres der historischen Kunstgeschichte, hier insbesondere der Porträt- und Landschaftsmalerei des 18./19. Jahrhunderts. Nach intensiven kunst- und kulturhistorischen Recherchen löst er Gemälde und Grafiken aus ihren ursprünglichen Sammlungsund
Präsentationskontexten und positioniert sie innerhalb institutioneller Ausstellungen neu. Mit Hilfe von einfachen optischen Instrumenten (Farbfiltern, Lupen, Spektiven etc.), Diaprojektionen, Computeranimationen und eigenen Reproduktionen nach Originalen eignet sich der Künstler das Material an und ermöglicht dem Betrachter alternative Sichtweisen auf vermeintlich traditionelle Bildmotive und -kompositionen. Beiläufige Details und subtile Codes, die durch konditionierte Betrachtungs- und Interpretationsmuster normalerweise kaum mehr wahrgenommen werden, geraten so ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Seine installativen Arbeiten, die häufig den Charakter von Archiven oder historischen Gemäldesammlungen haben, konzipiert Leiderstam meist ortsspezifisch.
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Rahn, Kathleen; Leykauf, Alexandra; Michaud, Francois. Alexandra Leykauf. Chateau de Bagatelle. Deutsch ; Englisch ; Französisch. 192 S. 21 x 18 cm, Br. EUR 24,00 CHF 40.00 ISBN:
978-3-86984-040-6 Verlag für moderne Kunst
Alexandra Leykauf (geb. 1976) arbeitet
mit Fotografien, Fotokopien und Film.
Inhaltlich und formal beschäftigen sich
Leykaufs Bilder und Installationen mit
der Perspektive, Täuschung und Illusion.
Gefundene Fotografien, wie z. B. von
ausgebrannten Theater- und Kinoräumen,
werden aus dem ursprünglichen Zusam-
menhang gerissen, bearbeitet und mani-
puliert und stellen damit den eindeutigen
»Wahrheitscharakter« eines Bildes infrage. Leykauf repräsentiert bereits Repräsentiertes und schafft illusionistische, selbstreferenzielle Kunst, die mannigfaltige Lesarten zur Diskussion stellt. Sie selbst sieht die Gesamtheit ihrer Bilder als »Kaleidoskop, die einzelnen Facetten stehen gleichwertig nebeneinander und finden immer neue Anknüpfungspunkte«. |
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Genzmer, Synne; Steinweg, Marcus. Marcellvs L. VideoRhizome. Hrsg.: Kunsthalle Wien; Hrsg.: Genzmer, Synne; Hrsg.: Matt, Gerald; Vorwort von Matt, Gerald. 100 S. doppelseitig. 27,0 x 20,0 cm. Pb. EUR 20,00. CHF 35,00 ISBN:
978-3-86984-036-9 Verlag für moderne Kunst
Die experimentellen Filme des Video- und Soundkünstlers Marcellvs L. bestechen durch die Schönheit ihrer Sujets und die Feinsinnigkeit ihrer Darstellung, und mitunter auch durch den spektakulären Charakter ihrer Installation: »Overground« gehörte 2008 in Basel zu den herausragenden Präsentationen auf der Art Unlimited.
Das anlässlich der Ausstellung »VideoRhizome« in der Kunsthalle Wien erschienene Künstlerbuch stellt die 2002 begonnene Serie »VideoRhizome« vor. Sie umfasst bisher 27 Filme. Es sind Aufnahmen von einfachen Motiven und scheinbar unbedeutenden Ereignissen, ästhetisierte Begegnungen mit der Welt, die zwischen Abstraktion und Figuration, Vehemenz und Flüchtigkeit, Kontemplation und Chaos changieren.
Benannt nach einem Begriff aus dem postmodernen Klassiker »Tausend Plateaus «von Gilles Deleuze und Félix Guattari, geht es in »VideoRhizome« um die offenen heterogenen Strukturen der Wirklichkeitserfahrung im Gegensatz zu orthodoxen Exklusionssystemen. Dabei wird das Bild weniger als Illustration rhizomatischen Denkens entworfen und konzipiert, vielmehr ist das Projekt als Ganzes nach einer zufallsgesteuerten Produktions- und Distributionsstrategie angelegt, die philosophische Begrifflichkeit an alltägliche Lebensrealität anzuschließen versucht. Jede Arbeit wird mit den Zahlen eines Würfelwurfs betitelt und dann an in der Nähe des Künstlers wohnende unbekannte Personen verschickt, deren Kontaktdaten (Telefonnummer, Hausnummer etc.) eine Verbindung mit der gewürfelten Ziffernkombination aufweisen. Der subtile Einsatz von Ton und der Verzicht auf Schnitt wirken als Entschleuniger des Zeitempfindens. Zentrales Stilmittel von Marcellvs L. ist die Plansequenz, mit der Vorgänge, zufällig bemerkte Szenen oder Naturphänomene, die meistens ganz spontan aufgenommen werden, in der Detailliertheit der Erscheinung ihres Bewegungsablaufes festgehalten werden, um daraus eine originäre Bildsprache zu generieren.
In diesem Sinne entfalten die Filme von Marcellvs L. eine sublime audiovisuelle Poesie des Schöpferischen jenseits der Gesellschaft des Spektakels.
Das Künstlerbuch funktioniert als eine Art Daumenkino und transportiert durch die sensible Anordnung der Videostills die Anmutung der bewegten Bilder. Die Bilder korrespondieren mit einem philosophischen Text von Marcus Steinweg, der die Frage »Was ist Kunst?« stellt. Dem Buch beigelegt ist ein Booklet zur Ausstellung im projectspace der Kunsthalle Wien mit einem kuratorischen Text von Synne Genzmer und einem Interview von Gerald Matt und Katarzyna Uszynsnk mit Marcellvs L.
Marcellvs L., geboren 1980 in Belo Horizonte, Brasilien, lebt und arbeitet in Berlin.
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Tabor, Jürgen. Klaus Mosettig. Nature morte. Hrsg.: Dünser, Hans; Hrsg.: Kunstraum Dornbirn. 60 S. zahlr. Abb. 30,0 x 21,0 cm. Br. EUR 18. CHF 32,00 ISBN:
978-3-86984-028-4 Verlag für moderne Kunst
Klaus Mosettig zählt zu den bedeutendsten österreichischen
Künstlern der jüngeren Generation. In seinen zumeist überaus
zeitintensiven Arbeiten untersucht er verschiedene Ebenen der
Wahrnehmung, des Bildes und des Blicks. Dabei fokussiert er
jenen Moment, in dem die Wahrnehmung zu kippen droht und sich
die Differenz zwischen Realismus und Abstraktion aufzulösen
beginnt. Über mehrere Jahre verfolgte Mosettig beispielsweise
Apfelbaumzüchtungen, die er zeichnerisch exakt dokumentierte,
arbeitete an einer prozessualen Installation einer Ameisenkolonie
oder machte akribisch genaue »Staubbilder«–grossformatige
Zeichnungen von leer projizierten Lichtkegeln von Diaprojektoren,
in denen die instrumentelle Abhängigkeit des Bildes ebenso
sichtbar wird wie das Rauschen der »Natur«, das jegliche Form
kultureller Wahrnehmung und Konstruktion begleitet. |
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Thesing, Susanne. Paul Thesing. Maler und politischer Zeichner. Hrsg.: Institut für moderne Kunst Nürnberg. 240 S. zahlr. Abb. 30,0 x 24,0 cm. Gb. EUR 58,00. CHF 91,00 ISBN:
978-3-86984-022-2 Verlag für moderne Kunst
Paul Thesing (1882–1954) ist ein Maler und politischer Zeichner, den es für die klassische Moderne neu zu entdecken gilt. Die hier vorliegende erste umfassende Darstellung von Leben und Werk dieser ungewöhnlichen Doppelbegabung schließt eine kunsthistorische Lücke. Reich illustriert, enthält die Monografie ein Werkverzeichnis der Gemälde und präsentiert exemplarisch das graphische OEuvre.
Thesing gehörte 1909–1914 in Paris zum deutschen Künstlerkreis des Café du Dôme, fand in Frankreich und in Spanien zu einem expressiven Stil mit unverwechselbarer Handschrift und stieß nach dem Ersten Weltkrieg in Düsseldorf zur Künstlergruppe »Das Junge Rheinland«. Er wurde Mitglied und Präsident der Darmstädter Sezession und erhielt 1924 als einer der ersten den Georg-Büchner-Preis. In seinen bissigen Karikaturen verhöhnte Thesing schon früh die Nationalsozialisten. 1937 zählte er zu den als »entartet« gebrandmarkten Künstlern. Nach 1945 war Thesing am kulturellen Wiederaufbau Darmstadts maßgeblich beteiligt. Landschaft, Porträt und Stillleben sind die klassischen Themen des Malers. Als politischer Zeichner setzt sich Thesing für soziale Gerechtigkeit ein. Mit journalistischer Verve und satirischer Schärfe begleitet Thesing die deutsche Politi von der wilhelminischen Epoche über die Weimarer Republik durch die Diktatur bis hin zur Demokratie. |
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Günter Braunsberg, Andrea Dippel, Birgit Suk, Petra Weigle, Gerlinde Wendland, Harriet Zilch. Gerhard Wendland. Das druckgraphische Werk. Hrsg. Andrea Dippel, Matthias Strobel, Kunstvilla im KunstKulturQuartier. 256 S., Pb. Verlag für moderne Kunst, Nürnberg 2010. EUR 39,00 CHF 62,00 ISBN:
978-3-86984-044-4 Verlag für moderne Kunst
Mit der umfassenden Monografie würdigen wir Gerhard Wendland anlässlich seines 100.Geburtstags als eine vielseitige Künstlerpersönlichkeit, einen warmherzigen Lehrer und wichtigen Impulsgeber und tragen dazu bei, dass sein Kunstschaffen auch nachfolgenden Generationen in lebendiger Erinnerung bleibt.
Inzwischen gilt Wendland als ein »Klassiker der Moderne«, dessen gesamtes grafisches Schaffen nun nahezu 25 Jahre nach seinem Tod erstmalig in einem Werkverzeichnis vorgestellt wird. Von den Anfängen in der Manier des deutschen Expressionismus über den Anschluss an die zeitgenössische Moderne bis zum anthroposophisch beeinflussten Spätwerk erlebt man einen beeindruckenden Künstler. Begleitet werden die zahlreich abgebildeten Grafiken von Erinnerungen von Wendlands Schülern an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und von Aufsätzen, die neue Erkenntnisse zum Oeuvre und dessen Wirkung gewinnen.
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Casser, Anja; Franzen, Brigitte; Meta Bauer, Ute; Holert, Tom; Pethick, Emily; Wilson, Andrew; Ziegler, Philipp. Stephen Willats. Art Society Feedback. Hrsg.: Badischer Kunstverein; Casser, Anja; Ziegler, Philipp. Dtsch; Engl. 176 S. zahlr. Abb. 27 x 21 cm. Br. EUR 58,00. CHF 91,00 ISBN:
978-3-86984-124-3 Verlag für moderne Kunst
Die umfangreiche Publikation versteht sich als erste übergeordnete, retrospektive und bislang umfassendste Zusammenstellung von Arbeiten und Schriften Stephen Willats’!
Der erste Teil beinhaltet zahlreiche Werkabbildungen, u.a. bislang nicht veröffentlichte Arbeiten von Willats und Textbeiträge renommierter Autoren, die sich seit Jahren eingehend mit dem Künstler beschäftigen, darunter Ute Meta Bauer, Emily Pethik, Brigitte Franzen, Tom Holert und Andrew Wilson.
Der zweite Teil versammelt wichtige Schriften Stephen Willats’, die im Archiv des Künstlers gesichtet, erstmalig transkribiert und nun in Verbindung mit den dazugehörigen schwarz-weißen Abbildungen vorgestellt werden. Dieser Band eröffnet neue und bislang unveröffentlichte Einblicke in das textliche Oeuvre Stephen Willats’.
The publication can be seen as the first overriding, retrospective and until now comprehensive compilation of works and writings by Stephen Willats.
The first part contains numerous illustrations of works, including works not yet published by Willats and text contributions of renowned authors who have for years been closely involved with the artist, among others Ute Meta Bauer, Emily Pethik, Brigitte Franzen, Tom Holert und Andrew Wilson.
The second part collects important writings of Stephen Willats, which have been inspected in the archive of the artist, transcribed for the first time and now presented in combination with the accompanying black-and-white illustrations. This part opens up new and until now unpublished insights into the text works of Stephen Willats.
The first fully comprehensive overview of the work cycles and artist’s writings!
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Heyden, Thomas; Heinzelmann, Herbert. Hrsg.: Libesch, Roger. Roger Libesch. 50mal70. 128 S. 111 fb. Abb., 15,5 x 21 cm. Gb. EUR 19,90 ISBN:
978-3-86984-041-3 Verlag für moderne Kunst
Roger Libesch, geboren 1963 in Cooma, Australien, hat zwischen 1987 und 1993 an der Kunstakademie in Nürnberg studiert, lebt in Erlangen und arbeitet in Fürth. Er hatte u.a. Ausstellungen in der Kunsthalle Nürnberg, im Städtischen Kunstinstitut, Frankfurt, und in der Ausstellungshalle Kunstwerk, Köln. Libesch ist ein Geschichtenerzähler.Das Fernsehen, die Zeitungen, die Werbung und die Strasse sind seine Informanten. Es gelingt ihm, mannigfaltige Eindrücke in einem Bild unterzubringen. überzeichnete Perspektiven und fokussierende Blickwinkel prägen seine Bilder, die das dreidimensionale Sehen in die Fläche bannen. Auch in der Vermittlung seiner Kunst beschreitet Libesch neue Wege. Er übersetzt seine Bilder in Computersprache, scannt und animiert seine in konventioneller Weise gemalten Bildzyklen aus bis zu hundert Einzelstücken und macht dem User per Mausklick somit seinen Arbeitsprozess und die Entstehung seiner Bilder erfahrbar. Libesch entwirft eine Bilderwelt von surrealer Dynamik, persönlich, banal, bedrohlich, ironisch oder ernst. Die 100 im Buch gezeigten Arbeiten aus den Jahren 2005 bis 2010 verbindet eine Gemeinsamkeit: Alle sind sie 50 x 70 cm gross.
Roger Libesch, born in Cooma, Australia in 1963, and who studied at the academy of fine arts in nuremberg, lives in Erlangen and works in Fürth. He has had exhibitions in the Kunsthalle Nürnberg, in the Städelschen Kunstinstitut, frankfurt and in the Ausstellungshalle Kunstwerk, Cologne. Libesch is a storyteller. Television, newspapers, advertising and the street are his informants. He manages to gather many kinds of visual impressions into a picture. Overdrawn perspectives and angles of vision characterise his pictures,which commit three-dimensional vision to a surface.
Libesch also explores new ground while promoting his art.He converts his pictures into computer language, scans and animates his picture cycles, painted in a conventional manner, up to one hundred individual objects, making his work process and the creation of his images something that can be experienced by the user via a click of the mouse. Libesch designs an imageworld with surreal dynamics, personal, banal, threatening, ironic or serious. The 100 works shown in the book, from the years 2005 to 2010, all have one thing in common: they are all 50 x 70 cm in size.
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The Street as Studio. From Basquiat to Banksy. Von O Brien, Glenn /Buchhart, Dieter /Cortez, Diego /Hug, Catherine /Mießgang, Thomas /Walkner, Martin /Hrsg. v. Kunsthalle Wien /Hug, Catherine /Matt, Gerald /Mießgang, Thomas. Dtsch/engl. 2010. 200 S., zahlr. fb. Abb.. Pb EUR 30,00 ISBN:
978-3-86984-016-1 Verlag für moderne Kunst
Der Katalog zeigt eine Fülle an spannenden Arbeiten von Basquiat bis zur aktuellen Sprayer-Szene, deren gemeinsame Inspirationsquelle die Großstadt ist. Historisches Gravitationszentrum ist der US-amerikanische Maler Jean-Michel Basquiat, dessen Werke bis heute für eine große Gruppe von Künstlern wegweisende Referenzen darstellen. Der Gestus einer von Straße und Urbanität inspirierten Vitalität und eines Drives wird auf unterschiedlichste Weise in der Malerei, Fotografie und Videokunst neu interpretiert.
Das Layout des Katalogs transportiert die Ästhetik der Street Art ins Buchformat und übersetzt kongenial diese subversive Bildsprache der Popkultur. Das Phänomen der Street Art wird in den Werken der Künstler und in den Essays in seiner großen Bandbreite vermittelt: Street Art von ihrer politischen Dimension bis zum Ausdrucksmedium in einem von sozialer Ungerechtigkeit geprägten Überlebens- und Klassenkampf. »Reclam the Street!« steht für die zahlreichen Strategien urbaner Widerstandsbewegungen und ist programmatischer Ansatz der gezeigten Künstler von Basquiat und dessen Zeitgenossen bis hin zu deklarierten Street Art Künstlern.
The catalogue highlights the dynamic production of a contemporary generation of artists characterized by urbanity and mobility, for which the metropolis is both source of inspiration and medium of expression. The center of gravity and point of departure is the us painter Jean Michel Basquiat, whose works are—unconsciously or explicitly—reinterpreted as landmark reference points for the oscillating forms of painting, photography, and video art relating to street culture. The layout and printing of this catalogue likewise play with the subversive visual language of graffiti and street art. As a public platform, the street always contains a political dimension as well, ranging from the search for identity to the class struggle for social justice. To accompany the exhibition the catalogue presents alternative ways of shaping and dealing with public space, traces the line of tradition and introduces a new generation of contemporary artists. The slogan »Reclaim the street!« not only provides a common denominator for the numerous strategies of urban resistance movements, but may also be found as a programmatic approach in more recent positions like those of Rita Ackermann, Kader Attia, Ari Marcopoulos, Christian Eisenberger, and Séripop, as well as of declared street artists such as Brad Downey, Evan Roth, or Mark Jenkins who explore the visual appearance of their urban environs and have repeatedly criticized the invasion of the commercial escalating on a global scale and the surveillance of public space in their works.
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art&film. curated by_vienna. Hrsg.: ARGE curated by_vienna. Beitr.: Alexander Horwath, Thomas Dietrich-Trummer. Vorw. Christoph Thun-Hohenstein. 176 S., 110 fb. Abb, 44 sw. Abb., Dtsch/Engl. EUR 19,00
ISBN:
978-3-86984-102-1 Verlag für moderne Kunst
Wie steht es heute, nachdem lange Zeit hinweg Kunst und Film vielfältige Verschränkungen erfahren haben,um das Interesse bildender Künstlerinnen und Künstler am bewegten Bild und seinen Repräsentationen?Die Publikation gibt einen überblick über dieses komplexe Beziehungsgefüge und ermöglicht, sich umfassend mit dem Thema art&film auseinanderzusetzen. Institutionelle Rahmenbedingungen werden ebenso zur Diskussion gestellt wie ästhetische Raum-Zeit-Explorationen oder die Suche nach künstlerischen und gesellschaftlichen Spielräumen.
»curated by_vienna« ist ein Wiener Projekt zur Förderung einer systematischen Zusammenarbeit zwischen Galerien und Kuratorinnen und Kuratoren. Der inhaltliche Fokus von »curated by_ vienna 2010«, art&film, richtet sich auf künstlerische Arbeiten, die sich dem Film widmen. 20 internationale Künstlerinnen und Künstler, eingeladen von 20 Galerien, stellen eine Auswahl unterschiedlichster Positionen vor.
KURATOREN
Pawel Althamer,Martin Arnold, Julien Bismuth, Pierre Bismuth, Blue Noses Group,Josef Dabernig, VALIE EXPORT, Anna Jermolaewa,Marko Lulic, Ursula Mayer, Albert Oehlen, Tony Oursler, Fabrizio Plessi,Mathias Poledna, Stephan Reusse, Erik Schmidt,Walter Seidl, Nadim Vardag, Clemens von Wedemeyer, Amy Yoes
KÜNSTLER
Martin Arnold, Runa Islam,Owen Land, Lucas Ajemian, Mike Bouchet, Terry Fox, Alex Hubbard, Stuart Sherman, Misha Stroj, Lisa Williamson, Virginie Yassef
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Miroslaw Balka. Wir sehen dich. Hrsg.: Staatliche Kunsthalle Karlsruhe und Julian Heynen. Beitr.: Regine Heß, Julian Heynen, Holger Jacob-Friesen, Pia Müller-Tamm. 152 S., 54 fb. u. 5 sw. Abb. Dtsch/Engl.
ISBN:
978-3-86984-112-0 Verlag für moderne Kunst
Miroslaw Balka (*1958 in Warschau) gehört zu den Künstlern Osteuropas, die nach der politisch-gesellschaftlichen Wende von 1989 mit ihrem Werk international in Erscheinung traten. In seinen reduzierten Skulpturen und Installationen aus alltäglichen Materialien umkreist er grundlegende Themen menschlicher Existenz.
In der Kunsthalle Karlsruhe setzt sich Balka mit der Präsentation der wertvollen Bestände der Altdeutschen-Malerei-Sammlung auseinander. Der Parcours, den er in die Sammlungsräume baut, unterwirft den Besucher einerseits einem bestimmten Wegesystem, bietet ihm andererseits aber auch Stationen, an denen er umsteigen, aus- und einsteigen kann. Balka geht es konkret um das Betrachten von Kunst, konkreter um das Sehen von spätmittelalterlichen Meistern.
Wie nehmen wir, Betrachter aus dem 21. Jahrhundert, heute diese expressive Farbigkeit und die ungeschönte Leidensdarstellung wahr? Erkennen wir trotz des zeitlichen Abstands den Tod als ein überzeitliches Thema? Haben uns die Bilder noch heute etwas zu sagen und wie reagieren wir auf den künstlichen Trennungswall, den Balka uns vor die Augen gesetzt hat?
Ausstellung und Publikation stehen am Beginn einer von der neuen Direktorin Pia Müller-Tamm initiierten Programmreihe, in der Künstler von heute in Dialog mit traditioneller Kunst treten bzw. sich mit den Beständen der Sammlung beschäftigen und unser Verhältnis zur Tradition und unserem kulturellen Erbe analysieren.
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Keith Haring. 1978–1982. Hrsg.: Kunsthalle Wien, Gerald Matt; Contemporary Arts Center, Cincinnati, Raphaela Platow. Beitr.: Pedro Alonzo, Bill Arning, Synne Genzmer, Raphaela Platow. 268 Abb., zahlr. fb. Abb., Engl. EUR 35,00
ISBN:
978-3-86984-104-5 Verlag für moderne Kunst
Der Katalog zeigt den Beginn der Karriere von Keith Haring, der heute als Wegbereiter der Street Art und einer der einflussreichsten und populärsten Künstler der Welt gefeiert wird. Spannend und weitgehend unbekannt, sind es die frühen experimentellen Jahre von Keith Haring, die seine künstlerische Sprache und Philosophie maßgeblich prägten. Der
Katalog setzt bei Keith Harings Studien an der School of Visual Arts in New York an, einer Zeit,wo er nicht nur im Atelier, sondern auch auf den Straßen New Yorks arbeitete und sein ausschweifendes gesellschaftliches Leben zelebrierte. Der performative Charakter seiner Arbeit gibt den Tenor vor.
Der Schwerpunkt liegt auf Harings frühen Papierarbeiten und Videos, die Einblick in einen vielschichtigen künstlerischen Reifungsprozess geben. Beleuchtet wird die Entwicklung von Keith Harings visuellem Vokabular vor dem Hintergrund der Einflüsse von Jean Dubuffet, Pierre Alechinsky, Jackson Pollock und Henri Matisse bis zu William Burroughs sowie Dr. Seuss und Walt Disney; seine ikonografischen Erfindungen von rhythmisierten geometrischen All-Over-Formen bis hin zu comicinspirierten enigmatischen narrativen Darstellungen und humorvollen homoerotischen Bildtafeln. Keith Harings Rolle als unermüdlicher Motor von Gruppenausstellungen, Performances und anderen künstlerischen Initiativen ist ebenso Thema wie auch sein Interesse an interdisziplinären
ästhetischen Strategien der damaligen New Yorker Kunstszene. |
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Gottfried Honegger. Kunst als gesellschaftlicher Auftrag Gottfried Honegger. Art as a social responsibility. Adamer, Ingrid; Honegger, Gottfried. Hrsg.: Kunstraum Otten. 80 S. 24,5 x 22 cm. Gb. EUR 28,00. CHF 47,00 ISBN:
978-3-86984-026-0 Verlag für moderne Kunst
Nach dem ersten Band, der die Sammlung des Kunstraums Otten unter dem Schlagwort der "Russischen Avantgarde" vorgestellt hat, wird nun mit Gottfried Honegger eine zentrale künstlerische Einzelposition der Sammlung aus dem Bereich der gegenstandslosen Kunst herausgehoben. Die Publikation stellt den 1917 in Zürich geborenen Künstler vor, ausgehend von seinen frühen Arbeiten der 50er Jahre bis heute. Honegger gilt als ein wichtiger internationaler Vertreter der konstruktiv-konkreten Kunst. Sein Schaffen wurzelt in der russischen Avantgarde ebenso wie in der Abstraktion eines Mondrian. Honegger arbeitet in unterschiedlichsten Techniken und Disziplinen – Malerei, Skulptur, Relief, Collage und Grafik –, bleibt aber immer "gegenstandsfrei" und fordert das sich Hineindenken und Zeitnehmen der Betrachter, die er mit seinen Kompositionen aus Farbe, geometrischen Formen und Material konfrontiert. Gottfried Honegger versteht Kunst als gesellschaftliche Verpflichtung und beschäftigt sich mit ethischen Fragen. |
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Blumen für Kim Il Sung. Kunst und Architektur aus der Demokratischen Volksrepublik Korea. Hrsg.: Peter Noever. Beitr.: Han Chang Gyu, Frank Hoffmann, Peter Noever. Dtsch/Engl./ Koran. Zahlr. Abb. EUR 35,00
ISBN:
978-3-86984-107-6 Verlag für moderne Kunst
Die Ausstellung »Blumen für Kim Il Sung« ist eine Premiere! Zum ersten Mal ist eine Auswahl des zeitgenössischen Kunstschaffens der Demokratischen Volksrepublik Korea in Europa zu sehen.
Das MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst in Wien zeigt in enger Zusammenarbeit mit der Korean Art Gallery, Pyongyang, und der Paektusan Academy of Architecture, Pyongyang, Ölbilder, Tuschemalereien, Aquarelle, Plakate und Architekturproduktionen: Kunst, die vorher nie die eigenen Landesgrenzen verlassen hatte.
Der Katalog bietet mit zahlreichen farbigen Bildtafeln nachhaltigen Einblick in diese fremde Bildwelt, die durch die allumfassende Verehrung des 1994 verstorbenen »Ewigen Präsidenten« Kim Il Sung und seines derzeit regierenden Sohnes Kim Jong Il bestimmt wird und von der Juche-Ideologie, einer spezifischen Interpretation des Sozialismus, geprägt ist. Kim Il Sung passte die traditionelle Marxismus Leninismus-Lehre der koreanischen Situation an. Die so entstandene Juche-Ideologie legt den Historischen Materialismus als Voluntarismus aus und betont dabei die Eigenständigkeit in ideologischer, politischer, wirtschaftlicher und militärischer Hinsicht.
In Ausstellung und Katalog begegnen wir einem uns weitgehend fremden Kulturbetrieb, in dem Kunst eine soziale Funktion hat: Sie stellt keinen eigenen Wert dar, sondern ist dem revolutionären Prozess untergeordnet. Künstler nehmen eine Sonderstellung ein. Sie sollen in ihren Arbeiten die richtige Einstellung, Verhaltensweisen, Moral sowie Werte darstellen und vermitteln. Erziehung und Kultur sind im Falle der Demokratischen Volksrepublik Korea Schauplätze für die Revolutionierung des Individuums und für die Vermittlung des neuen Ethos.
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Herzog, Günter; Holtmann, Heinz; Jacobs van Renswou, Brigitte. Hrsg.: ZADIK, Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels e. V. Sediment. Am Anfang war das Informel. Sediment 18. 96 S. 119 Abb., 28 x 18,0 cm. Pb. EUR 20,00 ISBN:
978-3-86984-045-1 Verlag für moderne Kunst
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Bury, Claus; Claus Bury. Maßstabssprünge. Berg, Jörg van den; Maurer Zilioli, Ellen; Hrsg.: von Neues Museum – Staatl. Museum für Kunst und Design in Nürnberg; Interviewer Nollert, Angelika;Deutsch;Englisch; 278 S.; 24 x 17 cm; Gb.; EUR 28,00 ISBN:
978-3-86984-032-1 Verlag für moderne Kunst
Claus Bury, der durch seine großen architektonischen Skulpturen in Landschaften und städtischen Räumen bekannt geworden ist, wird in Nürnberg zum ersten Mal in allen Facetten seines künstlerischen Schaffens vorgestellt. Der Künstler hat anfänglich Schmuckstücke geschaffen, die sich durch ihre ungewohnten Materialien wie farbiges Acrylglas und farbige Metall-Legierungen auszeichnen und ihn zu einem Protagonisten der sich gerade formierenden internationalen
Autorenschmuck-Szene werden ließen.
Bereits in diesen frühen Arbeiten wie dann auch in seinen Metallreliefs wird sein Interesse für strukturale Systeme evident.
Seit Ende der 70er Jahre entwickelt der Künstler architektonische Skulpturen, die immer auf die besondere Situation der Umgebung bezogen und häufig begehbar sind. Auf diese Entwicklung von kleinen Schmuckstücken bis hin zu großen architektonischen Skulpturen bezieht sich der Titel Maßstabssprünge.
Die Ausstellung in Nürnberg und die begleitende monografische Publikation präsentieren erstmalig in größerem Umfang die frühen Schmuckstücke und Schmuckentwürfe ab den 60er Jahren und zeigen Architekturmodelle sowie die raumgreifende begehbare Skulptur »Gewächshaus für Gedanken«.
Claus Bury, who has become well-known for his large architectural sculptures in landscapes and urban spaces, will be presented in Nuremberg for the first time in all the facets of his artistic work. The artist initially made jewelry which stood out due to its unusual materials, such as colored acrylic glass and colorful metal alloys, and making him, despite his young age, a protagonist of the international art jewelry scene that was just becoming established.
In these early works, and later in his metal reliefs, his interest in structural systems is already evident. Since the end of the 70s the artist has been developing architectural sculptures which he always adapts to the particular situation of the surroundings, and which are also frequently walk-through. The title “Massstabssprünge” (Leaps in Scale) alludes to this trajectory from small pieces of jewelry to architectural sculptures.
The exhibition in Nuremberg and the accompanying monograph for the first time presents on a large scale the early jewelry works and designs of the artist since the 60s. In addition Claus Bury is showing architecture models, as well as the large scale walk-through sculpture »Gewächshaus für Gedanken« (Greenhouse for Thoughts), through which visitors can assume other |
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Everyday Ideologies. Standort Alltag. Hrsg.: Annegret Laabs und Uwe Gellner für das Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frau Magdeburg. 2010. Dtsch/Engl. 152 S., 141 fb. u. 2 sw. Abb. EUR 22,00 ISBN:
978-3-86984-034-5 Verlag für moderne Kunst
Entgegen einem Kunstmarkt, der Kunst zur Ware und diese zum Ziel rein wirtschaftlicher Verwertung macht, hat es immer auch Künstler gegeben, die den Standpunkt einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Alltäglichen vertreten haben. Ihre Idee verkörpert sich jedoch nicht autonom im Driften auf den Bahnen ästhetischer Trends, sondern in der zusätzlichen Ebene einer erkennbaren Durchdringung von Realität und Kunst. Im weitesten Sinne der Realität verpflichtet, die alltägliche Wahrnehmung verunsichernd und unter die Oberflächen der globalen Medienwirklichkeit dringend, suchen diese Strategien in persönlichen Erlebnissen und Gegebenheiten, Analysen und Reflexionen den Anschluss an unsere Alltagswelt.
Der Katalog umfasst ein breites Spektrum exemplarischer Positionen. Ausgehend von sehr unterschiedlichen Realitätskonstruktionen zum Thema Alltag spannt er einen Bogen von der Überhöhung des sinnlich wahrnehmbaren Alltags in den Gemälden Karin Kneffels bis zu den weltumspannende Themen visualisierenden Globen der Serie »Worldprocessor« (1988–2005) von Ingo Günther. Von den Live-Bildern aus der Privatsphäre in »Day part« (2008) von Chris Newman, bis hin zum Spiel mit der scheinbaren Verlässlichkeit und Wahrhaftigkeit der eigenen Beobachtung in den Skulpturen von Mai-Thu Perret oder Iris Kettner.
Immer werden energetische Fäden zwischen Kunst und Wirklichkeit aufgegriffen, die es dem Betrachter ermöglichen, die Grenze zwischen Alltäglichkeit und Absurdität, zwischen ungewohnten Zugängen zu Vertrautem und gewohnten Sehweisen auf Unbekanntes selbst zu erfahren.
Künstler: Persijn Broersen & Margit Lukács, Joachim Brohm, Amy Granat, Ingo Günther, Jörg Herold, Iris Kettner, Karin Kneffel, Douglas Kolk, Sigalit Landau, Juan Muñoz, Chris Newman, Heribert C. Ottersbach, Mai-Thu Perret, Judith Joy Ross, Sean Snyder, Robert Voit, Tobias Zielony |
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Franz Graf. HEUTE JETZT HABE DAS SCHON FAST VERGESSEN. Hrsg.: Hans-Peter Wipplinger, Kunsthalle Krems. 288 S., Künstlerbuch mit zahlreichen fb. Abb. EUR 29,90 ISBN:
978-3-86984-025-3 Verlag für moderne Kunst
Als medial vielseitig agierender Künstler verwendet Franz Graf Zeichnungen, Objekte, Installationen, Fotografien und neokonzeptuelle Malerei in seinen raumgreifenden Installationen. Zarte, virtuose Kompositionen aus Tusche und Grafit kombiniert er mit Fotografien, monochromen schwarzen Flächen, lyrischen Schriftbildern und düsteren, oft apokalyptisch wirkenden Bildwelten. Abstrakt geometrische Symbole kontrastiert Graf mit organischen Strukturen; präzise gesetzten Buchstaben stellt er atmosphärisch dichte Zeichnungen gegenüber. Einzelne bildnerische, als Fraktale entstandene Elemente werden dabei in das übergeordnete Ganze einer Rauminstallation eingebunden und auf komplexe Weise verwoben.
Die Grenzen zwischen Raum und Werk hebt der Künstler auf, indem er architektonische Gegebenheiten, räumliche Markierungen oder alltägliche Gebrauchsgegenstände und Codes integriert. Graf schafft eigene künstlerische Universen, in denen es um Reflexionen über existenzielle Befindlichkeiten geht. So kreist sein Schaffen thematisch um das menschliche Sein, um Erlebnisse und Empfindungen, die das Ringen des Menschen mit Einsamkeit, Verletzung, Entstehen und Vergehen darstellen. Anlässlich der Ausstellung in der Kunsthalle Krems erscheint eine retrospektiv angelegte Monografie mit Arbeiten der letzten 30 Jahre.
As an artist at home in an extremely wide variety of media, Franz Graf makes use of drawings, objects, installations, photographs and neo-conceptual painting in his large-scale installations. He combines tender, virtuous compositions of Indian ink and graphite with photographs, monochrome black expanses, lyrical typefaces and gloomy visual worlds, often seemingly apocalyptic. Graf contrasts abstract-geometric symbols with organic structures, juxtaposes precisely set letters with atmospherically dense drawings. Individual visual elements created as fractals are integrated into the overlying entity of a spatial installation and complexly woven in. The artist abolishes the borders between the room and the work by integrating architectural elements, spatial markings and everyday objects and codes. Graf creates his own artistic universes, which are not so much about a narration or a concrete statement, but rather reflections on existential orientations, to which something enigmatic is always attached. His creative work thus revolves around the subject of human existence and experiences and feelings representing the struggle of people with loneliness, hurt, coming into being and passing away. To mark this comprehensive solo exhibition in the Kunsthalle Krems, a monograph is being issued which is laid out as a retrospective and which presents an overview of the works created in the last 30 years. |
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Luzia Hürzeler. Aus dem Auge. Hrsg.: Kunstmuseum Solothurn. Dtsch/engl. 110 S., Gb. EUR 22,00 ISBN:
978-3-86984-037-6 Verlag für moderne Kunst
Die in Genf lebende Video-Künstlerin Luzia Hürzeler (*1976) hat verschiedentlich mit hervorragenden Arbeiten auf sich aufmerksam gemacht. Das Kunstmuseum ihrer Heimatstadt Solothurn widmet ihr nun die erste Einzelausstellung in einem Museum und ermöglicht damit die Entdeckung einer jungen Künstlerin, die nach Studien in Genf (Ecole Supérieure des Beaux-Arts) und London (Slade School of Fine Art) bereits über ein sehr eigenständiges Schaffen verfügt. Obwohl der Videofilm Luzia Hürzelers Hauptmedium bleibt, befasst sie sich mit dem Körper als Skulptur und interessiert sich für seine Wirkung zwischen (scheinbarer) Leblosigkeit und Lebendigkeit. Damit ermöglicht sie nicht nur eine kunstimmanente Betrachtung zu den unterschiedlichen Medien, sondern stellt zugleich existentielle Fragen. Besondere Beachtung schenkt sie den spezifischen Präsentationsformen ihrer Videos und findet dabei oft installative Lösungen.
Die Ausstellung erstreckt sich über drei Säle. Neben einer Auswahl der wichtigsten Arbeiten der letzten acht Jahre wird auch erstmals eine fünfteilige Werkgruppe präsentiert, die sie während ihrem zweijährigen Aufenthalt am Istituto Svizzero in Rom (2007–2009) geschaffen hat. Im Zentrum dieser neusten Werke steht der Videofilm Il nonno (2009/10): In eindringlichen Bildern wird darin die Begegnung zwischen einem ausgestopften und einem lebendigen Löwen gezeigt. Dabei geht es nicht nur um Schein und Sein, sondern um die Vergänglichkeit, wie sie sich am Nebeneinander der (Tier-) Generationen zeigt. Auch die weiteren Filme unterstreichen Hürzelers Interesse für den Körper als Skulptur. So wie der Präparator aus dem Körper des toten Löwen eine lebendig erscheinende Skulptur macht, zeigt sich umgekehrt der Strassenkünstler Marcelo in A sculpture has to remain still (2008/09) als lebendige Skulptur, indem er eine dynamische Bewegung im Laufe anhält und fast eine Stunde lang in ihr verharrt. Dialektisch zu den kaum sichtbaren Bewegungen Marcelos kann der Videofilm I always (2009) stehen, in dem ein illegaler Strassenhändler im geschützten Rahmen eines Innenhofs seine Fluchtbewegungen vor der Polizei nachstellt. Viele von Hürzelers Arbeiten sind von einem fast wissenschaftlichen Interesse motiviert, »hinter die Kulissen« zu sehen. Es ist daher bezeichnend, dass sie mit den Akteuren der erwähnten Filme auch Interviews geführt hat. Bei den vorerst dokumentarisch anmutenden Aufnahmen interessiert sich die Künstlerin ebenso sehr für die auffallende Gestik und für die Frage, wie »natürlich« man sich bei Filmaufnahmen überhaupt zeigen kann. Natürlichkeit und Künstlichkeit, Spiel und existentielle Not sind in dichter Weise miteinander verwoben. Die Thematik von Schein und Sein wird auch durch die Präsentation der Filme unterstrichen: Sie werden auf grosse hölzerne Bildwände projiziert, deren Gestalt an Potemkinsche Dörfer erinnert. Ebenso leitmotivisch ist die Beschäftigung mit der Zeit: Mit dem bewegten Medium ihrer auffallend langsamen Videos schafft sie gleichsam »Zeit-Skulpturen«. |
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