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hier und anderswo. OWL 2 . Hrs. Marta Herford gGmbH. Texte: Friederike Fast, Käthe Kruse, Roland Nachtigäller, Thomas Niemeyer, Veronik Radulovic. 104 S., 70 fb. u. 29 Abb., 7 x 24 cm, Br. EUR 20,00 ISBN: 978-3-86678-328-7 Kerber
"hier und anderswo" versammelt Künstlerinnen und Künstler mit ganz unterschiedlichem biografischem Bezug zur Region Ostwestfalen-Lippe. Das gemeinsame Thema ist das individuelle Lebensumfeld zwischen Heimatbezug und Aufbruch, Fremdsein und Heimkehr, dem notwendigen Unterwegssein und der Sehnsucht nach Ankunft. Zugleich werden Fragen nach den Orten des Denkens und Arbeitens, nach den Rahmenbedingungen für produktives Schaffen, nach den Potenzialen einer Region wie OWL aufgeworfen. Unter der Oberfläche sehr individueller Haltungen und Ausdrucksformen liefern die Energien des Aufbruchs, des Suchens, der Enttäuschung und Bereicherung und der Recherche nach den eigenen Wurzeln die Folie für die präsentierten künstlerischen Positionen, die zugleich weit über einen rein regionalen Kontext hinausweisen.
Künstler:
Carsten Benger, Dennis Feser, Dirk Dietrich Hennig, Käthe Kruse, Judith Michel, Michael Nowottny, Iris Rosemarie Selke, Tim Sürken / Tim Rehm, Nguyen Minh Thanh / Veronika Radulovic, Patrick Weh Weiland, Dagmar Weiss, Klaus Wittkamp
Susanne Pomrehn. Kollektive Formationen. Hrsg. Susanne Pomrehn. Text: Christine Heidemann. 112 S., 7 Ausklapptafeln, 78 fb. Abb., 14 sw. Abb., 16,5 x 22,5 cm Br., EUR 18,90 ISBN: 978-3-86678-324-9 Kerber
Susanne Pomrehn sammelt Papierabzüge von Fotografien aus persönlichen und öffentlichen Archiven, dem Internet oder fertigt sie zu eigenen Themen selbst an. In diese Bilder greift die Künstlerin massiv ein, verändert sie durch Schnitte, Verdrehungen, Faltungen und Klebungen wodurch überraschende Leerstellen, neue Konstellationen und Assoziationsmöglichkeiten sichtbar werden. So entstehen Fotoschnitt-Objekte und durch Verräumlichung der Fotosammlungen installative Skulpturen, die zwischen der Zweidimensionalität des fotografischen Bildes, der Dreidimensionalität der bearbeiteten Abzüge und der Anordnung im Raum oszillieren. In diesem vielschichtigen Spiel mit Modellen von Welt integriert ist Platz für Assoziation und Imagination. Biografie geboren in Schleswig-Holstein 1995 Meisterschülerprüfung des Studiums der Bildenden Kunst, Hochschule der Künste, Berlin 2005 Mitbegründerin der Gruppe ADAPTER 2005 Artist in Residence, Pilotprojekt Gropiusstadt, Berlin 2007 Stipendium Künstlerstätte Schloss Bleckede, Niedersachsen 2009 Arbeitsstipendium Künstlerhaus Lukas, gefördert vom Land Mecklenburg-Vorpommern lebt und arbeitet in Berlin und Köln
Weil, Uta von: Robert Rotar. Leben und Werk 1924-1999. Grundlagen seiner Bilder und Denkbilder. Hrsg. v. Skiebe, Ingrid. 2009. 544 S., zahlr. fb. Abb. 28 x 21,5 cm. Gb EUR 50,00 ISBN: 978-3-86678-304-1 Kerber
Das Motiv der Spirale bestimmte zeitlebens das so eigenständige wie unverwechselbare künstlerische Schaffen des Malers Robert Rotar. Als Sinnbild des Unendlichen, Uranfänglichen und Urewigen ist sie der Schlüssel zu dessen Werk, Weltsicht und Denken. Auch spielen naturwissenschaftliche und philosophische Grundlagen eine Rolle: jüdisch-kabbalistische, alchemistische und planetarische Chiffren, Tarot, Zahlenmystik, metaphysische, mystische und magische Ansätze sowie die „coincidentia oppositorum“ – die Vereinigung der Gegensätze, Tod und Leben, Tod und Eros, Tod und Wandlung.
In der vorliegenden Publikation werden erstmals grundlegend, umfassend und wissenschaftlich fundiert das Leben, Werk und die kunsttheoretische Konzeption – Denken, Bildwelt, philosophische und naturwissenschaftliche Impulse, Symbolik, Ikonografie – des Künstlers Rotar untersucht und dargestellt.
Biografie
1926 geboren in Berlin
1947–1949 Tischlerlehre, Tätigkeit als Tischler
1950–1953 Staatliche Kunstschule Bremen, Kölner
Werkkunstschule, Studium der Malerei und Möbel- und Innenraumgestaltung
1953–1973 Innenarchitekt und Manager in der Möbelbranche, daneben künstlerische Tätigkeit
ab 1973 freischaffender Maler und Fotograf, Freundschaften u. a. mit Georg Muche, Thomas Ring, James Lee Byars
1999 in Düsseldorf gestorben
Lohff, Sonja: Einblicke in die Sammlung Flügge (AT). Vorw. v. Mössinger, Ingrid /Hrsg. v. Ingrid Mössinger und Daniela Fröhlich, Kunstsammlungen Chemnitz. 2009. 180 S., zahlr. fb. Abb. 30 x 24 cm. Gb EUR 30,00 ISBN: 978-3-86678-310-2 Kerber
Die Sammlung Flügge porträtiert in einzigartiger Weise die Liebe eines Sammlerehepaars zur Kunst. Hinsichtlich der einzelnen Kunstgattungen, aber auch der Vielfalt und Verschiedenheit von Künstlern setzten die Sammler ihrer Leidenschaft keine Grenzen. Im Laufe der Jahre erwarben sie über 600 Werke vornehmlich westdeutscher Kunst der 80er und 90er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts.
Diese umfangreiche Sammlung wurde den Kunstsammlungen Chemnitz 2005 geschenkt und zeichnet sich vor allem durch grafische Werke, Gemälde, Plastiken und Fotografien namhafter deutscher Künstler aus. Auch Künstler aus Osteuropa, Spanien, Finnland und der Schweiz sind mit zahlreichen Werken vertreten. Einzelne Arbeiten von Künstlern der ehemaligen DDR runden das Sammlungsprofil ab.
Künstler u. a.: Holger Bunk, Ingrid Hartlieb, Bernhard Heisig, Petr Hrbek, Ion Isaila, Bertram Jesdinsky, Jürgen Klauke, Werner Knaupp, František Kyncl, Wolfgang Mattheuer, Thomas Ranft, Manfred Stumpf, Thomas Ruff, Hannsjörg Voth
Jochen Stenschke. Bilder im schwarzen Kasten. Von Kivelitz, Christoph /Meyer zu Riemsloh, Jutta /Pannewitz, Otto /Reifenscheid, Beate /Hrsg. v. Kokerei Zollverein, Essen. 2009. 96 S., zahlr. fb. Abb. 21 x 17 cm. Gb EUR 20,00 ISBN: 978-3-86678-307-2 Kerber
Der Künstler Jochen Stenschke reflektiert über die Möglichkeiten, Gedanken und Empfindungen mit malerischen Mitteln zur Anschauung zu bringen. Er verbindet unterschiedliche Bildtraditionen – von der Ornamentik des Islam bis hin zur abstrakten und konkreten Kunst der westlichen Moderne –, Gegensätze, die er auf gemeinsamen Wurzeln zurückzuführen sucht.
Organisch anmutende Form- und Farbschwingungen scheinen im Raum zu schweben und diesen rhythmisch zu strukturieren. Aus dynamischen Prozessen realisiert der Künstler einen ganzheitlichen Formen- und Gestaltkanon, der kulturelle Grenzen und Spannungsräume übergreift. Dabei entfalten Stenschkes „Bilder im schwarzen Kasten“ durch ihre Präsentation in einer ehemaligen Kohlen-Mischanlage eine besondere Wirkkraft, die dem Betrachter verborgene Strukturen und Details einer universellen Bildsprache erschließt. Biografie
1959 geboren in Marl
1980–1986 Studium der Malerei, Hochschule der Künste Berlin
1985–1990 Dozent für Freie Malerei, Europäische Kunstakademie, Trier
2000–2001 Lehrauftrag an der Hochschule der Künste Berlin
2001–2004 Gastdozentur an der Universität der Künste Berlin
2008 Professur für Bildende Kunst an der Fachhochschule Ottersberg
lebt und arbeitet in Berlin und Bielefeld
Norbert Tadeusz. Dunkle Begleiter. Schattenbilder 1965-2009. Bilder und Zeichnungen. Beitr. v. Hörisch, Jochen /Wyss, Beat /Hrsg. v. Wolfgang Gmyrek, Galerie Wolfgang Gmyrek, Düsseldorf. 2009. 100 S., 48 Abb. 30 x 24 cm. Gb EUR 30,0 ISBN: 978-3-86678-302-7 Kerber
Norbert Tadeusz gehört zu den wichtigsten Vertretern der figurativen Malerei in Deutschland nach 1945. In den 1960er Jahren erarbeitete er sich in deutlicher Opposition zu Gerhard Hoehme und Joseph Beuys an der Düsseldorfer Kunstakademie einen Neuansatz der figürlichen Malerei, der maßgeblichen Einfluss auf die „Neue Figuration“ der 1980er Jahre nahm. Der Schatten als eines der wichtigsten malerischen Themen in seinem Werk spielt beispielsweise bei den Akten, den Interieurs oder den „Cavalli“ und den typischen „Tadeuszszenen“ eine immer wiederkehrende Rolle. Der Katalog widmet sich drei werkübergreifenden Themenblöcken: dem Schlagschatten architektonischer Elemente, der die Figurenszenen grafisch strukturiert; den amorphen Schattenbildern von Figuren, die sich zu mythischen Wesen verbinden; und dem Schatten des Künstlers, der als Betrachter und Schöpfer im Bild ist.
Biografie
1940 in Dortmund geboren
1961-1965 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf
1981-1988 Professur an der Kunstakademie Düsseldorf
1988-1991 Professur an der Hochschule der Künste, Berlin
1991-2003 Professur für Monumentalbildnerei an der Hochschule der bildenden Künste, Braunschweig
lebt und arbeitet in Düsseldorf und Castelnuovo d’Elsa, Italien
Metzger, Rainer /Theweleit, Klaus: Clivia Vorrath. linea clivia. Mürner, Christian /Cordes, Gesche-M. /Vorrath, Clivia /Vorw. v. Ermacora, Beate /Mewes, Claus /Hrsg. v. Schweinitz, Liane von /Kluge, Gustav. 2009. 168 S., mit zahlr. fb. Abb. 28 x 21 cm. Gb EUR 35,0 ISBN: 978-3-86678-308-9 Kerber
Die Beschäftigung mit dem Werk Clivia Vorraths kommt einer Zeitreise gleich. Gleichwohl hat es Bestand und spricht uns nach wie vor in seiner Klarheit und Schönheit an.
Die zwischen ca. 1970 und 1982 entstanden Zeichnungen und Fotografien Vorraths stellen philosophische Fragen nach dem Leben, dem weiblichen Sein in der Welt, existentieller Gefährdung und thematisieren gleichsam das Verhältnis von Körper und Fläche, Linie und Körper, Licht, Farbe und Dunkelheit. Das Prinzip ihrer künstlerischen Aussage ist stets die äußerste Einfachheit der Mittel und immer wieder tauchen Frauenfiguren auf, die als Selbstporträts gelesen werden können.
Vor dem Hintergrund des persönlichen Schicksals der Künstlerin offenbart sich ein visuell sinnliches und nachdenklich stimmendes, berührendes Oeuvre, das erstmals in diesem Umfang gezeigt wird.
Biografie
1947 geboren in Essen
1967– 1972 Studium an der Hochschule der bildenden Künste, Hamburg
1973 beteiligt an der Gründung der Produzentengalerie Hamburg 1974–1976 Arbeit als Kunstpädagogin
1982 Arbeitsstipendium für bildende Kunst
1989 nach langer Krankheit gestorben
John Baldessari. BRICK BLDG, LG WINDOWS W/XLENT VIEWS, PARTIALLY FURNISHED, RENOWNED ARCHITECT. Hrsg.: Martin Hentschel. Texte: Martin Hentschel und John C. Welchman. Dtsch/ Engl. 136 S., 75 fb. u. 14 sw Abb., 29 × 22 cm, Gb. EUR 32,00 ISBN: 978-3-86678-306-5 Kerber
John Baldessari, Pionier der amerikanischen Konzeptkunst und einer der profiliertesten zeitgenössischen Künstler, installiert seine Werke in den letzten Jahren verstärkt auf konkrete Ausstellungsorte bezogen. So nahm er die Herausforderung einer solchen Installation für das Museum Haus Lange in Krefeld an und schuf nicht weniger als eine radikale Umstülpung der dortigen Architektur – ein Novum in Baldessaris Œuvre! Indem er die grundlegenden Elemente des Baus Mies van der Rohes konsequent ‚gegen den Strich bürstet‘, entsteht etwas frappierend Neues. Der Besucher wird in einen hybriden Verband von Bildern und architektonischen Versatzstücken hineinversetzt, in dem die Paradigmen modernen Bauens nachhaltig dekonstruiert werden. Sie verlieren im Sog des hintergründigen Humors seiner Intervention ihre Schwerkraft. So gesehen stellt Baldessaris Arbeit auch einen subversiven Beitrag zum Bauhaus-Jahr 2009 dar.
Biografie
1931 geboren in National City, Kalifornien
1970–1988 Lehrtätigkeit am California Institute of the Arts
1996–2007 Lehrtätigkeit an der University of California in Los Angeles
2009 Biennale von Venedig, Goldener Löwe für sein Lebenswerk lebt uns arbeitet in Santa Monica
Christiaan Bastiaans. Club Mama Gemütlich. Vorw. v. van Straaten, Evert /Beitr. v. Ondaatje, Michael /Hrsg. v. Kröller-Müller Museum, Otterlo, Niederlande. 2009. 208 S., zahlr. meist fb. Abb. 30 x 23 cm. Gb EUR 40,00 ISBN: 978-3-86678-287-7 Kerber
„Club Mama Gemütlich“ ist das titelgebende Hauptwerk dieses Kataloges des niederländischen Künstlers Christiaan Bastiaans, der bisher vor allem durch Installationen, Skulpturen, Zeichnungen, Collagen, Foto- und Videoarbeiten auffiel, die von seinen Reisen in die Konfliktgebiete dieser Welt inspiriert sind. Die singuläre Installation, die eigens für dieses Projekt konzipiert wurde, eine Mischung aus Militärhospital, Missionsstelle und Nachtclub, führt eine Zuflucht im Niemandsland einer Konfliktzone vor Augen, die ohne Namen bleibt. Ein gleichnamiger Film mit der Hauptfigur „La Vivre“, gespielt von Jeanne Moreau, ist wesentliches Element der Arbeit. Dieser wird anhand zahlreicher Filmstills sowie Ausschnitten aus dem Filmscript präsentiert, daneben werden wichtige Arbeiten Bastiaans’ aus den letzten Jahren gezeigt, miteinander in Beziehung gesetzt und durch Texte aus dem Tagebuch des Künstlers ergänzt.
Biografie
1951 geboren in Amsterdam
1971–1976 Studium an der Gerrit Rietveld Academy, Amsterdam
1976–1978 Studium an der Kyoto University of Art
1982 Studium am Pratt Graphic Centre, New York.
The Bauhaus at the Newsstand / Das Bauhaus am Kiosk. die neue linie 1929-1943. Beitr. v. Rössler, Patrick /Stiftung Weimarer Klassik /Bauhaus Archiv, Museum für Gestaltung, Berlin /Hrsg. v. Rössler, Patrick. 2009. 160 S., zahlr. meist fb. Abb. 34 x 24,5 cm. Pb EUR 29,95 ISBN: 978-3-86678-282-2 Kerber
Zwischen 1929 und 1943 erschien „die neue linie“ im Leipziger Beyer-Verlag. Als herausragende Lifestyle-Illustrierte ihrer Zeit, vordergründig nicht mehr als ein Unterhaltungsblatt, war ihr Konzept für die damalige Massenpresse fortschrittlich und wegweisend: Keine andere Publikation gestaltete so konsequent die Ideen der typografischen Avantgarde für ein Massenpublikum. Führende Grafikdesigner aus dem Bauhaus-Umfeld prägten das Erscheinungsbild der Illustrierten. Und trotz medialer Gleichschaltung blieb die Handschrift der ansonsten beim Regime verhassten Bauhaus-Moderne bis in die Kriegsjahre hinein von Repressalien der Machthaber weitgehend verschont.
Die vorliegende Publikation beleuchtet das wechselvolle Schicksal der Illustrierten „die neue linie“ in ihrer Epoche und erscheint als gekürzte, überarbeitete und nunmehr zweisprachige Neuauflage des Bestsellers aus dem Jahr 2007 und bildet einen weiteren wertvollen Beitrag zum Bauhausjahr 2009.
Petra Bopp: Fremde im Visier. Foto-Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg. Vorw. v. Frei, Norbert /Hoffmann, Detlef /Hrsg. v. Kerber Verlag. 2009. 160 S., zahlr. meist fb. Abb. 23 x 28 cm. Gb EUR 28,90 ISBN: 978-3-86678-294-5 Kerber
Siebzig Jahre nach Kriegsbeginn verhandelt die Generation der um 1945 Geborenen intensiver denn je die Nachlässe und Erinnerungen aus dem Zweiten Weltkrieg. Anhand von privaten Fotoalben von ehemaligen Wehrmachtsangehörigen werden die Blicke deutscher Soldaten auf fremde Menschen, Landschaften und Kulturdenkmale in den besetzten Ländern gezeigt. Nicht nur Motive und Bildästhetik spielen eine Rolle, sondern auch der Einfluss der Kriegspropaganda auf die Amateurfotografie der Soldaten. Hinter den scheinbar harmlosen Fotos des militärischen Alltags und den touristischen Blicken scheinen Unsicherheit, Angst, Gewalt und Zerstörung des Vernichtungskriegs auf.
Erstmalig in Deutschland thematisiert das Buch die Ästhetik der privaten Kriegsfotografie und zeigt das Reservoir an bislang unbekannten visuellen Splittern des Krieges in seiner Themenvielfalt. Es bietet Lesarten und Strukturen für ein tieferes Verständnis dieser Fotoarchive, die – oft heimlich – aufbewahrt, nun in ihrem Kontext betrachtet werden.
Metze, Gundula: Von Arkadien bis Atlanta. Photographien aus dem Nachlass von Frank Buchser (1828 -1890). Hrsg. v. Kunstmuseum Basel, Kupferstichkabinett. 2009. 144 S., zahlr. meist fb. Abb. 24 x 27 cm. Kerber Verlag, Bielefeld 2009. Gb EUR 35,00 ISBN: 978-3-86678-258-7 Kerber
Als Weltreisender mit Hang zum Abenteuer erlangte der Schweizer Künstler Frank Buchser Berühmtheit. Seine Gemälde und Skizzen bezeugen eindrucksvoll seine vielseitigen Interessen. Kaum bekannt ist, dass Buchser seine Auslandsaufenthalte auch rege zum Erwerb von Fotografien genutzt hat. Etwa 200 Aufnahmen gelangten 1896 in die Sammlung des Kupferstichkabinetts im Kunstmuseum Basel. Keineswegs erschöpft sich die Bedeutung des Konvoluts in der Frage nach dem Einfluss auf das Schaffen des Künstlers, denn unter den Abzügen finden sich bedeutende Meisterwerke der frühen Fotografie: von Ansichten der römischen Campagna über Bilder aus dem amerikanischen Sezessionskrieg bis hin zu Impressionen von der Küste Englands; ein kostbarer Besitz, der nun erstmals erschlossen und im Dialog mit Werken Buchsers der Öffentlichkeit präsentiert wird.
Biografie
1828 in Feldbrunnen (Schweiz) geboren
ab 1847 Studienaufenthalte in Paris und Rom Studium der Malerei an der Accademia di San Luca in Rom
1852–1853 Aufenthalt in Spanien
1865 Mitbegründer der „Gesellschaft Schweizerischer Maler und Bildhauer“
1866 und 1871 Aufenthalt in den USA
1890 in Feldbrunnen (Schweiz) gestorben
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„André Butzer“. Viele Tote im Heimatland: Fanta, Sprite, H-Milch, Micky und Donald! Gemälde 1999 – 2008. Hrsg.: Kunsthalle Nürnberg. Text: Max Henry, Gregor Jansen und Roberto Ohrt. Dtsch/Engl. 120 S., 36 fb. u. 18 sw Abb., 21 × 27 cm, Gb. EUR 29,80 ISBN: 978-3-86678-297-6 Kerber
André Butzer nennt seine Kunst selbst "Science-Fiction Expressionismus". In großformatigen Gemälden zitiert er Elemente des Comics, der Popkultur, vermischt triviale mit historischen Referenzen und wechselt fließend zwischen figürlichen Motiven und monochromer Abstraktion. Bezüge zu Asger Jorn und Edvard Munch findet man ebenso wie die Auseinandersetzung mit der ungegenständlichen Malerei Albert Oehlens. Abstrakte, bisweilen ornamentale Elemente vereinen sich mit gegenständlichen, fantasievollen, kindlich-grotesken Figurationen. Neuste Arbeiten entfernen sich wiederum davon hin zur Abstraktion. Zwar schwingen auch hier die Geschichten der frühen Werke mit – liegen wie eine unsichtbare Folie zugrunde – werden jedoch nicht länger figurativ dargestellt. Der vorliegende Katalog gibt eine konzentrierte Übersicht über die Werkentwicklung André Butzers der letzten zehn Jahre.
Biografie
1973 geboren in Stuttgart
1996 ─ 2000 Akademie Isotrop, Hamburg, Herausgeber des Magazins Isotrop
2001 Gründung des Institut für SDI-Traumforschung (mit Bjoern Dahlem), Berlin
Lebt und arbeitet in Rangsdorf bei Berlin
Das Bielefelder Gefühl. Hrsg.:Thomas Thiel, Bielefelder Kunstverein. Text: Volker Backes, Friederike Fast, Gottfried Jäger, Cynthia Krell, Jochen Rath, Jana Scheerer, Thomas Thiel.112 S., 41 fb. und 16 sw. Abb., Br., EUR 19,80 ISBN: 978-3-86678-298-3 Kerber
Im 80. Jubiläumsjahr unternimmt der Bielefelder Kunstverein eine Annäherung an seine Stadt. Weder als historische Bearbeitung der Kulturgeschichte, noch als Enzyklopädie der hiesigen Kunstszene angelegt, steht der künstlerische Blick als punktuelle Erforschung von Vergangenheit und Gegenwart im Focus.
Sowohl Künstler(innen), die sich erstmals mit Bielefeld beschäftigten wie auch andere, die stets eine wichtige Rolle in der Stadt spielten, versuchen mit ihren Beiträgen zur Identität Bielefelds einem Gefühl auf die Spur zu kommen. Dieses ist geprägt durch subjektive Sichtweise Einzelner, steht in Wechselwirkung mit dem komplexen Körper Stadt, Innen- und Außenblicken, direkten wie indirekten Bezügen. Die Dokumentation des Projekts regt nun zu weiterführenden Fragestellungen nach einem sozialen und kulturellen Gedächtnis im urbanen Kontext an, die letztlich auch auf andere Städte übertragbar sind.
Künstler u. a.
Artists Unlimited, Jörg Baier, Katinka Bock, Peter August Böckstiegel, Kilian Breier, Pierre Cordier, Alex Gerbaulet & Ines Meier, Hein Gravenhorst, Karl Martin Holzhäuser, Gottfried Jäger, Korpys & Löffler, Niklas Luhmann, Wolfgang Müller, Julika Rudelius, Carl Strüwe, Günther Uecker, Elmar Zimmermann
Elisabeth Erdmann-Macke. Begegnungen. Beitr. v. Erdmann-Macke, Elisabeth /Jochimsen, Maragarethe /Hrsg. v. Jochimsen, Maragarethe /Reinhardt, Hildegard /August Macke Haus Bonn. 2009. 352 S., zahlr. meist fb. Abb. 24 x 17 cm Gb EUR 34,80 ISBN: 978-3-86678-292-1 Kerber
Elisabeth Erdmann-Macke, in erster Ehe mit August Macke, nach dessen Tod mit dem Publizisten Lothar Erdmann verheiratet, verfasste in den 1970er Jahren persönliche Erinnerungen an Begegnungen mit Menschen, die für sie, aber auch für die damalige Gesellschaft und Kunstszene von Bedeutung waren. Ihre Schilderungen zeugen von großer Offenheit, Spontaneität, wacher, herzlicher Teilnahme am Leben anderer wie auch von Klugheit und bemerkenswerter Sicherheit im Urteil.
Die in diesem Band nun erstmals vollständig publizierten 111 Begegnungen bzw. Ausstellungsberichte von Elisabeth Erdmann-Macke zeichnen ein persönliches, lebendiges wie facettenreiches Bild eines kulturell und politisch ungemein bewegten Zeitgeschehens und eröffnen dem interessierten Leser wie auch der Kunstgeschichte ein reiches Spektrum bisher nicht bekannter Aspekte.
Begegnungen u. a. mit Robert und Sonia Delaunay, Franz und Maria Marc, Max Ernst, Paul und Lily Klee, Theodor Heuss, Louise Dumont und Gustav Lindemann, Paul Hindemith, Ludwig Justi, Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, Rudolf Eucken, Erich und Siddi Heckel, Herwarth Walden, Mary Wigman, Julius Bissier
Feininger im Harz. Hrsg. Björn Egging.Text: Björn Egging, Sebastian Ehlert. 128 S., 100 fb. und 15 sw Abb., 15 x 21 cm, Gb., EUR 25,00 ISBN: 978-3-86678-295-2 Kerber
In den Jahren 1917 und 1918 verbrachte der spätere Bauhausmeister Lyonel Feininger trotz eingeschränkter Reisemöglichkeiten den Sommer mit seiner Familie in Braunlage im Harz. Dort entstand eine Vielzahl von Landschaftszeichnungen, in denen Feininger seine durch den Kubismus angeregte künstlerische Ausdrucksweise weiterentwickelte, und die in diesem Umfang noch nie zu sehen war. Die Zeichnungen sind nicht nur künstlerisch gelungene Eindrücke von Feiningers Harzaufenthalt, sie stellen auch eine wichtige Etappe auf dem Weg zu den Holzschnitten und zur Klärung gestalterischer Fragen dar. In der Gegenüberstellung beider Techniken ermöglicht die Publikation einen aufschlussreichen Vergleich und präsentiert das einzigartige Harzkonvolut als einen wichtigen Beitrag im gestalterischen Klärungsprozess des Künstlers, der in den 1920er Jahren zu Feiningers charakteristischem Ausdruck führte.
Die Publikation erschien anlässlich der Ausstellung „Feininger im Harz“, 13. Juni 2009 bis 20. September 2009, Lyonel-Feininger-Galerie, Quedlinburg.
Anja Ganster. Entlang der Krümmung, Malerei 2000-2009. Beitr. v. Buckesfeld, Susanne /Dunst, Katharina /Lunn, Felicity /Weiss, Matthias /Hrsg. v. Ganster, Anja. 2009. 128 S., zahlr. meist fb. Abb. 28 x 24 cm. Gb EUR 30,00 ISBN: 978-3-86678-288-4 Kerber
Das zentrale Thema der Malerei von Anja Ganster ist das Licht. Dabei befasst sich die Künstlerin mit der uns umgebenden Umwelt und hinterfragt die Realität in ihrer alltäglichen Suche nach den Sensationen des Augenblicks. Ihre Malerei von meist menschenleeren Räumen zeigt eine in Schichten aufgelegte Modulation von Licht, Schatten und Farben, die sich zu einem atmosphärischen Momentbild verdichtet – und bisweilen in Bereiche der Gegenstandslosigkeit gelangt. Der reale Ort tritt zurück hinter die Malerei, die sich auflöst zugunsten einer Essenz, eines Klangs und dabei weit über den Augenblick hinausweist.
„Entlang der Krümmung“ spürt in vier thematischen Bereichen – die Substanz des Lichts, Transit-Räume, der Blick auf das Alltägliche, Landschaften – der Beziehung von Licht, Raum, Zeit und Realität nach – Fragen die Anja Ganster im Transfer von Bildern aus der Realität in Malerei immer wieder beschäftigen.
Biografie
1968 geboren in Mainz
1995 Diplom in Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Wiesbaden
2001 Diplom, Akademie für Bildende Kunst Mainz
2005 MFA Painting, Slade School of Fine Art, London
Angela Glajcar. Arbeiten in Papier und Kunststoff von 2007 2009. Beitr. v. Auer, Barbara /Hübl, Michael /Hrsg. v. Kunstverein Ludwigshafen /Kunstverein Hof /Galerie Grossetti Arte Contemporanea /Galerie B. Maurer /Galerie C. Wichtendahl. 2009. 96 S., zahlr. meist fb. Abb. 27 x 23 cm. Pb EUR 28,00 ISBN: 978-3-86678-284-6 Kerber
Die Künstlerin Angela Glajcar realisiert raumgreifende Skulpturen aus gerissenem Papier oder Kunststoff. Diese zeichnen sich vor allem durch ihr Wechselspiel von Leichtigkeit und Schwere, Flüchtigkeit und materieller Präsenz sowie Licht und Schatten aus. Die Arbeiten schweben mitunter frei im Raum oder bilden massive Blöcke, wirken vom Material her mal leicht und zart, zeigen aber immer eine starke skulpturale Präsenz. Streng geometrische Formen werden durch gerissene Kanten oder Öffnungen aufgebrochen. Es entstehen faszinierende Räume von vollkommener Harmonie und Ruhe.
Der vorliegende Katalog vereint Angela Glajcars Arbeiten aus den Jahren 2007 bis 2009, darunter ihre großen Papierinstallationen im Kunstverein Ludwigshafen, in Wiesbaden und Frankfurt am Main sowie die Ausstellungen in der romanischen Kirchenruine der Abbaye d´Alspach, Kaysersberg, und dem Kunstverein Siegen.
Biografie
1970 geboren in Mainz
1991–1998 Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
2004 Vordemberge-Gildewart-Stipendium
2005 Emy-Röder-Preis
2007–2008 Gastprofessur für Skulptur Uni Gießen
Gotische Skulptur in Sachsen. Führer durch die Ausstellung im Schloßbergmuseum. Hrsg.: Kunstsammlungen Chemnitz, Schloßbergmuseum und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Skulpturensammlung. Vorwort: Ingrid Mössinger, Martin Roth und Moritz Woelk.Text: Silke Tofahrn, Uwe Fiedler und Friedrich Staemmler. 96 S., 80 fb. Abb., 12 x 22 cm, Gb., EUR 15,00 ISBN: 978-3-86678-290-7 Kerber
Die größte Kollektion mittelalterlicher Skulpturen in Sachsen wird im Rahmen einer langfristigen Kooperation zwischen den Kunstsammlungen Chemnitz – Schloßbergmuseum und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ab dem 21. Juni 2009 der Öffentlichkeit präsentiert.
Die neue gemeinsame Ausstellung enthält die besten Stücke des Schloßbergmuseums aus Chemnitz und der Skulpturensammlung aus Dresden. Darunter sind unter anderem das berühmte Heilige Grab aus der Jakobikirche in Chemnitz und die beiden Madonnen des Meisters H. W. aus Waldkirchen. Die Vereinigung der beiden historischen Sammlungen ermöglicht in der eigens dafür geschaffenen Präsentation im Schloßbergmuseum einen einzigartigen Überblick über die in kostbaren Farben gefasste gotische Schnitzkunst Sachsens.
Anne Hoenig. Hard Boiled Painting. Hrsg. Rüdiger Lange. Text: Christian Malycha. 48 S., 18 fb. Abb, 21 x 26 cm, Gb. EUR 25,00 ISBN: 978-3-86678-296-9 Kerber
Es sind die Zwischentöne und das entschiedene Halbdunkel, welche Anne Hoenigs Bilder tragen. In verstörenden, abseitigen, lasziven wie sinnlichen Bildsituationen platziert sie meist einzelne Frauengestalten, deren Posen sich verborgen oder offensichtlich filmischen Vorbildern des "film noir" verdanken.
Hoenigs Präzision in Beobachtung und Modellierung, die bestechende Schärfe in Ding und Figur, Raum und Detail künden von einer abstrakt ornamentalen Auffassung, welche das Bildgeschehen schwer fasslich entrückt. Denn neben dem realistischen malerischen Ausdrucks bedient sie sich eines eindrücklichen Spannungsmoments, welches die Bilder vor allem ahnungsschwer stimmt. Offen bleibt, was geschehen ist oder noch geschehen könnte. Im Dazwischen der Erwartung eines Ereignisses und dessen Ausbleiben oder Verweigerung verharren ihre Bilder in rätselhafter Schwebe.
Biografie
geboren in Sonoma, Kalifornien
1976-1980 University of California at Berkeley, Stipendium
1983-1984 American Film Institute
1984-1986 Art Center College of Design, Pasadena, fine
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