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Vom privaten Bürger zu einem Prinzen

Filippo Strozzi hat einen Palast errichten lassen, der als vollendetes Beispiel eines Florentiner Renaissancepalastes ihm bleibenden Nachruhm sichern sollte. Außergewöhnlich sind seine Ausmaße ebenso wie seine städtebauliche Anordung mit drei voll ausgebildeten Fassaden. Er ist der am besten dokumentierte Palastbau des 15. Jahrhunderts. Eine sichere Quellenbasis und ein großes Baumodell - das erste für einen Privatbau in der Architekturgeschichte - erlauben eine umfassende Sicht auf diesen Bau. Von den Zeitgenossen wurde der Palast als "schön", "stolz" und "erhaben" beschrieben. In welchem Kontext diese Aussagen erfolgten, untersucht Alexander Markschies, Mitarbeiter am Kunsthistorischen Institut der RWTH Aachen, vor dem Hintergrund der Florentiner Architekturgeschichte im 15. Jahrhundert, Der Autor schildert ausführlich die Entstehungsgeschichte des Palazzo Strozzi, vom Bauplatz bis zum Baumodell, der Baugestalt und angedachter Funktionen des Palastes sowie den Einfluss der beteiligten Architekten, wobei offen bleiben muß, wieviel Anteil der Bauherr selbst an der Baugestalt ausübte. Auch die Motive Filippo Strozzis, ein solch ambitiöses Unternehmen zu beginnen, werden in diesem Band ausführlich dargelegt. Am Ende heißt es: Nach 1489 wurde Filippo Strozzi durch den großartigen Palast, um mit den Worten seines Sohnes zu sprechen, "vom privaten Bürger zu einem Prinzen".
Gabriele Klempert
Alexander Markschies: Gebaute Pracht. Der Palazzo Strozzi in Florenz (1489-1534) 11o S., zahlr. Abb. HC, 2000. EUR 15,30
ISBN 3-7930-9214-3
 
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