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Zur Interieurmalerei Jan Vermeers

Jan Vermeer ist mit seinen lnterieurszenen berühmt geworden. Es hat sich eine Legende gebildet, wonach seine Gemälde selbstgenügsame, vollendete Kunst zeigen. Zugleich wurde ihre stillebenhafte Wirkung hervorgehoben. Ziel dieser Studie ist es, Vermeer aus einer Rezeptionsgeschichte zu lösen, die ihn lange Zeit als äußerst verschlossene Künstlerfigur behandelte. Es werden Tätigkeitsbegriffe und Nähebewegungen präsentiert, die die Legende vom stillebenhaften Maler ins Wanken bringen. Exkurse in die Wahrnehmungs- und Raumtheorien des 17. Jahrhunderts schaffen kontextuelle Bezüge. Welche Vorstellungen von Raum und Sehen kannte das barocke Zeitalter? Abgesehen von der Einleitung widmet sich die Autorin in zwei Kapiteln den Räumen der Malerei Vermeers. Den leeren Räumen, wie den erfüllten Räumen. Dabei werden detailliert Fragen zur Dramaturgie der Zentralperspektive untersucht ebenso wie barocke Wahrnehmungstheorien erläutert und die Fragen nach den Frauen in Vermeers Kunst. Das Kapitel der erfüllten Räume behandelt das Innenleben einer Stadt, eines Haues und schließlich eines Zimmers sowie der darin stattfindenden Musikstunde und der Malkunst, bevor sich Karin Leonhard am Ende der Farbe Vermeers widmet.
vdr
Leonhard, Karin: Das gemalte Zimmer. Zur Interieurmalerei Jan Vermeers. 240 S., 47 Abb, Kt, Wilhelm Fink, München 2003. EUR 34,90
ISBN 3-7705-3876-5
 
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