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Die "Monumentalisierung" der Antike um 1700

Die Kultur der Antike ist in den beiden letzten Jahrzehnten vor 1700 und im folgenden ersten Jahrhundertviertel wie nie zuvor so eingehend in der Darstellung und voluminös im Format aufbereitet worden: Die Publikationen vervielfältigen sich nach ihrer Zahl und ihrem inhaltlichen Umfang. Darüber hinaus erhöhten sich die Menge und die Qualität der beigegebenen Abbildungen.
Das bisher nicht untersuchte und als „Monumentalisierung der Antike“ bezeichnete Phänomen charakterisiert die Bedeutung der antiquarischen Forschungen in den zeitgenössischen Wissenschaften und die Relevanz der griechisch-römischen Welt in der spätbarocken Öffentlichkeit. Es bereitete den Weg zur Generation J. J. Winckelmann, zur Aufklärung und zum Klassizismus auch bei einer betont optischen und damit ästhetischen Vermittlung der Antike vor. Eine zunehmende Hinwendung zur den Griechen war eingeschlossen.
An der gesamteuropäischen Erscheinung hatten archäologische Publikationen in Italien und Nachdrucke des älteren antiquarischen Schrifttums in Holland entscheidenden Anteil. Näher untersucht werden die Illustrationen der Nachdrucke und ein mit ihnen verbundener Künstlerkreis aus Amsterdam.


vdr
Wrede, Henning: Die "Monumentalisierung" der Antike um 1700. Hrsg. Kunze, Max. 57 S., 78 sw. Abb., 40 Taf. 26 x 20 cm. Kt. (Stendaler Winckelmann-Forschungen, Bd. 3) Winckelmann-Gesellschaft, Stendal 2004. EUR 24,00
ISBN 3-910060-58-7
 
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