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Matthias Grünewald - eine Ausstellungstrilogie

Er war der bedeutendste Expressionist seiner Zeit, malte furchterregende Kreuzigungen und liebliche Madonnen, setzte kühn mit dramatisch wirkender Intensität die Farben, Matthias Grünewald (um 1475/80-1528) wird jetzt mit einer Ausstellungstrilogie gewürdigt. Um diese Schau, die Grünewalds Werke in nie gekanntem Umfang zeigt, zu realisieren, schlossen sich drei Kunstinstitutionen zu einer konzertierten Aktion zusammen. Im Musée d’Unterlinden in Colmar wird ein neuer Blick auf den auch sonst gut besuchten Isenheimer Altar geworfen und das bedeutet, dass auch die Zeichnungen zum Altar gezeigt werden. Gleichzeitig wartete die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe mit einer Versammlung von Gemälden und Zeichnungen und einem Coup der Sonderklasse auf. Gemeinsam mit Albrecht Dürer schuf Grünewald den nach seinem Stifter Jakob Heller benannten Heller-Altar. Auf Dürer geht der Mittelteil zurück, Grünewald bearbeitete die Standflügel in der Technik der Grisaille (von franz. gris=grau). Es handelt sich um eine Ton-in-Ton-Malerei, die in Grau, Weiß und Schwarz ausgeführt wurde und bei Grünewald durch die sanfte Abstufung der Töne ungemein plastisch und nuancenreich wirkt. Die seit dem 18. Jahrhundert getrennten Stücke sind in Karlsruhe nun für kurze Zeit wieder als Ensemble zu bestaunen. Das Grünewald-Jahr wird im Berliner Kupferstichkabinett mit einer Ausstellung der Zeichnungen beschlossen, von denen einige auch in der Karlsruher Ausstellung zu sehen waren. Bis 1.6.2008 besteht noch die Möglichkeit sich eingehender von Grünewalds Zeichnungen bezaubern zu lassen. Wie kein anderes Institut ist das Kupferstichkabinett prädestiniert sich mit allen Facetten der Grünewaldschen Zeichenkunst zu befassen, besitzt es selbst doch mehr als die Hälfte aller bekannten Zeichnungen des Meisters, über dessen Leben kaum etwas bekannt ist. Schon der Name ist ein Rätsel, aus Mathis Gothart-Nithart wurde durch den Maler und Künstlerbiografen Joachim von Sandrart (1606-1688) Matthias Grünewald, der ein schmales Œuvre hinterließ. Bekannt sind heute 25 Einzelkompositionen und etwa 35 Zeichnungen des Künstlers, der in Aschaffenburg, Mainz und Halle tätig war.

Grünewald im Roman

Aus dem Umstand der lückenhaften Kenntnis des Lebens von Grünewald schlägt die Romanautorin Ines Thorn fiktionale Funken und lässt den Künstler bei den Größen der Zeit, Hans Holbein d.Ä., Lucas Cranach d.Ä. und Tilman Riemenschneider in die Lehre gehen. Auf seinem Weg zum eigenen Werk trifft der Lehrling auch auf Jörg Ratgeb. Es gelingt der Autorin mit leichter Hand ein Panorama der Umbruchzeit, in der die politisch-religiöse Einheitswelt des orbis christianus erschüttert wurde, zu malen. Als Spaltpilz dieser Einheitswelt erwiesen sich die Bauernkriege, der Humanismus und schließlich setzten die Reformatoren in der Schweiz und Deutschland die Axt an das Fundament der Einheit der Christenheit. Deutlich wird im Roman, wie Grünewald in seinen Werken nicht nur die zeitgenössische Passionsfrömmigkeit, die Karlsruher Ausstellung gibt anhand von Passionstraktaten, Gebetbüchern und Meditationsschriften darüber Aufschluss, deutet, sondern wie er sie zu zeitlosen Inbildern existentiellen Leidens, die Menschen seit Jahrhunderten ergreifen, ausdrucksstark gestaltet. Im Roman kommt es zu Gestaltungsfragen zu einem fiktiven Gespräch mit Ratgeb zu Gestaltungsfragen, in dem Thorn Grünewald sagen lässt, dass ihm die Gestaltung der Großen seiner Zeit als zu ausdrucksarm erscheine und er dies ändern wolle. Dass ihm dies Vorhaben glückte, davon zeugt sein Werk, dass deshalb bis heute fasziniert. So fasst denn auch im Karlsruher Katalog die Beiträgerin Anna Moraht-Fromm zusammen: „Grünewald war ein Zauberer, ein Zauberer der Emotionen, ein Magier des Lichts und der Farbe.“

Grünewald in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe

Das gesamte Werk Grünewalds in all seinen Facetten zu zeigen und seine Kunst im Kunstgefüge seiner Zeit zu analysieren, verschrieben sich Ausstellung und Katalog. An rund 160 Werken wird Grünewald in einer Zusammenschau mit Arbeiten anderer Künstler gezeigt. Zur leichteren Übersicht wurde an den Anfang des Katalogs eine Zeittafel mit drei Rubriken gestellt, die Adrian Bremenkamp besorgte. In der ersten Rubrik finden sich Angaben zu Leben und Werk Grünewalds, in der zweiten werden dessen Künstlerkollegen ebenfalls mit Leben und Werk vorgestellt, ehe die dritte Hinweise zur Zeit- und Geistesgeschichte gibt. Auf dieses Entrée folgt ein Zweiteilung mit einem Textteil, der kleine illustrierende Abbildungen enthält und daran anschließend geht es zum eigentlichen Katalog in acht Kapiteln, der jeweils auch von einer Abhandlung eingeleitet wird und sich auch auf Aspekte des ersten Teils bezieht. Daher ergibt es sich, dass sowohl Michaela Krieger als auch Dietmar Lüdke zu den Grisaillen schreiben, Wolfgang Schmid beleuchtet den Frankfurter Stifter und Auftraggeber Jakob Heller, komplettiert von einem Beitrag von Astrid Reuter, die zur Geschichte des Heller-Altars arbeitet, jedoch noch mit einem weiteren Beitrag zur expressiven Bildsprache Grünewalds vertreten ist. Auch als Doppelpass konzipiert wurden die Beiträge von Jessica Mack-Andrick und Dietmar Lüdke zur Passionsfrömmigkeit zur Zeit Grünewalds und dessen „Kreuzigungen“ im Spiegel mittelalterlicher Passionsliteratur. Den Auftakt des Essayteils bestreitet Karl Arndt, der Grünewald in den Kontext seiner Zeit einordnet und im Katalogteil von einem Beitrag von Moraht-Fromm begleitet wird. Beide Autoren betonen, dass es keinen Bruch zwischen früheren und späteren Werken gäbe, denn, so Arndt, die Gemälde, die auf „Die Verspottung Christi“ von 1503/1505 folgen, seien als „konsequente geradlinige Weiterentwicklung“ anzusehen. Moraht-Fromm fügt ergänzend hinzu, dass Grünewalds Ausnahmestellung bereits in diesen Frühwerken sichtbar werde, da er unter „unter nahezu gänzlichem Verzicht auf zeichnerische Binnenstrukturen“ „alles aus der Farbe heraus“ entwickelt habe. Mit der Baseler Kreuzigung von 1501 begänne „die Phase der großen religiösen Visionen“. Neben einem Beitrag von Hanns Hubach zu Grünewald als Ingenieur, beschäftigen sich mehrere Beiträge mit dem Tauberbischofsheimer Altar. Je ein Beitrag widmet sich der „Donaueschinger Magdalenenklage“ und der „Beweinung Christi“ aus der Aschaffenburger Stiftskirche. Einzelaspekte, wie das Verhältnis von Grünewald und Hans Baldung Grien oder restauratorische Fragen und schließlich das Verhältnis von „Wort und Bild in der Frömmigkeit des späten Mittelalters“ und Einlassungen zu „Detail- und Ausdrucksstudien“ runden den Katalog, der noch einen ausführlichen Anhang und im Katalogteil zu den Abbildungen jeweils umfängli-che Ausführungen zu den einzelnen Exponaten enthält, ab.

Grünewald im Musée d’Unterlinden in Colmar

Erstmals in Frankreich widmet das Musée d‘Unterlinden, das den berühmten Altar der Antoniter von Isenheim aufbewahrt, dem Urheber dieses Meisterwerks eine eigene Ausstellung: „Grünewald. Blicke auf ein Meisterwerk“. Um 1512 bis 1516 malte Grünewald eines seiner Hauptwerke. Auftraggeber war Guido Guersi, Präzeptor des Antoniterordens von 1490 bis 1516. Auch diese enge Verbindung fiktionalisierte Thorn im Roman gekonnt. Tilman Riemenschneider tritt als Vermittler für diesen Auftrag auf. Deutlich wird in der Colmarer Ausstellung Grünewalds Originalität ebenso wie der Wandel in der Auffassung religiöser Motive. Zunehmend realistischer werden die Figuren mit ausdrucksstarken Gesichtern und durchmodellierten Körpern dargestellt. Da jeder Teil des Ausstellungszyklus auch unabhängig voneinander als in sich geschlossene Einheit konzipiert wurde, ergeben sich zu den jeweiligen anderen Teilen Überschneidungen. Auch der Colmarer Katalog weitet den Blick auf Grünewald, auch hier sind die Textbeiträge leicht verständlich geschrieben und arbeiten interessante Aspekte heraus. Gleich im ersten Beitrag von Philippe Lorentz zu den Gewandstudien im Kon-text der Kunst der Renaissance wird ein Bogen bis nach Italien geschlagen. Nicht zuletzt durch illustrierende Abbildungen wird die Affinität „zwischen der Malerei Grünewalds und italienischen Kunst“ auch visuell nachvollziehbar. Da zu Grünewalds Leben wenig bekannt ist, versucht man auch in Colmar eine Rekonstruktion des Lebens über die Kunst dieses Solitärs. Der folgende Teil bezieht sich auf den Isenheimer Altar in fünf Beiträgen. Auf Einlassungen von Élisabeth Clementz zu den Auftraggebern folgt ein Beitrag von Pantxika Béguerie-De Paepe zum elsässischen Bildschnitzer Nikolaus von Hagenau (ca. 1445/60-ca.1538), der die Skulpturen des Isenheimer Altars schuf und seit 1485 in Straßburg ansässig war. En détail wird im folgenden Beitrag der Isenheimer Altar von beiden Autorinnen vorgestellt und jeder Flügel und das Mittelstück in geschlossenem und geöffneten Zustand analysiert und in großformatigen Abbildungen veranschaulicht. Daran schließt sich ein Teil zu Hagenau und danach zu Grünewalds Zeichnungen zum Isenheimer Altar an. Der Beiträger Michael Roth nimmt Fragestellungen auf, die auch in Karlsruhe zur Rede standen und sich mit den gegensätzlichen Kunstauffassungen von Albrecht Dürer und Grünewald beschäftigen. In Überschneidung mit der Berliner Ausstellung entsteht für den Betrachter auch durch Detailvergrößerungen ein plastisches Bild von Grünewalds Zeichenkunst. Mit dem auf den Isenheimer Altar folgenden Œuvre beschäftigt sich danach noch Dorit Schäfer und sehr schön, auch im Colmarer Katalog kann man die vier Grisaillen, die eine unbekannte Heilige, die Heilige Elisabeth und die Heiligen Laurentius und Cyriacus darstellen, besichtigen. Im folgenden Teil wird auch in Colmar der Kunstkontext durch Präsentation von Skulpturen und Zeichnungen der deutschen Renaissance beleuchtet und klug von Ariane Mensger kommentiert. Auch an diesen Beispielen wird die Sonderstellung Grünewalds noch einmal hervorgehoben. Mit dem Verzicht sein Einkommen durch Vervielfältigung seiner Werke mittels graphischer Verfahren zu mehren, unterscheidet sich Grünewald von seinen Kollegen. Auf diesen Umstand machte im Karlsruher Katalog Arndt ebenso aufmerksam, wie auch darauf, dass Grünewald sich auf das Genre, den christlichen Bilderkreis, auf Retabel, Epitaphien und Andachtsbilder beschränkte. Auch mit dieser Konzentration verzichtet Grünewald auf eine Mehrung seines Einkommens im Unterschied zu Künstlerkollegen, die auch profane Motive gestalteten.

Grünewald im Berliner Kupferstichkabinett

Auch der dritte Teil der Trilogie beginnt, nach einer Einführung von Michael Roth zu „Grünewald und Berlin“, mit Anmerkungen zu Leben und Werk des Künstlers. Das Verhältnis Grünewald-Dürer behandelt die Beiträgerin Anje-Fee Köllermann unter dem Aspekt der Inspiration für das Personal des Isenheimers Altars durch Dürers „Die Heilige Familie mit der Heuschrecke“. Für eine umfassende Kontextualisierung der Austauschbeziehungen Grüne-walds mit Künstlern seiner Zeit setzt sich die Autorin ein, wenngleich im Zuge des Ausstellungszyklus einige Transfers, so zu Grien, Dürer, Holbein und da Vinci angerissen wurden. Spannend wäre es, da mag man der Autorin beipflichten, diese Forschungen auszudehnen. Weitere Beiträge gelten Grünewalds Auftraggebern und suchen nochmals Gründe für dessen vergleichsweise schmales Œuvre. So nimmt der Beiträger Thomas Schauerle an, dass viele Werke verloren gingen und der Verzicht auf Vermarktung seiner Werke ein Grund dafür sei, dass „er gegenüber gleichrangigen Meistern so lange in Vergessenheit geraten konnte.“ Hinzuzufügen wäre noch, anders als viele seiner Kollegen, gründete Grünewald auch keine Werkstatt, die seinen Namen hätte bekannter machen können. Wie Grünewald zur Reformation stand, ist noch nicht abschließend geklärt, im Roman wirkt er eher distanziert, von Schauerle kommt der Hinweis einer Würdigung Grünewalds durch den Reformator Philipp Melanchton in dessen Schrift „Elementorum rhetorices libri duo“ von 1531. Als Zeitgenosse Luthers vollendete Grünewald 1515 mit dem Isenheimer Altarbild die wohl radikalste Darstellung des Sterbens Jesu. Luther und Grünewald kannten sich nicht, aber unabhängig voneinander verfolgten beide das Anliegen, der von der Papstkirche praktizierten Verharmlosung des Kreuzestodes entgegenzuwirken. Grünewald schuf das Bild, das sich wie eine Illustration der Gedanken Luthers ausnimmt, entwarf dieser in jenen Jahren erste Gedanken zur Kreuzestheologie. Es ist daher sehr schön, dass in einer separaten Ausstellung vertiefend auf Grünewalds Zeichnungen eingegangen wird, waren sie für ihn doch Planungs- und Entwurfsmedium. Michael Roth führt in diesen Komplex kenntnis- und detailreich ein und befasst sich in einem weiteren Beitrag mit der Provenienz der Zeichnungen. Grünewalds Zeichnungen, so Roth, bestechen durch „zeichnerische Sicherheit“ die sich nur durch lang andauernde Übung erreichen lässt. Wie genau Thorn für ihren Roman zu Grünewald recherchiert hat, wird an dieser Stelle nochmals deutlich. Grünewald, so Roth, muss viel gezeichnet haben, im Roman lässt Thorn Grünewald nach jedem sich bietenden Blatt Papier, damals recht teuer, greifen, um zu zeichnen. Nur ein Blatt, so Roth weiter, versah Grünewald mit seinem Monogramm und deklarierte es damit zu einem abgeschlossenen Kunstwerk, alle übrigen jedoch, ungeachtet ihres ästhetischen Werts, verbleiben im Status des Unfertigen, funktional auf die auszuführenden Gemälde bezogen. Diese Studienblätter hatten für Grünewald eine große Bedeutung, auf eine makellose Gesamterscheinung jedoch, so Roth, legte der Künstler keinen Wert. In einem zweiten Schritt erläutert Roth nun detailliert Grünewalds Übertragung der Zeichnung auf ein Gemälde und verdeutlicht diesen Prozess am Beispiel der Figur des Heiligen Sebastian zum Isenheimer Altar. Im Zuge der Umsetzung korrigierte der Künstler einige Aspekte, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Das Licht als Gestaltungsmittel stellt Iris Brahms in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen, das Grünewald „vor andere Gestaltungsmittel wie Perspektive und Proportion“ einsetzte. Nach Hinweisen zu Grünewalds Zeichentechnik folgt der eigentliche Katalog mit ausführlichen Besprechungen der Einzelblätter, einer Bibliographie und Hinweisen zu den Wasserzeichen auf den von Grünewald verwendeten Papieren.

Die Wiederentdeckung Grünewalds im 20. Jahrhundert

Der Ausstellungszyklus liefert eine Fülle neuer Bausteine zur Rekonstruktion einer der über-ragenden Künstlerfiguren der deutschen Renaissance. Nicht zuletzt durch akribische Restaurierungsarbeiten an der „Kreuztragung“ des Tauberbischofsheimer Altars, wird deutlich, dass das letzte Worte zu Grünewalds Kunst noch nicht gesprochen sind, da die bereits restaurierten Teile eine Farbigkeit an den Tag brachten, die von höherer Brillanz und Strahlkraft zeugen, als es der bislang bekannte Zustand annehmen ließ. In Kenntnis der Schöpfungen Grünewalds sprach Sandrart von einem „ungemeine(n) Meister [...] / bey dem Natur und Geist Wunder gethan.“ So ähnlich fühlte wohl der französisch-niederländische Schriftsteller Joris-Karl Huysmans, als er die Tauberbischofsheimer Kreuzigung 1888 in der Kasseler Gemäldegalerie sah. In seinem 1891 erschienenen Roman „Là-Bas“ (auf deutsch erschienen unter dem Titel „Ganz unten“) deutet Huysmans dieses Werk. Ein Auszug daraus erschien in veränderter Form 1895 in der Kunstzeitschrift Pan und trug entscheidend zur Rezeption des Gesamtwerks Grünewalds, auch bei zeitgenössischen Künstlern, bei. War es zunächst Arnold Böcklin, so ließen sich danach Max Beckmann, Oskar Kokoschka, Paul Klee, August Macke, Otto Dix und Pablo Picasso beeindrucken. „Nein,“ so resümierend Huysmans zum Tauberbischofsheimer Altar, „dies fand nichts Gleichwertiges in irgend einer Sprache,“ zum Glück aber heute in drei gleichwertigen Katalogen mit interessanten Textbeiträgen, vielfältigen Querbezügen untereinander und hervorragenden Abbildungen. Auch ohne die Gemälde im Original gesehen zu haben, muss man am Ende mit Huysmans ausrufen „Man verlässt Grünewald und bleibt auf ewig in seinem Bann.“

Titel zu Matthias Grünewald:
Thorn, Ines (2007) Der Maler Gottes. Roman. kart. 296 S., Verlag Knaur. EUR 7,95 ISBN: 978-3-426-63858-3
Michael Roth unter Mitarbeit von Antje-Fee Köllermann (2008) Matthias Grünewald. Zeichnungen und Gemälde. Mit Beiträgen von Iris Brahms, Georg Josef Dietz, Irene Brückle, Ger-hard Banik, Antje-Fee Köllermann, Michael Roth, Thomas Schauerle, Heinrich Schulze Altcappenberg, Cordula Severit. Geb., 252 S., 123 farbigen und 80 s/w Abb., 24,3 cm x 28,6 cm. Verlag Hatje-Cantz. EUR 35,00 ISBN: 3-7757-2138-X


Pantxika Béguerie-De Paepe, Philippe Lorentz (2007) Grünewald und der Isenheimer Altar. Ein Meisterwerk im Blick. Mit Beiträgen von Pantxika Béguerie-De Paepe, Philippe Lorentz, Élisabeth Clementz, Dagmar Eichberger, Sophie Guillot de Suduiraut, Elsa Lambert, Susanne Meurer, Ariane Mensger, Michel Menu, Élisabeth Ravaud, Michael Roth, Dorit Schäfer, Anne Wolff. Übersetzungen von Uwe Bennert, Gabriele Daleiden, Barbara Fontaine, Gilbert Fournier, Jean-Léon Muller, Florence Tennenbaum-Eouzan. kart. 278 S., zahlreiche farbige und s/w Abb., 24,5 cm x 33 cm. Französische Ausgabe bei Somogy Editons d’Art, deutsche Ausgabe, Musée d’Unterlinden, Colmar. EUR 32,00 ISBN: 978-2-7572-0105-3
Sigrid Gaisreiter
Grünewald und seine Zeit. Katalog zur Sonderausstellung des Landes Baden-Württemberg in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe vom 8.12. 2007 bis 2.3.2008. Hrsg. v.Staatliche Kunsthalle Karlsruhe. 472 S., 310 sw. u. 120 fb. Abb. 30 x 24 cm. Pb. Deutscher Kunstverlag, München 2007. EUR 45,00
ISBN 978-3-422-06762-2
 
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