KunstbuchAnzeiger - Kunst, Architektur, Fotografie, Design
 

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Scheidegger & Spiess

 
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Authentizität und Material. Konstellationen in der Kunst seit 1900. Hrsg.: Fayet, Roger; Krähenbühl, Regula; Beitr.: Brückle, Wolfgang; Ende, Teresa; Fayet, Roger; Fritz, Elisabeth; Lurk, Tabea; Matyssek, Angela; Nägeli, Barbara; Reineke, Anika; Sénéchal, Philippe; Wortmann, Volker. 2018. 232 S. 60 meist fb. Abb. 23 x 16 cm. Pb. EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-611-5 Scheidegger & Spiess
Die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts wirft die Frage auf, ob die Vorstellung von Authentizität noch zeitgemäss ist. Dabei bezieht sich der Begriff nicht nur auf das Kunstwerk selbst, sondern auch auf die, die es produzieren, und ebenso auf seine Rezeption in Kunstwissenschaft und Medien, auf dem Markt oder im Museum. Was als authentisch gelten darf, wird unter den wechselnden Vorzeichen sich ablösender kulturwissenschaftlicher Wenden immer wieder neu verhandelt. Eng verknüpft mit dem Problem der Authentizität sind auch Fragen nach der Materialität von Artefakten.
Die Erweiterung des Werkbegriffs im 20. Jahrhundert und der rasant fortschreitende Medienwandel legen die kritische Hinterfragung von Begriffen wie Original, Eigenhändigkeit, Reproduktion, Fälschung, Wahrheit, Ursprünglichkeit und Legitimation nahe. Insbesondere auch computer- und internetbasierte Kunst sowie die Konservierung ephemerer Materialien verleihen der Authentizitätsproblematik grosse Aktualität.
Dieser Band versammelt Beiträge, die das Thema sowohl in der Kunst- und in der Ideengeschichte als auch im Kontext des Kunstschaffens der Gegenwart aus verschiedenen Perspektiven beleuchten.
Dominic Büttner – Dreamscapes. Beitr.: Perret, Jean; Foto(s) von Büttner, Dominic. Dtsch.; Engl.; Franz. 2018. 160 S. 100 fb. Abb. 33 x 28 cm. Gb. EUR 58,00. CHF 65,00 ISBN: 978-3-85881-598-9 Scheidegger & Spiess
Wir sehen einen Wald, eine Strasse oder ein verlassenes Haus in tiefer Nacht – und doch in ganz merkwürdigem Licht. Der 1964 in Basel geborene Fotograf Dominic Büttner arbeitet seit 2003 an seinen Dreamscapes. Er zeichnet mit der Fachkamera eigentliche nächtliche Performances auf: Mit einer Lichtquelle geht er langsam von seiner Kamera weg in die Dunkelheit hinein. In Langzeitbelichtung wird die angeleuchtete Umgebung festgehalten, er selbst verschwindet bis auf Spuren seiner Schritte wieder aus dem Bild. Die analoge Fotografie schreibt das wandernde Licht immer wieder neu in den Film ein.
Dieses erste monografische Buch über Dominic Büttners Arbeiten präsentiert eine Auswahl dieser faszinierenden Bilder zusammen mit einem Essay des Foto- und Filmspezialisten Jean Perret. Zugleich vertraut und unvertraut, erzählen die märchenhaft verwunschenen und gespenstischen Szenen davon, wie beunruhigend auch Alltägliches erscheinen kann – je nach Licht.
Die Welt der Giedions. Sigfried Giedion und Carola Giedion-Welcker im Dialog. Hrsg.: Grunewald, Almut; Beitr.: Fayet, Roger; Grunewald, Almut; Lüscher, Mario; Maurer, Bruno; Rüegg, Arthur; Zimmermann, Bettina; Vorwort von Giedion-Risch, Monica. 2018. 384 S. 484 meist fb. Abb. 33 x 22 cm. Gb. EUR 97,00. CHF 99,00 ISBN: 978-3-85881-610-8 Scheidegger & Spiess
Sigfried Giedion (1888–1968) und Carola Giedion-Welcker (1893–1979) prägten die kunst- und architekturhistorische Forschung ihrer Zeit. Bedeutend war ihre Rolle bei der Vernetzung der führenden Protagonisten der Moderne auf den Gebieten der Architektur, Kunst und Literatur. Die Diskurse, die sie angestossen haben, etwa zur Kultur des Neuen Sehens oder zu einer Synthese der Künste, bieten heute vielfältige Anknüpfungspunkte.
Der Giedion-Welcker-Nachlass wird heute im Institut für Geschichte und Theorie der Architektur der ETH Zürich, im Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft SIKISEA, im Romanischen Seminar der Universität Zürich und in der Zürcher James Joyce- Stiftung verwahrt und beinhaltet rund 16 000 Briefe, 10 000 Fotos und Negative, umfangreiche Notizen und Arbeitsmaterialien sowie eine grosse Bibliothek. «Die Welt der Giedions» basiert auf der umfassenden Aufarbeitung des erst seit Kurzem vollständig zugänglichen Nachlasses. An der Schnittstelle zwischen Kunst und Architektur angesiedelt, ermöglicht der aktuelle Band eine Neubestimmung der Tätigkeit und Wirkung von Sigfried und Carola Giedion-Welcker und gewährt dank der grossen Anzahl und Vielfalt gezeigter Dokumente einen lebendigen Einblick in das «Universum Giedion».
Domizile auf Zeit. Oder: Welche Räume braucht der künstlerische Prozess?. Hess, Nicole. Beitr.: Gomringer, Nora; Beitr.: Cordonier, Jacques; Foto(s) von Aerni, Georg. 2018. 128 S. 27 fb. Abb. 22 x 16 cm. Pb. EUR 38,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-85881-622-1 Scheidegger & Spiess
Wo entsteht Kunst? In den Zentren oder in der Peripherie? Der Band Domizile auf Zeit folgt dem Ansatz, dass Ideen für künstlerisches Schaffen oft im Alltag entstehen, ihre Ausgestaltung jedoch im Rückzug erfahren: an Orten, in Räumen und Kontexten, die die Auseinandersetzung zwischen Künstler und Werk, aber auch unter Kunstschaffenden anregen. In der Schweiz gibt es eine beachtliche Zahl solcher Drehscheiben der Kunstproduktion und -vermittlung ausserhalb der urbanen Zentren. Sie bieten Infrastruktur und Atmosphäre für Artists in Residence unterschiedlicher Sparten; gleichzeitig sind sie wichtige Kulturveranstalter in den Randregionen.
Das Buch mit Texten von Nicole Hess und Fotografien von Georg Aerni porträtiert 15 ausgewählte «Domizile» in allen Sprachregionen, die die Vielfalt der Rückzugsorte auch kulturhistorisch abbilden. Dazu gehören etwa das PfeiferMobil (LU), die Fundaziun Nairs (GR) oder die Fondation Jan Michalski (VD). Ergänzt wird die Auswahl durch zwei Essays zur kulturpolitischen und künstlerischen Bedeutung der Residenzhäuser und einen umfassenden Serviceteil für Kunstschaffende und die interessierte Öffentlichkeit.
Dry Stone Walls. Fundamentals, Construction Guidelines, Significance. Hrsg.: Swiss Environemental Action Foundation; Beitr.: Bätzing, Werner; Benedetti, Sandro; Bieri, Fredi; Buzzi, Giovanni; Busson, François; Ewald, Klaus C.; Gerber, Hans-Karl; Hassenstein, Marianne; Kesselring, Thomas; Kistler, Hans Peter; Krebs, Peter; Loriol, Christine; Pelagatti, Daniel; Schegk, Ingrid; Schmidt, Theodor; Steiger, Mathias; Tufnell, Richard; Willi, Andrin; Witschi, Franziska; Dtsch. Volz, Marcus; Foto(s) von Rast, Michael; Wernli, Katharina. Engl. 2018. 472 S. 535 meist fb. Abb. 30 x 20 cm. Gb. EUR 97,00. CHF 110,00 ISBN: 978-3-85881-813-3 Scheidegger & Spiess
Trockenmauern regulieren nicht nur die Nutzung der Landschaft durch Landwirtschaft und Viehzucht, sondern sind auch integraler Teil der heimischen Ökosysteme vieler Länder. Gleichwohl bedürfen sie heutzutage vielerorts der Sanierung durch sachverständige Personen, die sich der diversen Aufgaben und vielfältigen Nutzungen dieser Mauern bewusst sind. «Dry Stone Walls» ist die englische Ausgabe des 2014 erstmals erschienenen Standardwerks Trockenmauern (Haupt Verlag, Bern). Es vereint reichstes bautechnisches Fachwissen mit den Ergebnissen umfassender Forschung, illustriert mit mehr als 500 Fotografien und Zeichnungen.
Werner Feiersinger. Overturn. Hrsg.: Rollig, Stella; Köhne, Axel; Beitr.: Herbert, Martin; Köhne, Axel; Rollig, Stella. Dtsch.; Engl. 2018. 108 S. 57 fb. Abb. 22 x 17 cm. Pb. EUR 24,00. CHF 29,00 ISBN: 978-3-85881-617-7 Scheidegger & Spiess
Werner Feiersinger verbindet in seinen Werken ein breites Wissen über Kunst-, Design- und Architekturgeschichte mit einer lakonisch-reduzierten Formensprache. Mit einem umfassenden skulpturalen Eingriff formuliert er den Ausstellungsraum im Belvedere 21 – den nach Wien transferierten österreichischen Pavillon der Weltausstellung 1958 in Brüssel – neu und bezieht sich dabei auf die Geschichte des Gebäudes.
Feiersingers minimalistische Werke, durchzogen von tiefgründigem Humor, unterlaufen stets konventionelle Sehgewohnheiten. Mit seiner Intervention im Belvedere 21 ärgert er sozusagen den Raum. Er lässt diese Architekturikone der Nachkriegsmoderne buchstäblich kippen und besetzt sie mit «artfremden» Körpern.
Das Buch präsentiert neben einer Auswahl von Feiersingers skulpturalen Werken diese neuen Arbeiten in zahlreichen Abbildungen und Reproduktionen seiner Entwurfsskizzen, ergänzt durch einführende Texte und ein Gespräch mit dem Künstler.
"The Giedion World. Sigfried Giedion and Carola Giedion-Welcker in Dialogue. Hrsg.: Grunewald, Almut; Beitr.: Fayet, Roger; Grunewald, Almut; Lüscher, Mario; Maurer, Bruno; Rüegg, Arthur; Zimmermann, Bettina; Übersetzt von Saunders, Bronwen; Vorwort von Giedion-Risch, Monica. Engl. 2018. 384 S. 484 meist fb. Abb. 33 x 22 cm. Gb. EUR 97,00. CHF 99,00" ISBN: 978-3-85881-819-5 Scheidegger & Spiess
Minoru Onoda. Beitr.: Gómez, Edward M.; Handa-Gagnard, Astrid; Hirai, Shoichi; Gagnard, Koichi. Engl. 2018. 224 S. 170 fb. Abb. 30 x 24 cm. Gb. EUR 68,00. CHF 75,00 ISBN: 978-3-85881-821-8 Scheidegger & Spiess
Minoru Onoda wurde 1937 als Sohn japanischer Eltern in der von Japan besetzten Mandschurei geboren. Noch vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs übersiedelte die Familie nach Himeji in Japan, wo Onoda bis zu seinem Tod 2008 lebte. Nach seiner Ausbildung am Osaka Institute of Fine Arts und an der Osaka School of Art schloss er sich in den 1960er-Jahren der Gutai-Bewegung an. Diese erste radikale Künstlergruppe Japans hinterfragte das etablierte und als reaktionär empfundene Kunstverständnis der Zeit und bestimmte die Beziehung zwischen Körper, Materie, Zeit und Raum neu. Vom Konzept der Repetition beeindruckt, fertigte Onoda auf Tafeln reliefartige Verschmelzungen graduell grösser werdender Punkte an. Von diesen organisch gewachsenen Formen ausgehend, entwickelten sich seine Arbeiten über unbegrenzte Kreise zur monochromen Malerei weiter. Nach der Auflösung von Gutai 1972 widmete er sich einem konzeptuellen Stil, mit dem die Punkte schliesslich verschwanden. Onodas Arbeiten wurden im Westen bisher vor allem im Kontext der Gutai-Bewegung ausgestellt, wie etwa 2013 im Guggenheim Museum New York.
Diese erste Monografie zu Onoda überhaupt untersucht seine Beziehungen zu Gutai und widmet sich seiner Arbeitsweise, insbesondere der Rolle der Skizzenbücher.
"Minoru Onoda. Beitr.: Gómez, Edward M.; Handa-Gagnard, Astrid; Hirai, Shoichi; Gagnard, Koichi. Japanisch. 2018. 224 S. 170 fb. Abb. 30 x 24 cm. Gb. EUR 68,00. CHF 75,00" ISBN: 978-3-85881-822-5 Scheidegger & Spiess
Bettina Pousttchi. Metropolitan Life. Hrsg.: Camarda, Antonella; Beitr.: Foster-Rice, Greg; Miessen, Markus; Obrist, Hans Ulrich; Pousttchi, Bettina. Engl.; Italienisch. 2018. 112 S. 53 meist fb. Abb. 22 x 16 cm. Pb. EUR 29,00. CHF 29,00 ISBN: 978-3-85881-826-3 Scheidegger & Spiess
Seit den späten 2000er-Jahren arbeitet die deutsch-iranische Künstlerin Bettina Pousttchi an der Schnittstelle von Skulptur, Architektur und Fotografie. Ihre grossen Installationen, mit denen sie internationale Bekanntheit erlangte, hinterfragen Geschichte und Gedächtnis von Orten und untersuchen die Beziehungen zwischen Raum und Zeit mit einem transnationalen Blick.
Pousttchis neue fotografische Intervention «Metropolitan Life Building» im Museo Nivola im sardischen Orani stellt die hybride Identität des berühmten Gebäudes und der Madison Avenue in Manhattan in den Fokus. Zur Zeit seiner Eröffnung 1909 wegen seiner unverhohlenen italienischen Referenzen kritisiert, verweist das Gebäude auf die kulturellen und raumzeitlichen Verschiebungen zwischen Alter und der Neuer Welt, zwischen Renaissance und Moderne.
Abbildungen weiterer Werke Pousttchis, ein Essay des Kunsthistorikers Greg Foster-Rice sowie ein Gespräch zwischen der Künstlerin, dem Kritiker und Kurator Hans Ulrich Obrist und dem Architekten und Autor Markus Miessen ergänzen die Publikation.
Close-up – Ruch & Partner Architekten 1996–2018. Hrsg.: Ruch & Partner Architekten; Beitr.: Ruch, Hans-Jörg; Wanner, Franz; Foto(s) von Simonetti, Filippo. 2018. 432 S. 580 z. T. fb. Abb. 30 x 28 cm. Gb. EUR 140,00. CHF 150,00 ISBN: 978-3-85881-553-8 Scheidegger & Spiess
Vor zehn Jahren hat der Schweizer Architekt Hans-Jörg Ruch mit seinem grossformatigen und opulent ausgestatteten Buch Historische Häuser im Engadin grossen internationalen Erfolg erzielt. Nun legt sein Büro in identischer Ausstattung einen Band mit einer repräsentativen Werkauswahl vor. «Close-up – Ruch & Partner Architekten 1994–2018» dokumentiert minutiös und in Nahsicht zwischen 1994 und 2018 entstandene Neubauten, Umbauten und Sanierungen des Büros Ruch & Partner Architekten. Enthalten sind Wohn- und Privathäuser, Hotels, aber auch öffentliche Gebäude (u.a. Museen, Galerie, Bibliothek), Infrastrukturbauten und grössere Wohnsiedlungen. Auch die kunstvoll rückgebauten und renovierten Bauern- und Patrizierhäuser, die im ersten Buch porträtiert waren, wurden aufgenommen, ergänzt durch vier neue solcher Interventionen.
Wie im erfolgreichen Vorläufer werden alle Bauten in stimmungsvollen Aufnahmen des italienischen Fotografen Filippo Simonetti präsentiert; umfassendes Planmaterial, das auch für Laien verständlich ist, erweckt die Gebäude zum Leben. Zu jedem Haus hat Hans-Jörg Ruch einen persönlichen Text geschrieben, und ein Essay des Künstlers und Autors Franz Wanner verortet das Schaffen von Ruch & Partner Architekten im Zusammenspiel mit der umgebenden Landschaft.
Close-up — Ruch & Partner Architects 1996–2018. Hrsg.: Ruch & Partner Architekten; Beitr.: Ruch, Hans-Jörg; Wanner, Franz; Foto(s) von Simonetti, Filippo. Engl. 2018. 424 S. 580 z. T. fb. Abb. 30 x 28 cm. Gb. EUR 140,00. CHF 150,00 ISBN: 978-3-85881-797-6 Scheidegger & Spiess
Freundschaft und Verwurzelung. Cuno Amiet zwischen Solothurn und der Oschwand. Hrsg.: Vögele, Christoph; Kunstmuseum Solothurn; Beitr.: Byland, Robin; Vögele, Christoph; Bieder, Patricia; Bürkli, Anna. 2018. 176 S. 100 meist fb. Abb. 28 x 22 cm. Gb. EUR 38,00. CHF 39,00. ISBN: 978-3-85881-607-8 Scheidegger & Spiess
Cuno Amiet (1868–1961) ist einer der Wegbereiter der Schweizer Moderne. Über sieben Jahrzehnte hinweg hat er mehr als 4000 Gemälde geschaffen. Orte, an denen er besonders verwurzelt war, inspirierten ihn zu prächtigen und vielgestaltigen Landschaften und Gartenbildern. Amiets Werk und dessen Rezeption sind aber auch wesentlich vom Engagement seiner wichtigen Solothurner Sammlerinnen und Sammler geprägt, die er mit Ferdinand Hodler teilte. Zeugnisse dieser Freundschaften sind nicht nur Amiets ausdrucksstarke Bildnisse, sondern auch eine reiche Anzahl von Dokumenten wie Fotos und Briefen.
Der sorgfältig edierte Bildband, der Amiets biografische Verwurzelung mit Solothurn und der Oschwand ins Zentrum rückt, erscheint anlässlich einer thematisch angelegten Schau zu seinem 150. Geburtstag im Kunstmuseum Solothurn. Gezeigt wird eine Auswahl von Werken aus allen Schaffensphasen.
Bastomania. Das Gesamtwerk und seine Inspirationen. M.S. Bastian, Isabelle L. 2018. 536 S. 797 meist fb. Abb. 33 x 24 cm. Gb. EUR 97,00. CHF 99,00. ISBN: 978-3-85881-614-6 Scheidegger & Spiess
Der Künstler und Comiczeichner M.S. Bastian und die Künstlerin und Grafikerin Isabelle L. arbeiten seit 2000 zusammen. Gemeinsam hat das Duo in den vergangenen zwei Jahrzehnten ein vielgestaltiges OEuvre geschaffen, das international in Museen und Galerien ausgestellt wird und in vielen Magazinen und Einzelpublikationen eine begeisterte Fangemeinde gefunden hat. In ihrem Werk bringen sie Trivial- und Hochkultur, Alltag und Kunst, Illustration, Comic und Installation zusammen.
«Bastomania» heisst nun die begeisternde Gesamtschau dieses künstlerischen Universums. Es umfasst die verschiedensten Werkgruppen und Einzelarbeiten, präsentiert die Arbeiten fürs Fernsehen und die kurzen Ausflüge in die Werbung, als die Comic-Welt gerade international hip war. Geordnet ist das Buch nach Figuren, die immer wieder im Schaffen vorkommen, oder nach thematischen und ästhetischen Konstellationen.
Ergänzend zu ihren eigenen Werken zeigen M.S. Bastian und Isabelle L. in diesem Buch auch immer das jeweilige Umfeld mit: in den 1980er-Jahren die Produzenten- Galerie Polstergruppe in Biel, deren Umfeld bis Berlin und Amsterdam reichte; in den 1990er-Jahren die Comic-Avantgarde rund um die Zeitschrift «Strapazin» und in den 2010er-Jahren das europaweite Netzwerk von Protagonisten, Kunsträumen und Verlagen, die ebenfalls die Grenzen zwischen Kunst, Illustration und Comic überwinden wollen. Zugleich dokumentiert das Buch, wie sich die Welt der Comics und die Haltung gegenüber dieser Kultur in den vergangenen zwanzig Jahren mehrfach gewandelt hat.
Piero Del Bondio. Pfade. Hrsg.: Gaillard, Céline; Hrsg.: Kobler, Simone; Beitr.: Gaillard, Céline; Beitr.: Kobler, Simone; Beitr.: Seeberger, Nicole; Foto(s) von Feiner, Ralph; Foto(s) von Scheidegger, Ernst. Dtsch.; Ital. 2018. 144 S. 110 meist fb. Abb. 27 x 21 cm. Gb. EUR 38,00. CHF 39,00. ISBN: 978-3-85881-616-0 Scheidegger & Spiess
Der 1947 geborene Bergeller Künstler Piero Del Bondio bewegt sich zwischen Arte Povera, Minimal Art und Land Art. In seinen Skulpturen, Gemälden und Zeichnungen und in Performances ergründet er die Bewegung im Raum, die Bewegung des Körpers und dessen Ausdruckskraft. Bewegung und Tanz finden auch Niederschlag in Del Bondios Arbeit als Puppenspieler und Theaterszenograf, wie beispielsweise den geschnitzten Marionettenfiguren zu Antoine de Saint-Exupérys Der kleine Prinz. Sowohl der eigene Körper als auch fremde Materialien werden Veränderungsprozessen unterzogen – Metamorphosen, die in ein existenzielles, historisches und kosmologisches Bedeutungsgeflecht eingebunden sind. Tiefsinnigkeit und eine starke Ausdruckskraft sowie radikale Schlichtheit, Vergänglichkeit und Reduktion zeichnen sein Schaffen im Besonderen aus.
Diese erste Monografie Piero Del Bondios stellt sein Schaffen zum ersten Mal umfassend vor. Textbeiträge zu wichtigen biografischen Stationen und dem kulturellen Hintergrund, zum zeichnerischen Werk und zum Körperhaften in Del Bondios gesamtem Schaffen werden begleitet von Ernst Scheideggers Fotografien des Künstlers im Atelier sowie ausgewählten Werkfotografien von Ralph Feiner.
Extraordinaire!. Unbekannte Werke aus psychiatrischen Einrichtungen in der Schweiz um 1900. Hrsg.: Luchsinger, Katrin; Hirsch, Helen; Röske, Thomas; Beitr.: Hirsch, Helen; Luchsinger, Katrin; Lehninger, Anna; Röske, Thomas; Schade, Sigrid; Wernli, Martina. Dtsch.; Engl. 2018. 240 S. 166 fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 38,00. CHF 39,00. ISBN: 978-3-85881-604-7 Scheidegger & Spiess
Das künstlerische Schaffen von Psychiatriepatienten geniesst seit einigen Jahren wachsende öffentliche Aufmerksamkeit und ist dennoch relativ wenig erforscht. In einem einzigartigen Forschungsprojekt an der Zürcher Hochschule der Künste wurde in den vergangenen 15 Jahren die um 1900 herum von den Insassen der psychiatrischen Anstalten sämtlicher Schweizer Kantone geschaffene Kunst erfasst und dokumentiert. Dieses Buch präsentiert eine Auswahl dieser Werke, von denen die meisten noch nie öffentlich zu sehen waren. Die Patientinnen und Patienten schufen sie über längere Zeit mit grösster Hingabe und oftmals grosser technischer und künstlerischer Kompetenz. Sie verstanden ihre Kunst – oder ihre Werke – als Beitrag zum öffentlichen Leben, als Erfindung oder Ausdruck von Gedankengebäuden, aber auch als Kritik an den Anstalten und als Ausgleich zum eintönigen Alltag.
Dieses Feld der Kunst ist von der Dynamik normativer Setzungen und in deren Folge von Ein- und Ausschliessen geprägt. «Extraordinaire!» gibt einer Verunsicherung über unser Kunstverständnis Raum, die dazu zwingt, unseren Kunstbegriff zu überdenken, sodass auch diese Werke erforscht und befragt werden können und ihre Urheberinnen und Urheber zu Wort kommen.
Tom Haller – Nuggets. American Landscapes. Beitr.: Seiler, Christian; Foto(s) von Haller, Tom. Dtsch.; Engl. 2018. 96 S. 64 fb. Abb. 22 x 28 cm. Gb. EUR 48,00. CHF 49,00. ISBN: 978-3-85881-602-3 Scheidegger & Spiess
Der Schweizer Fotograf Tom Haller hat sich einen Namen als Porträt- und Reportagefotograf gemacht. Seit 1990 hat er auf Reisen durch die USA auch ein umfangreiches Werk an Landschaftsbildern geschaffen, die uns seinen Blick auf das Gesicht Amerikas zeigen. Aus der Perspektive des Reisenden schaut Haller in die Prärie, auf Berge und in den Himmel, auf Strassen, Wohnhäuser und Motels, Sportarenen, Shops und auf im Niemandsland vergessene Autowracks. Seine Aufnahmen bilden die Verheissung dieser Landschaften und die Grenzen der durch sie angeregten Träume ab.
Die sorgfältig ausgewählten Bilder in diesem Buch – gewissermassen fotografische Nuggets – erzählen von Aufbruch und Wunsch, von Verfall und Melancholie und damit vom Zustand des Staates und der Stimmung seiner Bewohner. Ausgehend von Tom Hallers Fotografien reflektiert der bekannte Journalist Christian Seiler, auch er ein weit gereister Amerikakenner, die Intentionen des Fotografen, aber auch die Gestimmtheit des Landes.
Einfach komplex. Max Bill und die Architektur der HfG Ulm. 2018. 632 S. 800 meist fb. Abb. 22 x 30 cm. Gb. EUR 140,00. CHF 150,00. ISBN: 978-3-85881-613-9 Scheidegger & Spiess
Die Hochschule für Gestaltung Ulm – kurz hfg – ist eine der ikonischen Bauten des bundesdeutschen Aufbruchs der 1950er-Jahre. Initiiert von Otl Aicher und Inge Aicher- Scholl – der Schwester von Hans und Sophie Scholl – entstand neben dem Gelände der alten Festung Oberer Kuhberg eine neue Hochschule, die als international bedeutendste Design-Hochschule nach dem Bauhaus gilt. Für deren Planung und Bau war der Künstler und Architekt Max Bill verantwortlich, der in visionärem Geist und mit Akribie ein aufsehenerregendes Ensemble von grosser Präzision und Ausdruckskraft schuf. Trotz ihrer architektonischen Bedeutung blieben die Gebäude der hfg Ulm jedoch immer im Schatten der öffentlichen Wahrnehmung, da die nationale und internationale Aufmerksamkeit überwiegend auf den Gestaltungsergebnissen aus Lehre und Forschung lag.
Nun legen der Architekt Daniel P. Meister und die Journalistin Dagmar Meister-Klaiber, die seit Jahrzehnten ein Dozentenhaus auf dem Gelände bewohnen, die umfassende Monografie und Baudokumentation über die Gebäude der hfg Ulm vor. Auf mehr als 600 Seiten werden die Entwurfs- und Baugeschichte, die Bauanalyse sowie die Nachgeschichte minutiös und mit Hunderten Fotografien und Plänen im Detail nachgezeichnet, bis hin zum von Bill entworfenen Mobiliar. Dazu kommen eine umfassende Analyse des architektonischen Entwurfs und eine kritische Bewertung des denkmalpflegerischen Umgangs mit der Ikone «hfg».
Die Leichtigkeit des Zufalls. Hugo Weber im Dialog mit Alberto Giacometti. Hrsg.: Lutz, Gabriele; Kunz, Stephan; Beitr.: Lutz, Gabriele; Weber, Hugo. 2018. 120 S. 50 z. T. fb. Abb. 23 x 17 cm. Pb. EUR 38,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-85881-608-5 Scheidegger & Spiess
Der Plastiker und Maler Hugo Weber (1918–1971) war der einzige Schweizer Künstler, der am amerikanischen Abstrakten Expressionismus der späten 1940er- bis frühen 1960er-Jahre teilhatte. Nach seiner Ausbildung in Basel und Paris, wo er u.a. Alberto Giacometti kennenlernte, studierte er Kunstgeschichte, Philologie und Philosophie an der Universität Basel. 1946 wurde er von László Moholy-Nagy an das Institute of Design am Illinois Institute of Technology in Chicago berufen, eine Zäsur, die ihm in den frühen 1950er-Jahren den Durchbruch als Künstler in den USA ermöglichte. Es folgte eine rege Lehrtätigkeit, und seine Werke wurden regelmässig in grossen Galerien ausgestellt, so beispielsweise bei Betty Parsons in New York.
Dieses Buch erkundet neben Webers Biografie vor allem seine Auseinandersetzung mit Alberto Giacometti. Es dokumentiert die Beziehung der beiden Künstler mit zahlreichen Fotografien Webers aus Giacomettis Pariser Atelier sowie mit Briefen an seine Freundin Carola Giedion-Welcker. Die Gegenüberstellung von einzelnen Arbeiten der beiden Künstler macht Giacomettis zeitweilig starken Einfluss auf Webers Schaffen deutlich. Webers Text «Thinking back to Alberto Giacometti» (1966) wird hier erstmals in einer englischen und einer deutschen Fassung integral faksimiliert.
Sigismund Righini, Willy Fries, Hanny Fries. Eine Zürcher Künstlerdynastie 1870–2009. Hrsg.: Stiftung Righini-Fries Zürich; Renner, Sascha; Beitr.: Affentranger-Kirchrath, Angelika; Bachmann, Dieter; Bruderer-Oswald, Iris; Frauenfelder, Kathrin; Germann, Martin; Helbling, Regine; Jauch, Ursula Pia; Kennedy, Julie; Magnaguagno, Guido; Nahr, Dominic; Renner, Sascha; Schaad, Isolde; Schmidhauser, David; Simeon, Corina; Tschui, Susanna; Wottreng, Willi. 2018. 368 S. 245 meist fb. Abb. 26 x 20 cm. Gb. EUR 68,00. CHF 79,00 ISBN: 978-3-85881-601-6 Scheidegger & Spiess
Dieses Buch porträtiert erstmals die Künstlerfamilie Righini-Fries, die das Schweizer Kulturleben während über 100 Jahren in einmaliger Weise geprägt hat, durch eigenes Kunstschaffen ebenso wie durch ihr kulturpolitisches Engagement: Sigismund Righini (1870–1937), ein Netzwerker mit imposanter Barttracht, der mit Hodler und Amiet wetteiferte und ein fulminantes Spätwerk hinterliess, gegen dessen kämpferische Forderungen zum Wohl der Künstler sich auch Bundesräte nicht verwehren konnten und der als charismatischer Kurator das Hängen als alchemistischen Akt zelebrierte; Willy Fries (1881–1965), sein Schwiegersohn, der in Hunderten lebhafter Gesellschaftsszenen – Boxkämpfe, Demonstrationszüge, Tanzabende – den Wandel Zürichs zur modernen Grossstadt dokumentierte; und Hanny Fries (1918–2009), die als Intellektuelle das Zeitgeschehen mit Pinsel und Feder sublimierte und dabei mit Verve und Grandezza beeindruckte.
Mit zahlreichen Beiträgen, Quellenstudien, Text- und Bildessays sowie reich bebildert zeichnet diese umfassende Familienbiografie Denken, Schaffen und Wirken dieser zentralen Figuren der Kunstszene nach und schliesst eine Lücke in der Kulturgeschichtsschreibung der Schweiz.
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http://www.kunstbuchanzeiger.de/de/datenbank/titel/v_994/
Stand: 16.12.2018 19:09 Uhr
© 2003 Verlag Langewiesche, Königstein im Taunus